Jochen Schweizer Arena in München

Gestern war es endlich soweit: Meine Kinder lösten ihre Gutscheine für die Jochen Schweizer Arena in München ein.

Die Gutscheine hatten sie dazu bereits zu Weihnachten 2016 bekommen.

Im März 2017 hatten mein Sohn und ich die Anlage schon mal kurz besucht. Seitdem hat sich Einiges geändert: der Parkplatz hat viel mehr Plätze, der Outdoor-Hochseilgarten wurde gebaut, der Outdoor-Gastronomie-Bereich wurde realisiert.

Eines gleich zu Anfang: ihr braucht viel Zeit und viel Geld!

DIe Jochen Schweizer Arena vom Hochseilgarten aus gesehenDie Freizeitanlage macht einen modernen und wertigen Eindruck, sowohl von innen, als auch von außen. Auffällig ist das fast schon übertriebene Branding der Marke „Jochen Schweizer“. Es steht wirklich überall und dazu noch in übergroßer Schrift. Clever gemacht, aber meiner Ansicht nach etwas zu dominant.

Ein hoch professionelles Marketing erkennt man an allen Stellen. Das fängt bei der Website an, setzt sich beim Branding fort und endet auch noch lange nicht bei den vielen Videowänden, auf denen permanent Promo-Videos laufen.

Egal, wo man sich lang bewegt, fällt darüber hinaus ein starker Fokus auf die Gastronomie auf, von der die Gesamtanlage quasi durchdrungen ist. Im Grunde gibt es ja nur drei Attraktionen (Hochseilpark, Bodyflying und Indoor-Surfen) plus Gastronomie. Also ganz klar: hier wird kommerziell hoch professionell gearbeitet und es geht vor allem um dein Geld, das du hier lassen sollst.

Der Gutschein

Meine Kinder hatten jeweils einen Gutschein mit den folgenden Leistungen:

  • Bodyflying: 2 Flüge mit je 1 min.
  • Wahlweise 1,5 Stunden Outdoor-Adventure-Park oder 45 min Surfen auf der stehenden Welle
  • Betreuung & Einweisung durch erfahrene Instruktoren
  • Erforderliche Ausrüstung inkludiert
  • Ein heißer Snack und ein Erfrischungsgetränk

Der Gutschein hatte Ende 2016 einen Preis von 89,90 Euro (plus Versand und Verpackung). Kurz vor Weihnachten gab es den Gutschein dann für 69,90 Euro, wovon ich als Early Bird leider nicht profitieren konnte. Das hatte mich damals sehr geärgert.

Diesen Gutschein gibt es immer noch. Allerdings kostet er aktuell laut Website 99,90 Euro. Nun gibt es statt zweimal 1 Minute Flug einen mit einer Dauer von 2 Minuten. Das ist sinnvoll.

Zu den Preisen später noch mehr.

Ihr braucht viel Zeit

Auf der Website steht es deutlich: plant 5 Stunden ein.

Und das ist ernst gemeint.

Wir hatten unseren Termin um 17:30 Uhr, mussten aber eine Stunde vorher bereits vor Ort sein, um die Zeiten für das Bodyflying und das Surfen einplanen zu lassen. Verlassen haben wir das Gelände um ca. 20:30 Uhr. Wir verbrachten also 4 Stunden in der Arena für 2 Minuten Bodyflying und 4 oder 5 etwa jeweils 30 Sekunden lange Surfversuche.

Keine große Ausbeute.

Beschweren möchte ich mich darüber nicht. Es lässt sich bei der aktuellen Ausbaustufe kaum anders machen. Die beiden Stationen Bodyflying und Surfen waren durchgehend ausgelastet.

Oder anders ausgedrückt: wer am Samstag mal schnell einen 2 Minuten Bodyflying-Trip machen möchte, kann davon ausgehen, dass er dafür mehr als 30 Minuten einplanen muss.

Die beiden Flüge von Martina und Heiko waren für 19:00 Uhr eingeplant worden. Insgesamt dauerte das Ganze aber fast 1 1/2 Stunden.

Indoor Surfen auf einer Stehenden Welle

(Anmerkung: ich tue mich etwas schwer mit Fotos, weil auf allen Fotos meine Kinder drauf sind. Sorry, aber für Fotos müsst ihr einfach die offizielle Seite besuchen.)

Liste mit verschiedenen Surf-Leveln

Die meisten Besucher werden vermutlich das Anfänger-Level wählen. Auf dieser Stufe wird am Anfang eine Metallstange quer über das Wellenbecken gelegt, so dass sich die Surfer daran festhalten können. Zu diesem Zeitpunkt sind immer so um die fünf Personen gleichzeitig nebeneinander im Becken.

Später wird die Stange entfernt und es ist immer ein einziger Surfer auf der Welle, damit keiner zu Schaden kommt. Da die Surfversuche sowieso nur immer wenige Sekunden dauern, müssen die anderen nicht allzu lange auf ihren Einsatz warten.

Aber noch einmal: ihr seid keineswegs 45 Minuten auf dem Wasser!

In unserem Fall waren die Kinder ungefähr um 17:30 zum ersten Mal auf dem Wasser und gingen um 18:15 Uhr wieder zurück in die Umkleidekabinen.

Dazwischen verbrachten sie die meiste Zeit mit dem Warten in der Teilnehmerschlange.

Es wurden immer Gruppen von schätzungsweise 8 Leuten gebildet. Während einer auf der Welle surfte, mussten die anderen zwangsweise warten.

Auf diese Weise waren meine Kinder (jaja … ist schon klar, sind beide keine Kinder mehr, aber soll ich jetzt „… waren meine Erwachsenen …“ schreiben?) vier oder fünf Mal auf dem Wasser.

Spaß hat es ihnen trotzdem gemacht.

Aber so beim Zuschauen wurde auch deutlich, dass Anfänger nicht zu große Erwartungen an ihre Performance haben sollten. Es schien wirklich sehr schwierig zu sein, das Gleichgewicht auf dem kibbeligen Brett zu halten.

