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	<title>Gedankensplitter &#187; Lehrer</title>
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	<description>Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen</description>
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		<title>Einsatz von iPads an Schulen wird immer häufiger diskutiert</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2012/01/12/einsatz-von-ipads-an-schulen-wird-immer-haufiger-diskutiert/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So nach und nach finde ich im Internet immer mehr Diskussionen zum Thema Einsatz von iPads im Unterricht. Ralf Breuer, Lehrer an der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule Ahrweiler, hat Anfang Dezember 2011 dieses Thema einfach mal seinen Schülern in Form einer Erörterung zur Aufgabe gestellt. Das Ergebnis ist öffentlich in seinem Blog breuer-info.de nachzulesen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So nach und nach finde ich im Internet immer mehr Diskussionen zum Thema <strong>Einsatz von iPads im Unterricht</strong>.</p>
<p>Ralf Breuer, Lehrer an der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule Ahrweiler, hat Anfang Dezember 2011 dieses Thema einfach mal seinen Schülern in Form einer Erörterung zur Aufgabe gestellt. Das Ergebnis ist öffentlich in seinem Blog <a href="http://www.breuer-info.de/2011/12/06/erorterung-einsatz-von-ipads-im-unterricht/" title="zum Blog von Ralf Breuer" target="_blank">breuer-info.de</a> nachzulesen.</p>
<p>Diese Arbeit hätte man sehr schön mit iPads vorbereiten und veröffentlichen können. <img src='http://blog.sevke.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Insgesamt gibt es dort 20 kurze Erörterungen zu dem Thema, die in der Synthese (Fazit) zu durchaus unterschiedlichen Ergebnissen kommen und damit lesenswert sind.</p>
<p>Weiter bin ich auf den Seiten <a href="http://werkstatt.bpb.de/2011/12/wie-mobil-kann-lernen-sein/" title="zum Blog des Projektes werkstatt.bpb.de" target="_blank">werkstatt.bpb.de – Digitale Bildung in der Praxis</a> auf einen Artikel von Anfang Dezember 2011 mit dem Titel <strong>Wie ‘mobil’ kann Lernen sein?</strong> gestoßen, in dem unter anderem gefragt wird, ob der Einsatz von iPads für das Lernen überhaupt einen Mehrwert bedeutet und wenn ja, worin dieser bestehen könnte.</p>
<p>Als letztes möchte ich gerne noch auf einen Artikel auf dem Blog <a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/apple-ipad-unterricht-schule" title="zum Blog" target="_blank">Der Lehrerfreund</a> hinweisen, der allerdings bereits etwas älter ist (Februar 2010). Besonders lesenswert ist die sehr kontrovers geführte Diskussion in den momentan 72 Kommentaren. Leider finden sich darunter auch mal wieder viele sehr dogmatische Beiträge, die mehr Apple als Hersteller in den Fokus rücken als die dem iPad zu Grunde liegende Technologie. Aber gerade deswegen kann ich die Lektüre jedem empfehlen, der sich selber mit der Idee beschäftigt, iPads an einer Schule einzuführen.</p>
<p>Mir fällt bei den verschiedenen Quellen im Internet auf, dass man grundsätzlich unterscheiden muss:</p>
<ul>
<li>Einsatz von iPads ausschließlich im Klassenraum und zum Verbleib in der Schule</li>
<li>Überlassung von iPads an Schüler zur selbstständigen Unterrichtsvorbereitung und Erledigung von Hausaufgaben</li>
</ul>
<p>Mein favorisierter Ansatz ist der erste, also die Nutzung der Schul-iPads ausschließlich in der Schule bzw. unter Kontrolle eines Lehrers. Hierdurch werden einige gravierende Risiken vermieden wie zum Beispiel die missbräuchliche Nutzung der Geräte oder ein zu sorgloser Umgang mit ihnen, wodurch möglicherweise häufig Geräte neu angeschafft werden müssten. Dennoch hat der zweite Ansatz natürlich den Vorteil, dass man eine Reihe von schweren Schulbüchern durch digitale Versionen ersetzen könnte, vorausgesetzt natürlich, dass Schulbuch-Verlage mitzögen und entsprechende digitale Versionen zur Verfügung stellten. Die Schultaschen würden erheblich an Gewicht verlieren, was unsere Kinder sicher sehr freuen dürfte.</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Einsatz von Tablets auch in Grundschulen</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/12/21/einsatz-von-tablets-auch-in-grundschulen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 10:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seitdem ich Anfang 2011 von dem iPad-Projekt der Kaiserin Augusta Schule in Köln erfahren habe, bemühe ich mich darum, ein ähnliches Projekt am Anne-Frank-Gymnasium in Erding zu initiieren. Interesse seitens der Schulleitung, der Lehrerschaft und des Fördervereins besteht durchaus, aber leider konnte die Finanzierung bisher nicht sichergestellt werden. Im nächsten Jahr wird sich deswegen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich Anfang 2011 von dem iPad-Projekt der <a target="_blank" href="http://ipadkas.wordpress.com/" title="zum Blog des iPad-Projektes der Kaiserin Augusta Schule">Kaiserin Augusta Schule in Köln</a> erfahren habe, bemühe ich mich darum, ein ähnliches Projekt am <a href="http://www.afg-erding.de/" title="zur Website des Anne-Frank-Gymnasiums in Erding" target="_blank">Anne-Frank-Gymnasium in Erding</a> zu initiieren. </p>
<p>Interesse seitens der Schulleitung, der Lehrerschaft und des Fördervereins besteht durchaus, aber leider konnte die Finanzierung bisher nicht sichergestellt werden. Im nächsten Jahr wird sich deswegen eine Interessengruppe treffen, um weitere Optionen zu diskutieren. Eine schnelle Einführung von Tablets am AFG ist allerdings derzeit nicht zu erwarten.</p>
<p>Interessant finde ich in diesem Zusammenhang einen Link, den mir der Leiter der Fachschaft Informatik zugeschickt hat: <a href="http://www.frank-thissen.de/" title="zur Website von Herrn Thissen" target="_blank">Mobile Tablet-Computer im Schuleinsatz</a>. Besonders interessant ist die Seite, weil Herr Thissen (Professor an der Hochschule der Medien in Stuttgart) dort eine Vielzahl von weiterführenden Links zum Thema gesammelt hat.</p>
<p>Unter anderem wird auf die Eichelgartenschule in Karlsruhe, eine Grundschule, hingewiesen, die den Einsatz von iPads ausprobiert und in einem eigenen <a href="http://www.eichelgartenschule-aktiv.de/" title="zum Blog der Eichelgartenschule in Karlsruhe" target="_blank">Blog</a> dokumentiert. Das Projekt wurde im Juni 2011 gestartet.</p>
