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	<title>Gedankensplitter &#187; Probe</title>
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	<description>Anmerkungen und Kommentare von Andrea und Sven</description>
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		<title>Grundschule: Noten verbessern</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[HSU]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute war der letzte Schultag für unseren Sohn in der Grundschule. Nach den Sommerferien wird er nach Erding ins Anne-Frank-Gymnasium fahren. Bis hierhin war es ein manchmal anstrengender Weg, immer mal wieder gab es auch Tränen. An sich bin ich kein Freund von Belohnungssystemen für gute Noten, denn schließlich &#8220;lernen die Kinder ja fürs Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war der letzte Schultag für unseren Sohn in der Grundschule. Nach den Sommerferien wird er nach Erding ins <a href="http://www.afg-erding.de/">Anne-Frank-Gymnasium</a> fahren.</p>
<p>Bis hierhin war es ein manchmal anstrengender Weg, immer mal wieder gab es auch Tränen.</p>
<p>An sich bin ich kein Freund von Belohnungssystemen für gute Noten, denn schließlich &#8220;lernen die Kinder ja fürs Leben und nicht für gute Noten&#8221;. Stimmt, aber mir war das als Kind ziemlich egal! Warum sollte das den heutigen Kindern anders gehen? Die ersten drei Jahre gab es auch keinen Anlass, in dieser Hinsicht besonders aktiv zu werden. Mitte letzten Jahres drifteten die Noten allerdings so langsam auf ein 3er Niveau. Uns als ehrgeizige Eltern konnte das nicht kalt lassen. Uns war klar, dass vor allem in Deutschland eine gute Schulausbildung die Grundlage für einen guten Job darstellte. Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn mein Sohn später ein Handwerk ausübt oder als Weltenbummler von dem lebt, was er sich so am Tage verdient. Mit einer guten Ausbildung hat er aber später selber die Wahl zu entscheiden, was ihm am meisten liegt und was er gerne machen möchte. Diese Möglichkeiten sind deutlich eingeschränkt, wenn er eine schlechtere Schulbildung hat. Mir ist auch bewusst (und die Lehrer auf den info-Abenden werden nicht müde, das uns Eltern immer und immer wieder einzubläuen &#8211; schließlich haben die Gymnasien einfach keinen Platz mehr für neue Schüler), dass ein Kind einfach mal mit der Hauptschule anfangen und dann später immer noch das Abitur machen kann. Ich bin aber auch der Meinung, dass ein Kind mit einem guten Zeugnis nicht zur Hauptschule gezwungen werden sollte, sondern den Besuch des Gymnasiums versuchen sollte. In manchen Gesprächen mit anderen Eltern hatte ich den Eindruck, dass der Besuch eines Gymnasiums oftmals überhaupt gar nicht erst in Erwägung gezogen wurde. (&#8220;Wie? Gymnasium? Das Kind soll aufs Gymnasium gehen? So ein Schmarrn!&#8221;).</p>
<p>Wie auch immer &#8230; unser Kind sollte aufs Gymnasium gehen, wenn die Noten (als formale Bestätigung der Eignung) entsprechend gut wären.</p>
<p>Mit den Noten stehe ich ja so ein bißchen auf dem Kriegsfuß. Wenn die Arbeitsblätter bei den Proben so gut wie nicht lesbar sind, dann kann ein Kind noch so gut in dem entsprechenden Fach sein, es kann die Aufgabe schlichtweg nicht lösen, weil es gar nicht lesen kann, was erwartet wird. Schlechte Noten bedeuten nicht zwangsläufig, dass ein Kind in einem Fach schlecht ist. Da muss man schon genauer hinsehen und sein Kind beobachten.</p>
<p>Jedenfalls hatten wir vor einem Jahr den Eindruck, dass sich die Noten unseres Sohnes verschlechterten. Was tun? Üben, üben, üben? Ja, klar. Ohne Mithilfe des Kindes ist das ein unmögliches Unterfangen! Konzentrieren wollten wir uns auf die Hauptfächer Mathe, <abbr title="Heimat- und Sachkundeunterricht">HSU</abbr> und Deutsch.</p>