Die Ausrüstung wurde gestellt inklusive Helm, den aber vorwiegend die Frauen trugen. Er war nicht verpflichtend. Angesichts der massiven Betonseitenwände des Beckens kann ich aber nur dringend zu einem Helm raten.

Die ganze Zeit über standen Instruktoren zur Verfügung und halfen jedem dabei, aufs Brett zu kommen. Und vorher hatte die Gruppe bereits ein kurzes Briefing erhalten. DIe Instruktoren machten einen kompetenten Eindruck.

Und auch der Chef persönlich machte gekonnt ein paar Schwünge auf der Welle … natürlich ohne Schutzkleidung und mit eigenem Brett. Er hängt wohl öfter mal in seiner Arena rum. Im März 2016 war er auch in der Halle.

Bodyflying im vertikalen Windkanal

Preisliste für das Bodyflying

Ihr seht es auf der Preistafel: der Spaß ist nicht ganz billig. Wenn ihr das umrechnet, kommt ihr auf 46 Cent pro Sekunde!

Auch hier ist alles bestens durchorganisiert.

Es werden kleine Gruppen gebildet. Die Gruppen verschwinden zum Umziehen und zum Briefing in ein Hinterzimmer. Da der Windkanal extrem laut ist, findet das Bodyflying in einer schallgeschützten Röhre statt. Die kann man nur durch eine Schleuse erreichen. Sobald jeder in der aktuellen Gruppe seinen Flug hatte, verlässt die Gruppe durch die Schleuse den geschützten Bereich. Anschließend kann die bereits wartende Gruppe sich in den Windkanalbereich begeben. Dort müssen sie dann wieder auf ihren Einsatz warten.

EIn Foto kann ich euch zeigen:

Instruktor und Schüler im Windkanal

Links steht der Instruktor, rechts schwebt der Gast. Auch hier sind die Instruktoren sehr professionell und immer dabei. Mit jeder Gruppe wechselt auch der Instruktor.

Auf dem Foto könnt ihr im Hintergund eine grüne Zeitanzeige sehen. Dort werden die 2 Minuten heruntergezählt. Ich hatte es erlebt, dass die Uhr erst startete, wenn der Gast in der Röhre war. Normalerweise lief die Uhr aber immer einfach runter auf Null und startete ohne Unterbrechung sofort wieder bei 2 Minuten. Das hatte zur Folge, dass jeder Gast ca. 3 bis 5 Sekunden verlor, weil er sich ja erst in die Röhre werfen musste. Ist ja nicht viel … aber bei zwei Minuten? Oder mal in Euro: 5 Sekunden verstrichene Zeit bedeutet 2,30 Euro für null Leistung.

Die Instruktoren haben ihr Möglichstes getan, um den Einen pünktlich aus der Röhre zu stoßen und den Nächsten in die Röhre zu holen. Aber gleichzeitig ist das nun einmal nicht machbar. Für mich sieht das ganz arg nach Gewinnmaximierung aus. Ich persönlich finde das nicht ganz fair.

Tafel mit Zusatzleistungen für das BodyflyingEin weiterer Aspekt verstärkt den Verdacht auf Gewinnmaximierung. Jeweils bei Erreichen der letzten 30 Sekunden (mehr oder weniger) fragt der Instruktor per Handzeichen, ob der Gast einen so genannten „TaxiFly“ zusätzlich buchen möchte. Das kann fast niemand ablehnen … sieht er in dem Moment doch nur die 5 Euro und ist eh bereits mit Adrenalin und Endorphinen überschwemmt.

Beim TaxiFly wird der Windkanal ca. 25 Prozent stärker eingestellt, und der Instruktur schwebt mit dem Gast möglichst weit nach oben. Das schafft ein Gast vorher nicht, weil der Winddruck nicht hoch genug ist und weil vermutlich auch einfach die Erfahrung dafür fehlt.

Ich finde, dass dieser TaxiFly kostenlos als Goodie angeboten werden sollte, 54,90 Euro für 2 Minuten Action sollten das doch möglich machen!

Ich habe an sich nichts gegen Gewinnmaximierung, aber hier scheint jemand die Grenzen austesten zu wollen.

Zusammenfassung

Meine Kinder mussten das ja nicht zahlen … sie fanden es klasse.

Die Wartezeiten haben sie nicht gestört.

Ich persönlich finde die „Arena“ (warum heißt heute alles „Arena“?) sehr teuer. Außerdem muss man sehr viel Zeit für sehr wenig Aktion einplanen.

Den Hochseilgarten kann ich nicht beurteilen. Ich fand ihn beeindruckend. Martina meinte, so sehen die überall aus.

Mehr Attraktionen als Bodyflying, Indoor-Surfen und Hochseilgarten gibt es derzeit nicht. Es hat auch nicht den Anschein, dass weitere Angebote geplant sind.

Ein spontanes „Ach, lass uns doch einfach mal in die Jochen Schweizer Arena fahren!“ scheint hier nicht so recht zu funktionieren. Der Besuch macht wohl nur Sinn, wenn man gezielt eine oder mehrere der drei angebotenen Angebote buchen möchte.

Drei Tafeln mit Angeboten des Restaurants

Das Angebot der Gastronomie wurde zwar hübsch präsentiert, haute mich aber auch nicht vom Hocker.

Aber wie gesagt: den Leuten scheint es zu gefallen! Und das ist dann am Ende ja das Wichtigste.

Übernachtung in einem Baumhaus

Das Judka Trollhaus hoch in den Bäumen

Wolltest du schon immer in einem Baumhaus übernachten? Vielleicht als Kind?

Wir haben uns diesen Traum dieses Jahr (2018) erfüllt!
(Hach … ich bin ja so ein Romantiker!) 🙂

In Deutschland gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern für Übernachtungen in einem Baumhaus, auch unter der Bezeichnung „Baumhaushotel“ bekannt. Wir haben uns für die geheime Welt von Turisede in der Nähe von Görlitz entschieden.

Zur Einstimmung könnt ihr euch das folgende fröhliche Video auf YouTube ansehen:

Die geheime Welt von Turisede

Logo der geheimen Welt von Turisede

Das klingt mystisch.