<p>Ein älterer Blog-Eintrag von mir: <a href="http://blog.sevke.net/2011/03/02/einsatz-von-apple-ipad-im-gymnasium/" title="zu meinem älteren Blog-Eintrag über den Einsatz von iPads in Schulen">Einsatz von Apple iPad im Gymnasium</a></p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Klasse Lehrer</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/10/12/klasse-lehrer/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 12:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[Dies steht auf der Titelseite des Focus 41/11, und der Artikel selber startet mit &#8220;Ein Job für Helden&#8220;. Falsch ist, dass Lehrer Pädagogen sind. Zu dem Thema kann man im Internet viel finden, zum Beispiel hier oder hier. Ein guter Artikel, ein Mut machender Artikel. Leider erleben wir als Eltern die Realität anders. Ich maße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2199" class="wp-caption alignnone" style="width: 639px"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2011/10/focus-klasse-lehrer.jpg" alt="Klasse Lehrer! Was Pädagogen heute wirklich leisten müssen" title="Klasse Lehrer! Was Pädagogen heute wirklich leisten müssen" width="629" height="195" class="size-full wp-image-2199" /><p class="wp-caption-text">Titel-Überschrift auf dem Focus 41/11</p></div>
<p>Dies steht auf der Titelseite des Focus 41/11, und der Artikel selber startet mit &#8220;<strong>Ein Job für Helden</strong>&#8220;.</p>
<p>Falsch ist, dass Lehrer Pädagogen sind. Zu dem Thema kann man im Internet viel finden, zum Beispiel <a href="http://www.gutefrage.net/frage/sind-lehrer-paedagogen" title="zur Diskussion, ob Lehrer Pädagogen sind" target="_blank">hier</a> oder <a href="http://stefanie-vogel.suite101.de/lehrer-versus-padagogen-a91276" title="zum Artikel, warum Lehrer keine Pädagogen sind" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Ein guter Artikel, ein Mut machender Artikel. Leider erleben wir als Eltern die Realität anders.</p>
<p>Ich maße mir nicht an, die Arbeitsbelastung eines Lehrers während der Schulzeit und während der Schulferien beurteilen zu können.</p>
<p>Ich maße mir auch nicht an, mir den Stress durch unsere so furchtbar verzogenen oder gar nicht erzogenen Kinder vorstellen zu können.</p>
<p>Mir fallen aber einige Dinge auf, die ich nicht für optimal halte.</p>
<p>Wie war das noch auf einer der ersten Elternkennenlernsprechtage in der 5. Klasse an einem (meiner Einschätzung nach) konservativen bayrischen Gymnasium? Ich stellte dem stellvertretenden Schuldirektor die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, statt Französisch und Latein zumindest alternativ Spanisch oder Chinesisch als zweite Fremdsprache anzubieten. Immerhin sprechen mehr Menschen Spanisch oder Chinesisch als Englisch. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltsprachen" title="zum Wikipedia Artikel über Weltsprachen" target="_blank">Wikipedia Artikel zu Weltsprachen.</a>)</p>
<p>Die Antwort begann mit den Worten: &#8220;Ich nehme mal an, dass Sie diese Frage ernst meinen &#8230;&#8221;, leicht auf den Füßen wippend.</p>
<p>Wie bitte? Ja, das meinte ich durchaus ernst.</p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass mich drei Viertel der anwesenden Eltern gerne in der Luft zerrissen hätten, was zu einigem Tumult führte.</p>
<p>Übrigens ist Nordrhein-Westfalen da anscheinend schon weiter, wie man in dem <a href="http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Unterricht/Faecher/Fremdsprachen/Sprachen/Chinesisch/ChinesischUnterricht/" title="zum Schulministerium Nordrhein-Westfalen" target="_blank">Artikel des Schulministeriums</a> nachlesen kann. Auch die Süddeutsche Zeitung hat das vor kurzem in dem <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/chinesisch-an-deutschen-schulen-wir-hatten-es-uns-schwerer-vorgestellt-1.1147608" title="zum Artikel der Süddeutschen Zeitung" target="_blank">Online-Artikel &#8220;Chinesisch an deutschen Schulen&#8221;</a> thematisiert.</p>
<p>Oder wie war das mit den Umgangsformen? Mein Sohn und andere Kinder haben unabhängig voneinander berichtet, dass eine Lehrerin die Kinder gerne mit &#8220;Nun halt mal deine Fresse!&#8221; oder &#8220;Du hast wohl heute morgen deine Pillen vergessen.&#8221; motiviert. Oder ist dies nur ein Zeichen dafür, dass diese Lehrerin versucht, auf Augenhöhe mit den Kindern zu kommunizieren. Noch mal zur Erinnerung: es geht um die 6. Klasse an einem bayrischen Gymnasium, nicht um wild pubertierende Straßenkinder in einem sozial schwachen Großstadtviertel (die man allerdings genau so wenig auf diese Weise ansprechen sollte!).</p>
<p>Seit Tagen sitze ich wieder fast jeden Tag mit meinem Sohn zusammen, um ihm die Lerninhalte zu vermitteln, die ihm eigentlich tagsüber seine Lehrer erklären sollten. &#8220;Ja, wenn du das nicht verstanden hast, dann frag doch noch mal deinen Lehrer&#8221;, habe ich zu ihm gesagt. Genau das hätten sie, die Schüler, ja getan. Aber der Lehrer würde den Satz einfach wiederholen und nicht neu oder anders erklären. Und nach dem zweiten oder dritten Mal würden sie dann eben einfach nicht mehr fragen. Soso &#8230; na, dann erklären eben die Eltern Bruchrechnung, kein Thema. Ist mein Kind einfach zu dumm für das Gymnasium? Ich glaube das nicht, denn unser Schicksal teilen viele andere Eltern, die <strong>nach</strong> der Arbeit und <strong>nach</strong> der Schule versuchen, ihren Kindern die nicht verstandenen Lerninhalte zu erklären &#8230; oft fließen Tränen. Wollen wir das?</p>
<p>Was ist von so unklar formulierten Aufgaben (in einem doppelt zählenden großen Leistungsnachweis) zu halten wie von <a href="http://blog.sevke.net/2011/07/02/4-mathe-schulaufgabe-–-leistungsnachweis-in-der-5-klasse-gymnasium/" title="zu Aufgabe 3 in der 4. Mathe Schulaufgabe der 5. Klasse Gymnasium" target="_blank">Aufgabe 3 in diesem Artikel?</a></p>
<p>Ein anderes Beispiel? Hier kommt eins von gestern (also Mathe, 6. Klasse):</p>
<div id="attachment_2245" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2011/10/mathe-aufgaben-bruchrechnung.jpg" alt="Beispiel einer unklaren Mathe-Aufgabe" title="Beispiel einer unklaren Mathe-Aufgabe" width="600" height="104" class="size-full wp-image-2245" /><p class="wp-caption-text">Beispiel einer unklaren Mathe-Aufgabe</p></div>
<p>Es ist nicht möglich zu wissen, ob es sich bei dem abgesägten Stück jeweils um das längere oder um das kürzere Ende handelt. Lediglich die angegebene Lösung stellt einen Hinweis dar und kann <strong>nach</strong> der Berechnung zur Überprüfung des Ergebnisses herangezogen werden.</p>
<p>Und noch ein Beispiel: <a href="http://blog.sevke.net/2011/10/10/jahrgangsstufentest-englisch-in-der-6-klasse-gymnasium/" title="zum Jahrgangsstufentest 2011 in Englisch">Jahrgangsstufentest in Englisch 2011</a>, Aufgabe III: Mediation.</p>
<p>Das Problem bei solchen Aufgaben ist, dass es meinem Sohn unter Umständen die Note im Zeugnis verhagelt. Unser ganzes Schulsystem basiert aber auf diesen Noten. Wer eine gute Note hat, gilt als schlau, wer eine schlechte hat gilt als dumm oder faul. Und auch weiterführende Schulen und später Arbeitgeber orientieren sich an diesen Noten. Daher fordere ich, dass Aufgaben absolut klar formuliert werden und keinen Interpretationsspielraum zulassen, soweit dies möglich ist. In den eben genannten Beispielen ist dies möglich.</p>
