Freizeit – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Freizeit – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Weiher Feia 2017 in Erding am Kronthaler Weiher http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/ http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/#respond Fri, 11 Aug 2017 17:34:26 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8827 Die jährliche WeiherFeia in Erding ist eines der Top-Ereignisse im Landkreis Erding.

Letztes Jahr konnte die größte Strandparty Erdings leider nicht stattfinden, weil das Gelände am Kronthaler Weiher umgebaut wurde.

Aber dieses Jahr am 5. August war es wieder so weit.

Schon seit 2009 gibt es die WeiherFeia am Kronthaler Weiher in Erding. Bisher hatte ich nur ein einziges Mal daran teilgenommen, nämlich 2011. Damals hatte ich dazu einen kurzen Artikel geschrieben.

Was ist der Kronthaler Weiher?

Blick über den Strand des Kronthaler Weihers in Erding

Der Kronthaler Weiher ist ein aus einem Baggersee hervorgegangenes Naherholungsgebiet im Norden von Erding. Im See kann man baden und eine große Liegewiese lädt zum Entspannen ein. Wer es nicht gar so entspannend mag, kann sich bei Boccia, Beachvolleyball, Beachhandball, Fußball, Minigolf oder auf dem Trampolin austoben. Auch eine kleine Calisthenics-Anlage ist am südlichen Rand vorhanden. Für die Kinder gibt es mehrere Spielplätze. Für die Väter gibt es Grillplätze.

Ganz wichtig: der Zugang zum Gelände ist kostenlos.

Es gibt zwar gute Parkplätze (sogar mit Bäumen für Schatten ausgestattet) in unmittelbarer Nähe. Diese dürften jedoch an richtig warmen Sommertagen und bei Veranstaltungen wie der WeiherFeia nicht ausreichen. Auf dem nahe gelegenen Volksfestplatz stehen viele weitere Parkplätze zur Verfügung. Allerdings muss man von dort ein paar Minuten zu Fuß durch eine Kleingartenanlage gehen. Wenn man Pech hat, bleibt man beim kleinen Biergarten Blumenhof hängen und erreicht den See gar nicht erst. 😉

Was ist die WeiherFeia?

Blick über das Ostufer des Kronthaler Weihers in Erding

Veranstalter der jährlichen WeiherFeia ist die Wasserwacht Erding, die am See selbstverständlich über eine eigene Wachststation verfügt.

An einem einzigen Tag des Jahres im August wird ein Großteil der Liegewiese zu einem riesigen Biergarten umgestaltet. (Vielleicht könnte man das auf zwei Tage ausdehnen. Was meint ihr?) Am Rand der Wiese stehen zahlreiche Buden mit diversen kulinarischen Verführungen. Natürlich gibt es auch etwas zu trinken, vor allem selbstverständlich Bier der Brauerei Erdinger Weißbräu.

Der Freizeit- und Badebetrieb wird durch den Biergarten nicht eingeschränkt. Nachmittags vermischt sich alles zu einer Art Riesen-Happening. Spielt das Wetter mit, so sieht man überall fröhliche und ausgelassene Menschen jeder Altersklasse.

Abends geht der Betrieb dann langsam in eine große Party über. Auf einer Livebühne wird zunächst Konservenmusik des Radiosenders Rock Antenne gespielt. Später heizt dann die Band Ois Easy ein und sorgt für richtig viel Stimmung.

Das Ganze endet dann irgendwann gegen Mitternacht.

Wie war die WeiherFeia 2017?

Foto mit Blick über das WeiherFeia Gelände in Erding

Natürlich geht (gefühlt) so ziemlich jeder Erdinger zur WeiherFeia! Das Wetter war bestens. Und auf diversen Plattformen (siehe auch meinen Artikel zu Erdinger Freizeitgruppen) wurden eifrig Treffen organisiert.

Screenshot der Anmeldungen bei den Münchner SinglesAuch die Superdinger wollten sich gegen 18:00 auf der WeiherFeia treffen. Allerdings waren einige der Mitglieder bereits bei den Münchner Singles für ein dort organisiertes Event angemeldet. Das spielte natürlich keine große Rolle, denn eine Abschottung einer Gruppe von irgendeiner anderen gab es nicht.

Ich habe gar nicht erst versucht, am Weiher zu parken, sondern habe direkt den Volksfestparkplatz angesteuert. Überraschenderweise standen dort noch gar nicht besonders viele Autos. Umso besser. Die paar Meter Fußweg durch die Kleingartenanlage und vorbei an dem kleinen Blumenhof-Biergarten empfand ich als angenehm.

An allen Zugängen gab es dieses Jahr Taschenkontrollen. Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen. Ich selber hatte aber keine Tasche dabei.

Einen bestimmten Treffpunkt hatte ich mit niemanden ausgemacht.

So bin ich erst einmal alleine über das Gelände spazieren gegangen.

Das Video gibt ganz gut die Stimmung am Nachmittag wieder.

Die Wasserwacht Erding verkaufte Getränke, um die eigenen finanziellen Reserven etwas aufzustocken. Da ich bereits 2011 ein Foto von der Preistafel gemacht hatte, kann ich hier die Preise von 2011 denen von 2017 gegenüberstellen:

Preisvergleich Getränke 2011 und 2017

Sieht mir nach einer moderaten Preisentwicklung aus … immerhin liegen 6 Jahre dazwischen.

Auf der anderen Seite gab es die Imbissbuden. Leider wurden die nicht wirklich mit all den vielen hungrigen Menschen fertig. Dementsprechend gab es überall lange Warteschlangen. Wer Hunger hatte, musste geduldig sein. Ich verzichtete auf eine Mahlzeit.

Es waren sehr viele Menschen unterwegs, aber alles sah friedlich aus.

Plötzlich sprang mich eine junge Dame von hinten an, weil sie mich wiedererkannt hatte. Sie informierte mich darüber, wo sich die MüSis breit gemacht hatten. Das fand ich sehr nett, wollte aber noch ein bisschen weiter herumschlendern.

Auch die Superdinger meldeten sich per WhatsApp bei mir und schließlich auch noch Heike, die mit ihren Nachbarn unterwegs war.

Bei den MüSis kam mir dann plötzlich eine meiner Mitreisenden von meiner Sunwave-Reise nach Lissabon (2016) entgegen. Sie war extra von München nach Erding raus gefahren, um mit den MüSis zusammen zu feiern.

Vielen Leuten wird es auf der WeiherFeia so gegangen sein wie mir: man traf Bekannte und Freunde … geplant oder eben auch ungeplant.

So verging der Nachmittag mit Anstehen, Trinken, Herumschlendern, Herumstehen und Gesprächen.

Gegen Abend verlagerte sich ein Teil der Menschenmenge immer mehr zur Live-Bühne.

Auch die Kinder durften mitmachen und hatten Spaß!

Als die Sonne unterging, wurde es … ja … es wurde schlagartig richtig dunkel, denn schwarze Wolken zogen auf und ließen Böses erahnen. So gegen 21:30 Uhr fing es dann auch an zu regnen, nicht schlimm, aber doch genug, um nass zu werden. Ein Bierzelt gab es als Rückzugsmöglichkeit leider nicht. Stattdessen drängten sich viele unter den Sonnenschirmen, die vor allem beim Biergarten aufgestellt worden waren. Aber die reichten natürlich nicht aus. Den meisten machte das nichts aus, sie ergaben sich in ihr Schicksal und ignorierten den Regen einfach.

Zwischendurch gab es immer mal wieder trockene Phasen, aber danach regnete es wieder.

Inzwischen hatten auch schon viele die WeiherFeia verlassen. Auf der Bühne wurde es (zeitweise) rockiger.

Irgendwann gegen Mitternacht zogen wir Superdinger weiter zum Sommergarten Erding, der zwar offiziell nur bis 23:00 Uhr Biergartenbetrieb hatte, heute aber eine Stunde länger geöffnet war. Heute eröffnete auch die Diskothek, so dass dort sehr viele junge Leute herumstanden und Einlass begehrten. Uns zog es in den bereits verwaisten Biergarten. Jeder besorgte sich noch etwas zu trinken und wir quatschten (ratschten) noch eine Weile, bis wir so gegen 01:00 Uhr freundlich aus dem Biergarten geworfen wurden.

Draußen war jetzt Schluss. Innen in der Disco ging es weiter … aber ohne uns. 😉

]]>
http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/feed/ 0 8827
Die Superdinger – eine Freizeitgruppe im Landkreis Erding http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/ http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/#respond Wed, 19 Jul 2017 20:00:02 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8788 Da sich meine Familiensituation bereits vor einigen Jahren unerwartet, aber drastisch verändert hat, bin ich immer mal wieder auf der Suche nach ein paar netten Leuten im Landkreis Erding, mit denen ich ab und zu mal etwas zusammen unternehmen kann. Ich komme zwar bestens alleine klar, bin aber nur bedingt gerne alleine unterwegs. Denn mir fehlt das Teilen von Eindrücken und Erfahrungen. Und außerdem höre ich gerne, wie andere dasselbe erleben und wie sie darüber denken. Deswegen war ich 2016 auch mit einer Reisegruppe im Urlaub (Portugal-Urlaub mit Sunwave). Und wahrscheinlich werde ich 2018 wieder einen Urlaub mit einer Reisegruppe machen … 2017 fällt aus.

Darum soll es hier aber gar nicht gehen.

Logo der Ü40 - Erding Gruppe in Facebook

Diverse Dating-Plattformen und Single-Plattformen bieten die Möglichkeit, andere Leute kennenzulernen, und dies nicht nur zum sofortigen Heiraten. Als erstes muss ich Facebook nennen. Jede Region hat diverse selbst organisierte Gruppen, in denen sich Leute zur gemeinsamen Freizeitgestaltung zusammenfinden.

Eine Gruppe der Münchner Singles im fröhlichen Gespräch

(c) Münchner Singles, Meran & Haslberger GbR

Für den Münchener Raum will ich an dieser Stelle sehr gerne auf die MüSis hinweisen, über die ich schon mal geschrieben habe (Münchner Singles Forum). Das Forum dort sollte man eher meiden, aber positiv ist die große Anzahl an Veranstaltungen, die (in erster Linie von den Mitgliedern selber) organisiert werden. Die Mitgliedschaft ist recht günstig. Wissen muss man, dass man bei den MüSis eher Leute des mittleren und noch höheren Alters findet. Für sehr junge Menschen ist diese Plattform ungeeignet. Dann doch lieber Tinder. 😉


Vor einigen Wochen habe ich Google mal mit den Suchbegriffen „freizeit singles ü40 erding“ gefüttert und bin dann bei diesem Suchergebnis gelandet:

Screenshot des Google Suchergebnisses

Hm … Superding, und das auch noch in gesperrter Schrift … was sollte das sein? Sup-Erding? Oder wirklich Super-Ding? Am Ende entschied ich mich dafür, dass es sich um eine Verschmelzung der Wörter „SupER“ und „ERding“ handeln musste. Die treffen sich regelmäßig beim Daimerwirt in Moosinning. Den kannte ich noch nicht, aber laut Google Maps war die Anfahrt sehr einfach.

Später erfuhr ich dann, dass „Superding“ eigentlich „S. u. P. Erding“ heißt. Und das steht für „Singles und Paare aus Erding“. Also etwas ganz anderes.

Der Name ist aber eigentlich auch völlig egal. Wichtig sind die Leute. Und die kann man nur persönlich kennenlernen, wenn man seinen Hintern zu einem der Stammtischtreffen bewegt.

Stammtischtreffen beim Daimerwirt in Moosinning

Blick auf den Daimerwirt in Moosinning von der Biergarten-Seite aus

Am 13. Juli war ich also beim Daimerwirt in Moosinning. Wenn man auf der Hauptstraße durch den Ort fährt, ist dieses Lokal recht unscheinbar. Aber einmal abbiegen und ich hatte einen großen Parkplatz auf der einen Straßenseite und einen sehr gut besuchten Biergarten auf der anderen Straßenseite vor mir. Nein, das war definitiv keine kleine Dorfkneipe!

Ich war doch etwas überrascht und verunsichert. Wie sollte ich denn hier eine Gruppe von lauter Unbekannten identifizieren?

Mir blieb nichts anderes übrig, als im Wirtshaus eine Bedienung nach der Gruppe zu fragen. Eine Gruppe, die sich regelmäßig dienstags dort traf, sollte doch bekannt sein. War sie auch … aber nicht der Gruppenname.

Gleich am Eingang an einem langen Tisch und zum Teil an einem zweiten langen Tisch saßen sie, die Superdinger. Ein erster Rundumblick ließ mich den Altersbereich auf Ü40 einschätzen. Das passte also ganz gut zu meinem eigenen Alter.

In eine neue Gruppe zu kommen, ist nicht für jeden eine einfache Sache. Zum einen hängt es natürlich von einem selbst ab, zum anderen hängt es aber auch von den Gruppenmitgliedern ab, die sich meistens schon lange kennen.

Genau darüber haben wir uns später in der Gruppe unterhalten. Da wurden auch Vergleiche zu den MüSis gezogen, mit denen einige ebenfalls Erfahrungen hatten.

Jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, von der Gruppe abgelehnt zu werden, sondern wurde schnell eingebunden.

Der Biergarten war an dem warmen Tag sehr gut besucht. Das Essen schien zu schmecken, so weit ich das bei einem einzigen Besuch beurteilen konnte. Die Speisekarte war auf jeden Fall ziemlich umfangreich.