Ganz banal handelt es sich um ein Freiluftmuseum und einen Abenteuerfreizeitpark. Beides lädt Erwachsene und Kinder zum Entdecken ein.

Aber bis vor 1.000 Jahren lebte hier einmal das Volk von Turisede. Viele Ausgrabungen belegen die Existenz dieses inzwischen untergegangenen oder abgewanderten Volks. Die ersten Fundstücke fand man wohl 1909.

Das Volk von Turisede wurde von kindlichen Königen regiert, feierte das Ende des Sommer mit zweieinhalbtägigen Festspielen und den Haushalt führten bei ihm stets die Männer.

Dem Slawenstamm der Turiseder ist auf der Kulturinsel Einsiedel seit 2007 ein eigenes Museum, Historum genannt, gewidmet … natürlich ebenfalls ein Baumhaus.
Das Museum über das Volk von Turisede befindet sich in einem Baumhaus

Die Geschichte des Freizeitparks ist aber eine andere. Denn ursprünglich ging es um eine Firma zur kreativen Holzgestaltung. Diese Firma wurde 1990 gegründet. Der Inhaber hat dann Platz für Ausstellungsstücke gebraucht und nach und nach Grundstücke aufgekauft. Wann die Idee entstand, einen großen Abenteuerspielplatz aus Holz zu bauen und das Ganze dem verschwundenen Volk von Turisede zu widmen, weiß ich nicht. Am Anfang hieß das dann „Kulturinsel Einsiedel“, wurde aber 2017 in „Die geheime Welt von Turisede“ umbenannt. Der neue Name macht auch mehr her, findet ihr nicht?

Auf dem Gelände gibt es mehrere Attraktionen wie ein Zauberschloss mit unterirdischen Geheimgängen.

Eher für Kinder sind die vielen Möglichkeiten zum Klettern, Rutschen, Kriechen und „Herumsauen“ gedacht.

Wer Spaß an Schatzsuchen hat, kann sich mit einer Schatzkarte bewaffnen und auf dem Gelände verschiedene Rätsel von verschiedenen Legenden um die Inselgeister entschlüsseln.

Neben der Möglichkeit, recht teuer in einem Baumhaus zu übernachten, gibt es viele weitere Angebote, die jedes Jahr weiter ausgebaut werden. Es muss auch nicht unbedingt in 8 bis 10 Meter Höhe sein. Wenn ich das alles hier in diesem Artikel aber auch noch beschreiben würde, dann könnte ich auch gleich ein Buch veröffentlichen. Deswegen hier der Link zu den Erlebnisnächten auf der Kulturinsel – Wo die Nächte genauso aufregend sind wie die Tage!

Die geheime Welt von Turisede: der Parkplatz

Außerhalb des Freizeitgeländes stehen auf einem Schotterplatz am Rande eines Waldes jede Menge Parkplätze zur Verfügung. Für Übernachtungsgäste ist ein Teil des Parkgeländes mit Schlagbäumen abgegrenzt.

Hoffen wir mal, dass wir unser Auto morgen nicht so vorfinden:

Foto eines AUtos, das auf einen Baum aufgespießt wurde

Vom Parkplatz aus muss man nur die Hauptstraße überqueren (dabei kommt ihr auch an dem aufgespießten Auto vorbei) und ist dann sofort beim Westportal, das früher Trollpforte hieß.

Foto der Trollpforte, auch Westportal genannt

Ein Tipp:

Nach dem Einchecken nicht dem Schild „Hier geht’s lang“ die Treppe hinauf folgen.

Dann kommt ihr zum Historum. Das ist ein kleines Museum in einem Baumhaus. Von dort gibt es zwei Möglichkeiten weiterzukommen. Entweder durch eine enge Röhre aus Metallgitter oder … den Weg wieder zurück. Falls ihr Gepäck dabei habt und die Temperatur bei 33 Grad liegt, macht die Röhre keinen Spaß! (Ich habe es ausprobiert.)

Also am besten gleich ganz normal durch das Gebäude (Trollpforte) gehen.

Obwohl es auf dem ganzen Gelände viele Schilder gibt und ihr bei der Ankunft auch einen Übersichtsplan in die Hand bekommt, fällt die Orientierung schwer. Wenn ihr jetzt meint: „Okay, hier ist der Eingang, dort drüben muss das Baumhaushotel sein. Also ab durch die Mitte!“ … macht ihr den nächsten Fehler. Das klappt möglicherweise … irgendwie. Aber ihr müsst euch durch Tunnel, Hängebrücken und enge Stellen hindurcharbeiten … wie gesagt … Gepäck und 33 Grad … deswegen ein weiterer Tipp:

Hinweisschild für das Baumhaushotel in Truisede

Haltet euch vom Westeingang einfach etwas links auf dem breiten Sand/Kies-Weg. Der führt ein Stück geradeaus in Richtung Osten (ähem … Osten ist jetzt geradeaus und nicht rechts!) und dann in Richtung Süden (das ist also nun nach rechts). Dieser Weg ist breit, weil er auch für Fahrzeuge des Freizeitparkservice genutzt wird. Auf diese Weie kommt ihr direkt zum Baumhaushotel. Die entsprechenden Schilder befinden sich linker Hand von euch.

Die Inselgeister

Comiczeichnung der dreiTrolle aus TrondheimIn einer geheimnisvollen Umgebung wie Turisede gibt es auch geheimnisvolle Lebewesen, Inselgeister und Trolle. Es handelt sich um meist freundliche Wesen.

Da gibt es zum Beispiel den Inselkönig Bergamo, die Kräuterhexe Babadoro, die Lichtelfe Fiona, die beiden Waldgeister Bodelmutz und Modelpfutz, die Trolle von Trondheim Thor Alfson, Olve und Judka und natürlich den Jüngsten von allen, Jankobol.

Kurzbeschreibungen der bekanntesten Inselgeister gibt es auf einer speziellen Seite über die Inselgeister.

Ihnen gehören auch die Baumhäuser. So verschieden die Persönlichkeiten der Inselgeister sind, so verschieden sind auch ihre Baumhäuser. Aus Holz sind sie aber alle.

