Unser Pleo singt

20. Juli 2008

Heute hat unser Pleo die ganze Familie überrascht, als er plötzlich anfing zu singen. Nicht nur zwei, drei Grunzer, nein es waren gefühlt mehrere Minuten (tatsächlich vielleicht 1 Minute).

Was das letztendlich ausgelöst hat, weiß ich nicht.

Als ich hinschaute, lag meine Tochter auf dem Rücken, der Pleo auf ihr drauf, und sie kraulte ihn lachend unter dem Kinn.

Sie sahen beide sehr fröhlich aus!

Wir haben einen Pleo!

10. Juli 2008

Der Pleo

Seit gestern sind wir im Besitz des gerade sehr angesagten Spielzeugs, das sich Pleo nennt. Der Hersteller spricht von einer neuen “robotischen Lebensform”, die einem 1 Woche altem Camarasaurus nachgebildet ist.

Wenn man den vollgeladenen Akku einsetzt und den Roboter einschaltet, passiert erst mal gar nichts. Es gibt keine Fernbedienung oder etwas Ähnliches, mit dem man den Pleo steuern könnte. Um ihn in Bewegung zu setzen, kann man ihn zum Beispiel am Rücken fassen und leicht hin- und herschütteln. Er erwacht dann zum “Leben” und fängt an sich zu bewegen und Grunzlaute auszustoßen.

Die ersten 10 Minuten sollen sein Säuglingsalter darstellen. In dieser Phase hat er seine Beine noch abgespreizt und läuft nicht. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als mit ihm zu reden und ihn zu streicheln. Eingebaute Mikrofone und Berührungs-Sensoren übermitteln diese “Sinneseindrücke”, auf die er dann auch reagiert.

Nach einigen Minuten wird er dann lebendiger und stellt sich auf die Füße. Dabei bleibt es aber zunächst. Das Ganze wird weiterhin durch verschiedene Geräusche begleitet. Man kann ihm auch ein mitgeliefertes Blatt in den Mund stecken. Manchmal beißt er zu und zerrt daran.

Der Akku soll ca. 1 1/2 Stunden halten und benötigt dann wieder ca. 4 Stunden zum Aufladen. Die haut riecht am Anfang sehr stark nach Gummi, aber ich gehe davon aus, dass sich der Geruch mit der Zeit verflüchtigen wird. Ob die Haut das viele Streicheln lange übersteht, wird sich zeigen.

Die Motoren arbeiten nicht besonders schnell und sind auch recht laut. Man kann sich an die Geräusche aber gewöhnen, weder rattert es, noch scheppert oder quietscht es.

Obwohl der Pleo über Mikrofone verfügt, ist er nicht in der Lage, seinen Namen oder gar Sprachkommandos zu verstehen. Er nimmt die Geräusche vermutlich nur unspezifisch wahr, um den Kopf entsprechend zu bewegen. Hier leistet zum Beispiel Nintendogs für das Nintendo DS erheblich mehr.

Prinzipiell dürfte dies aber über die eingebaute Software machbar sein. Da sie über ein USB-Kabel aktualisiert werden kann, besteht also Hoffnung, dass dies in der Zukunft einmal möglich sein wird.

Viele Menschen reagieren auf den Pleo mit einem Begeisterten “Och, ist der süß!”. Auch unsere Kinder beschäftigen sich noch intensiv mit dem Saurier. Wie lange dies anhalten wird, steht in den Sternen. Möglicherwiese lässt die Begeisterung rasch nach, und der Pleo steht, wie so vieles Spielzeug, irgendwo im Regal. Dies hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob und wie der Pleo seine Persönlichkeit weiterentwickelt (und dies soll von der Software vorgesehen sein) und wie er auf die Interaktion reagiert.

Mehr Infos gibt es auf der Seite Pleoworld.

Es gibt auch schon einen Artikel in der Wikipedia.

Hier noch Infos zum Camarasaurus.

Second Life RL Treffen

7. Juli 2008

Am Samstag war ich auf meinem ersten Second Life Biergarten Treffen. Schon in den 90er Jahren war ich auf vielen CompuServe Treffen, die wir damals UTs (user Treffen) und SPUTs (SPontane User Treffen) genannt hatten. Daraus wurden schnell ziemlich regelmäßige Treffen, und es erstanden auch viele Freundschaften.

Nun, über CompuServe redet heute kein Mensch mehr.

Bei Second Life besteht der Reiz vor allem darin, eine andere Identität anzunehmen als die, mit der man sich täglich auseinandersetzt und die man mehr oder auch weniger gut kennt.

Umso erstaunlicher ist es, dass trotzdem das Bedürfnis besteht, mal den Menschen hinter dem Avatar von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Inzwischen haben sich solche Treffen bereits in mehreren Städten etabliert. Ob man dabei schon von Stammtischen sprechen kann, weiß ich nicht, aber das wird sich sicher an einigen Orten in diese Richtung entwickeln.

