Projekte – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Projekte – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 convAMP – mein AMP Konverter http://blog.sevke.net/2016/11/18/convamp-mein-amp-konverter/ http://blog.sevke.net/2016/11/18/convamp-mein-amp-konverter/#respond Fri, 18 Nov 2016 14:09:06 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8224 Hinweis:
Dieser Artikel ist für die meisten von euch etwas schwer verdaulich. Wenn ihr euch nicht ein bisschen mit HTML, CSS und AMP auskennt, ignoriert ihr diesen Artikel am besten.
Auch, wenn es mir leid täte …

 

Direktlink zum AMP-Konverter: convAMP.


Wozu brauche ich einen HTML zu AMP Konverter

Logo des Accelerated Mobile Pages Projekt von GoogleWozu brauche ich überhaupt Accelerated Mobile Pages?
Webseiten (HTML-Seiten) sind mit den Jahren immer fetter geworden. Jede Menge zusätzlicher JavaScript Code wird geladen und ausgeführt, Bilder müssen mindestens eine Auflösung von 2560×1440 Pixel haben, Videos und Social Network Buttons müssen integriert sein, riesige Stylesheet-Dateien (aufgeteilt auf mehrere Brocken) müssen nachgeladen werden … ihr wisst schon, was ich meine. Jedenfalls sind manche Webseiten schweinelangsam.

Auf einem PC mag das ja noch in Ordnung sein, vor allem, wenn man über ein richtiges LAN (so mit Kabel) ins Internet kommt.

Nun ist es aber so, dass immer mehr Leute ausschließlich mit einem Tablet oder einem Smartphone ins Internet gehen. Dadurch kommt es zu zwei Herausforderungen:

  1. Die Geschwindigkeit der Verbindung ist manchmal eher bescheiden.
  2. Die Bildschirmgrößen sind viel kleiner, so dass man kaum etwas darauf lesen kann.

Also sind Web-Designer dazu übergegangen, verschiedene Versionen ihrer Webseiten (viel Aufwand) oder wenigstens verschiedene Darstellungsarten ihrer Webseiten anzubieten. Im Endeffekt ist die Darstellung damit wieder in Ordnung. Aber es bleibt meistens immer noch ein großer Overhead an Protokoll-Daten und eben viel zu viel Datenvolumen.

Meinen Blog habe ich bisher noch nicht für mobile Endgeräte optimiert … steht in der Pipeline. Es gibt allerdings AMP-Seiten: dieser Artikel als AMP.

Unter anderem Google will seinen Kunden zum Beispiel News in einem Karussell anbieten, die per Mausklick „instant“ lesbar sind. Die Seiten müssen also nicht schnell, sondern extrem schnell, quasi in Nullzeit laden.

Dafür wurde von Google das Projekt AMP = Accelerated Mobile Pages ins Leben gerufen. Es ist aber Open Source und nicht auf Google beschränkt.

Schön! Und was geht das mich an?

Gute Frage!

Weil AMP-Seiten generell besonders schnell laden und für mobile Endgeräte geeignet sind, werden sie in den Suchergebnislisten bei einer Suche auf einem Smartphone bevorzugt angezeigt. (Okay, ich bemerke ein Stirnrunzeln auf deiner Stirn. Du hast dich also schon mehr mit AMP und Google beschäftigt. Akzeptiere bitte an dieser Stelle diese vereinfachte Darstellung.)

Mal abgesehen davon, macht es einfach viel mehr Spaß, wenn eine Webseite schnell lädt, oder?

Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel zu AMP geschrieben. Dort gibt es weitere Informationen zu dem Thema: AMP – Accelerated Mobile Pages – schnelles Internet.

Wenn ich entschieden habe, meinen bestehenden HTML-Seiten zusätzlich AMP-Seiten zur Seite zu stellen, so wartet einige Arbeit auf mich, denn das AMP-Format fordert von mir eine Menge Anpassungen. In Content Management Systemen wie WordPress gibt es oft die Möglichkeit, diese Umstellung automatisch durchführen zu lassen (bei WordPress ist das aktuell nur für Beiträge möglich, aber nicht für Seiten).

Oder man verwendet ein Programm, das einen Teil der Handarbeit übernimmt.

Zurück also zur Frage: Wozu brauche ich einen HTML zu AMP Konverter?

Er nimmt mir einfach einen Teil der Arbeit ab, wenn ich meinen Internet-Auftritt um AMP-Seiten ergänzen möchte.

Was macht der AMP Konverter denn nun genau?

Mein convAMP (convert to AMP) ergänzt die ursprüngliche HTML-Seite um benötigte Elemente, entfernt andere, die in AMP nicht erlaubt sind, schreibt einige Tags um und fasst Stylesheets zusammen. Am Ende purzeln zwei Dateien heraus: eine amp.html mit der AMP-Seite und eine amp.css mit allen Styles.

Die ganze Konvertiererei dauert normalerweis nur 1 Sekunde. Das hängt aber davon ab, wie viele externe Ressourcen (Bilder, Stylesheets) für die Analyse aus dem Internet nachgeladen werden müssen. Zugriffe aufs Internet kosten (relativ) viel Zeit.

Im Detail:

Die HTML-Seite einlesen

Als erstes muss die Ursprungsseite ge“cURL“t werden. (@Wolfgang: Refresh-Anweisungen in Meta-Tags werden derzeit noch nicht verfolgt.) Die Seite wird kurz daraufhin überprüft, ob es sich überhaupt um eine HTML-Seite handelt.

Aus dem HTML-Sourcecode wird im Arbeitsspeicher ein DOM-Baum aufgebaut. Das erlaubt mir später leichteren Zugriff auf die HTML-Tags und erspart mir eine Menge regulärer Ausdrücke.

