Grundschule – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Grundschule – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Zensuren sind nicht alles http://blog.sevke.net/2014/06/20/zensuren-sind-nicht-alles/ http://blog.sevke.net/2014/06/20/zensuren-sind-nicht-alles/#respond Fri, 20 Jun 2014 18:03:23 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6037 Mit freundlicher Genehmigung von Angelika Bachmann, Betreiberin der lesenswerten Website des Lernen ohne Angst e.V., gibt es hier für alle Eltern und natürlich für alle Schüler und Schülerinnen mal Klartext!

Bild anklicken, dann gibt es eine größere Darstellung, ausdrucken und euren Kindern in die Hand drücken.

Kann man natürlich auch laminieren und morgens zum Frühstück unter das Nutella-Brot legen. 🙂

Lernen ohne Angst - Zensuren sind nicht alles - Mausklick für größere DarstellungFür die Jungs

Lernen ohne Angst - Zensuren sind nicht alles - Mausklick für größere DarstellungFür die Mädchen

 

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Fach Werken/Textiles Gestalten wird nicht gekürzt http://blog.sevke.net/2013/02/06/keine-kuerzung-von-wtg/ http://blog.sevke.net/2013/02/06/keine-kuerzung-von-wtg/#respond Wed, 06 Feb 2013 09:57:19 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4462 In meinem Artikel Unterschriftenaktion gegen Streichung von WTG Stunden in der Grundschule habe ich auf eine Aktion des BLLV hingewiesen, mit dem die Streichung von WTG-Stunden in den Grundschulen verhindert werden sollte.

Dies ist gelungen!

Der BLLV berichtet auf seiner Website im Artikel Fach Werken/Textiles Gestalten wird nicht gekürzt, dass die Stundenzahl nicht gekürzt wird.

Über 3.600 Menschen haben sich an der Unterschriftenaktion beteiligt und auf diese Weise sicher den Druck auf das Kultusministerium erhöht.

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Noten hindern Kinder am Lernen http://blog.sevke.net/2013/02/06/noten-hindern-kinder-am-lernen/ http://blog.sevke.net/2013/02/06/noten-hindern-kinder-am-lernen/#respond Wed, 06 Feb 2013 08:28:19 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4444 Noten hindern Kinder am Lernen

… sagt der Psychologe und Bildungsforscher Georg Lind in einem Interview der Frankfurter Rundschau (25.02.2017 Hinweis: das Interview steht auf der Website nicht mehr zur Verfügung. Ursprünglicher Link: http://www.fr-online.de/wissenschaft/interview-mit-bildungsforscher-schulnoten-machen-suechtig,1472788,17244556.html).

So neu ist diese Erkenntnis ja nicht, aber immer wieder gut, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

In Nordrhein-Westfalen dürfen Grundschulen inzwischen weitgehend auf Noten verzichten. Ein Anfang, finde ich. Natürlich sagen die meisten Lehrer, Eltern und sogar Schüler: „Wir wollen Noten! Ohne Noten geht es nicht!“. Das liegt aber daran, dass wir es einfach nicht anders kennen. Noten waren schon immer da, also brauchen wir sie auch. Andere Konzepte sind für viele einfach nicht vorstellbar.

Und doch hinterfragen immer mehr Lehrer, Eltern und Schüler und natürlich Bildungsforscher die Vergabe von Noten, schauen auf die Modellschulen in Deutschland, die ohne Noten auskommen. Auch in der viel zitierten Pisa-Studie belegt ein Land den ersten Platz, das praktisch auf Noten verzichtet: Finnland. Heimlich schleicht sich bei immer mehr Menschen der Gedanke ein: „Hm … geht es vielleicht doch ohne Noten viel besser?“

Sehr hat mir auch das folgende Zitat von Georg Lind gefallen, das natürlich etwas provokant ist:

Für Lehrer, die nicht gut unterrichten können, sind Noten ein Rettungsanker, weil sie damit die Klasse disziplinieren. Aber ein guter Lehrer braucht keine Noten, weil er die Kinder für den Stoff begeistern kann.

Tja … 😉 Was soll ich dazu noch sagen? Ich verweise auf meinen Artikel Note 6 fürs Abschreiben. Ein klassischer Fall dafür, wie man Noten nicht zum Nachweis des Leistungsstands, sondern ausschließlich als Strafe zur Disziplinierung verwendet.