Neben diesen UTs gibt es natürlich auch mehr kommerziell getriebene Veranstaltungen, die Agenturen und Content Provider nutzen, um ihre Dienstleistungen und/oder Projekte vorzustellen und zu bewerben. Manchmal nennt sich das auch “Treffen”, hat aber dann doch eher die Rolle einer informellen Messe.

Ganz anders war das Treffen in München am 5. Juli. Dies wurde komplett aus der deutschen Community geboren und auch organisiert.

SL Treffen Totale

Das Treffen fand in der sehr angesagten Villa Flora statt, die zwar durch zwei größere geschlossene Veranstaltungen bereits gut ausgelastet war, aber im Biergarten dennoch jede Menge Platz bot, da sich die Veranstaltungen nur im Gebäude-Inneren abspielten, wenn wir von ein paar Kindern absehen, die ihr Heil in der Flucht zum Outdoor-Spielplatz suchten.

Das Wetter war hervorragend, die Stimmung gut und es waren bis auf ein paar illustre Gestalten auch so ziemlich alle da, die sich angemeldet hatten. Insgesamt waren es 20 Personen.

Einige wussten es schon, aber andere waren doch erstaunt … nein, eher fasziniert, dass sich hinter einigen weiblichen Avataren Männer verbargen. Dies führte aber in keinem einzigen Fall zu Ressentiments, ganz im Gegenteil machte die Offenheit, mit der die Leute mit ihrer Identität umgingen, alles nur noch sympathischer.

Als ich ankam, schaute mich ein etwa gleichaltriger Kerl an und fragte, wer ich sei. Nun bin ich in den einschlägigen deutschen Foren eher stiller Leser, weil mir da einfach zuviele Dramen ablaufen, und so konnte ich nicht davon ausgehen, dass mich rigendjemand überhaupt kennen würde. Erschwerend kam hinzu, dass ich mich auch nicht offiziell angemeldet hatte, sondern nur einem Hinweis in einer Xing-Gruppe gefolgt bin. Trotzdem nannte ich natürlich meinen Namen, woraufhin mich der Graubär mit den Worten “Ich bin Brigitt Löning” entwaffnend anlächelte. Aha, er war also die Haupt-Organisatorin von dem Ganzen. Respekt!

Insgesamt war es ein nettes Beisammensein, das gerne einmal wiederholt werden könnte.

Stefan Weiß

Spät am Abend stieß auch Stefan Weiß aka Lislo Mensing zum Treffen hinzu, vielen als Hauptverantwortlicher für die grandiose SL-Umsetzung von München bekannt. Er erzählte auch ein bißchen etwas über die Entstehung seines Projektes und dessen aktuellem Status.

Jetzt gilt es abzuwarten, ob es in München in Zukunft häufiger zu SL-Treffen kommen wird oder auch nicht. Der Grundstein ist gelegt und war für die meisten bestimmt ein positives Erlebins.

Fußball Public Viewing

26. Juni 2008

Das Fußballspiel Deutschland gegen die Türkei habe ich mir mit einigen meiner Nachbarn im “Hall of Fame” in Forstern angesehen. Dort war auf der Bühne ein großer Bildschirm aufgebaut, der von überall gut zu sehen war. Das lag vor allem an der erhöhten Lage. Im Saal selber waren parallel zum Bildschirm Bierbänke aufgebaut worden. Da man offensichtlich nur mit wenigen Besuchern gerechnet hatte, war der halbe Saal allerdings unbestuhlt. Grundsätzlich war diese Einschätzung auch völlig in Ordnung, Forstern ist ja nun nicht gerade eine Großstadt.

Die Menschenmassen in der Hall of Fame

Aber es waren dann doch ein paar Leute mehr da, die sich mit einigen wenigen zusätzlichen Stühlen und mit Plätzen auf den Billardtischen, auf denen große Holzplatten als so eine Art Deckel lagen, zufrieden geben mussten. Voll war es dennoch nicht, was gut für die Luft war. Der Tag war zwar sehr schwül, aber im Saal war es gut auszuhalten.

Fachgespraeche ueber das Spiel

Über das spannende Fußballspiel selber will ich hier gar nichts sagen. Natürlich ist die Atmosphäre immer intensiver, wenn sich viele Leute zusammenrotten und gleichzeitig jubeln oder auch schimpfen.

Bildstörung

Besonders ärgerlich war dann der Ausfall der Übertragungsleitung aus Wien. Aber das betraf ja alle, nicht nur die Leute im “Hall of Fame“.

