Kommunikation – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Kommunikation – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Buch-Vorstellung: Psychologisches Konfliktmanagement http://blog.sevke.net/2016/07/28/buch-vorstellung-psychologisches-konfliktmanagement/ http://blog.sevke.net/2016/07/28/buch-vorstellung-psychologisches-konfliktmanagement/#respond Thu, 28 Jul 2016 14:06:21 +0000 http://blog.sevke.net/?p=7558 Hinweis:
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gesponserten Artikel.
Das vorliegende Buch wurde mir freundlicherweise vom Autor Werner Schienle überlassen. Mir wurden keinerlei Vorgaben zum Inhalt meiner Besprechung gemacht. Dennoch kann ich nicht vollständig ausschließen, dass ich durch das Sponsoring beeinflusst wurde.

Konfliktmanagement? Was habe ich mit Konfliktmanagement zu tun?

Naja, so ungewöhnlich ist das nicht. Als Projektmanager beschäftigt man sich zwangsläufig auch mit Konfliktmanagement. So definiert das bekannte Online Projektmagazin:

Konflikte sind Alltag in der Durchführung von Projekten. Der Projektleitung obliegt es, durch vorausschauendes Handeln Konflikte zu vermeiden, und bestehende Konflikte so zu lösen, dass Krisen vermieden und das Projektziel nicht gefährdet wird.

(Quelle: https://www.projektmagazin.de/glossarterm/konfliktmanagement)

Nicht nur in Projekten, sondern auch im ganz normalen beruflichen oder privaten Leben haben wir es alle immer wieder mit Konflikten zu tun. Somit ist das Thema Konfliktmanagement eins, das jeden von uns betrifft.

Das mir vorliegende Buch Psychologisches Konfliktmanagement aus der essentials-Reihe des Springer Verlags erreichte mich auf direktem Wege. Einer der beiden Autoren, nämlich Werner Schienle, ist ein alter Weggefährte aus längst vergangenen CompuServe-Zeiten. Er bat mich um meine Meinung zu seinem vor kurzem veröffentlichten Buch. Es ist mir eine Freude und Ehre, das Buch zu lesen und euch einen Überblick darüber zu geben.

Von Werner gab es schon früher in meinem Blog Input für Artikel:

Was sind Essentials?

Die Buchreihe essentials des Springer Verlags hat folgende Zielsetzung:

essentials liefern aktuelles Wissen in konzentrierter Form. Die Essenz dessen, worauf es als „State-of-the-Art“ in der gegenwärtigen Fachdiskussion oder in der Praxis ankommt. essentials informieren schnell, unkompliziert und verständlich

  • als Einführung in ein aktuelles Thema aus Ihrem Fachgebiet
  • als Einstieg in ein für Sie noch unbekanntes Themenfeld
  • als Einblick, um zum Thema mitreden zu können

Mit dem kleinen Büchlein erwartet den Leser also eine knappe Einführung in das Thema, aber keine komplexe Doktorarbeit.

Überblick über das Buch

Das professionelle Handwerkzeug für Fach- und Führungskräfte für den Bereich Psychologisches Konfliktmanagement wird in Form eines broschierten Taschenbuchs im DIN A5 Format mit insgesamt 56 Seiten herausgegeben. Als Zielgruppe werden Fach- und Führungskräfte aller Branchen und Hierarchiestufen, Manager und Entscheidungsträger, sowie Studierende und Dozierende der Psychologie und der Betriebswirtschaftslehre genannt.

Das Buch ist in die folgenden fünf Kapitel unterteilt:

  1. Einleitung
  2. Konfliktmanagement: Machen Sie sich Ihr Leben leichter
  3. „Typisch Mensch“ – Konfliktfallen
  4. Handwerkzeuge für die Praxis
  5. Der Lohn der Mühe

Kapitel 1 (Einleitung) und Kapitel 5 (Lohn der Mühe) bilden hierbei nur den Rahmen für den eigentlichen Buchinhalt. Den größten Raum nimmt das Kapitel 4 (Handwerkzeuge für die Praxis) ein. Da Werner Schienle ganz konkrete Seminare für das Konfliktmanagement anbietet, ist die Fokussierung auf echte Handlungsempfehlungen nur logisch.

Was steht im Kapitel 2?
„Konfliktmanagement: Machen Sie sich Ihr Leben leichter“

In diesem Kapitel werden in knapper Form zunächst die drei „Gewinnfelder“ dargestellt:

  • Bestehende Konflikte bewältigen
  • Notwendige Konflikte anpacken
  • Überflüssigen Konflikten vorbeugen

Danach werden die drei „Erfolgs-Säulen“ skizziert:

  • Wichtige Denk- und Wahrnehmungsprozesse kennen
  • Innere Einstellung/Haltung reflektieren und ggf. „justieren“
  • Konkretes Handwerkzeug beherrschen

Im dritten Unterkapitel geht es um Dimensionen und Auswirkungen von Konflikten im betrieblichen Umfeld.

Was steht im Kapitel 3?
„Typisch Mensch – Konfliktfallen“

An Hand von Beispielen stellen die Autoren in diesem Kapitel dar, wie es zu Konflikten kommt und wie Konflikte eskalieren können. Ergänzt werden die Ausführungen durch erste konkrete Hinweise, wie mit Konflikten umgegangen werden kann.

Es wird außerdem verdeutlicht, warum wir „ständig auf Menschen (treffen), deren innere Maßstäbe, Vorstellungen, Erwartungen und Bewertungssystem sich von unseren deutlich unterscheiden“.

Was steht im Kapitel 4?
„Handwerkzeuge für die Praxis“

Nachdem die Entstehung von Konflikten beschrieben wurde, geht es in diesem Kapitel um praktische Tipps, wie man Konflikten vorbeugen kann oder wie man mit ihnen umgeht, wenn es bereits zu Konflikten gekommen ist. Dieses Kapitel beansprucht den meisten Platz des kleinen Büchleins.

Besonders ausführlich gehen die Autoren auf die so genannte „magische Frage“ ein. Die Frage lautet: „Wie sehen Sie die Situation?“ und soll dem Konfliktpartner gestellt werden. Diese Frage ist den beiden Autoren so wichtig, dass sie sich wünschen: „Wenn Sie sich aus diesem gesamten essentials nur eine einzige Sache einprägen wollen, dann schlagen wir dafür die magische Frage vor“.

Meine Meinung

Nach dem Lesen des Büchleins bin ich etwas zwiespältig. Auf der einen Seite habe ich ein Buch über Konfliktmanagement gelesen, das in der herausgegebenen Form das Thema nur anreißen möchte. Dies wird sehr gut erreicht. Der Text lässt sich leicht lesen und verstehen. Die Beispiele kommen aus der Praxis. Die Autoren sind Fachleute auf ihren Gebieten.

Auf der anderen Seite erfüllt das Buch nicht alle meine Wünsche nach Inhalt. Mir fehlt eine noch stärkere Einbindung in den großen Rahmen der Kommunikation. Erst die Betrachtung, wie Kommunikation funktioniert, und was dabei alles schief gehen kann, ja, schief gehen muss, ermöglicht das Verständnis, wie es zu Konflikten kommt. Begriffe wie Eisberg-Modell, Johari-Fenster und Transaktionsanalyse werden nicht besprochen, das 4-Ohren-Modell nur angerissen und die selektive Wahrnehmung nur sehr abstrakt beschrieben.

Diese Themen kommen zu kurz, müssen wahrscheinlich zu kurz kommen, weil man sich als Autor bei vorgegebenen ca. 40 Seiten Inhalt stark einschränken muss, was die Auswahl der Themen und die Tiefe der Darstellung betrifft.

Mir fehlt darüber hinaus ein zusätzliches Kapitel mit praktischen Übungen, so dass ich als Leser die neuen Kenntnisse gleich einmal ausprobieren kann. An bewährten Übungen wird es auf Grund der jahrelangen Erfahrung von Werner Schienle als Trainer und Coach nicht mangeln.

Von daher: Ja, ein gutes, leicht zu lesendes und zu verstehendes Büchlein zum Thema Konfliktmanagement.

Aber vielleicht nur ein erster Schritt, dem eine vertiefte und breitere Ausarbeitung folgen könnte, wenn ich einen Wunsch äußern darf. Das wäre dann vermutlich kein Buch in der Essentials-Reihe.

Obwohl sich das Buch an Fach- und Führungskräfte richtet, kann ich es auch für den privaten Bereich empfehlen.



Weitere Informationen gibt’s auf der Homepage zum Buch.


Weitere Buch-Empfehlungen.