Das Baumhaushotel

Schild: Eingang nur für WipfelstürmerDas Baumhaushotel enststand 2005 als erstes seiner Art in Deutschland.

Übersichtsplan des Baumhaushotels in Turisede

Die 9 Baumhäuser bieten Platz für bis zu sechs Personen. Der Übernachtungspreis richtet sich nach der Größe des Baumhauses, aber nicht nach der Anzahl der übernachtenden Gäste. Zuviel Platz sollte man in den Baumhäusern nicht erwarten, aber sie sind gut ausgestattet und haben einen sehr urigen Charakter.

Die Baumhäuser gehören den Inselgeistern von Turisede. In jedem Baumhaus gibt es ein Geheimversteck mit einer kleinen Überraschung. Allerdings erwarten die Inselgeister von den Besuchern ebenfalls ein Gastgeschenk oder, vielleicht besser ausgedrückt, ein Bestechungsgeschenk. Denn immerhin müssen sie für die menschlichen Gäste ihre Häuser räumen. Schlüsselbund aus dem Trollfamilienhaus der Trollin Judka in TurisedeDie Trollin Judka steht zum Beispiel auf Schlüssel, die sie in ihrem Baumhaus überall aufhängt, die Lichtelfe Fiona mag gerne Knöpfe, Bodelmutz mag Wecker.

Handtücher, Bettwäsche und Bettbezug sind im Buchungspreis enthalten. Für 12 Euro pro Person haben wir ein Frühstücksbuffet hinzugebucht. Parkplatz und der Besuch des Freizeitparks sind ebenfalls im Übernachtungspreis eingeschlossen.

Unser Judka Trollhaus

Das Foto zeigt das Judka Trollhaus mitsamt den Bämen, in das es hineingebaut wurde

Natürlich hat sich Heiko das höchste Baumhaus ausgesucht.

Foto unseres Gastgeschenks für Judka: mehrere gusseiserne SchlüsselUnser Trollhaus gehört der Trollin Judka als Schutzgeist. Sie mag gerne Schlüssel. Also haben wir alte Schlüssel aus Gusseisen mitgebracht.

Unser Judka Baumhaus erreichen wir über einen leicht begehbaren Verbund von Holzstegen, die euch auf eine Höhe von ca. 5 Meter bringt.

Foto von den Holzstegen, die zu den Baumhäusern führen

Blick auf das Gebäude, das als Minibar dientIm Zentrum der kleinen Freiluftanlage befindet sich eine Plattform mit mehreren überdachten Bänken und Tischen, wo ihr einfach chillen könnt. Dort gibt es auch eine kleine Minibar mit einigen Getränken. Ihr dürft euch da einfach nehmen, was ihr wollt, und das dann bei der Abreise abrechnen. Kontrolliert wird nicht, Vertrauen ist angesagt.

Von diesem Zentralbereich führt auch ein kurzer Holzweg zu den beiden so genannten Schockduschen. Diese sind so gestaltet, dass ihr quasi frei in der Luft duscht. Unter euch befindet sich ein durchlässiges Metallgitter, drei Viertel der kleinen runden Dusche sind gefliest, nach vorne genießt ihr freien Blick in Richtung Neiße, nur geschützt durch ein weiteres Metallgitter. Der Duschkopf befindet sich so weit vorne wie möglich. Obwohl ich Höhenangst habe, konnte ich mich dort gut aufhalten. Obwohl wir die Duschen unbedingt ausprobieren wollten, haben wir es am Ende doch nicht getan. Nicht wegen der eigenwilligen Location, sondern weil wir wir uns keinen nachhaltigen Effekt davon versprachen. Bereits kurze Zeit nach dem Duschen wären wir wieder verschwitzt gewesen. Im übrigen wird das Wasser nicht erwärmt.

Aber zurück zum Baumhaus.

Ein anderer Holzweg (oder nennt man das Holzbrücke, wenn er in der Luft schwebt?) führte zu drei Baumhäusern, eins davon war unser Judka Trollfamilienhaus.

Eingang zum Judka Trollfamilienhaus

Nun wird es etwas komplizierter. Wir sehen unser Hausschild. Links davon befindet sich eine Holzleiter, die zu einer abgeschlossenen Lattentür hoch führt. Dahinter windet sich eine zweite Holzleiter weiter nach oben. Dies Leiter führt bis hoch zum Baumhaus, nach ganz oben, wie wir später feststellen werden. Dort finden wir eine winzige Holzterasse und die Tür ins Baumhaus. Hinter der Tür fällt der Blick auf einen sehr gemütlich eingerichteten Schlafraum mit einem großen Bett für drei Personen und einem kleineren für eine weitere Person.

Das große Bett in Judkas Trollfamilienhaus in Turisede

Allerdings hatte ich in Erinnerung, dass es auch noch einen zweiten Raum zum Wohnen gab. Nur erschloss sich uns nicht ganz, wie wir dahin gelangen konnten.

Nach einigem Herumsuchen fanden wir den Zugang, eine Falltür im Boden der kleinen Terrasse!

Falltür zum unteren Wohnbereich des TrollhausesDas ist jetzt etwas schwer zu erkennen. Ihr schaut gerade nach unten auf die Öffnung der Falltür. Die Tür selber ist nach links aufgeklappt. Über dem Loch gibt es eine Seilkonstruktion, an der ihr euch beim Herunterklettern festhalten könnt. Im Hintergrund seht ihr noch die Holzwand des Schlafzimmers.


Foto der Holztreppe, die vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer führtKlappe also auf und über eine weitere Holzleiter nach unten geklettert. Auf dem Foto könnt ihr diese Leiter sehen, aber von unten. Die Leitern sind allgemein sehr stabil, griffig und bieten auch einen festen Tritt. Sie müssen aber erklettert werden … es sind eben keine Stufen. Einen Koffer würdet ihr da kaum durchbringen.


