Lissabon-Reise mit Sunwave – noch mal Sintra

Hinweis:
Die Vorbereitungen zu meiner Ausflugstour nach Sintra findet ihr in meinem Artikel Cabo da Roca und Sintra in Portugal ‚Äď Vorbereitung.


Heute, am 10. Mai 2016, hatte die Gruppe wieder einen freien Tag zur Selbstgestaltung. Das traf sich wieder sehr gut, da ich ja noch ein paar sozusagen private Ausflugsziele eingeplant hatte:

  • Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra
  • Bar Moinho Dom Quixote in Colares

Bis auf zwei Gruppenmitglieder ist der Rest wieder nach Lissabon gefahren. Die beiden anderen waren noch unentschlossen. Allerdings hatten sie keine Lust, mit mir zusammen noch mal nach Sintra zu fahren. Auch gut.

Ohne festen Terminplan konnte ich es mir heute leisten, etwas später aufzustehen. Das war dann so gegen 9:00 Uhr.

Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra

Luftbild der Gesamtanlage des Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra
Gestern hatte ich ja schon viel Zeit in Sintra verbracht, vor allem in der Quinta da Regaleira.

Heute w√ľrde ich das fotogene M√§rchenschloss hoch oben auf dem Berg besuchen.

Bis Sintra ist der Weg schnell und einfach zu fahren.

Aber vom Zentrum des Ortes bis hoch zum Palast ließ ich mich auf eine abenteuerliche Fahrt ein. Kleine Straßen schrauben sich in engen Serpentinen durch einen Urwald hinauf, zunächst noch zweispurig, später dann nur noch einspurig als Einbahnstraße.

An der Stelle auch gleich einmal eine Warnung: wenn man den Berg hochf√§hrt, finden sich immer wieder kleine Parkpl√§tze und Parkstreifen am Stra√üenrand. Schnell l√§sst man sich zu einem „Ach, einer geht noch!“ hinrei√üen und versucht, noch n√§her an den Palast heranzukommen. Wer dann endlich beim Palast angekommen ist, kann leider nicht mehr umdrehen, denn die Stra√üe ist eine Einbahnstra√üe. Und auf dem Weg nach unten gibt es keine Parkm√∂glichkeiten mehr.

Ich ging das Risiko bewusst ein, ich hatte ja Zeit. Also fuhr ich erst einmal gem√ľtlich zum Palast hoch und sondierte die Lage. Danach fuhr ich wieder auf der anderen Seite runter nach Sintra und dann wieder hoch durch den Urwald. Ich sah das nicht als Zeitverschwendung an, sondern genoss den Wald und die abenteuerlichen Stra√üen. Mit dem Motorrad w√ľrde das sicher noch mehr Spa√ü machen!

Oben beim Eingang standen Busse und Taxis herum. Man konnte also auch sehr gut ohne eigenes Auto herkommen. Der Eingang f√ľhrte aber keineswegs in den Palast, sondern in die riesige Parkanlage (das kennen wir schon von der Quinta da Regaleira). Nur war hier praktisch der gesamte Berg die zum Palast geh√∂rende Parkanlage. Unglaublich!

Foto der Vorderseite des Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Vom Pal√°cio Nacional da Pena gibt es ganz hervorragende Fotos im Internet, auch tolle Luftbilder. Einfach mal die Bildersuche von Google daf√ľr nutzen. Meine eigenen Fotos sind nicht so aufregend. Ich hatte auch nur so eine kleine Exilim mitgenommen. Ich verwende meine Fotos hier trotzdem.

Der Palast war also von hier am Eingang immer noch weit weg und weit √ľber mir. Wer mochte, konnte zu Fu√ü durch den Garten hoch zur Anlage spazieren gehen. Wer das nicht wollte, konnte auch einen Kleinbus-Transfer in Anspruch nehmen. Der kostete nat√ľrlich extra, und nicht zu knapp.