Base-Tag identifizieren

Für den späteren Zugriff auf Bilder und Stylesheets wird nachgeschaut, ob es im Code eine <base>-Angabe gibt. Diese wird benötigt um valide URLs aufzubauen. Später wird der <base>-Tag komplett entfernt, weil er im AMP-Format nicht zulässig ist. Deswegen müssen alle URLs absolute Pfadangaben erhalten.

Korrekte Charset-Angabe einbauen

Für AMP ist ausschließlich <meta charset="utf-8"> zugelassen. Deswegen entfernt der Konverter alle anders lautenden Charset-Angaben und fügt schließlich die korrekte Angabe in den Head-Bereich der Seite ein.

Seite mit AMP-Kennzeichnung versehen

Bei einer AMP-Seite muss das <html>-Tag um das Attribut „amp“ erweitert werden. Alle anderen Attribute bleiben erhalten. Sollte an dieser Stelle vergessen worden sein, eine Sprache für die Seite festzulegen, wird vom Konverter einfach ein lang="de"> hinzugefügt.

<html lang="de" amp>

AMP JavaScript-Bibliothek einbinden

Als nächstes wird im Head-Bereich die AMP-Bibliothek eingebunden. Sie ist für die gesamte Steuerung der AMP-Seite zuständig und sorgt für die hohe Geschwindigkeit. JavaScript ist grundsätzlich auf einer AMP-Seite nicht erlaubt. Es sei denn, der Code wird asynchron geladen oder er steht in einem iFrame. Die AMP-Bibliothek muss aber selbstverständlich in jedem Fall geladen werden. Sie steht auf vielen Servern über ein CDN zur Verfügung.

<script async src="https://cdn.ampproject.org/v0.js"></script>

Korrekte Viewort-Angabe einbauen

AMP-Seiten sind „von Natur aus“ responsiv. Dafür benötigen sie aber eine korrekte Viewport-Angabe. Da hier kein Spielraum für abweichende Attribute besteht, entfernt der Konverter einfach alle vorhandenen Angaben und fügt dann die einzig zugelassene Version in den Head-Bereich der Seite ein.

<meta name="viewport" content="width=device-width,minimum-scale=1,initial-scale=1">

Kanonischen Link einbauen

Normalerweise treten HTML- und AMP-Seite immer als Paar auf (dies ist aber kein Muss!). Damit sie gegenseitig voneinander wissen, werden sie über kanonische Links miteinander verbunden. In der HTML-Seite wird einer Suchmaschine auf diese Weise gesagt: „Hey, von mir gibt es auch noch eine AMP-Version. Schau doch mal, ob dir diese gerade besser zusagt.“ Und in der AMP-Seite geht es eben genau in die andere Richtung. Genau dieser Link wird nun in den Head-Bereich eingefügt. Alle anderen kanonischen Links werden entfernt, so dass in der AMP-Seite einzig und alleine die Verknüpfung zur ursprünglichen HTML-Seite bestehen bleibt.

Der Konverter überprüft auch, ob er den kanonischen Link in die ursprüngliche HTML-Datei eintragen kann. Dies wird aber regelmäßig nicht funktionieren, da der Konverter nicht die dafür benötigten Schreibrechte besitzt. Dieser Link muss also nach der Erzeugung der AMP-Seite manuell in die HTML-Seite eingetragen werden.

Alle Stylesheets verarbeiten

Dieser Programm-Teil liefert noch nicht das, was ich mir wünsche. Leider ist das Thema nicht ganz trivial.

Was momentan geschieht, ist folgendes:
Zunächst werden alle externen Stylesheets aus dem Internet gelesen und aneinander gehängt. Bei jedem Stylesheet wird überprüft, ob es zusätzliche @import-Angaben gibt, die dann gegebenenfalls rekursiv eingelesen werden. Um Endlosschleifen zu vermeiden, ist die Rekursionstiefe momentan auf 1 Ebene beschränkt.

Sollten die Stylesheets nicht für die Medientypen „screen“ oder „all“ vorgesehen sein bzw. über keine Angabe zum Medientyp verfügen, so werden sie nicht weiter beachtet.

Das Problem bei der Verarbeitung der Stylesheets ist, dass sämtliche Styles in die AMP-Datei geschrieben werden müssen, dabei aber nicht größer als 50 KB sein dürfen. Entsprechend werden fast immer keinerlei Styles in die AMP-Seite eingebunden, sondern ausschließlich als amp.css gespeichert. Die fertige AMP-Seite sieht dementsprechend auch sehr unformatiert aus. Kein Wunder … ohne Styles.

Ich habe bereits verschiedene Routinen in den Konverter eingebaut, um die Stylesheet-Datei einzudampfen. So werden Kommentare und Zeilenumbrüche sowie überflüssige Leerzeichen entfernt. Außerdem wird analysiert, welche Klassen, die in den Stylesheets stehen, überhaupt im HTML verwendet werden. Alle nicht verwendeten Klassen werden dann gnadenlos hinausgeworfen. Im Augenblick sind diese Funktionen aber allesamt deaktiviert.

Ein grundsätzliches Problem löse ich damit nicht: die AMP-Seite wird niemals so aussehen wie die HTML-Seite (und soll es auch gar nicht), kann also gar nicht die gleichen IDs und Klassen verwenden. Hier ein brauchbares Design zu finden, ist schwierig, setzt es doch eine genaue semantische Analyse des Aufbaus der Seite voraus (Was ist der Header? Wo steht der Footer? Soll dieser DIV eventuell eine Sidebar sein? Usw.) Dafür habe ich momentan noch keine Lösung.

