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1. NuT Biologie Stegreifaufgabe in der 6. Klasse Gymnasium

In der ersten Stegreifaufgabe der 6. Klasse drehte sich alles um Vögel.

1. Es sollten neben den Vögeln die vier weiteren Wirbeltierklassen benannt und in eine sinnvolle Ordnung gebracht werden.
Die richtige Lösung lautete: Fische, Amphibien, Reptilien, (Vögel), Säugetiere

2. Es sollten drei Grundvoraussetzungen für ein gutes Flugvermögen genannt werden.

  1. allgemein großes Leistungsvermögen (kräftige Flugmuskeln, effektive Atmung, leistungsfähiges Herz)
  2. geringes Gewicht (hohle Knochen, Federn)
  3. Stromlinienform

3. Hier ging es um das Skelett und das Organsystem eines Vogels mit Bezug zu dem folgenden Bild

Der innere Aufbau eines Vogels

Der innere Aufbau eines Vogels

3.a) Im Bild sollten die mit Pfeilen markierten Teile beschriftet werden.

3.b) Die Unterschiede des Armskeletts eines Vogels gegenüber dem eines Menschen sollten erläutert und in Bezug zum Fliegen gesetzt werden.

  1. Verlängerung der Handknochen
  2. nur 3 Finger
  3. viel Ansatzfläche für Federn
  4. große Handschwinge

3.c) Auf dem Bild sind vier Körperstrukturen mit Nummern versehen, deren Bedeutung erklärt werden sollte.

  1. Keine Zähne, sondern ein viel leichterer Hornschnabel, der zum Aufpicken von Nahrung dient.
  2. Vögel haben viele Halswirbel, die das Putzen des Gefieders und die Nahrungsaufnahme erleichtern.
  3. Lunge und Luftsack für eine wirksame Atmung
  4. Brustbeinkamm als Ansatzstelle für kräftige Flugmuskulatur

4. Es sollte eine aktive und eine passive Flugart und dazu jeweils eine darauf spezialisierte Vogelart genannt werden.

Aktive Flugart: Schwirrflug (Kolibri), Wellenflug (Specht), Rüttelflug (Falke), Schlagflug oder Ruderflug (die meisten Vögel)

Passive Flugart: Gleitflug (Möwe), Segelflug (Storch)

Ein externer Link zum Thema Flugarten: Wunderwerk Vogelflug

Klasse Lehrer

Klasse Lehrer! Was Pädagogen heute wirklich leisten müssen

Titel-Überschrift auf dem Focus 41/11

Dies steht auf der Titelseite des Focus 41/11, und der Artikel selber startet mit “Ein Job für Helden“.

Falsch ist, dass Lehrer Pädagogen sind. Zu dem Thema kann man im Internet viel finden, zum Beispiel hier oder hier.

Ein guter Artikel, ein Mut machender Artikel. Leider erleben wir als Eltern die Realität anders.

Ich maße mir nicht an, die Arbeitsbelastung eines Lehrers während der Schulzeit und während der Schulferien beurteilen zu können.

Ich maße mir auch nicht an, mir den Stress durch unsere so furchtbar verzogenen oder gar nicht erzogenen Kinder vorstellen zu können.

Mir fallen aber einige Dinge auf, die ich nicht für optimal halte.

Wie war das noch auf einer der ersten Elternkennenlernsprechtage in der 5. Klasse an einem (meiner Einschätzung nach) konservativen bayrischen Gymnasium? Ich stellte dem stellvertretenden Schuldirektor die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, statt Französisch und Latein zumindest alternativ Spanisch oder Chinesisch als zweite Fremdsprache anzubieten. Immerhin sprechen mehr Menschen Spanisch oder Chinesisch als Englisch. (Wikipedia Artikel zu Weltsprachen.)

Die Antwort begann mit den Worten: “Ich nehme mal an, dass Sie diese Frage ernst meinen …”, leicht auf den Füßen wippend.

Wie bitte? Ja, das meinte ich durchaus ernst.

Mal ganz davon abgesehen, dass mich drei Viertel der anwesenden Eltern gerne in der Luft zerrissen hätten, was zu einigem Tumult führte.

Übrigens ist Nordrhein-Westfalen da anscheinend schon weiter, wie man in dem Artikel des Schulministeriums nachlesen kann. Auch die Süddeutsche Zeitung hat das vor kurzem in dem Online-Artikel “Chinesisch an deutschen Schulen” thematisiert.

