Ablatio Retinae – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Ablatio Retinae – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Netzhautablösung – Ablatio Retinae – 22.02.2013 http://blog.sevke.net/2013/02/21/netzhautabloesung-ablatio-retinae-22-02-2013/ http://blog.sevke.net/2013/02/21/netzhautabloesung-ablatio-retinae-22-02-2013/#respond Thu, 21 Feb 2013 19:00:45 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4795 Non-Contact-Tonometrie) gemessen:]]> Beim Augenarzt

Zum zweiten Mal in diesem Monat war ich beim Augenarzt.

Es sollte ein neues OCT (Optische Kohärenztomografie) gemacht werden, um beurteilen zu können, ob die Flüssigkeit innerhalb der Netzhautschichten inzwischen ausgetrocknet war.

Zunächst wurde aber nach kurzer Wartezeit (diesmal nur ca. 10 Minuten) wieder der Augeninnendruck mit dem „Puster“ (NCT -> Non-Contact-Tonometrie) gemessen: rechts 15 mmHg und links 11 mmHg. Damit hat sich der Druck seit dem letzten Arzttermin nicht verändert.

Das OCT (Optische Kohärenztomografie) zeigte nur wenig Fortschritt. Offensichtlich habe ich immer noch Flüssigkeit in den Netzhautschichten, wenn auch etwas weniger.

Sehr befremdlich ist für mich die dreidimensionale Darstellung des hinteren Augenabschnitts, weil auf dem Bild deutlich wird, wie extrem mein Augapfel in die Länge gezogen ist. Eine schöne flache Kugelwand ist da nicht zu sehen. Stattdessen ist der Augapfel tief eingebeult wie ein Paraboloid.

Bei einer Makula-Degeneration sollte laut dem Augenarzt monatlich ein neues OCT (Optische Kohärenztomografie) zum Vergleich gemacht werden. Allerdings wird das von den gesetzlichen Krankenkassen gar nicht und von den privaten wohl nicht unbedingt bezahlt. Immerhin wird es mit ca. 100 Euro abgerechnet.

Der Sehtest ergab wieder nur 10%. Mit einer Verbesserung ist kaum noch zu rechnen.

Der nächste Termin ist in einem Monat geplant.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – 05.02.2013 http://blog.sevke.net/2013/02/06/netzhautabloesung-ablatio-retinae-05-02-2013/ http://blog.sevke.net/2013/02/06/netzhautabloesung-ablatio-retinae-05-02-2013/#respond Wed, 06 Feb 2013 10:52:24 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4470 Beim Augenarzt

Regelmäßige Kontrollen der Augen sind wichtig, vor allem für stark Kurzsichtige, aber natürlich erst recht nach der Operation einer Netzhautablösung.

Leider musste ich diesmal wieder 50 Minuten warten, bis ich endlich an die Reihe kam. Mehr als 30 Minuten Wartezeit sind für mich inakzeptabel, wenn ich einen Termin vereinbart habe. Diesmal war ich aber schlau genug und habe das iPad zum Lesen mitgenommen.

Zunächst wurde wieder der Augeninnendruck mit dem „Puster“ (NCT -> Non-Contact-Tonometrie) gemessen: rechts 15 mmHg und links 11 mmHg. Damit hat sich der Druck seit dem letzten Arzttermin praktisch nicht verändert. Das ist als gut zu bewerten.

Ein OCT (Optische Kohärenztomografie) wurde diesmal nicht gemacht. Der Augenarzt verglich aber die beiden letzten Aufnahmen noch einmal und sah an sich ganz zufrieden aus.

Ein Sehtest ergab leider nur 10%.

Außerdem hat sich die Achse deutlich verändert, auf 160°. Zur Zeit kann ich mit diesem Wert noch nichts anfangen. Die Achsveränderung dürfte duch die Plombe verursacht sein, die das Auge ja an der Seite ziemlich eindellt.

Mit der Sehleistung war der Augenarzt nicht zufrieden. Er kommentierte das mit dem Satz: „Das Auge können Sie wohl abschreiben.“

Er schaute sich auch noch einmal den Augenhintergrund mit der Spaltlampe an (ohne die Pupille weit zu tropfen). Das Gewebe der Netzhaut würde wohl inzwischen vernarben. Das hörte sich für mich nicht so gut an.

Nach dem ganzen Spektakel, verursacht durch die Netzhautablösung, verwundert es kaum, dass die Netzhaut alles andere als glatt und funktionsfähig ist. Spaß macht mir der Gedanke aber immer noch nicht.

Beurteilung meines Sehvermögens

Subjektiv hat sich mein Seheindruck nicht verändert. Eigentlich gerade senkrechte Linien sind weiterhin wellenförmig verbogen. Waagerechte Linien sind kaum verbogen.

Die komische Blase oben im Auge hat sich bisher nicht verflüchtigt.

Positiv ist, dass ich keine Schmerzen im Auge habe. Wider Erwarten bekomme ich nur selten Kopfschmerzen, obwohl ich das Sehen als viel anstrengender gegenüber früher empfinde.

Schmerzen habe ich immer dann, wenn ich diese Voltaren Ophtha Augentropfen ins Augen träufele. Das brennt eine halbe bis eine Minute ziemlich heftig. Wer erfindet denn so einen Scheiß?

Ein anderer Effekt stört mich besonders beim Fernsehen: Doppelbilder. Ich sehe das Fernsehbild doppelt. Das zweite Bild (vom linken Auge) ist deutlich nach unten verschoben und dabei leicht um vielleicht 10 Grad im Gegenuhrzeigersinn verdreht. Dieses Bild bringt mein Gehirn nur schwer mit dem des rechten Auges zusammen, so dass ich oft unbewusst das linke Auge zukneife. Interessanterweise bekomme ich beide Bilder bei einer leicht nach links geneigten Kopfhaltung ganz gut zur Deckung. Aber wer kann schon die ganze Zeit den Kopf schief halten. Möglicherweise hat dies mit dem verbogenen Augapfel zu tun.

Mal ein paar Wochen abwarten. Mit einem angepassten Brillenglas müsste man doch so eine Torsion ausgleichen können.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – 15.01.2013 http://blog.sevke.net/2013/01/15/netzhautabloesung-ablatio-retinae-15-01-2013/ http://blog.sevke.net/2013/01/15/netzhautabloesung-ablatio-retinae-15-01-2013/#respond Tue, 15 Jan 2013 19:00:38 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4226 Heute war ich zum ersten Mal im neuen Jahr 2013 beim Augenarzt. Über den Jahreswechsel haben sich keine Komplikationen ergeben. Ganz im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass sich die krummen Linien in meinem Sichtbereich verbessert haben. Aber das kann vielleicht auch einfach nur Gewöhnung sein. Die Netzhaut liegt weiterhin schön an der Aderhaut an.

Beim Augenarzt

Kurzes Gespräch, Druckmessung mit dem „Puster“ (NCT -> Non-Contact-Tonometrie) und dann Vergleichs-OCT.

Der Augeninnendruck beträgt 16 mmHg im rechten Auge und 11 mmHg im linken Auge und liegt damit im Normbereich. Der Druckunterschied ist leicht durch die Augentropfen zu erklären, die ich täglich nehme (Voltaren Ophtha und Trusopt). Sie werden ja normalerweise zur Absenkung des Augeninnendrucks eingesetzt. In meinem Fall ist es eher eine Nebenwirkung, denn primäres Ziel ist die Austrocknung der Netzhautschichten.

Das OCT (Optische Kohärenztomografie) zeigte eine deutliche Verbesserung der Flüssigkeitseinlagerung in der Netzhaut. Das war eine gute Nachricht. Ob dieser Effekt durch die Augentropfen erreicht worden ist oder sich einfach von alleine eingestellt hat, ist schwer nachweisbar. Deshalb werde ich die Augentropen bis auf weiteres weiter verwenden.

Beurteilung meines Sehvermögens

Für mich hat sich subjektiv beim Sehvermögen nichts geändert. Nach wie vor sehe ich mit dem linken Auge verbogene Linien und habe die Fähigkeit weitgehend verloren, Grünanteile einer Farbe wahrzunehmen. Außerdem ist das Bild des linken Auges gegenüber dem des rechten verschoben, was mich besonders beim Fernsehen stört. Nur bei einer schiefen Kopfhaltung liegen die Bilder übereinander. Deswegen mache ich oft automatisch irgendwann das linke Auge zu.

Ich habe auch immer noch diese kleine Luftblase oben im Auge, wenn ich nach oben blicke. Oder ist es ein Rest des Glaskörpers?

Am Computer fühle ich mich nicht eingeschränkt. Ein Auge ist völlig ausreichend. Inzwischen bin ich auch wieder mit dem Auto gefahren und kam damit kaum schlechter zurecht als vor der Operation.

Letztendlich wird ein Großteil des Sehens vom Gehirn geleistet, so dass ich mir mittelfristig weitere Verbesserungen vorstellen kann.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 8 http://blog.sevke.net/2012/11/12/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-8/ http://blog.sevke.net/2012/11/12/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-8/#respond Mon, 12 Nov 2012 19:00:41 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4713 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Montag, 7. Tag nach der Operation meiner Netzhautablösung.

Termin beim Augenarzt

Für heute hatte ich den ersten Termin nach der Operation beim Augenarzt in Erding eingeplant, und zwar um 14:30 Uhr.