Scan der Eintrittskarte

Auf dem Foto vom Palast k√∂nnt ihr √ľbrigens gut erkennen, dass die Au√üenw√§nde tats√§chlich so farbenfroh gestaltet sind, wie man es im Internet auf den Fotos sehen kann. Das ist nicht nachtr√§glich mit Hilfe von Photoshop bunter gemacht worden.

Und noch etwas könnt ihr auf dem Foto sehen, und zwar oben links: blauer Himmel! Ja, das Wetter war (im Augenblick) super!

Der Eintritt kostete also 14 Euro und der Transfer noch mal 3 Euro. Der Bus fuhr alle 15 Minuten.

Die letzten Könige, die im Palácio Nacional da Pena in Sintra gelebt haben

Scan von mir, 2016

Urspr√ľnglich stand da oben mal ein Kloster. Das wurde bei dem verheerenden Erdbeben von 1755 sehr stark besch√§digt und in Folge aufgegeben. Auf diesen Ruinen wurde dann sp√§ter ein neues Kloster und der Palast gebaut. Obwohl oft von dem Neuschwanstein Portugals gesprochen wird, so ist der Palast doch √§lter als Neuschwanstein bei uns in Deutschland … und viel bunter ūüėČ . Anders als Schloss Neuschwanstein wurde der Pal√°cio Nacional da Pena von vielen K√∂nigen und K√∂niginnen bewohnt. Die R√§ume des Palastes sind vollst√§ndig eingerichtet.

Bei dem Palast handelt es sich um eine Touristenattraktion. Entsprechend gut ausgestattet ist das Schloss. Es gibt sanit√§re Anlagen, eine Cafeteria, ein Restaurant und nat√ľrlich einen Andenkenladen. Der riesige Park wird weniger stark frequentiert. Dort ist alles sehr ruhig und irgendwie ehrf√ľrchtig.

Foto des Vorhofs und des Haupttores

Foto von mir, 2016

War man erst einmal oben beim Palast, der auf √ľber 500 m H√∂he lag, war die Besichtigung nicht mehr sehr beschwerlich. Die Eintrittskarte musste man mehrmals vorzeigen, also bitte sorgf√§ltig behandeln und vor allem nicht wegwerfen!

Durch das Tor auf dem Foto mussten alle Besucher gehen, um in den eigentlichen Haupthof des Palastes zu gelangen. Die gesamte Anlage war √ľberall mit kleinen Wacht√ľrmen gesichert. Durch die Lage war ohnehin nicht davon auszugehen, dass sich jemand unbemerkt dem Palast n√§hern konnte.

Foto der Außenfassade mit wunderschönen Azulejos und manuelinischen Verzierungen

Foto von mir, 2016

Auf dem Hauptplatz findet ihr zu eurer Rechten das Kloster mit seiner roten Fassade. Auf der linken Seite gibt es ein mehrst√∂ckiges massives burg√§hnliches Geb√§ude in gelber Farbe, das um einen Rundbau mit einer halbkugelf√∂rmigen Kuppel (sieht aus wie ein Planetarium) erg√§nzt ist. Dieser Komplex ist mit dem Kloster √ľber einen Mittelteil verbunden, durch den ein Durchgang in den hinteren Hof f√ľhrt. Die Fassade des mittleren Teils ist komplett mit Fliesen (den Azulejos) bedeckt. Zus√§tzlich findet man an der Fassade sehr stark ausgepr√§gt manuelinische Verzierungen.

Die Fliesen haben den Vorteil, dass man die W√§nde nicht regelm√§√üig neu mit Farbe streichen muss. Au√üerdem isolieren sie sehr gut gegen W√§rme. Hat schon mal jemand eine Fliese angefasst, die warm ist? (Au√üer Bodenfliesen mit Fu√übodenheizung nat√ľrlich.) Und schlie√ülich sehen die Fliesen auch noch sch√∂n aus. Nat√ľrlich ist es wesentlich mehr Aufwand, eine Wand zu fliesen, als sie nur mit Farbe anzumalen.

