Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Urlaubsplanung 2018 – Portugal? http://blog.sevke.net/2017/08/20/urlaubsplanung-2018-portugal/ http://blog.sevke.net/2017/08/20/urlaubsplanung-2018-portugal/#respond Sun, 20 Aug 2017 17:03:14 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8862 Immer mal wieder flattert ein Flyer von trendtours Touristik bei mir ins Haus. Kennt das jemand von euch?

Normalerweise landet das im Abfall. Aber neugierig bin ich geworden, als mich das Folgende anzwinkerte:

FLyer Titelseite zur Reise Glanzlichter Portugals

Hm … schon wieder Portugal? Letztes Jahr war ich mit Sunwave in Lissabon. Wie es dazu kam, steht auf Singlereisen mit Sunwave – Buchung. Da steht auch, wieso Gruppenreisen überhaupt eine Option für mich darstellen.

Aber mit dem Bus durch ganz Portugal in nur 10 Tagen?

Ehrlich gesagt, bin ich selber noch nicht sicher.

Aber sobald du im Flyer blätterst, bist du bei der Betrachtung der Fotos ziemlich angefixt! 🙂

Ist ja nun nicht gerade so, als wäre Portugal kein attraktives Urlaubsland.

Also vielleicht doch mal einen näheren Blick auf das Angebot werfen.

Portugal Urlaubsreise mit trendtours

Neben der Glanzlichter Portugals Tour bietet Trendtours auch noch eine zweite Tour an, nämlich die Amado Algarve Tour, die etwas anders ausgestaltet ist und auch in Richtung Norden nur bis Lissabon und Évora geht.

Bei der Glanzlichter-Tour geht es hingegen bis Braga hoch.

Beide Touren dauern 10 Tage.

Der größte Unterschied der Touren ist die Tatsache, dass an der Algarve genug Zeit für den Strand bleibt. Das ist bei der Glanzlichter-Tour nicht machbar. Dafür ist die Algarve-Tour auch 200 Euro billiger.

Nun bin ich zwar Atlantik- aber nicht unbedingt Strand-Fan. Bin gerne am Strand, mag dort aber nicht den ganzen Tag nur so herumliegen. Von daher entspräche die Glanzlichter-Tour vermutlich eher meinen Neigungen.

Als ich mit meinen Gedanken erst mal so weit gekommen war, konnte ich mich auch mit der Aussicht auf stundenlange Busfahrten quer durch Portugal versöhnen. Denn der direkte Vergleich einer Trendtours-Gruppenreise mit einer von Sunwave wäre sicher eine interessante Geschichte.

Glanzlichter Portugals

Tatsächlich ist das Programm der Tour ziemlich dicht gepackt:

  • Stadtrundfahrt Lissabon mit dem Castelo São Jorge und der Alfama
  • Belém mit dem Hieronymiten-Kloster, dem Seefahrerdenkmal und dem Torre de Belém
  • Cristo Rei Statue
  • Sintra mit dem Palácio National (aber ohne Quinta da Regaleira und Palácio da Pena)
  • Keramikmanufaktur in Azeitão
  • Besuch der Universität in Coimbra
  • Besuch des Klosters in Batalha
  • Besuch des Wallfahrtorts Fátima
  • Spaziergang im Bussaco Wald
  • Besuch einer Süßigkeiten Manufaktur in Aveiro
  • Besuch von Braga (Igreja Bom Jesus de Monte)
  • Besuch von Guimarães (erste Hauptstadt von Portugal)
  • Stadtrundfahrt durch Porto
  • Bootsfahrt auf dem Douro
  • Besuch einer Korkeichenfabrik in Évora
  • Besuch einer Ölmühle in Beja
  • Besuch einer Weinkellerei
  • geführter Spaziergang durch die Wälder am Monchique
  • Besuch der Seefahrerschule in Sagres
  • Fahrt zu Europas stärkstem Leuchtturm am Kap und dann dort auf jeden Fall eine leckere Bratwurst essen 🙂
  • Besichtigung der Burg in Silves

Auf der Trendtours-Seite stehen ziemlich viele Informationen zu den aufgeführten Programmpunkten. Es wird aber nicht immer ganz deutlich, was davon tatsächlich auch besucht wird oder an was man eventuell einfach nur vorbeifährt … vielleicht mit einem kurzen Halt für ein Foto.

Irreführend ist zum Beispiel das Foto des zugegebenermaßen sehr fotogenen Palácio da Pena in Sintra, das sowohl auf der Website als auch im Flyer auftaucht. Die Besichtigung ist aber – so weit ich es der Beschreibung entnehmen kann – definitiv nicht Bestandteil des Programms.

Wenn „Eintritt inklusive“ in Klammern hinter einem Glanzlicht steht, kann man wohl davon ausgehen, dass hier tatsächlich eine Besichtigung stattfindet. Ansonsten sollte man mit seinen Erwartungen eher vorsichtig sein.

Ich muss nun mal in mich gehen und mit mir diskutieren, ob ich diese Tour nächstes Jahr wirklich mal ausprobieren sollte. Im Augenblick bin ich noch hin- und hergerissen. Viele dieser Highlight kenne ich ja bereits und eine Busreise quer durch Portugal klingt recht langweilig. Und man hat kaum Zeit, seinen Koffer auszupacken … da geht es auch schon wieder weiter zum nächsten Hotel.

Was meint ihr?

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Weiher Feia 2017 in Erding am Kronthaler Weiher http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/ http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/#respond Fri, 11 Aug 2017 17:34:26 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8827 Die jährliche WeiherFeia in Erding ist eines der Top-Ereignisse im Landkreis Erding.

Letztes Jahr konnte die größte Strandparty Erdings leider nicht stattfinden, weil das Gelände am Kronthaler Weiher umgebaut wurde.

Aber dieses Jahr am 5. August war es wieder so weit.

Schon seit 2009 gibt es die WeiherFeia am Kronthaler Weiher in Erding. Bisher hatte ich nur ein einziges Mal daran teilgenommen, nämlich 2011. Damals hatte ich dazu einen kurzen Artikel geschrieben.

Was ist der Kronthaler Weiher?

Blick über den Strand des Kronthaler Weihers in Erding

Der Kronthaler Weiher ist ein aus einem Baggersee hervorgegangenes Naherholungsgebiet im Norden von Erding. Im See kann man baden und eine große Liegewiese lädt zum Entspannen ein. Wer es nicht gar so entspannend mag, kann sich bei Boccia, Beachvolleyball, Beachhandball, Fußball, Minigolf oder auf dem Trampolin austoben. Auch eine kleine Calisthenics-Anlage ist am südlichen Rand vorhanden. Für die Kinder gibt es mehrere Spielplätze. Für die Väter gibt es Grillplätze.

Ganz wichtig: der Zugang zum Gelände ist kostenlos.