<p><strong>Mathe</strong> war an sich kein Thema. Ich kann mich an eine Probenvorbereitung erinnern, in der es um die schriftliche Division ging. Es stellte sich heraus, dass unser Sohn hier praktisch keine einzige Aufgabe lösen konnte. Das war umso erstaunlicher, weil er in der Gesamtnote zwischen 1 und 2 pendelte. Wir stellten dann fest, dass  den Kindern eine Technik für die schriftliche Division beigebracht wurde, die weder er noch ich verstanden. Viel Zeit vor der Probe hatten wir nicht mehr, deswegen versuchte ich gar nicht lange, mich in diese Lösungstechnik einzuarbeiten, sondern verwarf sie kurzerhand, erklärte meinem Sohn die übliche Art der schriftlichen Division und war mit dem Thema innerhalb einer halben Stunde inklusive Übungsaufgaben durch. Kein Fehler mehr! Ich sagte ihm, dass er genau diese Methode in der Probe verwenden sollte, auch wenn die Lehrerin sich vielleicht wundern würde, woher er diesen Rechenweg hatte. Das wäre egal, weil er die Aufgabe auf jeden Fall richtig rechnen würde. So kam es dann auch.</p>
<p>Witzigerweise lernten die Kinder dann wenige Tage/Wochen später auch noch den üblichen Rechenweg.</p>
<p>Wir konzentrierten uns also auf <strong>HSU</strong>. Hier war das Problem der große Umfang an relativ abstrakten Inhalten. Dazu habe ich in meinem Blog schon mal etwas geschrieben: <a href="http://blog.sevke.net/2009/12/31/hsu-probe-in-der-4-klasse/" target="_blank" title="HSU Probe in der 4. Klasse">HSU Probe</a>. Für dieses Fach lernten wir entsprechend recht intensiv für die Proben. Schlechte Kopien der Arbeitsblätter konnten wir dadurch natürlich nicht verhindern.</p>
<p>Für <strong>Deutsch</strong> hatten wir verschiedene Übungsansätze. Einer zielte darauf ab, die Rechtschreibung zu verbessern. Dazu nutzten wir die gute alte Karteikasten-Methode, schrieben also die meisten Wörter auf, die er bis zum Ende der 4. Klasse beherrschen musste, ergänzten sie immer mal wieder durch Wörter, über die er in Aufsätzen stolperte und fragten sie ab. Dazu nahmen wir uns einen Satz von 30 bis 50 Karteikarten mit dementsprechend vielen Wörtern, diktierten jedes einzeln und ließen es schreiben. Danach wurden die fehlerhaften Wörter markiert und erneut richtig aufgeschrieben. Die Karteikarten mit den falschen Wörtern steckten wir ganz vorne in den Karteikasten, damit sie beim nächsten Mal gleich wieder geübt werden konnten, die anderen Karten kamen ganz nach hinten in den Kasten. Uns ging es nicht darum, Fehler zu zählen oder gar Noten zu geben. Ziel war einzig die Wiederholung. Je öfter man ein Wort richtig schreibt, desto mehr prägt sich die richtige Schreibweise ein. Die Rechtschreibsicherheit unseres Sohnes verbesserte sich deutlich.</p>
<p>Zurück zum Belohnungssystem. Üben ist wichtig, aber Üben macht überhaupt keinen Spaß!</p>
<p>Also was nun? Für jede Eins in einer Probe 5 Euro bezahlen? Für jede 5 als Note 5 Euro bezahlen lassen? Nein, wir wollten unser Kind auf keinen Fall mit Geld belohnen. Letztendlich entschieden wir uns für einen sehr teuren Weg und schrieben einen Vertrag, den Mama, Papa und Kind verbindlich unterschreiben mussten:</p>
<div id="attachment_704" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2010/07/vertrag-mit-unterschriften-400.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2010/07/vertrag-mit-unterschriften-400.jpg" alt="Vertrag über Belohnungen für gute Noten" title="Vertrag über Belohnungen für gute Noten" width="600" height="848" class="size-full wp-image-704" /></a><p class="wp-caption-text">Vertrag über Belohnungen für gute Noten</p></div>
<p>Der Vertrag wurde an prominenter Stelle in der Küche aufgehängt. Wir sind keine Pädagogen, sondern nur Eltern, die ihre Kinder lieben. Wahrscheinlich haben wir mit diesem Vertrag einen schweren Defekt in der Psyche unseres Kindes angelegt, wer weiß das schon.</p>
