Schule – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Schule – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Deutsche Literatur – 10. Klasse Gymnasium http://blog.sevke.net/2017/04/19/deutsche-literatur-10-klasse-gymnasium/ http://blog.sevke.net/2017/04/19/deutsche-literatur-10-klasse-gymnasium/#respond Wed, 19 Apr 2017 20:28:31 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8594 Sprechblase mit dem Text Bäh Mein Sohn weiß ja genau, wie er mich sauer macht. Aber wissen das unsere Tee-Nager nicht alle? 😉

Jedenfalls muss er mal wieder über die Ferien ein Buch lesen. Das hatten wir doch schon mal? Ja, hier: Ferien – 59 Stunden Arbeit. Aber diesmal geht es nicht um eine Bearbeitung und Präsentation. Er soll das Buch nur lesen. Das finde ich akzeptabel, hält ihn das doch wenigstens zeitweise mal vom Computer fern.

Nur so recht voran kommt er nicht. Das Buch liest sich wohl nicht so gut. Und so hat er mir heute einen Ausschnitt vorgelesen:

Abfotografierter Ausschnitt von Seite 98 und 99

Schwer zu erkennen? Hier noch mal als Text:

Als wir die drei vor uns torkeln sahen, wußten wir, was es geschlagen hat. Wir kannten sie doch. Kojoten nannten wir sie. Streunten herum, wühlten im Dreck, brachten nichts mehr zuwege. Da gehörten noch andere dazu. Aber diese drei hatten noch einen speziellen Namen. Wir nannten sie die Arschficker-Partie. Diesen Ehrentitel hatten sie sich gut ein Jahr zuvor verdient, als wir sie auf der Toilette festnahmen. Die Frau lag auf dem Steinboden und rührte sich nicht. Der eine bearbeitete ihren mit Blut und Dreck verschmierten Arsch, der andere wichste seinen verschissenen Schwanz. Ein Zeitungspapier hatten sie ihr untergelegt. Es stank nach reiner Scheiße. Aber das schien diese Typen überhaupt nicht zu stören.Der eine stocherte weiter und grunzte dabei, der andere hielt seinen verschmierten Stengel in die Höhe, als wollte er sich auch noch einen blasen lassen. Es war unglaublich.

Nunja, diese Sätze aus dem Mund meines Sohnes ließen meine Gesichtszüge einfrieren. Er ist zwar alt genug für so etwas, aber in meinen Ohren klang es doch ziemlich deftig.

Das Buch?

Aus meinem Deutschunterricht bin ich so kurze Sätze wie oben im Textausschnitt nicht gewohnt. Schreibt man heute so? (Im Internet: ja, auf WhatsApp: ja … aber in einem Roman?) Mir erschließt sich leider auch nicht die Ästhetik der Sprache, obwohl der Autor laut Klappentext Professor für literarische Ästhetik in Leipzig ist oder war (das Buch ist von 1995).

Aber vor allem frage ich mich, ob ich so etwas lesen will? Nein, ich will nicht und ich muss auch nicht. Mein Sohn muss. Zur Erinnerung: 10. Klasse. Wobei ich zugeben muss, dass sich die Klasse für das Buch entschieden hat, das von der Lehrerin lediglich vorgeschlagen und empfohlen wurde. Ich denke, die Schüler hatten da eher keine Meinung und waren grundsätzlich nicht sehr erfreut über den Gedanken, in den Ferien lesen zu müssen. LESEN! Ein Buch! Ob die Feinmotorik der Finger überhaupt mit dem Umblättern der Seiten fertig werden würde. (Ich bin gemein!)

Nun sind die Beurteilungen im Internet insgesamt eher positiv und ich kann auch gar nichts zum Inhalt sagen, habe es ja nicht gelesen. Das Buch wurde 1998 sogar verfilmt (unter anderem mit Heiner Lauterbach). Vielleicht lohnt sich die Lektüre ja wirklich.

Dennoch sitze ich jetzt hier alleine am Computer und bin etwas durcheinander. Bin ich zu prüde? Bin ich zu spießig? Bin ich einfach zu alt für moderne Literatur?

Können es nicht die „Die Leiden des jungen Werther“ sein oder meinetwegen „Die neuen Leiden des jungen W.“?

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Wozu ist ein Bewertungsbogen in einer Deutsch Schulaufgabe gut? http://blog.sevke.net/2016/12/10/wozu-ein-bewertungsbogen-in-einer-deutsch-schulaufgabe/ http://blog.sevke.net/2016/12/10/wozu-ein-bewertungsbogen-in-einer-deutsch-schulaufgabe/#respond Sat, 10 Dec 2016 13:22:40 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8277 Gestern war wieder so ein Tag … mein Sohn bringt eine Deutsch-Schulaufgabe mit einer schlechten Note nach Hause.

Na ja, Schwamm drüber!

Das Thema war die „Analyse und Interpretation eines Dramenauszugs“, und zwar des Stücks „Die Räuber“ vom jugendlichen Friedrich Schiller. Kennen wir alle … kein Ding. Kein Meisterwerk, aber egal.

Für Deutsch Schulaufgaben verwenden die Lehrer eine Matrix, einen so genannten Bewertungsbogen, um die, oft sehr subjektiv erscheinende, Benotung transparenter zu machen. Finde ich gut. Dabei gibt es eine Reihe von Bewertungskriterien, die jeweils separat eine Note von 1 bis 6 erhalten.

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Ausgefüllter Bewertungsbogen einer Deutsch Schulaufgabe in der 10. Klasse

Okay, die Bewertungen sind nicht besonders gut. Zu beachten ist, dass nicht jedes Kriterium gleich hoch gewichtet wird. Ob es eine objektive Gewichtung gibt, weiß ich nicht, sie ist jedenfalls nicht angegeben. Das lässt dem Lehrer einiges an Spielraum. In Deutsch muss man sich leider mit noch mehr Subjektivität bei der Benotung abfinden als bei den meisten anderen Fächern. Meine Meinung zu Noten ist vermutlich bekannt, dennoch hier noch mal kurz der Verweis auf Noten lügen – ein Buchtipp.

Aber zurück zum Bewertungsbogen.

Welche Gesamtnote würde sich nun aus den Einzelkriterien ergeben?

Was meint ihr?

Gewichte ich alle Werte gleich, so komme ich auf 4,25 (also eine 4 minus).

Selbst, wenn sämtliche Werte mit 3 und 4 nur ein geringes Gewicht haben sollten, so ergibt das für mich immer noch eine 4 minus oder eine 5 plus.

Als Gesamtnote erhielt mein Sohn eine glatte 5.

Oder anders ausgedrückt: die Kriterien, für die er eine 3 oder 4 erhalten hat, könnte man schlicht und ergreifend aus dem Bewertungsbogen löschen … sie zählen nicht.