Offiziell treffen sich die Superdinger immer um 18:00 Uhr. Ich kam erst später dazu (so gegen 19:00 Uhr), bedingt durch den langen Weg vom Büro nach Moosinning. Allgemeine Auflösung war kurz nach Sonnenuntergang, so gegen 22:00 Uhr. Überraschend fand ich, dass einige Leute bereits sehr früh wieder gingen. Auf der anderen Seite ist es gut, wenn sich niemand verpflichtet fühlt, bis spät in die Nacht hinein dabei bleiben zu müssen.

Der Abend war anregend und sehr unverkrampft.

Stammtischtreffen im Erdinger Biergarten

Am 18. Juli sollte das nächste Treffen im wieder eröffneten Biergarten in Erding stattfinden (früher Hunter bzw. Schiaßn). Momentan hat dieser Biergarten wohl den Namen Sommergarten erhalten. Der Standort war aus meiner Sicht schon immer sehr gut. Gut zu erreichen, gute (kostenlose) Parkmöglichkeiten, schöne Umgebung. Leider konnte sich in den letzten Jahren kein Betreiber so richtig lange halten. Es gab häufig Kritik zum Essen und sogar zum Service. Ich persönlich finde es dort immer sehr urig und gemütlich, kannte aber den Biergarten seit dem Umbau noch nicht.

Blick über den neuen Sommergarten in Erding

Die vereinbarte Uhrzeit von 18:00 Uhr konnte ich natürlich nicht einhalten, es wurde dann wieder so 19:00 Uhr. Überrascht hat mich der sehr volle Parkplatz beim Biergarten. So voll hatte ich den noch nie gesehen. Die Sinnflut (das kleine „Tollwood“ in Erding – immer zu empfehlen!) wurde gerade aufgebaut, so dass der Volksfestplatz als Parkplatz komplett ausfiel. Der volle Parkplatz ließ Böses für den Biergarten erahnen.

Und tatsächlich: es war brechend voll! Hm … kein Wunder bei dem schönen warmen Wetter. Und es sei dem Betreiber auch gegönnt.

Was das Finden von Leuten in großen Menschenmengen betrifft, bin ich ein bisschen behindert. Deswegen bin ich immer dankbar, wenn ich gefunden werde. Das klappte auch diesmal. Während mein Blick noch suchend die Menschen scannte, winkte mir Ela zu und ich fand sofort zu meiner Herde.

Gruppenbild der Superdinger im Sommergarten Erding

Klar, der Tisch war mit 9 Leuten bereits gut besetzt, aber irgendwie geht es immer. Alle rückten noch näher zusammen und ich konnte mich noch an den Rand quetschen.

Der ehemalige Teil mit der Live-Bühne ist zu einer Art Mauerruine umgebaut worden. Sieht hübsch aus und bietet mehrere (voll einsehbare) Pseudo-Séparées. In einer Ecke (in der Nähe des Bierausschanks) gibt es einen Kinderspielplatz, dessen Boden komplett mit Sand aufgeschüttet ist, so dass das Ganze wie am Strand aussieht. Verstärkt wird der Eindruck durch viele Sonnenliegen, wo es sich die Eltern gemütlich machen können.

Vor dem Hauptgebäude gibt es noch eine Strandbar mit weiß bezogenen Sitzmöbeln und (natürlich) Musikuntermalung.

Personal war insgesamt ausreichend vorhanden. Alle waren sehr jung und schienen noch etwas ineffizient zu arbeiten. Probleme gab es aber keine.

Die Bänke sind übrigens zum größten Teil mit Rückenlehnen ausgestattet. Das ist vielleicht für einen Biergarten etwas ungewöhnlich, aber deutlich bequemer. Alle Tische waren mit lebendigen Blumen geschmückt. Auch das ist wohl eher ungewöhnlich, wirkt aber sympatisch.

Was mir schon letzten Dienstag an den Superdingern gefallen hat, war, dass sich die Leute tatsächlich unterhielten und nicht nur stumm herumsaßen. Auf diese Weise erfuhren die beiden Neuen, Eva und ich, einiges über frühere Veranstaltungen und über die Leute selber. Im Gegenzug gab es natürlich auch Fragen an uns. Die Stimmung war sehr gut und es gab jede Menge Frotzeleien untereinander. Einmal habe ich etwas über die Stränge geschlagen, was mir dann hinterher auch ziemlich leid tat. Ich hatte den Eindruck, dass niemand dem anderen etwas schenkte und dass auch niemand so schnell sauer wurde.

Wir unterhielten uns unter anderem auch über die Gruppen-Disziplin. Dieses Jahr hatten wohl noch nicht so viele gemeinsame Veranstaltungen stattgefunden, weil die Organisation meistens an denselben Leuten hängen blieb, die für ihre Arbeit oft auch noch mit vielen Absagen belohnt wurden. Das ist möglicherweise ein Phänomen unserer modernen Zeit, denn ich kenne das schon von anderen Gruppen. Am Ende macht dann halt gar keiner mehr etwas. 🙁

So gegen 22:00 Uhr löste sich der Großteil der Gruppe auf und nur Gabi, Gerhard und ich gingen noch in die Beach-Lounge. Um ca. 23:00 Uhr verließen auch wir den Sommergarten. Der Biergarten war zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie leer.

Nächsten Dienstag findet das nächste Treffen wieder beim Daimerwirt in Moosinning statt.

Aber vorher steht noch die Sinnflut an, und zwar bereits am Freitag um 18:00 Uhr.

Wer jetzt Lust hat, die Superdinger kennenzulernen, kann einfach dazustoßen oder mich kontaktieren … ich leite das dann weiter.

]]>
http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/feed/ 0 8788
Jochen Schweizer Arena in München http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/ http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/#respond Sun, 18 Dec 2016 22:13:45 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8352 Bild des Eingangs zur Jochen Schweizer Arena in München

(c) Jochen Schweizer

Was schenkt man jemanden, der alles hat oder nichts braucht? Wenn wir ehrlich sind, erinnern wir uns gerne an Veranstaltungen, die uns aus dem Alltag herausgerissen haben. Fallschrimspringen ist so eine Geschichte. Das hat mein Sohn bereits im April 2014 absolviert.

Dazu muss man allerdings etwas weiter weg fahren. Hier in der Nähe wird das, glaube ich, nicht angeboten. Aber es gibt noch eine einfachere Variante, das Bodyflying. Dazu wird ein Windkanal senkrecht gestellt und du darfst dich dann vom Wind in die Höhe pusten lassen. Mords-Lärm, aber du schwebst.

Ein bekannter Anbieter von allerlei Events ist Jochen Schweizer.

Die Jochen Schweizer Arena in München

Für 2017 hat sich Jochen Schweizer etwas Neues ausgedacht. Ab sofort werden die Events nicht mehr überall auf der Welt angeboten, sondern auch stationär in der eigenen Arena. Die Jochen Schweizer Arena eröffnet am 4. März im Süden von München, direkt gegenüber von Ikea.

Ob es was taugt, wird sich dann frühestens im März zeigen.

Der Eintritt ist frei. Man kann sich die Arena also jederzeit ansehen und den Leuten bei ihrer Action zusehen. Und wenn es einem gefällt, kann man sicher vor Ort gleich ein Event buchen oder einen Geschenkgutschein kaufen.

Opening Special als Geschenk

Ich will hier auch gar nicht Werbung für die Arena machen, mir geht es eigentlich um etwas ganz anderes.

Auf der Website von Jochen Schweizer wird das so genannte Opening Special angeboten. Es beinhaltet die folgenden Leistungen:

  • Bodyflying: 2 Flüge
  • Wahlweise 1,5 Stunden Outdoor-Adventure-Park oder 45 min Surfen auf der stehenden Welle
  • Betreuung & Einweisung durch erfahrene Instruktoren
  • Erforderliche Ausrüstung inkludiert
  • Ein heißer Snack und ein Erfrischungsgetränk

Da war es wieder … Bodyflying

Das müsste doch jemanden, der Spaß daran hat, in 4.000 Meter freiwillig aus einem Flugzeug zu hüpfen, begeistern. Der Preis von 89,90 Euro war überschaubar. Das Bodyflying dauerte zwar jeweils nur 1 Minute pro Flug, aber naja. Mir kam das sehr kurz vor, aber es müsste sich in der Praxis zeigen, ob das trotzdem Spaß machte. Vielleicht konnte man ja beide Flüge hintereinander machen, also 2 Minuten insgesamt.

Ich habe also am 20.11.2016 das Opening Special rechtzeitig für Weihnachten bestellt.

Die Bestellbestätigung kam am selben Tag und beinhaltete noch die von mir gewünschte Geschenkverpackung (plus 5,90 Euro) sowie eine Versandpauschale von 4,00 Euro, insgesamt nun also 99,80 Euro. Bereits am nächsten Tag ging die Lieferung raus zu mir.

Foto der Geschenkverpackung eines Jochen Schweizer Events

Was bei mir ankam, war ein beinahe quadratischer Karton im Schuber-Format. Ich meine, es geht hier nur um einen Gutschein … wozu also der Karton? Aber mir gefiel sofort, was ich in den Händen hielt. Das Bild war sehr farbenfroh und mit einer positiven Botschaft versehen.

Foto mit Grusskarte und Gutscheinkarte

Den Karton konnte ich aus dem Schuber herausdrücken. Darin befand sich ein neutral gestalteter weißer Karton, den man aufklappen konnte. Innen war auf der linken Seite eine Grußkarte mit demselben Motiv eingesteckt, das auch für das Cover verwendet wurde. Auf der Rückseite der Grußkarte war Platz für meine persönlichen Weihnachtswünsche. Rechts befand sich der Gutschein. Viel Verpackung für wenig Inhalt, aber in diesem Fall fand ich es angemessen und auch sehr hübsch anzuschauen.

Foto des Jochen Schweizer Gutscheins für das Opening Special in der Arena in München

Okay, richtig lesen kann man das jetzt nicht, aber es ist auch egal. Auf dem Gutschein wird noch mal kurz beschrieben, wofür der Gutschein ist. Außerdem gibt es eine Gutschein-Nummer, die man natürlich für die konkrete Terminplanung brauchte. Dies konnte durchaus online erfolgen.

Am 2. Dezember erhielt ich per E-Mail die Bitte, ein kurzes Feedback zur Abwicklung zu geben. „Ihre Meinung ist uns wichtig“. Das ist okay und sollte von Firmen auch tatsächlich genutzt werden, um Verbesserungspotenzial für die Geschäftsprozesse identifizieren zu können. Aber ich bin nicht so der Feedback-Geber. Letztendlich konnte ich auch noch nicht viel beitragen, denn die eigentlichen Events standen uns ja noch bevor.

Rabatt oder kein Rabatt?

Am 6. Dezember fand ich plötzlich auf der Website von Jochen Schweizer ein Rabatt-Angebot für genau dieses Event, also das Opening Special. Der Preis war glatte 20 Euro niedriger als der, den ich bezahlen musste. Statt 89,90 Euro waren es nur noch 69,90 Euro, das waren fast 23 Prozent weniger. Ich war dann doch ziemlich baff. War dieses Event so ein Ladenhüter, das man es noch vor der Eröffnung der Arena im Preis herabsetzen musste?

Jedenfalls wollte ich diesen Rabatt auch erhalten!

Nun ist es aber so, dass ich ein 14-tägiges Rückgaberecht habe, die Rabatt-Aktion aber vom 5.12. bis 12.12. lief (wie man mir per E-Mail später mitteilte). Ich hätte also den Vertrag am 4.12. stornieren müssen. Somit hatte ich den Rabatt von 20 Euro um genau einen einzigen Tag verpasst.

Rabatt ist Rabatt. Pech gehabt! Was regst du dich auf? Ich weiß schon, aber 20 Euro sind eben auch 20 Euro.

Heikos Mutter hat noch am selben Tag bei der Kundenbetreuung von Jochen Schweizer angerufen, konnte aber nichts erreichen.

Ich habe am 7.12. eine E-Mail an den Jochen Schweizer Kundenservice geschrieben und meinem Ärger Luft verschafft. Noch am selben Tag erhielt ich eine automatisierte Empfangsbestätigung per E-Mail.

Am nächsten Tag erhielt ich eine weitere E-Mail mit der Bitte um Geduld, weil meine Anfrage noch in Bearbeitung wäre. Und tatsächlich dauerte es vier weitere Tage, bis ich die endgültige Antwort erhielt. Auch diesmal wurde mir mitgeteilt, dass man da leider nichts machen könnte. In meiner Beschwerde-E-Mail hatte ich statt einer Gutschrift angeboten, das Angebot von zwei Bodyflying-Flügen auf drei oder vier zu erweitern. Aber auch dies wurde explizit abgelehnt.

Kulanz als Mittel zur Kundenzufriedenheit?

Nun haben die Jochen Schweizer Leute mit allem recht. Natürlich hatte ich (Depp) meinen Gutschein einfach zu früh gekauft. Da gab es nichts dran zu rütteln.

Aber bei der Jochen Schweizer Arena geht es um ein ganz neues Angebot in der Region.

Ein wenig Kulanz in meiner Sache hätte dem Unternehmen sicher nicht geschadet, sondern meine Kundenzufriedenheit erhöht.