Ich konnte noch nicht mit dem eigenen Auto fahren, also nahm ich den Bus. Die Bushaltestelle ist leicht zu Fuß erreichbar. Da das linke Auge weiterhin weh tat und tränte, hielt ich meine Augen möglichst lange geschlossen. Die Operation lag zwar jetzt 7 Tage zurück, aber das Auge war immer noch angeschwollen und wollte am liebsten einfach nur in Ruhe gelassen werden. Aber es nützte ja nichts, ich musste irgendwie zum Augenarzt.

Obwohl die Bus-Verbindung zum Erdinger S-Bahnhof sehr gut ist, fährt der Bus leider nicht besonders häufig.

Im Bus habe ich darauf geachtet, nicht zur Seite aus dem Fenster zu schauen, weil das für die Augen zu anstrengend gewesen wäre. Dabei machen die Augen nämlich ganz viele, sehr schnelle Bewegungen, und das war gar nicht gut. Die Fahrt dauerte 25 Minuten bis zum S-Bahnhof. Von dort war es nur ein kurzer Fußweg zur Augenarztpraxis.

Natürlich wurde in der Praxis zunächst einmal die Pupille weit getropft, um einen genauen Blick auf die Netzhaut zu ermöglichen. Laut Aussage des Arztes liegt die Netzhaut gut an. Er hielt es deswegen auch nicht für nötig, dass ich immer auf der linken Seite liege,

Wie bereits berichtet, hatte ich meine Brille am Donnerstag zerschlagen, brauchte also eine neue. Zunächst war der Arzt von dieser Idee nicht besonders begeistert. Er meinte, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine neue Brille keinen Sinne machte. Damit hatte er im Grunde ja auch Recht, aber ich war nun mal auf eine Fernbrille angewiesen … mit linkem Glas oder ohne. Dann hat der Augenarzt die Werte für die Brille ermittelt, mir aber noch mal geraten, keine teure Brille zu kaufen, sondern nur eine einfache, da in einigen Wochen sowieso wieder eine neue Brille nötig sein würde.

Bislang war ich vom Augenarzt in der LMU Augenklinik bis zum 14. November, also bis Donnerstag arbeitsunfähig geschrieben worden. Natürlich fragte ich den Arzt, ob es in Ordnung sei, wenn ich ab dem 15. November wieder arbeiten würde. Das lehnte der Arzt vehement ab und verbot mir, bis Ende des Monats alle größeren Aktivitäten. Ich erwähnte kurz, dass diese Entscheidung meinem Arbeitgeber nicht gefallen würde, was ihn aber nicht interessierte. Das Auge bräuchte jetzt Ruhe und keinen Stress.

Tagsüber weiter Schmerzen

Im Laufe des Tages zeigte sich wieder, dass mein Auge am wenigsten Probleme machte, wenn ich es einfach geschlossen hielt. Sobald ich anfing, irgendetwas zu machen, wozu ich auch nur das rechte Auge benötigte, wurde das linke Auge mitbewegt und fing sofort wieder an zu schmerzen und entsprechend zu tränen. So machte das keinen Spaß!

Ihr merkt schon, dass die Schmerzen einen Großteil meines Tages bestimmten, so oft, wie ich sie erwähne. Ich spreche aber auch deswegen darüber, dass ihr, falls ihr selbst betroffen seid, abschätzen könnt, wie lange mit den Schmerzen zu rechnen ist. Natürlich kann sich das in jedem Einzelfall wieder völlig anders darstellen. Jede Operation und jede Heilung verläuft anders.

Am Abend

Mit dem Brillen-Rezept sind wir am Abend sofort zur Firma Fielmann in den Riem Arcaden gefahren, diesmal mit dem Auto … ich als Beifahrer. Ich habe eine ältere Brillenfassung mitgenommen, in die ich nur die neuen Gläser eingesetzt haben wollte. Wozu die alte Fassung wegwerfen, wenn sie noch brauchbar war? Am Ende bekam ich neue entspiegelte Gläser völlig kostenlos, weil ich eine Brillen-Versicherung bei Fielmann abgeschlossen hatte. An die hatte ich selbst gar nicht mehr gedacht. Aber als ich die beratende Optikerin bat, eine möglichst preiswerte Variante anzubieten, fragte sie von sich aus nach der Versicherung. Vielen Dank dafür!

Auf die neue Brille müsste ich 10 bis 14 Tage warten, hieß es. Das fand ich nun recht lang. Auf der anderen Seite durfte ich ja sowieso so gut wie nichts anderes tun als stumpfsinnig auf der Couch herumzuliegen. Da brauchte ich die Brille nicht unbedingt.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 7 http://blog.sevke.net/2012/11/11/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-7/ http://blog.sevke.net/2012/11/11/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-7/#respond Sun, 11 Nov 2012 19:00:33 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4697 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Sonntag, 6. Tag nach der Operation meiner Netzhautablösung.

Es gibt nichts Neues zu berichten.

Schlafen kann ich weiterhin gut. Die Schmerzen im Auge belasten mich nicht so stark, dass sie mich um die Nachtruhe bringen würden. Sobald das Auge zu ist und nicht mehr bewegt wird, beruhigt es sich sowieso.

Laut Aussage meiner Familie sieht mein Auge heute allerdings roter aus als gestern. Vor allem der Augapfel ist wohl ziemlich rot, also das, was normalerweise weiß sein sollte. Außerdem hat das untere Augenlid einen blauen Fleck. Die Ursache dafür dürften die Einstiche für die lokale Anästhesie gewesen sein.

Es muss ziemlich heftig aussehen, denn angeblich sehe ich aus wie ein Preisboxer, der ordentlich eine aufs Auge bekommen hat.

Unzufrieden bin ich damit, dass ich das Reiben und Stechen im Auge immer noch nicht losgeworden bin. Das zieht sich ganz schön hin und ist auch sehr lästig. Dadurch tränt das Auge weiterhin stark. Mein Augenlid hängt ständig nach unten, weil es wohl das Auge schützen will. Es ist immer ganz schwer und wohl auch angeschwollen. Immerhin lassen die Schmerzen bei Augenbewegungen weiter nach.

Also am besten weiter das Auge zulassen und entspannen. Das macht mich nur ziemlich kribbelig, weil ich gerne etwas tun würde. Ständig nur herumzuliegen ist mir zu langweilig.

Etwas beunruhigend ist, dass ich zur Nasenseite hin immer noch einen kleinen schwarzen Fleck im Gesichtsfeld habe, der darauf hindeutet, dass die Netzhaut doch nicht so anliegt wie sie sollte. Ich weiß nun nicht, ob das normal ist und sich noch verbessern wird oder ob das ein Zeichen dafür ist, dass sich die Netzhaut wieder löst. Sollte ich wohl am Montag mit dem Augenarzt besprechen.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 6 http://blog.sevke.net/2012/11/10/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-6/ http://blog.sevke.net/2012/11/10/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-6/#respond Sat, 10 Nov 2012 19:00:46 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4674 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Samstag, 5. Tag nach der Operation meiner Netzhautablösung.

Meine täglichen Berichte sind momentan nicht so besonders spannend. Fast genauso spannend wie meine Tage abliefen. Es ging im Augenblick vor allem darum, dem Auge nach der Operation Zeit zur Beruhigung zu geben.

Die Nacht

In der letzten Nacht ist etwas passiert, was ich unbedingt vermeiden wollte. Irgendwann bin ich aufgewacht und erwischte mich dabei, wie ich gerade das operierte Auge reiben wollte. Das Auge ist ja während der Operation nicht von vorne geöffnet worden, insofern wäre das Reiben vermutlich folgenlos geblieben. Dazu gekommen ist es jedoch sowieso nicht, da erstens meine Hand gegen den Augenbrauenbogen stieß und zweitens das Auge sowieso mit Schmerzen reagierte.

Mir ist es auch zum ersten Mal passiert, dass ich auf der rechten Seite gelegen habe, obwohl ich immer noch darauf achte, immer auf der linken Seite zu liegen. Ich habe die Hoffnung, dass sich die Netzhaut dann besser an die eingedellte Aderhaut anlegt. Zu dem Thema habe ich verschiedene Aussagen gehört bzw. gelesen. Der Arzt, der mich aus der Augenklinik entlassen hatte, hielt diese Bettlage nicht mehr für notwendig. Im Internet hieß es aber manchmal, dass man mindestens noch vier Wochen darauf achten sollte, auf der entsprechenden Seite zu liegen.

Ich habe mir vorgenommen, vorsichtshalber weiter bevorzugt auf der linken Seite zu liegen. Besser ist besser. Das ist nicht immer ganz einfach, weil man sich nachts automatisch umdreht, um Druckstellen zu vermeiden. Wir haben ein Wasserbett, in dem Druckstellen kein Problem darstellen. Insofern fällt das Liegen auf derselben Seite leichter.

Am Tag

Nach dem Aufstehen ist mein Auge durch die Salbe, die ich am Abend ins Auge gebe, immer recht verklebt. Das ist aber kein großes Problem, weil sich die Reste der Salbe leicht mit einem Tuch oder eine Kompresse abwischen lassen.

Die Schmerzen, die beim Bewegen des Auges von links nach rechts und umgekehrt, auftreten, haben weiter nachgelassen. Geblieben sind Schmerzen beim Akkomodieren, also beim Einstellen der Augenlinse auf nahe Entfernungen. Wenn ich zum Beispiel beim Essen die Gabel zum Mund führe, blicken meine Augen automatisch auf die Gabel. Ein heftiger blitzartiger Schmerz lässt mich dann zusammenzucken und meine Tischnachbarn gucken mich fragend an.

