Das 850-Jahr Feuerwerk in München

26. Juli 2008

Es sollte ein besonderes Feuerwerk werden, denn schließlich wurde München 850 Jahre alt, und das sollte gefeiert werden. Natürlich gab es schon andere Veranstaltungen zu diesem Anlass. Aber wir interessierten uns für das Feuerwerk.

Münchner Sommernachtstraum 2008 … so die offizielle Bezeichnung. Schon gestern hatten wir bei den Weiherspielen Glück mit dem Wetter. Heute war das Gewitterrisiko allerdings höher. Das hätte ein Problem werden können, da die gesamte Veranstaltung inklusive Feuerwerk im Olypiapark, natürlich unter freiem Himmel stattfinden sollte. Soviel schon mal vorweg: das Wetter hat mitgespielt, vor dem Feuerwerk gab es zwar ein paar Minuten hier und da ein einsames Regentröpfen, aber ansonsten war das Wetter schön warm und trocken.

Für ein Feuerwerk braucht man natürlich Dunkelheit, deswegen war der Starttermin auch erst für 22:15 Uhr angeestzt. Bis dahin wollten die Leute aber unterhalten werden, weswegen auf drei weit verstreuten Bühnen so genannte Show-Acts stattfanden.

Im Einzelnen waren das:

  • Seebühne: VERA & SARAH KLIMA mit Band und später LAITH AL DEEN & Band
  • Jugendbühne: Dance 4 Fans feat. JESSE und später LEXINGTON BRIDGE
  • Seebühne: The BossHoss

Wie sich zeigte, bekam man von der Musik eigentlich nur dann etwas mit, wenn man unmittelbar bei den Bühnen saß, ansonsten gab es zwar mächtige Bässe, das war aber auch alles. Jedenfalls kann ich das von der Seebühne sagen. Überhaupt Seebühne … das war sehr interessant. Obwohl wir recht früh im Park waren, waren die Plätze direkt bei der Seebühne schon alle belegt. Etliche Leute sind wohl schon vor dem offiziellem Einlass reingekommen.

Mit 16 Euro Eintrittspreis pro Person plus 3,50 Euro Parkplatzgebühr, wenn man mit dem Auto anreisen musste, war das schon viel Geld nur für ein Feuerwerk. Wir waren zu viert dort, die Kinder mussten zwar nur 10 Euro bezahlen, aber insgesamt kamen wir schon mal auf 55,50 Euro. Getränke und Speisen auf dem Gelände waren auch nicht umsonst, aber beim Anblick der Warteschlangen verzog sich der Wunsch, sich dort anzustellen, schnell wieder. In weiser Voraussicht hatten wir uns halbwegs mit Getränken und Semmeln eingedeckt.

Leider gelang es uns nicht, einen guten Sitzplatz zu bekommen. Wir saßen hinter einem Baum über dem Theatron und konnten daher nur etwa ein Drittel des Feuerwerks sehen, vor allem die großen Raketen, die vom gegenüberliegendem Hügel abgeschossen wurden, waren für uns nicht erlebbar.

Der Park füllte sich sehr rasch, so dass man sich auch nicht mehr traute, herumzulaufen. Zu groß war die Gefahr, dass der Platz anschließend weg sein würde.

Na gut, so hieß es also, ca. 4 Stunden herumzusitzen und nichts zu tun. Hätte ich mir doch etwas zum Lesen mitgenommen. Vor allem für die Kinder war es langweilig, aber sie liefen wenigstens hin- und wieder herum.