<p>Meistens liegt es ja gar nicht an den Lehrern, sondern an den vorgegebenen Rahmenbedingungen. So werden Lehrer schon mal gezwungen, schlechte Noten zu vergeben (<a href="http://blog.sevke.net/2011/02/02/auch-bei-ihnen-muss-es-funfer-und-sechser-geben/" title="Auch bei Ihnen muss es Fünfer und Sechser geben">Auch bei Ihnen muss es Fünfer und Sechser geben</a>). </p>
<p>Und dann das ewige Dilemma, welche Fächer, welche Inhalte wirklich wichtig sind. Jeder sieht das anders.</p>
<p>Ich, zum Beispiel, freue mich darüber, dass mein Sohn bereits in der 6. Klasse das Fach Informatik hat, nur eine Stunde, aber das ist schon in Ordnung. Dass Erdkunde dieses Jahr komplett entfällt und dass Englisch von 6 auf 4 Stunden reduziert wurde, finde ich nicht so schön. Dafür haben wir dann Latein mit 5 Wochenstunden, ein Fach, das ja angeblich die Patentlösung für alle Sorgen dieser Welt ist. Man lernt dann später leichter Italienisch, man wird viel besser in Deutsch, man wird ein Mathe-Genie usw. Hm &#8230; statt Italienisch nach Latein zu lernen, würde ich die 5 Stunden doch gleich Italienisch lernen und mir Latein schenken, wenn ich mir denn ein Leben ohne Italienisch nicht vorstellen könnte. Themen, die momentan überhaupt noch nicht im Stundenplan auftauchen, sind Wirtschaft oder Politik. Wenn wir einen Blick auf die Euro-Krise werfen, habe ich den dringenden Verdacht, dass Kompetenz in diesen Bereichen nicht früh genug erlangt werden kann.</p>
<p>Nun kann man in einen Stundenplan nicht beliebig viele Stunden packen. Bleibt die Frage, welche Fächer man entschlacken sollte und welche man eventuell ganz neu gestalten sollte. Spontan denke ich daran, aus Physik, Chemie und Biologie ein gemeinsames Fach Naturwissenschaft zu machen.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/efPwChPPJXI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Verfügbarkeit von Wissen über mobile Geräte getreu dem Motto &#8220;Information at your Fingertips&#8221; (über das ein bekannter Mensch bereits <a href="http://en.sevenload.com/videos/daV10tF-20-Years-ago-Bill-Gates-1st-Information-at-Your-Fingertips-Keynote-Comdex-Fall-1990" title="zur Keynote auf der Comdex 1990" target="_blank">1990</a> gesprochen hat. 1995 hat er das Konzept erneut etwas aktualisiert vorgestellt &#8230; siehe Video über diesem Absatz) bereits einen Einfluss auf die aktuellen Lehrpläne hat. Viele &#8220;Hard Facts&#8221; sind heute überall per Handy abrufbar, auch für unsere Kinder. Sie müssen nicht mehr zwangsläufig auswendig gelernt werden. Stattdessen ist es sinnvoll, die &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz" title="zum Wikipedia Artikel über Soziale Kompetenz" target="_blank">Soft Skills</a>&#8221; weiter in den Vordergrund zu stellen und mit den Kindern zu trainieren. Dazu gehört zum Beispiel ein großer Anteil an Projektarbeit, nicht aber Frontalunterricht.</p>
<p>Einige Schulen fangen an, den  außerordentlichen Wert der neuen Techniken zu erkennen und entsprechend in den Schulbetrieb zu integrieren, so wie die Kaiserin Augusta Schule in Köln (siehe mein <a href="http://blog.sevke.net/2011/03/02/einsatz-von-apple-ipad-im-gymnasium/" title="zu meine Blog-Artikel über die Nutzung von iPads in Schulen">Blog-Artikel</a>). Hoffentlich findet dieses Beispiel viele Nachahmer!</p>
<p>Hut ab vor Lehrern, die sich engagieren, die sich für die Kinder interessieren und die mit ihnen arbeiten wollen, so wie sie im Focus-Artikel skizziert wurden. Auch dazu hatte ich <a href="http://blog.sevke.net/2011/03/10/schule-macht-spas/" title="zum Blog-Artikel über Spaß in der Schule">hier im Blog</a> schon mal etwas geschrieben. Lese ich dann im Focus, dass sich dieses Engagement beruflich nicht lohnt, weil der Karrierepfad von Dienstjahren und nicht von Leistung abhängt, dann ist das nicht akzeptabel. Gute Lehrer müssen Prämien oder Zulagen erhalten oder andere Belohnungen, schlechte Lehrer müssen abgestraft werden, im Extremfall auch mal aus einer Schule entfernt werden, denn letztendlich geht es um die Zukunft unserer Kinder und damit um die Zukunft von uns allen.</p>
<p>Zum Abschluss ein Zitat aus dem Focus-Artikel:<cite><br />
&#8220;Ich verstehe Schulen als Dienstleister und Schüler als Kunden&#8221;, sagt der Schulleiter der Gerhard-Hauptmann-Realschule.<br />
</cite></p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schule macht Spaß</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/03/10/schule-macht-spas/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 10:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
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		<category><![CDATA[Zauberlehrling]]></category>

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		<description><![CDATA[Schule soll Spaß machen &#8230; Schule kann Spaß machen! Ich gehe in meinem Blog nicht immer sanft mit der Institution Schule oder den dort arbeitenden Lehrern um. Natürlich sind selten die Schulen oder die Lehrer selber schuld. Trotzdem kenne ich wenige Kinder, die wirklich mit Freude in die Schule gehen. Das ging mir auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schule soll Spaß machen &#8230; Schule kann Spaß machen!</strong></p>
<p>Ich gehe in meinem Blog nicht immer sanft mit der Institution Schule oder den dort arbeitenden Lehrern um. Natürlich sind selten die Schulen oder die Lehrer selber schuld. Trotzdem kenne ich wenige Kinder, die wirklich mit Freude in die Schule gehen. Das ging mir auch nicht anders &#8230; damals. Aber so richtig viel hat sich dann offensichtlich auch nicht zum Besseren verändert.</p>
<p>Und trotzdem &#8230; nach einem halben Jahr Quälerei auf dem Gymnasium kam mein Sohn vor kurzem <strong>fröhlich</strong> nach Hause! </p>
<p>Zwei Gründe gibt es dafür:</p>
<p><strong>1. Löten</strong><br />
Mein Sohn nimmt an dem Wahlfach &#8220;Physikalische Basteleien&#8221; teil (hat er sich selber ausgesucht, ich habe ihn nicht dazu getrieben <img src='http://blog.sevke.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ). Zur Zeit beschäftigen sich die Schüler dort mit Elektronik. Und sie dürfen löten! Keine Ahnung, was daran toll ist, sich die Finger mit heißem Lötzinn zu verbrennen, aber das Löten macht den Kindern definitiv Spaß!</p>
<p>Ich selber habe mich als Jugendlicher bis in die atomaren Strukturen hinein mit Elektronik beschäftigt. Ein paar Utensilien müssten sich noch in irgendwelchen Kartons befinden, auf jeden Fall auch mehrere Lötkolben, Lötzinn und Drähte. Mal sehen, ob wir mal einen gemeinsamen Löt-Nachmittag veranstalten.</p>
<p><strong>2. Der Zauberlehrling</strong><br />
Das ist ein tolles Gedicht von Goethe, irgendwann mal von Achim Reichel in einem eigenen Song verwurschtelt (durchaus gelungen und auf seiner tollen CD <strong>Regenballade</strong> zu finden). Die Kinder haben das Gedicht in der Gruppe vorgetragen. Dabei haben sie daraus so eine Art Karaoke gemacht, denn das Gedicht wurde im Rhythmus eines dazu gespielten <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rap">Raps</a> vorgetragen. Zu sehen, wie mein Sohn zu Hause ohne Aufforderung zur Musik seinen Teil des Gedichtes übte, war eine Sensation. Vielen lieben Dank an die Deutsch-Lehrerin!</p>