Man könnte argumentieren, dass in Deutsch Schulaufgaben nur ganze Noten gegeben werden. Dann hätte sich dies aber seit der 10. Klasse geändert, denn noch in der 9. Klasse gab es sehr wohl auch Drittel-Noten.

Also was nun? Willkür der Lehrerin?

Ich weiß es nicht, aber ich werde die Lehrerin schriftlich um eine Stellungnahme bitten.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Mir geht es keineswegs darum, noch eine Drittel-Note für meinen Sohn herauszuschlagen. Mir geht es ganz einfach darum, dass ich die Bewertung an Hand des Bewertungsbogens nicht nachvollziehen kann. Und dafür ist er doch eigentlich da.


Update 16.12.2016:
Die Deutsch-Lehrerin hat mir heute mündlich über meinen Sohn mitgeteilt, dass die Schulaufgabe tatsächlich mit einer 5 plus bewertet worden sei. Dies könne man aus der folgenden Formulierung am Ende der Arbeit herauslesen:

Aufgrund … kann Ihre Arbeit nicht mehr mit „ausreichend“ benotet werden.

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Ferien – 59 Stunden Arbeit http://blog.sevke.net/2015/06/08/ferien-59-stunden-arbeit/ http://blog.sevke.net/2015/06/08/ferien-59-stunden-arbeit/#comments Mon, 08 Jun 2015 16:57:24 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6594 Schultafel mit Text Endlich FerienZwei Wochen Pfingstferien! Das klingt nach Urlaub oder wenigstens nach Freizeitaktivitäten wie einem Besuch im Bayernpark in Reisbach.

… seufz …

… wäre da nicht ein Buchreferat, das am 11.06. fällig ist.
2 Bücher,
1 Referat und
1 Präsentationsmappe.

Die Präsentationsmappe ist in der vorletzten Stunde vor dem Referat abzugeben, also heute am ersten Schultag nach den Ferien.

1. Buch: Der Circle von Dave Eggers … 560 Seiten

2. Buch: Zero von Marc Elsberg … 480 Seiten

Beides Bestseller und beide Bücher sind sehr zeitgemäß.

Mein Sohn und ich haben am Anfang der Ferien einen Arbeitsplan aufgestellt. Darin haben wir alle notwendigen und von der Deutsch-Lehrerin geforderten Aktivitäten (das ist durchaus nicht deckungsgleich) zusammengetragen und jeweils eine Schätzung dahinter geschrieben, mit wieviel Aufwand in Stunden zu rechnen ist.

Das Referat sollte im Team mit einem anderen Schüler erstellt werden.

Zu den Aufgaben gehörte natürlich auch das Lesen der Bücher und ein erheblicher Abstimmungsaufwand mit dem Team-Partner.

59 Stunden Arbeit in den FerienWir kamen auf 59 Stunden, die innerhalb der nächsten zwei Ferienwochen abzuleisten waren.

Ich will ganz ruhig bleiben und den Fehler gerne bei mir suchen. Wahrscheinlich haben mein Sohn und ich nur den 1 1/2 seitigen Arbeitsauftrag der Lehrerin falsch interpretiert. Vielleicht ist das Lesen der Bücher auch als schöner Freizeitspaß und nicht als echte Arbeit aufzufassen. Möglicherweise soll das Referat gar nicht direkt nach den Ferien gehalten werden.

Jedenfalls ist die Vorstellung, dass ein Schüler der 8. Klasse in den Ferien 59 Stunden für die Schule arbeiten soll, ganz sicher nur ein großes Missverständnis auf Seiten der Über-Eltern wie mir.

Alles akzeptiert.

… bin trotzdem sauer!

Schön, man kann sich darüber unterhalten, ob lange Lernpausen wie in den Sommerferien gut sind. Zu diesem Thema gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Ein paar Links zu dem Thema habe ich unten an den Artikel angefügt.

Allerdings sollten kürzere Ferienzeiten dem Kind schon auch die Möglichkeit bieten, einmal durchzuatmen und sich nicht jeden Tag mehrere Stunden mit der Schule zu beschäftigen. Ist ja nicht so, dass sich die Schüler während der Schulzeit nur ständig langweilen würden.

Und gut, manche Schüler können einen Teil der Ferienzeit sicher auch nutzen, um Wissenslücken zu schließen.

Aber in unserem konkreten Fall geht es um ein handfestes Referat, das auch noch als Schulaufgabe gewertet wird.

Wörtlich hieß es:

„Die Note zählt wie eine „normale“ schriftliche Schulaufgabe.“

Mein Sohn kam anfangs – wie üblich – nicht so richtig in die Pötte. Als ihm dann aber aufgrund unserer Planung bewusst wurde, wie groß der Aufwand tatsächlich war, hat er sich zusammengerissen und wirklich praktisch jeden Tag mehrere Stunden an dem Referat gearbeitet. Ein Tag fiel aus, weil er zum Kiefernorthopäden musste und einen Tag hat er sich dann auch tatsächlich mal komplett frei genommen.

In der folgenden Grafik könnt ihr erkennen, wieviele Stunden er in den Ferien pro Tag für das Referat gearbeitet hat. Wir haben mal für jeden Tag großzügige 9 Stunden an zur Verfügung stehender Zeit vorgesehen.

Diagramm mit dem zeitlichen AUfwand für das Buch Referat in den Ferien

Jeden Abend haben wir gemeinsam besprochen, wieviel Zeit er für welche Aufgabe aufgebracht hat. Der Arbeitsplan und die Grafik wurden jeden Tag aktualisiert. Alle grün markierten Stunden musste er aufbringen, die roten wären noch möglich gewesen. Blaue und gelbe Stunden gibt es natürlich nach Abschluss des Projekts nicht mehr.

Die Abstimmungen mit mir und seiner Mutter sind in dieser Grafik noch nicht einmal erfasst, sondern müssten noch dazugerechnet werden.

Am Ende brauchte er für die Abstimmung mit seinem Team-Kollegen weniger Zeit, weil sein Partner in der ersten Woche keine Lust verspürte, sich aktiv in das Projekt einzubringen. Meinem Sohn blieb also nichts anderes übrig, als viele Aufgaben einfach alleine zu erledigen.

Weiter konnte er etwas Zeit beim Erstellen der Powerpoint-Folien einsparen. Dies ging ihm nämlich leichter von der Hand als zunächst erwartet.

Ein paar Rest-Arbeiten sind noch zu erledigen: noch mal mit seinem Team-Partner per Skype alles besprechen, das Referat mal für sich selber proben, ein paar Moderatoren-Karten schreiben. Aber im Großen und Ganzen ist er jetzt fertig.