Zum hinteren Hof gibt es zwei Durchgänge. Über dem rechten kann man den imposanten Triton bewundern.

Foto des Tritons √ľber dem Durchgang zum hinteren Hof

Foto von mir, 2016

Der griechische Gott Triton war ein Sohn des Poseidons und der Meeresnymphe Amphitrite. Triton ist halb Fisch und halb Mensch.

Es war gar nicht so leicht, Fotos ohne Touristen zu machen. Hier liefen nun doch ziemlich viele Leute herum. Einige waren in Reisegruppen oder in F√ľhrungen organisiert. Auch Japaner waren darunter, die, dem Klischee enstprechend, viele Fotos schossen.

Unter dem Triton hindurch bin ich in den hinteren Hof gegangen. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft und auf …

Fotografierende japanische Teenager im hinteren Hof des Palastes

Foto von mir, 2016

… fotografierende Touristen. Schon klar … ich war auch einer davon. Diese Teenager sind mir noch h√§ufiger begegnet. An verschiedenen Orten des Palastes machten sie vorwiegend Selfies oder Fotos von ihren Freunden. F√ľr die Leute, die mich nicht kennen: mir hat das nat√ľrlich nichts ausgemacht, ich sehe das auch keineswegs negativ. Jeder so, wie er mag. Es war f√ľr mich eher am√ľsant zu sehen, wie unterschiedlich jeder bewertet, was f√ľr ihn sehenswert ist. Aber ihr seht ja … ich habe die Teenager ebenfalls fotografiert. ūüėČ Mein pers√∂nliches Highlight!

Ach so, ja, die Landschaft. Hier ist sie:

Landschaft, von der hinteren Terrase des Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra aus gesehen

Foto von mir, 2016

Wie ihr seht, hat man von hier oben einen fantastischen Fernblick.

Foto des Eingangs zur kleinen Kapelle

Foto von mir, 2016

Vom hinteren Hof gelangte man in die kleine Kapelle, die zum alten Kloster geh√∂rte. Viel mehr kann ich euch √ľber die Kapelle auch gar nicht erz√§hlen. Ich bin nat√ľrlich hinein gegangen und habe dort einige leise Momente der Andacht verbracht.

Aber dann wurde es Zeit f√ľr die Besichtigung der Innenr√§ume. Dazu musste ich wieder zum Hauptplatz zur√ľck und dort zum alten Kloster hin√ľber. Die Eintrittskarte wurde hier ein weiteres Mal √ľberpr√ľft. Das Tolle an den Innenr√§umen war, dass sie komplett eingerichtet waren.

Foto eines einladend gedeckten Esstisches im Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Sagt selbst: dieser Tisch lud doch dazu ein, Platz zu nehmen und in vornehmer Umgebung zu trinken und zu speisen. Das Kloster ist ein in sich geschlossener Komplex mit einem Innenhof. Alles wirkte sehr gesch√ľtzt. Immerhin d√ľrfte es hier oben auf dem Berg oft recht windig sein. In diesem Geb√§udeteil wohnten die K√∂nige und die K√∂niginnen. Selbst das Badezimmer der K√∂nigin konnte besichtigt werden. Alle R√§ume waren sehr aufwendig in Szene gesetzt worden und erweckten den Eindruck, die Bewohner w√§ren nur kurz weggegangen.

Vom Kloster ging es weiter in den Mittelteil des Palastes, also √ľber den Triton hinweg. Hier gelangte man in den gro√üen Empfangssaal.

Ein Blick durch den großen Empfangssaal des Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Der Saal hatte in beide Richtungen viele große Fenster, so dass er sehr hell war. Zur genauen Architektur des Palastes habe ich bisher keine Informationen im Internet gefunden. Deswegen kann ich nicht sagen, welche Funktionen der große Rundbau und das davor liegende mehrstöckige rechteckige Gebäude hatten.