Es gibt zwar gute Parkplätze (sogar mit Bäumen für Schatten ausgestattet) in unmittelbarer Nähe. Diese dürften jedoch an richtig warmen Sommertagen und bei Veranstaltungen wie der WeiherFeia nicht ausreichen. Auf dem nahe gelegenen Volksfestplatz stehen viele weitere Parkplätze zur Verfügung. Allerdings muss man von dort ein paar Minuten zu Fuß durch eine Kleingartenanlage gehen. Wenn man Pech hat, bleibt man beim kleinen Biergarten Blumenhof hängen und erreicht den See gar nicht erst. 😉

Was ist die WeiherFeia?

Blick über das Ostufer des Kronthaler Weihers in Erding

Veranstalter der jährlichen WeiherFeia ist die Wasserwacht Erding, die am See selbstverständlich über eine eigene Wachststation verfügt.

An einem einzigen Tag des Jahres im August wird ein Großteil der Liegewiese zu einem riesigen Biergarten umgestaltet. (Vielleicht könnte man das auf zwei Tage ausdehnen. Was meint ihr?) Am Rand der Wiese stehen zahlreiche Buden mit diversen kulinarischen Verführungen. Natürlich gibt es auch etwas zu trinken, vor allem selbstverständlich Bier der Brauerei Erdinger Weißbräu.

Der Freizeit- und Badebetrieb wird durch den Biergarten nicht eingeschränkt. Nachmittags vermischt sich alles zu einer Art Riesen-Happening. Spielt das Wetter mit, so sieht man überall fröhliche und ausgelassene Menschen jeder Altersklasse.

Abends geht der Betrieb dann langsam in eine große Party über. Auf einer Livebühne wird zunächst Konservenmusik des Radiosenders Rock Antenne gespielt. Später heizt dann die Band Ois Easy ein und sorgt für richtig viel Stimmung.

Das Ganze endet dann irgendwann gegen Mitternacht.

Wie war die WeiherFeia 2017?

Foto mit Blick über das WeiherFeia Gelände in Erding

Natürlich geht (gefühlt) so ziemlich jeder Erdinger zur WeiherFeia! Das Wetter war bestens. Und auf diversen Plattformen (siehe auch meinen Artikel zu Erdinger Freizeitgruppen) wurden eifrig Treffen organisiert.

Screenshot der Anmeldungen bei den Münchner SinglesAuch die Superdinger wollten sich gegen 18:00 auf der WeiherFeia treffen. Allerdings waren einige der Mitglieder bereits bei den Münchner Singles für ein dort organisiertes Event angemeldet. Das spielte natürlich keine große Rolle, denn eine Abschottung einer Gruppe von irgendeiner anderen gab es nicht.

Ich habe gar nicht erst versucht, am Weiher zu parken, sondern habe direkt den Volksfestparkplatz angesteuert. Überraschenderweise standen dort noch gar nicht besonders viele Autos. Umso besser. Die paar Meter Fußweg durch die Kleingartenanlage und vorbei an dem kleinen Blumenhof-Biergarten empfand ich als angenehm.

An allen Zugängen gab es dieses Jahr Taschenkontrollen. Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen. Ich selber hatte aber keine Tasche dabei.

Einen bestimmten Treffpunkt hatte ich mit niemanden ausgemacht.

So bin ich erst einmal alleine über das Gelände spazieren gegangen.

Das Video gibt ganz gut die Stimmung am Nachmittag wieder.

Die Wasserwacht Erding verkaufte Getränke, um die eigenen finanziellen Reserven etwas aufzustocken. Da ich bereits 2011 ein Foto von der Preistafel gemacht hatte, kann ich hier die Preise von 2011 denen von 2017 gegenüberstellen:

Preisvergleich Getränke 2011 und 2017

Sieht mir nach einer moderaten Preisentwicklung aus … immerhin liegen 6 Jahre dazwischen.

Auf der anderen Seite gab es die Imbissbuden. Leider wurden die nicht wirklich mit all den vielen hungrigen Menschen fertig. Dementsprechend gab es überall lange Warteschlangen. Wer Hunger hatte, musste geduldig sein. Ich verzichtete auf eine Mahlzeit.

Es waren sehr viele Menschen unterwegs, aber alles sah friedlich aus.

Plötzlich sprang mich eine junge Dame von hinten an, weil sie mich wiedererkannt hatte. Sie informierte mich darüber, wo sich die MüSis breit gemacht hatten. Das fand ich sehr nett, wollte aber noch ein bisschen weiter herumschlendern.

Auch die Superdinger meldeten sich per WhatsApp bei mir und schließlich auch noch Heike, die mit ihren Nachbarn unterwegs war.

Bei den MüSis kam mir dann plötzlich eine meiner Mitreisenden von meiner Sunwave-Reise nach Lissabon (2016) entgegen. Sie war extra von München nach Erding raus gefahren, um mit den MüSis zusammen zu feiern.

Vielen Leuten wird es auf der WeiherFeia so gegangen sein wie mir: man traf Bekannte und Freunde … geplant oder eben auch ungeplant.

So verging der Nachmittag mit Anstehen, Trinken, Herumschlendern, Herumstehen und Gesprächen.

Gegen Abend verlagerte sich ein Teil der Menschenmenge immer mehr zur Live-Bühne.

Auch die Kinder durften mitmachen und hatten Spaß!

Als die Sonne unterging, wurde es … ja … es wurde schlagartig richtig dunkel, denn schwarze Wolken zogen auf und ließen Böses erahnen. So gegen 21:30 Uhr fing es dann auch an zu regnen, nicht schlimm, aber doch genug, um nass zu werden. Ein Bierzelt gab es als Rückzugsmöglichkeit leider nicht. Stattdessen drängten sich viele unter den Sonnenschirmen, die vor allem beim Biergarten aufgestellt worden waren. Aber die reichten natürlich nicht aus. Den meisten machte das nichts aus, sie ergaben sich in ihr Schicksal und ignorierten den Regen einfach.

Zwischendurch gab es immer mal wieder trockene Phasen, aber danach regnete es wieder.

Inzwischen hatten auch schon viele die WeiherFeia verlassen. Auf der Bühne wurde es (zeitweise) rockiger.

Irgendwann gegen Mitternacht zogen wir Superdinger weiter zum Sommergarten Erding, der zwar offiziell nur bis 23:00 Uhr Biergartenbetrieb hatte, heute aber eine Stunde länger geöffnet war. Heute eröffnete auch die Diskothek, so dass dort sehr viele junge Leute herumstanden und Einlass begehrten. Uns zog es in den bereits verwaisten Biergarten. Jeder besorgte sich noch etwas zu trinken und wir quatschten (ratschten) noch eine Weile, bis wir so gegen 01:00 Uhr freundlich aus dem Biergarten geworfen wurden.

Draußen war jetzt Schluss. Innen in der Disco ging es weiter … aber ohne uns. 😉

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Die Superdinger – eine Freizeitgruppe im Landkreis Erding http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/ http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/#respond Wed, 19 Jul 2017 20:00:02 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8788 Da sich meine Familiensituation bereits vor einigen Jahren unerwartet, aber drastisch verändert hat, bin ich immer mal wieder auf der Suche nach ein paar netten Leuten im Landkreis Erding, mit denen ich ab und zu mal etwas zusammen unternehmen kann. Ich komme zwar bestens alleine klar, bin aber nur bedingt gerne alleine unterwegs. Denn mir fehlt das Teilen von Eindrücken und Erfahrungen. Und außerdem höre ich gerne, wie andere dasselbe erleben und wie sie darüber denken. Deswegen war ich 2016 auch mit einer Reisegruppe im Urlaub (Portugal-Urlaub mit Sunwave). Und wahrscheinlich werde ich 2018 wieder einen Urlaub mit einer Reisegruppe machen … 2017 fällt aus.