<p>Jedenfalls konnten wir zwei Hauptfächer um jeweils eine ganze Note innerhalb eines Jahres verbessern. Natürlich war es nicht der Vertrag alleine, der das bewirkt hatte. </p>
<p>Heiko hat heute ein Super Zeugnis mit nach Hause gebracht! Seine Schwester hat inzwischen sogar drei Einser im Zeugnis, geht allerdings auf die Realschule. Wir sind auf beide super stolz! </p>
<p>Der Vertrag galt nur für die Grundschule. Wie sich die Noten auf dem Gymnasium entwickeln, und was wir dann gegebenenfalls an kreativen Maßnahmen entwickeln werden, wird sich zeigen.</p>
<p><strong>Wie seid ihr vorgegangen, um gemeinsam mit euren Kindern die Noten zu verbessern?</strong></p>
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		<title>HSU Probe in der 4. Klasse</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2010/06/27/hsu-probe-in-der-4-klasse-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 09:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Artikel über HSU Proben in der 4. Klasse werden sehr häufig gelesen, wie ich aus den Zugriffsstatistiken weiß. Gerne veröffentliche ich deswegen hier die Fragen einer Probe der letzten Woche, allerdings kommentarlos. Wer gerne selber kommentieren möchte, darf sich gerne unter dem Artikel austoben (eine Anmeldung ist aber erforderlich, um Spam zu vermeiden). Rechtschreibung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Artikel über <abbr title="Heimat und Sachkundeunterricht">HSU</abbr> Proben in der 4. Klasse werden sehr häufig gelesen, wie ich aus den Zugriffsstatistiken weiß.</p>
<p>Gerne veröffentliche ich deswegen hier die Fragen einer Probe der letzten Woche, allerdings kommentarlos. Wer gerne selber kommentieren möchte, darf sich gerne unter dem Artikel austoben (eine Anmeldung ist aber erforderlich, um Spam zu vermeiden). Rechtschreibung, Interpunktion und Hervorhebung habe ich direkt übernommen, nur falls sich jemand um verloren gegangene Kommas Sorgen machen sollte.</p>
<ol>
<li>Zur Gemeinde Forstern gehört nicht nur die Ortschaft Forstern! <strong>Nenne</strong> noch <strong>fünf</strong> weitere Ortschaften!</li>
<li><strong>Begründe</strong>, warum es sinnvoll ist eine Gemeinde zu bilden!</li>
<li><strong>Überlege</strong> dir, warum es wichtig ist, dass der Gemeinderat und der Bürgermeister nach einer festgesetzten Zeit neu gewählt wird!</li>
<li><strong>Verbessere</strong> den folgenden Text! <strong>Streiche</strong> Falsches <strong>durch</strong> und <strong>schreibe</strong> die richtigen Begriffe leserlich <strong>darüber</strong>!<br /><code>Eine Gemeinde ist eine Feindschaft von Bürgern. Der Kirchenrat und der Bundeskanzler wird von den Senioren der Gemeinde gewählt. Der Bürgermeister wird jedes Jahr neu bestimmt</code></li>
<li><strong>Nenne</strong> fünf Aufgaben einer Gemeinde</li>
<li>Lorenz und Seppi finden es lustig an der Schule die Wände zu beschmieren. <strong>Erkläre</strong> wieso sie sich damit letzendlich selbst schaden.</li>
<li>Die Gemeinde hat viele Aufgaben. Woher bekommt sie das notwendige Geld? <strong>Nenne</strong> sechs Einnahmequellen!</li>
<li>Du siehst hier verschiedene Müllsorten. <strong>Überlege</strong> dir, wohin du sie entsorgst! <strong>Ergänze</strong> die Tabelle mit den passenden Fachbegriffen!<br /><em>(Es folgt eine Tabelle mit sechs skizzierten Objekten, neben die jeweils der Entsorgungsort eingetragen werden soll.)</em>
<ul>
<li>ein zerbrochener Holztisch</li>
<li>ein Tetra-Pack mit der Aufschrifft &#8220;Plastik&#8221;</li>
<li>ein Buch</li>
<li>ein (ich vermute mal) kaputter Fußball</li>
<li>eine Flasche mit der Aufschrift &#8220;Glas Pfand&#8221;</li>
<li>eine Bananenschale und ein Apfelrest</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Nenne</strong> drei Möglichkeiten, wie du mit deiner Familie im Alltag Müll vermeiden kannst!</li>
