Second Life RL Treffen

7. Juli 2008

Am Samstag war ich auf meinem ersten Second Life Biergarten Treffen. Schon in den 90er Jahren war ich auf vielen CompuServe Treffen, die wir damals UTs (user Treffen) und SPUTs (SPontane User Treffen) genannt hatten. Daraus wurden schnell ziemlich regelmäßige Treffen, und es erstanden auch viele Freundschaften.

Nun, über CompuServe redet heute kein Mensch mehr.

Bei Second Life besteht der Reiz vor allem darin, eine andere Identität anzunehmen als die, mit der man sich täglich auseinandersetzt und die man mehr oder auch weniger gut kennt.

Umso erstaunlicher ist es, dass trotzdem das Bedürfnis besteht, mal den Menschen hinter dem Avatar von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Inzwischen haben sich solche Treffen bereits in mehreren Städten etabliert. Ob man dabei schon von Stammtischen sprechen kann, weiß ich nicht, aber das wird sich sicher an einigen Orten in diese Richtung entwickeln.

Neben diesen UTs gibt es natürlich auch mehr kommerziell getriebene Veranstaltungen, die Agenturen und Content Provider nutzen, um ihre Dienstleistungen und/oder Projekte vorzustellen und zu bewerben. Manchmal nennt sich das auch “Treffen”, hat aber dann doch eher die Rolle einer informellen Messe.

Ganz anders war das Treffen in München am 5. Juli. Dies wurde komplett aus der deutschen Community geboren und auch organisiert.

SL Treffen Totale

Das Treffen fand in der sehr angesagten Villa Flora statt, die zwar durch zwei größere geschlossene Veranstaltungen bereits gut ausgelastet war, aber im Biergarten dennoch jede Menge Platz bot, da sich die Veranstaltungen nur im Gebäude-Inneren abspielten, wenn wir von ein paar Kindern absehen, die ihr Heil in der Flucht zum Outdoor-Spielplatz suchten.

Das Wetter war hervorragend, die Stimmung gut und es waren bis auf ein paar illustre Gestalten auch so ziemlich alle da, die sich angemeldet hatten. Insgesamt waren es 20 Personen.

Einige wussten es schon, aber andere waren doch erstaunt … nein, eher fasziniert, dass sich hinter einigen weiblichen Avataren Männer verbargen. Dies führte aber in keinem einzigen Fall zu Ressentiments, ganz im Gegenteil machte die Offenheit, mit der die Leute mit ihrer Identität umgingen, alles nur noch sympathischer.

Als ich ankam, schaute mich ein etwa gleichaltriger Kerl an und fragte, wer ich sei. Nun bin ich in den einschlägigen deutschen Foren eher stiller Leser, weil mir da einfach zuviele Dramen ablaufen, und so konnte ich nicht davon ausgehen, dass mich rigendjemand überhaupt kennen würde. Erschwerend kam hinzu, dass ich mich auch nicht offiziell angemeldet hatte, sondern nur einem Hinweis in einer Xing-Gruppe gefolgt bin. Trotzdem nannte ich natürlich meinen Namen, woraufhin mich der Graubär mit den Worten “Ich bin Brigitt Löning” entwaffnend anlächelte. Aha, er war also die Haupt-Organisatorin von dem Ganzen. Respekt!

Insgesamt war es ein nettes Beisammensein, das gerne einmal wiederholt werden könnte.

Stefan Weiß

Spät am Abend stieß auch Stefan Weiß aka Lislo Mensing zum Treffen hinzu, vielen als Hauptverantwortlicher für die grandiose SL-Umsetzung von München bekannt. Er erzählte auch ein bißchen etwas über die Entstehung seines Projektes und dessen aktuellem Status.

Jetzt gilt es abzuwarten, ob es in München in Zukunft häufiger zu SL-Treffen kommen wird oder auch nicht. Der Grundstein ist gelegt und war für die meisten bestimmt ein positives Erlebins.

Eskalationsstufen

2. November 2007

Gerade lese ich eine E-Mail von meinem früheren Weggefährten (bei Compuserve) Werner Schienle, der mit Creative Communication Consult (CCC) sehr erfolgreicher Anbieter für Konfliktmanagement und Mediation ist (Link dazu: CCC Homepage).