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Kreative Beiträge für Foren und Facebook http://blog.sevke.net/2015/02/22/kreative-beitraege-fuer-foren-und-facebook/ http://blog.sevke.net/2015/02/22/kreative-beitraege-fuer-foren-und-facebook/#respond Sun, 22 Feb 2015 14:56:48 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6418 Hört mal zu, ihr warmduschenden Badewannenpisser!
Was glaubt ihr eigentlich, was euch dazu berechtigt andere fertig zu machen? Denkt ihr, ihr habt eure Intelligenz aus dem Bahnhofsklo gefischt?
Im Grunde hat euer Zyklopenwurm den Sprung in den Fischteich noch nicht geschafft und deshalb mache ich jetzt meine eigene Gruppe auf!
Tschau ihr Pfeiffen!

 

An was erinnert mich das?

GENAU

Solche oder ähnliche Beiträge finden wir immer wieder bei Facebook oder in gewissen Foren von gewissen Leuten.

Jetzt weiß ich endlich, wo sie ihre kreativen Rants herhaben: Der Larsiator.

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DSL Wechsel maximal 1 Tag http://blog.sevke.net/2013/01/28/dsl-wechsel-maximal-1-tag/ http://blog.sevke.net/2013/01/28/dsl-wechsel-maximal-1-tag/#respond Mon, 28 Jan 2013 07:37:36 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4361 In meinem Artikel DSL Wechsel von Congstar zu Telekom beschrieb ich unsere Probleme beim Wechsel des DSL-Anbieters im Jahr 2011.

Unter anderem sollte der Wechsel fast zwei Wochen dauern.

Seit dem 10. Mai 2012 hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (=TKG) festgelegt, dass eine Unterbrechung zum Internet nicht länger als einen Kalendertag dauern darf. Nachzulesen ist das in Paragraf 46 des Telekommunikationsgesetzes.

Sollte der Internet-Anschluss länger als 1 Kalendertag ausfallen, so haben Verbraucher sogar einen Anspruch auf Schadenersatz. EIn Schaden muss aber – wie immer – nachgewiesen werden.

Stern.de hatte vor kurzem im Artikel Internet ist Lebensgrundlage über ein entsprechendes Urteil des BGH berichtet.

Ergänzend zu meinem eigenen Erfahrungsbericht bezüglich des Wechsels von Congstar zur Telekom möchte ich gerne auf einen Bericht in dem Computermagazin c´t in Ausgabe 4/2013 auf Seite 68/69 hinweisen, der in der Rubrik „Vorsicht Kunde!“ die Probleme eines Kunden beim Wechsel von einem lokalen Anbieter zu Congstar beschreibt. Auch hier klappte der Wechsel ganz und gar nicht und führte zu einem mehrwöchigen Ausfall. Wie bei uns 2011 klappte in dem beschriebenem Fall die Kündigung des Anschlusses termingerecht, die Anschaltung beim neuen Anbieter aber leider nicht.

Obwohl das TKG geändert wurde, scheint das Anbieter wie Congstar oder die Telekom nicht groß zu interessieren. Immerhin ist es gut zu wissen, dass ein Ausfall von mehr als 1 Kalendertag nicht mehr hingenommen werden muss. Bei einem Anbieterwechsel sollte man alle Vorgänge lückenlos protokollieren.

Es bleibt mir nur, Ihnen viel Spaß und viel Glück beim Kontakt zum jeweiligen Kundendienst zu wünschen!

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Der wahre Meister des Konfliktmanagements http://blog.sevke.net/2012/12/11/der-wahre-meister-des-konfliktmanagements/ http://blog.sevke.net/2012/12/11/der-wahre-meister-des-konfliktmanagements/#respond Tue, 11 Dec 2012 08:49:03 +0000 http://blog.sevke.net/?p=3936 Den folgenden Artikel habe ich mir ausgeliehen von:

CCC Creative Communication Consult
E-Mail: info@c-c-c.de
Web: www.c-c-c.de

Professionelles Konfliktmanagement ist zweifellos nicht nur eine ausgesprochen hilfreiche, sondern zugleich auch eine höchst anspruchsvolle Kunst. Dazu kann man Einiges auch von den fernöstlichen Kampfkünsten lernen. Und auch dort gibt es Anfänger, Fortgeschrittene, und wahre Meister. Im folgenden aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines Amerikaners, der in Japan drei Jahre lang tagtäglich acht Stunden lang Aikido, eine fernöstliche Kampfkunst, trainiert hatte. Und eines Tages in der U-Bahn, da war er nur um Haaresbreite davon entfernt, seine Kunst einzusetzen, und einen betrunkenen Randalierer mit Gewalt zu stoppen. Bis ein wahrer Kampfkunst-Meister auf die Bildfläche trat…


Die U-Bahn ratterte durch einen Außenbezirk von Tokio. In unserem Waggon saßen an diesem Nachmittag nur wenige Leute. Einige Hausfrauen mit Kindern, ein paar alte Leute mit Einkaufstaschen. Als an einer der Haltestellen die Türen öffneten, wurde die friedvolle Stille durch einen laut und grob fluchenden Mann jäh beendet. Er taumelte durch die Tür, er war groß, betrunken, verdreckt. Ein Hüne. Als er abrupt und eine wüste Drohung grölend auf eine junge Frau mit Baby stürzte, stolperte diese vor Angst auf ein sitzendes älteres Ehepaar. Es war ein Wunder, dass dem Baby nichts passierte.

Die alten Leute sprangen verschreckt auf und versuchten zitternd, halb laufend, halb auf den Knien rutschend, ans andere Ende des Waggons zu gelangen. Der Randalierer versuchte, die flüchtende Frau noch mit einem brutalen Tritt zu erwischen, verfehlte sie aber knapp und traf nur eine stählerne Festhalte-Stange. Das brachte ihn derart in Rage, dass er die Stange packte und versuchte, sie aus der Verankerung zu reißen. Ich konnte sehen, dass er dabei eine seiner Hände aufschnitt und blutete.

Die U-Bahn rollte voran, alle Insassen starr vor Angst. Ich stand auf.

Ich war damals jung und äußerst gut in Form. Ich hatte die letzten drei Jahre lang täglich volle acht Stunden lang Aikido-Kampfkunst trainiert. Als Aikido-Schülern war uns echtes Kämpfen allerdings nicht erlaubt. „Aikido“, so hatte mein Lehrer wieder und wieder betont, ist die Kunst des Ausgleichs und der Versöhnung. „Wenn du Leute dominieren willst, hast du schon verloren. Wir lernen, wie man Konflikte auflöst, und nicht, wie man sie beginnt.“

Ich hörte seine Worte wohl. Und doch hoffte ich immer auf eine Gelegenheit, wo ich Unschuldige retten konnte, indem ich Bösewichte vernichtete.

„Dies ist es!“, sagte ich zu mir selbst, als ich aufstand. Menschen waren in Gefahr. Ohne meine Hilfe würde es vermutlich Verletzte geben.

Als er mich aufstehen sah, erkannte der Betrunkene eine Chance, sein Mütchen zu kühlen. „Aha!“ röhrte er. „Ein Ausländer! Du brauchst eine Lektion in japanischen Manieren!“

Im Bewusstsein meiner souveränen Überlegenheit schaute ich ihn verächtlich und provozierend an. „Ok“, brüllte er. „Du sollst Deine Lektion kriegen!“ und schickte sich an, sich auf mich zu stürzen.

In diesem Augenblick rief jemand „Hey!“. Ich erinnere mich noch heute an diesen merkwürdig fröhlich-trällernden Tonfall. Wir drehten uns beide dieser Stimme zu und starrten hinunter auf einen kleinen alten Japaner. Er muss gut in den Siebzigern gewesen sein, dieser kleine Gentleman, in seinem makellos ordentlichen Kimono.

„Komm her“, sagte der alte Mann freundlich winkend zu dem Hünen. „Komm her und rede ein bisschen mit mir.“ Der Betrunkene pflanzte sich vor ihm auf und brüllte ihn an „Warum zur Hölle sollte ich mit Dir reden?“ Er hatte mir nun den Rücken zugekehrt. Wenn er seine Hand auch nur einen einzigen Millimeter gegen den alten Mann senken würde, würde ich ihn auf der Stelle niederschlagen.

