München – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg München – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Allianz Arena – Arena-Tour http://blog.sevke.net/2015/08/13/allianz-arena-arena-tour/ http://blog.sevke.net/2015/08/13/allianz-arena-arena-tour/#respond Wed, 12 Aug 2015 22:20:53 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6629 Gesamtansicht der Allianz Arena in München

Quelle: https://commons.wikimedia.org/

Die Allianz Arena im Norden von München ist wohl eines der beeindruckendsten Fußballstadien der Welt. Sowohl der FC Bayern München als auch der TSV 1860 München bestreiten hier ihre Heimspiele. Aber auch internationale Spiele werden in der Allianz Arena ausgetragen.

Weder mich noch meinen Sohn interessieren Bundesliga-Fußballspiele besonders. Aber die Allianz Arena ist eines der Wahrzeichen von München, und ich fahre jeden Morgen und jeden Abend auf meinem Arbeitsweg direkt an ihr vorbei. So lag es auf der Hand, einmal an einer der Arena-Tours teilzunehmen.

Im Augenblick sind Sommerferien und noch dazu bestes (vielleicht schon zu heißes) Wetter.

Detailinformationen über die beiden Fußballvereine oder über die Allianz Arena findet ihr hier nicht. Da verweise ich einfach mal auf andere Quellen im Internet, allen voran natürlich die Wikipedia und die Homepage der Allianz Arena selbst.

Das ovale UFO ist leider dermaßen imposant und von der Autobahn aus perfekt zu sehen, dass sich viele (ortsfremde) Autofahrer auf dem Autobahnring (A99) um München herum von diesem Anblick ablenken lassen. Besonders abends, wenn die Arena oft komplett rot, blau oder weiß ausgeleuchtet ist, kann man sich der Faszination kaum entziehen. Das sollten auch ortskundige Autofahrer bedenken und sich darauf einstellen.

Von außen sieht die Allianz Arena wie ein großer bunter Autoreifen aus, von innen dann doch einfach nur wie ein großes Fußballstadion.

FC Bayern München Logo

Nirgends entsteht auch nur der geringste Zweifel, wer hier in der Allianz Arena der Hausherr ist

Die Anfahrt zur Allianz Arena ist in jeder Hinsicht einfach. Das Stadion liegt direkt im Schnittpunkt zweier Autobahnen, außerdem gibt es eine eigene U-Bahn Station. Durch die Lage im Norden von München, noch dazu außerhalb der Wohngebiete, ist die Arena optimal erreichbar. Dennoch kommt es natürlich bei den Spielen zu Staus, wenn tausende Fahrzeuge gleichzeitig ankommen oder wegfahren. Zu diesen Zeiten sollte man die Gegend daher besser meiden, wenn man nicht selber im Stadion dabei ist. Auch die U-Bahn ist dann natürlich komplett von Fans überfüllt.

Ausriss von einem Ticket für die Arena TourHeute fand kein Spiel statt. Wir hatten uns Karten für die Führung um 12:30 Uhr besorgt. Von Forstern aus mussten wir 30 Minuten einplanen. Allerdings hatte ich nicht gedacht, dass um die Uhrzeit dermaßen viele Urlauber unterwegs waren. Von den Fahrzeugen auf der A99 waren gefühlt höchstens 5 Prozent mit Münchener Kennzeichen oder einem Kennzeichen der angrenzenden Landkreise (wie Erding 😉 ) unterwegs. Viele Wohnmobile und viele Wohnwagen. Auf der Passauer Autobahn (A94) wären wir gut vorangekommen, aber da ist die Geschwindigkeit momentan wegen der großen Hitze auf 80 km/h heruntergesetzt. Blow-Ups gibt es zwar keine, aber der Staat will sich augenscheinlich prophylaktisch schon mal jeder möglichen Verantwortung entledigen. Auf der A92 haben sie gestern, glaube ich, jemanden in einem BMW X3 mit 235 km/h in so einer 80er Zone verfolgt und angehalten. Aber egal … das ist ein anderes Thema.

Wir sind nur mit 100 km/h gefahren und wurden dabei von den LKWs fast angestupst. War ihnen wohl zu langsam. Ich habe dann immer so weit beschleunigt, dass ich nicht zum Verkehrshindernis wurde.

Auf der A99 gab es dann diese Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht mehr, aber eben die Wohnmobile und die Wohnwagen, so dass wir nicht so richtig schnell unterwegs waren. Das wäre ja grundsätzlich kein Problem gewesen, wenn nicht mein Sohn kurz nach unserer Abfahrt bemerkt hätte, dass er eine zerrissene Hose angezogen hatte. Ich bin dann noch mal umgekehrt und er musste sich eine andere Hose anziehen. Das hat uns natürlich etwas Zeit gekostet.

Ich schweife ab …

Parkplatz.

Ja, Parkplätze gibt es viele bei der Arena.

Foto vom Bus-Parkplatz der Allianz-Arena

Richtige schöne Parkhäuser. Allerdings war es nicht möglich gewesen, alle direkt um die Arena herum zu errichten. Wer zu einem Fußballspiel mit dem Auto zur Allianz Arena fuhr (schön blöd!), der musste sich auf einige Minuten Fußmarsch einstellen. (Jaja, wer mit der U-Bahn kam, teilte dasselbe Schicksal. 😉 ). Aber an „normalen“ Tagen durfte man bis zum Bus-Parkplatz Mitte fahren, der direkt am Eingang-Nord lag. Das war perfekt. Auf dem Foto seht ihr übrigens meinen kleinen roten i10.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind die ersten 45 Minuten Parkzeit gratis, danach muss man dann für den Tag 5 Euro zahlen.

Richtig! Die Führung dauert 1 Stunde. Es fallen also die Gebühren für den ganzen Tag an! Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. an Spieltagen kommt ihr nicht so „billig“ davon! Also doch die U-Bahn. 😉

Close-Up der Außenfassade der Allianz-Arena

So sieht die Allianz Arena dann aus, wenn man unmittelbar davor steht. Diese komischen Rauten sind übrigens Luftballons … bzw. Luftkissen, die tatsächlich mit getrockneter Luft vollgeblasen werden. Darin befinden sich tausende von LEDs, mit denen die Luftkissen dann je nach Bedarf farblich ausgeleuchtet werden (an anderer Stelle wird von Leuchstoffröhren gesprochen … ich weiß nicht genau, welche Technik aktuell verwendet wird, aber es sieht toll aus!). Auf diese Weise erscheint das komplette UFO dann in Rot, Blau oder Weiß … oder an speziellen Tagen auch mal komplett in Grün. Und unten, naja, der unvermeidbare Kaiser darf natürlich nicht fehlen. 😉 Ist okay.