So wird riskiert, dass ein Kunde seine (für ihn) negativen Erfahrungen an andere Menschen weitergibt. Sollte man das wirklich riskieren?

Ich denke, dass war keine gute Reaktion vom Jochen Schweizer Kundenservice.

So bleibt bei mir ein druchaus negativer Beigeschmack zurück.

Wir werden sehen, wie uns die Jochen Schweizer Arena gefallen wird und ob die Events dort wirklich attraktiv sind. Aber dazu werde ich etwas schreiben, wenn wir da gewesen sind.

]]>
http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/feed/ 0 8352
Lissabon-Reise mit Sunwave – Vorbemerkung http://blog.sevke.net/2016/05/13/lissabon-reise-sunwave-vorbemerkung/ http://blog.sevke.net/2016/05/13/lissabon-reise-sunwave-vorbemerkung/#respond Fri, 13 May 2016 12:58:58 +0000 http://blog.sevke.net/?p=7487 Bild-Logo Sunny Portugal

So … am 4. Mai ist es dann also endlich losgegangen!

Für die Schnell- und Querleser:
Kann ich die Reise mit Sunwave Singelereisen empfehlen?

Ja, die Reise ist absolut empfehlenswert, zumindest mit dieser Reisegruppe und mit dieser Reiseleiterin. Helena war wohl das Beste, was einem bei dieser Art von Reise passieren kann.

War alles perfekt?

Nein, das war es nicht. Darauf komme ich aber an den einzelnen Tagen noch zu sprechen.

Um noch eine andere Frage gleich am Anfang zu beantworten: Hast du auf deiner Singlereise mit Sunwave deine Traumfrau gefunden? Ich bin die Reise als Single angetreten und ich habe die Reise auch als Single beendet.

Falls du einer meiner Mitreisenden warst, dann möchte ich dich ermuntern, sehr gerne einen Kommentar an meine Artikel oder eine Ergänzung anzuhängen. Es sind ja nicht immer alle der gleichen Meinung.

Wie üblich nenne ich nur Namen, wenn mir das explizit erlaubt wurde. Alle Fotos stammen von mir oder Angela. Bei den Fotos werde ich den Urheber aber entsprechend erwähnen.

Das Hotel hatte eine gute Lage, war aber nur durchschnittlich.

Ein Verbesserungsvorschlag an die Adresse von Sunwave:
Bitte schafft euch mobile Navigationsgeräte an und programmiert die wichtigsten Ziele ein. Gebt dann jedem eingetragenen Erstfahrer das mobile Navi in die Hand. Dann passiert es wahrscheinlich seltener, dass jemand kurzerhand die Vasco-da-Gama Brücke nimmt, um nach Carcavelos zu fahren.

Die einzelnen Tage beschreibe ich jeweils in einem eigenen Artikel.


 weiter zum Anreisetag, jetzt aber wirklich!


Alle Sunwave Artikel in meinem Blog.
Meine Portugal-Artikel.
Übersicht über Facebook-Gruppen, die sich mit Portugal beschäftigen.
Übersicht über deutschsprachige Portugal-Foren.


]]>
http://blog.sevke.net/2016/05/13/lissabon-reise-sunwave-vorbemerkung/feed/ 0 7487
Vorstellung der neuen Perry Rhodan Comics http://blog.sevke.net/2016/01/30/perry-rhodan-comics/ http://blog.sevke.net/2016/01/30/perry-rhodan-comics/#respond Sat, 30 Jan 2016 16:30:14 +0000 http://blog.sevke.net/?p=7132 Hinweis:
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gesponserten Artikel.
Der vorliegende Comic-Band wurde mir freundlicherweise von der Perry Rhodan Redaktion überlassen. Mir wurden keinerlei Vorgaben zum Inhalt meiner Besprechung gemacht. Dennoch kann ich nicht vollständig ausschließen, dass ich durch das Sponsoring beeinflusst wurde.
Perry Rhodan Logo-Schriftzug

(c) Pabel-Moewig Verlag, Rastatt

Wer die kurze Einführung zu Perry Rhodan nicht lesen möchte, kann direkt zu den Perry Rhodan Comics springen.

Die Perry Rhodan Hefte

Foto einiger Perry Rhodan Hefte

(c) Sven Sevke

Ich geb’s zu … ich bin Perry Rhodan Fan! Irgendwann auf dem Gymnasium bin ich zum ersten Mal damit in Berührung gekommen. Mein Bruder und meine Mutter haben mit Heft 1 der 4. Auflage angefangen. Zunächst hatten mich diese Heftchen nicht interessiert, obwohl ich schon damals Science-Fiction gelesen hatte, aber eben „richtige“ Bücher. Irgendwann fing ich auch mal mit Heft 1 an. Mir ging es wie vielen … ich war sofort fasziniert und las von da an ein Heft nach dem anderen.

Insgesamt gibt es inzwischen fast 3.000 Hefte mit jeweils ca. 60 Seiten. Ich habe sie alle! Aber ich habe nicht alle gelesen, hab’s zeitlich einfach nicht geschafft.

Mancher mag jetzt die Nase rümpfen: »Äh … Heftchen … Schundliteratur!«

Naja, in den 60er Jahren, als die Serie herauskam, war Science-Fiction in Deutschland noch nicht so bekannt. Das Heftchen-Format (aka Groschen-Roman) ermöglichte vielen Menschen den Zugang zur Literatur, eben auch mit schmalem Geldbeutel.

»Was heißt hier Literatur?« Nunja, die ersten Hefte hatten zugegebenermaßen nicht unbedingt das Zeug zum Literatur-Nobelpreis. Sie sahen aus wie „Jerry Cotton“ oder „Lassiter“. Dennoch unterschieden sie sich deutlich von diesen Titeln. Perry Rhodan war von Anfang an als Serie ausgelegt. Die Serie war so erfolgreich, dass aus den anfangs geplanten 30-40 Heften schnell mehr wurden, viel mehr. Und mit der Serie änderte sich auch der Schreibstil. Perry Rhodan bleibt Unterhaltungsliteratur, ganz klar, aber mit Schund hat das rein gar nichts zu tun.

Was mich an Perry Rhodan fasziniert, ist, dass so viele kleine und große Geschichten erzählt werden, und zwar neben der Haupthandlung, die es natürlich auch gibt. Da kann es schon mal passieren, dass ein Charakter in einem Heft sehr detailliert aufgebaut wird, um ihn dann noch im selben oder im nächsten Heft wieder abzuservieren, weil man ihn nicht mehr benötigt. Mir geht es gar nicht darum, dass diese Person stirbt, sondern darum, dass solche Romanfiguren auch dann liebevoll charakterisiert werden, wenn man sie nur für kurze Zeit benötigt. Perry Rhodan selbst ist manchmal viele Hefte lang verschollen, obwohl er der Namensgeber für die Serie ist.

Im Laufe der Jahre sind alle relevanten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Themen irgendwie in Perry Rhodan verarbeitet worden.

Das Perry Rhodan Universum

Eigentlich verwendet man den Begriff Perry Rhodan Universum oder Perryversum für den Handlungsrahmen, in dem sich alle Geschichten rund um Perry Rhodan und seine Mitstreiter abspielen. So wie es eben auch ein Star Wars Universum oder ein Star Trek Universum gibt. Ich beziehe mich mit dem Begriff hier allerdings auf unsere „echte“ Welt, also auf alles, was sich in der Realität und nicht in der Fantasie um Perry Rhodan dreht.

Es ist einfach unmöglich, in einem einzigen Blog-Artikel alles das zu beschreiben, was Perry Rhodan ausmacht. Dennoch möchte ich zumindest einen kurzen Überblick über das Perry Rhodan Universum geben, damit die Comics, um die es ja eigentlich gehen soll, einen gewissen Rahmen erhalten.

Bücher

Foto mit einigen Perry Rhodan Silberbänden

Um auch den Lesern gerecht zu werden, die Literatur im Heftformat nicht anrühren, werden die Perry Rhodan Hefte seit den späten 70er Jahren zusätzlich in Buchform herausgegeben. Wegen ihres silbernen Einbands werden sie meist die Silberbände genannt. Dazu werden immer 5 bis 11 Hefte in einem Buch zusammengefasst. Einige Inhalte und sogar einige für die Haupthandlung nebensächlichen Hefte werden manchmal weggelassen. Wer von Anfang an alle Bücher gekauft hat, verfügt inzwischen über eine Bibliothek von fast 140 Bänden.

Taschenbücher

Foto von einer Auswahl aus Perry Rhodan Taschenbüchern

(c) Sven Sevke

So ein Zwischending zwischen Büchern und Heften stellen die Taschenbücher dar. Klein, kompakt, und trotzdem robust, werden in ihnen zusätzliche Geschichten erzählt, die so manchen Erzählfaden aus der Haupthandlung weiterentwickeln, der in den Heften keinen Platz mehr erhielt.

Hörbücher

Foto einiger Perry Rhodan Hörbücher

(c) Sven Sevke

Sowohl die Hefte als auch die Bücher gibt es inzwischen als Hörbuch. So ein Hörbuch hilft, die Langeweile beim täglichen Stau auf der Autobahn beim Weg ins Büro zu vertreiben. Bisher ist es noch nicht gelungen, sämtliche Silberbände als Hörbuch herauszugeben, aber inzwischen gibt es drei parallel laufende Produktionslinien (aktuell Band 1-46…, Band 74-95… und Band 119-131…), so dass die Lücken in ein paar Jahren geschlossen sein werden.

Hörspiele

Foto von 5 CDs der Sternenozean Hörspiele

(c) Sven Sevke


Und dann gibt es noch die Hörspiele. Die ersten gab es bereits in den 70er Jahren, damals noch als Kassetten oder Schallplatten.

Mir besonders in Erinnerung geblieben sind die ganz hervorragenden Sternenozean Hörspiele. In ihnen wird die Handlung der Romane 2200 bis 2299 aufwendig in Szene gesetzt. Von dieser Art Hörspiel wünsche ich mir noch mehr!

Aktuell wird gerade eine andere Hörspiel-Reihe veröffentlicht (insgesamt 10 CDs), die allerdings keine Handlung aus den Heften vertont, sondern eine eigene Geschichte innerhalb des Perry Rhodan Universums erzählt. Die Plejaden Hörspiele kommen völlig ohne Erzähler aus, punkten dafür mit einer äußerst imposanten Soundkulisse.

Lesung

2011 war ich sogar mal auf einer Perry Rhodan Lesung in München. Die Lesung war sehr unterhaltsam, wurde sie doch durch Live-Musik und etwas Schauspielerei aufgepeppt.

Figuren

Gruppenfoto von einigen Perry Rhodan Helden

(c) Sven Sevke

Wem das alles zu virtuell ist, der kann sich die Handlungsträger der Perry Rhodan Serie in Metall gegossen auf den Tisch oder ins Regal stellen. Perry Rhodan Figuren gab es vor langer Zeit mal aus Plastik. Richtig hochwertig war aber die limitierte Produktion von Hansjoachim Bernt. Leider wurde diese Serie eingestellt. Die Figuren kann man vereinzelt im Internet für viel Geld erstehen.

Neuerdings wurde wieder eine Kleinserie mit Figuren von Eins A Medien herausgebracht. Aber ich sag es mal so: die neuen Perry Rhodan Figuren sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Und es gab den legendären Gucky als Plüschtier. Ich habe einen!

Raumschiffmodelle

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt(c) Oliver Johanndrees

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
(c) Oliver Johanndrees

Star Trek Fans kennen sicher die Modelle der Star Trek Raumschiffe. Obwohl es von Perry Rhodan Raumschiffen nicht nur detaillierte Beschreibungen, sondern sogar jede Menge Risszeichnungen gibt, ist mir eine derartige Sammlung von Perry Rhodan Raumschiffen nicht bekannt. Wer hätte nicht gerne die SOL in der Vitrine? Na gut, es gab da mal ein paar wenige Modelle aus Kunststoff von Revell, aber die waren mit den gerade angesprochenen Star Trek Modellen aus Metall nicht vergleichbar.

Computer-Spiele

Natürlich gab es Perry Rhodan auch als Computerspiel. Erwähnenswert ist vor allem das Point & Click Adventure mit der schlichten Bezeichnung Perry Rhodan – The Adventure. Es hatte eine durchaus zeitgemäße Grafik und war genremäßig umgesetzt. Zur Zeit lässt es sich sogar noch bei Amazon bestellen. Mir hat es Spaß gemacht!


Dies nur als kurzer Überblick über die gigantischen Ausmaße, die Perry Rhodan als Gesamtwerk inzwischen angenommen hat.

Nur eines gibt es bis heute nicht: einen Perry Rhodan Kinofilm. (Ok, ok, ganz korrekt ist das nicht. Es gab sogar 1967 mal einen, aber der kam bei den Fans gar nicht gut an. Jedenfalls gab es nie so einen Blockbuster, wie man sie heute aus dem Kino kennt.)

Jetzt geht es aber um …

Die Perry Rhodan Comics

Perry Rhodan gibt es schon beinahe genauso lange als Comic wie als Heft. Bereits 1967 ist Perry Rhodan im Bild erschienen. In den 27 Ausgaben dieser Serie wurde versucht, den Inhalt der Hefte in Bildern darzustellen. 1968 ging die Serie nahtlos in Perry – unser Mann im All über. Nach insgesamt 129 Ausgaben wurde die Serie 1975 eingestellt. Zunächst hielt sich der Inhalt noch an die Romanvorlage, wurde dann aber zunehmend eigenständig. Die Bilder wurden immer psychedelischer, die Frauen immer leichter bekleidet. Mich erinnern die Bände oft an die Abenteuer von Barbarella.