Darum soll es hier aber gar nicht gehen.

Logo der Ü40 - Erding Gruppe in Facebook

Diverse Dating-Plattformen und Single-Plattformen bieten die Möglichkeit, andere Leute kennenzulernen, und dies nicht nur zum sofortigen Heiraten. Als erstes muss ich Facebook nennen. Jede Region hat diverse selbst organisierte Gruppen, in denen sich Leute zur gemeinsamen Freizeitgestaltung zusammenfinden.

Eine Gruppe der Münchner Singles im fröhlichen Gespräch

(c) Münchner Singles, Meran & Haslberger GbR

Für den Münchener Raum will ich an dieser Stelle sehr gerne auf die MüSis hinweisen, über die ich schon mal geschrieben habe (Münchner Singles Forum). Das Forum dort sollte man eher meiden, aber positiv ist die große Anzahl an Veranstaltungen, die (in erster Linie von den Mitgliedern selber) organisiert werden. Die Mitgliedschaft ist recht günstig. Wissen muss man, dass man bei den MüSis eher Leute des mittleren und noch höheren Alters findet. Für sehr junge Menschen ist diese Plattform ungeeignet. Dann doch lieber Tinder. 😉


Vor einigen Wochen habe ich Google mal mit den Suchbegriffen „freizeit singles ü40 erding“ gefüttert und bin dann bei diesem Suchergebnis gelandet:

Screenshot des Google Suchergebnisses

Hm … Superding, und das auch noch in gesperrter Schrift … was sollte das sein? Sup-Erding? Oder wirklich Super-Ding? Am Ende entschied ich mich dafür, dass es sich um eine Verschmelzung der Wörter „SupER“ und „ERding“ handeln musste. Die treffen sich regelmäßig beim Daimerwirt in Moosinning. Den kannte ich noch nicht, aber laut Google Maps war die Anfahrt sehr einfach.

Später erfuhr ich dann, dass „Superding“ eigentlich „S. u. P. Erding“ heißt. Und das steht für „Singles und Paare aus Erding“. Also etwas ganz anderes.

Der Name ist aber eigentlich auch völlig egal. Wichtig sind die Leute. Und die kann man nur persönlich kennenlernen, wenn man seinen Hintern zu einem der Stammtischtreffen bewegt.

Stammtischtreffen beim Daimerwirt in Moosinning

Blick auf den Daimerwirt in Moosinning von der Biergarten-Seite aus

Am 13. Juli war ich also beim Daimerwirt in Moosinning. Wenn man auf der Hauptstraße durch den Ort fährt, ist dieses Lokal recht unscheinbar. Aber einmal abbiegen und ich hatte einen großen Parkplatz auf der einen Straßenseite und einen sehr gut besuchten Biergarten auf der anderen Straßenseite vor mir. Nein, das war definitiv keine kleine Dorfkneipe!

Ich war doch etwas überrascht und verunsichert. Wie sollte ich denn hier eine Gruppe von lauter Unbekannten identifizieren?

Mir blieb nichts anderes übrig, als im Wirtshaus eine Bedienung nach der Gruppe zu fragen. Eine Gruppe, die sich regelmäßig dienstags dort traf, sollte doch bekannt sein. War sie auch … aber nicht der Gruppenname.

Gleich am Eingang an einem langen Tisch und zum Teil an einem zweiten langen Tisch saßen sie, die Superdinger. Ein erster Rundumblick ließ mich den Altersbereich auf Ü40 einschätzen. Das passte also ganz gut zu meinem eigenen Alter.

In eine neue Gruppe zu kommen, ist nicht für jeden eine einfache Sache. Zum einen hängt es natürlich von einem selbst ab, zum anderen hängt es aber auch von den Gruppenmitgliedern ab, die sich meistens schon lange kennen.

Genau darüber haben wir uns später in der Gruppe unterhalten. Da wurden auch Vergleiche zu den MüSis gezogen, mit denen einige ebenfalls Erfahrungen hatten.

Jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, von der Gruppe abgelehnt zu werden, sondern wurde schnell eingebunden.

Der Biergarten war an dem warmen Tag sehr gut besucht. Das Essen schien zu schmecken, so weit ich das bei einem einzigen Besuch beurteilen konnte. Die Speisekarte war auf jeden Fall ziemlich umfangreich.

Offiziell treffen sich die Superdinger immer um 18:00 Uhr. Ich kam erst später dazu (so gegen 19:00 Uhr), bedingt durch den langen Weg vom Büro nach Moosinning. Allgemeine Auflösung war kurz nach Sonnenuntergang, so gegen 22:00 Uhr. Überraschend fand ich, dass einige Leute bereits sehr früh wieder gingen. Auf der anderen Seite ist es gut, wenn sich niemand verpflichtet fühlt, bis spät in die Nacht hinein dabei bleiben zu müssen.

Der Abend war anregend und sehr unverkrampft.

Stammtischtreffen im Erdinger Biergarten

Am 18. Juli sollte das nächste Treffen im wieder eröffneten Biergarten in Erding stattfinden (früher Hunter bzw. Schiaßn). Momentan hat dieser Biergarten wohl den Namen Sommergarten erhalten. Der Standort war aus meiner Sicht schon immer sehr gut. Gut zu erreichen, gute (kostenlose) Parkmöglichkeiten, schöne Umgebung. Leider konnte sich in den letzten Jahren kein Betreiber so richtig lange halten. Es gab häufig Kritik zum Essen und sogar zum Service. Ich persönlich finde es dort immer sehr urig und gemütlich, kannte aber den Biergarten seit dem Umbau noch nicht.

Blick über den neuen Sommergarten in Erding

Die vereinbarte Uhrzeit von 18:00 Uhr konnte ich natürlich nicht einhalten, es wurde dann wieder so 19:00 Uhr. Überrascht hat mich der sehr volle Parkplatz beim Biergarten. So voll hatte ich den noch nie gesehen. Die Sinnflut (das kleine „Tollwood“ in Erding – immer zu empfehlen!) wurde gerade aufgebaut, so dass der Volksfestplatz als Parkplatz komplett ausfiel. Der volle Parkplatz ließ Böses für den Biergarten erahnen.

Und tatsächlich: es war brechend voll! Hm … kein Wunder bei dem schönen warmen Wetter. Und es sei dem Betreiber auch gegönnt.

Was das Finden von Leuten in großen Menschenmengen betrifft, bin ich ein bisschen behindert. Deswegen bin ich immer dankbar, wenn ich gefunden werde. Das klappte auch diesmal. Während mein Blick noch suchend die Menschen scannte, winkte mir Ela zu und ich fand sofort zu meiner Herde.