Wenn man dann die breite Rampe hochgeht, dann sehen die Luftpolster so aus:

Nahaufname der Luftkissen-Fassade der Allianz Arena in München

Also, futuristisch ist das allemal und hat seinen Reiz auch nach nunmehr 10 Jahren nicht verloren. Solange gibt es die Allianz-Arena inzwischen. Und wer die Arena einmal nachts voll beleuchtet erlebt, wird sich ein „WOW!“ kaum verkneifen können.

Aber es ist eben nur eine Hülle, und die ist auch noch aus Plastik. Darunter befindet sich natürlich solider Beton. Anders wäre so ein Stadion gar nicht realisierbar.

Wir kamen also pünktlich an, parkten ohne Probleme in unmittelbarer Nähe des Eingangs, durchschritten die Drehkreuze ohne Kontrolle und gingen die breite Rampe nach oben.

Foto des Hinweisschildes zu den Arena Touren

Oben gab es dann das nächste Hinweisschild, nämlich eine Treppe nach oben. Interessiert das eigentlich noch jemanden von euch? Okay, okay, dann werde ich die weiteren Hinweisschilder eben nicht mehr zeigen.

Oben ging es dann durch einen Gastronomie-Bereich zu mehreren Meeting-Points. Jeder war mit einem eigenen Bildschirm ausgestattet, auf dem die nächsten Führungen angezeigt wurden. Zusätzlich hingen an der Wand zahlreiche Bildschirme, auf denen gerade ein Fußballspiel gezeigt wurde … fragt mich nicht, welches … unten auf dem Rasen war jedenfalls zur Zeit nichts los. Das muss also irgendeine Aufzeichnung gewesen sein.

Die Tour begann dann pünktlich um 12:30 Uhr und führte zunächst nach draußen. Von dort ging es dann in die Arena, und zwar zu den Mittelrängen. Zwischen Außenhülle und Sitzplätzen befindet sich hier ein Service-Bereich, der komplett einmal um die Arena herum führt. Da gibt es jede Menge Möglichkeiten, etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. Außerdem jede Menge Toiletten, um das Zeug anschließend gleich wieder zu entsorgen <hüstel>. Aber auch Erste-Hilfe-Räume und andere Servicebereiche waren hier unmittelbar von überall her zu erreichen. Das wirkte auf mich ziemlich optimal.

Wir setzten uns dann als Gruppe auf Sitzplätze des mittleren Rangs (von drei Rängen insgesamt) und durften die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Ich hatte die Entfernung des eigentlichen Spielfeldes ganz anders in Erinnerung (ich hatte diese Tour vor einigen Jahren schon mal gemacht). Eigentlich konnte man von hier aus (wir waren in der Nordkurve … sorry, ich kann nichts dafür! – echte Bayern-Fans sitzen natürlich in der Südkurve!) das gesamte Spielfeld wunderbar überblicken.

Hier mal ein Foto:

Foto vom Spielfeld der Allianz Arena

Wenn man dort sitzt, ist der Eindruck noch viel direkter, als es das Foto vermitteln kann. Im Augenblick wird der Rasen gerade bewässert. Wozu die Ventilatoren gut sind, weiß ich nicht. Sie waren alle eingeschaltet. Beim Rasen handelt es sich übrigens um einen Hybridrasen, also einem Rasen aus Kunstfasern, zwischen denen ein natürlicher Rasen wächst. Der muss genauso gemäht und bewässert werden wie ein normaler Rasen, soll aber viel robuster sein. Ihr könnt auch gut die drei verschiedenen Ränge erkennen. Jeder Bereich hat einen anderen Neigungswinkel. Oben ist es schon ganz schön steil. Was ihr auch erkennen könnt, ist die riesige Video-Leinwand, hoch oben am Dach befestigt. Davon gibt es zwei. Wisst ihr zufällig, wie groß eure Wohnung oder die Grundfläche eures Hauses ist? Okay, es ist gut möglich, dass ihr das Ganze auf diesem Bildschirm unterbringen könnt. Der hat nämlich eine Fläche von 100 qm. Ich nenne das „gigantisch“. Trotzdem wirkt der klein, oder? 😉

Unser Guide (um nicht da böse Wort Führerin zu verwenden) ließ uns dann mal alle aufspringen und „Tor!!!“ schreien, damit wir uns wie bei einem echten Fußballspiel fühlten. War süß, aber irgendwie fehlten unten die Spieler.

Hier noch mal einen Blick auf die Sitzplätze … leer … natürlich:

Foto von den leeren Rängen in der Allianz Arena

Direkt über dem Spielertunnel durften wir uns dann noch einmal auf die Sitze des ersten Ranges setzen. Die waren im Gegensatz zu den Sitzen des zweiten Ranges leicht mit Kunstleder gepolstert. Außerdem war die Neigung der Ränge dort geringer. Hier konnte man es recht kommod aushalten.

Wir haben uns dann anschließend den Pressebereich (ganz in orange) angesehen, wo dann die Trainer interviewt werden oder wo auch Pressekonferenzen abgehalten werden (der Raum war klasse … total leer, aber trotzdem herrlich klimatisiert! … boah, mir war so warm bei Außentemperaturen von 33 Grad). Leider wurden wir sofort weiter geschickt, weil uns die nächste Gruppe bereits auf den Fersen war. Das ist leider ein generelles Problem: die Termine der Gruppen sind so eng, dass man kaum Gelegenheit hat, die Eindrücke mal auf sich wirken zu lassen. Gewinnmaximierung ist wohl die Devise. Möglichst viel Leute in möglichst kurzer Zeit mussten durch die Arena geschleust werden. Auf der einen Seite hatten auf diese Weise mehr Menschen die Möglichkeit, sich die Allianz Arena anzusehen. Auf der anderen Seite konnte man nirgends mal eine Sekunde anhalten, sondern musste sofort wieder weiter.

Nach dem Pressebereich ging es zu den Spielerkabinen. Ich habe keine Fotos mehr gemacht, aber wer das mal sehen will, kann gerne mal Tante Google bemühen. Ist halt eine saubere aufgeräumte, ganz in Rot gehaltene Umkleidekabine. 😉

Auch den (nicht genutzten) Aufwärmraum durften wir uns anschauen.