Der alte Mann redete freundlich weiter. „Was hast Du denn getrunken?“, seine Augen leuchteten interessiert. „Ich hab Reisschnaps getrunken“ bellte der Hüne zurück, „aber das geht Dich einen Scheißdreck an!“

„Oh, das ist ja wunderbar,“ antwortete der alte Mann, „absolut wunderbar! Weißt Du, ich liebe Reisschnaps ebenfalls sehr. Jede Nacht wärmen meine Frau und ich, sie ist übrigens 76, weißt Du, ein kleines Fläschchen Reisschnaps auf, bringen es in den Garten, und setzen uns auf eine alte Holzbank. Wir beobachten den Sonnenuntergang, und wir schauen, wie es unserem Pflaumenbaum geht. Mein Urgroßvater hat diesen Pflaumenbaum gepflanzt, und wir machen uns ein bisschen Sorgen, ob er sich von diesen Eisstürmen des letzten Winters wieder erholen wird. Der Baum hat sich viel besser entwickelt, als ich das zu hoffen gewagt hatte, insbesondere, wenn Du berücksichtigst, wie schlecht die Bodenqualität dort eigentlich ist. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, ihn zu sehen, während wir unser Fläschchen Reisschnaps genießen.“ Er schaute den Betrunkenen an und seine Augen funkelten fröhlich.

Als er sich mühte, der Konversation des alten Mannes zu folgen, wich nach und nach die Wut aus dem Gesicht des Betrunkenen. Seine Fäuste entkrampften sich. „Ja…“, meinte er, „Ich liebe ebenfalls Pflaumenbäume…“ und seine Stimme verlor sich.

„Ja“, lächelte der alte Mann. „Und ich bin sicher, du hast eine ganz wundervolle Frau.“

„Nein,“ erwiderte der andere. „Mein Frau ist gestorben.“ Und ganz sachte mit der Bewegung der U-Bahn sich hin- und her wiegend begann dieser große Mann zu schluchzen. „Ich hab keine Frau nicht, ich hab kein Zuhause nicht, ich hab keinen Job nicht. Ich schäme mich so sehr vor mir selbst.“ Tränen rollten seine Wangen hinunter, Krämpfe der Verzweiflung schüttelten seinen Körper.

Und ich stand da, gerade eben noch in meiner blankpolierten jugendlichen Unschuld und meiner naiven „Mache diese Welt zu einem sicheren Platz für Demokratie“-Rechtschaffenheit, und fühlte mich nun plötzlich sehr viel elender als all der Schmutz der Kleidung dieses schluchzenden Mannes.

Die U-Bahn erreichte inzwischen meine Zielhaltestelle. Als die Türen aufgingen, hörte ich den alten Mann noch mitfühlend sagen „Oh, oh, das ist wirklich eine schlimme Situation. Komm, setz Dich und erzähl mir davon.“

Ich drehte mich ein letztes Mal um zu den Beiden. Der große Mann lag langgestreckt auf der Sitzbank, den Kopf auf des alten Mannes Schoß. Dieser streichelte sanft seine schmutzig-verfilzten Haare.

Als die U-Bahn abfuhr, setzte ich mich auf eine Bank. Was ich mit Muskeln hatte erreichen wollen, war dem alten Mann alleine mit freundlichen Worten gelungen. Ich hatte das Wesen von Aikido in höchster Vollendung miterlebt. Ich würde diese Kunst mit einer vollständig anderen Haltung und einem völlig anderen Geist üben müssen. Es würde noch lange dauern, bis ich über gewaltfreie Konfliktlösung würde reden können.


(Nach Terry Dobson: Aikido in Action)

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Facebook schaltet Gesichtserkennung ab http://blog.sevke.net/2012/09/21/facebook-schaltet-gesichtserkennung-ab/ http://blog.sevke.net/2012/09/21/facebook-schaltet-gesichtserkennung-ab/#respond Fri, 21 Sep 2012 18:30:56 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5685 Screenshot: Facebook Gesichtserkennung nicht verfügbar

Die von mir im Artikel Facebook erkennt Gesichter thematisierte automatische Gesichtserkennung in Facebook wird nun doch abgeschaltet.

Wahrscheinlich war der Druck, insbesondere durch den irischen Datenschutzbeauftragten, zu groß. Die Abschaltung betrifft nicht nur irische Accounts, sondern alle in der EU.

Natürlich hat Facebook weiterhin ein Interesse an der automatischen Gesichtserkennung. So bleibt abzuwarten, wann diese Funktion erneut eingeführt und welche Möglichkeiten der Facebook-Nutzer haben wird, die Funktion zu beeinflussen.

Der Prüfbericht der irischen Datenschutzbehörde kann als Facebook Ireland Audit Review Report heruntergeladen werden.

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Hashable macht das Licht aus http://blog.sevke.net/2012/07/12/aus-fuer-hashable/ http://blog.sevke.net/2012/07/12/aus-fuer-hashable/#respond Thu, 12 Jul 2012 10:35:52 +0000 http://blog.sevke.net/?p=3505 das Logo von Hashable

Im Januar 2011 habe ich über ein neues Start-Up berichtet, das es erlaubt, die Güte einer Vernetzung zu einer anderen Person zu bewerten … Hashable. (Artikel Der Pagerank für Menschen).

Das Thema ist in Deutschland nie richtig angekommen. Oder habt ihr schon mal etwas von Hashable gehört? 😉

Heute habe ich eine E-Mail vom Hashable-Team erhalten, dass der Dienst am 25.07.0212 eingestellt wird.


We regret to inform you that the Hashable mobile apps and Hashable.com will be shutting down on July 25th. The service will be unavailable after this date.

Die Website (http://hashable.com) existiert noch, und ich konnte dort auch keine Infos zum Shutdown finden. Der Blog dort macht allerdings einen sehr verwaisten Eindruck. Der letzte Beitrag stammt aus dem November 2011.

Hashable verfügt auch über eine Facebook-Seite (https://www.facebook.com/hashable), die aber ebenfalls so gut wie tot ist. Immerhin gibt es dort ein paar Kommentare zum Dahinscheiden des Start-Ups. (12.02.2014 – Hinweis: Die Facebook-Seite wurde inzwischen gelöscht.)
.
K.eine Ahnung, ob das nun ein großer Verlust für das Internet ist, wahrscheinlich nicht. Es wird immer wieder neue Start-Ups geben, die das Thema Social Networking neu erfinden wollen. Irgendwann wird eins davon Erfolg haben, denn die Internet User sind: Hinweis gierig nach Neuem, und sowohl Facebook als auch Google+ sind bereits viel zu etabliert für diese Menschen.

Vamos ver … wir werden sehen!

Und R.I.P. Hashable.

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DSL Wechsel von Congstar zu Telekom http://blog.sevke.net/dsl-wechsel-von-congstar-zu-telekom/ http://blog.sevke.net/dsl-wechsel-von-congstar-zu-telekom/#respond Thu, 10 Nov 2011 13:26:55 +0000 http://blog.sevke.net/?page_id=2253 Eigentlich sollte man ja meinen, dass der Wechsel von einem DSL-Dienstleister zu einem anderen ein ganz normaler Geschäftsvorfall ist. Trotzdem benötigte die Telekom nach der Abschaltung von Congstar knapp zwei Wochen Zeit, um meine Leitung um- bzw. anzuschalten.

Die Vorgeschichte – Telekom

Als wir nach Forstern zogen, waren wir zunächst Kunde bei der Deutschen Telekom mit T-ISDN, T-DSL 1000 und T-Online dsl flat für insgesamt 70,52 Euro monatlich (ab April 2004). Schon damals benötigten wir den Festnetzanschluss überhaupt nicht, da wir ausschließlich über unsere Handys oder über Skype telefonieren. Leider waren die DSL Tarife bei der Telekom immer mit einem Analog- oder ISDN-Anschluss gebündelt, gingen also am Kundenbedarf völlig vorbei.

Im Dezember 2005 stellte ich fest, dass mir der Tarif T-Online dsl flat mit 29.95 Euro monatlich in Rechnung gestellt wurde, obwohl auf der Website von T-Online der Tarif mit derselben Bezeichnung für nur 9,95 Euro angeboten wurde. Auf meiner Rechnung hat sich die Bezeichnung des Tarifes allerdings seit September 2005 auf T-Online dsl flat max geändert.

Es gab also einen alten Tarif T-Online dsl flat für 29.95 Euro, der nun T-Online dsl flat max hieß, sowie einen neuen Tarif mit der Bezeichnung T-Online dsl flat für 9,95 Euro.

Nach zahlreichen (Post-)Briefen an den Kundenservice der Telekom, zuletzt als Einschreiben mit Rückschein, erhielt ich im Juni 2006 die Antwort, dass die Telekom die Leistungen des ursprünglichen Tarifes T-Online dsl flat erweitert hatte, ohne den Preis zu ändern. Der Tarif erhielt dann die neue Bezeichnung T-Online dsl flat max. Zusätzlich wurde ein neuer Tarif T-Online dsl flat (also mit genau der alten Bezeichnung) eingeführt, der weniger Leistungen bei niedrigerem Preis anbot.

