Technik Museum in Speyer

18. August 2008

Eingang zum Technik Museum Speyer

Am Samstag haben wir alle vier das Technik Museum Speyer besucht. Dabei handelt es sich um eine riesige Freifläche, auf der eine Vielzahl von Flugzeugen, Lokomotiven, Autos und anderen Fahrzeugen ausgestellt ist. Viele dieser echten Fahrzeuge sind begehbar, kaum eins steht einfach nur am Boden, sondern fast alle sind auf Stützen in verschiedenen Flugpositionen lebensecht dargestellt. Als Highlight müssen das riesige Transportflugzeug Antonov AN-22 und eine Boing 747 (Jumbo Jet) gelten, beide über eine Metalltreppe erreichbar und voll begehbar.

Der Jumbo Jet

Aber vielleicht interessiert Sie ja mehr das U-Boot U9, das ebenfalls begehbar ist und einen Eindruck über die engen Wohn- und Arbeitsverhältnisse in so einem Boot vermittelt. Und für Fans der Kelly-Familie gibt es deren Bus und das Hausboot zu besichtigen, auf dem die Familie viele Jahre gelebt hatte. Den Bus kann man sich leider nur von außen ansehen, das Boot auch, aber dort kann man wenigstens auf das Deck hinauf.

Das Hausbott der Kelly Familie

In der denkmalgeschützten Liller-Halle finden sich dicht gedrängt jede Menge Flugzeuge, Lokomotiven, Oldtimer, Motorräder, Feuerwehrfahrzeuge und auch selbstspielende Ochestrien, viele davon Unikate, die es nur ein einziges Mal überhaupt gibt. Eins dieser Unikate ist zum Beispiel der Einbaum “The Tree”, mit dem der Abenteurer Rüdiger Nehberg 2000 den Atlantik überquert hat.

3 bis 4 Stunden sollte man schon einplanen, um wenigstens einen Eindruck von den Ausstellungs-Stücken zu gewinnen. Natürlich reicht diese Zeit nicht, um alles genau anzuschauen. Die geistige Aufnahmekapazität ist aber spätestens dann erreicht. Für mehr würde ich persönlich eher einen zweiten Besuch vorsehen.

Neben den Ausstellungsflächen gehört auch ein Restaurant mit Selbstbedienung zum Museum, außerdem natürlich ein Fan-Shop. Für die Kinder gibt es auch einen Spielplatz und einige weitere attraktive Spielgeräte, die aber jeweils extra bezahlt werden müssen. Weiter gehören ein Modellbaumuseum und eine separate Marine-Ausstellung, sowie der ebenfals denkmalgeschützte Wilhelmsbau dazu, alles für sich natürlich einen Besuch wert.

Orpheus vor dem Wilhelmsbau

Wenn man zum Wilhelmsbau hinübergeht, dann kommt man an zunächst an der 15 Meter hohen Plastik “Orpheus” vorbei. Der Wilhelmsbau selber bietet auf vier Stockwerken viele tausend Erinnerungsstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst mechanische Musikinstrumente, automatische Klaviere und Orgeln, historische Moden, Juwelen, Puppen und Spielzeug, Uniformen und historische Waffen und ein Jagdzimmer mit Trophäen aus aller Welt. Mich persönlich reizen ausgestopfte Tiere und Köpfe von toten Tieren an der Wand nicht besonders. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Das Technik Museum Speyer kann ich jedem empfehlen, der sich für Fahrzeuge interessiert. Für das Freigelände ist schönes Wetter erforderlich, sonst macht es keinen Spaß. Durch die riesige Ausstellungshalle kann man natürlich auch prime bei Regen schlendern.

Die Einrittspreise betragen pro Erwachsener 12,50 Euro und für Kinder bis 14 Jahre 10,50 Euro.

Website des Museums: Technik Museum Speyer

Technik Museum in Google Maps / Google Earth Google MapsGoogle Earth

Übersichtsplan vom Gelände

Eine McDonnell Douglas F15 Eagle, vom Jumbo-Jet aus fotografiert.

McDonnell Douglas F15 Eagle

Eine wunderschöne Dampflokomotive.

Dampflokomotive

Wir haben einen Pleo!

10. Juli 2008

Der Pleo

Seit gestern sind wir im Besitz des gerade sehr angesagten Spielzeugs, das sich Pleo nennt. Der Hersteller spricht von einer neuen “robotischen Lebensform”, die einem 1 Woche altem Camarasaurus nachgebildet ist.

Wenn man den vollgeladenen Akku einsetzt und den Roboter einschaltet, passiert erst mal gar nichts. Es gibt keine Fernbedienung oder etwas Ähnliches, mit dem man den Pleo steuern könnte. Um ihn in Bewegung zu setzen, kann man ihn zum Beispiel am Rücken fassen und leicht hin- und herschütteln. Er erwacht dann zum “Leben” und fängt an sich zu bewegen und Grunzlaute auszustoßen.

Die ersten 10 Minuten sollen sein Säuglingsalter darstellen. In dieser Phase hat er seine Beine noch abgespreizt und läuft nicht. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als mit ihm zu reden und ihn zu streicheln. Eingebaute Mikrofone und Berührungs-Sensoren übermitteln diese “Sinneseindrücke”, auf die er dann auch reagiert.

Nach einigen Minuten wird er dann lebendiger und stellt sich auf die Füße. Dabei bleibt es aber zunächst. Das Ganze wird weiterhin durch verschiedene Geräusche begleitet. Man kann ihm auch ein mitgeliefertes Blatt in den Mund stecken. Manchmal beißt er zu und zerrt daran.

Der Akku soll ca. 1 1/2 Stunden halten und benötigt dann wieder ca. 4 Stunden zum Aufladen. Die haut riecht am Anfang sehr stark nach Gummi, aber ich gehe davon aus, dass sich der Geruch mit der Zeit verflüchtigen wird. Ob die Haut das viele Streicheln lange übersteht, wird sich zeigen.

Die Motoren arbeiten nicht besonders schnell und sind auch recht laut. Man kann sich an die Geräusche aber gewöhnen, weder rattert es, noch scheppert oder quietscht es.

Obwohl der Pleo über Mikrofone verfügt, ist er nicht in der Lage, seinen Namen oder gar Sprachkommandos zu verstehen. Er nimmt die Geräusche vermutlich nur unspezifisch wahr, um den Kopf entsprechend zu bewegen. Hier leistet zum Beispiel Nintendogs für das Nintendo DS erheblich mehr.

Prinzipiell dürfte dies aber über die eingebaute Software machbar sein. Da sie über ein USB-Kabel aktualisiert werden kann, besteht also Hoffnung, dass dies in der Zukunft einmal möglich sein wird.

Viele Menschen reagieren auf den Pleo mit einem Begeisterten “Och, ist der süß!”. Auch unsere Kinder beschäftigen sich noch intensiv mit dem Saurier. Wie lange dies anhalten wird, steht in den Sternen. Möglicherwiese lässt die Begeisterung rasch nach, und der Pleo steht, wie so vieles Spielzeug, irgendwo im Regal. Dies hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob und wie der Pleo seine Persönlichkeit weiterentwickelt (und dies soll von der Software vorgesehen sein) und wie er auf die Interaktion reagiert.

Mehr Infos gibt es auf der Seite Pleoworld.

Es gibt auch schon einen Artikel in der Wikipedia.

Hier noch Infos zum Camarasaurus.