Danach ging es weiter zum Spielertunnel, also dem Gang, durch den die Mannschaften zum Spiel aufs Spielfeld kamen.

Und anschließend ging es wieder zurück auf die andere Seite des Spielertunnels in die so genannten Mixed Zone, wo sich die Spieler nach einem Spiel den Reportern stellten. Immer schön an der Wand, weil dort die Logos der Sponsoren zu sehen waren. Man kennt das ja aus dem Fernsehen.

Und hinter der „Mixed Zone“ gab es dann einen direkten Zugang zu einem Parkbereich, wo die Spieler direkt mit dem Auto abgeholt werden konnten. Alles in allem war alles so konzipiert, dass die Spieler niemals irgendwie mit ihren Fans in Kontakt kommen mussten.

Von der „Mixed Zone“ ging es noch einmal durch einen Teil der Arena wieder nach draußen zu den Rampen. Dort wurde uns von unserer Führerin der Aufbau der Außenfassade erklärt. Mitten am Tag waren natürlich (leider) keine Lampen eingeschaltet. Alles sah etwas angegraut aus, aber das war vermutlich der langen Trockenheit geschuldet, denn die Luftkissen waren angeblich mit Nanopartikeln beschichtet, so dass der nächste Regen die Luftkissen automatisch säubern würde.

Tja, und das war´s dann auch schon.

Wir wurden noch zur Rampe begleitet. Ganz im Gegensatz zu meiner Annahme. Denn ich hatte erwartet, dass die Tour beim Fan-Shop im Inneren der Allianz Arena enden würde. So ein Wink mit dem Zaunpfahl, doch noch etwas mehr Geld in der Arena zu lassen. Aber das war nicht der Fall. Vermutlich wartete bereits die nächste Gruppe auf unseren Guide.

Fazit:

Muss ich mir das jetzt antun?

Ich finde, dass jeder, der im Großraum München wohnt, unbedingt einmal eine Arena-Tour durch die Allianz Arena machen sollte. Das muss nun nicht jedes Jahr sein, aber einmal sollte man das schon tun. Schließlich ist die Arena für München ein Wahrzeichen. Selbst, wenn man kein Fußballfan ist, ist diese Tour empfehlenswert. Die Organisation ist perfekt, es gibt genug Parkplätze, man kommt gut hin. Nur muss man akzeptieren, dass man nicht der Einzige ist. Es sind also viele Menschen unterwegs und die Tour steht unter einem gewissen Termindruck. Zu beachten ist, dass Arena-Touren nur im Sommer von Juli bis September durchgeführt werden.

Hier noch einmal der Link zur Homepage der Allianz Arena.

Nachwort

Obwohl ich vorschlug, direkt in der Arena das Angebot an Speisen wahrzunehmen, wollte mein Sohn dort nichts essen. Wer bin ich, dass ich meinen Sohn zu seinem Unglück zwingen würde? Wir fuhren also wieder heim in Richtung Forstern (huhu … der Computer wartete schon!). Auf dem Weg entschieden wir uns dann, einen Abstecher über Markt Schwaben zu machen und dort in der Eisdiele am Markplatz einen Eisbecher zu essen … Erdbeerbecher für jeden von uns. Das war kein vollwertiges Mittagessen, aber es war schön, draußen in Ruhe mal wieder einen Eisbecher zu essen.

Und nun ist meine Flasche Dão, die ich während des Schreibens getrunken habe, auch leer. Zeit, den Artikel zu beenden und ins Bett zu gehen.


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Das Theater für magische Erlebnisse http://blog.sevke.net/2012/02/13/das-theater-fur-magische-erlebnisse/ http://blog.sevke.net/2012/02/13/das-theater-fur-magische-erlebnisse/#respond Mon, 13 Feb 2012 11:01:50 +0000 http://blog.sevke.net/?p=2413 Magie - live & hautnah

Magie - live & hautnah - Copyright Krist & Münch

Am Freitag besuchten mein Sohn und ich das Table Magic Theater Krist & Münch in München. Dabei handelt es sich um ein Mini Amphitheater in der Nähe des Sendlinger Tors. Gerade mal 66 Plätze gibt es in vier Reihen und maximal 4,4 Meter vom Ort des Geschehens entfernt, einem halbrunden Tisch. Close-Up Zauberei nennt man das, aber nur Alexander Krist und Christian Münch haben dafür eigens ein Theater in Deutschland gebaut.

Keine große Bühne, keine zersägten Jungfrauen und keine Teleportationen konnte man erwarten, sondern eher kleine Taschenspieler- und Kartentricks.

Sitzplan des Zaubertheaters Krist & Münch in München

Sitzplan des Zaubertheaters - Copyright Krist & Münch

„Erfülle Deine Träume denn was du träumen kannst, kannst Du auch realisieren“, so lautet das Motto, das die einzelnen Illusionen mit viel Poesie miteinander verbindet.

Die Show gliedert sich in zwei Teile mit jeweils gut einer Stunde Magie, kurz unterbrochen durch 20 Minuten Pause, die man im kleinen Foyer bei einem Glas Sekt (oder Cola) überbrücken kann. Die familiäre Atmosphäre lädt dabei auch zu einem Gespräch mit den anderen Zuschauern oder gar mit den beiden Zauberern ein, die jederzeit und sehr freundlich zur Verfügung stehen.

Die magische Atmosphäre wird durch angenehme Beleuchtung und Hintergrundmusik stets optimnal unterstützt.

Natürlich kennt man in unserer aufgeklärten und durch Medien bestimmten Gesellschaft viele Zaubertricks schon irgendwie. Es ist aber etwas anderes, in wenigen Metern oder gar Zentimetern Entfernung Münzen unter Spielkarten verschwinden und erscheinen zu sehen, scheinbar ohne dass sie von den Händen berührt werden, die sich in geschmeidigen fließenden Bewegungen über den Karten bewegen. Nur mit perfekter Fingerfertigkeit sind diese Illusionen so hinzubekommen.

Ich ertappe mich dabei, wie ich automatisch versuche, den Vorgang zu erklären, bemühe mich aber nach Kräften, die Erklärungsversuche zu verdrängen, um den magischen Moment zu genießen.