Ich hätte also einen Tarif-Wechsel von T-online dsl flat auf T-Online dsl flat vornehmen müssen, bzw. von T-Online dsl flat max auf T-Online dsl flat, da sich die Tarifbezeichnung ja klammheimlich geändert hatte (seit September 2005). Dies wäre nicht geschehen, weswegen mir der höhere Beitrag in Rechnung gestellt wurde.

Auf die richtige Spur brachte mich übrigens nicht die Telekom, sondern der Thread im Forum von Onlinekosten.de.

Zum Januar 2006 ließen wir die Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses von T-DSL 1000 auf T-DSL 6000 erhöhen. Statt 16,99 Euro kostete die höhere Geschwindigkeit nun 24,99 Euro. Da wir das Internet mit mehreren Geräten verwendeten, war eine Geschwindigkeit von 1 MBit/s nicht mehr ausreichend.

Mit dem Schreiben der Telekom im Juni 2006 wurde der von uns gebuchte T-Online Tarif von T-Online dsl flat max auf T-online dsl flat umgestellt, immerhin 20 Euro monatlich weniger Kosten ohne Verlust irgendwelcher benötigter Leistungsmerkmale. Jetzt hatten wir also wieder unseren ursprünglichen Tarif T-Online dsl flat, mussten dafür aber viel weniger bezahlen. 🙂 Statt ursprünglich 70,52 Euro monatlich mussten wir jetzt 58,52 Euro bezahlen, bekamen dabei aber eine 6fach schnellere DSL-Verbindung. Mit der Mehrwertsteueränderung 2007 erhöhte sich dieser Betrag auf 60,04 Euro im Monat.

Hier zeigt sich das Problem, dass Preisvorteile nicht automatisch an Bestandskunden weitergereicht werden. Ganz im Gegenteil erhält man noch nicht mal eine Benachrichtigung über geänderte Tarife. So bleibt dem Kunden nichts anderes übrig, als sich selber regelmäßig aktiv im Internet über die Tarife der verschiedenen Dienstleister zu informieren.

Neukunden kommen natürlich automatisch in den Genuss niedriger Preise bzw. zusätzlicher Leistungsmerkmale.

Der Wechsel – Congstar

Wegen des aus meiner Sicht schlechten Kundenservices hatte ich mir Gedanken gemacht, zu einem anderen DSL-Provider zu wechseln. In der Congstar fanden wir die Billigmarke der Telekom. Congstar ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom.

Hier wurde uns ein 16 MBit/s Anschluss für 34,98 Euro im Monat angeboten (statt der 60,64 Euro, die wir momentan bei der Telekom für 6 MBit/s bezahlten).

Zum 28.10.2008 wechselten wir also zur Congstar.

Soweit die Vorgeschichte, wieso wir bei Congstar gelandet sind.

Aber auch hier wurden wir nicht wirklich glücklich.

Bereits im Januar meldete ich dem Kundenservice der Congstar, dass ich nie höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erreichte als wie sie für eine 6 MBit/s Leitung typisch sind. Eine Antwort erhielt ich damals nicht, verlor den Vorgang aber aus dem Blick.

Bis 2011 kam es zu insgesamt drei (von mir bemerkten) Ausfällen der DSL-Leitung, das aber nur nebenbei.

Besonders skurril war ein Ausfall am 21.01.2011. Nachdem ich den Congstar-Kundendienst telefonisch erreicht hatte, fragte man mich, wo ich denn wohnte. Als klar war, dass ich im Großraum München wohnte, erhielt ich die Antwort: „Ah ja, im Großraum München gibt es zur Zeit Probleme“. Über die Länge der Störung konnte der Mitarbeiter keine Auskunft geben, ich sollte es einfach später immer mal wieder versuchen. Die Störung zog sich insgesamt von 15:40 Uhr bis 01:22 Uhr des nächsten Tages hin.

Skurril war für mich die Antwort vor allem, weil weder die Länge der Störung, noch der Grund, noch eine örtliche Eingrenzung (Großraum München betrifft verdammt viele Menschen) bekannt war oder zumindest nicht kommuniziert wurde. Professionell ist das für mich nicht.

Wer beruflich vom Internet abhängt, hat mit solchen vagen Aussagen ein großes Problem. Einfach nur Däumchendrehen ist keine wirklich zielführende Lösung.

Im März 2011 stolperte ich dann mal wieder über die zu geringe Übertragungsgeschwindigkeit. An dem Zustand hatte sich rein gar nichts geändert. Verschiedene Messungen mit verschiedenen Programmen und Rechnern ergaben eine Übertragungsgeschwindigkeit, die einer guten 6 MBit/s Leitung entsprach.

Eine entsprechende Anfrage an den Congstar-Kundenservice wurde mit „Wir haben an Ihrer Leitung soviel Bandbreite zur Verfügung gestellt, wie maximal möglich.“ beantwortet.

„Aha,“ dachte ich, „mehr als 6 MBit/s kann Congstar anscheinend nicht an unser Haus liefern. Aber warum zahle ich dann für 16 MBit/s?“. Natürlich suchte ich auch im Internet nach Informationen. Nachdem ich weder per E-Mail, noch per Telefon beim Congstar-Kundenservice zu einer befriedigenden Antwort kam, versuchte ich es im Congstar Support Forum (10.06.2017 Hinweis: mein Thread existiert anscheinend inzwischen nicht mehr in dem Forum. Wer den genauen Inhalt gerne lesen möchte, kann mir eine E-Mail schicken. Ich habe einen Screenshot davon.). Es ging mir nicht darum, Fingerpointing zu betreiben, sondern darum, herauszufinden, wo das Problem lag, denn dann könnte man vielleicht für Abhilfe sorgen. Lag es an meinem DSL-Modem? Lag es an einem falsch eingestellten Parameter bei Congstar? Hatte ich einen falschen Tarif gewählt?

Letztendlich ergab sich aus der Diskussion im Congstar Support Forum, dass es sich bei der 16 MBit/s Option nur um eine „bis zu …“ Leistung handelte, ich also irgendetwas Beliebiges bekam, maximal aber 16 MBit/s. Bezahlt wurde also nicht für eine tatsächlich gelieferte Bandbreite, sondern nur für eine theoretische Möglichkeit.

Natürlich kündigte ich daraufhin augenblicklich die DSL 16000 Option, fiel als Stammkunde aber nicht auf DSL 6000 zurück (diese Geschwindigkeit wäre ja lieferbar), sondern gleich auf DSL 2000. Neuverträge erhalten 16 MBit/s ohne Zuzahlung für 29,99 Euro, für alte Verträge gibt es keine Zusatz-Option DSL 6000 zu bestellen, entweder DSL 2000 oder DSL 16000 (mit tatsächlich verfügbaren 6 MBit/s).

Ein Test heute ergab, dass die Verfügbarkeit für unser Haus nach wie vor den Tarif mit „bis zu 16 MBit/s“ ausspuckt. Von einer reduzierten Bandbreite ist dort nicht die Rede. Für den Verfügbarkeitstest musste ich die komplette Adresse bis hin zur Hausnummer eingeben.

Unser Status war also jetzt: 2 MBit/s für 24,99 Euro monatlich.

Diese Geschwindigkeit war für unseren Haushalt nicht praktikabel, wie die nächste Zeit deutlich zeigte. Zuviele Updates wollten auf mehrere Rechner (automatisch) heruntergeladen werden.

Der nächste Wechsel – Telekom

Ein Nachbar berichtete mir, dass er Kunde bei der Telekom sei. Er bekäme hervorragende 16 MBit/s, sogar etwas mehr, was die Telekom DSL 16Plus nennt. Leider ist diese Option nur mit dem kostenpflichtigen Entertainment-Paket zu buchen. Aber mit echten 16 MBit/s wären wir ja durchaus erst einmal zufrieden. Wie weiter oben nachzulesen ist, konnte mich der Service der Telekom bisher nicht unbedingt begeistern. Mein Nachbar meinte allerdings, die Telekom hätte kräftig in den Kundenservice investiert und diesen erheblich verbessert.

Noch war ich nicht überzeugt. Da traf es sich ganz gut, dass ein Vertriebspartner der Telekom Deutschland am 31. März 2011 bei uns an der Haustür klingelte. Ich füllte sofort bei ihm ein Auftragsformular für einen Call & Surf Anschluss aus (so heißt das bei der Telekom).

Da ich schnelle Reaktionen von DSL-Anbietern nicht erwartete, machte ich mir zunächst keine Gedanken, dass nichts weiter passierte. Kein Brief, keine E-Mail, kein Anruf … nichts.