Was ist der Sinn der Schule? Georg Lind beantwortet diese Frage folgendermaßen:

Ziel der Schule muss es aber sein, Wissen und Lernmotivation zu vermitteln – und nicht Menschen zu bewerten.

Dem kann ich mich nur anschließen!


Weitere Artkel in meinem Blog zum Thema Noten.


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Unterschriftenaktion gegen Streichung von WTG Stunden in der Grundschule http://blog.sevke.net/2012/12/19/unterschriftenaktion-gegen-streichung-von-wtg-stunden-in-der-grundschule/ http://blog.sevke.net/2012/12/19/unterschriftenaktion-gegen-streichung-von-wtg-stunden-in-der-grundschule/#respond Wed, 19 Dec 2012 17:02:27 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4038 Der BLLV (= Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband) setzt sich dafür ein, die Stundenanzahl des Fachs WTG (= Werken/Textiles Gestalten) in den Jahrgangsstufen 3 und 4 nicht zu kürzen, wie es wohl vom Kultusministerium geplant wird.

Die Stunden sollen zwar der 1. Jahrgangsstufe zugute kommen, würden dann aber in der 3. und 4. Klasse fehlen.

Wer der Meinung ist, dass das einzige praktische Fach in der Grundschule nicht gekürzt werden soll, kann dies mit seiner digitalen Unterschrift auf der Unterschriftaktion gegen eine Kürzung des Faches WTG ausdrücken.

Dort stehen einige Hintergrund-Infos und natürlich die komplette Positionsbeschreibung des BLLV zur geplanten Stundenverlagerung und Umbenennung des Faches WTG.


Nachtrag 05.02.2013:
WTG wird nicht gekürzt!


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Lehrer und ihre Schrift http://blog.sevke.net/2011/02/04/lehrer-und-ihre-schrift/ http://blog.sevke.net/2011/02/04/lehrer-und-ihre-schrift/#respond Fri, 04 Feb 2011 14:04:20 +0000 http://blog.sevke.net/?p=1235 Weil ich gerade beim Schreiben bin …

… und ja, Lehrkräfte stehen bei mir im Augenblick unter ganz besonderer Beobachtung. Schließlich entscheiden sie zu einem Großteil über die weitere Entwicklung meines Sohnes.

Mir ist bewusst, dass es viele Lehrer überhaupt nicht einfach haben. Ich weiß auch, dass es extrem engagierte Lehrer gibt, die über die normale Arbeitszeit hinaus einen großen Anteil ihrer Freizeit für unsere Kinder verwenden. Nicht nur Schüler und Eltern leiden unter unserem Schulsystem, auch viele Lehrer.

Aber wie es Mitarbeiter in der freien Wirtschaft gibt, die wenig inspiriert und wenig engagiert ihren Job ausüben, so gibt es jede Menge Lehrer, auf die das zutrifft. Leider stehen die Lehrer (meines Wissens) kaum im direkten Wettbewerb. Schlechte Lehrer werden nicht gefeuert, wie es in Wirtschaft und Industrie durchaus üblich ist.

Vor kurzem wurde ich in der Aula eines Gymnasiums Zeuge einer Begebenheit, die ich für sehr befremdlich halte. Bei der Aula handelt es sich nicht um einen ehrwürdigen abgeschlossenen Raum, wie ich es noch aus meiner Schulzeit gewohnt bin, sondern um eine Art Durchgangshalle mit Tischen und Stühlen, die den Kindern die Möglichkeit bietet, sich dort zu treffen oder mittags ihre Mahlzeiten einzunehmen. Eine Lehrerin ging am Rande der Aula vorbei und regte sich plötzlich fürchterlich über ein paar Gummibärchen auf, die auf dem Boden lagen. Vermutlich hatte irgendein Kind beim Gehen aus einer Tüte Gummibärchen genascht und dabei einige verloren. Absichtlich oder unabsichtlich blieben die bunten Bärchen auf dem Boden liegen.