Im Augenblick werden auch die existierenden Inline-Stylesheets und Inline-Styles noch nicht weiter beachtet. Vermutlich werde ich in Zukunft die Inline-Styles aus dem Code herauslösen und durch Klassen ersetzen, die dann zusätzlich in dem End-Stylesheet erzeugt werden müssen.

Entfernen aller externen Stylesheets

Sobald alle verfügbaren Informationen zu den Styles verarbeitet worden sind, können die externen Stylesheets entfernt werden. Danach wird geschaut, ob der große Batzen an Styles vielleicht doch kleiner als 50 KB ist. Wenn ja, dann wird er als Inline-Stylesheet eingebunden. Aber wie gesagt … normalerweise wird das nicht geschehen.

Verbotene HTML-Tags entfernen

AMP verbietet eine ganze Reihe von HTML-Tags wie zum Beispiel <applet>, <base> und <form> (Genau! Formulare sind böse!). An dieser Stelle werden also die entsprechenden Tags ersatzlos aus dem Code entfernt. Die Liste der verbotenen Tags kann sich zukünftig ändern. Das AMP-Projekt ist ein sehr junges und daher dynamisches Projekt.

Verbotene Attribute entfernen

Sollte ein HTML-Tag erlaubt sein, so heißt das noch lange nicht, dass auch alle Attribute des Tags erlaubt sind. Beispielsweise ist das Attribut „border“ bei Bildern nicht erlaubt. Genauso wenig dürfen Event-Handler wie „onclick“ in Links verwendet werden. Mir bekannte verbotene Attribute werden deswegen entfernt.

Zu den verbotenen Attributen gehören übrigens auch Inline-Styles.

Wie die Liste der verbotenen Tags kann sich auch die Liste der verbotenen Attribute täglich ändern.

Alle Bilder verarbeiten

Bilder können die Ladezeit einer Webseite erheblich beeinflussen. Aus diesem Grunde werden sie der Steuerung durch die AMP-JavaScript-Bibliothek unterworfen. Als erstes wird das <img>-Tag durch ein <amp-img>-Tag ersetzt. Dieses setzt zwingend Angaben zur Größe des Bildes, also width und height voraus. Wenn diese beiden Angaben fehlen, wird der Konverter versuchen, die tatsächliche Größe der Bilder zu ermitteln und dementsprechend in das Tag einzufügen. Dies geschieht ebenfalls, wenn nur eine der beiden Angaben fehlt.

Des Weiteren wird das Layout der Bilder auf „fixed“ festgenagelt. Eigentlich wäre hier „responsive“ die bessere Wahl. Dann richtet sich die Skalierung des Bildes aber nach dem Eltern-Element. Wenn dies nicht gescheit skaliert ist, kann es passieren, dass ein Logo von 150x150px plötzlich die gesamte Bildschirmbreite ausfüllt. Also bis auf weiteres: „fixed“.

Google Analytics Code übernehmen

Viele Websites verwenden Google Analytics, um die Besucherzugriffe zu analysieren. Der Code wird in Form eines kleinen JavaScripts eingebunden. Das ist aber in AMP verboten. Deswegen gibt es eine eigene AMP-Komponente, die dies ermöglicht. Auch andere Tracker werden durchaus von AMP unterstützt. Momentan habe ich aber nur Unterstützung für Google Analytics in den Konverter eingebaut, und dies auch nur rudimentär. Es wird auch nur Google Universal Analytics berücksichtigt. Wer (sinnvollerweise) den Tag-Manager verwendet, bleibt momentan damit noch außen vor und muss das manuell eintragen. Da werde ich sicherlich in der Zukunft noch nachlegen.

Die eigentlichen Daten (wie die UA-ID) werden auf AMP-Seiten als JSON-Objekt übergeben. Die Aufbereitung dafür übernimmt ebenfalls der Konverter.

Entfernen aller JavaScripts

Mit JavaSript kann man auf einer Seite allerlei Schabernack anstellen. Also muss das alles raus. JSON-Objekte in einem Script-Container sind davon ausgenommen, da sie keinen Programmcode, sondern nur Daten enthalten. Auch asynchron geladene Scripts dürfen bleiben.Und wer sein JavaScript in einen iFrame steckt, hat auch erst einmal Glück gehabt.

Entfernen von Kommentaren

Um die Datei weiter zu verschlanken, werden alle Kommentarzeilen entfernt. Dazu zählen auch Browserweichen. Die Lesbarkeit des Quelltextes erhöht sich dadurch zwar nicht unbedingt, aber die Datei wird um einige Bytes leichter und lädt entsprechend marginal schneller. Das Entfernen der Kommentare wird in Zukunft optional abschaltbar sein.

Entfernen von Leerzeilen

Sollten durch das ganze Herumgelösche inzwischen Leerzeilen entstanden sein oder Zeilen, die nur Tabulator-Zeichen enthalten, so werden die nun auch noch entfernt. Auch diese Funktion möchte ich in Zukunft optional abschaltbar machen.

AMP Boilerplate einbauen

Die so genannte AMP Boilerplate ist ein kleines Stylesheet, das vor allem die Darstellung der Webseite so lange verzögert, bis sie vollständig gerendert ist. Dann wird sie (mehr oder weniger) sanft eingeblendet.

<style amp-boilerplate>body{-webkit-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;-moz-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;-ms-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both}@-webkit-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-moz-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-ms-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-o-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}</style><noscript><style amp-boilerplate>body{-webkit-animation:none;-moz-animation:none;-ms-animation:none;animation:none}</style></noscript>

Dieser Code-Block darf nicht verändert werden. Das liegt daran, dass Google auf diesen Block mit regulären Ausdrücken zugreift, die sonst eventuell nicht mehr matchen.