Oder wie war das mit den Umgangsformen? Mein Sohn und andere Kinder haben unabhängig voneinander berichtet, dass eine Lehrerin die Kinder gerne mit “Nun halt mal deine Fresse!” oder “Du hast wohl heute morgen deine Pillen vergessen.” motiviert. Oder ist dies nur ein Zeichen dafür, dass diese Lehrerin versucht, auf Augenhöhe mit den Kindern zu kommunizieren. Noch mal zur Erinnerung: es geht um die 6. Klasse an einem bayrischen Gymnasium, nicht um wild pubertierende Straßenkinder in einem sozial schwachen Großstadtviertel (die man allerdings genau so wenig auf diese Weise ansprechen sollte!).

Seit Tagen sitze ich wieder fast jeden Tag mit meinem Sohn zusammen, um ihm die Lerninhalte zu vermitteln, die ihm eigentlich tagsüber seine Lehrer erklären sollten. “Ja, wenn du das nicht verstanden hast, dann frag doch noch mal deinen Lehrer”, habe ich zu ihm gesagt. Genau das hätten sie, die Schüler, ja getan. Aber der Lehrer würde den Satz einfach wiederholen und nicht neu oder anders erklären. Und nach dem zweiten oder dritten Mal würden sie dann eben einfach nicht mehr fragen. Soso … na, dann erklären eben die Eltern Bruchrechnung, kein Thema. Ist mein Kind einfach zu dumm für das Gymnasium? Ich glaube das nicht, denn unser Schicksal teilen viele andere Eltern, die nach der Arbeit und nach der Schule versuchen, ihren Kindern die nicht verstandenen Lerninhalte zu erklären … oft fließen Tränen. Wollen wir das?

Was ist von so unklar formulierten Aufgaben (in einem doppelt zählenden großen Leistungsnachweis) zu halten wie von Aufgabe 3 in diesem Artikel?

Ein anderes Beispiel? Hier kommt eins von gestern (also Mathe, 6. Klasse):

Beispiel einer unklaren Mathe-Aufgabe

Beispiel einer unklaren Mathe-Aufgabe

Es ist nicht möglich zu wissen, ob es sich bei dem abgesägten Stück jeweils um das längere oder um das kürzere Ende handelt. Lediglich die angegebene Lösung stellt einen Hinweis dar und kann nach der Berechnung zur Überprüfung des Ergebnisses herangezogen werden.

Und noch ein Beispiel: Jahrgangsstufentest in Englisch 2011, Aufgabe III: Mediation.

Das Problem bei solchen Aufgaben ist, dass es meinem Sohn unter Umständen die Note im Zeugnis verhagelt. Unser ganzes Schulsystem basiert aber auf diesen Noten. Wer eine gute Note hat, gilt als schlau, wer eine schlechte hat gilt als dumm oder faul. Und auch weiterführende Schulen und später Arbeitgeber orientieren sich an diesen Noten. Daher fordere ich, dass Aufgaben absolut klar formuliert werden und keinen Interpretationsspielraum zulassen, soweit dies möglich ist. In den eben genannten Beispielen ist dies möglich.

Meistens liegt es ja gar nicht an den Lehrern, sondern an den vorgegebenen Rahmenbedingungen. So werden Lehrer schon mal gezwungen, schlechte Noten zu vergeben (Auch bei Ihnen muss es Fünfer und Sechser geben).

Und dann das ewige Dilemma, welche Fächer, welche Inhalte wirklich wichtig sind. Jeder sieht das anders.

Ich, zum Beispiel, freue mich darüber, dass mein Sohn bereits in der 6. Klasse das Fach Informatik hat, nur eine Stunde, aber das ist schon in Ordnung. Dass Erdkunde dieses Jahr komplett entfällt und dass Englisch von 6 auf 4 Stunden reduziert wurde, finde ich nicht so schön. Dafür haben wir dann Latein mit 5 Wochenstunden, ein Fach, das ja angeblich die Patentlösung für alle Sorgen dieser Welt ist. Man lernt dann später leichter Italienisch, man wird viel besser in Deutsch, man wird ein Mathe-Genie usw. Hm … statt Italienisch nach Latein zu lernen, würde ich die 5 Stunden doch gleich Italienisch lernen und mir Latein schenken, wenn ich mir denn ein Leben ohne Italienisch nicht vorstellen könnte. Themen, die momentan überhaupt noch nicht im Stundenplan auftauchen, sind Wirtschaft oder Politik. Wenn wir einen Blick auf die Euro-Krise werfen, habe ich den dringenden Verdacht, dass Kompetenz in diesen Bereichen nicht früh genug erlangt werden kann.