Das WOhnzimmer in Judkas Trollfamilienhaus in Turisede
Und wir standen in einem kleinen, aber wieder sehr gemütlich und detailverliebt eingerichteten Wohnzimmer. Dort gab es eine weitere kleine Tür zu einer Mini-Toilette (hier auf dem Foto genau hinter uns. 😉 ). Die Toilette hatte eine normale Keramikschüssel, war allerdings komplett in Holz eingebaut, so dass man sich für seine Geschäfte eben direkt auf das Holz setzte, und das Ganze dann wie ein Plumpsklo wirkte. Es gab allerdings Wasserspülung. Zuästzlich gab es einen Wasserhahn, den man über die Kloschüssel drehen konnte, also zum Beispiel für das Zähneputzen. Ein separates Waschbecken gab es nicht.

Zunächst haben wir die zahlreichen kleinen und schiefen Fenster geöffnet, um Luft in beide Räume zu lassen. Es war allerdings kein bisschen stickig in den Räumen, eben nur warm. Schön war der Blick durch die vielen Fenster: überall Laub und Bäume!

Foto der unteren HolzleiterIch war mir sicher, dass es neben der Falltür noch einen weiteren Zugang zu diesem Raum geben musste und so suchten wir wieder eine Weile danach. Unterhalb einer Art Anrichte befand sich dann tatsächlich eine Tür, durch die man eine weitere Holzleiter zum Hinunterklettern finden konnte. Unten stand man in einem winzigen leeren Raum, der eine weitere, abschließbare Tür besaß. Und dort gelangte man hinaus auf den Holzsteg. Beim Hausschild gab es also zwei Zugänge, einmal die Klettertour direkt nach ganz oben. Und einmal die Klettertour zum Wohnraum.

Hinweis auf Steckdosen im Judka Baumhaus

Die Zimmer sind mit ausreichend vielen Steckdosen ausgerüstet, so dass ihr alle eure Smartphones gleichzeitig laden könnt. Es gibt auch elektrisches Licht. Auf dem folgenden Foto habe ich die Steckdosen mal mit Pfeilen markiert. Das ist übrigens diese schon erwähnte Anrichte. Darunter (!) befindet sich das Tüchen zur Holzleiter, die nach unten zum Eingang führt.

Auch im Schlafzimmer gibt es Steckdoesen.

Was es nicht gibt, ist LTE oder etwas halbwegs damit Vergleichbares. Sorry, Leute, für WhatsApp mag es (hin und wieder) reichen. Falls ihr euch aber einen Film auf Netflix ansehen wollt, müsst ihr den vorher (!) runterladen.

Eine Toilette, in einer Telefonzelle eingebautWer ohne eigenes Klo übernachtet, kann sich zum Beispiel in die Tardis setzen.

Du kennst die Tardis nicht? Kein Problem! Hier gibt es mehr Infos zur Tardis.

Und hier gibt es Waschmöglichkeiten:

Waschgelegenheiten in der Waldsiedlum

Der große Abenteuerspielplatz

Jemand klettert durch eine enge Metallröhre
So möchte ich das Kernstück des Freizeitparks gerne nennen. Überall gab es enge Röhren unter Hügeln hindurch oder Hängebrücken über Täler hinweg. Es standen komische Konstruktionen aus Holz herum. In einem Tiergehege war ein Lama zusammen mit einem Mini-Pferd zu sehen. An anderer Stelle sahen wir ein Maultier.

Manche der Holzkonstruktionen waren Tieren nachempfunden. Hier seht ihr ein Nashorn, das Kinder zum Reiten einlud:

Ein Nashorn aus Holz in Turisede

Mehrere Open-Air Bühnen ließen vermuten, dass der Freizeitpark häufig für Aufführungen, Festivals oder andere kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass wir nur wenig Zeit hatten, uns alles anzusehen. Nach der langen Autofahrt und dem Suchen unseres Baumhauses blieb bis 18:00 Uhr nicht mehr viel Zeit. Da mussten wir bereits beim turisedischen Krönungssaal erscheinen.

Was wir jedoch bemerken konnten, waren überall herumtobende Kinder. Denen machte die Gluthitze nichts aus.

Auf der anderen Seite war das Gelände keineswegs von Menschenmassen überlaufen. Ob das immer so war oder nur heute, kann ich nicht beurteilen.

Das Krönum – Theater mit Festschmaus

Das Krönum ist ein Theaterstück in der Krönungshalle, das ein Teil der Geschichte der Turiseder erzählt. Die Inszenierung beinhalt allerlei Akrobatik, Gauklerei und vor allem ein Festessen mit vier Gängen. Die Besucher müssen sich für eine authentischere Atmosphäre mit turisedischen Gewändern bekleiden.

2018 geht es um die folgende Legende. Den Text habe ich mir auf der offiziellen Seite ausgeliehen:

Ein Gott sieht rot

Verspotte keinen Gott zum Scherz, denn er könnte sich darüber ärgern. Das jedenfalls muss der junge Turiseder Bergamo schmerzlich erfahren. Er ist von Turius, dem Gott der Neißeauen, dazu ausersehen worden, erster König seines Volkes zu werden. Bergamo aber steht der Sinn nach anderem: Statt die Königsprüfung abzulegen, trachtet er danach, die Liebe Babadoros zu gewinnen.

Was Turius davon hält, wie Bergamo versucht, ihn zu besänftigen und welches Opfer Babadoro bringen muss, davon erzählt das neue Stück im Krönum.

Weitere Details zum Krönum findet ihr in der Sächsischen Zeitung: Ein Abend in Turisede

Die Krönungshalle ist übrigens echt. Es handelt sich um die Rekonstruktion der ursprünglichen Krönungshalle der Turiseder auf den erst 2010 entdeckten Fundamentresten.

Für das Krönum sollten wir uns pünktlich um 18:00 Uhr bei dem entsprechenden Gebäude einfinden. Wir hatten einmal mehr das Problem, dort nur unter Schwierigkeiten hinzufinden. Einerseits ist das Herumgeirre ja reizvoll. Wenn man allerdings bei 33 Grad Hitze einfach zu einem bestimmten Ort wollte, war man doch schnell frustiert. Und ja … ich bin mir sicher, dass alles nach zwei, drei Tagen total einfach zu finden ist, wir hatten aber nur eine einzige Übernachtung gebucht.