Der Block wird erst so spät vom Konverter eingefügt, weil vorher Styles entfernt werden (siehe weiter oben). Die Boilerplate hätte dann auch zu den Opfern gezählt.

Generierung der AMP-Datei

Anschließend wird die AMP-Datei aus dem nun geänderten DOM-Baum generiert. Aber bevor diese Datei endlich als amp.html gespeichert werden kann, müssen noch ein paar Korrekturen durchgeführt werden, die mit dem DOM-Baum nicht möglich sind. Dazu werden noch ein paar Attribute geändert und ein paar HTML-Tags angepasst. Schließlich kann die Datei gespeichert werden.

Protokoll-Datei per E-Mail verschicken

Der AMP-Konverter schreibt ein recht umfangreiches Protokoll über die Maßnahmen, die bei der Konvertierung der HTML-Seite umgesetzt worden sind. Unter anderem steht im Protokoll, welche Elemente gelöscht wurden, welche hinzugekommen sind und an welchen Stellen Anpassungen notwendig waren. Mit Hilfe des Protokolls hoffe ich, Fehler im Programm finden zu können. Dieses Protokoll wird mir ganz am Ende per E-Mail zugeschickt.


AMP-Seiten lassen sich mit dem offiziellen Google AMP Validator überprüfen.

Mein persönliches Ziel ist es natürlich, dass mein AMP-Konverter irgendwann nur noch Seiten erzeugt, die mit null Fehlern validieren.

Hier noch einmal der Direktlink zum AMP-Konverter: convAMP.

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Lissabon-Reise mit Sunwave – die Hauptstadt von Portugal http://blog.sevke.net/2016/05/24/lissabon-reise-mit-sunwave-die-hauptstadt-von-portugal/ http://blog.sevke.net/2016/05/24/lissabon-reise-mit-sunwave-die-hauptstadt-von-portugal/#respond Tue, 24 May 2016 19:34:51 +0000 http://blog.sevke.net/?p=7605 Hinweis:
Die Vorbereitungen zum Ausflugstag nach Lissabon findet ihr in meinem Artikel Lissabon, Hauptstadt von Portugal – Vorbereitung.


Heute stand unser Lissabon-Sightseeing auf dem Plan. Und genau heute hat mein iPad-Wecker nicht funktioniert, weil ich zu blöd war, den Wecker auf Wiederholung zu stellen. So war er zwar auf 8:00 Uhr eingestellt, aber nur für gestern. Das iPad hat mich also nicht geweckt.

Okay, 9:30 Uhr aufstehen, Treffen zum Abmarsch in der Lobby um 9:45 Uhr … Kein Ding! Duschen, Haare waschen war noch drin, aber das Frühstück fiel aus. Gemerkt hat das keiner und warten musste auch niemand auf mich.

Wir wollten heute alle mit der S-Bahn nach Lissabon fahren. Das war auch aus zwei Gründen eine gute Idee:

  1. Es gab eine sehr gute Zugverbindung von Carcavelos nach Lissabon
  2. Wie in allen Großstädten ist das Parken in Lissabon eine Herausforderung

Wir sind also zu Fuß zur S-Bahn Station gegangen. Der Himmel war bewölkt, aber immerhin regnete es nicht.

Die Ein- und Ausgänge der S-Bahn sind mit Vereinzelungsanlagen gesichert. Unsere Reiseleiterin musste die Sperre für jedes Gruppenmitglied einzeln mit dem Gruppenticket freigeben. Eine ziemlich umständliche Angelegenheit.

Foto des Eingangs zum Bahnhof Cais do SodréMit der Bahn ging es dann bis zur Endstation in Lissabon Cais do Sodré, die etwas am Rand der Stadt lag, allerdings Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn bot.


Foto mit Blick auf die Praça do Comércio in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Von hier aus ging es am Tejo entlang zur Praça do Comércio. Das ist der imposante Platz, der jeden Besucher vom Tejo aus mit seinen Gebäuden quasi umarmt und willkommen heißt. Vor dem großen Erdbeben von 1755, das die Stadt fast vollständig zerstörte, stand hier der Königspalast. Dieser Platz ist wirklich noch ein Platz und nicht nur ein „Plätzchen“, wie man sie heutzutage in vielen Städten findet. Obwohl es mich gerade in den Fingern juckt, ganz viel über Lissabon und dessen Geschichte zu schreiben, soll es in diesem Artikel um meine Lissabon-Reise gehen. Also … ich bremse mich und bleibe bei unseren persönlichen Erlebnissen.

Wer zum ersten Mal nach Lissabon kommt, sollte seine Stadterkundung genau hier beginnen!

Bevor wir die Stadt für uns eroberten, rief uns Helena alle am Rande des Platzes (beim Tejo) zusammen und gab uns einen Crash-Kurs über Lissabon. Es war durch den Stadtlärm etwas laut, aber Helena gab – wie üblich – ihr Bestes, um uns diese Stadt näher zu bringen.

Auf dem Foto seht ihr einen riesigen Triumphbogen, den Arco da Rua Augusta. Durch den gelangt man in die Rua Augusta, die schnurgerade zu den zwei weiteren wichtigen Plätzen, den Rossio und die Praça da Figueira führt. Die Rua Augusta ist die zentrale Einkaufsstraße von Lissabon und natürlich für den Autoverkehr gesperrt.

Aber wir hatten zunächst noch ein anderes Ziel …

Lissabon – die sexieste Toilette der Welt

Foto von einem großen gelben Waschbecken in der so genannten sexiest Toilette in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Gleich rechts in den Arkaden (östliche Seite) findet man sie!