Am 3. Mai fragte ich dann aber doch mal nach.

Der Telekom Kundenservice schickte als erstes immer eine E-Mail zurück, die unter anderem folgende Daten abfragte:


Vorname Name (Anschlussinhaber/in):
Telefonnummer mit Vorwahl:
gewünschtes Produkt:
Einzugsermächtogung:
Rückrufnummer mobil:

(Der Rechtschreibfehler ist nicht von mir, ich habe den Text per Copy&Paste hier eingefügt.)

Ich hatte allerdings nur nachgefragt, was denn mit dem Auftrag passiert war, der ja bereits irgendwo bei der Telekom angekommen sein musste. Da ich nach einigem Hin- und Her nicht weiterkam, bestellte ich per Online-Formular einfach erneut und erhielt am 10. Mai auch gleich eine Bestellbestätigung.

Der monatliche Preis würde 34,95 Euro betragen für eine 16 MBit/s DSL-Leitung. Das entsprach dem Preis, den ich ursprünglich bei Congstar bezahlt hatte, wo ich allerdings nur 6 MBit/s zur Verfügung hatte.

Nun passierte erst einmal wieder nicht viel.

Ab Juni versuchte ich den Status des Auftrags zu klären, sowohl per Telefon als auch per E-Mail. Meist kam eine Antwort zurück mit


Sehr geehrter Herr Sevke,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir möchten schnell für Sie tätig werden, brauchen hierfür
allerdings noch einige Informationen. Bitte ergänzen Sie in
dieser E-Mail folgende Angaben und senden diese an uns
zurück.

Vorname Name (Anschlussinhaber/in): Sven Sevke
PLZ/Ort:
Str./HsNr:
Telefonnummer mit Vorwahl:
Kundennummer:

Unser Tipp: Die Kundennummer finden Sie oben rechts auf
Ihrer Telekom Rechnung oder auf Ihrer Auftragsbestätigung.

Gern klären wir nach Eingang dieser Angaben Ihr Anliegen
unverzüglich.

Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice

Irgendwann im Juli erhielt ich dann einen Anruf, der zumindest klärte, was zu der Verzögerung führte.

Die Deutsche Telekom bietet prinzipiell an:

  1. Wechsel von einem anderen Provider
  2. Neuanschluss

Bei einem Neuanschluss werden die alten Rufnummern nicht übernommen, bei einem Wechsel aber schon. Ich wollte wechseln, OHNE die Rufnummern zu übernehmen. Die Rufnummern waren für uns ohne Bedeutung, da wir das Festnetz sowieso nicht nutzten.

Mit diesem Auftrag konnte die Telekom nichts anfangen … so blieb der Auftrag liegen.

Letztendlich wurde er auf Grund meiner Rückfragen dann aber doch weiter eskaliert, so dass es nun weiter gehen konnte.

Als nächstes musste ich einen „Änderungsauftrag der Telekom Deutschland GmbH“ ausfüllen und zurückschicken, wohlgemerkt zusätzlich zum Online-Auftrag.

Ich erhielt dann am 16. August einen Brief der Telekom, in dem stand:

Eine gesonderte Kündigung Ihrerseits bei Ihrem Anbieter ist deshalb nicht erforderlich.

Das hörte sich doch gut an.

Inzwischen versuchte ich ja bereits seit März 2011 Kunde der Telekom zu werden. Offiziell bestätigt war das Auftrag vom 11. Mai 2011.

Auch Congstar reagierte nun und schickte mir am 18. August per E-Mail die Kündigungsbestätigung zum 29. Oktober 2011. Gleichzeitig erhielt ich eine weitere E-Mail von Congstar, in der mir die Rufnummernübernahme von drei Rufnummern für je 29,99 Euro, also zusammen 89,97 Euro als Auftrag bestätigt wurde.

Wie bitte? Fast 90 Euro für Rufnummern, die ich weder nutze noch übernehmen möchte?

Rückfragen bei Congstar wurden mit dem Hinweis beantwortet, ich solle mich an den neuen Provider wenden. Hier kam ich nicht weiter.

Nun stellte sich die Frage, warum ich statt eines Wechsels nicht einfach einen Neuanschluss beauftragt habe. Das ist ganz einfach. Wechsler erhalten eine einmalige Wechsel-Gutschrift über 120 Euro, und die wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Wie auf dem folgenden Screenshot zu erkennen ist, wirbt die Telekom damit, dass bei einem Wechsel die Rufnummern übernommen werden können. Es steht dort aber nichts davon, dass die Rufnummern übernommen werden müssen.

Screenshot von der Telekom Webseite zum Anbieterwechsel

Screenshot von der Telekom Webseite zum Anbieterwechsel - 25.08.2011

Das wollte ich so nicht ohne weiteres auf sich beruhen lassen.

Aber zunächst erhielt ich am 19. August von der Telekom einen weiteren Brief, dass ich die Leitung nun doch bei Congstar selber kündigen musste. Das entsprechend mitgeschickte Formular füllte ich aus und schickte es an Congstar und an die Telekom als Kopie.

Von Congstar erhielt ich eine automatische Eingangsbestätigung, aber sonst keinerlei Reaktion.

Von der Telekom schon. Die waren verwirrt und schickten mir folgendes:


Sehr geehrter Herr Sevke,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Unter von Ihnen angegebenen Kundenummer: xxxxxxxxxx haben
wir keine Daten in unseren Systemen hinterlegt.

Wir möchten schnell für Sie tätig werden, brauchen hierfür
allerdings noch einige Informationen. Bitte ergänzen Sie in
dieser E-Mail folgende Angaben und senden diese an uns
zurück.

Vorname Name (Anschlussinhaber/in):
Telefonnummer mit Vorwahl:
Kundennummer:
Anschrift:

Unser Tipp: Die Kundennummer finden Sie oben rechts auf
Ihrer Telekom Rechnung oder auf Ihrer Auftragsbestätigung.

Gern klären wir nach Eingang dieser Angaben Ihr Anliegen
unverzüglich.

Hier noch ein Hinweis: Wir können nur unverschlüsselte
E-Mails bearbeiten, Ihre Kundendaten sind daher während des
Versands nicht geschützt. Wenn Sie ausschließen möchten,
dass Ihre Kundendaten gegebenenfalls von Dritten gelesen
werden, senden Sie uns Ihr Anliegen bitte per Post oder
rufen Sie uns an.

Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice

Die Telekom war von mir explizit als CC Empfänger eingetragen worden. Aber lieber einmal zu viel beim Kunden nachgefragt als zu wenig, finde ich.

Von der Telekom trudelten dann noch im August die Einrichtungsunterlagen ein.

Aber noch einmal zu der Rufnummernübernahme.

Am 23. August wandte ich mich per E-Mail an die Telekom und teilte mit, dass ich gemäß dem oben gezeigtem Screenshot gerne auf eine kostenpflichtige Rufnummernübernahme verzichten wollte und dementsprechend eine kundenfreundliche Lösung erwartete, sprich, nicht auf den Kosten sitzen bleiben wollte.

Parallel führte ich mehrere Gespräche mit dem Kundenservice und dem Beschwerdewesen der Telekom.

Zusätzlich informierte ich mich auch bei einem Anwalt, ob die Telekom im Internet die Rufnummernübernahme bei einem Wechsel lediglich als wahlfreie Option anbieten, dies aber bei einem konkreten Auftrag dann zwangsweise ausführen kann.

Alle E-Mails und Gespräche führten nicht weiter, auch der Besuch eines T-Punktes in Erding nicht.

Schließlich schrieb ich einen Brief an den zentralen Kundenservice der Telekom in Bonn, auf den ich aber (mal wieder) keinerlei Antwort erhielt.

Status war also:

  • Congstar Abschaltung am 29. Oktober 2011 um 0:00 Uhr
  • Wechsel mit 120 Euro Gutschrift
  • Kostenpflichtige Rufnummernübernahme für knapp 90 Euro

Am 27. Oktober 2011 fragte ich vorsichtshalber per E-Mail bei der Telekom nach, ob die Umschaltung bzw. die Neuanschaltung des DSL-Anschlusses am 29. Oktober wie geplant erfolgen würde. Darauf erhielt ich keine Antwort.

Am 29. Oktober hatten wir dann kein Internet mehr.

Natürlich rief ich mal wieder sofort den Kundenservice der Telekom an. Eine sehr angenehme und freundliche Dame plauderte mit mir (leider weiß ich ihren Namen nicht mehr). Sie hat sich wirklich sehr um mich als Kunden bemüht, musste mir dann aber als Ausführungstermin den 10. November nennen. Zunächst war ich schlichtweg sprachlos. Fast zwei Wochen keine DSL-Verbindung als Freiberufler ist nicht lustig!