Er hat sehr viel Zeit investiert und ich bin sehr stolz darauf, dass er diese Disziplin aufgebracht hat. Im Bayernpark waren wir nicht, auch nicht in der Allianz-Arena, im Schwimmbad, beim Minigolfen oder sonst wo. Hoffentlich werden ihm die nächsten Ferien nicht wieder so verdorben!

Internet-Links zum Thema
Lernen in den Ferien:

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http://blog.sevke.net/2015/06/08/ferien-59-stunden-arbeit/feed/ 2 6594
Jahrgangsstufentest Mathe in der 8. Klasse Gymnasium http://blog.sevke.net/2014/10/05/jahrgangsstufentest-mathe-der-8-klasse-gymnasium/ http://blog.sevke.net/2014/10/05/jahrgangsstufentest-mathe-der-8-klasse-gymnasium/#respond Sun, 05 Oct 2014 14:45:07 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6250 Auf die Jahrgangsstufentests freuen sich unsere Kinder immer ganz besonders. Gleich in der zweiten Woche nach den Sommerferien standen Jahrgangsstufentests in Mathe und in Deutsch an.

Der Jahrgangsstufentest BMT8 2014 in Mathe verlangte Wissen in vielen Bereichen wie

  • Rechnen nach dem Distributivgesetz
  • Prozentrechnung
  • Rechnen mit Potenzen
  • Termberechnungen
  • Flächenberechnungen mit Rechtecken/Quadraten
  • Geometrie des Dreiecks (Mittelsenkrechte, Umkreis)
  • Kongruenz von Dreiecken
  • Volumenberechnungen
  • Auswertung von Zufallsexperimenten
  • Relative Häufigkeit
  • Auswertung von Daten
  • Auswertung von Diagrammen

Also jede Menge Stoff, der alle Bereiche der Unterstufe (Klassen 5 bis 7) abdeckte.

Ich gebe bei den Aufgaben bewusst keine Lösungen an. Wer mag, darf seine Lösungen aber gerne unter dem Artikel als Kommentar zur Diskussion stellen.

Aufgabe 1:
Diese Aufgabe bestand aus vier Teilen und setzte sich mit der Auswertung von Daten und Diagrammen zum Oktoberfest in München auseinander.

Diagramm der Besucherzahlen des Oktoberfests in München

a) Gib an, wie viele Personen das Oktoberfest im Jahr 2012 besuchten.

b) Kreuze (nur) diejenigen Antworten an, die mit dem Diagramm in Einklang stehen.

[ ] Die Anzahl der Besucher nahm in den Jahren 2006 bis einschließlich 2009 ständig ab.

[ ] Die Anzahl der verkauften Hendl nahm in den Jahren 2008 bis einschließlich 2012 ständig zu.

[ ] Im Jahr 2006 wurden mehr als doppelt so viele Hendl verkauft wie im Jahr 2001.

[ ] Im Jahr 2007 wurden pro Besucher durchschnittlich mehr Hendl verkauft als im Jahr 2011.

c) Im Jahr 2013 kamen 70 % aller Besucher aus Bayern, 60 % der Besucher aus Bayern lebten in München. Berechne für das Jahr 2013, wie viel Prozent aller Besucher in München lebten.

Luftbildaufnahem von einer Menschenmenged) Um die Anzahl der besucher des Oktoberfests näherungsweise zu ermitteln, werden auch Luftbildaufnahmen verwendet. Die Anzahl der Personen auf der abgebildeten Aufnahem kann man abschätzen, ohne alle Personen zu zählen. Beschreibe, wie man dazu vorgehen könnte.

(Anmerkung: es ist nicht schlimm, dass dieses Bild nicht so gut zu erkennen war. Die Menschen sollten ja nicht tatsächlich gezählt werden. Stattdessen sollte nur die Vorgehensweise beschrieben werden.)

Aufgabe 2:
Berechne den Wert des Terms.
Bild des zu berechnenden Terms

Aufgabe 3
Simon wird ein Gedicht vorgelegt. Beschreibe, wie er die relative Häufigkeit ermitteln kann, mit der der Buchstabe „e“ in diesem Gedicht vorkommt.

Aufgabe 4
Jakob behauptet:“Alle Dreiecke, die in der Länge einer Seite und der Länge der zugehörigen Höhe übereinstimmen, sind kongruent.“

Begründe durch zeichnerische Darstellung eines Gegenbeispiels, dass Jakobs Aussage falsch ist.

Aufgabe 5
Ein Schwimmbecken ist 2 m tief, 50 m lang und 14 m breit. Im Schwimmbecken befinden sich 100 Personen. Pro Person werden durchschnittlich 70 Liter Wasser verdrängt. Berechne, um wie viele Zentimeter der Wasserspiegel sinkt, wenn alle Personen das Becken verlassen und kein Wasser nachgefüllt wird.

(Anmerkung: Diese Aufgabe ist ein bisschen tricky, weil man aufpassen muss, mit welchen Einheiten man gerade rechnet. Da hilft es sehr, wenn man bei der Berechnung konsequent die Einheiten dazu schreibt.)

Aufgabe 6:
Die Abbildung zeigt das Dreieck ABC. (Anmerkung: das Bild zeigt ein stinknormales Dreieck mit den Ecken A, B und C … sonst nichts.)

a) Konstruiere im abgebildeten Dreieck ABC die Mittelsenkrechte der Seite [AB] und die Mittelsenkrechte der Seite [AC].

b) Der Schnittpunkt der Mittelsenkrechten der Seite [AB] und der Mittelsenkrechten der Seite [AC] wird mit S bezeichnet. Charlotte erklärt einer Mitschülerin, dass S der Umkreismittelpunkt des Dreiecks ABS ist, Ergänze sinnvoll, was sie ihrer Mitschülerin gesagt haben könnte:

„Weil S einerseits ein Punkt auf der Mittelsenkrechten der Seite [AB] ist, ist er von den Punkten A und B _______________________________.

Weil S andererseits _________________________________________________________________.

Also ist der Punkt S ________________________________________________________ und damit der Umkreismittelpunkt des Dreiecks ABC.“

Aufgabe 7:
Hannah klammert korrekt aus. Ergänze ihre Rechnung sinnvoll.
Term mit Lücken zum Ausfüllen

Aufgabe 8:
Ein Quadrat mit der Seitenlänge x cm wird mit einem Rechteck verglichen, dessen Länge um 2 cm größer und dessen Breite um 3 cm kleiner ist als die Seitenlänge des Quadrats.
Berechne den Wert von x, für den der Flächeninhalt des Rechtecks um 15 cm² kleiner ist als der des Quadrats.

(Anmerkung: Bei dieser Aufgabe muss man aufpassen, auf welcher Seite der Gleichung man die 15 cm² abzieht bzw. addiert.)