Ich spürte kein besonderes Bedürfnis und wollte lieber draußen eine Bica trinken. Die anderen sind alle hineingegangen. Bevor ich meine Bica auch nur bestellt hatte, waren schon wieder alle draußen. War wohl nicht so aufregend. Auf dem Foto seht ihr ein großes gelbes Waschbecken, das gemeinsam von allen Gästen benutzt wurde. Mit den richtigen Leuten ergibt das bestimmt eine tolle Plantsch-Party!

An einer Wand waren viele unterschiedlich eingefärbte Toilettenpapierrollen der Firma Renova aufgehängt. Das sah hübsch aus, war aber nicht unbedingt sexy.

Eine Wand mit vieklen unterschiedlich gefärbten Klorollen

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Mehr gab es eigentlich nicht zu sehen. Wer gerade aufs Klo muss, kann da gerne reingehen. Aber erwartet nicht zuviel von dem Werbespruch The sexiest WC on earth.

Schnaps und Häppchen mitten auf der Straße

Eine Schachtel mit Pastéis de Bacalhau

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Wenn man so durch die Fußgängerzone von Lissabon schlenderte, ereilte einen auch schnell der kleine Hunger. „Servus, kleiner Hunger! Was willst du? Nee, nee, ich will jetzt kein Milchprodukt!“ Wie wäre es mit einer Tüte Pommes? Jetzt aber! Wir waren in Lissabon unterwegs, da musste schon etwas typisch Portugiesisches beschafft werden. Helena lief dann auch gleich los und kaufte eine Schachtel mit Fingerfood für den kleinen Hunger für alle: Pastéis de Bacalhau. Das sind kleine Bällchen aus einer Mischung aus Kartoffeln und Kabeljau, also quasi Fischbällchen. Mag nicht jeder, aber sind eigentlich ganz lecker, etwas trocken vielleicht, auf jeden Fall nicht süß.

Foto vom Eingang eines Ginjinha Geschäfts in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Nach der ganzen Völlerei brauchten wir jetzt dringend etwas zu trinken. Ein kleiner Ginjinha war jetzt gerade recht. Wird im Plastikbecher serviert, mit Kirsche oder ohne. Und wird sofort getrunken. Danach sieht Lissabon auch bei nicht so perfektem Wetter gleich viel fröhlicher aus. Dieser Likör wird aus Sauerkirschen hergestellt und schmeckt recht süß. Geschmacklich hat er ein bisschen Ähnlichkeit mit Portwein. Mir wurde leider untersagt, Fotos von den besoffenen Gruppenmitgliedern zu veröffentlichen. Man sagt dem Likör allerlei Heilkräfte gegen jede denkbare Krankheit nach. Vorsichtshalber gleich noch einen trinken!

Das Kulturzentrum Casa do Alentejo

Foto der Außenanicht der Casa do Alentejo in LissabonNoch hinter dem großen Platz „Rossio“ (also nördlich davon) befand sich das Kulturzentrum Casa do Alentejo. Von außen sah man gar nicht viel … ein bisschen Hausfassade. Aber drinnen entdeckte man einen Palast, eine Oase mitten in Lissabon.

Ging man die Treppe hinauf, wurde es schlagartig ruhig und sehr schummerig. Eine gewisse Andacht lag über allen Räumen. Das war etwas verwunderlich, war das Gebäude doch durchaus für lautstarke Veranstaltungen gut. Dafür gab es extra einen großen Festsaal mit Bühne. Außerdem beherbergte die Casa ein Restaurant in gediegenem Ambiente.

Foto des Innenhofs der Casa do Alentejo in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Anders als die Räume selbst war der überdachte Innenhof hell. Der kleine Platz war im maurischen Stil gestaltet, mit Bögengängen und Säulen. Der Boden war natürlich gefliest und in der Mitte stand ein kleiner Springbrunnen. Außerdem waren mehrere Palmen aufgestellt worden. Irgendwie fühlte man sich beim Betreten dieses Atriums fast schon wie in einer Kirche. Vom oberen Stockwerk aus konnte man durch kleine Balkone ins Atrium hinuntersehen.

Foto des Festsaals der Casa do Alentejo in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Salão Restaurante ou Luís XVI, so hieß der große Festsaal der Casa do Alentejo. Und so sah er auch aus … nämlich ziemlich barock mit seinen riesigen Kronleuchtern und den Verzierungen an Decken und Wänden. Bestimmt eine nette Location für die nächste Geburtstagsfeier. 😉


Wir blieben nicht zum Essen in der Casa do Alentejo. Dafür hatte Helena einen anderen Palast ausgesucht. Obwohl die Casa do Alentejo wahrscheinlich jeden Besucher beeindruckte, handelte es sich doch nicht unbedingt um einen Insider-Tipp. Das Zentrum ist sehr bekannt. Das Essen wird im Internet unterschiedlich bewertet. Dem Charme der Casa konnte man sich aber nur sehr schwer entziehen.

Café Brasileira und Palácio Chiado

Über den zentralen Rossio ging es anschließend hoch in den Chiado. Das kann man wohl mit einem Stadtviertel wie Schwabing in München vergleichen, ein altes Künstlerviertel mit vielen Boutiquen, Bars und Cafés.

Detailfoto vom Eingangsportal des Café A Brasiliera in Lissabon
Wir warfen einen Blick auf das berühmte Café A Brasileira, wo die Bica erfunden worden sein soll, damals noch als kostenloses Werbegeschenk zum Kauf von Kaffee.