Seit 2006 wird die Serie Perry – unser Mann im All mit Band 130 von einem anderen Verlag fortgesetzt.

Die neuen Perry Rhodan Comics

Coverfoto des 1, Band der neuen Perry Rhodan Comics

(c) Amigo Grafik GbR / Cross Cult

Seit dem 13.10.2015 gibt es vom Cross Cult Verlag alle zwei Monate einen neuen Perry Rhodan Comic. Perry Rhodan ist im Jahr 3540 mit der weiter oben erwähnten SOL weit entfernt von der Milchstraße und kennt den Weg nach Hause nicht.

Die ersten drei Bände werden unter dem Titel Die Kartografen der Unendlichkeit als Dreiteiler veröffentlicht. Mir ist noch nicht klar, ob dies der Titel für die gesamte Serie sein wird oder ob es weitere Titel ab Band 4 geben wird. Weiter weiß ich ebenfalls nicht, ob die Serie auf eine bestimmte Anzahl von Bänden ausgelegt ist oder erst einmal solange läuft, wie sie sich gut verkauft.

Die Bände erscheinen als Softcover-Version. Die ersten drei Bände werden zusätzlich in einem Hardcover-Sammelband herausgegeben.

Coverfoto des 1, Band der neuen Perry Rhodan Comics

(c) Amigo Grafik GbR / Cross Cult

Heft 2 ist am 22.12.2015 erschienen.

Autor: Kai Hirdt
Zeichner: Marco Castiello
Kolorist: Michael Atiyeh

Perry Rhodan 2
Die Kartografen der Unendlichkeit 2
Cross Cult, 2015, Heft, 44 Seiten, 5,99 EUR

Zum Inhalt:

Mehr als 1500 Jahre sind vergangen, seit Perry Rhodan als erster Mensch den Mond betreten hat und dort auf gestrandete Außerirdische traf. Seitdem hat die Menschheit die Milchstraße und viele umliegende Galaxien erkundet. Perry Rhodan und einige Weggefährten sind unsterblich geworden – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Geistwesen hat ihnen sogenannte Zellaktivatoren geschenkt, die ihre Körper nicht mehr altern lassen.

Die Station mit den wertvollen astronomischen Daten ist zerstört, doch möglicherweise existiert eine Kopie. Um die schwer verletzte Tr’Frel zu retten und die eigene Heimreise zu ermöglichen, muss die SOL in die Galaxis Umal vorstoßen – mitten ins Zentrum des mörderischen Konflikts zwischen Skra’Bji und den Kämpfern des Paktes.

Quelle: https://www.cross-cult.de/titel/perry-rhodan-2.html

Die Story – worum geht es eigentlich?

Für die Story wurde ein Zeitraum im Perryversum ausgewählt, in dem das Großraumschiff SOL für mehrere Jahre mehr oder weniger verschollen war. Eine dort angesiedelte Handlung kann relativ einfach ohne Kollateral-Schaden erzählt werden. Klar, ein paar Abhängigkeiten gab es natürlich schon zu beachten, Perry Rhodan konnte man beispielsweise nicht um die Ecke bringen.

Für aktuelle Heft-Leser liegt die Handlung ziemlich weit in der Vergangenheit (kurz nach Heft 700, aktuell sind wir bei Nummer 2840). Perry Rhodan wurde mit einigen Kumpels von seinem Heimatplaneten, also von der Erde, verbannt. Die Erde selbst befand sich auch gerade mal nicht in ihrer Heimatgalaxis. Immerhin überließ man Perry Rhodan die gut ausgerüstete SOL. Aber die Positionsdaten der Erde löschte man aus dem Speicher. In den nächsten Jahren suchten Perry Rhodan und seine Mitstreiter den Weg zurück zur Erde. Okay, Raumschiffe, verloren im All, auf der Suche nach der Heimat … das kennt man schon. Aber das gibt es eben auch bei Perry Rhodan.

Und genau hier wird die Geschichte in den Comics weiter erzählt. Wir erleben gemeinsam mit unseren Helden neue Abenteuer!

Ganz konkret beginnt das Heft mit einer Traumsequenz von Gucky, der sich telepathisch mit einer Außerirdischen verbunden hat. Beide liegen in einem Krankenhaus an Bord der SOL und werden von Perry Rhodan und Irmina Kotschistowa betreut. Nachdem Gucky aufgewacht ist, erzählt er seinen Freunden, was er in den Gedanken der Außerirdischen herausfinden konnte, während sie mit dem Fernraumschiff SOL zur Heimatwelt der Außerirdischen fliegen.

Dort wollen sie einen Blutspender für die todkranke Außerirdische finden und zweitens nach den Daten suchen, die ihnen einen Heimflug zur Erde ermöglichen.

Leider endet der Besuch in einem Fiasko: sie finden zwar passende Blutspender, aber die werden getötet. Allerdings hat sich Dalaimoc Rorvic in einen Skra´Bji verwandelt und bietet sich für die Blutentnahme an.

Weiter geht es dann in Band 3.

Die Hauptfiguren – wer spielt in der Geschichte mit?

Im Comic kommen relativ wenige Hauptfiguren vor.

Zusätzlich gibt es noch einige weitere Handlungsträger, deren Namen nicht genannt werden.

Erscheinungsform des Comic-Hefts

Das erste Heft habe ich (bisher) nicht zu Gesicht bekommen. Aber inzwischen habe ich die zweite Ausgabe gelesen.

Wer nur Comics wie Micky Maus oder Asterix kennt, wird sich umstellen müssen. Der Stil der neuen Perry Rhodan Comics ist völlig anders, erinnert eher an Marvel Comics. Das ist nicht besnders überraschend, weil sowohl der Zeichner als auch der Kolorist für Marvel und DC gearbeitet haben.

Der Comic umfasst insgesamt 32 Seiten in einem Format irgendwo zwischen DIN A4 und DIN A5. Das Heft besitzt einen hochglänzenden broschierten Umschlag. Auf der Innenseite des Umschlags gibt es eine kurze Einleitung und eine Vorstellung des Autors, des Zeichners und des Koloristen.

Im Anschluss an den eigentlichen Comic-Inhalt enthält das Heft noch vier Seiten mit Leserbriefen, die allesamt ausführlich vom Autor, Kai Hirdt, beantwortet werden. Darauf folgt auf zwei Seiten ein Interview mit Kai Hirdt und schließlich noch drei Seiten Werbung.

Ich erwische mich dabei, wie ich das Comic-Heft ganz vorsichtig nur am Rand berühre, weil man auf dem Hochglanz-Cover jeden Fingertapser sieht … fast wie auf dem iPad. 😉 Die Innenseiten sind glücklicherweise seidenmatt, so dass ich etwas beherzter zugreifen kann.

Auf den einzelnen Seiten sind unterschiedlich viele Bilder zu finden. Das kann schon mal ein einziges Bild sein, das können aber auch mal fünf sein. Die Einzelbilder werden manchmal gleichmäßig auf der Seite verteilt, manchmal aber auch wie Briefmarken auf eine Art Hintergrundbild geklebt. Auch die Sprechblasen weigern sich hin und wieder, im durch das Bild vorgegebenen Rahmen zu bleiben und verbinden auf diese Weise zwei Bilder miteinander. Das alles bringt viel Dynamik in die Komposition. Auf der anderen Seite muss sich das Auge fast auf jeder Seite erst mal einen Anker suchen, damit das Gehirn alles in eine Ordnung bringen kann.

Abbildung von Perry Rhodan und Irmina Kotschistowa

(c) Amigo Grafik GbR / Cross Cult

Die Zeichnungen sind für Perry Rhodan Fans etwas gewöhnungsbedürftig. Die beteiligten Helden entsprechen nicht in jedem Fall dem Bild, das man sich in seiner Fantasie aufgrund der vielen Beschreibungen in den Perry Rhodan Heften macht. Männer sind sehr männlich mit vielen Muskeln. Frauen sind sehr weiblich und sexy mit fast nichts an. Ein Gucky sieht irgendwie wie eine Ratte aus. Hm … ist das nun schlimm? Mein Perry Rhodan Herz weinte:“Oh, Mann, das passt ja überhaupt nicht! Wie sieht das denn aus?“ Mein Comic-Herz reagierte:“Bleib mal locker … das ist ein völlig anderes Medium als ein Heft mit viel Text. Hier müssen die Bilder die Geschichte weitgehend alleine erzählen. Und ohne direkten Vergleich zu den Heften sieht das doch alles ziemlich gut aus!“

Es muss doch nicht immer alles hyperrealistisch dargestellt werden. Mein Gott, dann hängt halt der Mausbiber-Schwanz aus dem Druckanzug raus. Egal.

Und eine Space-Jet ist dann halt mal kein diskusförmiges Raumschiff. Was soll´s?

Außerdem darf man nicht vergessen, dass mit Comics (auch) andere Leser angesprochen werden als mit Heften oder herkömmlichen Büchern.

Die Qualität der Kolorierung und des Drucks an sich ist hervorragend. Allerdings fällt auf, dass fast alle Bilder in kalten blauen Farbtönen gehalten sind. Soll das mit Technik assoziiert werden? Ich glaube nicht, dass in einem Generationenschiff wie der SOL alle Räume metallisch kalt sind. Und wie passt das kalte Blau zu den heißen Männern und Frauen? Die alten Comic-Serien wurden alle in sehr kräftigen Farben gezeichnet. Das ist in den neuen Comics nicht der Fall. Für mich hat beides seinen Reiz.

Comics bestehen vor allem aus Bildern und nicht aus Texten. Die wenigen Dialoge werden den Protagonisten in kurzen Sprachfetzen in Form von Sprechblasen in den Mund gelegt. Da kann man nun nicht große Literatur erwarten. Vielmehr geht es darum, die Bilder zu ergänzen und zu verbinden. Die Texte werden grundsätzlich ausschließlich in Großbuchstaben gesetzt. Das ist in Comics durchaus üblich, auch wenn ausgerechnet die bekannten Micky Maus Taschenbücher Klein- und Großschreibung verwenden.

Der Preis – was kostet mich das Heft?

Der zweite Band der Comic-Serie kostet 5,99 Euro. Obwohl ich finde, dass im Heft nur ein recht kurzer Handlungsabschnitt in Szene gesetzt wird, muss man bedenken, dass die Produktion eines Comic-Heftes sehr aufwendig ist. Von daher geht der Preis für mich in Ordnung.

Das Fazit – zu empfehlen oder nicht?

Schön anzusehen ist der Comic »Die Kartografen der Unendlichkeit 2« auf jeden Fall. Ich persönlich wünsche mir mehr Farbtöne als das dominierende Blau. Die Handlung hat ein hohes Tempo und macht es mir als Leser nicht immer ganz einfach zu folgen. Aber vielleicht liegt das an meinem Alter. Auch Filme werden heute in schnellen kurzen Sequenzen geschnitten und setzen vor allem auf Action.

Auf der anderen Seite bin ich sowohl als Comic-Fan als auch als langjähriger Perry Rhodan Leser schon ein bisschen neugierig, wie es weitergeht. Ganz sicher bin ich jedoch nicht, ob sich die Serie zu einem großen Ganzen entwickeln wird und über einen längeren Zeitraum begeistern kann.

Ich sag es mal so … wer mit Bildergeschichten sowieso nichts anzufangen weiß, der wird auch mit dem neuen Perry Rhodan Comic nicht glücklich. In diesem Fall kann man sich den Kauf sparen. Fans von Superman, Spiderman und Batman haben möglicherweise mit dem Thema an sich ein Problem: es geht eben nicht um Superhelden (auch wenn sie so aussehen 😉 ).

Für Comic-Liebhaber ist die Serie eine Empfehlung wert. Für Perry Rhodan Fans nur dann, wenn sie sich ein wenig von ihrem eigenen Bild des Perry Rhodan Universums freimachen können, das sie ganz zweifelsohne in ihrem Kopf haben.

Vorkenntnisse über die Personen und die Geschichte sind nicht erforderlich.


Weiterführende Informationen im Internet:

  • Perry Rhodan Website
  • Perrypedia: umfangreiches Kompendium über Perry Rhodan
  • Cross Cult: Herausgeber der neuen Comics
  • Silberbände beim HJB Verlag
  • Übersicht über alle Produkte rund um Perry Rhodan

    • Suche nach weiteren Perry Rhodan Artikeln in meinem Blog.


      ]]> http://blog.sevke.net/2016/01/30/perry-rhodan-comics/feed/ 0 7132 Allianz Arena – Arena-Tour http://blog.sevke.net/2015/08/13/allianz-arena-arena-tour/ http://blog.sevke.net/2015/08/13/allianz-arena-arena-tour/#respond Wed, 12 Aug 2015 22:20:53 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6629 Gesamtansicht der Allianz Arena in München

      Quelle: https://commons.wikimedia.org/

      Die Allianz Arena im Norden von München ist wohl eines der beeindruckendsten Fußballstadien der Welt. Sowohl der FC Bayern München als auch der TSV 1860 München bestreiten hier ihre Heimspiele. Aber auch internationale Spiele werden in der Allianz Arena ausgetragen.