<li>Die Mülldeponie (Müllberg) ist eine Möglichkeit Restmüll zu beseitigen. <strong>Nenne</strong> <strong>einen</strong> Vorteil und <strong>einen</strong> Nachteil dieser Entsorgung! Antworte in <strong>ganzen</strong> Sätzen!</li>
<li>Wieso ist es sinnvoll, die Müllmenge möglichst gering zu halten? <strong>Überlege</strong> dir <strong>zwei</strong> Gründe und notiere sie!</li>
</ol>
<p>Insgesamt konnten 32 Punkte erreicht werden.</p>
<div id="attachment_615" class="wp-caption alignnone" style="width: 207px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2010/06/HSU-Probe-Muellsorten.giff_.gif"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2010/06/HSU-Probe-Muellsorten.giff_.gif" alt="HSU Probe Müllsorten" title="HSU-Probe-Muellsorten.giff" width="197" height="400" class="size-full wp-image-615" /></a><p class="wp-caption-text">HSU Probe Müllsorten Tabelle</p></div>
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		<title>HSU Probe in der 4. Klasse</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2009/12/31/hsu-probe-in-der-4-klasse/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 11:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie seit jeher wird in der Schule das gelernte Wissen mit Hilfe Tests überprüft, bei uns in der Grundschule &#8220;Probe&#8221; genannt. Für den Übertritt in die weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse ist der Durchschnitt aus den Noten in Deutsch, Mathematik und &#8220;Heimat und Sachkundeunterricht&#8221; (HSU) wichtig. Dementsprechend hoch ist auch der Druck auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie seit jeher wird in der <strong>Schule</strong> das gelernte Wissen mit Hilfe Tests überprüft, bei uns in der Grundschule &#8220;Probe&#8221; genannt. Für den Übertritt in die weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse ist der Durchschnitt aus den Noten in Deutsch, Mathematik und &#8220;Heimat und Sachkundeunterricht&#8221; (HSU) wichtig. Dementsprechend hoch ist auch der Druck auf die Kinder, gute Noten in den Proben zu erreichen. Allgemein anerkannt ist, dass dieses Schulsystem für unsere Kinder nicht unbedingt das beste ist, um sich zu selbstständigen, lernwilligen und mit gutem Allgemeinwissen ausgestatteten Menschen zu entwickeln.</p>
<p>Am 11. Dezember musste mein Sohn eine HSU Probe schreiben. Entsetzt und niedergeschlagen waren wir, als wir uns den dafür zu lernenden Stoffumfang ansahen. Nur schnell als Liste:</p>
<ul>
<li>das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerisches_Staatswappen" target="_blank">Wappen von Bayern</a> erklären</li>
<li>die wichtigsten Zuflüsse zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Donau#Deutschland" target="_blank">Donau</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen (Donau, Altmühl, Naab, Regen, Iller, Lech, Isar, Inn)</li>
<li>die Landschaften von Bayern benennen und auf einer Landkarte zuordnen (Spessart, Rhön, Oberpfälzer Wald, Frankenwald, Schwäbische Alb, Fichtelgebirge, Bayerischer Wald, Bayerische Alpen)</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayern#Regierungsbezirke" target="_blank">Regierugnsbezirke Bayerns</a> und ihre Hauptstädte benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bundesländer" target="_blank">Bundesländer Deutschlands</a> und ihre Landeshauptstädte benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>alle Nachbarländer Deutschlands benennen</li>
<li>fast alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_Europas" target="_blank">europäischen Staaten und ihre Hauptstädte</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen, sowie ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Euro-Kennzeichen#Kennzeichen_der_EU-Staaten" target="_blank">Autokennzeichen</a> und ihre Wahrzeichen benennen und den Ländern zuordnen</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltmeere" target="_blank">Weltmeere</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kontinent" target="_blank">Kontinente</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>weiteres Spezialwissen zu den einzelnen Bereichen wie