Nun kann man in einen Stundenplan nicht beliebig viele Stunden packen. Bleibt die Frage, welche Fächer man entschlacken sollte und welche man eventuell ganz neu gestalten sollte. Spontan denke ich daran, aus Physik, Chemie und Biologie ein gemeinsames Fach Naturwissenschaft zu machen.

Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Verfügbarkeit von Wissen über mobile Geräte getreu dem Motto “Information at your Fingertips” (über das ein bekannter Mensch bereits 1990 gesprochen hat. 1995 hat er das Konzept erneut etwas aktualisiert vorgestellt … siehe Video über diesem Absatz) bereits einen Einfluss auf die aktuellen Lehrpläne hat. Viele “Hard Facts” sind heute überall per Handy abrufbar, auch für unsere Kinder. Sie müssen nicht mehr zwangsläufig auswendig gelernt werden. Stattdessen ist es sinnvoll, die “Soft Skills” weiter in den Vordergrund zu stellen und mit den Kindern zu trainieren. Dazu gehört zum Beispiel ein großer Anteil an Projektarbeit, nicht aber Frontalunterricht.

Einige Schulen fangen an, den außerordentlichen Wert der neuen Techniken zu erkennen und entsprechend in den Schulbetrieb zu integrieren, so wie die Kaiserin Augusta Schule in Köln (siehe mein Blog-Artikel). Hoffentlich findet dieses Beispiel viele Nachahmer!

Hut ab vor Lehrern, die sich engagieren, die sich für die Kinder interessieren und die mit ihnen arbeiten wollen, so wie sie im Focus-Artikel skizziert wurden. Auch dazu hatte ich hier im Blog schon mal etwas geschrieben. Lese ich dann im Focus, dass sich dieses Engagement beruflich nicht lohnt, weil der Karrierepfad von Dienstjahren und nicht von Leistung abhängt, dann ist das nicht akzeptabel. Gute Lehrer müssen Prämien oder Zulagen erhalten oder andere Belohnungen, schlechte Lehrer müssen abgestraft werden, im Extremfall auch mal aus einer Schule entfernt werden, denn letztendlich geht es um die Zukunft unserer Kinder und damit um die Zukunft von uns allen.

Zum Abschluss ein Zitat aus dem Focus-Artikel:
“Ich verstehe Schulen als Dienstleister und Schüler als Kunden”, sagt der Schulleiter der Gerhard-Hauptmann-Realschule.

Vokabeln lernen mit dem iPad

Vor ca. einem Jahr haben wir nach einem PC Programm gesucht, mit dessen Hilfe man sich das Lernen von Vokabeln erleichtern kann. Mein Artikel dazu findet ihr auf Vokabeln lernen mit dem Computer.

Das PC-Programm, das wir uns aussuchten war der “Karteikasten” von Florian und Sebastian Scheibner, das wir nach wie vor empfehlen können.

iMCards - Vokabeltrainer für iPadDa wir seit einigen Monaten ein (Familien-)iPad besitzen, habe ich ein ähnliches Programm als App für das iPad gesucht und in iMCards von Wolfgang Saiger gefunden. Wie der “Karteikasten”, so bildet auch iMCards 5 Karteikästen mit Karteikarten ab. Auf den Karteikarten können natürlich nicht nur Vokabeln stehen, sondern alle möglichen Texte. Zusätzlich können Bilder oder gar Audio-Dateien eingebunden werden. Letzteres kann zur Sprachausgabe von fremdsprachlichen Vokabeln genutzt werden.


Zum Erlernen von Vokabeln stehen vier verschiedene Modi zur Verfügung:

1. Lernen
Es wird sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite der Karteikarte angezeigt.

2. Trainieren
Es wird erst die Frage, danach die Antwort angezeigt.

3. Prüfen
Es wird erst die Frage, dann die Antwort angezeigt. Zusätzlich kann man bewerten, ob man die Antwort gewusst hat oder nicht. Dadurch werden die Karteikarten in die entsprechenden Karteikästen verschoben.

4. Schreiben
Erweitert den Prüfen-Modus um ein Eingabefeld, in das die Antwort eingegeben werden muss. Auf diese Weise lässt sich die richtige Schreibweise trainieren.