Gruppenbild der Superdinger im Sommergarten Erding

Klar, der Tisch war mit 9 Leuten bereits gut besetzt, aber irgendwie geht es immer. Alle rückten noch näher zusammen und ich konnte mich noch an den Rand quetschen.

Der ehemalige Teil mit der Live-Bühne ist zu einer Art Mauerruine umgebaut worden. Sieht hübsch aus und bietet mehrere (voll einsehbare) Pseudo-Séparées. In einer Ecke (in der Nähe des Bierausschanks) gibt es einen Kinderspielplatz, dessen Boden komplett mit Sand aufgeschüttet ist, so dass das Ganze wie am Strand aussieht. Verstärkt wird der Eindruck durch viele Sonnenliegen, wo es sich die Eltern gemütlich machen können.

Vor dem Hauptgebäude gibt es noch eine Strandbar mit weiß bezogenen Sitzmöbeln und (natürlich) Musikuntermalung.

Personal war insgesamt ausreichend vorhanden. Alle waren sehr jung und schienen noch etwas ineffizient zu arbeiten. Probleme gab es aber keine.

Die Bänke sind übrigens zum größten Teil mit Rückenlehnen ausgestattet. Das ist vielleicht für einen Biergarten etwas ungewöhnlich, aber deutlich bequemer. Alle Tische waren mit lebendigen Blumen geschmückt. Auch das ist wohl eher ungewöhnlich, wirkt aber sympatisch.

Was mir schon letzten Dienstag an den Superdingern gefallen hat, war, dass sich die Leute tatsächlich unterhielten und nicht nur stumm herumsaßen. Auf diese Weise erfuhren die beiden Neuen, Eva und ich, einiges über frühere Veranstaltungen und über die Leute selber. Im Gegenzug gab es natürlich auch Fragen an uns. Die Stimmung war sehr gut und es gab jede Menge Frotzeleien untereinander. Einmal habe ich etwas über die Stränge geschlagen, was mir dann hinterher auch ziemlich leid tat. Ich hatte den Eindruck, dass niemand dem anderen etwas schenkte und dass auch niemand so schnell sauer wurde.

Wir unterhielten uns unter anderem auch über die Gruppen-Disziplin. Dieses Jahr hatten wohl noch nicht so viele gemeinsame Veranstaltungen stattgefunden, weil die Organisation meistens an denselben Leuten hängen blieb, die für ihre Arbeit oft auch noch mit vielen Absagen belohnt wurden. Das ist möglicherweise ein Phänomen unserer modernen Zeit, denn ich kenne das schon von anderen Gruppen. Am Ende macht dann halt gar keiner mehr etwas. 🙁

So gegen 22:00 Uhr löste sich der Großteil der Gruppe auf und nur Gabi, Gerhard und ich gingen noch in die Beach-Lounge. Um ca. 23:00 Uhr verließen auch wir den Sommergarten. Der Biergarten war zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie leer.

Nächsten Dienstag findet das nächste Treffen wieder beim Daimerwirt in Moosinning statt.

Aber vorher steht noch die Sinnflut an, und zwar bereits am Freitag um 18:00 Uhr.

Wer jetzt Lust hat, die Superdinger kennenzulernen, kann einfach dazustoßen oder mich kontaktieren … ich leite das dann weiter.

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Conway’s Game of Life http://blog.sevke.net/2017/07/09/conways-game-of-life/ http://blog.sevke.net/2017/07/09/conways-game-of-life/#respond Sun, 09 Jul 2017 10:54:27 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8669 Ich habe mal wieder Spaß beim Programmieren gehabt. Bei der Entwicklung des Send More Money Programms hatte ich in der Vergangenheit auch schon mal Spaß gehabt. Programme, die kein Mensch braucht. 🙂

Schon lange einmal wollte ich mir das Game of Life des Mathematikers John Horton Conway vornehmen. Und inzwischen habe ich eine Version in PHP geschrieben.

Worum geht es im „Game of Life“?

Beim „Game of Life“ handelt es sich um die Simulation eines zellulären Automaten. Das ist ein Raum (oder eine Fläche als zweidimensionaler Raum), in dem sich voneinander getrennte Einheiten nach definierten Regeln entwickeln. In unserem Fall nehmen wir eine Art kariertes Blatt Papier. Da sind die Zellen quasi schon vorgegeben. Jede Zelle (jedes Quadrat auf dem Karoblatt) kann tot oder lebendig sein. Mehr nicht.

Wenn man jetzt zufällig (oder wohl überlegt) eine Reihe von Zellen ins Leben ruft, so ergibt sich ein Anfangszustand unserer kleinen Welt. Man kann zum Beispiel Reiskörner auf die Kästchen legen, wo sich eine lebende Zelle befinden soll.

Foto eines Karopapiers mit Reiskörnern

(Okay, so richtig viel kann man nicht erkennen. Ich hätte die Reiskörner einfärben sollen!)

Man könnte statt der Reiskörner auch ein paar Spielsteine nehmen.

Foto eines Karopapiers mit Spielsteinen

(Schon besser.)

Diese Ursuppe an Zellen bzw. Reiskörnern entwickelt sich nun nach genau vier einfachen Regeln weiter zu einer neuen Generation. Dabei wird jede Zelle einzeln auf ihre Nachbarn hin untersucht und dann entsprechend der Regeln in einen neuen Zustand überführt. Zellen können sterben, aber es können auch neue Zellen geboren werden.

Wie lauten die Regeln?

Für jede Zelle werden die Nachbarzellen betrachtet, also insgesamt 8 Zellen (diagonal zählt mit). Auf die Nachbarn selber haben die Regeln keine Auswirkung, sie werden also nicht beeinflusst. Es geht immer um genau dieses eine Kästchen. Deswegen werden bei den Beispielen auch keine Nachbarn mit in die nächste Generation übernommen. Wie es um sie steht, entscheidet sich erst bei der Untersuchung derer Nachbarn.

Neugeburt einer Zelle

Ausgangszustand für die Geburt einer neuen ZelleEine neue Zelle wurde geboren

In einem Kästchen, in dem sich noch keine Zelle bzw. kein Reiskorn/Spielstein befindet, kann neues Leben entstehen. Dazu braucht es zwei Eltern und eine Hebamme, also genau drei Nachbarn.

Überleben der Zelle

Eine Zelle mit zwei Nachbarn überlebtDer Zustand der Zelle hat sich nicht geändert
Eine Zelle mit drei Nachbarn überlebtDer Zustand der Zelle hat sich nicht geändert

Befindet sich in einem Kästchen ein Reiskorn/Spielstein, so kann die Zelle nur dann überleben, wenn sie genau zwei oder drei Nachbarn hat. DIe drei Nachbarzellen helfen also nicht nur bei der Geburt, sondern auch beim Überleben. Das nennt man wohl Familie.

Die Zelle stirbt an Einsamkeit

Eine Zelle ohne NachbarnDie einsame Zelle ist gestorben
Eine Zelle mit einem einzigen NachbarnDIe Zelle ist gestorben, die Nachbarzelle wird nicht beeinflusst.