      Weder mich noch meinen Sohn interessieren Bundesliga-Fußballspiele besonders. Aber die Allianz Arena ist eines der Wahrzeichen von München, und ich fahre jeden Morgen und jeden Abend auf meinem Arbeitsweg direkt an ihr vorbei. So lag es auf der Hand, einmal an einer der Arena-Tours teilzunehmen.

      Im Augenblick sind Sommerferien und noch dazu bestes (vielleicht schon zu heißes) Wetter.

      Detailinformationen über die beiden Fußballvereine oder über die Allianz Arena findet ihr hier nicht. Da verweise ich einfach mal auf andere Quellen im Internet, allen voran natürlich die Wikipedia und die Homepage der Allianz Arena selbst.

      Das ovale UFO ist leider dermaßen imposant und von der Autobahn aus perfekt zu sehen, dass sich viele (ortsfremde) Autofahrer auf dem Autobahnring (A99) um München herum von diesem Anblick ablenken lassen. Besonders abends, wenn die Arena oft komplett rot, blau oder weiß ausgeleuchtet ist, kann man sich der Faszination kaum entziehen. Das sollten auch ortskundige Autofahrer bedenken und sich darauf einstellen.

      Von außen sieht die Allianz Arena wie ein großer bunter Autoreifen aus, von innen dann doch einfach nur wie ein großes Fußballstadion.

      FC Bayern München Logo

      Nirgends entsteht auch nur der geringste Zweifel, wer hier in der Allianz Arena der Hausherr ist

      Die Anfahrt zur Allianz Arena ist in jeder Hinsicht einfach. Das Stadion liegt direkt im Schnittpunkt zweier Autobahnen, außerdem gibt es eine eigene U-Bahn Station. Durch die Lage im Norden von München, noch dazu außerhalb der Wohngebiete, ist die Arena optimal erreichbar. Dennoch kommt es natürlich bei den Spielen zu Staus, wenn tausende Fahrzeuge gleichzeitig ankommen oder wegfahren. Zu diesen Zeiten sollte man die Gegend daher besser meiden, wenn man nicht selber im Stadion dabei ist. Auch die U-Bahn ist dann natürlich komplett von Fans überfüllt.

      Ausriss von einem Ticket für die Arena TourHeute fand kein Spiel statt. Wir hatten uns Karten für die Führung um 12:30 Uhr besorgt. Von Forstern aus mussten wir 30 Minuten einplanen. Allerdings hatte ich nicht gedacht, dass um die Uhrzeit dermaßen viele Urlauber unterwegs waren. Von den Fahrzeugen auf der A99 waren gefühlt höchstens 5 Prozent mit Münchener Kennzeichen oder einem Kennzeichen der angrenzenden Landkreise (wie Erding 😉 ) unterwegs. Viele Wohnmobile und viele Wohnwagen. Auf der Passauer Autobahn (A94) wären wir gut vorangekommen, aber da ist die Geschwindigkeit momentan wegen der großen Hitze auf 80 km/h heruntergesetzt. Blow-Ups gibt es zwar keine, aber der Staat will sich augenscheinlich prophylaktisch schon mal jeder möglichen Verantwortung entledigen. Auf der A92 haben sie gestern, glaube ich, jemanden in einem BMW X3 mit 235 km/h in so einer 80er Zone verfolgt und angehalten. Aber egal … das ist ein anderes Thema.

      Wir sind nur mit 100 km/h gefahren und wurden dabei von den LKWs fast angestupst. War ihnen wohl zu langsam. Ich habe dann immer so weit beschleunigt, dass ich nicht zum Verkehrshindernis wurde.

      Auf der A99 gab es dann diese Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht mehr, aber eben die Wohnmobile und die Wohnwagen, so dass wir nicht so richtig schnell unterwegs waren. Das wäre ja grundsätzlich kein Problem gewesen, wenn nicht mein Sohn kurz nach unserer Abfahrt bemerkt hätte, dass er eine zerrissene Hose angezogen hatte. Ich bin dann noch mal umgekehrt und er musste sich eine andere Hose anziehen. Das hat uns natürlich etwas Zeit gekostet.

      Ich schweife ab …

      Parkplatz.

      Ja, Parkplätze gibt es viele bei der Arena.

      Foto vom Bus-Parkplatz der Allianz-Arena

      Richtige schöne Parkhäuser. Allerdings war es nicht möglich gewesen, alle direkt um die Arena herum zu errichten. Wer zu einem Fußballspiel mit dem Auto zur Allianz Arena fuhr (schön blöd!), der musste sich auf einige Minuten Fußmarsch einstellen. (Jaja, wer mit der U-Bahn kam, teilte dasselbe Schicksal. 😉 ). Aber an „normalen“ Tagen durfte man bis zum Bus-Parkplatz Mitte fahren, der direkt am Eingang-Nord lag. Das war perfekt. Auf dem Foto seht ihr übrigens meinen kleinen roten i10.

      Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind die ersten 45 Minuten Parkzeit gratis, danach muss man dann für den Tag 5 Euro zahlen.

      Richtig! Die Führung dauert 1 Stunde. Es fallen also die Gebühren für den ganzen Tag an! Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. an Spieltagen kommt ihr nicht so „billig“ davon! Also doch die U-Bahn. 😉

      Close-Up der Außenfassade der Allianz-Arena

      So sieht die Allianz Arena dann aus, wenn man unmittelbar davor steht. Diese komischen Rauten sind übrigens Luftballons … bzw. Luftkissen, die tatsächlich mit getrockneter Luft vollgeblasen werden. Darin befinden sich tausende von LEDs, mit denen die Luftkissen dann je nach Bedarf farblich ausgeleuchtet werden (an anderer Stelle wird von Leuchstoffröhren gesprochen … ich weiß nicht genau, welche Technik aktuell verwendet wird, aber es sieht toll aus!). Auf diese Weise erscheint das komplette UFO dann in Rot, Blau oder Weiß … oder an speziellen Tagen auch mal komplett in Grün. Und unten, naja, der unvermeidbare Kaiser darf natürlich nicht fehlen. 😉 Ist okay.

      Wenn man dann die breite Rampe hochgeht, dann sehen die Luftpolster so aus:

      Nahaufname der Luftkissen-Fassade der Allianz Arena in München

      Also, futuristisch ist das allemal und hat seinen Reiz auch nach nunmehr 10 Jahren nicht verloren. Solange gibt es die Allianz-Arena inzwischen. Und wer die Arena einmal nachts voll beleuchtet erlebt, wird sich ein „WOW!“ kaum verkneifen können.

      Aber es ist eben nur eine Hülle, und die ist auch noch aus Plastik. Darunter befindet sich natürlich solider Beton. Anders wäre so ein Stadion gar nicht realisierbar.

      Wir kamen also pünktlich an, parkten ohne Probleme in unmittelbarer Nähe des Eingangs, durchschritten die Drehkreuze ohne Kontrolle und gingen die breite Rampe nach oben.

      Foto des Hinweisschildes zu den Arena Touren

      Oben gab es dann das nächste Hinweisschild, nämlich eine Treppe nach oben. Interessiert das eigentlich noch jemanden von euch? Okay, okay, dann werde ich die weiteren Hinweisschilder eben nicht mehr zeigen.

      Oben ging es dann durch einen Gastronomie-Bereich zu mehreren Meeting-Points. Jeder war mit einem eigenen Bildschirm ausgestattet, auf dem die nächsten Führungen angezeigt wurden. Zusätzlich hingen an der Wand zahlreiche Bildschirme, auf denen gerade ein Fußballspiel gezeigt wurde … fragt mich nicht, welches … unten auf dem Rasen war jedenfalls zur Zeit nichts los. Das muss also irgendeine Aufzeichnung gewesen sein.

      Die Tour begann dann pünktlich um 12:30 Uhr und führte zunächst nach draußen. Von dort ging es dann in die Arena, und zwar zu den Mittelrängen. Zwischen Außenhülle und Sitzplätzen befindet sich hier ein Service-Bereich, der komplett einmal um die Arena herum führt. Da gibt es jede Menge Möglichkeiten, etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. Außerdem jede Menge Toiletten, um das Zeug anschließend gleich wieder zu entsorgen <hüstel>. Aber auch Erste-Hilfe-Räume und andere Servicebereiche waren hier unmittelbar von überall her zu erreichen. Das wirkte auf mich ziemlich optimal.

      Wir setzten uns dann als Gruppe auf Sitzplätze des mittleren Rangs (von drei Rängen insgesamt) und durften die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Ich hatte die Entfernung des eigentlichen Spielfeldes ganz anders in Erinnerung (ich hatte diese Tour vor einigen Jahren schon mal gemacht). Eigentlich konnte man von hier aus (wir waren in der Nordkurve … sorry, ich kann nichts dafür! – echte Bayern-Fans sitzen natürlich in der Südkurve!) das gesamte Spielfeld wunderbar überblicken.

      Hier mal ein Foto:

      Foto vom Spielfeld der Allianz Arena

      Wenn man dort sitzt, ist der Eindruck noch viel direkter, als es das Foto vermitteln kann. Im Augenblick wird der Rasen gerade bewässert. Wozu die Ventilatoren gut sind, weiß ich nicht. Sie waren alle eingeschaltet. Beim Rasen handelt es sich übrigens um einen Hybridrasen, also einem Rasen aus Kunstfasern, zwischen denen ein natürlicher Rasen wächst. Der muss genauso gemäht und bewässert werden wie ein normaler Rasen, soll aber viel robuster sein. Ihr könnt auch gut die drei verschiedenen Ränge erkennen. Jeder Bereich hat einen anderen Neigungswinkel. Oben ist es schon ganz schön steil. Was ihr auch erkennen könnt, ist die riesige Video-Leinwand, hoch oben am Dach befestigt. Davon gibt es zwei. Wisst ihr zufällig, wie groß eure Wohnung oder die Grundfläche eures Hauses ist? Okay, es ist gut möglich, dass ihr das Ganze auf diesem Bildschirm unterbringen könnt. Der hat nämlich eine Fläche von 100 qm. Ich nenne das „gigantisch“. Trotzdem wirkt der klein, oder? 😉

      Unser Guide (um nicht da böse Wort Führerin zu verwenden) ließ uns dann mal alle aufspringen und „Tor!!!“ schreien, damit wir uns wie bei einem echten Fußballspiel fühlten. War süß, aber irgendwie fehlten unten die Spieler.

      Hier noch mal einen Blick auf die Sitzplätze … leer … natürlich:

      Foto von den leeren Rängen in der Allianz Arena

      Direkt über dem Spielertunnel durften wir uns dann noch einmal auf die Sitze des ersten Ranges setzen. Die waren im Gegensatz zu den Sitzen des zweiten Ranges leicht mit Kunstleder gepolstert. Außerdem war die Neigung der Ränge dort geringer. Hier konnte man es recht kommod aushalten.

      Wir haben uns dann anschließend den Pressebereich (ganz in orange) angesehen, wo dann die Trainer interviewt werden oder wo auch Pressekonferenzen abgehalten werden (der Raum war klasse … total leer, aber trotzdem herrlich klimatisiert! … boah, mir war so warm bei Außentemperaturen von 33 Grad). Leider wurden wir sofort weiter geschickt, weil uns die nächste Gruppe bereits auf den Fersen war. Das ist leider ein generelles Problem: die Termine der Gruppen sind so eng, dass man kaum Gelegenheit hat, die Eindrücke mal auf sich wirken zu lassen. Gewinnmaximierung ist wohl die Devise. Möglichst viel Leute in möglichst kurzer Zeit mussten durch die Arena geschleust werden. Auf der einen Seite hatten auf diese Weise mehr Menschen die Möglichkeit, sich die Allianz Arena anzusehen. Auf der anderen Seite konnte man nirgends mal eine Sekunde anhalten, sondern musste sofort wieder weiter.

      Nach dem Pressebereich ging es zu den Spielerkabinen. Ich habe keine Fotos mehr gemacht, aber wer das mal sehen will, kann gerne mal Tante Google bemühen. Ist halt eine saubere aufgeräumte, ganz in Rot gehaltene Umkleidekabine. 😉

      Auch den (nicht genutzten) Aufwärmraum durften wir uns anschauen.

      Danach ging es weiter zum Spielertunnel, also dem Gang, durch den die Mannschaften zum Spiel aufs Spielfeld kamen.

      Und anschließend ging es wieder zurück auf die andere Seite des Spielertunnels in die so genannten Mixed Zone, wo sich die Spieler nach einem Spiel den Reportern stellten. Immer schön an der Wand, weil dort die Logos der Sponsoren zu sehen waren. Man kennt das ja aus dem Fernsehen.

      Und hinter der „Mixed Zone“ gab es dann einen direkten Zugang zu einem Parkbereich, wo die Spieler direkt mit dem Auto abgeholt werden konnten. Alles in allem war alles so konzipiert, dass die Spieler niemals irgendwie mit ihren Fans in Kontakt kommen mussten.

      Von der „Mixed Zone“ ging es noch einmal durch einen Teil der Arena wieder nach draußen zu den Rampen. Dort wurde uns von unserer Führerin der Aufbau der Außenfassade erklärt. Mitten am Tag waren natürlich (leider) keine Lampen eingeschaltet. Alles sah etwas angegraut aus, aber das war vermutlich der langen Trockenheit geschuldet, denn die Luftkissen waren angeblich mit Nanopartikeln beschichtet, so dass der nächste Regen die Luftkissen automatisch säubern würde.