Im Rundbau waren einige Gebrauchsgegenst√§nde ausgestellt. Im gro√üen Geb√§ude befand sich oben die K√ľche.

EIn Blick in die K√ľche mit einer m√∂glichen Ausstattung

Foto von mir, 2016

Auf dem Foto wird die K√ľche nicht so abgebildet, wie sie tats√§chlich genutzt worden war. Stattdessen wurde der Raum genutzt, um eine Vielzahl von K√ľchen-Utensilien auszustellen, die aus der Zeit des Palastes stammten. Eine Reihe von Schornsteinen auf dem Dach des Geb√§udes zeigten, dass dies wirklich die K√ľche des Palastes gewesen war.

Ein Bauwerk wie der Pal√°cio Nacional da Pena muss immer wieder renoviert werden. Dies geschieht regelm√§√üig und ist Voraussetzung daf√ľr, dass uns dieses Schloss auch in Zukunft in seiner ganzen Vielf√§ltigkeit und Pracht erhalten bleibt.

F√ľr den Palast hatte ich mir ausreichend viel Zeit gelassen. Jetzt wollte ich mir den Wald und die Parkanlagen ansehen. Hier ein grober √úbersichtsplan:

Unscharfer √úbersichtsplan der Parkanlagen

Scan von mir, 2016

Viel erkennt man nicht auf diesem Plan. Wenn ihr den Palast besuchen solltet, bekommt ihr sowieso einen eigenen gedruckten Plan auf Deutsch. Hier soll er nur einen Eindruck √ľber die Gr√∂√üe geben.Im unteren linken Viertel des Bildes k√∂nnt ihr vielleicht den Palast erahnen.

Vergrößert sieht das so aus:

vergrößerter Ausschnitt vom Übersichtsplan, der den Palast zeigt

Scan von mir, 2016

Im Wald k√∂nnt ihr jedenfalls Stunden verbringen. Auch bei warmen Wetter m√ľsste es gut auszuhalten sein, weil die B√§ume f√ľr viel Schatten sorgen.

Im Wald gibt es viele kleine Attraktionen: hier eine Statue, dort ein Brunnen, an anderer Stelle ein steinerner Thron, Teiche, Fl√ľsse, Entenh√§user, ein Farngarten mit riesigen Baumfarnen, eine Grotte, Kapellen, Tempel, Gew√§chsh√§user usw. Alles konnte ich mir nicht ansehen. Ich glaube, ich habe ungef√§hr zwei Stunden im Palast und weitere zwei Stunden im Wald zugebracht.

Ein toller Aussichtspunkt war die Santa Catarina Anhöhe:

Thron der Königin auf der Santa Catarina Anhöhe

Foto von mir, 2016


Wieder so ein Foto, das nur Fragen aufwirft. Ich habe nichts Besseres. Beim n√§chsten Mal nehme ich eine 360 Grad Kamera mit, dann kann man das besser erkennen. Ich beschreib also mal kurz: dies ist der Thron der K√∂nigin, ein aus dem Felsen geschlagener Hochsitz, der mit Fliesen verziert wurde. EIn paar Stufen f√ľhren zur eigentlichen Sitzfl√§che. Dies soll der bevorzugte Ausblickspunkt von K√∂nigin Am√©lia gewesen sein.

Wenn man sich dort hinsetzte und zum Schloss zur√ľck blickte, hatte man einen super Blick auf sein trautes Heim:

Blick zum Pal√°cio Nacional da Pena in SIntra

Foto von mir, 2016

Ganz offenichtlich liebte Königin Amélia die Ruhe. Ein weiterer ihrer Lieblingsplätze soll dieser gewesen sein:

Der Thron der Königin im Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Deswegen hei√üt dieser Tisch auch der Tisch der K√∂nigin. Im Gegenstz zum Thron der K√∂nigin bot der achteckige Tisch Platz f√ľr mehrere Personen. Im Augenblick wirkte der Platz etwas verwahrlost und nicht besonders einladend.