Wenn die Zelle gar keine oder nur einen einzigen Nachbarn hat, dann geht es der Zelle sehr schlecht und sie stirbt leider an Einsamkeit.

Die Zelle stirbt an Überbevölkerung

Diese Zelle hat rundherum überall Nachbarn.Die Zelle ist an der Überbevölkerung gestorben.
Eine Zelle mit vier Nachbarzellen.Eine Zelle mit vier Nachbarn ist gestorben.

Bei vier oder mehr Nachbarn bekommt die Zelle einen Rappel und stirbt an Überbevölkerung, Man könnte auch sagen, dass einfach nicht genug Nahrung für alle da ist.

Vom Karopapier zum PHP-Programm

Keine Frage: das kann man super mit einem Blatt Papier spielen.

Ein wenig mühsam ist es aber schon.

Und deswegen gibt es auch zahlreiche Programme und Apps, mit denen man das ganz einfach spielerisch auf dem Handy oder dem PC ausprobieren kann.

Ich habe mir mein eigenes Programm geschrieben.

Wenn ihr wollt, könnt ihr das hier ausprobieren: http://sevke.net/php/gol/gol.php.

Interessante Objekte in Conway’s Game of Life

Wenn man mit dem Programm eine Zeit lang herumgespielt hat, stellt man schnell fest, dass es ein paar interessante Objekte gibt. Mitunter bleiben Zellklumpen erhalten und entwickeln sich nicht mehr weiter.

Zusammenstellung von statischen <Objekten in Conway's Game of Life
In dem Bild seht ihr die folgenden Objekte von links oben nach rechts unten: Pond (Teich), Block, Loaf (Laib), Beehive (Bienenstock), Tub (Wanne), Snake (Schlange), Boat (Boot), Largeboat (großes Boot), Ship (Schiff), Largeship (großes Schiff), Barge (Kahn), Largebarge (großer Kahn).
(Ich habe mir diese Bezeichnungen nicht ausgedacht.)

Manche Objekte wechseln immer zwischen mehreren Zuständen hin und her, bleiben aber ansonsten stabil.

Der Blinker
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des BlinkersOszillierender Blinker

Die Uhr
[selber ausprobieren]

Anfangszustand der ClockOszillierende Clock

Der Bipol
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des BipolsOszillierender Bipol

Der Tripol
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des TripolsOszillierender Tripol

Die Kröte
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des ToadsOszillierender Toad

Das Pentadecathlon
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des PentadecathlonsOszillierendes Pentadecathlon

Der Pulsar
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des PulsarsOszillierender Pulsar

Das Oktagon
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des OktagonsOszillierendes Oktagon

Der Tümmler
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des TumblersOszillierender Tumbler

Der Pulsar ist eins meiner Lieblingsobjekte. Er besitzt im Zentrumsbereich einige statische Zellen, um die herum das Gebilde pulsiert.

Darstellung der drei Phasen des Pulsars

Die 3 Phasen des Pulsars

Und dann gibt es manchmal sogar Gleiter und Raumschiffe, die sich über den Bildschirm bewegen, ihre Form dabei ändern, dann aber wieder zur Ursprungsform zurückfinden.

Der Glider in der ersten Generation

Glider

Das LWSS in der ersten Generation

LWSS

Das MWSS in der ersten Generation

MWSS

Das HWSS in der ersten Generation

HWSS

Der Gleiter bewegt sich diagonal über das Spielfeld.

Das sieht dann in etwa so aus:

Der Glider in der Bewegung

Hier bewegt sich der Gleiter diagonal nach rechts unten … auch wenn es komisch aussieht, als würde sich das Papier nach links oben bewegen. Alles ist eben relativ. 😉

Im Gegensatz zum Gleiter bewegen sich die Raumschiffe immer senkrecht oder waagerecht. Die drei verschiedenen Raumschiffe unterscheiden sich nur in ihrer Größe. Exemplarisch hier die Bewegung des LWSS (Light Weight Space Ship):

Das LWSS in der Bewegung

Eins der interessantesten Objekte ist die Gosper Gleiter Kanone. Dieser Zellenverbund wabert immer von rechts nach links und wieder nach rechts und stößt dabei nach unten in regelmäßigen Abständen Gleiter aus, die sich nach unten rechts wegbewegen. Das Ganze läuft in einer endlosen Schleife.

Die Gleiter Kanone sieht folgendermaßen aus:
Die Glidergun in der ersten Generation
Naja, okay, unter einer „Kanone“ stellt man sich überlichweise etwas anderes vor. Die Bezeichnung müsst ihr einfach akzeptieren. Jedes Ding braucht seinen Namen.

In Aktion werden – wie gesagt – regelmäßig kleine Gleiter ausgestoßen. Das wiederholt sich immer wieder.

Animierte Darstellung der Glidergun

Hinweise zu meiner Version des Game of Life

Normalerweise werden die Zellen immer als schwarze Objekte dargestellt. Ich habe das Ganze etwas farbenfroher gestaltet:

Farbige Darstellung des Tumblers in der neunten Generation

Der Tumbler

Grün: eine Zelle wurde neu geboren
Schwarz: die Zelle hat überlebt
Grau: die Zelle ist schon ziemlich alt
Rot: die Zelle stirbt gleich an Einsamkeit

Das Programm unterstützt (zur Zeit) nur Einzelschritte, aber keine (endlose) automatische Erzeugung der Generationen. Damit möchte ich verhindern, dass einige Spaßvögel den Webserver einem Stress-Test aussetzen.

Eine ganze Menge an stabilen statischen Objekten (Block, Tub, Snake, Beehive, Pond, Loaf, Boat, Largeboat, Ship, Largeship, Barge, Largebarge) und stablien oszillierenden Objekten (Blinker, Toad, Beacon, Tripole, Clock, Oktagon, Tumbler, Pulsar, Pentadecathlon) sowie natürlich verschieden Gleiter und Raumschiffe (Glider, LWSS, MWSS, HWSS) und natürlich die berühmte GliderGun könnt ihr euch anzeigen lassen, indem ihr an den URL den Parameter „?type=…“ anhängt. Die drei Punkte müsst ihr dabei durch den Namen des Objektes (alles in Kleinbuchstaben) ersetzen.

Alle oszillierenden Objekte werden mit jeweils 2 kompletten Zyklen angezeigt. Danach könnt ihr per Einzelschritt weitermachen.

Beispiel: http://sevke.net/php/gol/gol.php?type=glidergun.

Weitere Informationen im Internet

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http://blog.sevke.net/2017/07/09/conways-game-of-life/feed/ 0 8669
Sunwave Singlereisen – Bus statt Mietwagen http://blog.sevke.net/2017/05/06/sunwave-singlereisen-bus-statt-mietwagen/ http://blog.sevke.net/2017/05/06/sunwave-singlereisen-bus-statt-mietwagen/#respond Sat, 06 May 2017 12:12:29 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8619 Ach … schau mal an …
Gerade lese ich den aktuellen Newsletter von Sunwave Singlereisen, und was lese ich da?