      Tja, und das war´s dann auch schon.

      Wir wurden noch zur Rampe begleitet. Ganz im Gegensatz zu meiner Annahme. Denn ich hatte erwartet, dass die Tour beim Fan-Shop im Inneren der Allianz Arena enden würde. So ein Wink mit dem Zaunpfahl, doch noch etwas mehr Geld in der Arena zu lassen. Aber das war nicht der Fall. Vermutlich wartete bereits die nächste Gruppe auf unseren Guide.

      Fazit:

      Muss ich mir das jetzt antun?

      Ich finde, dass jeder, der im Großraum München wohnt, unbedingt einmal eine Arena-Tour durch die Allianz Arena machen sollte. Das muss nun nicht jedes Jahr sein, aber einmal sollte man das schon tun. Schließlich ist die Arena für München ein Wahrzeichen. Selbst, wenn man kein Fußballfan ist, ist diese Tour empfehlenswert. Die Organisation ist perfekt, es gibt genug Parkplätze, man kommt gut hin. Nur muss man akzeptieren, dass man nicht der Einzige ist. Es sind also viele Menschen unterwegs und die Tour steht unter einem gewissen Termindruck. Zu beachten ist, dass Arena-Touren nur im Sommer von Juli bis September durchgeführt werden.

      Hier noch einmal der Link zur Homepage der Allianz Arena.

      Nachwort

      Obwohl ich vorschlug, direkt in der Arena das Angebot an Speisen wahrzunehmen, wollte mein Sohn dort nichts essen. Wer bin ich, dass ich meinen Sohn zu seinem Unglück zwingen würde? Wir fuhren also wieder heim in Richtung Forstern (huhu … der Computer wartete schon!). Auf dem Weg entschieden wir uns dann, einen Abstecher über Markt Schwaben zu machen und dort in der Eisdiele am Markplatz einen Eisbecher zu essen … Erdbeerbecher für jeden von uns. Das war kein vollwertiges Mittagessen, aber es war schön, draußen in Ruhe mal wieder einen Eisbecher zu essen.

      Und nun ist meine Flasche Dão, die ich während des Schreibens getrunken habe, auch leer. Zeit, den Artikel zu beenden und ins Bett zu gehen.


      ]]>
      http://blog.sevke.net/2015/08/13/allianz-arena-arena-tour/feed/ 0 6629
      MindCub3r – Rubik’s Cube mit Lego lösen http://blog.sevke.net/2015/01/11/mindcub3r-rubiks-cube-lego-loesen/ http://blog.sevke.net/2015/01/11/mindcub3r-rubiks-cube-lego-loesen/#respond Sun, 11 Jan 2015 14:59:35 +0000 http://blog.sevke.net/?p=6384 Rubik's Cube

      Weihnachten hat uns ein LEGO Mindstorms EV3 Basis-Set ins Haus gebracht.

      Damit kann man spielerisch in die Welt der Robotik eintauchen. Nach dem ersten Roboter (dem Track3r) folgte der Ev3rstorm.

      Anschließend wurde eine Kobra gebaut, die jeden angriff, der sich ihr näherte. Dann gab es das berühmte Hütchen-Spiel, bei dem allerdings die Geschwindigkeit für den Tausch der Hütchen nicht hoch genug war. Man konnte mit etwas Konzentration den Bewegungen der Maschine leicht folgen und fand die versteckte Kugel/Münze daher eigentlich immer.

      Als nächstes war ein Skoprion dran, der eine Kakerlake auf dem Boden identifizierte, sie mit einem Giftstachel betäubte und sie dann mit den Greifwerkzeugen einfing und fraß.

      Und natürlich musste auch die Useless Box nachgebaut werden. Die ist richtig cool! 🙂 Heiko ersetzte den Kasten allerdings provisorisch durch einem Karton.

      Mein Sohn beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit dem Lösen von den berühmten Zauberwürfeln. Er ist da ziemlich gut. Eine Suche im Internet ergab, dass schon viele Leute versucht haben, einen CubeSolver zu bauen, natürlich auch mit LEGO-Teilen.

      Besonders berühmt geworden ist der aktuelle Weltmeister, nämlich der CubeStormer 3.

      Niemand kann einen original Rubik’s Cube schneller lösen als diese mit LEGO Mindstorms gebaute Maschine!

      Allerdings reicht dafür ein normales LEGO Mindstorms EV3 Basis-Set nicht aus. 🙁

      Aber es müssen ja nicht immer so kleine 3x3x3 Würfel sein. Hat schon mal jemand von euch einen 9x9x9 Zauberwürfel in der Hand gehabt? Dafür braucht man große Hände.

      Oder den MultiCuber 999:

      Heutzutage gibt es ja viel kompliziertere Würfel als den originalen Rubik’s Cube, zum Beispiel den Megaminx, Aber auch der wird von LEGO Mindstorms gelöst. Es dauert nur ein wenig länger.

      Der Nachteil des LEGO Mindstorms EV3 Basis-Sets ist, dass es völlig ohne Stromquelle daher kommt, keine Batterien, keine Akkus, kein Netzgerät.

      Ihr benötigt 6 Mignon (AA bzw. R6) Zellen. Die werden allerdings ziemlich schnell leer gesaugt. Im Internet finden sich viele Vorschläge, wie man stattdessen 6 Akkus verwenden kann, die Erfahrungen sind aber durchwachsen. Wenn man nicht gerade Bastler ist, bleibt am Ende nichts anderes übrig, als sich das originale LEGO-Sixpack plus Netzgerät zu kaufen. Der Preis ist in meinen AUgen allerdings Wucher: ca. 130 Euro für beides zusammen. Dennoch: betrachtet es als Anfangsinvestition, kauft es und vergesst den Preis dann ganz schnell wieder. LEGO ist teuer!

      Zurück zum 3x3x3 Cube Solver.

      Der lässt sich nämlich durchaus mit dem normalen Mindstorms-Set bauen. Eine Anleitung dafür gibt es auf MindCuber.com.

      Und so sieht es aus, wenn der MindCub3r arbeitet (unser eigenes Video!):

      In vielen Schulen gibt es Arbeitsgruppen für Robotik, die oft ebenfalls das LEGO Mindstorms EV3 System einsetzen (oder das ältere NXT-System).

      Neben der Konstruktion der Modelle muss das System natürlich programmiert werden. Dafür steht ein eher grafischer Editor bereit (auf Basis von LabView), in dem man die Steuerungs-Elemente als Blöcke zusammenstellen kann. Wer mehr will, kann den „Brick“ aber auch in Java programmieren.

      ]]>
      http://blog.sevke.net/2015/01/11/mindcub3r-rubiks-cube-lego-loesen/feed/ 0 6384
      Minigolf in Neufinsing http://blog.sevke.net/2014/06/16/minigolf-neufinsing/ http://blog.sevke.net/2014/06/16/minigolf-neufinsing/#comments Mon, 16 Jun 2014 16:38:36 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5986 Artikelbild zum Minigolf-Bericht

      Am Sonntag waren wir mal wieder Minigolf spielen.

      2006 hatten wir den Platz am Kronthaler Weiher in Erding ausprobiert. Das ganze Gebiet um den Kronthaler Weiher ist oft sehr überlaufen. Uns hatte der Platz aber aus anderen Gründen nicht besonders gut gefallen, wie ihr in meinem Bericht Minigolf in Erding nachlesen könnt.

      Auf dem Familienportal KiMaPa hatte ich gelesen, dass es in Neufinsing ebenfalls eine Minigolf Anlage gab. Zu diesem Freizeitpark wollte ich schon immer mal fahren, weil nämlich dort zusätzlich eine Go-Kart-Bahn zur Verfügung stand. Wir waren 2012 in Vilsbiburg im Karting-Paradies, aber von uns aus ist es doch eine ziemlich lange Anfahrt.

      Nach Neufinsing sind es ungefähr 20 km, und wir mussten nur zweimal abbiegen, also ist es für uns ein ganz einfacher Weg.

      Foto auf den Minigolfplatz in Neufinsing

      Der Familienpark in Neufinsing ist so ein Sportverein-Gelände, wie man es in fast jeder Gemeinde kennt, natürlich auch in Forstern. Fußballplatz, einige Tennisplätze, ein Vereinslokal …

      Doch halt: eine Go-Kart-Bahn und eine Minigolf Anlage hat ja nun nicht jeder.

      Als wir am Sonntag in Neufinsing ankamen, waren überraschend wenig Leute vor Ort. Gut für uns, so mussten wir uns nicht um die Bahnen schlagen oder darauf warten, dass andere Spieler fertig wurden.

      Zuerst schauten wir uns aber die Go-Kart-Rennstrecke an, eine reine Indoor-Bahn. Es sah alles sehr proper aus, aber die Bahn war relativ klein. Vor allem, wenn man sie mit dem Karting-Paradies in Vilsbiburg verglich. Dort fuhr man auf zwei Ebenen und zusätzlich – bei passendem Wetter – auch noch auf einer Außenbahn. Aus diesem Grunde dürfte das Rennerlebnis in Vilsbiburg viel intensiver sein als in Neufinsing.

      Na gut, wir wollten ja Minigolf spielen.

      Ein Erwachsener zahlt 4 Euro Eintritt, Kinder bis 14 Jahre 2,50 Euro. Die Eintrittskarte ist gleichzeitig die Scorecard. Diese Preise bewegen sich im Vergleich mit anderen Plätzen im mittleren Rahmen. Schade ist, dass sich immer zwei Spieler eine Karte teilen müssen.

      Google Earth Foto der Mionigolf Anlage in Neufinsing

      Es gibt 18 Bahnen aus Beton, die in eine kleine Landschaft eingebunden sind. Fichten und zwei bepflanzte Teiche (aber ohne Fische) machten schon fast einen kleinen Park aus der Anlage. Wenn man den Blick gen Himmel richtete, staunte man über jede Menge Hochspannungsleitungen vom nahe gelegenen Umspannwerk. Für Elektrosmog-Sensible könnte das ein Problem darstellen.

      Die Minigolf Anlage machte einen guten, wenn auch nicht besonders spektakulären Eindruck.

      Und wir waren (zunächst) die einzigen Spieler.

      Die Hindernisse bestanden meistens aus Mauerwerk, manchmal auch aus kleinen Felsbrocken oder aus Marmorplatten. Plastik konnte ich nirgends entdecken (was ich persönlich positiv bewerte). Hier und da war der Platz wohl noch nicht richtig auf die neue Saison vorbereitet worden. So waren einige Markierungen auf den Bahnen nur schwer erkennbar, bei einigen Bahnen fehlten die Ablagetische für die Scorecards, und auch die Teiche wirkten momentan noch etwas verwahrlost. Intelligenterweise hatte man statt Laubbäumen Fichten gepflanzt, so dass kein Aufwand durch herabfallendes Laub entstand. Eingerahmt wurde der Minigolfplatz dann doch von Laubbäumen, was nicht nur landschaftlich attraktiv war, sondern auch das angrenzende Wohngebiet schützte.

      Dieses Wohngebiet dürfte auch der Grund für das Fehlen einer Außenanlage für die Go-Kart Bahn sein. Leider schade, aber verständlich.

      Nun aber Minigolf gespielt!

      Collage von mehreren Impressionen vom Minigolf Platz in Neufinsing

      Die erste Bahn war nur so zum Eingewöhnen … einfach geradeaus ohne Hindernis.

      Bahn 4 war für uns alle eine Herausforderung. Warum, weiß ich auch nicht mehr. Bei späteren Bahnen waren die Hindernisse wesentlich schwieriger zu treffen, aber vielleicht hatten wir da einfach mehr Übung.

      Foto der Bahn 4 des Minigolfplatzes in Neufinsing

      Eigentlich musste man den Ball nur gerade über eine kleine Schräge durch eine Öffnung in einer Mauer schlagen. Dahinter befand sich ein Loch, durch das der Ball wieder nach unten auf den zweiten Teil der Anlage rollte, die sich im rechten Winkel anschloss. Mir gelang es sogar dreimal, den Ball oben durch die Mauer zu bekommen, aber er wollte nicht ins Loch fallen, sondern kam immer wieder zurück zu mir.

      Naja, keiner von uns schaffte dieses Loch.

      Foto der Bahn 7 auf dem Minigolfplatz in Neufinsing

      Geradezu unmöglich zu schaffen schien uns Bahn 7. Der Abschlag von einem halb in Beton versenktem Reifen. Das Ziel war gefühlte 2 Kilometer entfernt. Dazwischen Wiese. Ohje … ohne Übung ist da wohl kaum was zu machen. Ich wollte so richtig Golf-mäßig mit viel Schwung den Ball über die Wiese schlagen, aber ich bin nunmal kein Golfer, traf den Ball also quasi gar nicht, stupste ihn immer nur irgendwie an. Irgendwann bewegte er sich dann doch mal ein paar Meter weiter auf die Wiese, aber das war ja eigentlich nicht das Ziel gewesen.

      Wir sind immer sehr frei in der Regelauslegung, solange wir uns auf gemeinsame Regeln einigen können, weil für uns der gemeinsame Spaß im Vordergrund steht. Deswegen durfte jeder aus der Wiese weiterspielen und musste nicht zurück zum Abschlagpunkt.

      Mir gelang es dann mit dem nächsten Schlag, den Ball durch das Schutznetz zu schlagen, der im Halbkreis das Loch umgab. So kräftig hatte ich doch gar nicht zugeschlagen. =:) Wir mussten den Ball dann im Gebüsch suchen.