Das Feuerwerk selber war recht schön, aber eben nur von wenigen Plätzen optimal einsehbar. Das lag vor allem auch daran, dass die meisten Feuerwerkskörper nicht sehr hoch geschossen worden. Insgesamt dauerte das Feuerwerk 35 Minuten, aber man sollte nun nicht meinen, dass es die ganze Zeit krachte, zischte, explodierte und pfiff. Mindestens die Hälfte der Zeit war es mehr eine Laser-Show mit Effekten, die sich sehr niedrig waagerecht über dem See aufbauten. Alles wurde von Musik begleitet, die diesmal wenigstens überall gut zu hören war. Ob man sich mit der Auswahl einen Gefallen getan hat, muss jeder selber entscheiden, die Geschmäcker sind nunmal verschieden. Ich persönlich fand das Millenium Feuerwerk in der Münchner Innenstadt Silvester 1999 weitaus imposanter!

Eigene Fotos habe ich keine gemacht, war ja alles dunkel.

Geärgert habe ich mich übrigens auch darüber, dass man versuchte, die ca. 60.000 Besucher durch ein paar ganz kleine Öffnungen in den Park zu bekommen. Klar, wir sind alle Terroristen, und es diente ja nur der Sicherheit. Später merkte man dann aber doch, dass man von der Menschenmenge überfordert war und kontrollierte weniger oder gar nicht, wodurch die ganze geplante Sicherheit wieder zum Teufel war. Ich habe die gelockerten Sicherheitsmaßnahmen nicht selber erlebt, weil wir ja schon früh da waren. So geht das nicht! Damit verägert man die Leute, die schwitzend draußen standen und nach vorne drängten. Das kann für ältere oder behinderte Menschen und natürlich auch für kleine Kinder schnell sehr bedrohlich werden. War das denn etwa die erste Großveranstaltung im Olympiapark?

Circus Fliegenpilz

30. Oktober 2006

Gestern waren wir mit den Kindern im Schweizer Circus Fliegenpilz.

Die Werbeplakate werben mit dem vielversprechendem Slogan “Circus unter Wasser”. So ist es aber nicht. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile: der erste Teil ist vor allem eine Tiershow. Für den zweiten Teil wird ein großes Bassin mit Wasser gefüllt, und in die Mitte wird eine Plattform gestellt, die für einige Darbietungen genutzt wird. Auch das Wasser selber wird für ein paar Tiere und Show-Elemente integriert. Die akrobatischen Anteile hielten sich sehr in Grenzen.

Der Circus selber rühmt sich, die größte mobile Tier-Ausstellung dabei zu haben. So ist dann auch die Anzahl und Vielfalt der präsentierten Tiere beeindruckend. Ich kann mich erinnern an Elefanten, Schweine, eine Kuh, ein Zwergflusspferd, Kamele, Pelikane, Tauben, eine Giraffe, Zebras, Pferde, Seelöwen, ein Lama, sogar ein Nashorn.

Sehr eindrucksvoll war die Vorführung, die Lars Hölscher mit seinen Elefanten zeigte. Unter anderem legte er sich flach auf den Boden und ließ sich von einem Elefanten übersteigen, der dabei sekundenlang mit dem Fuß über dem Körper des Artisten verharrte. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass der Elefant den Artisten nicht sehen kann und ein falscher Schritt höchstwahrscheinlich tödlich wäre.

Insgesamt dauerte die Vorführung etwas länger als zwei Stunden. Die beiden Teile wurden durch eine 20 minütige Umbaupause getrennt, in der die Zuschauer die Möglichkeit hatten, für 2 Euro pro Person (auch Kinder) die Gehege der Tiere zu besuchen und viele Tiere zu streicheln, selbst das Zwergflusspferd.

Aus anderen Berichten im Internet habe ich inzwischen gelesen, dass das Akrobatik-Programm wohl normalerweise umfangreicher ist. Einen Hochseil-Darbietung gab es gestern zum Beispiel nicht.

Auf der Circus-Homepage wird als Programm-Bestandteil auch eine Trapez-Nummer genannt, die aber gestern ebenfalls nicht vorgeführt wurde.

Offensichtlich gibt es im Internet auch einige sehr kritische Auseinandersetzungen mit dem Circus Fliegenpilz, zum Beispiel auf den Seiten von ReACT! e. V.