Die ersten beiden Modi bieten sich für das selbstständige Einprägen der Vokabeln an. Für das Abfragen/Prüfen arbeitet man sinnvollerweise besser zu zweit.

Der große Vorteil einer iPad-App gegenüber einem PC-Programm ist, dass man mit dem iPad auf dem Sofa herumlümmeln kann. Mit einem PC ist das kaum machbar. Gegenüber einer manuellen Lösung mit selbst geschriebenen Karton-Karteikarten hat die digitale Version sehr viele Vorteile wie

  • automatische Einordnung in die Karteikästen
  • beliebig viele verschiedene Karteikarten-Sammlungen
  • ergänzende Sprachausgabe
  • Möglichkeit, umfangreiche Vokabellisten aus dem Internet herunterzuladen
  • besonders portabel

Die iMCards-App kann im Apple App-Store für derzeit 4,99 Euro gekauft werden. Es gibt aber auch eine kostenlose Version, um das Programm ausgiebig zu testen.

iMCards - eine KarteikarteLinks seht ihr die schlichte Karteikarte mit der Frage im Trainieren-Modus. Ein Seitwärts-Wisch mit dem Finger dreht die Karte um. Man kann auch unten auf das Auge tippen, um die Antwort zu erhalten. Die Schriftgröße und Farbe lässt sich global pro Karteikarten-Stapel getrennt für Frage und Antwort einstellen. Ein direktes Formatieren der eingegebenen Texte ist nicht möglich.

Was gibt es denn noch außer Karteikarten durcharbeiten?

iMCards - Karteikarten StapelDies ist der Hauptbildschirm mit allen angelegten Karteikarten-Stapeln, sei es eigenen oder sei es heruntergeladenen. Ganz unten am Bildschirmrand stehen die ersten vier Symbole für vier verschiedene Gruppen, in die man die Stapel einordnen kann. Das letzte Symbol öffnet den Dialog für die Programm-.Einstellungen. Besonders interessant sind die bunten Balken bei jedem Stapel. Sie zeigen den Anteil der Karteikarten an, die sich jeweils in den verschiedene fünf Karteikästen befinden. Ziel ist es natürlich, dass alles grün ist, denn dann sind die Karten gelernt. Gelernte Vokabeln landen in Box 5 und werden nicht mehr wiederholt. Allerdings lässt sich die App so konfigurieren, dass sie die Karteikarten nach einer definierten Anzahl von Tagen automatisch wieder in die Box 4 verschiebt und somit wieder zum Prüfen anbietet. Es hat sich gezeigt, dass diese Balken sehr motivierend wirken.


iMCards - Stapel-EinstellungenEin Fingertippen auf einen der Pfeile am rechten Bildschirmrand öffnet die Einstellungen für den Karteikarten-Stapel. Dort werden die Boxen und ihr Füllgrad noch einmal grafisch dargestellt. Außerdem hat man hier Zugriff auf verschiedene Einstellungen, unter anderem auch auf eine Backup-Funktion per E-Mail. Sehr interessant ist die Möglichkeit, seine Karteikarten auf den Server des Entwicklers hochzuladen, um sie anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen. Eine ganze Reihe von Vokabeldateien lässt sich im Gegenzug bereits importieren, zum Beispiel auch eine ganze Reihe von Karteikarten zum Erlernen der portugiesischen Sprache. :-)

Da die App UTF-8 voll unterstützt, finden sich auch für uns eher exotische Vokabelkästen wie Chinesisch oder Thai. Durch die zusätzlich angezeigte Lautschrift kann ich wenigstens erahnen, wie sich die für mich nicht lesbaren Wörter anhören würden. Ich muss das mal meiner chinesischen Nachbarin zeigen.

Ursprünglich wurde die App übrigens für das iPhone entwickelt, die iPad Version kam erst später dazu.

Wem die Erfassung der Vokabeln auf dem iPad zu mühsam ist, kann dies auch über eine kostenlose PC-Version erledigen, und die Daten dann via Internet mit der iPad-App synchronisieren.

Wegen einiger Rückfragen, Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschlägen hatte ich inzwischen auch schon Kontakt zu Wolfgang Saiger. Er reagierte sehr schnell und freundlich.

Wer also ein iPhone oder ein iPad besitzt und Vokabeln lernen möchte, sollte iMCards eine Chance geben, zumindest in der kostenlosen Lite-Version.