      So allmählich wurde es belebter. Wir waren nicht mehr alleine auf dem Minigolf-Platz. Ein richtiges Gedränge wurde es aber nicht.

      Foto des Autors beim Minigolf Abschlag

      War ich am Anfang noch sehr schlecht, so spielte ich mich doch allmählich ein.

      Am Ende hatte ich von uns dreien die wenigsten Punkte und damit den Gesamtsieg! Normalerweise bin ich beim Minigolf aber eher das Schlusslicht.

      Impressionen aus dem italienischen Restaurant La Strade

      Nach dem Minigolfen setzten wir uns in den Biergarten des angegliederten italienischen Restaurants. Mit großen Schirmen wurde für Schatten gesorgt. Olivenbäume in Töpfen vermittelten ein südeuropäisches Flair.

      Die Bedienung war freundlich, die Portionen groß. Natürlich konnten wir keine Sterneküche erwarten, aber wir hatten nichts am Essen auszusetzen. Der Salat war sogar besonders liebevoll angerichtet, das gefiel mir!

      Ich kann mir gut vorstellen, dass wir den Minigolf-Platz in Neufinsing mal wieder besuchen, um unser Handicap zu verbessern. 🙂

      Die Adresse

      Freizeitpark Neufinsing
      Am Steinfeld 3
      85464 Neufinsing (bzw. Finsing in vielen Navis!)


      ]]>
      http://blog.sevke.net/2014/06/16/minigolf-neufinsing/feed/ 1 5986
      Eisriesenwelt Werfen http://blog.sevke.net/2013/08/31/eisriesenwelt-werfen/ http://blog.sevke.net/2013/08/31/eisriesenwelt-werfen/#respond Sat, 31 Aug 2013 12:21:30 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5401 Ausriss aus dem Ferienprogramm 2013 von Forstern

      Ausflugshinweis im Ferienprogramm 2013 unserer Gemeinde Forstern

      Wenn man Kinder hat, dann sucht man in den Ferien immer nach Ausflugsmöglichkeiten, um die Kinder zu Hause mal vom Computer wegzubekommen. Was heißt „man“? Also, bei uns ist das jedenfalls so. 😉

      Die Gemeinde Forstern, etwas östlich von München im Landkreis Erding gelegen, organisiert in den Sommerferien eine ganze Reihe von Freizeitaktivitäten. Zu zahlen war nur der reine Eintrittspreis für die Eishöhle inklusive der Fahrt mit einer Seilbahn. Die Busfahrt nach Werfen in Österreich und zurück wurde komplett von der Gemeinde gesponsert. Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Forstern!

      Neugierig geworden, recherchierte ich ein wenig im Internet. Natürlich verfügt ein so bekannter Ausflugsort über eine eigene Website: Eisriesenwelt Werfen: die größte Eishöhle der Welt Dort findet man alle benötigten Informationen.

      Kurz-Info zur Eishöhle

      Ziemlich weit oben in der Felswand auf fast 1800 m Höhe, erstreckt sich ein 42 km großes Höhlensystem. Etwa 1 km davon ist mit großen Eisflächen bedeckt. Und genau durch diesen Abschnitt gehen auch die Führungen.

      Die Anfahrt zur Eisriesenwelt

      Sehr viel Nebel bei der Anfahrt zur Eisriesenwelt

      Viel Nebel in Oberbayern


      Um 8:00 Uhr stand der Bus bei der Grundschule in Forstern bereit. Ich schätze die Teilnehmeranzahl auf so ungefähr 20 Leute.

      Die Wettervorhersage für heute war sehr gut. Das bedeutete allerdings, dass wir beim Wandern zur Höhle hinauf ins Schwitzen geraten würden. Warme Kleidung mussten wir in jedem Fall zusätzlich mitnehmen, da in der Eishöhle Temperaturen um Null Grad zu erwarten waren.

      Der Bus schaukelte auf Nebenstraßen über die Dörfer, um dann erst bei Prien auf die Autobahn zu fahren. Werfen liegt ca. 40 km südlich von Salzburg in Österreich. Ganz Oberbayern schien im Nebel versunken zu sein, der Blick aus dem Fenster war dementsprechend trist.

      Die Burg Hohenwerfen thront auf einem Felskegel über der Salzach

      Fantastischer Blick auf die Burg Hohenwerfen

      In Werfen dominiert die Erlebnisburg Hohenwerfen auf ihrem 155 m hohen Felskegel den Blick. Diese Burg ist ganz sicher einen eigenen Ausflug wert. Wir wollten allerdings noch viel höher hinauf. Im Augenblick schauten wir noch aus dem Bus weit nach oben zur Burg. Das sollte sich bald ändern. Übrigens … das Wetter war inzwischen hervorragend!

      Über eine Bergstraße mit bis zu 21% Steigung arbeitete sich der Bus nach oben bis zu einer Art Mini-Busparkplatz auf 1000 m Höhe. Das dauerte natürlich eine Weile, und ich würde, ehrlich gesagt, mit einem Bus diese Strecke nicht selber fahren wollen, aber dafür konnten wir die gesamte Zeit über die herrliche Aussicht genießen. Die Vorfreude stieg!

      Gegen 10:45 Uhr waren wir dann da.

      Der Aufstieg

      Besucherzentrum der Eisriesenwelt Werfen

      Großes Gedrängel vor dem Besucherzentrum


      Eine kurze Wanderung vom Bus über einen PKW-Parkplatz brachte uns zum Besucherzentrum, das sich wunderbar in die Landschaft einfügte. Von weiten sah es wie der Eingang zur Höhle aus, aber bis dahin war es noch ein weiter Weg! Was hatte ich eingangs geschrieben? 1800 Meter Höhe … im Augenblick waren wir erst auf 1000 Meter.

      Im Besucherzentrum erhielten wir unsere Eintrittskarten.

      Foto der Eintrittskarte zur Eisriesenwelt Werfen

      Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder


      Die Preise waren ganz schön happig. Allerdings war darin die Fahrt mit einer Seilbahn enthalten, mit der 500 Höhenmeter bequemer überwunden werden konnten. Ohne Seilbahn reduzierte sich der Preis für Erwachsene auf 9 Euro und für Kinder auf 4,50 Euro. Aber Achtung: selber hochkraxeln ist nichts für Anfänger!

      Wir konnten uns überhaupt nicht beschweren, weil wir die Busfahrt ja von der Gemeinde Forstern geschenkt bekommen hatten. Die Kosten für die Anfahrt musste man sonst noch hinzuzählen, auch dann, wenn man mit dem eigenen Auto anreiste.

      So richtig wusste momentan aber niemand, wie es weiterging. Gleich Seilbahn? Erst wandern, dann Seilbahn? Nein, es war noch komplizierter: erst wandern, dann Seilbahn, dann wieder wandern, und danach solte der Stress erst beginnen. 😉 Weitere 134 Meter über 1400 Treppenstufen erwarteten uns in der Höhle!

      Aber eins nach dem anderen.

      Erst mal gechillt loswandern. Nächsts Ziel war die Talstation der Seilbahn.

      Der Wanderweg zur Talstation der Seilbahn zur Eisriesenwelt Werfen

      Tolles Wetter, wunderschöne Aussicht … so macht Wandern Spaß

      Die nächsten ca. 80 Höhenmeter bis zur Wimmer-Hütte ging es auf einem gut ausgebauten Wanderweg mit leichter Steigung und hervorragender Aussicht auf die Landschaft voran. Unterwegs gab es die Möglichkeit, die Strecke durch einen Tunnel etwas abzukürzen.

      Die Wimmer-Hütte ist eine kleine Gasthütte, mehr eine Art Imbiss als ein Restaurant. Hier gab es einige kleinere Speisen und Getränke. Fürs Ausruhen konnte man etwa 70 Plätze im Freien nutzen. Wer nun nicht mit der Seilbahn weiter nach oben wollte, hatte die Möglichkeit, hier auf die Rückkehr seiner Gruppe zu warten.

      Gleich daneben war die Talstation der Seilbahn.

      Die Talstation befindet sich auf 1084 Meter Höhe

      Hier konnte es zu größeren Menschenansammlungen kommen, wenn der Andrang allzu groß war. Wir hatten allerdings einen sehr guten Tag erwischt und mussten nicht besonders lange warten.

      Foto der auf die Seilbahn wartenden Gruppe

      Wir warten auf die Seilbahn

      Es standen zwei Gondeln zur Verfügung, die im Wechsel die Stationen ansteuerten.

      Die Seilbahn überwindet 500 Höhenmeter im Tennengebirge

      Mit der Seilbahn geht es in 3 Minuten weitere 500 Meter nach oben. Aus der Gondel hat man einen guten Blick auf die Felswand, wo man auch einige Bergwanderer erspähen kann, die sich der Herausforderung stellen, ohne Seilbahn nach oben zu gelangen. Aus der Gondel sah der Weg … eher ein Geröllpfad … sehr abenteuerlich aus und er war gewiss nichts für mich.

      Von der Bergstation ging es weiter zum Oedl-Haus.

      Gastronomie auf 1575 Meter Höhe auf dem Weg zur Eishöhle Werfen

      Das Oedl-Haus in der Nähe der Bergstation

      Beim Oedl-Haus handelt es sich um ein ausgewachsenes Restaurant mit großer Terrasse. Bei schlechtem Wetter kann man aber auch drinnen sitzen. Die Speisekarte ist reichhaltig, allerdings empfand ich die Preise als recht hoch. Das war natürlich nicht überraschend, denn zum einen handelte es sich um einen Ausflugsort, zum anderen musste alles den Berg hoch geschafft werden, was einen erheblichen Mehraufwand bedeutete.

      Jedenfalls war dies der perfekte Ort für ein Mittagessen vor oder nach dem Besuch der Eishöhle.

      Soweit waren wir aber noch nicht. Es war ja noch nicht mal 12:00 Uhr. Also ließen wir das Gasthaus (im wahrsten Sinne des Wortes) links liegen und zogen weiter. Weitere 20 Minuten stetiger Anstieg lag vor uns für weitere ca. 80 Höhenmeter. Das klingt nicht so viel, ist aber für den typischen Sesselfurzer (und ich gehöre sicher dazu) schon anstrengend. Mal von der körperlichen Anstrengung abgesehen, machte der Weg aber sehr viel Freude! Die Aussicht hinunter ins Salzach-Tal war grandios, das Wetter perfekt, der Weg sicher. Wir hatten auch keinen Zeitdruck. Die Gruppe hatte sich eh zersplittert und jeder ging sein eigenes Tempo. Oben an der Höhle würden wir uns wieder zusammenfinden.

      Das letzte Stück sah dann folgendermaßen aus:

      Blick über den letzten Teil der Bergwanderung hin zum Eingang der Eisriesenwelt

      Da oben kann man bereits den Eingang zur Eisriesenwelt erkennen

      Viel Vegetation gab es hier oben nicht mehr. Alles nur noch Fels und Geröll. So … noch ein paar Meter … puh, warm war es … und da war es, das Portal, der Eingang zur Höhle!

      Das Portal zur Eishöhle

      Letzte Rastmöglichkeit vor den 1400 Treppenstufen im Innern der Eishöhle

      Wie ein großes Maul erwartete uns das ca. 20 m durchmessende Portal zur Eishöhle. Würden wir je wieder hinausfinden?

      Die Eishöhle

      Glücklicherweise zeigte der Kalender das Jahr 2013 an und nicht 1879, als die Höhle (offiziell) entdeckt wurde. Ohne Führer ging gar nichts. Und in der Höhle bewegte man sich durchgehend auf befestigten Wegen bzw. Stufen, denn eigentlich ging es immer nach oben. Fast die gesamte Strecke war zudem mit einem Geländer gesichert. Aber Vorsicht! Das Geländer war aus Eisen und ein Berühren mit bloßen Händen zog sofort die Körperwärme ab. Also war es besser, leichte Handschuhe anzuziehen. Man konnte sich damit auch gar nicht blamieren, denn in der Höhle war es stockdunkel.

      Richtig, es gab keinerlei elektrische Beleuchtung! Einigen Teilnehmern wurde beim Betreten der Höhle eine Hand-Karbidlampe in die Hand gedrückt, die aber nur wenig Licht abgab. Zusätzlich erleuchtete der Höhlenführer spektakuläre Eisformationen mit Magnesium-Fackeln, während er sowohl wissenschaftliche als auch historische Informationen an die Besucher weitergab.

      Das Fotografieren und Filmen ist in der Höhle streng verboten. Daher kann ich euch hier keine eigenen Fotos zeigen, sondern nur auf einige Bilder auf der offiziellen Website der Eisriesenwelt verweisen.

      Exemplarisch hier in Foto aus dem Innern der Höhle:

      Ein Foto aus dem Inneren der Eishöhle Werfen

      (c) Eisriesenwelt GmbH, Salzburg

      Allerdings sehen die Eisformationen in der Höhle nicht so aus wie auf den Fotos. Das liegt daran, dass sie für die Fotos optimal ausgeleuchtet wurden. Wie schon erwähnt, ist die Beleuchtung bei der Führung eher zurückhaltend.

      Die Höhle wirkt trotzdem imposant.

      In dem folgenden YouTube-Video kann man die realen Lichtverhältnisse sehr gut nachvollziehen:

      Weitere Fotos findet ihr natürlich in der Bildersuche von Google.