Neu in Portugal: Ausflüge bequem per Bus.
Bei den Reisen nach Portugal gibt es in diesem Jahr eine Neuerung; der Flughafentransfer und die Ausflüge erfolgen mit dem Bus statt mit dem Mietwagen.

Ein breites Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen.

Immerhin hatte ich genau die Anmietung der Mietwagen in meinem Artikel Lissabon-Reise mit Sunwave – Anreisetag kritisch betrachtet.

Die Herausforderungen mit Mietwagen in Stichworten:

In meinen Berichten habe ich diese Punkte alle angesprochen. Die Listenpunkte sind zu den entsprechenden Artikeln verlinkt.

Nachteile bei Verzicht auf Mietwagen

Dem gegenüber steht natürlich der Verlust an Individualität. Ohne Mietwagen kann sich niemand mal schnell das Auto schnappen und auf eigene Faust die Gegend erkunden … so, wie ich es getan habe. Aber das ist kein wirklicher Nachteil, denn genau das war ja trotzdem weiterhin möglich: jeder konnte sich bei Bedarf selber ein Auto mieten und damit herumfahren.

Grundsätzlich hatte ich allerdings den Eindruck, dass sich der Wunsch nach individuellen Ausflügen mit dem Auto in Grenzen hielt. Außerdem gab es und gibt es die bequeme Möglichkeit, mit dem Zug zu fahren.

Ein bisschen rätsel ich noch, wie Ankunft und Abflug der Gruppenteilnehmer organisiert werden. Die Flugzeuge kommen ja nicht zur selben Zeit an und fliegen auch nicht zur selben Zeit ab.

Fährt der Bus jetzt mehrmals hin und her?

Oder verbringen die Gäste nun den halben Tag auf dem Lissabonner Flughafen?

Falls jemand von euch mal diese Reise bucht, würde ich mich freuen, wenn ihr hier als Kommentar beschreiben könntet, wie das nun abläuft. Bin schon etwas neugierig.

Ich finde es jedenfalls gut, dass Sunwave auf die Kritik von mir und wahrscheinlich vielen anderen reagiert hat und nun ein anderes Transportsystem ausprobiert.

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Deutsche Literatur – 10. Klasse Gymnasium http://blog.sevke.net/2017/04/19/deutsche-literatur-10-klasse-gymnasium/ http://blog.sevke.net/2017/04/19/deutsche-literatur-10-klasse-gymnasium/#respond Wed, 19 Apr 2017 20:28:31 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8594 Sprechblase mit dem Text Bäh Mein Sohn weiß ja genau, wie er mich sauer macht. Aber wissen das unsere Tee-Nager nicht alle? 😉

Jedenfalls muss er mal wieder über die Ferien ein Buch lesen. Das hatten wir doch schon mal? Ja, hier: Ferien – 59 Stunden Arbeit. Aber diesmal geht es nicht um eine Bearbeitung und Präsentation. Er soll das Buch nur lesen. Das finde ich akzeptabel, hält ihn das doch wenigstens zeitweise mal vom Computer fern.

Nur so recht voran kommt er nicht. Das Buch liest sich wohl nicht so gut. Und so hat er mir heute einen Ausschnitt vorgelesen:

Abfotografierter Ausschnitt von Seite 98 und 99

Schwer zu erkennen? Hier noch mal als Text:

Als wir die drei vor uns torkeln sahen, wußten wir, was es geschlagen hat. Wir kannten sie doch. Kojoten nannten wir sie. Streunten herum, wühlten im Dreck, brachten nichts mehr zuwege. Da gehörten noch andere dazu. Aber diese drei hatten noch einen speziellen Namen. Wir nannten sie die Arschficker-Partie. Diesen Ehrentitel hatten sie sich gut ein Jahr zuvor verdient, als wir sie auf der Toilette festnahmen. Die Frau lag auf dem Steinboden und rührte sich nicht. Der eine bearbeitete ihren mit Blut und Dreck verschmierten Arsch, der andere wichste seinen verschissenen Schwanz. Ein Zeitungspapier hatten sie ihr untergelegt. Es stank nach reiner Scheiße. Aber das schien diese Typen überhaupt nicht zu stören.Der eine stocherte weiter und grunzte dabei, der andere hielt seinen verschmierten Stengel in die Höhe, als wollte er sich auch noch einen blasen lassen. Es war unglaublich.

Nunja, diese Sätze aus dem Mund meines Sohnes ließen meine Gesichtszüge einfrieren. Er ist zwar alt genug für so etwas, aber in meinen Ohren klang es doch ziemlich deftig.

Das Buch?

Aus meinem Deutschunterricht bin ich so kurze Sätze wie oben im Textausschnitt nicht gewohnt. Schreibt man heute so? (Im Internet: ja, auf WhatsApp: ja … aber in einem Roman?) Mir erschließt sich leider auch nicht die Ästhetik der Sprache, obwohl der Autor laut Klappentext Professor für literarische Ästhetik in Leipzig ist oder war (das Buch ist von 1995).

Aber vor allem frage ich mich, ob ich so etwas lesen will? Nein, ich will nicht und ich muss auch nicht. Mein Sohn muss. Zur Erinnerung: 10. Klasse. Wobei ich zugeben muss, dass sich die Klasse für das Buch entschieden hat, das von der Lehrerin lediglich vorgeschlagen und empfohlen wurde. Ich denke, die Schüler hatten da eher keine Meinung und waren grundsätzlich nicht sehr erfreut über den Gedanken, in den Ferien lesen zu müssen. LESEN! Ein Buch! Ob die Feinmotorik der Finger überhaupt mit dem Umblättern der Seiten fertig werden würde. (Ich bin gemein!)

Nun sind die Beurteilungen im Internet insgesamt eher positiv und ich kann auch gar nichts zum Inhalt sagen, habe es ja nicht gelesen. Das Buch wurde 1998 sogar verfilmt (unter anderem mit Heiner Lauterbach). Vielleicht lohnt sich die Lektüre ja wirklich.

Dennoch sitze ich jetzt hier alleine am Computer und bin etwas durcheinander. Bin ich zu prüde? Bin ich zu spießig? Bin ich einfach zu alt für moderne Literatur?

Können es nicht die „Die Leiden des jungen Werther“ sein oder meinetwegen „Die neuen Leiden des jungen W.“?

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Rechtschreibfehler http://blog.sevke.net/2016/12/30/rechtschreibfehler/ http://blog.sevke.net/2016/12/30/rechtschreibfehler/#respond Fri, 30 Dec 2016 22:14:51 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8301 Wenn ich hin und wieder meine eigenen Artikel lese, stelle ich fest, dass sich doch wesentlich mehr Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben als mir lieb ist. Natürlich bessere ich alles aus, was mir auffällt. Aber ich bin leider auch nicht mehr so fit mit meinen Augen.

Ich würde es total super von euch finden, wenn ihr mir in so einem Fall eine kurze E-Mail an sven.sevke@sevke.net schicken könntet. Das gibt mir die Chance, das Problem aus der Welt zu schaffen. Ich bin überhaupt nicht sauer oder sehe das als Besserwisserei. Ganz im Gegenteil.