Jahrgangsstufentest Deutsch in der 6. Klasse Gymnasium

Auch in Deutsch erwartete die Schüler der bayerischen Gymnasien kurz nach den Sommerferien ein Jahrgangsstufentest.

Der Test gliederte sich in die vier Hauptbereiche:

  1. Kompetenzbereich I: Textzusammenfassung und Textverständnis mit 24 Punkten
  2. Kompetenzbereich II: Ausdrucksvermögen mit 16 Punkten
  3. Kompetenzbereich III: Formale Sprachbeherrschung mit 14 Punkten
  4. Kompetenzbereich IV: Rechtschreibung und Zeichensetzung mit 14 Punkten

Im Kompetenzbereich I (Textzusammenfassung und Textverständnis) bezogen sich die 4 Aufgaben auf einen Text, der mir leider nicht vorliegt, da er bei der Herausgabe der Arbeit nicht beigefügt war.

Aufgabe 1: Jeweils e i n e r der folgenden Vorschläge erfasst den K e r n g e d a n k e n des Abschnitts am genauesten. Setze jeweils e i n Kreuz!
Darauf folgten 5 Aufgabenpunkte mit jeweils vier möglichen Antworten, von denen eine anzukreuzen war.

Aufgabe 2: Kreuze an, welche Aussagen zutreffen! Setze pro Teilaufgabe jeweils e i n Kreuz!
Wieder folgten insgesamt 5 Aufgabenpunkte für die fünf Abschnitte mit jeweils vier möglichen Antworten, von denen eine angekreuzt werden sollte.

Aufgabe 3: Kreuze an, welche Bedeutung die folgenden Formulierungen im Text haben! Setze jeweils e i n Kreuz!
Erneut gab es 5 Teilaufgaben mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten, von denen nur eine anzukreuzen war.

Aufgabe 4: Überprüfe die folgenden Aussagen zum Text und kreuze das zutreffende an! Setze jeweils e i n Kreuz!
Diesmal gab es nur 4 Teilaufgaben mit jeweils drei möglichen Antworten, von denen eine angekreuzt werden sollte.

Der Kompetenzbereich nennt sich “Textzusammenfassung und Textverständnis”. Von “Textzusammenfassung” kann ich allerdings nichts erkennen. Haben wir früher eigentlich auch Proben geschrieben, in denen wir nur Antworten ankreuzen mussten?

Für Aufgabe 5 war folgende Tabelle abgedruckt:

Die Währungstabelle zu Aufgabe 5 des Jahrgangsstufentests

Die Währungstabelle zu Aufgabe 5 des Jahrgangsstufentests

Dazu gab es vier Aussagen in einer Tabelle mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten: richtig, falsch, nicht in der Tabelle enthalten.

Besonders hinterhältig war die Aussage “In der Tabelle sind 15 Länder aufgeführt, deren Währungen in 100 Untereinheiten unterteilt waren”. Da mussten die Schüler schon sehr genau hinschauen, um die Aussage als “falsch” zu entlarven.

Der Kompetenzbereich II (Ausdrucksvermögen) bestand aus 3 Unteraufgaben.

Zunächst sollten in Aufgabe 6 Ausdrucksfehler in einem kurzen Text entdeckt und verbessert werden.

Ein Beispiel:
Vor 90 Jahren ereignete sich ein Aufsehen bewirkender Diebstahl.

In Aufgabe 7 durfte zur Abwechslung (mal wieder) etwas angekreuzt werden. In 6 Teilaufgaben sollte ein unterstrichener Ausdruck in einem vollständigen Satz durch einen anderen ersetzt werden, ohne den Sinn des Satzes zu verändern.

Beispiel:
Bei Versteigerungen erzielen alte Gemälde oft bemerkenswerte Preise.

Die Antwortmöglichkeiten:
a) wertvolle
b) bedeutende
c) erstaunliche
d) erwähnenswerte

Antwort c) war richtig.

Aufgabe 8: Setze in die Lücken die zum jeweiligen Wort passende Vorsilbe aus dem Speicher ein, sodass sich sinnvolle Sätze ergeben.

Darauf folgte ein Block mit den Vorsilben AB, AUF, BE, DURCH, ER, RÜCK, ÜBER, UM, VER, VOR und ZER.

In den folgenden 5 Sätzen befand sich jeweils eine Lücke, in die eine der Vorsilben eingesetzt werden sollte.