Uns erwartet keine actionreiche Show, es gibt keine bombastischen Effekte. Aber gerade das unterscheidet die Show von all den Shows, die wir aus dem Fernsehen kennen: sie ist ruhiger, besinnlicher, aber trotzdem perfekt inszeniert.

Es war ziemlich kalt, als wir beim Theater ankamen, so minus 14 Grad etwa. In einer kleinen Garderobe (ohne Zusatzgebühren) konnten wir unsere Jacken aufhängen. Ein Mann fragte seine Frau: „Brauche ich jetzt die Fliege?“, entschied sich dann aber dagegen. Der kleine 5 Meter lange Gang führte uns geradewegs zu Herrn Christian Münch, der jeden Besucher mit warmen Worten begrüßte und ein paar Hinweise zum weiteren Geschehen gab. Spätestens jetzt war das Gefühl der Kälte verschwunden. Ich erhielt einen Getränkegutschein für ein Glas Prosecco, mein Sohn erhielt einen Gutschein für einen Softdrink. Kinder sind hier herzlich willkommen.

Close-Up Zaubertheater Krist & Münch in München

Ausverkauftes Zaubertheater - Copyright Krist & Münch

Das zeigte sich auch gleich am Anfang der Show, als Herr Münch mit den Worten: „Du bekommst von mir ein Upgrade!“ ein Sitzkissen durch die Reihen zu uns weiterreichen ließ. Wir ernteten einige neidische, aber freundliche Blicke von anderen Zuschauern. Die Sitze sind recht eng, aber gut gepolstert. Der Popo übersteht die Show sehr gut. Das Sitzkissen für meinen Sohn hatte den Sinn, ihm eine bessere Sicht auf den magischen Tisch zu ermöglichen. Ich empfand das als äusserst aufmerksam.

Das Publikum war sehr gemischt, ich konnte Menschen aller Altersklassen erkennen. Die Abendgarderobe war ebenso gemischt, von Männern im Anzug und Frauen in Abendkleidern bis zu Leuten im normalen Freizeitlook war alles vorhanden. Das Zaubertheater ist für jeden geeignet.

In einem derart kleinen Theater werden die Zuschauer natürlich in die Show eingebunden. Jeder kennt das aus dem Fernsehen oder vielleicht aus eigener Erfahrung. Nicht immer ist es ratsam, in der ersten Reihe zu sitzen, denn manchmal fliegen einem Dinge um die Ohren oder man wird zum Gegenstand von Spott. Auch in der Show Magie – live & hautnah werden Zuschauer zu Assistenten der Zauberer, aber dies geschieht nie unangenehm, und nie wird der Gast zur Hauptattraktion. Jeder beteiligte Zuschauer wird nach seinem Namen gefragt und auch mit seinem Namen angesprochen.

Eine besondere Überraschung bescherten die beiden Magier dem Publikum, als sie sich ganz am Ende bei jedem einzelnen dieser Zuschauer (ich schätze, es waren so etwa 15), mit Namen und Blickkontakt bedankten, und das ohne irgendwo abzulesen. Ich fand das sehr beeindruckend!

Beim Verlassen des Theaters erhielten diese Zuschauer ein Poster mit den Unterschriften der Magier und Kinder noch zusätzlich eine kleine Tüte mit einigen Zaubertricks als Starthilfe in eine vielleicht großartige Magier-Zukunft.

Verlassen habe ich die Zaubershow sehr entspannt, zufrieden über einen magischen Abend, aber auch etwas nachdenklich, und so war es wahrscheinlich auch beabsichtigt.

Mein Sohn hat sich über dieses nachträgliche Geburtstagsgeschenk sehr gefreut und hat als beteiligter Zuschauer das Poster als Unikat mit nach Hause nehmen können.

Wer die Show selbst einmal besuchen möchte, kann sich auf der Webseite Table Magic Theater über die nächsten Vorstellungen informieren und auch gleich Tickets bestellen. Es gibt so gut wie jeden Tag eine Show, manchmal sogar zwei.

Eintrittskarte für das Table Magic Theater Krist & Münch

Eintrittskarte für das Table Magic Theater Krist & Münch


 

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Perry Rhodan Lesung http://blog.sevke.net/2011/07/22/perry-rhodan-lesung/ http://blog.sevke.net/2011/07/22/perry-rhodan-lesung/#respond Fri, 22 Jul 2011 16:00:22 +0000 http://blog.sevke.net/?p=1927 Gestern war ich anlässlich des 50. Geburtstages der Science Fiction Romanserie Perry Rhodan bei einer Lesung mit Konzert im Literaturhaus München.

14 Euro für zwei Stunden Unterhaltung (unterbrochen von 30 Minuten Pause) war ein sehr guter Preis.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass nur Fans der Serie Interesse an der Veranstaltung haben. Umso überraschender war die Reaktion auf eine kurze Frage an das Publikum, wer denn die Serie überhaupt lesen würde. Noch nicht mal die Hälfte der Besucher hob die Hand. Das erklärte, warum fast zu jedem vorgelesenem Satz Gelächter ausbrach. Offensichtlich hielten viele der Besucher die Veranstaltung mehr für eine Comedy-Show als für eine Lesung.

Begleitet wurde die Lesung von dem Münchner Musik-Duo »Unsere Lieblinge« (Stefan Noelle & Alex Haas), die viele bekannte Songs rund um den Weltraum (beispielsweise von David Bowie, Pink Floyd, D.Ö.F. und vielen anderen) neu und gekonnt interpretierten.

Zugegeben … die alten Hefte (immerhin 50 Jahre alt) – und vorgelesen wurde das allererste Heft von über 2600 – sind in einer Art und Weise geschrieben, das man oft schmunzeln muss, aber man muss dazu bedenken, in welcher Zeit und mit welcher Motivation die Hefte geschrieben worden sind. Der Erzählstil hat sich im Laufe der Jahrzehnte und natürlich auch abhängig von den verschiedenen Autoren dramatisch verändert.

Obwohl die Veranstaltung insgesamt sehr gelungen war, wurden manche komödiantischen Darstellungen der Serie nicht wirklich gerecht, sondern zogen sie eher ins Lächerliche. Eingefleischten Fans wird das weh getan haben, andere sahen großzügig darüber hinweg und genossen den Unterhaltungswert. Die beiden Schauspieler und Sänger Sabrina Khalil und Thorsten Krohn, sowie Marion Bösker vom Literaturhaus lasen und trugen vor, im Ausdruck manchmal stark übersteigert, aber dennoch oder gerade deswegen sehr spaßig.