<p>Mein Sohn und ich haben uns zu Hause gemeinsam die <strong><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zauberlehrling_(Dukas)">Tondichtung nach einer Ballade von Goethe</a></strong> von <strong>Paul Dukas,</strong> dirigiert von <strong>Gerd Albrecht</strong> vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, angehört. Das Schöne an dieser CD ist, dass Gerd Albrecht über 30 Minuten lang die Bedeutung der Instrumente und der einzelnen Musik-Abschnitte erläutert. Es macht richtig Spaß, genau auf die Schritte des Besens zu achten, wie er langsam losläuft und immer schneller wird (Fagott). Oder zu hören, wie der Besen mit einer scharfen Axt in zwei Teile gehackt wird.</p>
<p>Wenn ich schon beim Loben bin, möchte ich nicht den <strong>Schulpsychologen</strong> das AFG-Gymnasiums vergessen. Obwohl ich weder seine Arbeit noch seine Person auch nur im Ansatz beurteilen kann, halte ich ihn aufgrund der bisherigen Erfahrungen für einen unglaublich hilfreichen und engagierten Lehrer. Vielen Dank!</p>
<p>Ich hoffe, dass mein Sohn und die anderen Kinder noch viele tolle Stunden an ihrem Gymnasium erleben dürfen. Schule kann wirklich Spaß machen!</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einsatz von Apple iPad im Gymnasium</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/03/02/einsatz-von-apple-ipad-im-gymnasium/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 17:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich über Twittter den Hinweis auf den Blog der Kaiserin Augusta Schule in Köln erhalten. Dort geht es um den Einsatz von Tablet PCs der Marke Apple, dem iPad, im Unterricht. Das haut mich einigermaßen vom Hocker. Da ich weiß, dass mein Blog auch von Lehrern eines Gymnasiums in Erding argwöhnisch beobachtet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich über Twittter den Hinweis auf den Blog der <a target="_blank" href="http://ipadkas.wordpress.com">Kaiserin Augusta Schule in Köln </a>erhalten. Dort geht es um den Einsatz von Tablet PCs der Marke Apple, dem iPad, im Unterricht. Das haut mich einigermaßen vom Hocker.</p>
<p>Da ich weiß, dass mein Blog auch von Lehrern eines Gymnasiums in Erding argwöhnisch beobachtet und wohl auch gelesen wird, möchte ich gerne an dieser Stelle empfehlen, auch einmal einen Blick in diesen Blog zu werfen: <a target="_blank" href="http://ipadkas.wordpress.com">Das iPad im Unterricht an der KAS</a>. Vielleicht springt der Funke ja über und es entsteht auch an unserem Gymnasium ein ähnliches IT Projekt.</p>
<p>Ich bin sehr angetan von dem Engagement, das in dem Blog deutlich wird. Sogar die von den Schülern zu bearbeitenden Aufgaben werden beschrieben. AndrÃ© Spang, der Projektleiter des Projektes <strong>iPad-KAS</strong> versorgt den Leser fast täglich mit neuen Erfahrungsberichten. Zusätzlich sind im Blog auch einige selbst erstellte Einführungs-Videos zu finden.</p>
<p>Interessanterweise werden die iPads in allen Klassenstufen eingesetzt, sind also nicht etwa nur der Oberstufe vorbehalten. Auch bei der Auswahl der Fächer sind anscheinend keine Grenzen gesetzt.</p>
<p>Natürlich ist es Unsinn, jede Unterrichtsstunde nur mit iPads zu bewältigen, den Schülern also Aufgaben elektronisch zu übermitteln und sie dann alleine daran herumwerkeln zu lassen. Dennoch zeigt das Beispiel <strong>iPad-KAS</strong>, dass Unterricht an Schulen durchaus modern und motivierend sein kann, ja sogar Spaß machen kann.</p>
<p>In <strong>Die Welt Online</strong> gab es am 22.02.2010 einen <a target="_blank" href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12613412/Wenn-die-Generation-iPad-den-Ranzen-schnuert.html">Bericht zu diesem Blog</a>. Dort werden auch Gründe genannt, warum sich viele Schulen mit der Einführung von neuen Technologien schwer tun. Maria Brosch, Geschäftsführerin des Vereins Schulen ans Netz, meint dazu allerdings: &#8220;Es ist weltfremd, digitale Medien vom Unterricht fernhalten zu wollen.&#8221;</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Lehrer und ihre Schrift</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/02/04/lehrer-und-ihre-schrift/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 14:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil ich gerade beim Schreiben bin &#8230; &#8230; und ja, Lehrkräfte stehen bei mir im Augenblick unter ganz besonderer Beobachtung. Schließlich entscheiden sie zu einem Großteil über die weitere Entwicklung meines Sohnes. Mir ist bewusst, dass es viele Lehrer überhaupt nicht einfach haben. Ich weiß auch, dass es extrem engagierte Lehrer gibt, die über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich gerade beim Schreiben bin &#8230; </p>
<p>&#8230; und ja, Lehrkräfte stehen bei mir im Augenblick unter ganz besonderer Beobachtung. Schließlich entscheiden sie zu einem Großteil über die weitere Entwicklung meines Sohnes. </p>
<p>Mir ist bewusst, dass es viele Lehrer überhaupt nicht einfach haben. Ich weiß auch, dass es extrem engagierte Lehrer gibt, die über die normale Arbeitszeit hinaus einen großen Anteil ihrer Freizeit für unsere Kinder verwenden. Nicht nur Schüler und Eltern leiden unter unserem Schulsystem, auch viele Lehrer.</p>
<p>Aber wie es Mitarbeiter in der freien Wirtschaft gibt, die wenig inspiriert und wenig engagiert ihren Job ausüben, so gibt es jede Menge Lehrer, auf die das zutrifft. Leider stehen die Lehrer (meines Wissens) kaum im direkten Wettbewerb. Schlechte Lehrer werden nicht gefeuert, wie es in Wirtschaft und Industrie durchaus üblich ist.</p>
<p>Vor kurzem wurde ich in der Aula eines Gymnasiums Zeuge einer Begebenheit, die ich für sehr befremdlich halte. Bei der Aula handelt es sich nicht um einen ehrwürdigen abgeschlossenen Raum, wie ich es noch aus meiner Schulzeit gewohnt bin, sondern um eine Art Durchgangshalle mit Tischen und Stühlen, die den Kindern die Möglichkeit bietet, sich dort zu treffen oder mittags ihre Mahlzeiten einzunehmen. Eine Lehrerin ging am Rande der Aula vorbei und regte sich plötzlich fürchterlich über ein paar Gummibärchen auf, die auf dem Boden lagen. Vermutlich hatte irgendein Kind beim Gehen aus einer Tüte Gummibärchen genascht und dabei einige verloren. Absichtlich oder unabsichtlich blieben die bunten Bärchen auf dem Boden liegen.</p>
<p>Die Lehrerin starrte also relativ entsetzt auf die Bärchen und ereiferte sich lautstark darüber, dass niemand die Bärchen vom Boden klaubte und wegwarf. Natürlich reagierte keiner der anwesenden Schüler. Darauf sprach sie eine Gruppe von Schülern an, die ihr am nächsten auf ein paar Stühlen saß, sie sollten den Abfall aufräumen. Als Antwort erhielt sie ein &#8220;Wir waren das nicht.&#8221;, was sie noch wütender machte. &#8220;Ich war das auch nicht! Soll ich die jetzt etwa aufheben?&#8221;, fuhr sie die Kinder an. Betreten schwiegen die Kinder, bis eines aufstand und die Bärchen einsammelte. Die Lehrerin lobte das Mädchen:&#8221;Du bist eine ganz brave.&#8221;, und zog weiter.</p>