Und das, obwohl der Abschalttermin der Congstar spätestens seit dem 18. August bekannt war.

Die Kundendienstmitarbeiterin bot mir eine SIM-Karte mit dem Tarif web’n’walk Connect L Vorteil Festnetz (was für eine Bezeichnung!) als Try&Buy Option an. Ich würde eine SIM-Karte plus einen USB-Stick für den Preis von 34,95 Euro (der Preis stellte sich später als zu hoch heraus) plus 4,95 Euro für den Stick erhalten, der mir den Zugang zum Internet ohne Volumenbeschränkung ermöglichen sollte. Die Kosten würden mir zunächst abgebucht, später dann aber auf der regulären Telekom-Rechnung erstattet werden. Dazu sollte ich nur nach Erhalt von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. SIM-Karte und Stick könnte ich behalten.

Angesichts der Tatsache, dass wir für mehrere Geräte eine Internet-Verbindung benötigten und angesichts der Tatsache, dass alleine die Lieferung wieder mehrere Werktage in Anspruch nehmen würde, war ich von dieser Lösung nicht begeistert. Aber es war immer noch besser, als fast zwei Wochen komplett ohne Internet auskommen zu müssen.

Die SIM-Karte erreichte uns am 2. November. Ich habe sie in unser iPad gesteckt und aktiviert. Sie funktioniert reibungslos. Für die PCs und NBs war die SIM-Karte ungeeignet, weil man sie ohne irgendeine Art von Adapter nicht einsetzen konnte. Das wäre erst mit dem USB-Stick möglich gewesen.

Der Stick wiederum wurde erst nach der Aktivierung verschickt und kam schließlich am 7. November bei uns an.

Gleichzeitig wurde am 2. November auch das Portierungsdatum endlich schriftlich bestätigt, nämlich der schon bekannte 10. November.

Zusätzlich erhielt ich eine zweite SIM-Karte, die ich aber nicht aktivierte. Wer wusste schon, ob ich auch deren Kosten später erstattet bekäme.

Und am 4. November erhielt ich dann auch noch mal ein weiteres Exemplar der Einrichtungsunterlagen für den DSL-Anschluss.

Am 7. November wurde uns ein neuer T-DSL Splitter geliefert, gegen den wir unseren bisherigen Splitter unbedingt austauschen sollten. Das habe ich natürlich unverzüglich erledigt. Der neue Splitter ist wesentlich kleiner als der bisherige.

Seit dem 8. November steckte die SIM-Karte in meinem Arbeitsrechner und funktionierte dort auch bestens. Der Stick bot eine maximale Geschwindigkeit von 7,2 MBit/s und lag damit noch über der Übertragungsgeschwindigkeit, die mir Congstar per Kabel liefern konnte.

Obwohl ich die SIM-Karte bereits am 2. November telefonisch habe aktivieren lassen und ich sie seitdem auch in Benutzung hatte, wurde ich am 9. November vom Kundenservice angerufen und gefragt, ob die Karte denn inzwischen bei mir angekommen sei und ich sie aktiviert hätte. Anscheinend ist die Information über die Aktivierung nur für einen sehr eingeschränkten Mitarbeiterkreis des Kundenservices abrufbar. Vielleicht stand die Info aber auch irgendwo auf einer (Papier-)Karteikarte und wurde verlegt … wer weiß das schon so genau.

Am 10. November kam, wie angekündigt, ein Techniker zu mir, der allerdings nicht viel zu tun hatte, weil die Geräte ja alle angeschlossen waren. Eine halbe Stunde später rief er mich an und teilte mir mit, dass die Leitung jetzt durchgeschaltet sei. Seitdem funktioniert unser kabelgebundenes Internet wieder.

Als Ergänzung hier noch ein Hyperlink zu einer Webseite, die erklärt, wie man einen Router korrekt konfiguriert: DSL – Zugang einrichten für den InternetServiceProvider T-Online

Was bleibt?

  • Ein DSL-Vertrag, der eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten hat.
  • Die Erkenntnis, dass die beiden DSL-Anbieter Congstar und Telekom ganz große Probleme mit dem Kundenservice haben.
  • Der Wunsch nach einem kundenorientierten DSL-Anbieter, der mir mindestens 16 MBit/s als Übertragungsgeschwindigkeit anbieten kann, gerne mehr.

Nachträge

16.11.2011: Wir erhielten die Abrechnung der Congstar über die Portierung der Telefonnummern (siehe weiter oben). Sehr irritierend fand ich, dass Congstar auf der Rechnung alle Preise mit fünf Nachkommastellen auswies, lediglich der Gesamtbetrag wurde auf Cent gerundet.

23.11.2011: Leider entspricht die Übertragungsgeschwindigkeit nur der einer 6 MBit/s Leitung. Deswegen habe ich heute einen Brief an den Telekom-Support geschrieben mit der Bitte um genaue Messung und Klärung.

Interessant ist, dass auch in der aktuellen ct 25/11 (magazin für computer technik) unter dem Titel „Gelockt und geknebelt“ in der Rubrik „Vorsicht Kunde!“ gleich mehrere Fälle beschrieben werden, die nicht den Eindruck erwecken, dass die Telekom im Sinne ihrer Kunden arbeitet.

19.12.2011: Meinen Brief vom 23.11.2011 hatte ich gleichzeitig auch per E-Mail an den Telekom-Kundenservice geschickt und auch prompt die Nachricht erhalten, dass der „Technische Service“ sich so schnell wie möglich um meine Störungsmeldung kümmern würde.

Auf meinen Postbrief erhielt ich nie eine Reaktion.

Danach ist nichts weiter passiert, so dass ich heute den Kundenservice per E-Mail erinnert habe.

23.12.2011: Diesmal erfolgte die Reaktion sehr schnell. Fasziniert hat mich die Uhrzeit der E-Mail, die ich vom Telekom-Kundendienst erhielt: 03:35 Uhr. Es handelte sich um das bereits bekannte Standard-Schreiben:


Sehr geehrte Frau/Sehr geehrter Herr,,

wir möchten schnell für Sie tätig werden, brauchen hierfür allerdings noch einige Informationen. Bitte senden Sie uns folgende Angaben:

Vorname Name (Anschlussinhaber/in):
Telefonnummer mit Vorwahl:
Kundennummer:

Unser Tipp: Die Kundennummer finden Sie oben rechts auf Ihrer Telekom Rechnung oder auf Ihrer Auftragsbestätigung.

Gern klären wir nach Eingang dieser Angaben Ihr Anliegen unverzüglich.


Noch nicht einmal eine korrekte Anrede bekommt die Telekom hin.

Natürlich habe ich die Daten umgehend per E-Mail zurückgeschickt, zusätzlich mit dem Brief im Anhang, den ich bereits am 23.11. 2011 per E-Mail und per Briefpost an den Kundendienst geschickt hatte.

02.01.2012: In der ct Ausgabe 2/2012 wurde unter dem Titel Online-Neustart ein Artikel zum Thema Schwierigkeiten beim Wechsel des Breitband-Anbieters vermeiden veröffentlicht. Viele andere Kunden (unter anderem der Telekom) teilen offensichtlich meine Erfahrungen.

18.03.2012: Wieder Zeit für einen Nachtrag. Was ist denn nun aus der Geschichte geworden?

Bereits am 28.12.2011 erhielt ich vom Kundendienst der Telekom eine Nachricht:


Wir haben sofort in unseren Unterlagen nachgesehen und festgestellt, dass unser Technischer Service Ihre Leitung geprüft hat. Bei der Messung wurden keine Auffälligkeiten bei der Übertragungsgeschwindigkeit festgestellt, so dass die Störungsmeldung daraufhin geschlossen wurde.

Sollte Sie erneut feststellen, dass die Übertragungsgeschwindigkeit sehr gering ist, möchten wir Sie bitten sich direkt an unseren Technischen Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 33 01000 zu wenden. Bitte verwenden Sie im Sprachportal das Wort „Störung“.

Leider hatte ich erst nach meiner Rückfrage eine Benachrichtigung darüber erhalten, dass die Störung bereits wieder geschlossen worden war. Aber nun wusste ich ja Bescheid.

Der nächste Schritt wäre also, mal selber auf meiner Seite nachzumessen, ob sich das DSL-Modem mit 16 MBit/s synchronisiert und ob ich an der Stelle die erwartete Geschwindigkeit erhielt.

Allerdings dauerte es wieder eine ganze Zeit, bis ich mich darum kümmerte, nämlich bis zum 15.03.2012.