Das Fremdkörpergefühl (also das Stechen und Reiben am Augapfel) an den verödeten Lederhautstellen verursacht immer noch starke Schmerzen und sorgt für einen verstärkten Tränenfluss.

Inzwischen lese ich wieder kurze Texte wie E-Mail oder Internet-Seiten auf dem iPad, vermeide aber Zeitschriften, Zeitungen und Bücher. Das Lesen auf dem iPad hat den Vorteil, dass ich mir die Schrift nach Belieben vergrößern kann. Mein Arzt hatte gegen das Lesen grundsätzlich nichts einzuwenden, solange ich es nicht übertrieb. Im Internet gab es allerdings auch die Empfehlung, mindestens vier Wochen lang vollständig aufs Lesen zu verzichten.

Mit dem linken Auge kann ich einzelne, groß dargestellte Wörter lesen. Mir ist es aber nicht möglich, einen ganzen Satz aus großen Wörtern zu lesen. Wenn das jetzt schon so gut geht, besteht ja Hoffnung, dass sich das weiter verbessern wird. Natürlich wird das rechte Auge in Zukunft die Hauptarbeit beim Lesen zu leisten haben.

Dennoch bauen so kleine Erfolgserlebnisse die Seele wieder auf.

Meine Aktivitäten beschränken sich auf einen Wechsel von aktiven Phasen, in denen ich etwas im Haushalt mache, und passiven Phasen, in denen ich nur mit geschlossenen Augen auf der Couch liege und einem Hörspiel, Hörbuch oder dem Fernseher zuhöre. Diese Phasen der Ruhe sind notwendig, um das geschundene Auge zu beruhigen, das sich schnell durch stechende Schmerzen bei mir beschwert, wenn ich es überfordere.

Am Abend

Lange habe ich auf meine geliebten Entspannungsbäder verzichtet. Aber heute habe ich mich getraut, in die Wanne zu steigen. Natürlich gilt es alles zu vermeiden, was das entzündete Auge weiter reizt.

Ich habe mir einfach ein kleines Handbuch auf die Stirn gelegt, so dass keine Feuchtigkeit ins Auge laufen konnte. Für mich hat sich das Baden gelohnt, es tat mir einfach gut.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 5 http://blog.sevke.net/2012/11/09/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-5/ http://blog.sevke.net/2012/11/09/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-5/#respond Fri, 09 Nov 2012 19:00:25 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4423 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Freitag, 4. Tag nach der Operation meiner Netzhautablösung.

Inzwischen ist eine Woche vergangen, seitdem ich die Diagnose Netzhautablösung erhalten habe. Seit Mittwoch bin ich bereits wieder zu Hause.

Langweiliger Tagesablauf

Natürlich ließ ich weiter von den Perry-Rhodan Hörspielen berieseln. Von denen hatte ich noch eine ganze Menge. Es handelt sich dabei um ein aufwendig produziertes Hörspiel auf insgesamt 42 CDs, das den Handlungsrahmen mit dem Titel Sternenozean der Hefte 2200 bis 2299 (aktuell ist die Serie bei über 2600 Heften angelangt) umfasst. Sehr zu empfehlen für alle, die der Science Fiction etwas abgewinnen können. Vorkenntnisse über die Perry Rhodan Serie werden nicht benötigt.

Jede CD hat eine Spielzeit von ca. 1 Stunde. Nur CD 42 ist eine Doppel-CD mit 140 Minuten Spieldauer. Insgesamt dauert das Hörspiel also etwa 43 Stunden. Viel Vergnügen!

Aber wer hört schon 43 Stunden lang durchgehend ein Hörspiel?

Ich jedenfalls musste mich heute um die Organisation des Augenarzt-Termins kümmern. Außerdem ist einiges an Papierkram liegengeblieben, das auch mal erledigt werden wollte.

Wir haben tolles Wetter. Es ist zwar kalt, aber die Sonne strahlt von einem blauen Himmel. Das bekommt meinem angeschlagenen Gemüt sehr gut.

Inzwischen habe ich mich auch wieder kurz ins Internet getraut. Es ist sehr anstrengend und besonders gut lesen kann ich (noch?) nicht. Ich mach das immer nur kurze Zeit und ruhe die Augen dann wieder aus.

Vor allem habe ich einen Blick auf die LMU Augenklinik geworfen. Einige der Informationen sind schon in die Berichte der zurückligenden Tage eingeflossen.

Dazu gehörte auch die Beschreibung der Operationsmethode, die bei mir angewandt wurde, nämlich die Plombenchirurgie. Dabei scheint es sich wohl um eine durchaus häufig angewandte Methode zu handeln, eine Netzhautablösung in den Griff zu bekommen.

Weiter habe ich mir einige Profile der Ärzte der Augenklinik angesehen. Unter anderem konnte ich etwas über meinen Operateur Dr. Wolf erfahren. Natürlich stieß ich auch auf das Profil der von mir nicht so geliebten Ärztin Frau Dr. M., das ich allerdings nicht verlinken werde.

Ich möchte gerne im Internet recherchieren, ob es noch andere Augenkliniken oder Sanatorien in Oberbayern gibt und wie sie von Patienten bewertet werden. Vor der Operation meiner Netzhautablösung hatte ich dazu ja keine Zeit mehr. Für den Fall, dass ich mal wieder ins Krankhaus muss, möchte ich aber wissen, ob es alternative Kliniken gibt, die möglicherweise mit den Patienten besser umgehen. Andrea hat sich dazu schon mal etwas im Internet umgesehen. Anscheindend hat die
LMU Augenklinik in München gar nicht mal einen schlechten Ruf. Allerdings streuen die Bewertungen der Patienten von gut bis mangelhaft sehr breit. Mir ist bewusst, dass Bewertungen im Internet immer sehr mit Vorsicht zu genießen sind. Man muss die Beurteilungen immer zusätzlich interpretieren, aber für einen allgemeinen Eindruck sollte es reichen. Aber in den nächsten Tagen oder Wochen möchte ich mir einen besseren Überblick verschaffen. In München gibt es wohl drei andere Augenkliniken.

Für einen möglichen weiteren Aufenthalt in einer Augenklinik möchte ich jedenfalls besser vorbereitet sein, als ich es letzte Woche war. Vielleicht gibt es ja eine Augenklinik, wo die Ärzte auch einmal mit den Patienten reden. Vielleicht gibt es eine Augenklinik, wo Venenzugänge nicht unhygienisch auf Gängen gelegt werden und das Blut den Stuhl hinunterläuft. Diese Erfahrung war für mich sehr überraschend, aber nicht im positiven Sinn. Möglicherweise ist das alles medizinisch völlig in Ordnung. Mir als Patienten hat das nicht sehr gefallen.

Aktueller Zustand nach der Netzhaut-Operation

Nach wie vor fühlt sich mein linkes Auge an, als hätten alle Augenmuskeln Muskelkater. Ich führe das auf die Überdehnung während der Operation zurück. Ein bisschen hat der Schmerz aber nachgelassen. Der zweite unangenehme Schmerz ist das stechende Fremdkörpergefühl. Auch das ist besser geworden. Das gilt aber nur solange, wie ich meine Augen ruhig halte. Fange ich an, mich irgendwie im Haushalt zu betätigen, wodurch sich die Augen zwangsläufig mehr bewegen, verstärken sich diese Schmerzen sofort wieder.

Ich bin nun in der Lage, das linke Auge öfter offen zu halten. Das Auge tränt auch bedeutend weniger als in den letzten Tagen.

Heute habe ich den Arztbrief gelesen, den die LMU Augenklinik für meine Augenärztin in Ebersberg vorbereitet hat. Darin wird sogar von drei Stellen an der Netzhaut gesprochen, die mittels Kryosonde vereist worden sind. Dort steht weiter, dass die Operation komplikationslos abgelaufen sei. Die aufgenähte Plombe würde gut dellen.

Ausschnitt aus dem Arztbrief zum Befund der Netzhautablösung

Mit der Sehleistung bin ich nach wie vor unzufrieden. Gut, ich bin auf dem linken Auge nicht blind. Darüber sollte ich mich eigentlich schon freuen, tue ich ja auch irgendwie. Immerhin kann ich weiterhin stereoskopisch (also räumlich) sehen. Das Bild im linken Auge ist deutlich dunkler als im rechten, schätzungsweise um 30 Prozent. Allerdings ist das Bild nicht an jeder Stelle des Gesichtsfeldes gleich dunkler, so dass sich insgesamt eine etwas fleckige Hell/Dunkel-Verteilung ergibt. Die Sehleistung wird erst der Augenarzt beurteilen können. Ich schätze sie auf vielleicht 10 bis 20 Prozent. Diese Zahl sagt aber auch nicht wirklich etwas aus, denn tatsächlich ist auch das Schärfe-Empfinden ungleichmnäßig. Entscheidend ist für das Scharfsehen aber nur der kleine Gelbe Fleck, der bei mir leider geschädigt ist. Auf andere scharfe Stellen im Gesichtsfeld kann ich nicht fokussieren. Das kann niemand.

Wenn ich zum Beispiel ein Wort lesen möchte, dann schaue ich genau auf dieses Wort. Das ist aber leider nicht scharf. Genau daneben wäre die Schrift scharf (also für meine Verhältnisse jedenfalls), aber wenn ich dort hinschaue, dann blicke ich ja wieder mit der Stelle der Netzhaut auf das Wort, die geschädigt ist. Verstanden?