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugspitze" target="_blank">höchster Berg Deutschlands</a></li>
<li>Deutschland und Berlin waren geteilt</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayern" target="_blank">größtes Bundesland von Deutschland</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Ärgerlicherweise ist das vermittelte Wissen unvollständig (die Wörnitz gilt zum Beispiel ebenfalls als Zufluss zur Donau, wurde aber im Unterricht nicht gelernt). Ein paar einfache Tests mit unserem Sohn zeigten uns bereits viele Tage vor der Probe, dass wir als Eltern zur intensiven Nachhilfearbeit gezwungen waren. So musste Heiko fast zwei Wochen lang jeden Abend nach der Schule noch ein bis zwei Stunden mit uns üben. Da hatte er aber schon immer einen langen Tag in der Schule und die danach zu erledigenden Hausaufgaben hinter sich. Für Sport und Spiel blieb in dieser Zeit leider nur sehr wenig Zeit, und nicht nur einmal war unser Sohn den Tränen nahe. Wir haben uns natürlich alle Mühe gegeben, den Nachhilfeunterricht mit ihm entspannt und ruhig zu gestalten. Leider war der zu bändigende Stoff derart, dass es auf ein bloßes Auswendiglernen hinauslief, denn einen Bezug zum Beispiel zwischen Spanien und Portugal konnte er noch nicht herstellen, so dass diese Länder eine Zeit lang an völlig verschiedenen Stellen Europas vermutet wurden.</p>
<p><div id="attachment_379" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Europa-Karte.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Europa-Karte.jpg" alt="Europa Karte" title="Europa Karte" width="600" height="500" class="size-full wp-image-379" /></a><p class="wp-caption-text">Europa Karte</p></div><br />
Wir nutzten Deutschland- und Europakarten, die wir aus dem Internet beschafften und so bearbeiteten, dass sie als leere Arbeitsblätter verwendbar waren.</p>
<p>Meine Hoffnung war, dass ein ständiges Wiederholen das Wissen festigen würde. Natürlich zeigte sich auch langsam der erwartete Erfolg.</p>
<p>Dennoch war die zur Verfügung stehende Zeit absolut nicht ausreichend, um das gesamte Wissen einzuprägen. Autokennzeichen, Wahrzeichen und Wappen mussten wir deswegen auslassen. Fur uns als Eltern war es extrem belastend zu sehen, wie unser Kind unter dem schieren Umfang des Stoffs mehr und mehr zusammenbrach.</p>
<p>Das Problem war, dass selbst wenn nur eine einzige Frage zu einem Wahrzeichen in der Probe käme, dennoch praktisch alle Wahrzeichen gelernt werden mussten. Es nützte ja nichts, wenn man 90 Prozent der Wahrzeichen kannte, die eine gestellte Frage aber nicht beantworten konnte. Dasselbe galt natürlich für alle anderen Themenkomplexe.</p>
<p>Wir haben unseren Sohn am Ende sehr für sein Durchhaltevermögen gelobt und ihm erklärt, dass die Note für uns völlig bedeutungslos sei. Wichtig sei nur, dass er sich gut vorbereitete.</p>
<p>Mein Verständnis von einer Grundschule ist nicht, dass die Schüler im Unterricht nur den zu lernenden Stoff genannt bekommen, um ihn anschließend zu Hause mit den Eltern zu lernen. Mir ist bewusst, dass die Möglichkeiten der Lehrer bei der Stoffauswahl und bei der individuellen Förderung der Kinder nach wie vor äußerst beschränkt sind, dennoch bin ich der Meinung, dass der Job eines Lehrers der ist, unseren Kindern auf altersgerechte Weise Wissen zu vermitteln (neben all den persönlichkeitsbildenden Aspekten selbstverständlich). Dafür werden Lehrer ausgebildet und dafür werden sie bezahlt. Es kann einfach nicht sein, dass Eltern neben Beruf und Haushalt diesen Job auch noch übernehmen müssen. </p>