Eigentlich sollte das Ganze ja eine Open-Air Veranstaltung werden. Das wäre natürlich noch schöner gewesen, so direkt unter klarem Sternenhimmel, aber wegen der unsicheren Wetterlage entschied man sich dann doch für eine Saal-Lösung.

Eine kurze MP3-Proben gibt es direkt auf den Seiten des Literaturhauses München: Der Countdown läuft – Feuer!!! – 2:14 min

In dieser Hörprobe kann man hören, wie das Publikum eingebunden wurde. Auf Handzeichen sollten alle rufen „Technische Daten“ bzw. „Das ist ja unglaublich!“.

Außerdem gibt es auf YouTube ein Video:Perry Rhodan ist auf dem Mond gelandet – 6:04 min

Abschließend der kurze Beitrag in der Sendung „Schwaben & Altbayern aktuell“ im Bayerischen Fernsehen (wer genau hinsieht, kann mich im Publikum sitzen sehen 😉 ):

Die mir unbekannte Elke Sagenschneider hat in ihrem Blog (http://www.elke-sagenschneider.de/2011/07/22/unternehmen-stardust/) ebenfalls über die Lesung berichtet. (2014-02-15 – Nachtrag: die Website ist leider nicht mehr aktiv. Ich habe den Link deshalb deaktiviert.)

Auch Spiegel-Online berichtete über den 50-jährigen Geburtstag von Perry Rhodan in diesem Artikel.

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Das Münchner Single Forum http://blog.sevke.net/2009/10/03/das-munchner-single-forum/ http://blog.sevke.net/2009/10/03/das-munchner-single-forum/#comments Sat, 03 Oct 2009 12:52:16 +0000 http://blog.sevke.net/2009/10/03/das-munchner-single-forum/ Vor kurzem habe ich mich auf der Single-Börse „Das Münchner Single Forum“ angemeldet und brav mein Profil ausgefüllt. Natürlich bin ich nicht Single, aber ich würde gerne meinen Bekanntenkreis für gemeinsame Freizeitaktivitäten erweitern, und wenn es nur darum geht, abends zusammen mal ein Glas Wein zu trinken. Und nur keine Panik, selbstverständlich habe ich Freunde, die zwar willig sind, aber zuviel arbeiten und dewegen nur selten Zeit haben.

Das Münchner Single Forum hat gegenüber etablierten Börsen wie Friendscout24 oder Dating Café den Vorteil, dass es sich auf den Bereich München und Umgebung beschränkt. Von der Bezeichnung Single Börse oder Partner Börse darf man sich nicht abschrecken lassen. Für viele Menschen ist natürlich der Wunsch nach einem Traumpartner der Grund, sich auf solchen Portalen zu registrieren. Mangels guter Trefferquote wird die Suche aber oftmals auf Partner für Freizeitaktivitäten erweitert. Denn auf diese Weise lernt man sich schneller gegenseitig kennen und findet ja vielleicht doch noch seinen Traumpartner. Wobei hierbei häufig das heute übliche Anspruchsdenken im Wege steht, aber das ist ein anderes Thema.

Im Münchner Single Forum kann man, wie üblich, einige lesende Funktionen kostenlos nutzen, für eine aktive Beteiligung wird ein Beitrag fällig, der im Vergleich zu anderen Kontaktbörsen vergleichsweise niedrig ist. Je nach Vertragsdauer variiert er zwischen 4 und 7 Euro pro Monat.

Als Leistung erhält man dann nach eigener Darstellung:

  • Nachrichten versenden / Nachrichten beantworten
  • Bildergalerien anderer Teilnehmer sehen
  • Im Forum flirten und verabreden
  • Eigene Bildergalerie mit bis zu 10 Fotos anlegen
  • Zu Terminen und Events anmelden
  • Eigenes Profil erstellen
  • Eigenes Foto einstellen
  • Persönliche Nachrichten erhalten
  • Forenbeiträge lesen
  • Termine suchen und ansehen

Zusammengefasst ergibt das

  • ein öffentliches Profil mit Suchfunktion
  • ein (recht funktionsarmes) Forum
  • ein PN-System (private Nachrichten)
  • ein Event Kalender

Insgesamt ist das also nicht gerade eine funktionsüberladene Plattform. Dafür ist die Website übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen.

Nach der Anmeldung habe ich mich mal durch die verschiedenen Funktionen durchgeklickt, um dann ein wenig im Forum zu lesen. Aus meinen früheren CompuServe-Zeiten kenne ich von den Mitgliedern selbst organisierte Treffen in Kneipen, Restaurants und auch privat zu Hause. Wir nannten das damals UT für Usertreffen oder SPUT für spontanes Usertreffen. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Teilnehmer waren „alte Hasen“, aber auch „Frischlinge“, die immer sehr herzlich aufgenommen wurden. Als CompuServe dann mit dem aufkommenden WWW den Bach hinunterging, und ich mich mehr auf das Internet fokussierte, ging ich nicht mehr so häufig zu den Treffen, bis es dann ganz aufhörte. Zu einigen Bekannten aus der Zeit habe ich dann und wann immer noch Kontakt, heutzutage zum Beispiel über Xing.

Ich hatte also die Idee, an den UTs von früher wieder locker anzuknüpfen. Das Münchner Single Forum schien mir einen Versuch wert zu sein. Zunächst habe ich mich zaghaft in einige laufende Threads eingebracht, um dann aber auch bald einen eigenen Diskussions-Thread zum Thema Partnerschaften zu starten. Auf diese Weise könnten mich die anderen Teilnehmer schnell etwas besser kennenlernen. Anstatt eines „Herzlich Willkommen!“ kam schon sehr schnell eine Diskussion über mein Pseudonym auf, für das ich bei der Anmeldung einfach mal schnell „*Bärchen*“ hergenommen hatte (dort stand, dass man das später wieder ändern konnte). Schnell habe ich versucht, dieses Thema über einen eigenen Thread aus der eigentlichen Diskussion herauszunehmen.

Parallel zu mir kam ein weiterer Mann neu ins Forum. Hier begann man sofort, sich über sein Körpergewicht von 155 kg auszutoben. Diese Person hat dann schon nach wenigen Stunden das Handtuch geworfen und sein Profil gelöscht. Ich kann ihn gut verstehen.