<p>Ein paar Meter weiter war eine Reinigungskraft gerade dabei, den Boden mit einer Maschine zu wischen.</p>
<p>Ich mag es gar nicht, wenn Lehrer Kinder anschreien. Und ich mag es noch weniger, wenn Lehrer Kinder ungerechtfertigt anschreien.</p>
<p>Ein anderes Thema sind die Schulaufgaben, von denen ich ja regelmäßig in meinem Blog berichte, und die von vielen Besuchern meines Blogs gelesen werden.</p>
<p>Im Rückblick auf die verschiedenen Schulaufgaben fällt mir auf, dass einige Lehrer ihre Kommentare sehr unleserlich schreiben. Selbst ich als Erwachsener kann die Anmerkungen manchmal nicht lesen. Warum stehen sie denn dann überhaupt auf dem Blatt? Sinnvoll sind diese Randnotizen ja nur, wenn das Kind sie auch lesen und daraus lernen kann.</p>
<p>Einige Lehrer sind dazu übergegangen, die eigentliche Bewertung mit dem Computer zu schreiben, auszudrucken und an das Ende des Aufgabenblatts einzukleben. Finde ich gut! Denn dann kann das wenigstens jeder lesen.</p>
<p>Ich gönne jedem Lehrer seine eigene Handschrift, aber dann auf das Blatt fast unleserlich zu kritzeln, dass das Kind mehr auf eine saubere Form achten solle, wirkt dann schon sehr merkwürdig.</p>
<p>Mein Appell an alle Lehrer (und ich weiß, dass einige von Ihnen Lehrer sind): bitte helft unseren Kindern, indem ihr viele Kommentare an den Rand schreibt, aber bitte auch so, dass sie lesbar sind! Wäre super!</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Auch bei Ihnen muss es Fünfer und Sechser geben</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/02/02/auch-bei-ihnen-muss-es-funfer-und-sechser-geben/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 10:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; sagte ein Schulbeamter zur Grundschul-Lehrerin Sabine Czerny. Ich wurde auf den älteren Spiegel-Artikel Grundschul-Rebellin erhält Courage-Preis hingewiesen. Ich muss zugeben, dass ich den Artikel nicht kannte. Wenn man diesen Artikel liest, fällt einem der Kiefer nach unten. Zitat aus dem Artikel: &#8220;Wir müssen jedes Kind zum Erfolg führen&#8221;, heißt ihr pädagogisches Mantra. &#8220;Ich wehre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sagte ein Schulbeamter zur Grundschul-Lehrerin Sabine Czerny.</p>
<p>Ich wurde auf den älteren Spiegel-Artikel <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,628411,00.html">Grundschul-Rebellin erhält Courage-Preis</a> hingewiesen. Ich muss zugeben, dass ich den Artikel nicht kannte. Wenn man diesen Artikel liest, fällt einem der Kiefer nach unten.</p>
<p>Zitat aus dem Artikel:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir müssen jedes Kind zum Erfolg führen&#8221;, heißt ihr pädagogisches Mantra. &#8220;Ich wehre mich dagegen, dass es dumme Kinder geben muss.&#8221; Deswegen vertritt sie in aller Öffentlichkeit weiter die Meinung, dass Noten ein Übel sind.
</p></blockquote>
<p>Das gefällt mir!</p>
<p>Der Schulbehörde gefiel das nicht, sie versetzte Frau Czerny quasi wegen zu guter Noten.</p>
<p>Ich habe diesen Fall nicht verfolgt und kenne deswegen auch nicht die Hintergründe. Aber wenn ich sehe, mit welchen schlechten Noten sich die Gymnasiallehrer in der Schule meines Sohnes zufrieden geben, komme ich ins Grübeln &#8230;</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Veröffentlichung von Schulaufgaben und Stegreifaufgaben</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2011/01/25/veroffentlichung-von-schulaufgaben-und-stegreifaufgaben/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 18:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schulaufgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Stegreifaufgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Seitdem mein Sohn das Anne-Frank-Gymnasium in Erding besucht, habe ich in meinem Blog alle Stegreif- und Schulaufgaben veröffentlicht, natürlich nicht als Direktkopie, sondern als Abschrift. Ergänzt habe ich die Artikel teilweise um eigene Bilder und um Kommentare. Die Lösung der Aufgaben habe ich in keinem Fall veröffentlicht, auch nicht den Namen der Lehrkraft oder die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem mein Sohn das <a target="_blanK" href="http://www.afg-erding.de/">Anne-Frank-Gymnasium in Erding</a> besucht, habe ich in meinem Blog alle Stegreif- und Schulaufgaben veröffentlicht, natürlich nicht als Direktkopie, sondern als Abschrift. Ergänzt habe ich die Artikel teilweise um eigene Bilder und um Kommentare. Die Lösung der Aufgaben habe ich in keinem Fall veröffentlicht, auch nicht den Namen der Lehrkraft oder die vergebene Note. Die Artikel waren recht beliebt, wie ich aus den Zugriffszahlen ablesen konnte.</p>
<p>Mir ging es dabei darum, dass Eltern und Schüler sich mit praxisnahen Beispielen optimal auf den Unterricht vorbereiten können.</p>
<p>Heute habe ich von zwei Lehrkräften des Anne-Frank-Gymnasiums je einen Brief erhalten, in denen ich darauf hingewiesen wurde, dass die Lehrerinnen eine Verletzung des Urheberrechts Â§ 19a UrhG sehen und mich aufforderten, die Artikel umgehend zu entfernen. Zusätzlich soll ich &#8220;eine rechtsverbindliche Erklärung&#8221; abgeben, dass eine künftige Verbreitung von mir unterlassen wird.</p>
<p>Über die Motivation bin ich mir nicht im Klaren, habe allerdings Vermutungen, die ich aber an dieser Stelle nicht ausführen oder gar diskutieren möchte. Vielleicht nimmt ja eine der betroffenen Lehrkräfte selber in Form eines Kommentars Stellung dazu.</p>
<p>Verwundert war ich darüber hinaus über die doch in Form eines Briefes bereits sehr verbindliche Kommunikation. Ein kurzer Anruf hätte es ja vielleicht auch getan.</p>
<p>Die betroffenen Artikel habe ich einstweilen entfernt.</p>
<p>In den nächsten Tagen werde ich die Inhalte der Schulaufgaben umformulieren und in meinem Blog erneut veröffentlichen.</p>
<p>Inwiefern die Lehrkräfte mir die Veröffentlichung tatsächlich untersagen können, werde ich juristisch klären lassen.</p>
<p>Falls jemand von Ihnen direkt mit mir in Kontakt treten möchte, so ist dies über meine E-Mail Adresse <a href="mailto:sven.sevke@sevke.net">sven.sevke@sevke.net</a> jederzeit möglich und willkommen. </p>
<p><strong>Ergänzungen:</strong></p>
<p><strong>26.01.2011 </strong><br />
Ein befreundeter Vater hat mich auf den folgenden URL aufmerksam gemacht: <a href="http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=113675&#038;" target="_blank">Frag einen Anwalt</a>, in dem unter anderem festgestellt wird, dass für einfache Aufgabenstellungen, die gerade mal aus einem Satz bestehen, tendentiell <strong>kein Urheberrechtsschutz</strong> besteht.</p>