Fernando Pessoas als Bronzestatue vor dem A Brasiliera in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Vom Kaffee-Shop entwickelte sich das A Brasiliera weiter zu einem Café, das viele Intellektuelle und Künstler anzog. Einer von Ihnen, der Schriftsteller Fernando Pessoas, hängt da jetzt immer noch rum und lässt sich von den vielen Touristen angrabschen. Das Café steht inzwischen unter Denkmalschutz. Meistens ist hier ziemlich viel los.Ihr müsst selber wissen, ob ihr ausgerechnet hier eure Bica trinken möchtet.

Innen im Café fühlt man sich fast wie auf Kuba.

Wir blieben nicht lange, sondern bogen gleich links ab, um unser Mittagessen ganz standesgemäß in einem alten Stadtpalast einzunehmen, nämlich im Palácio Chiado.
Früher war der Palast unter dem Namen Palácio de Quintela bekannt.
Das Banner des Palácio Chiado in LissabonGleich am Eingang erhielt jeder seine eigene Abrechnungskarte, so eine Art Haus-Kreditkarte, auf die alle Ausgaben gebucht wurden. Der Palast nahm einen mit seiner Architektur und seinen Dekorationen sofort gefangen. Was für eine Pracht! Genau wie bei der Casa do Alentejo sah man der Außenfassade überhaupt nicht an, was sich dahinter verbarg. Die Wände und Decken waren voller Fresken, es gab große Fenster mit Buntglas und von einer Decke schwebte ein großer goldener Greif (geflügelter Löwe) herunter.

Die Einrichtung selber war sehr modern und auf sehr klare Formen reduziert. Das Moderne passte gut zu der sehr herrschaftlichen Atmosphäre.

Womit wir allerdings alle etwas überfordert waren, war das Gastronomie-Konzept. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, gab es mehrere Theken, an denen man jeweils sein Essen bestellte (vorzugsweise auf Portugiesisch, ersatzweise auch auf Englisch). Eine richtige Speisekarte habe ich nicht in Erinnerung. Helena versuchte, allen aus der Gruppe beizustehen. Grundsätzlich wollten wir heute nur Kleinigkeiten zu uns nehmen.

Foto vom Restaurant-Bereich Delisbon im Palácio Chiado

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

So blieb ich dann an der Theke Patéo no Palácio hängen, wo es verschiedene Vorspeisen gab. Viele aus der Gruppe probierten grüne Suppen, aber wie eine Caldo Verde sah das nicht aus. Ich entschied mich für Camarão frito com malagueta e alecrim (Frittierte Garnelen mit Chili und Rosmarin). Die waren extrem lecker.

Nach der Bestellung und Buchung auf die Haus-Kreditkarte bekam jeder Gast ein Elektronik-Teil in die Hand gedrückt. Das würde sich akustisch und optisch melden, sobald das bestellte Gericht bereit zur Abholung wäre. Inzwischen wusste ich, dass für uns der separate, für spezielle Reservierungen vorgesehene Raum Sala Quintela im oberen Stockwerk bereitgestellt wurde.

Foto vom Treppenaufgang im Palácio Chiado
Ich ging also über die breite Treppe nach oben, als – wie zu erwarten war – mein Elektronik-Dingsda Lärm machte und mich unmissverständlich aufforderte, meinen Popo wieder nach unten zu bewegen, um mein Essen abzuholen. Also die Treppen wieder runter. 😉 Weil ich mir dabei wohl zuviel Zeit gelassen habe, kam mir einer der Köche schon halb entgegen.

Oben saßen wir alle zusammen an einem großen ovalen Tisch, bestellten noch etwas zu trinken und aßen unsere Mahlzeiten. Ich bin mir nicht so sicher, ob jeder mit dem Bestellten zufrieden war. Aber natürlich waren alle höflich und niemand beschwerte sich.

Nach dem Essen wurde kurz vor dem Ausgang alles abgerechnet und die Karte zurückgegeben. Alles in allem ein ziemlich hipper Laden. Solltet ihr euch mal anschauen!

Die Straßenbahn Linie 28

Foto von der Straßenbahn Linie 28 in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet und vergoldet

Ich habe mir diese klapprige Art, durch Lissabon zu fahren, bisher noch nie angetan. Aber heute war ich fällig!

Übrigens: es gibt natürlich auch moderne Straßen- und sogar U-Bahnen in Lissabon. Es ZWINGT euch niemand, mit der 28 zu fahren! Aber irgendwie tut das dann doch jeder! 🙂

Jedenfalls sind die Wagen aus den 30er Jahren (ja, im Original!) und innen ist alles aus Holz. Es handelt sich um eine ganz reguläre Straßenbahn-Linie, aber natürlich fahren besonders gerne Touristen damit. Entsprechend ist sie üblicherweise überfüllt. Sie rumpelt und scheppert durch enge und engste Gassen, macht viel Lärm und schüttelt einen ordentlich durch. Aber sie funktioniert … immer noch. Ein Wunder! Und sie bewältigt enge Gassen und scharfe Kurven, die eine neue Straßenbahn nicht schaffen würde.

Ein kleines Abenteuer ist es jedoch in jedem Fall. Zur Normalität gehören auch Fahrtunterbrechungen durch parkende Autos und andere Behinderungen.

Ich glaube, wir haben 2,85 Euro für die Fahrt rauf in die Alfama bezahlt. Ausgestiegen sind wir dann bei der Kirche São Vicente de Fora (aber nur, wenn ich mich richtig erinnere 😉 ). Von da ging es dann zu Fuß durch die Alfama.

Kurzer Fußmarsch durch die Alfama

Foto von einem Hauseingang in der Alfama, Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

So allmählich ging uns die Zeit aus, denn wir wollten ja auch noch nach Belém raus fahren.