Manche Fehler entstehen durch schnelles Tippen, manche entstehen möglicherwiese durch zuviel Alkohol. 😉 Und … ja … manche Fehler entstehen auch, weil ich es einfach nicht besser weiß.

Ich bin kein perfekter Mensch.

Aber mit eurer Hilfe kann ich wenigstens eklatante Fehler in meinen Artikeln korrigieren.

Danke!

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Unglaubliche Entdeckung unter dem Sofakissen! http://blog.sevke.net/2016/12/28/unglaubliche-entdeckung-unter-dem-sofakissen/ http://blog.sevke.net/2016/12/28/unglaubliche-entdeckung-unter-dem-sofakissen/#respond Wed, 28 Dec 2016 11:44:25 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8632 Zwei Fernbedienungen und ein Kissen auf einem Sofa

Ja, was hattest du jetzt erwartet?

Irgendetwas Anstößiges vielleicht?

Auf jeden Fall hat es funktioniert! Du hast die Überschrift irgendwo auf Facebook gelesen, wurdest neugierig und hast den Weg zu meinem Blog gefunden.

Diese Methode nennt man Clickbait, also „Klick Köder“. Viele, viele Facebook- oder Twitter-Nachrichten funktionieren so. Reißerische Überschrift und nichts dahinter.

Ein prominentes Beispiel ist Focus Online: http://www.bildblog.de/77939/clickbait-aus-leidenschaft/

Und wozu ist das gut?

Mit einem Clickbait erhöhe ich die Zugriffszahlen auf eine Seite, was die Sichtbarkeit in Suchmaschinen beeinflussen kann. Außerdem kann ich auf diese Weise eine größere Reichweite meiner Werbung (hier rechts in der Seitenleiste 😉 ) erreichen und damit mehr Umsatz! (Falls ich damit Geld verdienen würde, tue ich aber nicht.)

Also, Leute, klickt nicht alles in Facebook oder Twitter an, was eine nichtssagende, aber reißerische Überschrift hat. Meistens steckt nichts Brauchbares dahinter!

Abschließend ein lustiges (englischsprachiges) Video zu dem Thema. It will blow your mind!


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Jochen Schweizer Arena in München http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/ http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/#respond Sun, 18 Dec 2016 22:13:45 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8352 Bild des Eingangs zur Jochen Schweizer Arena in München

(c) Jochen Schweizer

Was schenkt man jemanden, der alles hat oder nichts braucht? Wenn wir ehrlich sind, erinnern wir uns gerne an Veranstaltungen, die uns aus dem Alltag herausgerissen haben. Fallschrimspringen ist so eine Geschichte. Das hat mein Sohn bereits im April 2014 absolviert.

Dazu muss man allerdings etwas weiter weg fahren. Hier in der Nähe wird das, glaube ich, nicht angeboten. Aber es gibt noch eine einfachere Variante, das Bodyflying. Dazu wird ein Windkanal senkrecht gestellt und du darfst dich dann vom Wind in die Höhe pusten lassen. Mords-Lärm, aber du schwebst.

Ein bekannter Anbieter von allerlei Events ist Jochen Schweizer.

Die Jochen Schweizer Arena in München

Für 2017 hat sich Jochen Schweizer etwas Neues ausgedacht. Ab sofort werden die Events nicht mehr überall auf der Welt angeboten, sondern auch stationär in der eigenen Arena. Die Jochen Schweizer Arena eröffnet am 4. März im Süden von München, direkt gegenüber von Ikea.

Ob es was taugt, wird sich dann frühestens im März zeigen.

Der Eintritt ist frei. Man kann sich die Arena also jederzeit ansehen und den Leuten bei ihrer Action zusehen. Und wenn es einem gefällt, kann man sicher vor Ort gleich ein Event buchen oder einen Geschenkgutschein kaufen.

Opening Special als Geschenk

Ich will hier auch gar nicht Werbung für die Arena machen, mir geht es eigentlich um etwas ganz anderes.

Auf der Website von Jochen Schweizer wird das so genannte Opening Special angeboten. Es beinhaltet die folgenden Leistungen:

  • Bodyflying: 2 Flüge
  • Wahlweise 1,5 Stunden Outdoor-Adventure-Park oder 45 min Surfen auf der stehenden Welle
  • Betreuung & Einweisung durch erfahrene Instruktoren
  • Erforderliche Ausrüstung inkludiert
  • Ein heißer Snack und ein Erfrischungsgetränk

Da war es wieder … Bodyflying

Das müsste doch jemanden, der Spaß daran hat, in 4.000 Meter freiwillig aus einem Flugzeug zu hüpfen, begeistern. Der Preis von 89,90 Euro war überschaubar. Das Bodyflying dauerte zwar jeweils nur 1 Minute pro Flug, aber naja. Mir kam das sehr kurz vor, aber es müsste sich in der Praxis zeigen, ob das trotzdem Spaß machte. Vielleicht konnte man ja beide Flüge hintereinander machen, also 2 Minuten insgesamt.

Ich habe also am 20.11.2016 das Opening Special rechtzeitig für Weihnachten bestellt.

Die Bestellbestätigung kam am selben Tag und beinhaltete noch die von mir gewünschte Geschenkverpackung (plus 5,90 Euro) sowie eine Versandpauschale von 4,00 Euro, insgesamt nun also 99,80 Euro. Bereits am nächsten Tag ging die Lieferung raus zu mir.

Foto der Geschenkverpackung eines Jochen Schweizer Events

Was bei mir ankam, war ein beinahe quadratischer Karton im Schuber-Format. Ich meine, es geht hier nur um einen Gutschein … wozu also der Karton? Aber mir gefiel sofort, was ich in den Händen hielt. Das Bild war sehr farbenfroh und mit einer positiven Botschaft versehen.

Foto mit Grusskarte und Gutscheinkarte

Den Karton konnte ich aus dem Schuber herausdrücken. Darin befand sich ein neutral gestalteter weißer Karton, den man aufklappen konnte. Innen war auf der linken Seite eine Grußkarte mit demselben Motiv eingesteckt, das auch für das Cover verwendet wurde. Auf der Rückseite der Grußkarte war Platz für meine persönlichen Weihnachtswünsche. Rechts befand sich der Gutschein. Viel Verpackung für wenig Inhalt, aber in diesem Fall fand ich es angemessen und auch sehr hübsch anzuschauen.

Foto des Jochen Schweizer Gutscheins für das Opening Special in der Arena in München

Okay, richtig lesen kann man das jetzt nicht, aber es ist auch egal. Auf dem Gutschein wird noch mal kurz beschrieben, wofür der Gutschein ist. Außerdem gibt es eine Gutschein-Nummer, die man natürlich für die konkrete Terminplanung brauchte. Dies konnte durchaus online erfolgen.

Am 2. Dezember erhielt ich per E-Mail die Bitte, ein kurzes Feedback zur Abwicklung zu geben. „Ihre Meinung ist uns wichtig“. Das ist okay und sollte von Firmen auch tatsächlich genutzt werden, um Verbesserungspotenzial für die Geschäftsprozesse identifizieren zu können. Aber ich bin nicht so der Feedback-Geber. Letztendlich konnte ich auch noch nicht viel beitragen, denn die eigentlichen Events standen uns ja noch bevor.