Aufgabe 9:
Marie wirft dreimal einen Spielwürfel mit den Augenzahlen 1 bis 6. In der Reihenfolge der Würfe notiert sie nacheinander die drei erzielten Augenwürzahlen als Hunderter-, Zehner- bzw. Einerziffern einer dreistelligen Zahl.

a) Berechne, wie viele Möglichkeiten es für die dreistellige Zahl gibt.

b) Bestimme, wie viele Möglichkeiten es für die dreistellige Zahl gibt, wenn diese mindestens zweimal die Ziffer 6 enthält.


Ich persönlich meine, dass dieser Jahrgangsstufentest zu schaffen war. Voraussetzung war dafür natürlich, dass man die Inhalte der Unterstufe für das Fach Mathematik halbwegs gelernt hatte.

Für den Test stand eine Schulstunde zur Verfügung. Gewertet wurde er übrigens nicht als Schulaufgabe, sondern nur als normale Ex.


Weitere Artikel zum
Fach Mathe.
Weitere Artikel zur 8. Klasse.
Alle Artikel zum Thema Jahrgangsstufentest.
Noch mehr Artikel zum Thema Schule.


]]> http://blog.sevke.net/2014/10/05/jahrgangsstufentest-mathe-der-8-klasse-gymnasium/feed/ 0 6250 Zensuren sind nicht alles http://blog.sevke.net/2014/06/20/zensuren-sind-nicht-alles/ http://blog.sevke.net/2014/06/20/zensuren-sind-nicht-alles/#respond Fri, 20 Jun 2014 18:03:23 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6037 Mit freundlicher Genehmigung von Angelika Bachmann, Betreiberin der lesenswerten Website des Lernen ohne Angst e.V., gibt es hier für alle Eltern und natürlich für alle Schüler und Schülerinnen mal Klartext!

Bild anklicken, dann gibt es eine größere Darstellung, ausdrucken und euren Kindern in die Hand drücken.

Kann man natürlich auch laminieren und morgens zum Frühstück unter das Nutella-Brot legen. 🙂

Lernen ohne Angst - Zensuren sind nicht alles - Mausklick für größere DarstellungFür die Jungs

Lernen ohne Angst - Zensuren sind nicht alles - Mausklick für größere DarstellungFür die Mädchen

 

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Deutsch – Art des Nebensatzes bestimmen http://blog.sevke.net/2014/02/10/deutsch-art-des-nebensatzes-bestimmen/ http://blog.sevke.net/2014/02/10/deutsch-art-des-nebensatzes-bestimmen/#respond Mon, 10 Feb 2014 20:58:20 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5648 Manchmal frage ich mich schon, ob Lehrer ihre eigenen Aufgaben überhaupt lesen.

Im Januar wurde mal wieder eine Stegreifaufgabe in Deutsch geschrieben, und zwar zum Thema Satzlehre – Adverbialsätze.

Ich möchte hier gerne kurz über die Aufgabe 3 schreiben. Die lautete folgendermaßen:

Ausriss aus einer Deutsch Stegreifaufgabe

Alles ganz übersichtlich so weit. Es gibt 5 so genannte Satzgefüge, denen man jeweils eine von vier vorgegebenen Nebensatzarten zuordnen soll: Subjektsatz, Objektsatz, Relativsatz, Adverbialsatz. Bei 5 Sätzen und 4 Auswahlmöglichkeiten müsste also ein Typ zweimal vorkommen.

Für die meisten Leser meines Blogs wird das wahrscheinlich kein großes Problem darstellen, vor allem natürlich nicht für die Deutschlehrer unter euch.

Probiert es mal aus. Wo ist der Subjektsatz? Wo ist der Objektsatz? Wo ist der Relativsatz und wo der Adverbialsatz?

Und welche Art kommt zweimal vor?

Stirnrunzeln? Zu Recht!

Denn beim fünften Satz passt es irgendwie nicht. Das Spiel wurde verlängert, doch es blieb unentschieden. Das sind nämlich zwei Hauptsätze.

Entsprechend der Aufgabenbeschreibung sollt ihr aber eine von vier Nebensatzarten zuordnen (das wurde durch Unterstreichung sogar noch mal besonders hervorgehoben). Was schreibt ihr dort also hin? Gar nichts? Das gibt auf jeden Fall einen Punkt Abzug!

Irgendeine beliebige Nebensatzart in der Hoffnung, dass es vielleicht doch richtig ist?

Jetzt mal ehrlich: was ist das für eine bescheuerte Aufgabenstellung? Der fünfte Satz gehört komplett gestrichen!

Ein Klick auf das Bild zeigt euch übrigens die handschriftliche Anmerkung des Deutschlehrers.

Hier noch kurz die Lösung: Relativsatz – Subjektsatz – Objektsatz – Adverbialsatz – Hauptsatz. Hättet ihr das gewusst? 🙂 7. Klasse … um das mal zu erwähnen.

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Deutsch – sprachliche Ausdrucksfähigkeit lernen http://blog.sevke.net/2014/02/09/deutsch-sprachliche-ausdrucksfaehigkeit-lernen/ http://blog.sevke.net/2014/02/09/deutsch-sprachliche-ausdrucksfaehigkeit-lernen/#respond Sun, 09 Feb 2014 17:00:28 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5584 Ausriss aus einer Deutsch Schulaufgabe

Ja …

… ich finde es toll, wenn Lehrer Hinweise unter eine Schulaufgabe schreiben, was gut und was vielleicht auch nicht so gut war. (Zum Thema Lehrer und die Lesbarkeit ihrer Schrift habe ich an anderer Stelle schon mal etwas geschrieben: Lehrer und ihre Schrift.)

Sprachliche Mängel waren also das größte Problem. Okay … da ist sicher etwas dran.

Nun bin ich davon ausgegangen, dass mein Kind eine Schule, ja sogar ein Gymnasium besucht, um genau diese Fähigkeiten zu lernen. Ich habe inzwischen schon verstanden, dass von mir als Vater erwartet wird, abends und am Wochenende den gesamten Schulstoff mit meinem Kind durchzuackern, weil die Lehrer dies in der Schule nicht erbringen können (Arbeitsüberlastung, Lehrer-Mangel, unwillige Schüler, doofes Schulsystem etc.). Gut, geht in Ordnung. Das mache ich doch sehr gerne.

Vokabeln lernen, Fremdwörter lernen, Aufbau einer Inhaltsangabe lernen … machen wir inzwischen alles zu Hause.

Ich bin allerdings etwas überfordert, wie ich meinem Kind die sprachlichen Mängel abtrainieren kann. Klar … Lesen hilft, Schreiben auch. Dafür ist ja abends nach 17:10 Uhr, wenn mein Kind nach Hause kommt, ausreichend Zeit bis zum Abendessen und danach bis zum Schlafengehen.