Die Alfama befindet sich rechts (also östlich) vom Stadtzentrum auf einem Hügel und reicht runter bis zum (Fluß) Tejo. Was ist so interessant an der Alfama? Naja, hier liegt der eigentliche Stadtkern von Lissabon. Von hier aus hat sich die Stadt nach Westen ausgebreitet. Und mit der Ausbreitung sind viele der wohlhabeneren Einwohner ebenfalls aus der Alfama verschwunden, so dass hier heutzutage eher nicht so reiche Leute wohnten.

Außerdem gibt es in der Alfama jede Menge Sehenswürdigkeiten, über die ich hier in meinem Artikel aber nicht schreiben werde (das wird einfach zu viel).

Dieser Stadtteil ist weiter bekannt für seine vielen kleinen Lokale, Bars und Restaurants. Wer den Fado (spezieller portugiesischer Gesang mit Gitarrenbegleitung) mal im Orginal hören möchte, der ist hier richtig. Dann aber bitte nicht vor 22:00 Uhr.

Da dieser Stadtteil schon sehr alt ist, sind die Straßen nicht für moderne SUVs (so nennt man in München die typischen Stadtfahrzeuge) oder ähnliches ausgelegt. Vielmehr gibt es hier vor allem kleine verwinkelte Gassen und steile Treppen. Man kann natürlich auch einige Straßen mit dem Auto befahren, aber falls ihr hier im Urlaub sein solltet, dann geht lieber zu Fuß!

Blick über die Alfama

Foto von mir, 2002



Wenn ihr bei 34 Grad (im Sommer) zu Fuß durch die Alfama kraxelt, werdet ihr euch über die vielen Aussichtspunkte freuen, wo ihr Pause machen könnt. Von dort hat man tolle Ausblicke über die Stadt.

Reisegruppe spaziert durch die Alfama in Lissabon

Foto von Angela, roter Pfeil von mir

Wir hatten allerdings ganz andere Temperaturen, so dass zumindest die Hitze nicht als Ausrede für meine Kurzatmigkeit herhalten konnte. An sich war es heute das perfekte Wetter, um durch die Alfama spazieren zu gehen. Während wir diese spezielle Atmosphäre in uns hinein sogen, gab uns Helena zwischendurch immer mal wieder ein paar Infos zur Alfama und zu einzelnen Gebäuden.

Irgendwann waren wir dann wieder im Stadtzentrum. Dort nahmen wir die Straßenbahnlinie 15 nach Belém. An der Haltestelle war ein ganz schönes Gedränge. Eine Bahn ließen wir ohne uns weiterfahren, sie war zu voll. Während wir so vor uns hinwarteten, war Helena damit beschäftigt, sowohl Portugiesen als auch Touristen zu helfen. Was aber genau gefragt wurde, habe ich nicht mitbekommen. Jedenfalls war Helena die ganze Zeit schwer beschäftigt.

Auch unsere 15er war so eine alte Straßenbahn. Mit der ratterten wir also Richtung Westen.

Pastéis de Nata in Belém

Eigentlich bekommt man diese kleinen Blätterteigtörtchen, die mit einer Creme aus Eigelb, Zucker und Sahne gefüllt sind, in jedem Café und in jeder Konditorei hier in der Gegend von Lissabon. Und auch in Deutschland hat man sie schon gesehen.

Foto des Banners Pastéis de Belém

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet


Und was ist nun der Unterschied zwischen Pastéis de Nata und Pastéis de Belém?

Na, ganz einfach. Das Rezept stammt ursprünglich von den Mönchen aus dem benachbarten Hieronymiten-Kloster. Als das Kloster vor rund 200 Jahren geschlossen wurde, verkauften die Mönche das Rezept an eine Zuckerfabrik. Und die machten daraus die bekannte Marke Pastéis de Belém. Das geschickte Marketing spricht von einem Geheimrezept und so hält sich die Meinung, dass die Törtchen aus dieser Konditorei die echtesten und schmackhaftesten seien.

Warteschlange for der Casa Pastéis de Belém

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Entsprechend darf man sich dann auch auf eine lange Warteschlange einstellen.

Wir haben uns glücklicherweise eine Einheimische mitgenommen. Helena sorgte dann kraft ihres Amtes als Reiseleiterin dafür, dass wir uns nicht anstellen mussten. Sie ging einfach schnurstracks ins Café und ließ sich ausreichend Törtchen in einer Schachtel aushändigen, mit der wir in ein benachbartes Café gingen.

Ein einzelnes Pastel de Belém plus Zimt und Zucker

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

So sah das dann vor mir auf dem Tisch aus.

Zugegeben, macht nicht so viel her auf dem Foto. Zum Törtchen wird je ein kleines Tütchen Zucker und Zimt gereicht. Das Gebäck sieht zwar etwas verbrannt aus, aber das gehört so. Man nennt das karamelisieren.

Hier noch mal ein Foto, auf dem ihr das berühmte Pastel de Nata besser erkennen könnt.
Foto vonn einem einzelnen Pastel de Nata
Lustig, beim Bearbeiten des Fotos steigt mir gerade der Geruch von der kleinen Leckerei in die Nase.

Apropos lecker. Wie schmeckt das denn nun? Eigentlich ganz gut. Ob ich es jetzt unbedingt „göttlich“ nennen würde wie andere, naja. Auf jeden Fall schmeckt es weniger süß als ich es erwartet hätte. Solltet ihr mal probieren. Ihr müsst dazu aber nicht unbedingt in die Casa Pastéis de Belém gehen.