Auch hierzu ein Beispiel:
Manche moderne Bilder wirken auf den Betrachter zunächst _____ störend, weil auf ihnen nur Farbflächen erkennbar sind.

Nein, die Vorsilbe “ZER” ist hier nicht korrekt. ;-)

Die nächsten drei Aufgaben gehörten zum Kompetenzbereich III (Formale Sprachbeherrschung).

In Aufgabe 9 sollten Satzglieder durch Unterstreichung in vorgegebenen Sätzen bestimmt werden, und zwar:
a) das Akkusativobjekt
b) das Subjekt
c) das Prädikat
d) die Adverbiale der Art und Weise

In Aufgabe 10 ging es dann um Nebensätze, die in vier Teilaufgaben unterstrichen werden sollten.

Der Satz in Aufgabe 10 b) lautete:
Früher, als es noch keine Fotografie gab, musste man sich malen lassen, wenn man ein Abbild von sich haben wollte.

Ich habe die Nebensätze nicht unterstrichen … viel Spaß beim Knobeln!

Auch in Aufgabe 11 gab es wieder vier Teilaufgaben mit Sätzen, die jeweils eine Lücke enthielten. In diese Lücken sollten die in Klammern angegebenen Verben im Präteritum eingesetzt werden.

Beispiel:
Der Angeklagte ____________ (schwören) vor Gericht, nichts mit dem Raub des Bildes “Der Schrei” von Edvard Munch zu tun zu haben.

Der Kompetenzbereich IV (Rechtschreibung und Zeichensetzung) brauchte von Legasthenikern nicht bearbeitet zu werden.

In Aufgabe 12 sollten in einem kurzen Text vier fehlende Kommas eingesetzt werden.

In Aufgabe 13 ging es um etwas komplizierte Wörter. Dazu sollten in einem kurzen Text insgesamt vier Wörter mit fehlenden Buchstaben ergänzt werden, so dass ein sinnvoller Text entstand.

Beispiel:
Let_____lich musste der Erwerb eines eigenen Ölporträts für die meisten etwas ganz ___esonderes bleiben.

Aufgabe 14 bildete den Abschluss des Jahrgangsstufentests Deutsch. Hier galt es, insgesamt 6 Rechtschreibfehler in einem kurzen Text zu identifizieren, durch Unterstreichung zu markieren und daneben zu korrigieren.

Auch hierzu wieder ein Beispiel:
Zahlreiche nahmhafte Maler haben sich intensif mit Porträts, also mit Abildungen von Personen, befaßt.

In diesem Beispielsatz können Sie vier Rechtschreibfehler finden.

Detaillierte Informationen zu den Jahrgangsstufentests finden Sie auf den Seiten des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München.

Jahrgangsstufentest Englisch in der 6. Klasse Gymnasium

Das neue 6. Schuljahr begann mit den beiden Jahrgangsstufentests in Englisch und Deutsch. Diese Tests finden in ganz Bayern an allen Schulen am selben Tag statt. Laut dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München sind die Ziele:

Die Jahrgangsstufentests sind mittlerweile als eine wertvolle Orientierungshilfe für Schüler, Eltern und Lehrer anerkannt. Zu Beginn des Schuljahres geben diese Vergleichsarbeiten Hinweise auf spezifische Stärken und Schwächen der Schüler vor dem Hintergrund der landesweit erzielten Ergebnisse; dies erleichtert eine präzise Bestimmung der Lernsituation der Klasse wie der einzelnen Schüler, ermöglicht die Vereinbarung konkreter Ziele und unterstützt damit die weitere Arbeit während des Jahres.

Unseren Kindern ist das ziemlich egal. Für sie zählt, dass sie sich nun auch noch in den Sommerferien auf die Tests vorbereiten müssen. Die Lehrer nennen dafür kurz vor den Sommerferien eine Vielzahl von Quellen für Übungsmaterialien, die die Eltern zur Vorbereitung anschaffen können (und wohl auch sollen).

Am 29. September 2011 war es soweit. Für die Bearbeitung der insgesamt 7 Seiten standen 45 Minuten zur Verfügung. Der Test gliederte sich in 3 Hauptbereiche:

  1. Part I: Listening Comprehension mit 20 Punkten (auch BE -> Bewertungseinheiten genannt)
  2. Part II: Use of English mit 15 Punkten
  3. Part III: Mediation mit 15 Punkten

In Part I (Listening Comprehension) wurde eine CD zweimal vorgespielt. Das erste Mal sollten die Schüler dem englischen Text nur zuhören und durften sich keine Notizen machen. Danach hörten sie die CD ein zweites Mal und bearbeiteten parallel die Aufgaben.