Diese Dame erklärt uns die bevorstehende ZeitreiseVor uns stand plötzlich ein riesiges weibliches Zauberwesen und ließ uns durch eine Barriere zu einem Eingangsbereich durch. Dies war nicht das Krönum! Zunächst wurde uns (für die Getränkeabrechnung) ein neuer Name gegeben: wir hießen beide ab sofort „Valerian“. Dann wurden wir einer von mehreren Sippen zugeordnet … wir gehörten zur Zunft der Werkzeugmacher. Außerdem gab es noch Bauern, Alchemisten, Korbflechter und Töpfer.

Heiko und ich als WerkzeugmacherDie Werkzeugmacher erhielten dunkelblaue Roben und (wer mochte) eine dazu passende Kopfbedeckung. Ich hatte Bedenken, mich mit weiterer zusätzlicher Kleidung zu behängen, aber die Umhänge waren extrem leicht und erhitzten uns nicht stärker. Hinter der Umkleide ging es wieder zu der Barriere mit der Riesenfrau, wo wir in kleinen Gruppen zunächst einen Zeitzaubertrank ausgeschenkt bekamen, der uns auf die Zeitreise 1.000 Jahre in die Vergangenheit vorbereiten sollte. Danach ging es über eine Zeitspirale zu einem Zeitportal. Dort holte uns eine wild herumpfeifende Hexe ab. Wir folgten ihr ins Krönum, wo für uns ein zweiter Zaubertrank vorbereitet wurde. Nachdem unser Körper und unser Geist nun endlich an die Vergangenheit angepasst waren, wurden wir im Krönum auf unterschiedliche Sitzplätze verteilt, je nach Sippe.

Das Gebäude ist der Wahnsinn!

Die Theaterbühne des Krönums von Turisede

Im Zentrum befand sich ebenerding eine Theaterbühne, vor der jede Menge kleiner Hocker mit einem kleinen Kissen standen. Im Hintergrund gab es eine Bar, wo wir uns mit Getränken eindecken konnten. Alle Getränke wurden in Steingut-Humpen ohne Henkel serviert.

Das Innere des Krönums von Turisede

Von diesem Raum führten mehrere Stein- und Holztreppen weiter nach oben, verzweigten dann aber in weitere Holztreppen in verschiedene kleinere Ebenen, die wiederum aus mehreren Ebenen bestehen konnten. Jede Ebene bzw. Raum war zwar in sich mehr oder weniger geschlossen, aber besaß keine festen Wände. Stattdessen bildeten alle Treppen und Ebenen so etwas wie eine hölzerne Rahmenkonstruktion. Schwer zu beschreiben. Ich habe nachgelesen … 43 Treppen und 23 Ebenen! Es standen überall große rustikale Holztische mit Holzbänken, wo sich die verschiedenen Sippen zum Essen niederließen. Der erste Gang war bereits vorbereitet. Es gab Kartoffeln in Lehmkruste, Brotlaibe und mehrere Saucen zum Dippen. Die angekündigten vier Gänge des Abendessens muss man übrigens wörtlich als „Gänge“ sehen … während der Turiseder Vollversammlung unten im Versammlungsraum gab es immer wieder Unterbrechungen, in denen sich die Sippen zum Gedankenaustausch, Diskutieren und Entscheiden in ihre Räumlichkeiten zurückzogen. Natürlich gab es dazu dann immer etwas zu essen und zu trinken, sozusagen ein richtiges Gelage. Also im Grunde Theater in drei Akten und davor, dazwischen und danach „Gänge“ zum Essen.

Das Krönum von Turisede ist für mich die urigste und atmosphärisch dichteste Theaterbühne, die ich je kennengelernt habe.

Oder anders ausgedrückt: solltet ihr tatsächlich mal in der Nähe von Zentendorf bei Görlitz sein, so lohnt sich der Besuch des Krönums auch völlig unabhängig von dem Freizeitpark und von einer etwaigen Übernachtung.

Das Gebäude war nicht überhitzt. Entweder war es gut isoliert oder klimatisiert. ich habe mich nach Auslässen für eine Klimaanlage umgesehen, konnte aber nichts entdecken. Die Temperatur im Krönum war erträglich.

Während sich die Vollversammlung unter Beteiligung der anwesenden Turiseder (wir) bis ca. 22:00 Uhr erstreckte, gab es nach der Vorspeise noch eine Suppe (zur Auswahl standen Knoblauch, Kastanien und noch irgendetwas anderes) an einem Suppenausschank im hinteren Bereich des Versammlungssaals. Die Suppe wurde wieder in dicken bauchigen Steingutschüsseln ausgegeben. Dazu gab es Brot. Mit ihren Suppen zogen sich die Sippen in ihre Räume zurück. Unsere Kastaniensuppe schmeckte sehr gut.

Der dritte Gang, das Hauptgericht, gab es später vom Buffet. Und ganz am Ende der Veranstaltung gab es noch Eis für alle.

Bei der Vollversammlung sollten die Turiseder entscheiden, ob Bergamo, der Sohn von Dragomir, die Priesterin und Kräuterfrau Babadoro heiraten sollte, um gemeinsam über das Volk der Turiseder zu herrschen. Die Vollversammlung war also eine Art Theater, in das sehr akrobatische Darbietungen eingebunden waren. Und auch die von den Sippen gewählten Sippensprecher mussten einzeln auf die Bühne und Entscheidungen der Sippen kundgeben. Das Ganze wurde akustisch und visuell mit sehr gut passenden Effekten unterstützt. Insgesamt war es eine atmospärisch sehr gelungene Veranstaltung. Alles lief ganz locker und entspannt ab, und vor allem die vielen kleinen Kinder hatten Spaß … aber auch ein bisschen Angst, denn ab und zu hörte man ein Kind weinen und schluchzen.

Während der Veranstaltung habe ich keine Fotos gemacht. Daher verweise ich euch auf die offizielle Foto-Galerie.

Erwartet übrigens nicht irgendwelche Laien-Schauspieler! Die Darsteller sind Profis und das merkt man Ihnen auch jederzeit an!