Die Lehrerin starrte also relativ entsetzt auf die Bärchen und ereiferte sich lautstark darüber, dass niemand die Bärchen vom Boden klaubte und wegwarf. Natürlich reagierte keiner der anwesenden Schüler. Darauf sprach sie eine Gruppe von Schülern an, die ihr am nächsten auf ein paar Stühlen saß, sie sollten den Abfall aufräumen. Als Antwort erhielt sie ein „Wir waren das nicht“, was sie noch wütender machte. „Ich war das auch nicht! Soll ich die jetzt etwa aufheben?“, fuhr sie die Kinder an. Betreten schwiegen die Kinder, bis eines aufstand und die Bärchen einsammelte. Die Lehrerin lobte das Mädchen: „Du bist eine ganz brave“, und zog weiter.

Ein paar Meter weiter war eine Reinigungskraft gerade dabei, den Boden mit einer Maschine zu wischen.

Ich mag es gar nicht, wenn Lehrer Kinder anschreien. Und ich mag es noch weniger, wenn Lehrer Kinder ungerechtfertigt anschreien.

Ein anderes Thema sind die Schulaufgaben, von denen ich ja regelmäßig in meinem Blog berichte, und die von vielen Besuchern meines Blogs gelesen werden.

Im Rückblick auf die verschiedenen Schulaufgaben fällt mir auf, dass einige Lehrer ihre Kommentare sehr unleserlich schreiben. Selbst ich als Erwachsener kann die Anmerkungen manchmal nicht lesen. Warum stehen sie denn dann überhaupt auf dem Blatt? Sinnvoll sind diese Randnotizen ja nur, wenn das Kind sie auch lesen und daraus lernen kann.

Einige Lehrer sind dazu übergegangen, die eigentliche Bewertung mit dem Computer zu schreiben, auszudrucken und an das Ende des Aufgabenblatts einzukleben. Finde ich gut! Denn dann kann das wenigstens jeder lesen.

Ich gönne jedem Lehrer seine eigene Handschrift, aber dann auf das Blatt fast unleserlich zu kritzeln, dass das Kind mehr auf eine saubere Form achten solle, wirkt dann schon sehr merkwürdig.

Mein Appell an alle Lehrer (und ich weiß, dass einige von Ihnen Lehrer sind): bitte helft unseren Kindern, indem ihr viele Kommentare an den Rand schreibt, aber bitte auch so, dass sie lesbar sind! Wäre super!

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Auch bei Ihnen muss es Fünfer und Sechser geben http://blog.sevke.net/2011/02/02/auch-bei-ihnen-muss-es-funfer-und-sechser-geben/ http://blog.sevke.net/2011/02/02/auch-bei-ihnen-muss-es-funfer-und-sechser-geben/#respond Wed, 02 Feb 2011 10:05:27 +0000 http://blog.sevke.net/?p=1217 … sagte ein Schulbeamter zur Grundschul-Lehrerin Sabine Czerny.

Ich wurde auf den älteren Spiegel-Artikel Grundschul-Rebellin erhält Courage-Preis hingewiesen. Ich muss zugeben, dass ich den Artikel nicht kannte. Wenn man diesen Artikel liest, fällt einem der Kiefer nach unten.

Zitat aus dem Artikel:

„Wir müssen jedes Kind zum Erfolg führen“, heißt ihr pädagogisches Mantra. „Ich wehre mich dagegen, dass es dumme Kinder geben muss.“ Deswegen vertritt sie in aller Öffentlichkeit weiter die Meinung, dass Noten ein Übel sind.

Das gefällt mir!

Der Schulbehörde gefiel das nicht, sie versetzte Frau Czerny quasi wegen zu guter Noten.

Ich habe diesen Fall nicht verfolgt und kenne deswegen auch nicht die Hintergründe. Aber wenn ich sehe, mit welchen schlechten Noten sich die Gymnasiallehrer in der Schule meines Sohnes zufrieden geben, komme ich ins Grübeln …

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Grundschule: Noten verbessern http://blog.sevke.net/2010/07/30/grundschule-noten-verbessern/ http://blog.sevke.net/2010/07/30/grundschule-noten-verbessern/#comments Fri, 30 Jul 2010 13:51:05 +0000 http://blog.sevke.net/?p=699 Heute war der letzte Schultag für unseren Sohn in der Grundschule. Nach den Sommerferien wird er nach Erding ins Anne-Frank-Gymnasium fahren.