Die insgesamt 11 Fragen bezogen sich direkt auf den Text und wurden auf Englisch formuliert. Als Antworten wurden meist einzelne Wörter erwartet. Teilweise sollte aus mehreren vorgegebenen Antworten eine durch Ankreuzen ausgewählt werden. Obwohl in diesem Teil explizit das Hörverständnis überprüft werden sollte, möchte ich anmerken, dass zusätzliche Erschwernisse durch das individuelle Hörvermögen jedes Schülers und durch die Qualität der CD bzw. des Abspielgerätes inklusive Lautsprecher nicht außer Acht gelassen werden können. Oder anders ausgedrückt: wenn ich rein akustisch die Sprecher auf der CD nicht verstehe, kann ich Fragen zum Inhalt nicht beantworten.

Part II (Use of English) gliederte sich in zwei Aufgaben. Im ersten Teil sollte ein Lückentext mit Wörtern vervollständigt werden, deren erster (und manchmal zweiter) Buchstabe vorgegeben war, während die fehlenden Buchstaben durch Unterstriche markiert worden sind. Eine Liste von Wörtern stand dabei nicht zur Verfügung.

Diese Aufgabe halte ich für ziemlich anspruchsvoll. Sie testet wohl mehr das kreative Denken der Kinder als den Wortschatz. Die Aufgabenstellung selbst war auf Deutsch formuliert.

Ein Beispielsatz könnte lauten:
But i _ the af _ _ _ _ _ _ _ and e _ _ _ _ _ _ they st _ _ at h _ _ _ , read b _ _ _ _ , play g _ _ _ _ and w _ _ _ _ TV.

Die zweite Aufgabe bestand aus einem kurzen Text, der Fehler enthielt. Die fehlerhaften Ausdrücke waren unterstrichen und sollten daneben korrigiert werden.

Ein Beispielsatz:
Everybody was there, but what was with Peter?

(Wissen Sie die richtige Antwort? “where was”)

In Part III (Mediation) schließlich wurde ein fiktiver Dialog dargestellt. Dieser bezog sich auf einen Text, der unglücklicherweise hinter die Aufgabe geheftet war und nicht davor. Nach Rücksprache mit einigen Eltern führte dies bei mehreren Schülern zu Irritationen und natürlich dann zu Zeitnot.

Thematisch ging es darum, dass Tina in den Herbstferien mit ihrer Familie eine Woche in London verbringt. Während des Urlaubs möchten sie Hampton Court besuchen. Die Eltern stellen Tina dazu einige Fragen auf Deutsch, die Tina beantworten soll … dies übernehmen die Schüler. Konkret heißt es in der Aufgabenstellung: “Tina hat im Internet eine Website gefunden und beantwortet die Fragen ihrer Eltern, die leider fast kein Englisch verstehen.”

Achtung! Wenn die Fragen auf Englisch beantwortet werden, führt dies zu einer Bewertung von 0 Punkten! Es spielt dann keine Rolle mehr, ob die Fragen inhaltlich korrekt beantwortet wurden, die Aufgabe gilt dann schlicht und einfach als verfehlt.

Dies ist vor allem in Hinblick auf den verschärften Schwellenwert in Englisch wichtig, denn in diesem Fach müssen mindestens 60 Prozent der Gesamtpunkte erreicht werden, um eine 4 als Note zu erhalten. Bei diesem Jahrgangsstufentest mit insgesamt 50 Punkten sind das also mindestens 30 Punkte. Wenn ein Schüler in Part III 0 Punkte erhält, so kann er insgesamt maximal 35 Punkte schaffen, was 70 Prozent bzw. einer 3- entspricht.

Ansonsten ist der Text selber nicht besonders lang oder schwer zu verstehen.

Eine Frage von Tinas Vater lautete zum Beispiel:
Wer sollen denn die beiden auf dem Foto sein? Und welche Bedeutung hat das Datum 1543 in diesem Zusammenhang?

Wie gesagt: Auf Deutsch antworten! ( Auch wenn es ein Englisch-Test ist.)

Detaillierte Informationen zu den Jahrgangsstufentests finden Sie auf den Seiten des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München.