<p><strong>28.01.2011:</strong><br />
Heute haben wir auch noch von der Mathe Lehrerin einen Brief mit den bekannten Textbausteinen erhalten.</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>HSU Probe in der 4. Klasse</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2010/06/27/hsu-probe-in-der-4-klasse-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 09:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forstern]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<category><![CDATA[Probe]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Artikel über HSU Proben in der 4. Klasse werden sehr häufig gelesen, wie ich aus den Zugriffsstatistiken weiß. Gerne veröffentliche ich deswegen hier die Fragen einer Probe der letzten Woche, allerdings kommentarlos. Wer gerne selber kommentieren möchte, darf sich gerne unter dem Artikel austoben (eine Anmeldung ist aber erforderlich, um Spam zu vermeiden). Rechtschreibung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Artikel über <abbr title="Heimat und Sachkundeunterricht">HSU</abbr> Proben in der 4. Klasse werden sehr häufig gelesen, wie ich aus den Zugriffsstatistiken weiß.</p>
<p>Gerne veröffentliche ich deswegen hier die Fragen einer Probe der letzten Woche, allerdings kommentarlos. Wer gerne selber kommentieren möchte, darf sich gerne unter dem Artikel austoben (eine Anmeldung ist aber erforderlich, um Spam zu vermeiden). Rechtschreibung, Interpunktion und Hervorhebung habe ich direkt übernommen, nur falls sich jemand um verloren gegangene Kommas Sorgen machen sollte.</p>
<ol>
<li>Zur Gemeinde Forstern gehört nicht nur die Ortschaft Forstern! <strong>Nenne</strong> noch <strong>fünf</strong> weitere Ortschaften!</li>
<li><strong>Begründe</strong>, warum es sinnvoll ist eine Gemeinde zu bilden!</li>
<li><strong>Überlege</strong> dir, warum es wichtig ist, dass der Gemeinderat und der Bürgermeister nach einer festgesetzten Zeit neu gewählt wird!</li>
<li><strong>Verbessere</strong> den folgenden Text! <strong>Streiche</strong> Falsches <strong>durch</strong> und <strong>schreibe</strong> die richtigen Begriffe leserlich <strong>darüber</strong>!<br /><code>Eine Gemeinde ist eine Feindschaft von Bürgern. Der Kirchenrat und der Bundeskanzler wird von den Senioren der Gemeinde gewählt. Der Bürgermeister wird jedes Jahr neu bestimmt</code></li>
<li><strong>Nenne</strong> fünf Aufgaben einer Gemeinde</li>
<li>Lorenz und Seppi finden es lustig an der Schule die Wände zu beschmieren. <strong>Erkläre</strong> wieso sie sich damit letzendlich selbst schaden.</li>
<li>Die Gemeinde hat viele Aufgaben. Woher bekommt sie das notwendige Geld? <strong>Nenne</strong> sechs Einnahmequellen!</li>
<li>Du siehst hier verschiedene Müllsorten. <strong>Überlege</strong> dir, wohin du sie entsorgst! <strong>Ergänze</strong> die Tabelle mit den passenden Fachbegriffen!<br /><em>(Es folgt eine Tabelle mit sechs skizzierten Objekten, neben die jeweils der Entsorgungsort eingetragen werden soll.)</em>
<ul>
<li>ein zerbrochener Holztisch</li>
<li>ein Tetra-Pack mit der Aufschrifft &#8220;Plastik&#8221;</li>
<li>ein Buch</li>
<li>ein (ich vermute mal) kaputter Fußball</li>
<li>eine Flasche mit der Aufschrift &#8220;Glas Pfand&#8221;</li>
<li>eine Bananenschale und ein Apfelrest</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Nenne</strong> drei Möglichkeiten, wie du mit deiner Familie im Alltag Müll vermeiden kannst!</li>
<li>Die Mülldeponie (Müllberg) ist eine Möglichkeit Restmüll zu beseitigen. <strong>Nenne</strong> <strong>einen</strong> Vorteil und <strong>einen</strong> Nachteil dieser Entsorgung! Antworte in <strong>ganzen</strong> Sätzen!</li>
<li>Wieso ist es sinnvoll, die Müllmenge möglichst gering zu halten? <strong>Überlege</strong> dir <strong>zwei</strong> Gründe und notiere sie!</li>
</ol>
<p>Insgesamt konnten 32 Punkte erreicht werden.</p>
<div id="attachment_615" class="wp-caption alignnone" style="width: 207px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2010/06/HSU-Probe-Muellsorten.giff_.gif"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2010/06/HSU-Probe-Muellsorten.giff_.gif" alt="HSU Probe Müllsorten" title="HSU-Probe-Muellsorten.giff" width="197" height="400" class="size-full wp-image-615" /></a><p class="wp-caption-text">HSU Probe Müllsorten Tabelle</p></div>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>HSU Probe in der 4. Klasse</title>
		<link>http://blog.sevke.net/2009/12/31/hsu-probe-in-der-4-klasse/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 11:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Forstern]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiko]]></category>
		<category><![CDATA[HSU]]></category>
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		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Probe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie seit jeher wird in der Schule das gelernte Wissen mit Hilfe Tests überprüft, bei uns in der Grundschule &#8220;Probe&#8221; genannt. Für den Übertritt in die weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse ist der Durchschnitt aus den Noten in Deutsch, Mathematik und &#8220;Heimat und Sachkundeunterricht&#8221; (HSU) wichtig. Dementsprechend hoch ist auch der Druck auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie seit jeher wird in der <strong>Schule</strong> das gelernte Wissen mit Hilfe Tests überprüft, bei uns in der Grundschule &#8220;Probe&#8221; genannt. Für den Übertritt in die weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse ist der Durchschnitt aus den Noten in Deutsch, Mathematik und &#8220;Heimat und Sachkundeunterricht&#8221; (HSU) wichtig. Dementsprechend hoch ist auch der Druck auf die Kinder, gute Noten in den Proben zu erreichen. Allgemein anerkannt ist, dass dieses Schulsystem für unsere Kinder nicht unbedingt das beste ist, um sich zu selbstständigen, lernwilligen und mit gutem Allgemeinwissen ausgestatteten Menschen zu entwickeln.</p>
<p>Am 11. Dezember musste mein Sohn eine HSU Probe schreiben. Entsetzt und niedergeschlagen waren wir, als wir uns den dafür zu lernenden Stoffumfang ansahen. Nur schnell als Liste:</p>
<ul>
<li>das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerisches_Staatswappen" target="_blank">Wappen von Bayern</a> erklären</li>
<li>die wichtigsten Zuflüsse zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Donau#Deutschland" target="_blank">Donau</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen (Donau, Altmühl, Naab, Regen, Iller, Lech, Isar, Inn)</li>
<li>die Landschaften von Bayern benennen und auf einer Landkarte zuordnen (Spessart, Rhön, Oberpfälzer Wald, Frankenwald, Schwäbische Alb, Fichtelgebirge, Bayerischer Wald, Bayerische Alpen)</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayern#Regierungsbezirke" target="_blank">Regierugnsbezirke Bayerns</a> und ihre Hauptstädte benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bundesländer" target="_blank">Bundesländer Deutschlands</a> und ihre Landeshauptstädte benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>alle Nachbarländer Deutschlands benennen</li>