Bis hierhin war es ein manchmal anstrengender Weg, immer mal wieder gab es auch Tränen.

An sich bin ich kein Freund von Belohnungssystemen für gute Noten, denn schließlich „lernen die Kinder ja fürs Leben und nicht für gute Noten“. Stimmt, aber mir war das als Kind ziemlich egal! Warum sollte das den heutigen Kindern anders gehen? Die ersten drei Jahre gab es auch keinen Anlass, in dieser Hinsicht besonders aktiv zu werden. Mitte letzten Jahres drifteten die Noten allerdings so langsam auf ein 3er Niveau. Uns als ehrgeizige Eltern konnte das nicht kalt lassen. Uns war klar, dass vor allem in Deutschland eine gute Schulausbildung die Grundlage für einen guten Job darstellte. Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn mein Sohn später ein Handwerk ausübt oder als Weltenbummler von dem lebt, was er sich so am Tage verdient. Mit einer guten Ausbildung hat er aber später selber die Wahl zu entscheiden, was ihm am meisten liegt und was er gerne machen möchte. Diese Möglichkeiten sind deutlich eingeschränkt, wenn er eine schlechtere Schulbildung hat. Mir ist auch bewusst (und die Lehrer auf den info-Abenden werden nicht müde, das uns Eltern immer und immer wieder einzubläuen – schließlich haben die Gymnasien einfach keinen Platz mehr für neue Schüler), dass ein Kind einfach mal mit der Hauptschule anfangen und dann später immer noch das Abitur machen kann. Ich bin aber auch der Meinung, dass ein Kind mit einem guten Zeugnis nicht zur Hauptschule gezwungen werden sollte, sondern den Besuch des Gymnasiums versuchen sollte. In manchen Gesprächen mit anderen Eltern hatte ich den Eindruck, dass der Besuch eines Gymnasiums oftmals überhaupt gar nicht erst in Erwägung gezogen wurde. („Wie? Gymnasium? Das Kind soll aufs Gymnasium gehen? So ein Schmarrn!“).

Wie auch immer … unser Kind sollte aufs Gymnasium gehen, wenn die Noten (als formale Bestätigung der Eignung) entsprechend gut wären.

Mit den Noten stehe ich ja so ein bisschen auf dem Kriegsfuß. Wenn die Arbeitsblätter bei den Proben so gut wie nicht lesbar sind, dann kann ein Kind noch so gut in dem entsprechenden Fach sein, es kann die Aufgabe schlichtweg nicht lösen, weil es gar nicht lesen kann, was erwartet wird. Schlechte Noten bedeuten nicht zwangsläufig, dass ein Kind in einem Fach schlecht ist. Da muss man schon genauer hinsehen und sein Kind beobachten.

Jedenfalls hatten wir vor einem Jahr den Eindruck, dass sich die Noten unseres Sohnes verschlechterten. Was tun? Üben, üben, üben? Ja, klar. Ohne Mithilfe des Kindes ist das ein unmögliches Unterfangen! Konzentrieren wollten wir uns auf die Hauptfächer Mathe, HSU und Deutsch.

Mathe war an sich kein Thema. Ich kann mich an eine Probenvorbereitung erinnern, in der es um die schriftliche Division ging. Es stellte sich heraus, dass unser Sohn hier praktisch keine einzige Aufgabe lösen konnte. Das war umso erstaunlicher, weil er in der Gesamtnote zwischen 1 und 2 pendelte. Wir stellten dann fest, dass den Kindern eine Technik für die schriftliche Division beigebracht wurde, die weder er noch ich verstanden. Viel Zeit vor der Probe hatten wir nicht mehr, deswegen versuchte ich gar nicht lange, mich in diese Lösungstechnik einzuarbeiten, sondern verwarf sie kurzerhand, erklärte meinem Sohn die übliche Art der schriftlichen Division und war mit dem Thema innerhalb einer halben Stunde inklusive Übungsaufgaben durch. Kein Fehler mehr! Ich sagte ihm, dass er genau diese Methode in der Probe verwenden sollte, auch wenn die Lehrerin sich vielleicht wundern würde, woher er diesen Rechenweg hatte. Das wäre egal, weil er die Aufgabe auf jeden Fall richtig rechnen würde. So kam es dann auch.