Es ist auch egal, denn letztendlich kann ich mit dem linken Auge einfach nicht scharf sehen.

Mein rechtes Auge muss diesen Job übernehmen. Damit wird es noch wichtiger, dass ich eine vernünftige Brille auf der Nase habe. Wenn das Auge ausgeheilt ist, werde ich wohl mal eine Gleitsichtbrille ausprobieren. Aber im Augenblick wäre das hinausgeworfenes Geld. Bisher war ich der Meinung, dass ich mit zwei Brillen, eine fürs Nahsehen und eine fürs Fernsehen besser bedient sei. Der Nachteil ist, dass ich dauernd mit zwei Brillen herumhantieren muss.

Ob man mit einem Brillenglas für das linke Auge noch etwas Sehleistung herauskitzeln kann, weiß ich nicht. Das werden wir in ein paar Wochen sehen.

Ich bin gespannt, ob ich in Zukunft Gegenstände, die sich im linken Teil meines Gesichtsfeldes befinden, eher mal umwerfen werde als früher. Wahrscheinlich ist das auch nur eine Sache der Übung. Man sieht ja nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn, und das muss sich eben auf die veränderten Umstände einstellen.

Planung des Augenarzttermins

Ich habe mich dafür entschieden, mir einen Augenarzt in Erding zu suchen, weil wir doch wesentlich häufiger in Erding als in Ebersberg sind. So könnte ich Termine beim Augenarzt mit anderen Besorgungen zusammenlegen und unnötige Fahrereien vermeiden.

Natürlich habe ich wieder Tante Google um Rat gefragt, um einen Augenarzt in Erding zu finden. Besonders praktisch war, dass ich einen Augenarzt in der Nähe der S-Bahn Station fand. Denn in nächster Zeit würde ich nicht in der Lage sein, mit dem Auto dorthin zu fahren. An der S-Bahn Station war die Endstation der Buslinie, die von uns nach Erding fuhr. Den Namen des Arztes werde ich hier nicht bekannt geben, weil ich später nicht immer nur Positives berichten werde.

Zunächst konnte ich ohne Diskussion einen Wunschtermin erreichen, und zwar bereits am Montag um 14:30 Uhr. Das passte mir hervorragend, weil der Bus um 14:14 Uhr, fast direkt vor der Praxis anhielt (eine Station vor der Endstation).

Die Rückfahrt konnte ich natürlich noch nicht planen. Ich wusste nicht, wie lange ich in der Augenarztpraxis warten musste. Wahrscheinlich würden sie mir das linke Auge wieder weit tropfen. Laut den Bewertungen im Internet war aber nicht mit langen Wartezeiten zu rechnen. Es gab zwar nicht besonders viele Beurteilungen, aber die ließen mich hoffen, dass dieser Augenarzt kein Reinfall sein würde.

Da ich gestern meine Brille zerstört hatte, war ich besonders froh, dass ich diesen Termin so kurzfristig bekommen konnte. Ich brauchte dringend eine neue Fernbrille.

Beobachtungen zur Applikation der Augentropfen

Wenn ich die Augentropfen selber ins Auge träufele, passiert es mir immer wieder, dass ich nicht so hundertprozentig ins Auge treffe. Vor den Spiegel stellen kann ich mich nicht, weil ich dort ohne Brille nicht genug sehe. Ist eigentlich logisch. Zum einen bin ich kurzsichtig, zum anderen muss ich den Kopf ja in den Nacken legen, um die Tropfen ins Auge zu bekommen. Und schau du dann mal gleichzeitig in den Spiegel!

Am besten klappt es, wenn ich mich auf den Rücken lege. Der Tropfer soll das Auge nicht berühren, um eine Verkeimung zu vermeiden.

Glück haben diejenigen, denen eine zweite Person die Augentropfen ins Auge träufeln kann. Ich musste aber leider tagsüber alleine klarkommen. Sehr hilfreich waren die Kompressen, die ich mir gestern in der Apotheke gekauft hatte. Nicht jeder Tropfen traf exakt das Auge. Mit den Kompressen ließ sich die Flüssigkeit ganz sanft vom Auge abtupfen.

Offene Fragen zur Plombenchirurgie

Den Ablauf der Plombenchirurgie habe ich weitgehend verstanden. Aber zwei offene Fragen habe ich zur Zeit schon noch.

Erstens: die Plombe wird mit dünnen Nähten auf den Augapfel aufgenäht. Das Auge befindet sich ständig in ruckartiger Bewegung. Wie groß ist das Risiko, dass die Nähte selber reißen oder aus der Lederhaut ausreißen? Die Plombe ist dann nicht mehr am Augapfel fixiert und würde sicher Beschwerden machen. Wahrscheinlich müsste dann in einer weiteren Operation die Plombe entfernt oder neu aufgenäht werden.

Zweitens: Warum ist diese Plombe überhaupt notwendig? Das Ziel soll ja sein, dass sich die Netzhaut hinten am Augapfel anlegt. Dies wird aber dadurch erreicht das die Löcher durch die Kryosonde geschlossen werden und somit keine neue Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangen kann. Wozu wird dann noch eine Plombe benötigt?


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 4 http://blog.sevke.net/2012/11/08/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-4/ http://blog.sevke.net/2012/11/08/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-4/#respond Thu, 08 Nov 2012 19:00:35 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4208 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Donnerstag, 3. Tag nach der Operation meiner Netzhautablösung.

Aufstehen und wieder hinlegen

Die letzte Nacht konnte ich sehr gut schlafen. Wir sind alle so gegen 7:00 Uhr morgens aufgestanden. Mein Sohn musste in die Schule und meine Frau ins Büro. Ich bin es gewohnt, morgens erst einmal einen Kaffee zu trinken. Also habe ich mir einen gemacht. Jetzt konnte ich ja endlich wieder soviel Kaffee trinken wie ich wollte und wann ich wollte. Mit den Perry-Rhodan Hörspielen war ich noch lange nicht durch. Jetzt hörte ich sie aber nicht mehr über den tragbaren CD-Spieler, sondern über die Stereoanlage im Wohnzimmer. Schön auf die Couch legen, vorsichtshalber meistens auf die linke Seite, mit Wolldecke zudecken, beide Augen zu und zuhören. So war die Welt zu ertragen.

Erster Apothekenbesuch

Gegen 9:00 Uhr bin ich zur Apotheke gegangen, die sich praktischerweise nicht weit weg in unserem Ort befindet. Da konnte ich also prima zu Fuß hingehen. Ich dachte, dass ein wenig Bewegung an der frischen Luft gut für mich wäre. Das linke Auge tat heute nicht besonders stark weh. Leider stellte ich sehr schnell fest, dass ich bei körperlicher Aktivität auch automatisch die Augen ständig bewege. Die Augen zucken unaufhörlich herum und visieren neue Ziele an, wo man eben so hinschaut. Das fällt einem mit gesunden Augen gar nicht so besonders auf. Bereits nach der halben Strecke zur Apotheke hatte ich wieder starke Schmerzen. Zum einen taten alle Augenmuskeln weh, wenn ich das Auge bewegte. Zum anderen hatte ich das Gefühl, als rieben Sandkörner in meinem Auge herum, die ich nur leider nicht ausspülen konnte. Sandkörner oder Wimpern … und das Auge wehrt sich mit starkem Tränenfluss. In der Apotheke kam ich mit tränendem Auge und hängendem Augenlid an. Eigentlich war das ja kein Wunder, denn bei der Operation wurde das Auge ja sehr stark verdreht, um die Plombe aufzunähen. In der Apotheke kamen fünf Leute vor mir an die Reihe, so dass ich dort eine Weile ungemütlich herumstand. Das Medikament selber war nicht vorrätig, sondern musste bestellt werden. Das Bestellwesen der Apotheken funktionierte hervorragend, so dass ich das Medikament noch am Nachmittag abholen konnte. Bis dahin musste ich weiter leiden.

Also bin ich wieder nach Hause gegangen und hab mir weiter – ihr wisst es schon – meine Perry-Rhodan Hörspiele. Zwischendurch habe ich mir etwas zum Essen gemacht. Das stellt kein großes Problem dar, weil ich ja mit dem rechten Auge normal sehen kann. Meistens halte ich das linke Auge geschlossen und blinzel nur ab und zu mal durch das halbgeöffnete Auge. Durch die vielen Tränen ist das linke Auge oft verklebt und schmerzt auch schnell wieder, sobald ich es bewege. Am angenehmsten ist es daher, das Auge einfach geschlossen zu lassen.

Zweiter Apothekenbesuch

Nachmittags bin ich zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr ein zweites Mal zur Apotheke gegangen und habe mein Medikament abgeholt. also die Kombipackung Dexa-Gentamicin (Tropfen und Salbe).

Foto der ES-Kompressen

Zusätzlich habe ich mir eine Packung Kompressen geben lassen, die ich verwenden wollte, um die Tränenflüssigkeit des Auges abzutupfen. Ein dreckiger Finger oder ein dreckiges Tuch wären momentan sicher kein schlauer Gedanke gewesen. Die Packung enthielt 100 Stück und sollte erst einmal ausreichen. Ich weiß den Preis nicht mehr, aber kann diese Art von Tupfer nur empfehlen, falls ihr mal in einer ähnlichen Situation sein solltet. Papiertaschentücher halte ich für weniger geeignet, weil die dünnen Lagen leicht am Auge festkleben können. Und billiger sind die auch nicht.