<li>fast alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_Europas" target="_blank">europäischen Staaten und ihre Hauptstädte</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen, sowie ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Euro-Kennzeichen#Kennzeichen_der_EU-Staaten" target="_blank">Autokennzeichen</a> und ihre Wahrzeichen benennen und den Ländern zuordnen</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltmeere" target="_blank">Weltmeere</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kontinent" target="_blank">Kontinente</a> benennen und auf einer Landkarte zuordnen</li>
<li>weiteres Spezialwissen zu den einzelnen Bereichen wie
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugspitze" target="_blank">höchster Berg Deutschlands</a></li>
<li>Deutschland und Berlin waren geteilt</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayern" target="_blank">größtes Bundesland von Deutschland</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Ärgerlicherweise ist das vermittelte Wissen unvollständig (die Wörnitz gilt zum Beispiel ebenfalls als Zufluss zur Donau, wurde aber im Unterricht nicht gelernt). Ein paar einfache Tests mit unserem Sohn zeigten uns bereits viele Tage vor der Probe, dass wir als Eltern zur intensiven Nachhilfearbeit gezwungen waren. So musste Heiko fast zwei Wochen lang jeden Abend nach der Schule noch ein bis zwei Stunden mit uns üben. Da hatte er aber schon immer einen langen Tag in der Schule und die danach zu erledigenden Hausaufgaben hinter sich. Für Sport und Spiel blieb in dieser Zeit leider nur sehr wenig Zeit, und nicht nur einmal war unser Sohn den Tränen nahe. Wir haben uns natürlich alle Mühe gegeben, den Nachhilfeunterricht mit ihm entspannt und ruhig zu gestalten. Leider war der zu bändigende Stoff derart, dass es auf ein bloßes Auswendiglernen hinauslief, denn einen Bezug zum Beispiel zwischen Spanien und Portugal konnte er noch nicht herstellen, so dass diese Länder eine Zeit lang an völlig verschiedenen Stellen Europas vermutet wurden.</p>
<p><div id="attachment_379" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Europa-Karte.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Europa-Karte.jpg" alt="Europa Karte" title="Europa Karte" width="600" height="500" class="size-full wp-image-379" /></a><p class="wp-caption-text">Europa Karte</p></div><br />
Wir nutzten Deutschland- und Europakarten, die wir aus dem Internet beschafften und so bearbeiteten, dass sie als leere Arbeitsblätter verwendbar waren.</p>
<p>Meine Hoffnung war, dass ein ständiges Wiederholen das Wissen festigen würde. Natürlich zeigte sich auch langsam der erwartete Erfolg.</p>
<p>Dennoch war die zur Verfügung stehende Zeit absolut nicht ausreichend, um das gesamte Wissen einzuprägen. Autokennzeichen, Wahrzeichen und Wappen mussten wir deswegen auslassen. Fur uns als Eltern war es extrem belastend zu sehen, wie unser Kind unter dem schieren Umfang des Stoffs mehr und mehr zusammenbrach.</p>
<p>Das Problem war, dass selbst wenn nur eine einzige Frage zu einem Wahrzeichen in der Probe käme, dennoch praktisch alle Wahrzeichen gelernt werden mussten. Es nützte ja nichts, wenn man 90 Prozent der Wahrzeichen kannte, die eine gestellte Frage aber nicht beantworten konnte. Dasselbe galt natürlich für alle anderen Themenkomplexe.</p>
<p>Wir haben unseren Sohn am Ende sehr für sein Durchhaltevermögen gelobt und ihm erklärt, dass die Note für uns völlig bedeutungslos sei. Wichtig sei nur, dass er sich gut vorbereitete.</p>
<p>Mein Verständnis von einer Grundschule ist nicht, dass die Schüler im Unterricht nur den zu lernenden Stoff genannt bekommen, um ihn anschließend zu Hause mit den Eltern zu lernen. Mir ist bewusst, dass die Möglichkeiten der Lehrer bei der Stoffauswahl und bei der individuellen Förderung der Kinder nach wie vor äußerst beschränkt sind, dennoch bin ich der Meinung, dass der Job eines Lehrers der ist, unseren Kindern auf altersgerechte Weise Wissen zu vermitteln (neben all den persönlichkeitsbildenden Aspekten selbstverständlich). Dafür werden Lehrer ausgebildet und dafür werden sie bezahlt. Es kann einfach nicht sein, dass Eltern neben Beruf und Haushalt diesen Job auch noch übernehmen müssen. </p>
<p>Gereicht hat die intensive Vorbereitung für eine 3. Es gab allerdings auch Einsen und Zweien in der Klasse, was mich sehr überraschte. Auf der anderen Seite war nach meinem Empfinden die Anzahl der schlechteren Noten ungewöhnlich hoch bei dieser Probe. Im Gespräch mit anderen Eltern ergab sich später, dass wir nicht die Einzigen waren, die diese Probe als unverhältnismäßig umfangreich ansahen.</p>
<p>Wie sah nun die Probe aus?</p>
<ol>
<li>In der ersten Aufgabe mussten je eine grobe Karte von Deutschland und eine von Bayern benannt werden. Das war keine große Herausforderung.</li>
<li>Danach musste in der zweiten Aufgabe das Wappen von Bayern beschrieben und erklärt werden. Dieses Thema hatten wir bei der Vorbereitung ausgeklammert. Dennoch gelang es meinem Sohn, von 6 Punkten noch 2,5 zu bekommen</li>
<li>In der nächsten Aufgabe wurde es schlimm! Wir haben uns mittlerweile ja daran gewöhnt, dass die Schule offensichtlich nicht in der Lage ist, vernüftige Kopien als Arbeitsmaterialien anzufertigen. Wenn dies aber so aussieht wie im folgenden Bild, dann wundert es mich nicht, dass ein Kind damit Schwierigkeiten hat (und dieses Bild ist bereits vergrößert dargestellt):
<p><div id="attachment_376" class="wp-caption alignnone" style="width: 512px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 3a.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 3a.jpg" alt="Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a" title="Aufgabe 3a" width="502" height="438" class="size-full wp-image-376" /></a><p class="wp-caption-text">Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a</p></div><br />
Wenn ich mir das Bild so ansehe, würde ich vermuten, dass mein Scanner eine Macke hat. Dem ist aber nicht so, die Grafik ist wirklich dermaßen schlecht.<br />
Die Aufgabe bestand nun darin, unter das Bild den Namen des Regierungsbezirkes zu schreiben und die Landeshauptstadt einzukreisen. Mein Sohn hat nicht eine einzige Hauptstadt eingekreist, was entweder daran gelegen haben konnte, dass er die Aufgabe nicht vollständig verstanden oder dass er schlichtweg keine Stadt-Bezeichnungen auf den Kartenstücken erkannt hatte. Leider war auch die Benennung der Regierungsbezirke nur teilweise richtig. Hätte man ihm eine Bayernkarte mit den Umrissen der Regierungsbezirke vorgesetzt, hätte er alle richtig benennen und zuordnen können. Davon bin ich überzeugt!