      Auf einer Strecke von etwa 1 km geht es 700 Stufen hoch und danach wieder 700 Stufen hinunter. Dabei steigt man 134 Meter hoch und natürlich wieder hinab, denn Eingang und Ausgang sind eins. Menschen mit Schmerzen in der Hüfte oder in den Knien ist vom Besuch der Höhle dringend abzuraten! Obwohl die Kavernen in dem Höhlensystem meistens riesig sind, sollten Leute mit Angst vor geschlossenen Räumen ebenfalls von einem Besuch der Höhle absehen.

      Und zieht euch gescheit an! Es handelt sich um eine Eishöhle! Also ist es da drinnen kalt, so um die Null Grad. Man kommt sich zwar komisch vor, wenn man im Portal der Eishöhle bei irgendetwas über 20 Grad anfängt, Schal, Handschuhe und dicke Jacke anzuziehen. Aber frierend macht kein Ausflug Spaß!

      Schematischer Grundriss der EIsriesenwelt WerfenGleich am Eingang der Höhle (auf der Karte hier links ist das ganz unten) wird man von einem starken kalten Wind empfangen. Nicht erschrecken, einfach weitergehen, es wird sofort wieder besser.

      Die Führung dauerte ca. 75 Minuten. Die Gruppe bewegte sich zügig über befestigte Wege und hielt immer wieder an, um den interessanten Informationen des Höhlenführers zu lauschen. Nach der Eingangshalle ging es über einen steilen Steig hinauf in die Posselthalle. Das steilste Stück mit einer Steigung von bis zu 45° über eine 20 m dicke Eisdecke (der so genannte Große Eiswall) konnte vom Entdecker nicht bezwungen werden. Dies gelang erst 34 Jahre später durch Alexander von Mörk. Auf inzwischen installierten festen Treppen stellt der Aufstieg für uns heutzutage kein Problem dar. Wenn man oben angekommen ist, sich umdreht und zurück schaut, bekommt man einen Eindruck von der Riesenhalle. Und wer nicht schwindelfrei ist, könnte Probleme haben. Also besser am Geländer festhalten.

      Danach ging es durch einen schmalen Durchgang weiter zu einem großen Eisberg mit der Bezeichnung Hymirburg. Gleich nach der Hymirburg sahen wir auf der rechten Seite die Eisorgel , bei der viele Eiszapfen von oben wie ein Vorhang herunterhängen und aussehen wie Orgelpfeifen. Am Ende der Hymirhalle ging es erneut durch einen schmalen Durchgang, durch die Sturmsee, in den Mörk-Dom. Dieser Durchgang war früher überflutet und musste von den ersten Höhlenforschern mit einem Taucheranzug überwunden werden. Am nordwestlichen Ende des Mörk-Doms wurde Alexander von Mörk in einer Urne bestattet. Durch einen Torbogen gingen wir unter der Urne in die letzte Halle, den Eispalast. Nun befanden wir uns 1 km im Berginnern und 400 m unterhalb der Bergoberfläche. Vor uns erstreckte sich eine große glatte Eisfläche, die wie ein zugefrorener See aussah. Hier trainierten vor vielen Jahren Eiskunstläufer. Ich frage mich, ob sich der Aufwand gelohnt hatte, für ein Eiskunstlauftraining bis in diese Höhle zu klettern.

      Vom Eispalast aus erstreckt sich die Höhle noch weitere 40 km in den Berg hinein, ist aber dort weitgehend eisfrei. Die Führung hat hier ihren Umkehrpunkt erreicht. Auf dem Rückweg kamen wir am Mörkgletscher vorbei, an dessen Wand man gut die verschiedenen Eisschichten erkennen konnte, die durch das Frieren des Tauwassers wie Jahresringe an einem Baum entstanden. Durch einen künstlich angelegten Eistunnel ging es weiter unter der Hymirburg hindurch in die Posselthalle und von dort zum Ausgang.

      Die Höhlenführer sind gut geschult und unser Führer machte seine Sache ausgezeichnet. Er hatte das Pech, dass er gleich zwei Gruppen gleichzeitig betreuen musste, eine deutschsprachige und eine englischsprachige. Wahrscheinlich waren die Gruppen jede für sich zu klein. Aber er hat das professionell hinbekommen. Natürlich muss jeder Besucher selber darauf achten, dass er nahe genug zum Höhlenführer aufschließt, um die Informationen gut zu verstehen.

      An einigen Stellen müssen vor allem etwas größere Leute gut auf ihren Kopf aufpassen, sonst stoßen sie gegen blanken harten Fels. In unserer Gruppe ist dies einem Teilnehmer passiert. Hier halte ich ein paar zurückhaltende Markierungen mit reflektierenden Folien für sinnvoll. Die gibt es aber nicht, und es ist dunkel. Also Vorsicht. Bei unserer Gruppe wurde auf dem Rückweg häufig eine Warnung von vorne nach hinten weitergereicht, wenn eine besonders heikle Stelle erreicht wurde. Das hat auch meinen Kopf einmal gerettet. Aber nicht nur auf den Kopf muss man aufpassen, sondern auch auf die Füße. Man kann auf den Stufen schon mal ausrutschen und dann hinfallen. Auch das passierte in unserer Gruppe.

      Ob der völlige Verzicht auf Beleuchtung hier wirklich optimal ist, halte ich im Sinne der körperlichen Unversehrtheit der Besucher zumindest für fraglich.

      Der Abstieg

      Nach der Höhlenführung sammelte sich unsere Gruppe wieder beim Portal der Eisriesenwelt. Wir packten unsere warme Kleidung in die Rucksäcke und begannen dann mit dem Abstieg. Runter ist es natürlich weniger anstrengend als rauf. 😉

      Blick vom Portal der Eishöhle zurück auf den Wanderweg

      Wir gingen also ganz entspannt wieder hinunter zur Bergstation der Seilbahn und genossen dabei noch einmal den Blick ins Tal hinab.

      Beim Oedl-Haus machten wir Pause und eine kleine Brotzeit. Natürlich sollte man in einem Restaurant nicht einfach seine mitgebrachten Lunch-Pakete auspacken und verzehren. Wir haben uns deswegen nicht auf die große Terrasse gesetzt, sondern hinter das Haus, wo einige Biertische und -bänke herumstanden. Ich denke, das war okay.

      Kleine Brotzeit nach dem Besuch der Eisriesenwelt Werfen

      Kleine Brotzeit mit mitgebrachten Semmeln und Getränken

      Danach noch kurz auf Toilette und dann 500 Meter nach unten mit der Seilbahn!

      Dort schauten wir uns den Anfang des Bergweges an, den man alternativ statt der Seilbahn nehmen konnte.

      Unser Sohn wollte unbedingt einmal einen Baum umarmen:

      Unser Sohn umarmt einen Baum auf unserem Ausflug zur Eisriesenwelt Werfen

      Und da er gerade so viel Spaß hatte, ließ er sich dann auch noch von einer Gerölllawine erwischen. Ohje!

      Unser Sohn wurde von einer Gerölllawine erwischt - nur Spaß

      Genug herumgealbert!

      Ab gings zum Bus, unterwegs im Besucherzentrum noch schnell Calippo gekauft und langsam Eis schleckend über den Parkplatz zum Bus. Überraschenderweise waren wir nicht die letzten. Einen bestimmten Zeitpunkt hatten wir übrigens nicht ausgemacht. Sobald wieder alle da waren, ging unser Reiseführer noch einmal ins Besucherzentrum und kaufte für alle Kinder ein Eis. So saßen und standen wir noch gemütlich beisammen, die Kinder lutschten ihr Eis und wir unterhielten uns über den Ausflug und über andere wichtige Dinge.

      Gegen 18:30 Uhr waren wir wieder zu Hause.

      Ein Fazit

      Lohnt sich ein Ausflug zur größten Eishöhle der Welt in Werfen?

      Auf jeden Fall!

      Besonders als Gesamtpaket, also als Tagesausflug bei schönem Wetter mit Wandern, toller Aussicht, Seilbahn, Brotzeit oder richtigem Mittagessen und Höhlenführung. Wäre ich nicht mit einer organisierten Gruppe unterwegs gewesen, hätte ich die Burg Hohenwerfen gleich noch mit dran gehängt. Naja, vielleicht in den nächsten Sommerferien! 🙂


       

      ]]>
      http://blog.sevke.net/2013/08/31/eisriesenwelt-werfen/feed/ 0 5401
      Zündapp Treffen in Hartbrunn http://blog.sevke.net/2013/07/23/zuendapp-treffen-hartbrunn/ http://blog.sevke.net/2013/07/23/zuendapp-treffen-hartbrunn/#respond Tue, 23 Jul 2013 08:25:06 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5080 Ja, was habe ich denn auf einem Zündapp-Treffen verloren? Eigentlich nichts, aber ich war da!

      In unserer Gemeinde fiel mir schon vor einigen Tagen das folgende Plakat auf, das überall herum hing:

      Foto des Plakats zum Zündapp Treffen in Hartbrunn

      Als mich auch noch mein Nachbar auf das Treffen ansprach, der erst vor kurzem seine uralte 50er Zündapp (fragt mich nicht nach dem genauen Modell!) vom Bodensee nach Forstern geschafft und wieder betriebsbereit gemacht hatte, dachte ich: „Hm … war ja schon ewig nicht mehr auf einem Motorradtreffen. Warum eigentlich nicht?“.

      Problem: ich habe keine Zündapp!

      Also musste ich meine XJ als Zündapp tarnen.

      Meine als Zündapp getarnte XJ900F

      Meine XJ wollte auch mal eine Zündapp sein!

      Damit konnte ich es riskieren. Immerhin hatte ich meinen Nachbarn dabei, der ja eine Original Zündapp hatte.

      Ein Teilnehmer mit seiner Zündapp auf dem Treffen in Hartbrunn

      Schon morgens um 9:30 Uhr ging es los. Die ersten Maschinen ließen sich registrieren, bekamen ein Schild mit den wichtigsten Daten verpasst und wurden dann auf einer Wiese nebeneinander abgestellt.

      Verschiedene Zündapp-Modelle beim ZÜndapptreffen in Hartbrunn

      Ich durfte auch auf das Gelände, ließ die Maschine natürlich nicht registrieren und musste die „KS900“ ganz alleine etwas abseits hinstellen.

      Foto der getarnten XJ900F auf dem Zündapptreffen in Hartbrunn

      Meine einsame XJ musste abseits auf mich warten

      Es war erstaunlich, was die Buchner Burschen auf die Beine gestellt haben. Natürlich gab es einen Biergarten, natürlich gab es eine Versorgung mit Getränken und mit Fleisch und Fisch. Es gab sogar Live-Musik. Wir nahmen das Angebot auch gleich an und frühstückten erst einmal.

      Foto von unserem Frühstück - Weißwürste und Radler

      Weißwurstfrühstück im Biergarten

      Danach beschlossen wir, erst einmal wieder heim zu fahren. Nach dem Mittag war eine Rundfahrt durch die Gemeinde geplant und am Abend sollte es so richtig abgehen mit der bayerischen Band Gesindl.

      Ich selber war abends noch mal mit meinem Sohn auf dem Festgelände, um ihm mal einen Eindruck von so einem „Motorrad“-Treffen zu vermitteln (natürlich wieder mit der „KS900“! 😉 ). Leider waren inzwischen die meisten Mopeds schon wieder fort. Wir konnten uns nur noch sehr wenige Maschinen ansehen, offensichtlich von ganz großen Fans, die über 100 km mit Isomatte und Schlafsack angereist waren, um wohl auf der Wiese zu übernachten. Man konnte auch nicht mehr einfach so auf das Gelände, sondern sollte pro Person 5 Euro bezahlen. Da wir nicht planten, sehr lange zu bleiben, ließ man uns nach kurzer Verhandlung dann doch kostenlos aufs Gelände. Wir tranken beide nur ein Spezi und schauten uns noch mal alles an. Inzwischen war es richtig voll geworden. Viele Leute waren in Tracht dort, was sehr stylisch aussah.

      Im Festzelt liefen bereits Vorbereitungen für den späteren Auftritt von Gesindl. Das sah nach einer langen Nacht aus!

      Wir blieben nicht lange, was aber nicht an der Veranstaltung lag, sondern daran, dass mein Sohn noch nicht alt genug für durchzechte Nächte war. Irgendwie schade, aber man kann nicht alles haben.

      Auf Facebook gibt es eine Veranstaltungs-Seite (https://www.facebook.com/events/297484477051986), auf der ihr noch weitere Fotos und Kommentare der Teilnehmer finden könnt. (25.03.2016 Hinweis: die Facebook-Seite existiert nicht mehr.)

      Außerdem möchte ich gerne auf die vielen, vielen Fotos auf der Website „http://cs25.de“ (Hinweis 05.10.2016: der Link ist nicht mehr gültig.) hinweisen, von der ich mir ein paar Fotos gemopst habe. 🙂

      Die Veranstaltung war ein riesen Erfolg und wird hoffentlich nächstes Jahr wiederholt. Treue Zündapp-Fans gibt es jedenfalls genug!

      Foto eines ausrangierten Karussels, das als Biertheke fungierte

      Will jemand etwas zu trinken?


       

      ]]>
      http://blog.sevke.net/2013/07/23/zuendapp-treffen-hartbrunn/feed/ 0 5080