Balagan - Traumland der Poesie

8. Januar 2008

Balagan Plakat

Am Sonntag hatte ich das unglaubliche Vergnügen, im Prinzregententheater die grandiose Show Balagan zu sehen.

Andrea hatte uns absolut perfekte Sitzplätze in der Mitte der zweiten Reihe, also praktisch zwischen den Künstlern reserviert!

Die Show ist ein Reigen von Varieté-Künstlern, der durch Musik und wechselnde Bühnenbilder zu einem großen Gesamt-Kunstwerk verschmilzt. Als akrobatische Darbietungen gab es perfekt in Szene gesetzte Jongleure, Hand-in-Hand Partner-Akrobatik, Akrobatik am Vertikaltuch, eine Schlangenfrau und einen Clown. Fast noch mehr dominierte die Musik das Geschehen, mal mitreißend dynamisch und laut, mal sehr besinnlich und manchmal traurig, aber immer sehr intensiv und berührend. Im Hintergrund wurden auf eine Wand verschiedene Bilder projeziert, machmal schöne Landschaftsbilder, manchmal Gebäude oder sogar ein Wohnwagen. Aufklappbare Ausschnitte in der Wand wurden konsequent als Türen und Fenster verwendet, so dass die zweidimensionale Projektion dreidimensional wirkte.

Wie heißt es in der Ankündigung?

Balagan kommt aus einer anderen Zeit. Einer Zeit, als fahrende Leute die Menschen auf dem Marktplatz mit Kunststücken faszinierten, als der Jahrmarkt mit Feuerschluckern, Bärenführern, Jongleuren und Musikanten das ganze Dorf anzog und Kinder und Erwachsene mit offenen Mündern die Attraktionen bewunderten.

Das Prinzregententheater als Veranstaltungsort ist einen Besuch allemal wert.

Eintritskarte

Links:
Das Prinzregententheater - Spielplan
Die Homepage von Balagan
Der Veranstalter München Musik

Circus Fliegenpilz

30. Oktober 2006

Gestern waren wir mit den Kindern im Schweizer Circus Fliegenpilz.

Die Werbeplakate werben mit dem vielversprechendem Slogan “Circus unter Wasser”. So ist es aber nicht. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile: der erste Teil ist vor allem eine Tiershow. Für den zweiten Teil wird ein großes Bassin mit Wasser gefüllt, und in die Mitte wird eine Plattform gestellt, die für einige Darbietungen genutzt wird. Auch das Wasser selber wird für ein paar Tiere und Show-Elemente integriert. Die akrobatischen Anteile hielten sich sehr in Grenzen.

Der Circus selber rühmt sich, die größte mobile Tier-Ausstellung dabei zu haben. So ist dann auch die Anzahl und Vielfalt der präsentierten Tiere beeindruckend. Ich kann mich erinnern an Elefanten, Schweine, eine Kuh, ein Zwergflusspferd, Kamele, Pelikane, Tauben, eine Giraffe, Zebras, Pferde, Seelöwen, ein Lama, sogar ein Nashorn.

Sehr eindrucksvoll war die Vorführung, die Lars Hölscher mit seinen Elefanten zeigte. Unter anderem legte er sich flach auf den Boden und ließ sich von einem Elefanten übersteigen, der dabei sekundenlang mit dem Fuß über dem Körper des Artisten verharrte. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass der Elefant den Artisten nicht sehen kann und ein falscher Schritt höchstwahrscheinlich tödlich wäre.

Insgesamt dauerte die Vorführung etwas länger als zwei Stunden. Die beiden Teile wurden durch eine 20 minütige Umbaupause getrennt, in der die Zuschauer die Möglichkeit hatten, für 2 Euro pro Person (auch Kinder) die Gehege der Tiere zu besuchen und viele Tiere zu streicheln, selbst das Zwergflusspferd.

Aus anderen Berichten im Internet habe ich inzwischen gelesen, dass das Akrobatik-Programm wohl normalerweise umfangreicher ist. Einen Hochseil-Darbietung gab es gestern zum Beispiel nicht.

Auf der Circus-Homepage wird als Programm-Bestandteil auch eine Trapez-Nummer genannt, die aber gestern ebenfalls nicht vorgeführt wurde.

Offensichtlich gibt es im Internet auch einige sehr kritische Auseinandersetzungen mit dem Circus Fliegenpilz, zum Beispiel auf den Seiten von ReACT! e. V.