</li>
<li>Die nächste Aufgabe 3b baute auf der letzten auf. Nun gab es tatsächlich eine Bayernkarte mit den 7 Regierungsbezirken im Umriss. In jedem war ein kleines Feld, in das der entsprechende Buchstabe des Puzzle-Teils aus der letzten Frage einzutragen war. Zwei Bezirke waren mit einem Buchstaben vorbelegt, da in der letzten Aufgabe nur 5 Bezirke abgefragt worden waren. Die beiden vorbelegten Buchstaben konnte Heiko einwandfrei benennen. Auch die Hauptsädte stellten keine Hürde dar. Anders verhielt es sich mit den Puzzleteilen. Hier ging es einzig und alleine darum, die Puzzleteile richtig einzufügen. Jetzt mag man meinen, dass in HSU nicht gepuzzelt wurde, deswegen hat mein Sohn auch nicht die Teile richtig eingeordnet, sondern hat sich an den Bezeichnungen orientiert, die er unter den Teilen eingetragen hatte. So wanderte die Oberpfalz zwar in der Bayernkarte an die richtige Stelle, war aber trotzdem falsch, da er das falsche Puzzleteil benannt hatte. Also wieder kein Punkt, obwohl die Lage richtig war, und darauf kam es ja an und nicht darauf, richtig zu puzzeln. Leider hat er den Umkehrschluss von dieser Aufgabe auf die letzte nicht mehr hinbekommen. Er hätte nun nachschauen können, welches Puzzleteil an die Stelle &#8220;Oberpfalz&#8221; passt und die Benennung dementsprechend korrigieren können. Diese blöde Puzzelei hätte man sich schenken können</li>
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<div id="attachment_377" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgaben 4-6.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgaben 4-6.jpg" alt="Scan von den Aufgaben 4 bis 6" title="Aufgaben 4 bis 6" width="600" height="610" class="size-full wp-image-377" /></a><p class="wp-caption-text">Scan von den Aufgaben 4 bis 6</p></div><br />
In Aufgabe 4 mussten auf einer Deutschlandkarte, die sämtliche Bundesländer im Umriss enthielt, vier vorgegebene benannt werden. Das hatten wir bis zum Erbrechen geübt. Ergebnis: Null Fehler!</li>
<li>Auch Aufgabe 5 wurde fehlerlos bewältigt. hier ging es darum, in einer Tabelle mit den Spalten Bundesland, Landeshauptstadt und Bezugsnummer (zur Deutschlandkarte der letzten Aufgabe) leergelassene Felder auszufüllen.</li>
<li>In der nächsten Aufgabe 6 wurde abgefragt, was Stadtstaaten sind und welche es in Deutschland gibt. Wieder Null Fehler. Geht doch!</li>
<li>In Aufgabe 7 mussten 5 Nachbarländer von Deutschland aufgezählt werden. Heiko benannte alle neun und hatte die Aufgabe damit überperfekt gemeistert.</li>
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<div id="attachment_378" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 8.jpg"><img src="http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2009/12/Aufgabe 8.jpg" alt="Scan von Aufgabe 8" title="Aufgabe 8" width="600" height="488" class="size-full wp-image-378" /></a><p class="wp-caption-text">Scan von Aufgabe 8</p></div><br />
Aufgabe 8 wurde dann wieder schwierig. hier wurden 12 Aussagen gemacht, die als &#8220;wahr&#8221; oder &#8220;falsch&#8221; markiert werden sollten. Hier tauchte nun genau die weiter oben beschriebene Schwierigkeit auf, dass die Schüler den ganzen Stoff abrufbereit haben mussten, damit sie Aussagen richtig bewerten konnten. Das konnte nur schief gehen, da wir mit unserem Sohn aus Zeitgründen bewusst nicht alle Lerninhalte geübt hatten. Heiko hat sich hier dennoch überraschend gut geschlagen.</li>
<li>In der letzten Aufgabe ging es darum, zu sechs vorgegebenen europäischen Ländern die Hauptstädte zu benennen. Hier hatte Heiko ebenfalls wieder null Problemo, also keinen einzigen Fehler. Als Hinweis auf die Qualität der eingestzten Vorlagen mag die Tatsache dienen, dass das europäische Land &#8220;Niederlande&#8221; dort mit &#8220;Holland&#8221; bezeichnet wurde. Die Kinder mussten die Länderbezeichnung selber ausbessern.</li>
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<p>Wenn ich sehe, was in der Grundschule als wichtiges Wissen angesehen wird, dann stellen sich mir die Haare auf. Die Schulzeit wurde auf maximal 12 Jahre um 1 Jahr verkürzt, so dass noch weniger Zeit bleibt, dem Kind all das beizubringen, was es für ein erfolgreiches Erwachsenenleben in unserer sozial meist kalten Gesellschaft benötigt. Dennoch bleibt immer noch Zeit, sich mit so Themen wie der genauen Analyse eines bayerischen Wappens zu beschäftigen. Wer das später wirklich einmal benötigt, muss eh in der Wikipedia nachschauen. Kein Mensch merkt sich das länger als bis  zur nächsten Probe, es sei denn, er ist Heraldiker.</p>
<p>Kein Mensch muss das Autokennzeichen von Moldawien kennen.</p>
<p>Kein Mensch muss wissen, dass die Altmühl in die Donau fließt, es reicht völlig aus, sich mit den längsten Flüssen der Welt oder meinetwegen auch mit den längsten Flüssen Deutschlands zu beschäftigen (die Donau ist der drittlängste Fluss Deutschlands, aber die Nebenflüsse sind nicht wirklich wichtig). Wir haben einfach keine Zeit mehr für solche Lerninhalte. Natürlich kann man darüber streiten, was zur Allgemeinbildung gehören sollte und was nicht. Man muss dabei aber immer berücksichtigen, dass für die Vermittlung des immer weiter anwachsenden Berges an Wissen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, ja sogar eine kürzere Zeit als sie uns Eltern zur Verfügung stand.</p>
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