Ich als Vater kann aber nur dann wirklich helfen, wenn meine sprachlichen Fähigkeiten mindestens das vom Lehrer geforderte Niveau erreichen. Was aber nun, wenn ich mich nicht so gut ausdrücken kann? Ist mein Kind dann automatisch dazu verurteilt, in Deutsch nur noch schlechte Noten zu schreiben, weil ja ich meinem Kind diese Fertigkeiten nicht beibringen kann? Was, wenn ich nicht in Deutschland geboren bin und nur schlecht deutsch sprechen kann? Muss mein Kind dann automatisch auf die Hauptschule … wegen sprachlicher Mängel?

Oder wäre es vielleicht doch eine Idee, einfach mal so zum Ausprobieren, dass die Lehrer in der Schule meinem Kind diese Fähigkeit beibringen?

Ohne Schulpflicht würde ich mir tatsächlich manchmal überlegen, ob mein Kind überhaupt zur Schule gehen sollte. Die meisten Zusammenhänge lernt es, zumindest subjektiv betrachtet, sowieso von mir.

Nun bin ich ja immer für eine offene Kommunikation und für einen Dialog mit den Lehrern.

Deswegen schrieb ich einen Brief an den Deutschlehrer und wollte wissen, wie die Schule die sprachlichen Mängel aus dem Weg zu räumen beabsichtigte. Es folgt mein Brief (die xxx habe natürlich ich zur Anonymisierung eingesetzt):

Sehr geehrter Herr xxxx,

mein Sohn xxx xxx ist Schüler der xx.

Am 21. Oktober 2013 ließen Sie die Schüler der xx die 1. Schulaufgabe des Schuljahres 2013/2014 im Fach Deutsch schreiben.

Vielen Dank, dass Sie die Arbeit meines Sohnes mit zahlreichen Hinweisen kommentiert haben. Insbesondere weisen Sie zu Recht auf „beträchtliche sprachliche Mängel“ hin.

Nun besucht mein Sohn ein Gymnasium, um eine möglichst gute Bildung zu erhalten.

Welche konkreten Maßnahmen planen das Anne-Frank-Gymnasium und speziell Sie als Deutschlehrer, um diese sprachlichen Mängel zu beseitigen?

Mit freundlichen Grüßen

 

Eine Antwort erhielt ich freilich nie. Schade!

Inspektor Deutsch auf der Suche - CartoonInspektor Deutsch auf der Suche nach angemessenen Sprachfähigkeiten!


 

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Orthografie Schieber – Deutsch in der 7. Klasse Gymnasium http://blog.sevke.net/2013/07/21/orthografie-schieber-deutsch-gymnasium/ http://blog.sevke.net/2013/07/21/orthografie-schieber-deutsch-gymnasium/#comments Sun, 21 Jul 2013 21:17:54 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5067 Bis morgen hat mein Sohn die Aufgabe, in Deutsch mit vier sogenannten Orthografie-Schiebern Wörter zu erzeugen. Ihr wisst nicht, was das ist?

Als Beispiel zeige ich hier einmal Aufgabe 3:
Scan des Orthografie-Schiebers aus Aufgabe 3

Dazu die Original Aufgabenbeschreibung:
Mit diesem Orthografie-Schieber kannst du mehrere Wörter bauen (Nomen, Verben, Adjektive und jeweilige Ableitungen). Schreibe sie in der normalen Groß- bzw. Kleinschreibung auf.

Wir haben uns die einzelnen Zeilen ausgeschnitten und dann damit herumjongliert, aber so richtig viele Wörter kamen leider nicht zustande. WIeviele schafft ihr?

Naja, ich lasse ja solche Sachen lieber vom Computer erledigen. Deshalb habe ich das Ganze mal in PHP geschrieben.

Zunächst wollte ich sämtliche möglichen Kombinationen erzeugen, um dann per Hand zu überprüfen, welches davon valide deutsche Wörter sind: es sind 69.120 Kombinationen. Ein bisschen viel zum Durchsehen, dachte ich und besorgte mir eine Liste mit deutschen Wörtern aus dem Internet. Die war zwar nicht vollständig, enthielt aber immerhin ca. 200.000 Wörter.

Leider ist das Ergebnis immer noch ernüchternd. Ganze 2 Wörter finde ich auf diese Weise, mindestens 36 sollen aber möglich sein laut Aufgabe.

Könnt ihr uns helfen?

Findet ihr noch weitere Wörter?

24.11.2013 Nachtrag:
Ich habe den Kommentar von AnFr (herlichen Dank dafür!) zum Anlass genommen, das Programm so abzuändern, dass nicht nur die waagerechten Schieber, sondern auch der senkrechte bewegt werden. Auf diese Weise wurden insgesamt 967.680 verschiedene „Wörter“ erzeugt. Diese Wörter habe ich dann mit der oben erwähnten Wörterliste von ca. 200.000 Wörtern verglichen.

Einige Wörter habe ich wieder entfernt, weil es sich nur um Konjugationen von Verben oder Deklinationen von Substantiven handelte. Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Wörter nicht als eigenständige Begriffe gültig sein sollten (obwohl es in der Aufgabenbeschreibung eigentlich so gewünscht ist). Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein.

Das Skript kann ich euch hier leider nicht anbieten, da es zu lange läuft (auf meinem Notebook immerhin eine Stunde). Aber das Ergebnis findet ihr, wenn ihr dieses Anzeige-Skript aufruft.

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http://blog.sevke.net/2013/07/21/orthografie-schieber-deutsch-gymnasium/feed/ 1 5067
2. Englisch Schulaufgabe in der 7. Klasse Gymnasium http://blog.sevke.net/2013/02/28/2-englisch-schulaufgabe-in-der-7-klasse-gymnasium/ http://blog.sevke.net/2013/02/28/2-englisch-schulaufgabe-in-der-7-klasse-gymnasium/#respond Thu, 28 Feb 2013 10:54:38 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4849 Die letzte Stegreifaufgabe in Englisch im Dezember 2012 erntete viel Kritik von den Eltern. Die Lückentexte wurden nicht als geeignetes Mittel angesehen, das Vokabular der Schüler zu überprüfen. Vermutlich sind viele Eltern (so wie ich) an verschiedenen Lücken gescheitert.

Im Januar 2013 stand die 2. Schulaufgabe in Englisch an, natürlich wieder mit einem Lückentext zur Überprüfung des Wortschatzes. Es wurde den Eltern versichert, dass die dafür notwendigen Vokabeln besonders intensiv geübt würden.

Der Notendurchschnitt von knapp unter 3 scheint eine gute Vorbereitung zu bestätigen.

Diesmal habe ich beim Englisch-Lehrer explizit um dessen Genehmigung zur Veröffentlichung der Engisch Schulaufgabe gebeten. Leider wurde mir das verweigert. Ich muss hier also den Inhalt der Schulaufgabe wieder weitgehend mit meinen Worten beschreiben.