Rabatt oder kein Rabatt?

Am 6. Dezember fand ich plötzlich auf der Website von Jochen Schweizer ein Rabatt-Angebot für genau dieses Event, also das Opening Special. Der Preis war glatte 20 Euro niedriger als der, den ich bezahlen musste. Statt 89,90 Euro waren es nur noch 69,90 Euro, das waren fast 23 Prozent weniger. Ich war dann doch ziemlich baff. War dieses Event so ein Ladenhüter, das man es noch vor der Eröffnung der Arena im Preis herabsetzen musste?

Jedenfalls wollte ich diesen Rabatt auch erhalten!

Nun ist es aber so, dass ich ein 14-tägiges Rückgaberecht habe, die Rabatt-Aktion aber vom 5.12. bis 12.12. lief (wie man mir per E-Mail später mitteilte). Ich hätte also den Vertrag am 4.12. stornieren müssen. Somit hatte ich den Rabatt von 20 Euro um genau einen einzigen Tag verpasst.

Rabatt ist Rabatt. Pech gehabt! Was regst du dich auf? Ich weiß schon, aber 20 Euro sind eben auch 20 Euro.

Heikos Mutter hat noch am selben Tag bei der Kundenbetreuung von Jochen Schweizer angerufen, konnte aber nichts erreichen.

Ich habe am 7.12. eine E-Mail an den Jochen Schweizer Kundenservice geschrieben und meinem Ärger Luft verschafft. Noch am selben Tag erhielt ich eine automatisierte Empfangsbestätigung per E-Mail.

Am nächsten Tag erhielt ich eine weitere E-Mail mit der Bitte um Geduld, weil meine Anfrage noch in Bearbeitung wäre. Und tatsächlich dauerte es vier weitere Tage, bis ich die endgültige Antwort erhielt. Auch diesmal wurde mir mitgeteilt, dass man da leider nichts machen könnte. In meiner Beschwerde-E-Mail hatte ich statt einer Gutschrift angeboten, das Angebot von zwei Bodyflying-Flügen auf drei oder vier zu erweitern. Aber auch dies wurde explizit abgelehnt.

Kulanz als Mittel zur Kundenzufriedenheit?

Nun haben die Jochen Schweizer Leute mit allem recht. Natürlich hatte ich (Depp) meinen Gutschein einfach zu früh gekauft. Da gab es nichts dran zu rütteln.

Aber bei der Jochen Schweizer Arena geht es um ein ganz neues Angebot in der Region.

Ein wenig Kulanz in meiner Sache hätte dem Unternehmen sicher nicht geschadet, sondern meine Kundenzufriedenheit erhöht.

So wird riskiert, dass ein Kunde seine (für ihn) negativen Erfahrungen an andere Menschen weitergibt. Sollte man das wirklich riskieren?

Ich denke, dass war keine gute Reaktion vom Jochen Schweizer Kundenservice.

So bleibt bei mir ein druchaus negativer Beigeschmack zurück.

Wir werden sehen, wie uns die Jochen Schweizer Arena gefallen wird und ob die Events dort wirklich attraktiv sind. Aber dazu werde ich etwas schreiben, wenn wir da gewesen sind.

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Wozu ist ein Bewertungsbogen in einer Deutsch Schulaufgabe gut? http://blog.sevke.net/2016/12/10/wozu-ein-bewertungsbogen-in-einer-deutsch-schulaufgabe/ http://blog.sevke.net/2016/12/10/wozu-ein-bewertungsbogen-in-einer-deutsch-schulaufgabe/#respond Sat, 10 Dec 2016 13:22:40 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8277 Gestern war wieder so ein Tag … mein Sohn bringt eine Deutsch-Schulaufgabe mit einer schlechten Note nach Hause.

Na ja, Schwamm drüber!

Das Thema war die „Analyse und Interpretation eines Dramenauszugs“, und zwar des Stücks „Die Räuber“ vom jugendlichen Friedrich Schiller. Kennen wir alle … kein Ding. Kein Meisterwerk, aber egal.

Für Deutsch Schulaufgaben verwenden die Lehrer eine Matrix, einen so genannten Bewertungsbogen, um die, oft sehr subjektiv erscheinende, Benotung transparenter zu machen. Finde ich gut. Dabei gibt es eine Reihe von Bewertungskriterien, die jeweils separat eine Note von 1 bis 6 erhalten.

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Ausgefüllter Bewertungsbogen einer Deutsch Schulaufgabe in der 10. Klasse

Okay, die Bewertungen sind nicht besonders gut. Zu beachten ist, dass nicht jedes Kriterium gleich hoch gewichtet wird. Ob es eine objektive Gewichtung gibt, weiß ich nicht, sie ist jedenfalls nicht angegeben. Das lässt dem Lehrer einiges an Spielraum. In Deutsch muss man sich leider mit noch mehr Subjektivität bei der Benotung abfinden als bei den meisten anderen Fächern. Meine Meinung zu Noten ist vermutlich bekannt, dennoch hier noch mal kurz der Verweis auf Noten lügen – ein Buchtipp.

Aber zurück zum Bewertungsbogen.

Welche Gesamtnote würde sich nun aus den Einzelkriterien ergeben?

Was meint ihr?

Gewichte ich alle Werte gleich, so komme ich auf 4,25 (also eine 4 minus).

Selbst, wenn sämtliche Werte mit 3 und 4 nur ein geringes Gewicht haben sollten, so ergibt das für mich immer noch eine 4 minus oder eine 5 plus.

Als Gesamtnote erhielt mein Sohn eine glatte 5.

Oder anders ausgedrückt: die Kriterien, für die er eine 3 oder 4 erhalten hat, könnte man schlicht und ergreifend aus dem Bewertungsbogen löschen … sie zählen nicht.

Man könnte argumentieren, dass in Deutsch Schulaufgaben nur ganze Noten gegeben werden. Dann hätte sich dies aber seit der 10. Klasse geändert, denn noch in der 9. Klasse gab es sehr wohl auch Drittel-Noten.

Also was nun? Willkür der Lehrerin?

Ich weiß es nicht, aber ich werde die Lehrerin schriftlich um eine Stellungnahme bitten.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Mir geht es keineswegs darum, noch eine Drittel-Note für meinen Sohn herauszuschlagen. Mir geht es ganz einfach darum, dass ich die Bewertung an Hand des Bewertungsbogens nicht nachvollziehen kann. Und dafür ist er doch eigentlich da.


Update 16.12.2016:
Die Deutsch-Lehrerin hat mir heute mündlich über meinen Sohn mitgeteilt, dass die Schulaufgabe tatsächlich mit einer 5 plus bewertet worden sei. Dies könne man aus der folgenden Formulierung am Ende der Arbeit herauslesen:

Aufgrund … kann Ihre Arbeit nicht mehr mit „ausreichend“ benotet werden.

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