Unter anderem versucht er dort über eine Abstimmung, den Bahnstreik in Deutschland einer von 9 Eskalationsstufen zuzuordnen. Automatisch musste ich an viele Konflikte in dem Unternehmen denken, bei dem ich beschäftigt bin. Ich denke, dass viele Firmen professionelles Konfliktmanagement nicht ernst genug nehmen.

Hier die 9 Stufen des Modells, die in dieser Form von dem Österreicher Friedrich Glasl definiert wurden (nachzulesen unter anderem in der Wikipedia - Konflikteskalation):

  1. Verhärtung: Standpunkte verhärten zuweilen, prallen aufeinander.
  2. Debatte, Polemik: Betonung von Unterschieden. Die Verteidigung von Standpunkten wird zu einer Prestigesache. “Entweder-Oder-Denken.”
  3. Taten statt Worte: Man sieht kein Heil mehr in der Diskussion, sondern schafft Fakten. Gefühl entsteht, durch den Gegner blockiert zu werden.
  4. Koalitionen: Versuch, Nichtbeteiligte auf die eigene Seite zu ziehen. Nicht mehr die Sache erscheint als Problem, sondern die Personen selbst. Nun geht es um “Sieg” oder “Niederlage”
  5. Gesichtsverlust: Dem anderen werden wiederholt und gezielt Gesichtsverluste beigebracht, vorzugsweise in der Öffentlichkeit. Grundlegender Vertrauensschwund.
  6. Verschärfte Drohungen und Gegendrohungen: Stellen von Ultimaten. Starke Beschleunigung der Eskalation.
  7. Begrenzte Vernichtungsschläge: Vorrangiges Ziel ist nun die vorsätzliche Schädigung des Gegners. Bereitschaft, selbst schmerzhafte Verluste in Kauf zu nehmen, solange der Schaden für die Gegenseite grösser als der eigene ist.
  8. Zersplitterung: Angriffe auf das zentrale Nervensystem des Feindes, jedoch mit dem Bemühen, das eigene Überleben zu retten.
  9. Kamikaze - gemeinsam in den Abgrund: Krieg um jeden Preis. Einzige Genugtuung: im eigenen Untergang auch den Feind mit in den Abgrund zu reißen.

Wenn jemand mit abstimmen möchte, in welcher Stufe sich der Bahnstreik befindet, dann geht das HIER

Wieviel Energie braucht ein Avatar?

6. Dezember 2006

Das ist doch mal ein gelungener Artikel über Second Life!

Hier wird der Frage nachgegangen, ob die Existenz als Avatar in Second Life möglicherweise dabei hilft Energie zu sparen.

Hier der Link: Virtueller Stromverbrauch

Leider bleibt es bei der abschließenden Bewertung von

Die Frage nach dem ökologischen Vorteil bleibt also offen.

Aber amüsant ist der Artikel allemal.

Autodesk in Second Life

27. November 2006

Laut einem Blog-Eintrag ist jetzt auch die Firma Autodesk in Second Life.

Der dazu gehörige Sim heißt Autodesk Island. Ich war noch nicht dort, aber dies soll die Map davon sein:

Autodesk Island Map

Es soll dort wohl die Autodesk University geben. Interessant ist die Präsenz von Autodesk deswegen, weil die Firma CAD Software herstellt. Konsequenterweise ist eine Schnittstelle zwischen Second Life und AutoCAD denkbar.

RL Firmen in SL

14. November 2006

Ich ergänze hier immer mal wieder eine Liste mit Firmen, die auch in Second Life aktiv sind.

Die Liste enthält nur von mir verifizierte Präsenzen.

Zu überprüfen:

  • ABN AMRO- Bank
  • AMD - Computer Chip Hersteller (Dev Central Island)
  • Autodesk - Software Hersteller
  • BBC
  • Edelmann - PR-Agentur
  • KAWG&F
  • New Media Consortium
  • Newton 21 Europa - Marketing Agentur Gruppe
  • Pontiac
  • Sun Microsystems
  • Text100 - PR-Agentur
  • Vodafone planned