Witzigerweise lernten die Kinder dann wenige Tage/Wochen später auch noch den üblichen Rechenweg.

Wir konzentrierten uns also auf HSU. Hier war das Problem der große Umfang an relativ abstrakten Inhalten. Dazu habe ich in meinem Blog schon mal etwas geschrieben: HSU Probe. Für dieses Fach lernten wir entsprechend recht intensiv für die Proben. Schlechte Kopien der Arbeitsblätter konnten wir dadurch natürlich nicht verhindern.

Für Deutsch hatten wir verschiedene Übungsansätze. Einer zielte darauf ab, die Rechtschreibung zu verbessern. Dazu nutzten wir die gute alte Karteikasten-Methode, schrieben also die meisten Wörter auf, die er bis zum Ende der 4. Klasse beherrschen musste, ergänzten sie immer mal wieder durch Wörter, über die er in Aufsätzen stolperte und fragten sie ab. Dazu nahmen wir uns einen Satz von 30 bis 50 Karteikarten mit dementsprechend vielen Wörtern, diktierten jedes einzeln und ließen es schreiben. Danach wurden die fehlerhaften Wörter markiert und erneut richtig aufgeschrieben. Die Karteikarten mit den falschen Wörtern steckten wir ganz vorne in den Karteikasten, damit sie beim nächsten Mal gleich wieder geübt werden konnten, die anderen Karten kamen ganz nach hinten in den Kasten. Uns ging es nicht darum, Fehler zu zählen oder gar Noten zu geben. Ziel war einzig die Wiederholung. Je öfter man ein Wort richtig schreibt, desto mehr prägt sich die richtige Schreibweise ein. Die Rechtschreibsicherheit unseres Sohnes verbesserte sich deutlich.

Zurück zum Belohnungssystem. Üben ist wichtig, aber Üben macht überhaupt keinen Spaß!

Also was nun? Für jede Eins in einer Probe 5 Euro bezahlen? Für jede 5 als Note 5 Euro bezahlen lassen? Nein, wir wollten unser Kind auf keinen Fall mit Geld belohnen. Letztendlich entschieden wir uns für einen sehr teuren Weg und schrieben einen Vertrag, den Mama, Papa und Kind verbindlich unterschreiben mussten:

Vertrag über Belohnungen für gute Noten

Vertrag über Belohnungen für gute Noten

Der Vertrag wurde an prominenter Stelle in der Küche aufgehängt. Wir sind keine Pädagogen, sondern nur Eltern, die ihre Kinder lieben. Wahrscheinlich haben wir mit diesem Vertrag einen schweren Defekt in der Psyche unseres Kindes angelegt, wer weiß das schon.

Jedenfalls konnten wir zwei Hauptfächer um jeweils eine ganze Note innerhalb eines Jahres verbessern. Natürlich war es nicht der Vertrag alleine, der das bewirkt hatte.

Heiko hat heute ein Super Zeugnis mit nach Hause gebracht! Seine Schwester hat inzwischen sogar drei Einser im Zeugnis, geht allerdings auf die Realschule. Wir sind auf beide super stolz!

Der Vertrag galt nur für die Grundschule. Wie sich die Noten auf dem Gymnasium entwickeln, und was wir dann gegebenenfalls an kreativen Maßnahmen entwickeln werden, wird sich zeigen.

Wie seid ihr vorgegangen, um gemeinsam mit euren Kindern die Noten zu verbessern?

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HSU Probe in der 4. Klasse http://blog.sevke.net/2010/06/27/hsu-probe-in-der-4-klasse-2/ http://blog.sevke.net/2010/06/27/hsu-probe-in-der-4-klasse-2/#respond Sun, 27 Jun 2010 09:51:23 +0000 http://blog.sevke.net/?p=613 Meine Artikel über HSU Proben in der 4. Klasse werden sehr häufig gelesen, wie ich aus den Zugriffsstatistiken weiß.

Gerne veröffentliche ich deswegen hier die Fragen einer Probe der letzten Woche, allerdings kommentarlos. Wer gerne selber kommentieren möchte, darf sich gerne unter dem Artikel austoben (eine Anmeldung ist aber erforderlich, um Spam zu vermeiden). Rechtschreibung, Interpunktion und Hervorhebung habe ich direkt übernommen, nur falls sich jemand um verloren gegangene Kommas Sorgen machen sollte.