Themen

  1. Der Hadrianswall in Groß-Britannien (Hörverständnis)
  2. Das Leben der römischen Soldaten zur Zeit 410 n.Chr (Vokabeln)
  3. IF-Sätze der Typen I und II
  4. Unterscheidung und Gebrauch von one/ones, much, many, a few, a little
  5. Freier Text in Form eines Briefes

Warum bei den IF-Sätzen nur die beiden ersten Typen und nicht gleich alle drei gelernt werden, erschließt sich mir nicht. Meiner Ansicht nach wäre es sinnvoller, alle drei Typen in einem Aufwasch zu lernen.

Für die Bearbeitung standen 45 Minuten zur Verfügung und es konnten insgesamt 60 Punkte (credits genannt) erreicht werden.

Es wurde wieder der übliche Notenspiegel mit einem Schwellenwert von 60% verwendet:

Prozentanteil der
maximal erreichbaren Credits
Note Credits-Spannen bei
maximal 60 Credits
100% – 90% 1 60 – 54
89% – 80% 2 53,5 – 48
79% – 70% 3 47,5 – 42
69% – 60% 4 41,5 – 36
59% – 40% 5 35,5 – 24
39% – 0% 6 23,5 – 0

1. Listening: „Hadrian’s head“

Diese Aufgabe gliederte sich in zwei Teilaufgaben. Die Schüler hörten sich einen Text an, zu dem sie im ersten Teil 5 Fragen beantworten sollten. Dabei gab es jeweils drei mögliche Antworten zum Ankreuzen:

  • right
  • wrong
  • not in the text

Alle fünf Fragen bezogen sich auf den römischen Kaiser Hadrian und den nach ihm benannten Hadrianswall.

Geschichtskenntnisse waren sicher hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die Informationen aus dem Text herausgehört werden konnten (oder eben auch nicht für Antwort-Option 3).

Im zweiten Teil der Aufgabe sollten die Schüler einen Lückentext mit exakt den englischen Wörtern vervollständigen, die im vorgelesen Text vorkamen. Genaues Hinhören war hier wichtig. Leider hängt das nicht nur von den guten Ohren der Kinder ab, sondern auch von der Tonqualität des verwendeten Mediums.

Ein Beispielsatz:
Those stones were part of the city wall that the Romans built round London…

Der hervorgehobene Text musste in die entsprechende Lücke eingefügt werden.

2. Vocabulary

Hier kam nun einer der berüchtigten Lückentexte, den ich hier nicht wiedergeben werde, weil für mich nicht klar erkennbar ist, ob der Englisch-Lehrer dafür einen Urheberrechtsanspruch geltend machen kann.

Die abgefragten Vokabeln lauteten:

  • empire
  • remains
  • baths
  • comfortable
  • skin
  • combe
  • baked
  • oven
  • wine
  • oil-lamps

3. Grammar

Zwei Teile Grammatik, jeweils als abgedruckter Text mit Lücken. Mich schüttelt es immer ein bisschen bei diesen ganzen Lückentexten. Ich kann mich erinnern, dass ich in meiner Schulzeit komplette IF-Sätze hin- und herübersetzen musste. Wenn man immer nur einzelne Wörter in Lücken einsetzen muss, kann man die Sprache doch nicht richtig lernen.

Wie auch immer … hier gab es viel englischen Text zu lesen. Verstehen musste man davon nicht viel, denn es ging ja um Grammatik, und die richtet sich nach Regeln, die (meistens) auch ohne Verständnis des Textes funktionieren.

Ein Beispiel zur Teilaufgabe a):
Jack: Little sister, don’t panic (=Keine Panik). We ______________________ (to be) already on our way if you _________________ (to help) me to get into my clothes.

Komplettiert lautet der Satz also:
Jack: Little sister, don’t panic (=Keine Panik). We would be already on our way if you helped me to get into my clothes.

Es handelt sich also um einen Type II IF-Satz. Das geht wegen des „already“ gar nicht anders. Theoretisch wäre auch noch Type III möglich gewesen, aber das war ja nicht Bestandteil dieser Englisch Schulaufgabe (und hätte auch nicht in den Kontext gepasst).

Meinem Sohn gab ich den Tipp, sich irgendwo auf dem Arbeitsblatt eine kleine Tabelle mit den beiden if-clause Typen hinzuzeichnen, damit er die richtigen Zeitformen ohne viel Nachdenken einfach ablesen konnte. Das hat er auch getan.

Hilfstabelle für englische IF-Sätze

Damit kann man IF-Sätze eigentlich fast immer schnell und richtig meistern. Deswegen kann ich euch diesen Tipp für eure Kinder nur wärmstens empfehlen. 🙂

In Teilaufgabe b) mussten in einen Text ganze fünf Wörter (wieder mal) in Lücken eingesetzt werden, nämlich:

  • many
  • much
  • one
  • a few
  • a little

Der Text war so gestaltet, dass jedes Wort genau einmal eingesetzt werden musste.

Auch hierzu ein Beispiel:
We must go to the Roman site and look again. Maybe there are _____________ more tiles in the ground.

Richtig war hier das Wort many.

4. Text production

Nun durften die Schüler endlich mal selbstständig Englisch schreiben, nämlich in Form eines Briefes an einen Freund, in dem sie nach einem Besuch des Dover Museums in mindestens fünf Sätzen ausdrücken sollten, wie sie über das Leben der römischen Soldaten dachten. Es wurde speziell verlangt „tell him or her about it and about your feelings about the soldiers‘ life„. Mit anderen Worten: es sollten nicht nur Tatsachen vorkommen, sondern auch eine kurze persönliche Stellungnahme.

Bei der Briefform ist unbedingt auf eine korrekte Anrede und eine korrekte Grußformel zu achten. Ein yours sincerely ist sicher keine gute Wahl in einem Brief an einen Freund.

Schlussbemerkung

Ich hoffe, dass euch dieser Artikel dabei hilft, eure Kinder auf die nächste Englisch Schulaufgabe in der 7. Klasse vorzubereiten. Letztendlich kann man in Englisch aber nur schwierig ganz gezielt für eine bestimmte Schulaufgabe lernen. Jede gute Vorbereitung auf einen kleinen oder großen Leistungsnachweis verbessert (zumindest in bestimmten Fächern) den Wissensstand eurer Kinder. Eine gute Allgemeinbildung – das wissen wir alle – ist im Leben sehr hilfreich. Und Englisch gehört für mich neben Medienkompetenz (ja, ich weiß, wird nicht direkt gelehrt) zu den wichtigsten Fächern überhaupt.