<p>Gereicht hat die intensive Vorbereitung für eine 3. Es gab allerdings auch Einsen und Zweien in der Klasse, was mich sehr überraschte. Auf der anderen Seite war nach meinem Empfinden die Anzahl der schlechteren Noten ungewöhnlich hoch bei dieser Probe. Im Gespräch mit anderen Eltern ergab sich später, dass wir nicht die Einzigen waren, die diese Probe als unverhältnismäßig umfangreich ansahen.</p>
<p>Wie sah nun die Probe aus?</p>
<ol>
<li>In der ersten Aufgabe mussten je eine grobe Karte von Deutschland und eine von Bayern benannt werden. Das war keine große Herausforderung.</li>
<li>Danach musste in der zweiten Aufgabe das Wappen von Bayern beschrieben und erklärt werden. Dieses Thema hatten wir bei der Vorbereitung ausgeklammert. Dennoch gelang es meinem Sohn, von 6 Punkten noch 2,5 zu bekommen</li>
<li>In der nächsten Aufgabe wurde es schlimm! Wir haben uns mittlerweile ja daran gewöhnt, dass die Schule offensichtlich nicht in der Lage ist, vernüftige Kopien als Arbeitsmaterialien anzufertigen. Wenn dies aber so aussieht wie im folgenden Bild, dann wundert es mich nicht, dass ein Kind damit Schwierigkeiten hat (und dieses Bild ist bereits vergößert dargestellt):
<p><div id="attachment_376" class="wp-caption alignnone" style="width: 512px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 3a.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 3a.jpg" alt="Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a" title="Aufgabe 3a" width="502" height="438" class="size-full wp-image-376" /></a><p class="wp-caption-text">Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a</p></div><br />
Wenn ich mir das Bild so ansehe, würde ich vermuten, dass mein Scanner eine Macke hat. Dem ist aber nicht so, die Grafik ist wirklich dermaßen schlecht.<br />
Die Aufgabe bestand nun darin, unter das Bild den Namen des Regierungsbezirkes zu schreiben und die Landeshauptstadt einzukreisen. Mein Sohn hat nicht eine einzige Hauptstadt eingekreist, was entweder daran gelegen haben konnte, dass er die Aufgabe nicht vollständig verstanden oder dass er schlichtweg keine Stadt-Bezeichnungen auf den Kartenstücken erkannt hatte. Leider war auch die Benennung der Regierungsbezirke nur teilweise richtig. Hätte man ihm eine Bayernkarte mit den Umrissen der Regierungsbezirke vorgesetzt, hätte er alle richtig benennen und zuordnen können. Davon bin ich überzeugt!
</li>
<li>Die nächste Aufgabe 3b baute auf der letzten auf. Nun gab es tatsächlich eine Bayernkarte mit den 7 Regierungsbezirken im Umriss. In jedem war ein kleines Feld, in das der entsprechende Buchstabe des Puzzle-Teils aus der letzten Frage einzutragen war. Zwei Bezirke waren mit einem Buchstaben vorbelegt, da in der letzten Aufgabe nur 5 Bezirke abgefragt worden waren. Die beiden vorbelegten Buchstaben konnte Heiko einwandfrei benennen. Auch die Hauptsädte stellten keine Hürde dar. Anders verhielt es sich mit den Puzzleteilen. Hier ging es einzig und alleine darum, die Puzzleteile richtig einzufügen. Jetzt mag man meinen, dass in HSU nicht gepuzzelt wurde, deswegen hat mein Sohn auch nicht die Teile richtig eingeordnet, sondern hat sich an den Bezeichnungen orientiert, die er unter den Teilen eingetragen hatte. So wanderte die Oberpfalz zwar in der Bayernkarte an die richtige Stelle, war aber trotzdem falsch, da er das falsche Puzzleteil benannt hatte. Also wieder kein Punkt, obwohl die Lage richtig war, und darauf kam es ja an und nicht darauf, richtig zu puzzeln. Leider hat er den Umkehrschluss von dieser Aufgabe auf die letzte nicht mehr hinbekommen. Er hätte nun nachschauen können, welches Puzzleteil an die Stelle &#8220;Oberpfalz&#8221; passt und die Benennung dementsprechend korrigieren können. Diese blöde Puzzelei hätte man sich schenken können</li>