Brille kaputt

Abends beim Fernsehen kam es zu einem unerfreulichem Ereignis. In einer fahrigen Bewegung zerschlug ich mir leider meine Fernbrille. Sie zerbrach genau in der Mitte beim Nasenbügel. Gut, die Fernbrille war zwar aus hochwertigen, sehr biegsamen Titanstahl, aber eben schon etwas älter. Jetzt kann ich vorerst nur noch meine Nahbrille verwenden. Immerhin habe ich noch eine. Autofahren würde damit überhaupt nicht funktionieren, aber das war momentan sowieso unmöglich, egal mit welcher Brille. Innerhalb des Hauses kannte ich mich ja ganz gut aus, so dass es dort ganz gut ging. Jetzt hatte ich natürlich das zusätzliche Problem, dass ich mir ganz schnell eine neue Brille besorgen musste. Nur welches Glas sollte ich für das linke Auge nehmen? Im derzeitigen Zustand wären Messungen der Sehstärke schlichtweg unmöglich. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mir vom Augenarzt eine neue Brille verschreiben zu lassen, bei der das linke Glas einfach die alten Werte erhielt, für das rechte Glas aber neue Werte ermittelt würden. Wahrscheinlich musste ich dann nach der Ausheilung des Auges das linke Glas noch einmal gegen ein besseres austauschen lassen. Ohne Fernbrille bin ich jedenfalls auf das Haus beschränkt und kann nicht draußen herumlaufen. Mit dem linken Auge sehe ich gar nichts und mit dem rechten nur auf kurze Entfernung, wenn ich die Nahbrille trage. Wenigstens war die Nahbrille relativ robust, hatte sogar Federgelenke. Es bestand Grund zu der Hoffnung, dass sie noch ein wenig durchhielt und nicht auch noch auseinanderbrach.

Mich hat dieses Ereignis seelisch zurückgeworfen: es kommt halt eins zum anderen und hört irgendwie nicht auf. Schlimm genug, dass ich bei meinem schlechten Zustand sowieso damit rechnen musste, dass ich gegen Wände lief oder Gegenstände umwarf, so musste ja nicht auch noch die Fernbrille kaputt gehen. Ein Problem war, dass ich nicht in der Lage war, alleine zum Augenarzt (15 km entfernt in Erding) oder zum Optiker (Fielmann in den Riem-Arkaden) zu fahren. Außerdem würde die Brille auch nicht gerade innerhalb von 1 Stunde fertig sein. Irgendwie musste ich die Termine so organisieren, dass Andrea mich mit dem Auto dort überall hinfahren konnte.

Mir ist auch noch schleierhaft, wie ich ab nächstem Donnerstag wieder mit dem Auto zur Arbeit fahren soll. Ich bin ja nur bis Mittwoch arbeitsunfähig geschrieben.

Aber eins nach dem anderen.

Im Augenblick fällt es mir sehr schwer, mir die Augentropfen selber ins Auge zu träufeln, obwohl das normalerweise ja kein großer Akt war. Deswegen habe ich meinem Sohn erklärt, wie man das macht. Wenn er zuhause ist, kann er das für mich tun. Und das macht er auch gerne. Tagsüber bleibt mir nichts anderes übrig, als mir das Medikament selber ins Auge zu tropfen. Auch beim Einbringen der Augensalbe für die Nacht geht es mit Hilfe viel leichter. Da bin ich froh, dass ich ein paar helfende Hände um mich herum habe.

Wenigstens hatte ich jetzt die Medikamente gegen die Entzündung, was mich etwas beruhigte. Es konnte nur besser werden. Ich hatte schon die Befürchtung, dass sich die Entzündung so stark verstärkte, dass ich erneut zur Augenklinik fahren musste. Ich war ja zur Operation der Netzhautablösung nur sehr kuz in der Klinik. Laut der LMU Augenklinik dauert der stationäre Aufenthalt je nach Schwere der Operation zwischen drei und sieben Tagen. Bei mir fand die Operation am Montag am späten Nachmittag statt. Danach war ich praktisch nur einen Tag zur Beobachtung, denn am nächsten Tag wurde ich bereits am Vormittag wieder entlassen. Selbst der Oberarzt Dr. Wolf hatte irgendwann die Bemerkung fallen lassen, dass die ersten zwei Tage die kritischsten sind. Ich war noch nicht mal zwei Tage zur Beobachtung in der Klinik, bin aber der Meinung, dass meine Operation nicht die einfachste war, weil drei Löcher zu verschließen waren. Die LMU Augenklinik spricht selber davon, dass die Operation zwischen 20 Minuten und 1 Stunde dauert. Bei mir dauerte es annähernd 1 Stunde. Ich halte es nicht für besonders gut, wenn man Patienten zu früh aus der Klinik entlässt. Auf der einen Seite bin ich natürlich froh, wenn ich zuhause in meiner gewohnten Umgebung sein kann, auf der anderen Seite wird natürlich im Krankenhaus das Auge erstens von den Krankenschwestern viel besser versorgt und zweitens stehen im Notfall sofort Ärzte bereit, die sich um Komplikationen kümmern können. Das ist nicht der Fall, wenn ich zuhause bin.

Wir wollen aber nicht den Teufel an die Wand malen und hoffen, dass sich das Auge zufriedenstellend entwickelt und schnell heilt. Ändern kann ich das jetzt sowieso nicht.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 3 http://blog.sevke.net/2012/11/07/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-3/ http://blog.sevke.net/2012/11/07/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-3/#respond Wed, 07 Nov 2012 19:00:32 +0000 http://blog.sevke.net/?p=4195 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Mittwoch, 3. Tag in der LMU Augenklinik München, 2. Tag nach der Operation einer Netzhautablösung.

Chefarztvisite

Die Nacht verlief ruhig. Beim Aufwachen waren die Schmerzen im linken Auge aber deutlich stärker als gestern. Ich bekam das Auge kaum auf. Das Auge war angeschwollen und eigentlich tat mir die ganze linke Gesichtshälfte weh. Wir wurden erst relativ spät geweckt, so gegen 6:30 Uhr. Heute war ein ganz besonderer Tag, nämlich Chefarztvisite. Darum sollte ich mich gegen 7:40 Uhr, 20 Minuten vor acht, vor einem anderen Arztzimmer auf der gleichen Etage einfinden, also nicht dort, wo ich gestern morgen war. Die Augenklinik ist groß, es gibt viele Gänge und viele Zimmer. Ich schlurfte also dahin und traf dort mit geschätzten 30 anderen Patienten zusammen. Na bravo, das konnte sich ja hinziehen. Wie üblich, versammelten wir uns wieder alle im Gang vor dem Arztzimmer auf Stühlen. Allerdings reichte die Anzahl heute nicht aus, so dass zusätzliche Stühle bereitgestellt wurden. Die Krankenschwestern waren extrem chaotisch organisiert, rannten mit Listen zwischen den Leuten herum, riefen Namen auf, schickten Patienten wieder in ihre Zimmer zurück, liefen zu verschiedenen Patientenzimmern, um wieder andere Patienten zu suchen und forderten die Patienten auf, immer paarweise ins Ärztezimmer zu gehen. Händchenhalten war dabei kein Muss. 😉 Sie riefen dann gleich mehrere Leute auf und forderten sie auf, sich die Namen der Patienten vor ihnen zu merken, damit sie wüssten, wann sie an der Reihe waren. Ich saß auf meinem Stuhl mit geschlossenen Augen, da mir das Auge weh tat, und beobachtete das Chaos mehr mit den Ohren als mit den Augen. Wollte ich mir die Reihenfolge von vier, fünf Namen merken, um mich an der richtigen Stelle ins Arztzimmer zu begeben? Nein, das wollte ich ganz bestimmt nicht. Die Situation war irgendwie skurril: wir saßen da alle herum wie die Lämmer, die sich freiwillig in einer vorgeschriebenen Reihenfolge zum Schäfer begeben sollten … zum Schlachten? Irgendwann war ich dann dran!

Die Chefarztvisite gestaltete sich folgendermaßen:
Ich wurde in das Zimmer hineingerufen, fand mich dort aber mit mehreren anderen Patienten wieder. Eine Krankenschwester forderte mich auf, zunächst an der Wand des Zimmers gegenüber des Untersuchungsstuhls (mit anderen Patienten) zu warten. Von dort sah ich auf zwei Untersuchungsstühle, auf denen Patienten saßen. Davor, mit dem Rücken zu mir, saß ein Arzt auf einem normalem Stuhl, schaute sich wohl kurz die Augen des jeweiligen Patienten an, um dann sofort mit seinem Stuhl zu dem zweiten Untersuchungsstuhl hinüberzurollen. Das war echte Akkordarbeit! Lange musste ich daher nicht warten. Ich setzte mich auf den Stuhl, der Chefarzt rutschte rüber und sagte irgendetwas wie: „Guten Tag.“ Ich antwortete mit einem: „Guten Morgen. Vorsicht! Das Auge tut weh.“ Das wurde mit einem „Verstehe. Gucken Sie mal nach oben.“ quittiert. Er blickte mir mit der Spaltlampe (denke ich mal, aber es war mir eigentlich auch egal) ins Auge. Dann kam ein kurzes: „Fein. Das war’s schon.“ Die ganze Untersuchung hat vielleicht 15 Sekunden gedauert. Und schon rutschte er zum nächsten Patienten. Ich durfte das Zimmer verlassen und in mein eigenes Zimmer zurückgehen. Das nenn ich mal eine Chefarztvisite! So ging es nicht nur mir, sondern allen Patienten. Arme Patienten, armer Chefarzt.