Sehr bekannt ist der Farngarten, der sich in einem kleinen Tal befand.

Baumfarne im Farngarten im Pal√°cio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016


Diese Farne stammen aus Neuseeland und Australien und sind an sich nicht unbedingt typisch f√ľr das portugiesische Klima. Aber hier im Wald wurden viele kleine Wasserl√§ufe und Teiche angelegt, so dass die gro√üen Baumfarne offensichtlich gute Bedingungen vorfanden. Entsprechend angenehm ist es auch f√ľr Besucher, durch dieses kleine Tal spazieren zu gehen.

Im S√ľden des Tals schloss sich das Tal der Seen an. Hintereinander gab es hier f√ľnf schmale Seen, in die s√§mtliche Flu√ül√§ufe des Parks m√ľndeten. Mehrere h√ľbsche Entenh√§user boten einen Unterschlupf f√ľr Enten. Am Ende dieses Tals konnte man den Park verlassen. Und gleich gegen√ľber auf der anderen Stra√üenseite wartete mein Auto auf dem Parkplatz.

Wenn ihr in der Gegend von Lissabon seid, dann solltet ihr Sintra unbedingt in die Planung eurer Ausfliegsziele einbeziehen.

F√ľr mich war es das erst einmal in diesem Jahr … ich hatte ja noch ein zweites Ausfliegsziel auf meiner Liste.

Bar Moinho Dom Quixote

Was sollte an einer Bar bzw. einem Café schon besonderes sein? Und warum sollte man extra zig Kilometer fahren, um eine bestimmte Bar zu besuchen? Stellt ihr euch diese Fragen?

Ich stellte diese Fragen nicht.

Ich war hier, um neue Eindr√ľcke zu gewinnen und neue Erfahrungen zu sammeln. Jedes Ziel war deswegen im Gunde gleichwertig. Okay, das stimmt nat√ľrlich nicht ganz. Sintra war wirklich etwas ganz Besonderes!

Hier noch mal kurz die Adresse: Rua dos Moinhos 5, 2705-001 Colares (Breite: 38.770638¬į, L√§nge: -9.477609¬į). Die Bar befindet sich auf dem Weg von der Nationalstra√üe N247 zum Cabo da Roca.

der kleine Wegweiser zur Bar

Foto von mir, 2016

Also ab in Richtung Cabo da Roca. Auf der linken Seite der Hauptstra√üe seht ihr diesen unscheinbaren Wegweiser, der leicht zu √ľbersehen ist. Hier geht es links hinein in eine kleine Stra√üe.

Die Bar war fr√ľher einmal eine Windm√ľhle. Und deswegen seht ihr zun√§chst eine Windm√ľhle. Davor befindet sich ein ausreichend gro√üer Kies-Parkplatz.

Windm√ľhle bei der Bar Moinho Dom Quixote in Colares

Foto von mir, 2016

Hier an der Westk√ľste war es, wenig √ľberraschend, sehr windig. Dem wurde die Bar durch mehrere verglaste Terrassen gerecht. Ich kann mir eine Bemerkung an dieser Stelle nicht verkneifen: das Wetter war gut! Und es hatte den ganzen Tag nicht geregnet! Geht doch! Warm war es allerdings trotzdem noch nicht so richtig.

Nat√ľrlich gab es auch Au√üenterrassen mit herrlichem Blick auf den Atlantik.

Blich von einer Außenterrasse hinaus auf den Atlantik

Foto von mir, 2016

Da passte der Wind eigentlich gerade optimal dazu. Und es roch nach Meer.

Sehr außergewöhnlich war der liebevoll angelegte Garten.

Ein Teil des wunderschönen Gartens bei der Bar Moinho Dom Quixote

Foto von mir, 2016

Wer Pflanzen mag, wer vielleicht selber einen Garten besaß, der kam hier auf seine Kosten. Ein kleiner See, Fliesenbilder, viele große Amphoren, jede Menge Kakteen und andere Sukkulenten.