Chat in der Halbzeit

In der Halbzeit sind die meisten zum Rauchen in den Innenhof gegangen und haben sich rege über das Fußballspiel unterhalten. Auf der anderen Seite des kleinen Hofes liegt das “Amarillo’s“, das den Gästen ebenfalls ein gemeinsames Fußball-Erlebnis anbot. Natürlich sind deren Gäste auch in den Hof gekommen und so begrüßten sich einige mit großem “Hallo” und fachsimpelten dann, was wie hätte besser laufen müssen.

Nach der zweiten Halbzeit leerte sich der Saal ziemlich schnell, nur wenige blieben noch etwas länger.

Insgesamt, denke ich, hätte man mehr aus der Veranstaltung machen können. Es war zwar ganz nett, aber auch nicht so emotional, wie man es im Fernsehen in den Großstädten sehen konnte.

Das Endspiel werde ich mir wohl wieder zu Hause ansehen.

Toooor !!

Landschaften malen: ein Wasserfall

20. Juni 2008

Bereits im Januar waren wir auf einem Malkurs für die Nass-in-Nass Technik von Bob Ross. (siehe auch http://blog.sevke.net/2008/01/09/bob-ross-landschaften-malen/) Gestern war es wieder so weit!

Wie immer war dieser Kurs gut besucht. Rechtzeitige Anmeldung per Internet ist also dringend angeraten. Leider wurde der Preis von 88 Euro auf 91 Euro angehoben. Es sind aber alle Materialien wie Leinwand, Farben, Verdünner, Pinsel usw. enthalten. Lediglich für angemessene Kleidung, die auch ein paar Farbspritzer abbekommen darf und für die Verpflegung ist von Seiten der Teilnehmer zu sorgen.

Die Organisation war genauso wie beim letzten Mal, deswegen werde ich an dieser Stelle nicht alles wiederholen. Kurs-Beginn war 10:00 Uhr, und bis 17:00 Uhr waren wir alle mit unseren Bildern fertig. Treffpunkt war, wie immer, das Bistro im Hause Boesner, Forstinning.

Beim letzten Mal hatten wir ein Winter-Bild gemalt, passend zur Jahreszeit. Diesmal sollte es ein Wasserfall werden.

Zunächst sollten wir die weiße Leinwand mit einem Schwamm komplett schwarz machen. Dazu wird Gesso verwendet, das sehr schnell trocknet.

Der Anfang ... eine schwarze Leinwand

Anschließend sollten wir eine sehr dunkle Farbe mit Blau und Rot anmischen, die mal mehr ins Violette, mal mehr ins Blaue ging. Aufgetragen auf der schwarzen Leinwand sah man praktisch überhaupt nichts. Aber das Violett bzw. Blau würde später beim Himmel, beim Wasserfall und beim See durchschimmern und dem Ganzen eine entsprechende Atmospähre geben. Noch war die Skepsis aber groß, ob da überhaupt irgendein Effekt zu erreichen war.

Wie immer wurde von hinten nach vorne gemalt, was die Entfernung der Objekte betraf. Zunächst kam also der Himmel dran.

Der Himmel entsteht

Ein paar kleine Wölkchen machten den Himmel interessanter, eingerahmt wurde das Motiv durch allerlei Buschiges, das von links und rechts ins Bild ragte und natürlich auch ein paar Glanzlichter erhielt.

Unterhalb dieses Bereiches kam dann der Wasserfall an die Reihe. zunächst sah das nach gar nichts aus, denn er hing da so verloren mitten auf der schwarzen Leinwand. Aber so sollte das natürlich nicht bleiben. Also machten wir kleinere Wasserfälle als Ableger von dem großen. Der Effekt war, dass nun mehrere Wasserfälle in der Luft hingen.

Freischwebende Wasserfaelle

Wir malten nun einen See und ließen das Wasser von den Fällen da hineinspritzen. Und dann gaben wir dem Wasser einen Halt in Form von … schwarzen … Felsen. Schön, nicht? man sah natürlich wieder rein gar nichts. Aber für die Nass-in-Nass Technik ist es notwendig, dass ein nasser (öliger) Untergrund geschaffen wird. Auf diese praktisch schwarzen Felsen konnte man jetzt die Fels-Strukturen mit einem helleren Grau aufbringen. Das geschah mit dem Spachtel.

Jetzt hatten wir also Wasser auf schwarzem Untergrund und graue Farb-Batzen auf schwarzem Untergrund. Zweifel kamen, ob dies jemals ein Bild ergeben würde.

Dies erreichten wir in der Folge dadurch, dass wir die ganze Felswand mit Grünzeug bepflanzten. Jetzt ergab das eine mächtige Felswand, die stark bewachsen war, und von deren oberen Kante sich ein großer Wasserfall in einen See ergoss.

Das fertige Ölbild "Der Wasserfall"