Entlassung aus der LMU Augenklinik

Am Vormittag kam wieder die Dame vom Catering und besprach mit uns die Mahlzeiten. Sie war überrascht, dass ich noch nicht wusste, wann ich aus der Augenklinik entlassen werden sollte. Ich dachte an mein zugeschwollenes Auge. Nach Hause? Ihr spinnt wohl! Vorsichtshalber hat sie für den morgigen Tag Mahlzeiten für mich eingeplant, obwohl sie nicht davon ausging, dass ich dann noch da wäre. So blieb es erst einmal nur bei einer Frühstücksbestellung. Also heute Abend noch mal Abendessen und morgen dann Frühstück.

Um 11:15 Uhr ging die Zimmertür plötzlich auf und eine Dame wollte mein Bett abräumen. Sie meinte, ich sei doch schon entlassen worden und sie müsse das Bett für den nächsten Patienten vorbereiten. Ich lag auf dem Bett, schielte sie mit halb geschlossenen schmerzenden Augen an und entgegnete: „Das ist mir nicht bekannt.“ Daraufhin drehte sie sich um und lief aus dem Zimmer. Die Tür ließ sie auf und es zog kalt herein. Als sie nach mehreren Minuten nicht zurückkam, stand ich auf und schloss die Tür wieder.

Etwa 10 weitere Minuten später kam eine andere Krankenschwester ins Zimmer und sagte: „Ja, Her Sevke, es ist entschieden. Sie werden heute entlassen. Sie gehen heute nach Hause.“ Darauf antwortete ich, dass ich die Klinik nicht verlassen würde, ohne dass sich ein Arzt das Auge noch einmal genau angesehen hat. Sie bestätigte meinen Wunsch: „Ja, das ist bei uns so. Kein Patient verlässt die Klinik, ohne dass ihn noch einmal ein Arzt gesehen hat. Gehen Sie bitte zum Zimmer 150 und dann werden sie dort entlassen.“ Daraufhin entschwand sie wieder meinem Blicke. Ich wusste nicht so genau, was nun von mir erwartet wurde. Also wartete ich noch eine Weile ab. Dabei packte ich meine Sachen zusammen. Anschließend bin ich zum Stationsstützpunkt gegangen. Dort wurde mir von einer Krankenschwester die Patientenakte in die Hand gedrückt. Ich wurde aufgefordert, mich damit zum Zimmer 150 zu begeben. Dort erwartete mich ein sehr junger Arzt mit anscheinend indischer Herkunft. Er sprach praktisch kein Wort, aber das war ich ja schon gewohnt. Zunächst dachte ich deswegen, er könnte kein Deutsch sprechen. Es zeigte sich dann aber, dass er doch sehr gut deutsch sprach, wenn auch mit Akzent. (Auf der Website der LMU Augenklinik konnte ich später nachlesen, dass es sich bei ihm um einen Stipendiaten handelte.) Er hat mein Auge dann tatsächlich noch einmal genau untersucht. Dazu gehörte auch ein kurzer Visus-Sehtest. Über die zweite Tafel mit drei Zahlen bin ich nicht hinausgekommen. Keine Ahnung, wieviel Prozent Sehleistung dies entsprach. Der Arzt erledigte noch jede Menge Schreibkram. Ich schaute ihm mit halb geschlossenen Augen zu. Anschließend stellte ich einfach frech noch ein paar Fragen

  • Muss ich noch länger nur auf der linken Seite liegen? Nein. Aber es wäre gut, wenn ich trotzdem für einige Tage bevorzugt auf der linken Seite läge.
  • Darf ich wieder lesen? Ja, aber nicht übertreiben.
  • Wie sieht es mit der Arbeit am Computer aus? Ist okay, aber nicht überanstrengen.
  • Wie lange muss ich die starken Schmerzen ertragen?
  • Darf ich mich körperlich anstrengen?

Mir wurde 1 Kombipackung Dexa-Gentamicin (Tropfen und Salbe) verschrieben, die ich regelmäßig nehmen sollte, die Tropfen tagsüber 6mal, die Salbe dann erst kurz vor dem Schlafengehen. Außerdem wurde ich bis zum 14. November arbeitsunfähig geschrieben, also 1 Woche.

Nächste Woche sollte ich mich bei meinem Augenarzt melden und in 4 bis 6 Wochen sollte ich zu einer Nachuntersuchung in die LMU Augenklinik München kommen, könnte dies aber auch bei meinem Augenarzt erledigen. Der Arzt trug mir auf, anschließend zum Stationsstützpunkt zu gehen.

Mit Entlassungsschreiben und Rezept bin ich zurück in mein Zimmer gegangen, wo bereits ein neuer Patient auf meinen endgültigen Auszug wartete. Also nahm ich meine Sachen, verabschiedete mich von meinen Zimmergenossen und ging dann zum Stationsstützpunkt. Dort wurde festgestellt, dass das Rezept nicht vom Arzt unterschrieben worden war. Die Krankenschwester wies mich darauf hin, dass die Ärzte momentan alle beim Mittagessen wären, ich es später einfach wieder versuchen sollte.

Auf Abholung warten

Für mich bedeutete das kein großes Problem, da ich vor 18:00 Uhr sowieso nicht abgeholt werden würde. Meine Frau ist ja selber den ganzen Tag im Büro. Dem öffentliche Nahverkehr wollte ich mich mit meinen Schmerzen und meinem zugekniffenen Auge nicht anvertrauen. Bis zu uns ins Münchener Outback kommt man sowieso nicht so einfach. Das werde ich jetzt tunlichst unterlassen.

Also bin ich mit meinen Sachen in den Aufenthaltsraum gegangen und höre wieder meine Perry-Rhodan Hörspiele mit geschlossenen Augen. So sind die Schmerzen im Auge am besten zu ertragen. Die Sehleistung des linken Auges ist extrem schlecht. Allerdings konnte ich den schwarzen Fleck oder Vorhang nicht mehr entdecken, so dass eine Netzhautablösung wohl vorerst gebannt ist. Jetzt muss ich die nächsten Tage abwarten, weil ich mit den Schmerzen im linken Auge sowieso nicht handlungsfähig bin. Ich bin froh, wenn ich die Augen zu habe und gar nichts tun muss. Wie es dann nächste Woche sein wird, wenn ich wieder arbeiten muss, weiß ich natürlich nicht. Ich befürchte, dass ich noch nicht wieder ausreichend gut lesen kann, aber das muss ich nun erst einmal abwarten.

Ich wartete also in diesem kleinen Aufenthaltsraum, der sich direkt vor meinem ehemaligen Patientenzimmer befand, darauf, dass Andrea mich von der Klinik abholte. Von den Krankenschwestern wurde mein Auge nicht mehr versorgt. Es gab für mich natürlich auch keine Mahlzeiten mehr. Immerhin stand Mineralwasser bereit, so dass ich zwischendurch trinken konnte. Während des Nachmittags kamen immer mal wieder Patienten mit Besuchern in das Zimmer und unterhielten sich miteinander. Ich aber hatte ja mein Hörspiel über Kopfhörer am Ohr und bekam von den Gesprächen nicht viel mit.

Gegen 17:00 Uhr kam eine der der Damen, die das Abendessen verteilten, zu mir in den Raum und meinte: „Oh, solange müssen Sie warten. Brauchen Sie etwas? Brauchen Sie Tropfen? Haben Sie was zu essen?“ Daraufhin antwortete ich: „Nein, ich bin ja schon mittags entlassen worden. Ich warte darauf, dass ich abgeholt werde.“ Sie wieder: „Möchten Sie dann was essen? Kann ich Ihnen was bringen?“ und „Warten Sie, ich schau mal, was wir da haben.“ Sie drehte sich um, wollte das Zimmer verlassen, drehte sich dann erneut zu mir um und fragte: „Wie ist Ihr Name?“ Ich antwortete: „Sevke, Sven.“ Sie lief in den Gang hinaus und rief: „Haben wir etwas für Herrn Sevke?“ Natürlich sagte sie „Säffke“ wie jeder hier. Jeder spricht meinen Namen „Säffke“ aus und nicht „Seefke“, wie es richtig wäre. Natürlich hatten Sie etwas für Herrn Sevke, da ja die Bestellung am Vormittag das Abendessen berücksichtigt hatte. Das wäre ein Salatsteller gewesen mit einer Breze und einem Joghurt. Die Bestellung war ja aufgegeben worden und insofern musste sie die Mahlzeit haben. Was damit geschieht wenn ein Patient dann doch nicht mehr im Patientenzimmer ist, weiß ich nicht. Ob das die Angestellten selber essen oder ob das Essen einfach vernichtet wird, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall brachte sie mir nach einer Minute das Tablett mit meiner bestellten Mahlzeit und sagte: „So, hier haben Sie. Guten Appetit.“ Darüber habe ich mich sehr gefreut. Erstens fühlte ich mich vom Krankenhauspersonal endlich auch mal als Mensch angesehen, und zum anderen hatte ich natürlich schon Hunger. Also stürzte ich mich auf den Salat und auf die Breze und war wieder zufrieden.