Nachts im Baumhaus

Die Betreiber der „Geheimen Welt von Turisede“ gaben sich wirklich viel Mühe, eine geheimnisvolle und in sich konsistente Erfahrung zu bieten. Das setzte sich abends und nachts fort.

So sahen wir auf unserem Rückweg vom Krönum zum Baumhaus immer wieder geheimnisvolle Lichter im Unterholz aufleuchten. Lauerten dort etwa unheimliche Tiere oder Geister? Auch gab es überall laute Geräusche. Manche klangen nach Tierlauten, andere klangen einfach nur unheimlich. Eine Eule schrie alle paar Minuten ihr „Uhuhuhu“ durch den Wald. Aber wir waren ja hoch oben in den Baumwipfeln sicher.

Briefumschlag mit geheimen Informationen zur nächtlichen Schatzsuche

Ab 22:30 Uhr konnte man die geheimen Informationen in einem verschlossenen Umschlag lesen, den wir bei der Ankunft erhalten hatten. Auf dem Umschlag befand sich der deutliche Hinweis, dass der Umschlag erst ab 22:30 Uhr geöffnet werden durfte, sonst wäre man disqualifiziert. Angescihts des hitzereichen Tages und der langen Autofahrt wollten wir aber nachts nicht mehr auf Abenteuerschatzsuche gehen und öffneten den Umschlag schon vorher.

Den Inhalt der Geheimbotschaft werde ich hier allerdings nicht spoilern!

Frühstück im Baumstammlokal

Wir konnten beide trotz der Wärme gut schlafen. Die Fenster und Türe ließen wir über Nacht alle offen. Wer würde schon nachts bis zu uns hinauf klettern?

Der Innenraum des Baumstammlokaös

Frühstück gab es vom Buffet im Baumstammlokal. Das war auf der anderen Seite des Geländes, direkt neben dem Krönum.

Auf dem Foto seht ihr eine größere Gruppe von Kindern. Offensichtlich wurde die geheime Welt von Turisede auch für Kindergarten-/Schulausflüge genutzt. Den größten Teile der Besucher stellten allerdings Familien mit Kindern. Die sieht man eben auf dem Foto nicht. 😉

Das Buffet war sehr vielseitig. Nur mit der Kaffeeversorgung hatte ich ein Problem. Es gab nämlich anscheinend nirgends welchen. Ich sprach eine Frau vom Service an und sie sagte, sie würde sofort herumkommen. Und so geschah es auch. Zu zweit liefen sie mit Kaffeekannen und Steingut-Bechern durch das Lokal und versorgten alle mit Kaffee, die das wollten. Vielleicht erkennt ihr jetzt beim Lesen schon das Problem.

Nach der Versorgung, waren die Leute vom Service vor allem damit beschäftigt, die Tische aufzuräumen. Außerdem mussten sie noch für ständigen Nachschub beim Buffet sorgen. Das Servicepersonal war sehr jung und schien aus Polen zu sein (ist ja auch gleich nebenan). Alle waren sehr freundlich und sprachen natürlich perfekt Deutsch. Für viele war es wohl ein Ferienjob. Am Personal habe ich nichts auszusetzen.

Aber sie kümmerten sich nicht weiter um den Kaffee-Nachschub. 🙁

Somit bleibt meine Bitte an den Betreiber, den Kaffeeservice anders zu gestalten. Vielleicht schafft ihr doch irgendwo die Möglichkeit, dass sich jeder selbst mit Kaffee eindecken kann. Mir ist dabei klar, dass ihr den „Erstausschank“ mit der Kontrolle der Frühstücksbons koppelt. Aber … hey, wie soll denn mein Morgen ohne sofortige Kaffee-Zufuhr funktionieren?

Nach dem Frühstück wollten wir ursprünglich die Schockdusche ausprobieren, aber bringen würde es nichts. Spätestens im Baumhaus wären wir wieder erneut verschwitzt gewesen. Also verzichteten wir und freuten uns auf die Klimaanlage im Auto.

Lage der geheimen Welt von Turisede

AUsschnitt aus Google Maps mit der Route von Forstern nach Zentendorf
Das erste Baumhaushotel Deutschlands findet ihr in der östlichsten Ortschaft von Deutschland, Zentendorf. Das liegt direkt am Fluß Neiße, der Deutschland von Polen trennt. Hier erlebst du also als Erster in Deutschland morgens den Sonnenuaufgang. Und im höchsten Baumhaus des Hotels, nämlich in unserem Trollhaus, das uns von Judka zur Verfügung gestellt wurde, sind wir auch noch höher als alle anderen. Wir konnten also die allerersten Sonnenstrahlen des Morgens in Deutschland geießen … und darauf dürft ihr jetzt ruhig neidisch sein!

Fazit

Soviel Text, aber wie sieht das nun aus? Empfehlung oder keine Empfehlung?

Für mich als stark differenzierender Mensch ist das (mal wieder) nicht so einfach zu beantworten.

„Die geheime Welt von Turisede“ ist ein sehr ungewöhnlicher Freizeit-/Abenteuerpark mit Übernachtungsmöglichkeit. Das gesamte Konzept wirkt stimmig, die Gestaltung oft detailverliebt.

Als Zielgruppe sehe ich in erster Linie Familien mit Kindern bis etwa 12 Jahren. Eine Übernachtung ist sehr zu empfehlen, da ein großer Reiz des Parks von der Stimmung und den Aktivitäten nach Sonnenuntergang aus geht.

Für die Übernachtung in den Baumhäusern muss man eine gewisse körperliche Fitness mitbringen. Für die Kinder ist es ein großer Spaß, für Erwachsene eher beschwerlich. Allerdings hat sich mein Sohn (selbstverständlich) das höchste und damit am schwierigsten zu erreichende Baumhaus ausgesucht.

Gebäude des Waldsiedlums

Alternativ gibt es zahlreiche weitere Übernachtungsmöglichkeiten in niedrigen (und damit leicht erreichbaren) Baumhäusern sowie sogar ebenerding in so einer Art Zeltstadt. Auf keinen Fall solltet ihr auf das Krönum verzichten. Natürlich ist das ganze Abenteuer schnell etwas kostspielig.