<li>&nbsp;<br />
<div id="attachment_377" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgaben 4-6.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgaben 4-6.jpg" alt="Scan von den Aufgaben 4 bis 6" title="Aufgaben 4 bis 6" width="600" height="610" class="size-full wp-image-377" /></a><p class="wp-caption-text">Scan von den Aufgaben 4 bis 6</p></div><br />
In Aufgabe 4 mussten auf einer Deutschlandkarte, die sämtliche Bundesländer im Umriss enthielt, vier vorgegebene benannt werden. Das hatten wir bis zum Erbrechen geübt. Ergebnis: Null Fehler!</li>
<li>Auch Aufgabe 5 wurde fehlerlos bewältigt. hier ging es darum, in einer Tabelle mit den Spalten Bundesland, Landeshauptstadt und Bezugsnummer (zur Deutschlandkarte der letzten Aufgabe) leergelassene Felder auszufüllen.</li>
<li>In der nächsten Aufgabe 6 wurde abgefragt, was Stadtstaaten sind und welche es in Deutschland gibt. Wieder Null Fehler. Geht doch!</li>
<li>In Aufgabe 7 mussten 5 Nachbarländer von Deutschland aufgezählt werden. Heiko benannte alle neun und hatte die Aufgabe damit überperfekt gemeistert.</li>
<li>&nbsp;<br />
<div id="attachment_378" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 8.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 8.jpg" alt="Scan von Aufgabe 8" title="Aufgabe 8" width="600" height="488" class="size-full wp-image-378" /></a><p class="wp-caption-text">Scan von Aufgabe 8</p></div><br />
Aufgabe 8 wurde dann wieder schwierig. hier wurden 12 Aussagen gemacht, die als &#8220;wahr&#8221; oder &#8220;falsch&#8221; markiert werden sollten. Hier tauchte nun genau die weiter oben beschriebene Schwierigkeit auf, dass die Schüler den ganzen Stoff abrufbereit haben mussten, damit sie Aussagen richtig bewerten konnten. Das konnte nur schief gehen, da wir mit unserem Sohn aus Zeitgründen bewusst nicht alle Lerninhalte geübt hatten. Heiko hat sich hier dennoch überraschend gut geschlagen.</li>
<li>In der letzten Aufgabe ging es darum, zu sechs vorgegebenen europäischen Ländern die Hauptstädte zu benennen. Hier hatte Heiko ebenfalls wieder null Problemo, also keinen einzigen Fehler. Als Hinweis auf die Qualität der eingestzten Vorlagen mag die Tatsache dienen, dass das europäische Land &#8220;Niederlande&#8221; dort mit &#8220;Holland&#8221; bezeichnet wurde. Die Kinder mussten die Länderbezeichnung selber ausbessern.</li>
</ol>
<p>Wenn ich sehe, was in der Grundschule als wichtiges Wissen angesehen wird, dann stellen sich mir die Haare auf. Die Schulzeit wurde auf maximal 12 Jahre um 1 Jahr verkürzt, so dass noch weniger Zeit bleibt, dem Kind all das beizubringen, was es für ein erfolgreiches Erwachsenenleben in unserer sozial meist kalten Gesellschaft benötigt. Dennoch bleibt immer noch Zeit, sich mit so Themen wie der genauen Analyse eines bayerischen Wappens zu beschäftigen. Wer das später wirklich einmal benötigt, muss eh in der Wikipedia nachschauen. Kein Mensch merkt sich das länger als bis  zur nächsten Probe, es sei denn, er ist Heraldiker.</p>
<p>Kein Mensch muss das Autokennzeichen von Moldawien kennen.</p>
<p>Kein Mensch muss wissen, dass die Altmühl in die Donau fließt, es reicht völlig aus, sich mit den längsten Flüssen der Welt oder meinetwegen auch mit den längsten Flüssen Deutschlands zu beschäftigen (die Donau ist der drittlängste Fluss Deutschlands, aber die Nebenflüsse sind nicht wirklich wichtig). Wir haben einfach keine Zeit mehr für solche Lerninhalte. Natürlich kann man darüber streiten, was zur Allgemeinbildung gehören sollte und was nicht. Man muss dabei aber immer berücksichtigen, dass für die Vermittlung des immer weiter anwachsenden Berges an Wissen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, ja sogar eine kürzere Zeit als sie uns Eltern zur Verfügung stand.</p>
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