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Buchbesprechung: Lehrer – Traumberuf oder Horrorjob? http://blog.sevke.net/2013/02/10/buchbesprechung-lehrer-traumberuf-oder-horrorjob/ http://blog.sevke.net/2013/02/10/buchbesprechung-lehrer-traumberuf-oder-horrorjob/#respond Sun, 10 Feb 2013 13:08:48 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4495 Hinweis:
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gesponserten Artikel.
Mir wurden weder vom Autor Arne Ulbricht noch vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht irgendwelche Vorgaben zum Inhalt meiner Besprechung gemacht. Dennoch kann ich nicht vollständig ausschließen, dass ich durch das Sponsoring beeinflusst wurde.

 
In meinem Artikel „Ein Lehrer will kein Beamter sein“ hatte ich das Buch „Lehrer – Traumberuf oder Horrorjob“ bereits einmal erwähnt. Inzwischen habe ich es gelesen.

Das Buch ist im Januar 2013 erschienen, also noch brandneu. Auf insgesamt 157 Seiten, die in 7 Hauptkapitel unterteilt sind, schreibt Arne Ulbricht darüber, wie er selber zum Lehrer wurde und wie er ganz persönlich den Berufsalltag eines Lehrers erlebt hat.

Im ersten Teil des Buches geht es darum, wie es zu der Entscheidung kam, Lehrer zu werden. Auch Arne Ulbricht war nach dem Abitur, wie viele andere Menschen, der Meinung, dass er als Lehrer über viel Freizeit verfügen würde, in der er sich ganz seinem Hobby, dem Sport widmen könnte. Er wurde Lehrer, stellt sich aber in diesem Kapitel auch die Frage, was einen guten Lehrer ausmache. Anschließend nennt er Beispiele von Lehrern aus seiner eigenen Schulzeit, die ihn inspiriert und beeinflusst haben. Am Ende konstatiert er: „Ich bin kein Lehrer, dessen Unterricht einzigartig ist und den die Schüler verehren. Ich bin auch kein schlechter Lehrer, dessen Unterricht vollkommen wirkungslos ist und der dauerhaft mit Schülern Probleme hatte bzw. hat.“

Beim Lesen hörte ich mich manchmal denken: „Und so ein Typ ist Lehrer geworden? Wenn alle Lehrer so eine Vorgeschichte haben, dann wundert mich so manches nicht mehr.“ Aber er hat Recht, Lehrer sind eben auch Menschen und haben meist eine ganz normale Kindheit, sind also nichts Schlechteres oder Besseres als andere Menschen.

Nach dem Entschluss, Lehrer zu werden, wird es Ernst. Im zweiten Kapitel wird das Lehramtsstudium beleuchtet. Arne Ulbricht ist kein Anhänger dieses Studiums, soviel wird deutlich. In seinem sehr persönlichen Stil erklärt er in deutlichen Worten, wie ungenügend das Studium die angehenden Lehrer auf die Schule vorbereitet. Es setzt sich im Studium das fort, was ich in meinem Artikel HSU Probe in der 4. Klasse angesprochen habe: es wird viel unnützes Wissen vermittelt.

Nach dem Studium folgte das Referendariat, aber nicht sofort. Im dritten Kapitel beschreibt Arne Ulbricht daher zunächst, wie er ein Jahr Wartezeit in Hamburg mit allerlei Gelegenheitsjobs hinter sich brachte. Von wegen Akademiker. Aber damit ist er nicht alleine. Viele Akademiker haben Probleme, einen Job zu finden und müssen sich deswegen mit den berühmten Taxifahrer-Jobs über Wasser halten. Nach einem Jahr war der Autor dann relativ unvorbereitet Studienreferendar, und zwar als Beamter. Seine Zeit als Referendar nennt der Autor „Horrorjahre“. Interessanterweise ist der Referendar den Seminarleitern genauso ausgeliefert wie viele Schüler ihren Lehrern. Auch hier zeigt sich wieder die absolute Willkürlichkeit der Notengebung (siehe auch meine Buchbesprechung des Buches Ich habe eine Eins! Und Du?), die nicht geeignet ist, Kompetenzen oder einen Leistungsstand zu bewerten. Arne Ulbricht räumt aber wiederholt ein, dass nicht an allem die Seminarleiter oder Mentoren schuld waren, sondern zu einem guten Stück auch er selbst.

Das Referendariat war geschafft. In Kapitel vier geht es weiter mit Arne Ulbricht’s Odyssee als Vertretungslehrer. Was mir nicht klar geworden ist: wie wurde aus dem verbeamteten Referendar ein angestellter Vertretungslehrer? Mit einer Schule in Hamburg fing es an und endete erst nach 8 Jahren und 6 verschiedenen Schulen. Und auch in dieser Lebensphase hatte der Autor erneut mit Noten (seine eigenen waren nur mittelmäßig) zu kämpfen. Erstaunt verfolgt man als Leser, wie planlos Schulen organisiert zu sein scheinen. Erwartet man nicht automatisch, dass Schulen perfekt nach Regeln, Handlungsanweisungen und Vorschriften funktionieren? Dieses Buch beschreibt eher das Gegenteil. Trotzdem empfiehlt der Autor jedem Lehrer, während seiner Berufszeit auch mal die Schule zu wechseln, so wie er es als Vertretungslehrer zu tun gezwungen war. Er erklärt ausführlich, welche Vorteile er in solchen Perspektivenwechseln sieht.

Als Einwohner einer klitzekleinen Stadt im Landkreis Erding (Bayern) gefiel mir das folgende Zitat sehr gut: Wenn man von einem Lehrer, der in einer bayerischen Kleinstadt unterrichtet, verlangen würde, ein Jahr lang in Neukölln zu arbeiten, dann wäre dies ja vergleichbar mit einem Auslandseinsatz der Bundeswehr, und auch wenn das diesem Lehrer gut täte, wäre das dann doch vielleicht zu viel verlangt.

Ja, meine Damen und Herren aus Erding: wie sehen Sie das? Wäre das nicht mal eine schöne Bereicherung Ihres Berufslebens? Ein Jahr Neukölln? Also hören Sie auf, über Ihre schlimmen Klassen zu jammern, selbst wenn es die 7e ist!

Arne Ulbricht nimmt sich nun in Kapitel fünf eins seiner Hauptthemen vor, die Verbeamtung. Offensichtlich ist das Hauptziel der meisten Lehrer, Beamter auf Lebenszeit zu werden. Er nimmt den Beamtenstatus von Lehrern regelrecht auseinander, regt sich über das Sicherheitsdenken von Beamten auf, spricht aber auch die selbstverständlich vorhanden Vorzüge an. Der Autor weiß durchaus selber, dass er mit seiner Meinung kontra der Verbeamtung von Lehrern relativ alleine steht, quasi sogar zum Nestbeschmutzer wird. Deswegen lässt er eine Reihe von Kollegen zu Wort kommen. Einige von ihnen sind angestellt, andere sind Beamte. Das Meinungsbild ergibt kein klares Bild, aber das ist auch ganz gut so. Es gibt eben nicht nur Gut und Böse, sondern auch Zwischentöne.