Andrea rief mich kurz nach 17:00 Uhr an und teilte mir, dass sie mit erheblichen Schwierigkeiten im Straßenverkehr zu kämpfen habe und dass sie wahrscheinlich länger brauchen würde als vorgesehen, ich mich also dementsprechend noch etwas länger gedulden müsse. Erst deutlich nach 18:00 Uhr könne sie da sein. Also harrte ich weiter aus und wartete darauf, abgeholt zu werden. Irgendwann nach 18:00 Uhr packte ich dann meine Sachen zusammen und ging in das Erdgeschoss zur Eingangstür und wartete nun dort. Eine ganze Menge von jungen Studenten und Leuten, die wie Professoren aussahen (wie sehen Professoren aus? Naja, jedenfalls nicht mehr wie 20-Jährige.), also Leute mit akademischen Touch, möchte ich mal sagen. Wenn ihr die Leute seht, wisst ihr, was ich meine. Sie kamen in die Klinik und suchten offensichtlich immer wieder den gleichen Raum, nämlich einen Hörsaal, der sich irgendwo am Ende des Gebäudes befand. Offensichtlich gab es eine größere Veranstaltung, denn einige der Leute hatten sogar Blumen dabei. Alle liefen an mir vorbei, weil ich an der Eingangstür stand. Das wiederum rief mir in Erinnerung, dass es sich hier ja nicht um ein abgeschiedenes ruhiges Sanatorium handelte, sondern um eine Universitätsklinik, wo es letztendlich drunter und drüber ging. Immer wenn ein Gast sehr verloren aussah, sprach ich ihn an und wies den Weg, so gut ich es eben wusste.

Heimfahrt

Ja, irgendwann kam dann auch Andrea und holte mich ab. Jetzt hatte ich das Problem, dass ich den ganzen Tag lang keine Medikamente gegen die Entzündung in mein Auge bekommen hatte. Ich hatte gehofft, dass ich die Klinik noch zu einer Uhrzeit verlassen konnte, zu der die Apotheken geöffnet waren. Um diese Uhrzeit wurde das natürlich schwierig. Wir haben auf dem Heimweg quer durch München Ausschau nach Apotheken gehalten. Davon gab es viele, nur war es schwierig, im fließenden Verkehr zu erkennen, ob eine noch auf hatte. Bei einer haben wir angehalten. Die hatte aber leider schon geschlossen. Bei einer anderen konnten wir aus dem Auto erkennen, dass die Tür gerade abgeschlossen wurde. Wir haben dann entschieden, die Medikamentenbeschaffung auf den nächsten Tag zu verschieben. Im Auto haben wir uns natürlich unterhalten, aber ansonsten war ich wegen der Schmerzen eher passiv.

Ich bin relativ früh ins Bett gegangen, zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr, und bin dann wohl auch recht schnell eingeschlafen.


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Netzhautablösung – Ablatio Retinae – Tag 2 http://blog.sevke.net/2012/11/06/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-2/ http://blog.sevke.net/2012/11/06/netzhautabloesung-ablatio-retinae-tag-2/#respond Tue, 06 Nov 2012 19:00:26 +0000 http://blog.sevke.net/?p=3998 Lest bitte zuerst meine Vorbemerkungen zum Thema Netzhautablösung.

Der Morgen danach

Die letzte Nacht war leider nicht sehr angenehm. Ich hatte zum Abend hin starke Kopfschmerzen in der linken Hälfte des Kopfes und außerdem tut mir mein operiertes Auge sehr weh. Ich gehe davon aus, dass das Auge während der Operation sehr stark verdreht werden musste, und dadurch die Augenmuskeln gestreckt und gelängt wurden. Neben diesen Schmerzen um den Augapfel herum habe ich im unteren und oberen Bereich des Auges sehr stechende oder reibende Schmerzen, als ob im Augapfel Wimpern oder Nadeln stecken. Wahrscheinlich kommt das von der absichtlichen Gewebezerstörung durch die Kryosonde. Das ist sehr unangenehm. Du hast Sand oder Wimpern im Auge, bekommst es aber nicht raus … wahrscheinlich für mehrere Tage. Man hat mir gestern Abend angeboten, Novalgin-Tropfen als Schmerzmittel zu nehmen. Das habe ich abgelehnt, weil ich gehofft habe, dass die Schmerzen über Nacht verschwinden würden. Ich habe gehört, dass die meisten Schmerzmittel den Magen belasten. Ein Grund mehr, auf die Tropfen zu verzichten. Die Schmerzen haben dann dazu geführt, dass ich zunächst gar nicht einschlafen konnte. Ich war natürlich früh im Bett, bereits ab 19:00 Uhr, weil ich ja sowieso mehr oder weniger handlungsunfähig war. Lesen darf ich nicht, der Fernseher kostet Geld und ist sehr klein, den nutze ich nicht. Also höre ich mir meine Perry-Rhodan Hörspiele an. Da ich am Morgen schon um 4:30 Uhr aufgestanden war, war ich der Meinung, dass ich gut schlafen könnte. Leider war auf den Gängen des Krankenhauses zu dieser Zeit noch sehr viel Lärm, so dass ich nicht zur Ruhe kam. In der zweiten Nachthälfte habe ich wohl geschlafen, weil ich heute morgen relativ gut ausgeruht gewesen bin. Erschwerend in der Nacht kam noch hinzu, dass ich nur auf der linken Seite liegen darf und da sind die Optionen, wie man sich hinlegt, sehr beschränkt.

Um kurz nach sechs wurden wir geweckt. Das ging sehr akzeptabel vonstatten. Beispielsweise wurde nicht gleich das gesamte Flutlicht eingeschaltet, sondern zunächst eine sehr angenehme Beleuchtung. Wir bekamen dann ein Frühstück, und ich wurde aufgefordert, mich bis 7:00 Uhr vorne beim Stationsstützpunkt zur Visite einzufinden. Inzwischen weiß ich, dass es sich bei dem Zeremoniell, das ich gestern beobachten durfte, um die Visite handelt. Alle Leute versammeln sich vor dem Stationsstützpunkt und dem Ärztezimmer auf dem Gang und warten darauf, dass man ihnen kurz ins Auge schaut. Das ist soweit nachvollziehbar, da die Untersuchungsapparate nur bedingt mobil sind. Ich wurde zunächst von Frau Dr. M. (ich verwende der Einfachheit halber jetzt mal diese Abkürzung) untersucht. Das ist die Dame, die ich gestern schon kennenlernen durfte. Sie war ähnlich ruppig und unsensibel wie gestern. Mein doch stark schmerzendes Auge hat sie für die Untersuchung recht grob angefasst, so dass ich gleich zurückgezuckt bin … autsch! Kurz danach habe ich sie nach ihrem Namen gefragt (das Etikett auf ihrem Kittel konnte ich ja nicht lesen). Danach schien es mir, als wäre sie etwas sensibler mit mir umgegangen. Was ihr wohl durch den Kopf gegangen ist? Generell läuft die Visite so ab, dass man draußen auf dem Gang sitzt und irgendwann zur Untersuchung aufgerufen wird. Danach sitzt man wieder draußen auf dem Gang, wird wieder aufgerufen, muss sich wieder draußen hinsetzen und dann passiert wieder irgendetwas. Die Kommunikation mit dem Patienten beschränkt sich auf Anweisungen. Das zieht sich von 7:00 Uhr bis ungefähr 9:00 Uhr hin. Besonders schlimm ist das nicht, weil wir Patienten im Krankenhaus sowieso nichts Besseres zu tun haben.

Während ich draußen saß, wurde ich von einer Ärztin oder Studentin angesprochen (Anmerkung: mit dieser Dame hatte ich später noch zu tun … im positiven Sinne. Ihren Namen darf ich nennen: Dr. Arend), ob ich bereit sei, an einer Studie teilzunehmen. Mit dieser Studie wollen sie untersuchen, ob die bei Netzhautablösungen regelmäßig vorkommenden Vernarbungen genetisch bedingt sind. Dazu mussten sie (sie wurde von Studenten unterstützt) mir Blut abnehmen und ich musste ein paar Fragen in einem Formular beantworten. Sie brauchten nur wenig frisches Blut, konnten dafür aber leider den (schon zu alten) Venenzugang nicht nutzen. So wurde im linken Arm ganz wenig Blut abgezapft.

Die Visite

Etwas später wurde ich auch irgendwann kurz vom Oberarzt Dr. Wolf untersucht, der mich gestern operiert hatte. Ich versuchte, mich bei ihm für seine Arbeit zu bedanken, kam aber kaum dazu, weil er unter sehr großem Zeitdruck stand. Schade, noch nicht mal Zeit für Lob und Anerkennung. 🙁 Kurze Untersuchung ohne viel Reden. Soweit schien wohl alles okay zu sein. Wissen wollte ich, was mit diesem nach wie vor vorhandenem schwarzen Bereich im oberen rechten Augenabschnitt sei (der ja weiterhin auf eine Netzhautablösung hindeutete). Dieser würde sich wahrscheinlich in den nächsten Tagen weiter verkleinern (die Netzhaut wird sich wohl noch besser anlegen). Nach der Untersuchung wollte ich Herrn Dr. Wolf ein kurzes Feedback zu der Operation geben … sozusagen direkt vom Opfer. Leider hatte er überhaupt keine Zeit, weil offensichtlich bereits der erste Patient oben in der 2. Etage vorbereitet wurde und er sofort nach oben musste. Dennoch gab ich ihm die Rückmeldung, dass ich während der Operation Probleme mit dem Kreislauf gehabt hatte. Die Gründe dafür waren, dass ich bis zur Operation lange Zeit nichts essen durfte und dann während der Operation unter einem Tuch lag, unter dem es sehr warm wurde. Diese Probleme waren wohl bekannt. Er wies kurz daraufhin, dass leider nicht jeder Patient bereits am Morgen operiert werden konnte. Für den Fall einer Vollnarkose wäre es notwendig, dass der Patient vorher nichts äße, damit es im Fall des Erbrechens nicht zu weiteren Problemen kommen konnte … kein Essen -> kein Erbrechen. Das war mir natürlich klar. Für weitere Fragen verwies er mich an Frau Dr. M., die eine sehr kompetente Ärztin sein sollte. Das mochte sein, aber ich erlebte sie als ziemlich ruppig und unwillig. Ich habe ihr dann von meinen Schmerzen berichtet. Sie schlug Novalgin-Tropfen als Schmerzmittel vor, meinte aber, dass diese Art von Schmerzen nach der Operation normal wären.