Mein zweiter Thread bat den Teilnehmern an, ein besseres Pseudonym vorzuschlagen, da ihnen meines ja nicht gefiel. Für mich ist dieser Nick völlig belanglos. Nie würde ich jemanden auf Grund dieses Namens beurteilen. Ich erhielt so sinnige Antworten wie

MUC Single Boerse - Forum
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Na gut, dachte ich mir, damit musst du bei einem Forum leben, wo sich die Menschen hinter Nicknames verstecken, teilweise ihr Profil sogar mit falschen Daten und nichtssagenden Fotos faken. Auf der anderen Seite hatte ich mir von einem Bezahl-Forum eine weitaus höhere Qualität erwartet. Anscheinend gab es hier keine Moderation.

Ein anderes Beispiel habe ich mir willkürlich aus dem Forum herausgegriffen. Auf die Frage, was man heute noch so anstellen könnte

MUC Single Boerse - Forum
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kam die Antwort

MUC Single Boerse - Forum
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Man mag das als valide Antwort ansehen, dennoch frage ich mich, ob dass der richtige Umgangston ist, um seinen Traummann bzw. seine Traumfrau zu finden. Oder handelt es sich wieder nur ums eins der abertausend Foren, das einige wenige für ihre persönlichen Chat-Schlachten okkupiert haben? Dann sei es so …

Laut München Wiki ist das dem Geschäftserfolg eher abträglich, denn die Neuanmeldungen scheinen zu stagnieren.

Ich kann Das Münchner Single Forum empfehlen, wenn man einen derben, herabwürdigen und respektlosen Umgang mag, und dies womöglich auch noch als ein Zeichen von Humor ansieht. Ansonsten würde ich die Finger davon lassen und lieber noch mal neu im Internet recherchieren.

Das sehe offensichtlich nicht nur ich so, denn Beschwerden findet man im Forum an vielen Stellen. Hier noch zwei Beispiele:

MUC Single Boerse - Forum
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MUC Single Boerse - Forum
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Ein großes Problem stellt die Moderation dar, die sich weder konsequent noch transparent um eine höhere Qualität des Forums bemüht. Es finden durchaus Thread-Verschiebungen statt. Wenn zum Beispiel ein ernsthaft zur Diskussion gestelltes Thema durch Forums-Trolle innerhalb von Minuten zerstört wird, dann wird der Thread kurzerhand in den Bereich „Plauderecke“ verschoben. Sinniger wäre es den Trollen Einhalt zu gebieten, die entsprechenden Beiträge zu löschen und gegebenenfalls die Teilnehmer zu verwarnen. Dem stehen aber vermutlich wirtschaftliche Interessen im Wege. So verschwinden neue Mitglieder schnell wieder bzw. melden sich erst gar nicht an, dafür hält man sich sein Stamm-Publikum.

Betonen möchte ich am Ende, dass ich einige sehr nette PN-Kontakte hatte. Darüber hinaus habe ich natürlich in diesem Beitrag vor allem herausgepickt, warum ich das Forum nicht empfehlen kann. Es gibt aber sehr wohl interessante Profile und interessante Diskussions-Beiträge. Wer in der Lage ist, das ganze Forums-Rauschen und die Beleidigungen zu ignorieren, wird sich sicher mit einigen Leuten gut unterhalten können. Letztendlich wird man sich aber nur bei einem persönlichem Treffen im kleinen oder größerem Kreis wirklich ein Bild von den anderen Teilnehmern machen können.

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http://blog.sevke.net/2009/10/03/das-munchner-single-forum/feed/ 1 356
Wiesn Besuch http://blog.sevke.net/2009/09/27/wiesn-besuch/ http://blog.sevke.net/2009/09/27/wiesn-besuch/#respond Sun, 27 Sep 2009 15:06:19 +0000 http://blog.sevke.net/2009/09/27/wiesn-besuch/ Viele Menschen auf der Wiesn

Jedes Jahr gerät München Ende September in den Ausnahmezustand, weil das größte Volksfest der Welt, das Oktoberfest, zwei Wochen lang stattfindet. Als Münchener vermeidet man gerne die Gegend um die Theresienwiese herum, falls man nicht gerade selber zur Wiesn will. Es laufen dort einfach aberwitzig viele Leute herum. Fast alle sind gut gelaunt und haben jede Menge Freude, vor allem, wenn das Wetter so prächtig mitspielt wie bisher in diesem Jahr. Die wichtigste Attraktion für viele Wiesnbesucher sind die Bierzelte, was zur Folge hat, dass man ständig auf Betrunkene stößt, die manchmal noch über den Platz torkeln können, manchmal allerdings auch nur noch in den Ecken herumliegen. Dank der sehr gut organisierten Ordnungskräfte läuft das Fest trotzdem im Großen und Ganzen für alle friedlich und fröhlich ab.

Natürlich gibt es immer einige nicht so schöne Erlebnisse wie Betrunkene, die in vollen U-Bahnen ihrem kleinen Freund die große weite Welt zeigen wollen und einfach in die Ecke pinkeln. Und es gibt auch immer wieder Leute, deren Mageninhalt sich für den schnellen Weg nach außen über den Rachen entscheidet. Nicht alle Menschen in München nehmen sich zwei Wochen Urlaub, um entweder mitzufeiern oder schnell in andere Gegenden zu flüchten. Nicht jeder von diesen Zurückgebliebenen freut sich über einige Ausuferungen dieses Festes.

Dennoch gehört ein Wiesnbesuch mit der Firma üblicherweise zum Pflichtprogramm, genauso wie einer mit der Familie.

Familien suchen sich dafür vor allem die Nachmittage an den Wochenenden aus, denn da müssen die wenigsten Eltern arbeiten, und die Kinder müssen noch nicht ins Bett.

Gestern sind wir ebenfalls über die Wiesn geschlendert.

Eintritt muss man für das Oktoberfest nicht bezahlen, dafür kostet dann jedes einzelne Fahrgeschäft Geld. Natürlich kostet auch das Bier in den Zelten Geld, und zwar etwa 8,50 Euro pro Liter … und nein, das Glas ist nicht im Preis inbegriffen. Ein halbes Hähnchen soll wohl um die 9 Euro kosten, das habe ich nicht überprüft. Beilagen gibt es dann keine.

Da wir mit der Familie unterwegs waren, waren natürlich nur die Fahrgeschäfte interessant.