Letztendlich entschloss sich Arne Ulbricht, den Beamtenstatus wieder aufzugeben. Das entpuppte sich aber als schwieriges Unterfangen, denn kaum einer der Beteiligten wusste, wie dies zu bewerkstelligen sei. Das Ergebnis des Antrags stand bis zum Druck des Buches noch nicht fest.

Arne Ulbricht nutzt dieses Kapitel auch noch, um den Verdienst bzw. das Gehalt von Lehrern zu diskutieren. Er räumt mit dem Vorurteil vieler Lehrer auf, dass sie „in der Wirtschaft“ wesentlich mehr verdienen könnten als in ihrem Beruf als Lehrer. Aber er will auch konstruktiv sein, der Arne. Also entwirft er in groben Zügen ein Verdienstmodell, das auf einem Grundverdienst plus verschiedener leistungsabhängiger Zuschüsse basiert. Bravo! Auch ich bin ein Verfechter davon, engagierte Lehrer wesentlich besser zu bezahlen als jene, die ohne Motivation und Inspiration ihren Regelunterricht durchziehen.

Föderalismus ist das Thema des relativ kurzen sechsten Kapitels. Ein Thema, mit dem nur wenige Lehrer persönlich in Kontakt kommen. Dennoch scheinen in Deutschland die meisten Eltern und Lehrer Gegner davon zu sein, dass die Bildung unserer Kinder Ländersache ist. „Wenn man darüber nachdenkt, kann man doch nur platzen vor Wut, Zorn und Verzweiflung“, drückt es Arne Ulbricht aus. Trotz seiner Wut bremst er sich wieder ein und berichtet von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Föderalismus und der damit verbundenen Bürokratie.

Im siebten Kapitel, dem längsten Kapitel des Buches, werfen wir gemeinsam mit dem Autor einen Blick in unterschiedliche Unterrichtsstunden. Wir erfahren, dass einige Schulstunden nicht nur für Schüler, sondern auch für einen Lehrer schrecklich sein können. Ich muss aber auch die Stirn runzeln, wenn ich hautnah erleben muss, wie ein Lehrer seine Schüler anbrüllt. Von Autorität ist in diesen Sequenzen nichts zu spüren. Das Thema Notenvergabe, diesmal aber nicht aus der Sicht des Betroffenen wie in Kapitel drei, wird in einem kleinen Exkurs angesprochen. Leider gibt es hierzu nur Fragen, aber keine Antworten oder wenigstens eine Meinung. Der Autor vermeidet es, das Thema Notenvergabe zu reflektieren oder selber Stellung zu beziehen. Aber es geht nicht nur um anstrengende Stunden, um Horrorstunden, sondern eben auch um Traumstunden. Auf der einen Seite die Horrorstunden, die einen Lehrer bis zur Weißglut wütend machen können oder die einen Lehrer einfach resignieren lassen. Auf der anderen Seite aber die vielen kleinen Erlebnisse, die den Beruf zu einem Traumjob werden lassen. Alles natürlich absolut subjektiv. Und sicher macht jeder Lehrer in solchen Situationen andere Erfahungen. Aber in diesem Buch geht es um Arne Ulbricht und darum, wie er seinen Beruf als Lehrer erlebt.

Mein Fazit

Das Buch „Lehrer – Traumberuf oder Horrorjob?“ ist eins auf jeden Fall nicht, nämlich ein Buch über die Schule oder über das deutsche Bildungssystem. Es beschäftigt sich auch nicht mit Eltern und nur am Rande mit Kindern. In diesem Buch beschreibt ein einziger Lehrer, wie er Schule erlebt hat, und zwar von der eigenen Grundschule an bis zu der Zeit, in der er als Lehrer fest angestellt bzw. verbeamtet war. Seine Sprache ist sehr direkt, oft anklagend, aber auch immer wieder selbstkritisch. Manchmal vergaloppiert sich Arne Ulbricht und schreibt sich ein wenig in Rage. Da wird sein Stil dann vielleicht auch hin und wieder etwas zu deutlich. Die Bedeutung einiger Abkürzungen wie GEW (= Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) werden als selbst erklärend angenommen, was sie möglicherweise im Lehrerkreis sind, aber nicht bei allen anderen Berufsgruppen.

Es drängt sich ein wenig der Verdacht auf, als ob Arne Ulbricht das Buch als eine Art Selbstreinigung benötigt, denn letztendlich geht es vor allem um die Kritik an der Verbeamtung von Lehrern und um die Bürokratie des föderalistischen deutschen Bildungssystem, beides verpackt in die Darstellung seiner persönlichen Erfahrungen als Lehrer.

Mutig ist es von Arne Ulbricht, seine eigenen Unzulänglichkeiten als Lehrer öffentlich zu machen. Haben nicht Lehrer und Ärzte immer Recht? (Nein, das haben sie natürlich nicht.)

Bemerkenswert kritisch sieht er den Beruf des Lehrers an sich. Lehrer leben nach wie vor in ihrer eigenen geschützen (verbeamteten) Welt und verlieren den Bezug zu dem, was für andere Menschen Berufsleben bedeutet. Aber genau darauf sollen Lehrer ihre Schüler vorbereiten, auf den Berufsalltag. Ebenso sieht es mit der Vorbereitung auf ein Studium aus. Welcher gestandene Lehrer weiß denn schon, wie es heute an den Universitäten zugeht? Zu betonen ist an dieser Stelle, dass Arne Ulbricht nicht einzelne Personen kritisieren möchte, sondern das System der Verbeamtung von Lehrern als Ganzes. Wer also mal lesen möchte, wie ein verbeamteter Lehrer seinen Status als Beamter (und den seiner Kollegen) sieht, der muss dieses Buch lesen. Diese Gelegenheit hat man nicht sehr oft.

Aber vor allem sollten Lehrer dieses Buch lesen. Nach den ersten Seiten werden viele wahrscheinlich in Versuchung geraten, das Buch in die Ecke zu knallen. Aber glücklicherweise ist das Buch in einer einfachen Sprache geschrieben und lässt sich deswegen leicht und schnell herunterlesen (ihr haltet das schon durch!). Vielleicht gebt ihr dem Buch eine zweite Chance und lest erst einmal ab Seite 137 weiter (= Traumstunden). Wisst ihr wieder, warum ihr Lehrer geworden seid? Nehmt die Schüler ernst, lasst euch auf eure Schüler ein und sie werden es euch danken! Und vergesst nicht, dass auch andere Berufe ihre Schattenseiten haben.

Für alle anderen ist das Buch zwar kurzweilig, aber nicht unbedingt ein literarisches Meisterwerk, ohne das man nicht weiterleben könnte. (Das solle es aber auch gar nicht sein.)


Weitere Buch-Empfehlungen.



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