Ich stöpselte mein Notebook im Keller direkt an die Congstar DSL-Box (baugleich mit Speedport W701V), die ich nur als DSL-Modem ohne Router-Funktion betrieb, und musste erkennen, dass die Synchronisierung offensichtlich tatsächlich korrekt erfolgte.

Screenshot der Congstar DSL-Box - Synchronisierung

Screenshot der Congstar DSL-Box - Synchronisierung

Somit drängte sich die Vermutung auf, dass eine meiner Hardware-Komponenten nicht schnell genug arbeitete oder möglicherweise nicht richtig konfiguriert war. Hinter dem DSL-Modem betreibe ich einen SMC Router SMC7008BR (den hatte ich im Jahr 2001 für 593 DEM gekauft). Dahinter kommt als nächstes ein SMC Switch SMC1016 und dann ein Patch-Panel, wo die dicken Cat-7 Kabel der Hausverkabelung angeschlossen sind. Ich ging davon aus, dass ein 100 MBit Router auch auf der WAN-Leitung 100 MBit/s schaffen sollte.

Testweise habe ich mir eine Fritz!Box 3370 bestellt, die am 16.03.2012 bei mir eintraf. Ich mag die Fritz!Boxen nicht besonders. Die SMC Router sehen mit ihrem Metallgehäuse wesentlich wertiger aus. Außerdem können sie gestapelt werden, weil sich alle Bedienelemente und Leuchtdioden an der Frontseite befinden und nicht auf der Oberseite. Letztendlich ist aber natürlich die Funktionalität ausschlaggebend.

Auffällig war, dass die Web-Benutzeroberfläche erheblich mehr Funktionen und Informationen bereitstellte als der SMC Router.

Die Geschwindigkeitsmessungen ergaben nun endlich die von mir erwarteten Übertragungsraten. Möglicherweise hätte ich mit einem aktuellen Router auch bei Congstar die hohen Raten bekommen. Die Congstar DSL-Box hätte ich mit dem Router zusammen entsorgen können, weil die Fritz!Box gleichzeitig ein DSL-Modem enthielt. Letztendlich setze ich die Congstar Box aber nun als zweiten WLAN-Access Point im Dachgeschoss ein.

18.03.2012: Eine andere Frage stellte sich mir: was ist eigentlich aus dem Online-Rabatt von 10% pro Monat für die ersten 12 Monate und was aus der Wechselgutschrift von 120 Euro geworden? Bisher sind diese Gutschriften noch nicht auf einer Rechnung der Telekom aufgetaucht. Ich habe also wieder mal eine E-Mail zur Klärung an den Kundendienst geschickt.

15.04.2012: Der Kundenservice der Telekom teilte mir am 20.03.2012 per Briefpost mit, dass beide Gutschriften (120 Euro Wechselprämie und 45 Euro Onlineprämie) bei der nächsten Rechnung berücksichtigt würden. Dies geschah auch in der April-Rechnung.

Unklar bleibt, warum ich als Kunde noch einmal explizit auf die Berücksichtigung der beiden Gutschriften hinweisen musste. Falls Sie Anspruch auf eine der Gutschriften haben, beobachten Sie genau Ihre Rechnungen und fragen Sie gegebenenfalls beim Kundenservice nach.

28.01.2013: Der DSL Anbieterwechsel darf laut Telekommunikationsgesetz zu maximal 1 Kalendertag Ausfall führen. Näheres dazu in meinem Artikel DSL Wechsel maximal 1 Tag.

10.02.2013: Die Sache mit den zwei SIM-Karten, die ich im November 2011 erhielt (siehe weiter oben) hatte ein Nachspiel, dem ich einen eigenen Artikel widme: Telekom bucht ohne Vertrag ab.

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http://blog.sevke.net/dsl-wechsel-von-congstar-zu-telekom/feed/ 0 2253
Facebook erkennt Gesichter http://blog.sevke.net/2011/07/07/facebook-erkennt-gesichter/ http://blog.sevke.net/2011/07/07/facebook-erkennt-gesichter/#respond Thu, 07 Jul 2011 17:04:25 +0000 http://blog.sevke.net/?p=1894 Am 7. Juni 2011 ging ein Aufschrei durch das Internet: Facebook erkennt und markiert automatisch Gesichter auf Fotos!

An sich ist das ja nun keine neue Funktion, denn „schon immer“ konnte jeder auf seinen Fotos alle Personen mit ihren Namen kennzeichnen. Allerdings sollte diese Kennzeichnung ab sofort beim Upload neuer Fotos automatisch erfolgen. Nicht ganz automatisch, denn die Gesichtserkennung benennt die Personen auf einem Foto nicht selbstständig, sondern macht nur Vorschläge für solche Markierungen („Tags“).

Facebook hatte diese Funktion bereits im Dezember 2010 angekündigt. Aber die meisten Facebooker dürften das zu dem Zeitpunkt nicht mitbekommen haben.

Als es dann aber am 7. Juni so weit war, bekam ich jede Menge freundlich gemeinter Nachrichten über Twitter, Facebook und per E-Mail, die mich vor der neuen Funktion warnten und mir auch gleich erklärten, wie ich diese Funktion deaktivieren konnte. Vielen Dank euch allen!

Ich lasse die Funktion dennoch erst einmal angeschaltet.

Böses Facebook! Wie geht ihr mit meinen Daten um?

Schon richtig, Datenschutz ist wichtig. Und es ist sehr gut, wenn es Leute gibt, die sich den ganzen Tag damit beschäftigen, das Internet diesbezüglich zu analysieren und gegebenenfalls auf bedenkliche Stellen hinweisen. Allerdings müssen wir uns auch im klaren darüber sein, dass sich die meisten Leute im Internet bewegen, weil sie kommunizieren wollen. Wer das Internet sinnvoll einsetzen will, wird auf die eine oder andere Weise persönliche Daten preisgeben müssen.

Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion über Datenschutz im Internet lostreten.

Facebook erhält von jedem Teilnehmer eine Reihe von persönlichen Daten, über dessen Umfang jeder mehr oder weniger selber bestimmt.

Die automatische Gesichtserkennung erzeugt keine neuen persönlichen Daten, denn sie kann nur funktionieren, wenn im eigenen Fotoalbum oder in dem Album eines meiner Freunde bereits eine Zuordnung von Namen zu Personen auf einem Foto erfolgt ist. Auf Basis dieser bereits manuell erfolgten Markierungen versucht die Gesichtserkennung sinnvolle Vorschläge bei neuen Foto-Uploads anzubieten.

Die Einstellung zur automatischen Gesichtserkennung von Facebook

Die Einstellung zur automatischen Gesichtserkennung von Facebook

Die automatische Gesichtserkennung von Facebook kann ich nicht deaktivieren. Ich kann allerdings mit einer Einstellung verhindern, dass Facebook bei Fotos, die „Freunde“ hochladen, meinen Namen als Markierung vorschlägt. Diese Option ist standardmäßig eingeschaltet, mein Name wird also bei erfolgreicher Gesichtserkennung vorgeschlagen. Und das kann man Facebook ankreiden. Diese Funktion sollte – zumindest in Deutschland – unbedingt standardmäßig ausgeschaltet sein!

Und natürlich hätte Facebook die Einführung der neuen Funktion auf eine Weise kommunizieren müssen, dass auch jeder davon erfährt.

Ein Klick auf den Text „Erfahre mehr“ (http://www.facebook.com/help/?page=1194) öffnet eine Seite mit relativ vielen Hinweisen zu dieser Funktion: (Nachtrag vom 21.09.2012: Diese Funktion gibt es nicht mehr, daher habe ich den Link deaktiviert. Siehe auch Facebook schaltet die automatische Gesichtserkennung ab)

  1. Warum werden mir Fotos in Gruppen angezeigt, wenn ich sie hochlade?
  2. Wie stellt Facebook ähnliche Fotos in einem Album zum Markieren in Gruppen zusammen?
  3. Was ist, wenn ich ein Foto, auf dem ich markiert bin, nicht mag?
  4. Wie markiere ich Personen in den Gruppen ähnlicher Fotos, wenn ich die Fotos hochlade?
  5. Facebook schlägt einen falschen Freundenamen für ein Foto vor, das ich hochgeladen habe.
  6. Wenn die Personen auf meinen Fotos in Gruppen zusammengefasst sind und ich eine Person davon nicht markieren will, wie kann ich die Markierung entfernen?
  7. Wie schlägt Facebook die Namen meiner Freunde zum Markieren von Fotos vor?
  8. Wem wird mein Name bei den vorgeschlagenen Fotomarkierungen gezeigt?
  9. Wie kann ich verhindern, dass Facebook mich für Fotos vorschlägt?
  10. Welche Informationen nutzt Facebook, um festzustellen, dass ein Foto so aussieht wie ich, und es meinen Freunden zum Markieren vorzuschlagen?
  11. Wie kann ich die Markierungsvorschläge deaktivieren?
  12. Wie kann ich die Zusammenfassung der über mich für Markierungsvorschläge gespeicherten Informationen löschen?