Mehr als eine Übernachtung muss es aber eigentlich nicht sein. Gut … vielleicht macht ihr zwei daraus, wenn ihr nicht jedesmal in eurer Bettchen in die Bäume hinauf klettern müsst. 😉

Das größte Problem des Freizeittparks ist die für uns Deutsche extrem abgelegene Lage im äußersten Osten Deutschlands. Wenn man nicht gerade in Sachsen wohnt, muss praktisch jeder eine lange bis sehr lange Anreise auf sich nehmen. Was das Abenteuer weiter verteuert.

Aus diesem Grunde würde ich mir ab einer Entfernung von, sagen wir mal, 200 Kilometern sehr gut überlegen, ob ich mir nicht etwas Näheres suche. Es sei denn, ihr verbindet das gleich mit einem etwas längerem Urlaub in Ostdeutschland.

Ohne Kinder würde ich nicht nach Turisede fahren.

Zimmer zu vermieten in Forstern

Ich möchte in meinem Haus (ca. 165 qm Wohnfläche) ein Zimmer untervermieten. Für eine ausführliche Beschreibung kannst du einfach hier klicken: klick mich vorsichtig

Falls jemand von euch bereits selbst ein Zimmer in seiner Wohnung oder in seinem Haus untervermietet hat, wäre ich sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert! Eure Tipps und Erfahrungen könnt ihr sehr gerne unten als Kommentar hinterlassen oder mit mir telefonisch, per E-Mail oder persönlich teilen.
Das Wichtigste zuerst … der Preis: ab 250 Euro / monatlich

Persönliches

  • Ein Minimum an gegenseitiger Sympathie ist Voraussetzung
  • nur Nichtraucher
  • nur Frauen (ohne sexuelle Gegenleistungen)
  • Herkunft egal
  • Nur Einzelperson, keine Paare oder Familien

Zimmer mit

  • Schlaf-(Auszieh-)Couch (Doppelbett)
  • Kleiderschrank
  • Schreibtisch (geplant)
  • Wandspiegel
  • Sat-TV Anschluss
  • Internet-Anschluss (DSL)
  • WLAN

Küche mit

  • Herd und Ofen
  • Geschirrspüler
  • Mikrowelle
  • …und was man eben noch so in der Küche hat

Bad mit

  • Dusche
  • Badewanne

Keller

  • Waschmaschine
  • Wäschetrockner

Haus

  • insgesamt ca. 165 qm, also viel Platz, wenn man sich aus dem Weg gehen möchte
  • Bewohner: ich und mein 18-jähriger Sohn
  • Stellplatz direkt vor dem Haus
  • kleiner Garten
  • Terrasse
  • sehr freundliche Nachbarschaft
  • sehr ruhig gelegen
  • ländliche Umgebung
  • Eigenes Fahrzeug empfehlenswert

Tierhaltung

  • Katzen nein
  • 1 Hund wird geduldet

Mietbedingungen

  • Kündbar beiderseitig zwei Wochen zum Monatsende

Im Ort

  • Apotheke
  • Supermarkt
  • Bäcker
  • Metzger
  • Poststelle
  • Sparkasse
  • Tankstelle
  • Pizzeria

Mehr auf http://gewerbe-in-forstern.de.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Im Augenblick ist das Zimmer leider noch nicht zur Untervermietung vorbereitet. Ich möchte erst einmal prüfen, ob dafür überhaupt ein Interese besteht. Das Zimmer wird voraussichtlich ab dem 01. September 2018 zur Verfügung stehen. Du kannst aber natürlich vorher vorbeikommen und dir das Ganze mal ansehen.

Mit wem wohnst du in dem Haus zusammen? Mit mir, einem Online Marketing Manager und mit meinem 18-jährigen Sohn.

Dein Auto oder Motorrad kannst du direkt vor dem Haus parken. Das Haus hat auch eine Terrasse und einen kleinen Garten. Beides darfst du gerne nutzen, auch wenn du mal mit ein paar Freunden grillen willst oder so.

Das Zimmer selbst ist mit 12 qm nicht besonders groß, aber das brauchst du auch nur als Rückzugsort. Ansonsten kannst du die anderen Räume nutzen. Es stehen Möbel im Zimmer. Wenn du aber deine eigenen Möbel hineinstellen möchtest, ist das auch kein Problem.

Insgesamt habe ich keine Lust auf Stress. Deswegen solltest du erstens eine Frau sein und zweitens Nichtraucherin. Und nein, ich verbinde damit keine sexuellen Gegenleistungen. Ein Minimum an gegenseitiger Sympathie sollte jedoch vorhanden sein, sonst gehen wir uns ja schnell auf die Nerven.

Ach, noch etwas: mein Sohn und ich sind nicht so hyperordentlich und wir putzen auch nicht jeden Tag sämtliche Kleiderschränke von innen. Wenn du also auf eine sterile Umgebung Wert legst, so solltest du dich besser nicht bei uns melden. Es steht dir aber jederzeit frei, bei uns aufzuräumen oder hin und wieder den Staubsauger in die Hand zu nehmen.

Das Haus liegt in einer ruhigen Wohnsiedlung. Kleine Kinder und tausende Katzen musst du allerdings hinnehmen. Du bringst deswegen bitte keine Katze mit. Es sind schon genug in der Nachbarschaft vorhanden. Kannst ja hingehen und sie streicheln. 🙂

Ein Internet-Anschluss über Kabel oder WLAN ist selbstverständlich vorhanden. Du hast im Zimmer einen DSL-Anschluss und, falls benötigt, auch einen Sat-TV Anschluss.

Was die Miete betrifft, so überlasse ich es dir, mir ein Angebot zu machen, solange es mindestens 250 Euro/Monat sind. Falls sich mehrere Interessenten melden, erhöhen sich deine Chancen eventuell bei einem höheren Angebot. Überleg also selbst, was dir das Wohnen in meinem Haus wert ist. Du wirst es lieben!
Auf eine Kaution möchte ich, solange das gut geht, gerne verzichten.