Google und die Reputation von Autoren

Google hat eine Menge Arbeit investiert, um den Inhalt einer Webseite auf Relevanz zu überprüfen. Auch die Verlinkung innerhalb einer Website und von anderen Websites zur eigenen und damit die Sichtbarkeit im Internet ist ein wesentlicher Faktor für das so genannte Ranking, also für die Platzierung der Website in der Liste mit den Suchergebnissen zu bestimmten Suchbegriffen. Viele Fachleute (wie ich) beraten Unternehmen, wie sie die Seiten ihrer Website sinnvoll so optimieren können, dass sie auf den SERPs der Suchmaschinen besser sichtbar sind.

In Zukunft will Google zusätzlich deutlich stärker die Reputation eines Autors mit in die Bewertung der Relevanz einer Webseite einbeziehen… den Author Rank.

Es stellt sich die Frage, was den Ruf eines Autors im Internet ausmachen könnte. Welche Informationen gibt es im Internet, die Google entsprechend analysieren könnte?

  • Blog-Artikel
  • Kommentare zu Blog-Artikeln
  • Beiträge in Foren
  • Videos in Portalen wie YouTube
  • Social Media Präsenz wie auf Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn, Google+ usw.
  • Listings in Shop-Systemen, zum Beispiel als Buchautor
  • Andere Webseiten, auf denen der Autor mit seinem Namen oder Pseudonym auftritt

Wer sich nun einen guten Author Rank erwirbt, kann darauf hoffen, dass eigene Links und Artikel bei Google ein höheres Vertrauen genießen als die von unbekannten Autoren und in Folge besser bewertet werden.

Wie kann ich nun meine eigenen Webseiten so kennzeichnen, dass Google sie mir als Autor zuordnet?

Google nennt das die Anzeige von Urheberinformationen in den Suchergebnissen.

Dazu muss im HTML-Code jeder Seite ein Link-Tag mit dem Bezug rel=“author“ eingefügt werden. Dieser steht im Head-Bereich der Seite. Alternativ kann das rel-Attribut auch direkt beim Artikel stehen. Üblicherweise verwendet man dazu einen Hyperlink auf die Autorenseite oder auf das Google+ Profil mit dem Namen des Autors als Linktext. (Zum Beispiel: Beitrag geschrieben von ) Verweist man auf diese Weise auf sein Google+ Profil, wird bei den Suchergebnissen zusätzlich sogar noch das Foto aus dem Google+ Profil eingebunden. Innerhalb des Tags kann man dann entweder auf die Seite des Autoren verlinken, auf der wiederum ein Link zum Google+ Profil hinterlegt ist. Alternativ kann man auch direkt auf sein eigenes Google+ Profil verlinken. Betreibt man eine Website mit mehreren Autoren, ist es sicher sinnvoll, nicht direkt auf das eigene Profil zu verlinken, sondern einen Zwischenstopp auf der jeweiligen Profilseite des Autoren zu machen. Im Google+ Profil sollte im Gegenzug ein Rückverweis auf die eigene Autoren-Seite oder auf die betroffene Domäne eingetragen werden (das heißt dort „Macht mit bei“).

Diese doppelte Verlinkung verhindert …

  1. dass ein beliebiger Autor in seinem Google+ Profil meinen Content als seinen markieren kann
  2. dass ein beliebiger Autor mir auf seiner Website Inhalte quasi unterjubeln kann, indem er von dort auf mein Google+ Profil verweist

Google stellt ein Tool bereit, mit dem man die doppelte Verknüpfung überprüfen kann, nämlich das Rich Snippets Testing Tool.

Natürlich sollte man im Google+ Profil sämtliche weitere Profile eintragen wie die bei Twitter, Facebook, Pinterest usw., damit Google erkennt, wo und wieviel wichtigen Content man als Autor im Internet beigetragen hat. Das ist natürlich ein Problem für die Datenschützer, zugegeben. Aber Google wird meinen Author Rank nur dann erhöhen, wenn möglichst viel interessanter Inhalt im Internet von mir zu finden ist.

Da das Foto aus dem Google+ Profil in den Suchergebnissen der Suchmaschine angezeigt wird, sollte man sich sehr gut überlegen, welches Foto für den Anwender vertrauenswürdig aussieht und dadurch zu einem Klick auf die eigene Webseite führt. Normalerweise werden hier Halbprofil Fotos sinnvoll sein, wie man sie von Ausweisen oder Lebensläufen her kennt.

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