In Antwort 3 wird erklärt, dass man zwar das Hochladen von Fotos, auf denen man abgebildet ist, nicht so ohne weiteres verhindern kann, wohl aber Markierungen, die einem nicht passen, entfernen kann. Das kann natürlich in Arbeit ausarten, wenn es ein „Freund“ nicht so freundlich mit einem meint. Am Ende hilft nur, diese Person aus der Freundesliste zu werfen, denn dann kann er einen auch nicht mehr auf Fotos markieren.

Nochmal in Kurzform:

  • Die automatische Gesichtserkennung greift nur bei neu hochgeladenen Fotos.
  • Die Gesichtserkennung macht nur Vorschläge, markiert aber nicht selber.
  • Nur ich selbst und meine Freunde können mich auf einem Foto markieren.
  • Die automatischen Markierungs-Vorschläge können über eine Einstellung unterbunden werden.
  • Ungewünschte Markierungen auf Fotos kann ich entfernen.

Ich kann an dieser Funktion nichts Schlimmes finden.

Ob jemand markiert werden will oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden.

Wer partout auf keinen Fotos im Internet erkannt werden will, darf keine Fotos hochladen, auf denen er erkennbar ist. Zusätzlich muss er dafür sorgen, dass auch Freunde und Bekannte keine Bilder hochladen, auf denen er identifizierbar ist. Viel Vergnügen!

Facebook ist übrigens nicht die einzige Plattform, die eine Gesichtserkennung implementiert hat, auch Google und Apple gehören dazu.

 

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http://blog.sevke.net/2011/07/07/facebook-erkennt-gesichter/feed/ 0 1894
Facebook: meine Freunde schreiben nichts mehr! http://blog.sevke.net/2011/02/23/facebook-meine-freunde-schreiben-nichts-mehr/ http://blog.sevke.net/2011/02/23/facebook-meine-freunde-schreiben-nichts-mehr/#comments Wed, 23 Feb 2011 20:37:30 +0000 http://blog.sevke.net/?p=1377 Facebook hat im Februar eine neue Funktion eingeführt und auch gleich aktiviert, ohne das groß herum zu erzählen.

Es handelt sich um eine Einstellung, mit der man festlegen kann, dass man nur noch Nachrichten im FB-Stream (Neueste Meldungen auf der Pinnwand) erhält, die von Freunden oder Seiten stammen, mit denen man häufig in Kontakt steht. Der genaue Wortlaut ist „Freunde und Seiten mit denen du am meisten interagierst“. Was das nun genau bedeutet, weiß ich nicht. Wenn es jemand herausbringt, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

Jedenfalls ist dies von FB standardmäßig so eingestellt.

Das hat zur Folge, dass ihr viele der Pinnwand-Einträge eurer Freunde nicht mehr zu sehen bekommt! Schade eigentlich. Liegt aber nicht an euren Freunden. 😉

Lässt sich aber leicht wieder ausschalten.

Screenshot: Facebook - Optionen für Neueste Nachrichten

Screenshot: Facebook - Optionen für Neueste Nachrichten

Einfach auf den kleinen Pfeil rechts neben „Neueste Nachrichten“ klicken und dort den untersten Menüpunkt auswählen „Optionen bearbeiten …

Es geht ein neues Fenster auf, wo man ganz oben diesen Filter einstellen kann. Es gibt nur die beiden Optionen:

  • Freunde und Seiten mit denen du am meisten interagierst
  • Alle deine Freunde und Seiten

Die untere Option auswählen und unbedingt auf die Schaltfläche „Speichern“ klicken, sonst merkt FB sich die Einstellung nicht.

Facebook: Filter ausschalten

Facebook: Filter ausschalten

Auf dem Screenshot seht ihr auch noch die Liste der Anwendungen und Kontakte, die ihr (bzw. in diesem Fall ich) gesperrt habt.

Die Einstellung gilt übrigens nur für eure Timeline, also das, was ihr in Facebook auf eurer Pinnwand seht. Damit sich eure Freunde nicht von euch ignoriert fühlen, solltet ihr ihnen diesen Tipp ebenfalls mitteilen.

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http://blog.sevke.net/2011/02/23/facebook-meine-freunde-schreiben-nichts-mehr/feed/ 1 1377
Der Pagerank für Menschen http://blog.sevke.net/2011/01/24/der-pagerank-fur-menschen/ http://blog.sevke.net/2011/01/24/der-pagerank-fur-menschen/#respond Mon, 24 Jan 2011 11:46:08 +0000 http://blog.sevke.net/?p=1110 Wir alle kennen soziale Netzwerke wie Xing, Facebook oder StayFriends. Mit diesen Systemen stöbern wir im Internet nach alten Bekannten und Freunden, die wir im Laufe der Jahre aus dem Blickfeld verloren haben, oder bauen neue Geschäftskontakte auf. Viele betrachten die Anzahl der Kontakte bzw. Freunde als eine Art Status-Symbol. Je mehr Kontakte in meiner Liste stehen, desto wichtiger bin ich.

Freundschaftsanfragen sind schnell verschickt oder angenommen, je nachdem. Über die Qualität der Verbindungen, die man zu seinen Kontakten hat, sagt das aber nichts aus. Viele Kontakte stehen möglicherweise in der Liste, ohne dass ich die Menschen je kennen gelernt hätte. Wenn man nun die Interaktionen zwischen zwei Personen analysieren würde, dann könnte man daraus eine Art „Key Performance Indicator“ bilden, der mit einer einzigen Zahl aussagt, wie gut diese Verbindung tatsächlich gepflegt wird.

Jemand, der mit einem anderen Kontakt viel interagiert, würde eine hohe Punktzahl erzielen.

So etwas ähnliches gibt es bereits für die Qualität von Webseiten, nämlich den Google Pagerank. Wird es also bald den Pagerank für Menschen geben?

Wozu soll das nun gut sein? Das weiß ich im Augenblick auch noch nicht so genau, aber es drängen sich automatisch Fragen auf wie:

  • Wenn ich beste Kontakte zu unserem Bürgermeister hätte und dies nachweisen könnte, würde mein Ansehen in der Gemeinde steigen?
  • Wenn ich eine Super Verbindung zu einem Großabnehmer von Bratwürsten hätte (zum Beispiel zur „Letzten Bratwurst vor Amerika„), hätte das zur Folge, dass ich von regionalen Bratwurst-Lieferanten mit Werbezetteln überflutet würde?
  • Wenn ich nachweisen könnte, dass ich einen gut gepflegten Kontakt zu George Clooney habe, würde ich dann sehr schnell viele neue Kontakte zu Frauen bekommen?
  • Gerate ich vielleicht sogar in einen Zwang, meinen Kontakt zu bestimmten Personen intensiv zu pflegen, um mich gegen Konkurrenten besser zu platzieren?
  • Wie sieht das bei Geschäftskontakten zwischen Unternehmern aus? Nur nachgewiesenermaßen gut gepflegte Kontakte sind dann vielleicht wirklich gute Kontakte

„Was soll der Quatsch“, werdet ihr euch fragen.

Genau so ein Netzwerk befindet sich unter dem Namen hashable gerade im geschlossenen Test (Dienst nicht mehr verfügbar, früherer Link: http://hashable.com. Weitere Infos auf Hashable macht das Licht aus). Eine iPhone-App gibt es bereits, und die Feeds von Twitter werden bereits analysiert.

Die Güte einer Verbindung wird derzeit in drei Stufen bewertet:

  • Acquainted (weak)
  • Connected (very good)
  • Tight! (awesome)

Vielen mag es Angst einjagen, wenn ein System die Qualität der Beziehungen, die wir pflegen, aus Spuren bewertet, die wir im Internet hinterlassen oder die wir selber in den Hashable-Account einpflegen. Andere werden neugierig sein, in welche Richtung sich die sozialen Netzwerke in Zukunft entwickeln werden.

Bei einem bin ich mir sicher: es wird sehr viele Menschen geben, die das System exzessiv nutzen werden, um ihren Status zu demonstrieren.

Bin mal gespannt, wie sich das Thema weiterentwickeln wird.

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http://blog.sevke.net/2011/01/24/der-pagerank-fur-menschen/feed/ 0 1110