Das Lach- und Freuhaus

Als erstes wollten die Kinder zum Lach- und Freuhaus, das sie noch vom letzten Jahr kannten. Ich zitiere einmal von der Homepage des Betreibers:

Fliegendes Wasser, ein großer See mit Gaudibrücke, verrückter Springbrunnen, Wasserfall, Seeübergang mit beweglichen Steinen sorgen dafür, dass sich der Besucher im, und auch vor dem Geschäft köstlich amüsieren soll.

Danach begibt man sich in das eigentliche Spaßhaus, das sich mit zwei Etagen komplett von links nach rechts schaukelnd bewegt. Dadurch werden die Effekte verstärkt wie: Aufgang über die Gaudistiege zum Heustadl mit drehbaren Heuballen, Resis-Spiegelkammer, Kuhglockenlabyrinth, Waschküche mit neuem LED-Stangen-Labyrinth hinunter über die Kellerstiege, oder über’s Rutscherl wieder hinaus.

Kinder bis 12 Jahre zahlen 3 Euro, Erwachsene 4 Euro.

Das Geisterschloss mit lebenden Geistern

Danch stießen wir auf das Geisterschloss – mit lebenden Geistern (09.09.2017 Hinweis: der Link ist nicht mehr gültig und wurde entfernt: http://www.geisterschloss.com).

Die „lebenden Geister“ sind wörtlich zu nehmen, denn dafür würden richtige Schauspieler engagiert. Einer steht zum Beispiel auf dem Dach und lässt hin und wieder eine Stoff-Spinne an einer langen Angel mitten vor das Gesicht von ahnungslosen Besuchern herab. Das gibt fast immer ein herrliches Geschrei.

Der Geist mit der Spinne

Der Eintrittspreis betrug hier für Kinder wieder 3 Euro, Erwachsene mussten 4,50 Euro bezahlen.

Future World

Mit der „Futureworld“ besuchten die Kinder ein weiteres Laufgeschäft. Auf drei Etagen darf man sich durch Nebelschwaden, Lasereffekte und phosphoreszierende Farbenspiele nicht aus der Ruhe bringen lassen. Neben diesen gibt es natürlich noch viele andere aufregende Dinge zu erleben, wie zum Beispiel ein giftgrünes Säurebecken oder eine abenteuerliche Aufzugfahrt.

Heiko ist natürlich auch prompt in das Säurebecken hineingetreten und kam mit einer grünen Socke aus dem Haus. Mit 2,50 Euro für Kinder und 3 Euro für Erwachsene gehört das Geschäft zu den günstigen auf der Wiesn.

Der Mondlift

Beim Mondlift handelt es sich um ein Fahrgeschäft, bei dem die Fahrgäste einen Looping nach dem anderen machen, und das mit 14 Umdrehungen pro Minute. Durch die Zentrifugalkraft werden die Fahrgäste in die Sitze gedrückt. Heiko wollte nicht mitfahren, so überließen wir diesen Stress den beiden Frauen.

3,50 Euro für ein Kind und 4,50 Euro für einen Erwachsenen muss man pro Fahrt investieren.

Und so sieht das von draußen aus:

Schließlich wollten die Kinder auch noch unbedingt mit der „Kleinen Maus“ fahren. Davon habe ich leider keine Fotos, weil der Akku schlapp gemacht hat.

Aber hier noch ein paar andere Impressionen von der Wiesn 2009:

Das Riesenrad
Das Riesenrad

Besucherinnen im Dirndl auf der Wiesn
Besucher der Wiesn 2009

Ein ziemlich hohes Kettenkarussell
Ein hohes Kettenkarussell

Noch mehr Dirndls
Noch mehr Dirndls auf der Wiesn 2009

Gastronomie auf der Wiesn
Nahrungszufuhr auf der Wiesn 2009

Der Power Tower II
Der Power Tower II

Der Höllenblitz
Der Hoellenblitz

Bewacher des Höllenblitz
Bewacher des Hoellenblitz

Stand mit Lebkuchenherzen
Ein Stand mit Lebkuchenherzen

Jede Menge Besucher
Viele Besucher

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Das 850-Jahr Feuerwerk in München http://blog.sevke.net/2008/07/26/das-850-jahr-feuerwerk-in-munchen/ http://blog.sevke.net/2008/07/26/das-850-jahr-feuerwerk-in-munchen/#respond Sat, 26 Jul 2008 21:48:23 +0000 http://blog.sevke.net/2008/07/26/das-850-jahr-feuerwerk-in-munchen/ Es sollte ein besonderes Feuerwerk werden, denn schließlich wurde München 850 Jahre alt, und das sollte gefeiert werden. Natürlich gab es schon andere Veranstaltungen zu diesem Anlass. Aber wir interessierten uns für das Feuerwerk.

Münchner Sommernachtstraum 2008 … so die offizielle Bezeichnung. Schon gestern hatten wir bei den Weiherspielen Glück mit dem Wetter. Heute war das Gewitterrisiko allerdings höher. Das hätte ein Problem werden können, da die gesamte Veranstaltung inklusive Feuerwerk im Olypiapark, natürlich unter freiem Himmel stattfinden sollte. Soviel schon mal vorweg: das Wetter hat mitgespielt, vor dem Feuerwerk gab es zwar ein paar Minuten hier und da ein einsames Regentröpfen, aber ansonsten war das Wetter schön warm und trocken.

Für ein Feuerwerk braucht man natürlich Dunkelheit, deswegen war der Starttermin auch erst für 22:15 Uhr angeestzt. Bis dahin wollten die Leute aber unterhalten werden, weswegen auf drei weit verstreuten Bühnen so genannte Show-Acts stattfanden.

Im Einzelnen waren das:

  • Seebühne: VERA & SARAH KLIMA mit Band und später LAITH AL DEEN & Band
  • Jugendbühne: Dance 4 Fans feat. JESSE und später LEXINGTON BRIDGE
  • Seebühne: The BossHoss

Wie sich zeigte, bekam man von der Musik eigentlich nur dann etwas mit, wenn man unmittelbar bei den Bühnen saß, ansonsten gab es zwar mächtige Bässe, das war aber auch alles. Jedenfalls kann ich das von der Seebühne sagen. Überhaupt Seebühne … das war sehr interessant. Obwohl wir recht früh im Park waren, waren die Plätze direkt bei der Seebühne schon alle belegt. Etliche Leute sind wohl schon vor dem offiziellem Einlass reingekommen.