  1. Zur Gemeinde Forstern gehört nicht nur die Ortschaft Forstern! Nenne noch fünf weitere Ortschaften!
  2. Begründe, warum es sinnvoll ist eine Gemeinde zu bilden!
  3. Überlege dir, warum es wichtig ist, dass der Gemeinderat und der Bürgermeister nach einer festgesetzten Zeit neu gewählt wird!
  4. Verbessere den folgenden Text! Streiche Falsches durch und schreibe die richtigen Begriffe leserlich darüber!
    Eine Gemeinde ist eine Feindschaft von Bürgern. Der Kirchenrat und der Bundeskanzler wird von den Senioren der Gemeinde gewählt. Der Bürgermeister wird jedes Jahr neu bestimmt
  5. Nenne fünf Aufgaben einer Gemeinde
  6. Lorenz und Seppi finden es lustig an der Schule die Wände zu beschmieren. Erkläre wieso sie sich damit letzendlich selbst schaden.
  7. Die Gemeinde hat viele Aufgaben. Woher bekommt sie das notwendige Geld? Nenne sechs Einnahmequellen!
  8. Du siehst hier verschiedene Müllsorten. Überlege dir, wohin du sie entsorgst! Ergänze die Tabelle mit den passenden Fachbegriffen!
    (Es folgt eine Tabelle mit sechs skizzierten Objekten, neben die jeweils der Entsorgungsort eingetragen werden soll.)
    • ein zerbrochener Holztisch
    • ein Tetra-Pack mit der Aufschrifft „Plastik“
    • ein Buch
    • ein (ich vermute mal) kaputter Fußball
    • eine Flasche mit der Aufschrift „Glas Pfand“
    • eine Bananenschale und ein Apfelrest
  9. Nenne drei Möglichkeiten, wie du mit deiner Familie im Alltag Müll vermeiden kannst!
  10. Die Mülldeponie (Müllberg) ist eine Möglichkeit Restmüll zu beseitigen. Nenne einen Vorteil und einen Nachteil dieser Entsorgung! Antworte in ganzen Sätzen!
  11. Wieso ist es sinnvoll, die Müllmenge möglichst gering zu halten? Überlege dir zwei Gründe und notiere sie!

Insgesamt konnten 32 Punkte erreicht werden.

HSU Probe Müllsorten

HSU Probe Müllsorten Tabelle


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Übungsblatt in der 4. Klasse: Rechter Winkel http://blog.sevke.net/2010/05/16/ubungsblatt-in-der-4-klasse-rechter-winkel/ http://blog.sevke.net/2010/05/16/ubungsblatt-in-der-4-klasse-rechter-winkel/#respond Sun, 16 May 2010 12:58:22 +0000 http://blog.sevke.net/?p=595 Mathematik Übung Rechter Winkel

Letzte Woche hat mein Sohn mal wieder so ein Arbeitsblatt nach Hause gebracht, bei dem sich mir die Nackenhaare aufstellen. Möglicherweise habe ich auch nur den Witz nicht richtig verstanden, aber für mich muss die Überschrift in dem Ausschnitt entweder „Rechter Winkel“, „Ein rechter Winkel“ oder „Der rechte Winkel“ heißen, aber keinesfalls „Der rechter Winkel“. Lernt man das heute wirklich so?


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Ethik versus Religion http://blog.sevke.net/2010/03/03/ethik-versus-religion/ http://blog.sevke.net/2010/03/03/ethik-versus-religion/#respond Wed, 03 Mar 2010 07:54:03 +0000 http://blog.sevke.net/?p=561 Mein Sohn lernt im Augenblick viel über so genannte Weltreligionen. Davon gibt es laut Wikipedia 5, im Ethik-Unterricht werden aber nur Christentum, Islam und Judentum besprochen. Ich finde das dennoch super!

Die einzige Frage, die sich mir aufdrängt ist: „Was lernen die Kinder dann eigentlich im Religionsunterricht?“ Heiko nimmt nicht daran teil, so dass ich von ihm nichts erfahren kann. Freue mich über eure Kommentare!

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