Ich bin also eine Zeit lang drau√üen herum spaziert und habe mir diesen Garten angesehen. Ein paar wenige Leute sa√üen drau√üen, die meisten bevorzugten den Schutz der hinter Glas gut gesch√ľtzen Terrassen. Wer es zul√§sst, kann hier zur Ruhe kommen.

Das wollte ich probieren und ging hinein in die Innenräume. Im ersten Wintergarten gab es leider keinen freien Tisch. Drinnen waren alle Wände mit allerlei Zeug vollgehängt. Der Eindruck war insgesamt eher mexikanisch als portugiesisch. Es liefen Katzen und Hunde herum. Wer das nicht mag, sollte die Bar dementsprechend meiden.

In der Ecke gab es einen Durchgang zu einem weiteren kleinen Wintergarten. Dort ließ ich mich an einem großen Tisch auf einem Sofa nieder. Der Tisch war noch nicht abgeräumt.

Ich bestellte mir einen „Salada Tropical“. Auf der Speisekarte gab es keine gro√üartigen Men√ľs, sondern eher kleine Speisen, Snacks, Salate und Burger. F√ľr ein gro√ües Abendmahl schien dies der falsche Ort zu sein. Der Salat war eine interessante Mischung aus einerseits eher herben Geschmacksnoten, andererseits aber sehr s√ľ√üen Aromen von den Fr√ľchten.

In dem kleinen Raum sa√ü eine Gruppe von drei Leuten, die sich auf Deutsch unterhielt. Mindestens einer davon war Schweizer. Sie unterhielten sich angeregt √ľber alles M√∂gliche. Der Schweizer und eine der beiden Frauen schienen Residente zu sein, w√§hrend die zweite Frau wohl zu Besuch war. Sie tranken mehrere Caipirinhas und die Unterhaltung wurde mit der Zeit immer lockerer.

Blick aus einem der WIntergarten hinaus in den Garten

Foto von mir, 2016

W√§hrend ich mir auf dem iPad mit einer Bluetooth-Tastatur Notizen zu meinem Besuch in Sintra machte, h√∂rte ich zwangsl√§ufig den Gespr√§chen zu. Die Gruppe sa√ü genau in meiner Sichtlinie. Irgendwie fand ich es am√ľsant, dass die Leute sich √ľber alles m√∂gliche Private unterhielten, ohne sich Gedanken zu machen, dass ich vielleicht alles verstehen konnte. Wie ein Portugiese sah ich ja nun nicht aus.

Irgendwann verlie√üen sie das Lokal und ich w√ľnschte ihnen auf Deutsch „noch einen sch√∂nen Abend!“. Eine der Frauen sagte zu mir: „Das war ja soooo klar!“ und lachte mich fr√∂hlich an.

Gut gelaunt und gut entspannt fuhr ich wieder nach Carcavelos ins Hotel zur√ľck. F√ľr mich war es ein perfekter Tag!

Abends im Hotel

Heute war unser letzter Abend im Hotel. Deswegen traf sich unsere Gruppe abends um 19:00 Uhr in der Hotel-Lobby zur Abrechnung der gemeinsamen Fahrzeugkosten, also Benzin und Maut. Alle waren damit einverstanden, die Kosten einfach aufzuaddieren und dann durch die Anzahl der Gruppenmitglieder zu teilen. Ich finde es gut, wenn das so problemlos funktioniert. Nat√ľrlich konnte ich meine extra Fahrten nicht von den anderen bezahlen lassen.

F√ľr jeden kamen 20 Euro Fahrzeugkosten heraus.

Das Abendessen gab es heute wieder im Hotel.

Danach saßen wir noch alle zum Chillen in der Bar zusammen.


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Weitere Informationen im Internet

360 Grad Bilder vom Pal√°cio Nacional da Pena.
Offizielle Seite parquesdesintra.pt (englischsprachig).
Inoffizielle Facebook Fan-Seite der Bar Dom Quixote Moinho.


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