Mit 16 Euro Eintrittspreis pro Person plus 3,50 Euro Parkplatzgebühr, wenn man mit dem Auto anreisen musste, war das schon viel Geld nur für ein Feuerwerk. Wir waren zu viert dort, die Kinder mussten zwar nur 10 Euro bezahlen, aber insgesamt kamen wir schon mal auf 55,50 Euro. Getränke und Speisen auf dem Gelände waren auch nicht umsonst, aber beim Anblick der Warteschlangen verzog sich der Wunsch, sich dort anzustellen, schnell wieder. In weiser Voraussicht hatten wir uns halbwegs mit Getränken und Semmeln eingedeckt.

Leider gelang es uns nicht, einen guten Sitzplatz zu bekommen. Wir saßen hinter einem Baum über dem Theatron und konnten daher nur etwa ein Drittel des Feuerwerks sehen, vor allem die großen Raketen, die vom gegenüberliegendem Hügel abgeschossen wurden, waren für uns nicht erlebbar.

Der Park füllte sich sehr rasch, so dass man sich auch nicht mehr traute, herumzulaufen. Zu groß war die Gefahr, dass der Platz anschließend weg sein würde.

Na gut, so hieß es also, ca. 4 Stunden herumzusitzen und nichts zu tun. Hätte ich mir doch etwas zum Lesen mitgenommen. Vor allem für die Kinder war es langweilig, aber sie liefen wenigstens hin- und wieder herum.

Das Feuerwerk selber war recht schön, aber eben nur von wenigen Plätzen optimal einsehbar. Das lag vor allem auch daran, dass die meisten Feuerwerkskörper nicht sehr hoch geschossen worden. Insgesamt dauerte das Feuerwerk 35 Minuten, aber man sollte nun nicht meinen, dass es die ganze Zeit krachte, zischte, explodierte und pfiff. Mindestens die Hälfte der Zeit war es mehr eine Laser-Show mit Effekten, die sich sehr niedrig waagerecht über dem See aufbauten. Alles wurde von Musik begleitet, die diesmal wenigstens überall gut zu hören war. Ob man sich mit der Auswahl einen Gefallen getan hat, muss jeder selber entscheiden, die Geschmäcker sind nunmal verschieden. Ich persönlich fand das Millenium Feuerwerk in der Münchner Innenstadt Silvester 1999 weitaus imposanter!

Eigene Fotos habe ich keine gemacht, war ja alles dunkel.

Geärgert habe ich mich übrigens auch darüber, dass man versuchte, die ca. 60.000 Besucher durch ein paar ganz kleine Öffnungen in den Park zu bekommen. Klar, wir sind alle Terroristen, und es diente ja nur der Sicherheit. Später merkte man dann aber doch, dass man von der Menschenmenge überfordert war und kontrollierte weniger oder gar nicht, wodurch die ganze geplante Sicherheit wieder zum Teufel war. Ich habe die gelockerten Sicherheitsmaßnahmen nicht selber erlebt, weil wir ja schon früh da waren. So geht das nicht! Damit verägert man die Leute, die schwitzend draußen standen und nach vorne drängten. Das kann für ältere oder behinderte Menschen und natürlich auch für kleine Kinder schnell sehr bedrohlich werden. War das denn etwa die erste Großveranstaltung im Olympiapark?

  • Im Gastroguide (http://www.gastroguide-muenchen.de/specials/muenchner_sommernachtstraum_feuerwerk_fotos_2008.htm) gibt es einen Bericht über das Feuerwerk.
    (Update 06.09.2015: Link ist nicht mehr gültig.)
  • Ein paar Kommentare im Blog der TZ.
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Circus Fliegenpilz http://blog.sevke.net/2006/10/30/circus-fliegenpilz/ http://blog.sevke.net/2006/10/30/circus-fliegenpilz/#respond Mon, 30 Oct 2006 17:30:41 +0000 http://blog.sevke.net/2006/10/30/circus-fliegenpilz/ Gestern waren wir mit den Kindern im Schweizer Circus Fliegenpilz.

Die Werbeplakate werben mit dem vielversprechendem Slogan „Circus unter Wasser“. So ist es aber nicht. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile: der erste Teil ist vor allem eine Tiershow. Für den zweiten Teil wird ein großes Bassin mit Wasser gefüllt, und in die Mitte wird eine Plattform gestellt, die für einige Darbietungen genutzt wird. Auch das Wasser selber wird für ein paar Tiere und Show-Elemente integriert. Die akrobatischen Anteile hielten sich sehr in Grenzen.

Der Circus selber rühmt sich, die größte mobile Tier-Ausstellung dabei zu haben. So ist dann auch die Anzahl und Vielfalt der präsentierten Tiere beeindruckend. Ich kann mich erinnern an Elefanten, Schweine, eine Kuh, ein Zwergflusspferd, Kamele, Pelikane, Tauben, eine Giraffe, Zebras, Pferde, Seelöwen, ein Lama, sogar ein Nashorn.

Sehr eindrucksvoll war die Vorführung, die Lars Hölscher mit seinen Elefanten zeigte. Unter anderem legte er sich flach auf den Boden und ließ sich von einem Elefanten übersteigen, der dabei sekundenlang mit dem Fuß über dem Körper des Artisten verharrte. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass der Elefant den Artisten nicht sehen kann und ein falscher Schritt höchstwahrscheinlich tödlich wäre.

Insgesamt dauerte die Vorführung etwas länger als zwei Stunden. Die beiden Teile wurden durch eine 20 minütige Umbaupause getrennt, in der die Zuschauer die Möglichkeit hatten, für 2 Euro pro Person (auch Kinder) die Gehege der Tiere zu besuchen und viele Tiere zu streicheln, selbst das Zwergflusspferd.

Aus anderen Berichten im Internet habe ich inzwischen gelesen, dass das Akrobatik-Programm wohl normalerweise umfangreicher ist. Einen Hochseil-Darbietung gab es gestern zum Beispiel nicht.

Auf der Circus-Homepage wird als Programm-Bestandteil auch eine Trapez-Nummer genannt, die aber gestern ebenfalls nicht vorgeführt wurde.

Offensichtlich gibt es im Internet auch einige sehr kritische Auseinandersetzungen mit dem Circus Fliegenpilz, zum Beispiel auf den Seiten von ReACT! e. V.

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