Draußen auf dem Gang kam es mal wieder zu Verwirrungen. Frau Dr. M. hatte zwei Patienten zurück in ihre Zimmer geschickt. 10 Minuten später suchte dann eine Krankenschwester die beiden Patienten auf dem Gang, weil sie nun doch erneut in das Ärztezimmer sollten. Die Patienten mussten also wieder aus ihren Zimmern geholt werden. Ein wenig chaotisch und ineffizient.


Meine Sehleistung ist im Augenblick sehr schlecht. Bei den Buchstaben, die man beim Augenarzt immer ablesen soll, konnte ich nur die allergrößte Darstellung erkennen (das enstpricht wohl einer Sehleistung von 10%). Wenn das so bleibt, habe ich aber schon Probleme in der Zukunft. Letztendlich lag die Operation der Netzhautablösung gerade erst einen Tag hinter mir. Ich musste mich noch ein wenig gedulden und hoffen, dass sich die Sehleistung verbessert.

Anschließend wurde mir von einer Krankenschwester noch der Venenzugang aus dem Handrücken entfernt und das Auge erhielt einen neuen Salbenverband.

Der Nachmittag

Im Zimmer läuft alles ganz normal. Der eine Patient wartet auf seine Operation (auch wegen einer Netzhautablösung), so wie ich gestern, durfte bisher auch nichts essen.

Inzwischen haben wir schon Nachmittag, das heißt, dass wir nur zu zweit mittaggegessen haben. Die Dame vom Catering-Service, die sich um das Essen kümmert, war zwischendurch wieder da und hat das Essen für die nächsten zwei Tage abgefragt. Auf Nachfrage hat sie mir einen Flyer überlassen, in dem das Speisenangebot, aus dem wir auswählen dürfen, aufgelistet ist.

Buntes Deckblatt der Speisekarte in der LMU Augenklinik in München

Die Menükarte der LMU Augenklinik in Flyer-Form

Hier ein Auszug aus der Speisekarte:

Vorsuppen

  • kräftige Hühnerboullion mit Hähnchenfleisch und Fadennudeln
     32,5 kcal; Z/G/L; 0,5 BE
  • Festtagssuppe mit Gemüseeinlage, Eierstich und Hähnchenfleisch
     29kcal; Z/G/L; 0,5 BE
  • Tomatensuppe
     45kcal; V/*G; 0,8 BE
  • Riebelesuppe
     32kcal; Z/V/L; 0,5 BE

Hauptmenüs/ herzhaft

  • Farfalle „Pomodorino“ in feiner Sauce mit Cherrytomaten, Broccoli und Mozzarella dazu Blattsalat
     404kcal; Z/V; 4,7 BE;
  • Pizzapfannkuchen mit Blattspinat, garniert mit Käse
     446,2kcal; Z/V/3,5 BE;
  • Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln
     519kcal; Z/V/*G;3,3 BE
  • Käsespätzle „Allgäuer Art“ mit Röstzwiebeln und Blattsalat
     1076kcal; ZA/; 8,4 BE
  • gekochtes Rindfleisch in Meerrettichsauce mit Petersilienkartoffeln und Blattsalat
     690kcal; R/G*; 3,6 BE
  • Rindergeschnetzeltes in Sahnesauce, Champignons und Gurkenstreifen, Spätzle und grüner Salat
     546kcal; Z/R; 5,3 BE; 9
  • Fränkische Bratwürstchen auf Sauerkraut und Kartoffelpüree
     720kcal; S; 2,4 BE; 7/8
  • Schweinsbraten mit Apfelrotkohl und Kartoffelknödeln
     554kcal; Z/S/L; 3,7 BE
  • Hacksteak in Bratensauce mit Bohnengemüse und Salzkartoffeln
     485kcal ;Z/S/L; 3,2 BE
  • Hühnerfrikassee mit Champignons, Karotten und Reis
     320kcal; G; 3,5 BE
  • Paniertes Schollenfilet mit Petersilienkartoffeln, Gurkensalat und Remoulade
     572,8kcal;Z/F/L; 4,5 BE
  • Gedünstetes Pangasiusfilet mit Kräutertopping, auf Blattspinat mit Salzkartoffeln
     365kcal; F/Z; 3,0B E; 9

Hauptmenüs/ süß

  • Kaiserschmarrn mit Apfelkompott
     620kcal; V; 4,0 BE; 9
  • Pfannkuchen mit Kirschfüllung und Vanillesauce
     890kcal; V; 6,0 BE

Eintopf

  • Gemüseeintopf mit Rindfleisch, dazu eine Semmel
     389kcal; R/G/L; 2,5 BE;

Desserts

  • Apfelmus
     50kcal; 1,0 BE; 5
  • Pfirsichkompott
     65kcal; 1,0 BE; 5
  • Fruchtjoghurt
     100kcal; 1,5 BE; 5
  • Obst der Saison
     80-130kcal; 1,5 -2,0 BE

Kennzeichnungen
Z Kost ohne Zuckerzusatz oder höchstens 2%
  Die mit Z gekennzeichneten Menüs enthalten keinen freien Zucker oder höchstens 2%
  Außerdem sind die verwendeten Kohlenhydrate überwiegend langsam resorbierbar.

R Enthält Rindfleisch
S Enthält Schweinefleisch
G Enthält Geflügel
F Enthält Fisch
V Vegetarisches Menü
A Enthält Alkohol
G* Diese Menüs enthalten keinen Zusatz von Gluten
L Diese Menüs enthalten keinen Zusatz von Lactose

Nährwerte
Alle Werte bei Brennwerten(kcal) sind pro Portion angegeben. Die Broteinheiten (BE) enthalten alle verwertbaren Kohlenhydrate und sind ebenfalls pro Portion angegeben.

Zusatzstoffe
Die in unseren Produkten enthaltenen Zusatzstoffe sind wie folgt gekennzeichnet:
1 mit Farbstoff
3 mit Antioxidationsmittel
7 mit Nitritpökelsalz
8 mit Phosphat
9 mit Süßungsmittel(n)

 
Ansonsten verbringe ich meinen Tag momentan damit, dass ich auf der linken Seite liege, die Augen geschlossen halte, um die Augen nicht unnötig zu reizen, und mir meine Perry-Rhodan Hörspiele anhöre. Von denen habe ich so ungefähr 30 CDs, also fast 30 h, mitgenommen (Anmerkung: ich habe gerade im Internet nachgesehen. Es sind 42 CDs). Damit komme ich gut über die Runden. Warum ich das nicht auf einen iPod oder ein Smartphone kopiert habe, fragt ihr? Weil ich vor dem Krankenhausaufenthalt nicht mehr genug Zeit gehabt hatte, die CDs alle einzulesen. Glücklicherweise verfüge ich über einen alten portablen CD-Spieler von Technics, der immer noch funktioniert.

Alle paar Stunden kommt eine Krankenschwester und tropft mir verschiedene Augentropfen in das linke Auge.

Auffällig ist, dass die Ärzte und Oberärzte unter sehr großem Zeitdruck stehen. Ich bin nicht davon überzeugt, dass dieser enorme Zeitdruck der Qualität der Operation und der Nachbehandlung unbedingt zuträglich ist, ganz im Gegenteil. Letztendlich weiß ich natürlich nicht, wie hoch der persönliche Anspruch des einzelnen Arztes ist, will aber auch nichts Böses unterstellen. Jedenfalls ist es so, dass die Operationen wie am Fließband ablaufen. Für den Operateur ist jeder Patient und jede Operation eine von sehr vielen, mit den Folgen müssen aber die Patienten meist ihr Leben lang zurecht kommen. Ob das Auge hinterher gesund wird oder bis zu welchem Grad es wieder gesund wird, ob es zu Folgeoperationen kommt, das ist den Ärzten vermutlich erst einmal weniger wichtig, um nicht zu sagen „egal“. Der Patient allerdings hat eventuell für den Rest seines Lebens darunter zu leiden. Die Krankenschwestern stehen nicht unter diesem Zeitdruck und nehmen sich Zeit für die Patienten. Ihre Arbeit wirkt zwar manchmal chaotisch, aber nicht überhastet.

Wer Rückfragen zur Operation oder zum aktuellen Zustand hat, hat Pech. Die Ärztin, mit der ich zu tun habe (Frau Dr. M.), ist sehr kurz angebunden. Herr Dr. Wolf würde wohl gerne Fragen beantworten, hat aber leider überhaupt keine Zeit dafür.

Das Abendessen gab es bereits um 16:30 Uhr. Das war schon arg früh!


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