Kurzer Abstecher zum Mosteiro dos Jerónimos

Totalansicht der Kloster-Fassade

Bildquelle: Wikipedia


Gleich nebenan erwartete uns schon das Hieronymiten-Kloster. Dieses Weltkulturerbe beeindruckt schon allein durch seine Größe.

Ein Sarkophag in der Basilika des Heronymitenklosters in Belém

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

In der Kirche liegen eine ganze Reihe von portugiesischen Königen und anderen wichtigen Persönlichkeiten begraben. Das Mosteiro dos Jerónimos gilt als das bedeutendste erhaltende Bauwerk manuelinischen Stils. Dabei handelte es sich im Kern um den gotischen Stil, der um zahlreiche maritime Elemente wie Seile, Anker usw. angereichert wurde.

Wir waren nur kurz und auf eigene Faust in der Basilika. Natürlich gab es auch Führungen, auf denen man jede Menge Informationen erhielt. Aber wie gesagt, das gehörte nicht zum Programm, wäre aber in diesem Fall sicher sinnvoll gewesen.

Nachdem wir uns vor dem Kloster wieder als Gruppe zusammengefunden hatten (bis auf eine Teilnehmerin, die wir erst später wieder einsammelten 😉 – Smartphone sei Dank! ), überquerten wir die Hauptstraße und gingen durch die große Parkanlage gegenüber des Klosters zum Seefahrer-Denkmal.

Das Padrão dos Descobrimentos in Belém

Sehr eindrucksvoll ist das Padrão dos Descobrimentos, also das Denkmal der Entdeckungen, das auch als Seefahrer-Denkmal bekannt ist.

Linke Seite des Entdecker-Denkmals in Belém

Foto von mir, 2016

Bei diesem Denkmal handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um etwas Altes. Vielmehr wurde es 1960 aus Beton gebaut. Auf dem Foto könnt ihr nur einen kleinen Ausschnitt sehen. Das Denkmal hat eine Höhe von 52 Metern, es ist also schon ziemlich beeindruckend. Insgesamt tummeln sich auf dem Denkmal 33 wichtige Persönlichkeiten (nicht ausschließlich Seefahrer) der glorreichen portugiesischen Zeit der Entdeckungen.

Tritt man ein paar Schritte zurück, kann man das Monument komplett überblicken.

Padrão dos Descobrimentos - die linke Seite komplett

Foto von Angela, von mir nacbearbeitet

Leider war das Wetter nicht so toll, so dass auch die Fotos alle ein bisschen grau aussehen.

Hier am Fluss war es übrigens ziemlich windig.

Wer mag, kann gegen Bezahlung mit einem Lift innen nach oben zu einer Aussichtsplattform hochfahren. Soll gut sein. Ich habe es nicht ausprobiert.

Der Torre de Belém

Etwas weiter westlich konnte man ihn schon sehen, den Wachturm Torre de Belém. Früher stand er mitten im Tejo, heute konnte man bequem zu Fuß hingehen.

Torre de Belem in der Ferne, davor unsere Gruppe

Foto von mir, 2016

Dachten wir …

… aber wenn man dem Tejo folgt, so kommt man plötzlich nicht mehr weiter, weil sich vor einem so eine Art Hafeneinfahrt auftat. Also umdrehen und wieder zurück und dann im großen Bogen erst mal hoch zur Hauptstraße, um diesen Minihafen rum und dann wieder runter zum Tejo.

Und da war er schließlich!

Modell des Torre de Belém

Foto von mir

Niedlich, nicht wahr? 🙂

Ich habe noch ein Foto:

Der kleine Torre de Belém noch mal als Modell

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Und vor diesem Giganten hatten früher die Schiffe, die vom Atlantik nach Lissabon wollten, Angst? Kaum vorstellbar!

Ich mach nur Spaß!

Der Wachturm, übrigens wieder mal ein Weltkulturerbe, war 35 Meter hoch, also schon etwas höher als auf dem Foto zu sehen ist. Es handelt sich nur um ein Modell.

Ursprünglich als Wachturm gedacht, hat er zwischendurch auch mal als Gefängnis und als Waffenlager gedient.

Der Torre de Belém in Lebensgröße

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Jetzt macht er schon mehr her, oder?

Früher gab es auf der anderen Tejo-Seite noch einen zweiten Wachturm, der aber dem Erdbeben von 1755 zum Opfer fiel. Mit diesen beiden Türmen war die Flußmündung des Tejo bestens geschützt.

Detailaufnahme eines Türmchens am Torre de Belém

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Sah man genau hin, konnte man wieder manuelinische Stilelemente erkennen, wie hier zum Beispiel die angedeuteten horizontalen Seile.

Unser Tag in Lissabon neigte sich nun langsam dem Ende zu. Allmählich machte sich auch der Hunger bemerkbar.

Abendessen im Restaurant Bem Belém

Unser Restaurant befand sich in der Nähe der Casa Pastéis de Belém, also dort, wo wir die Pudding-Törtchen gekauft haben.

Tierkreis Mosaiken auf der Praça do ImpérioEs war also schon ein Stückchen zu gehen. Wir kamen auch wieder zum Park Jardim Praça do Império, wo auf dem Boden die Tierkreiszeichen als Mosaik gestaltet waren. Dies lud die Gruppen-Teilnehmer ein, sich je nach Sternzeichen auf die Mosaiken zu stellen und lauthals ihr Sternzeichen hinauszubrüllen. Auf dem Steinbock-Bild standen Helena, eine andere Teilnehmerin und ich. Wir brüllten am lautesten! Wie die kleinen Kinder … 🙂


Foto von zwei Flohmarkt-Ständen auf dem Jardim de Belém

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Rechts (östlich) des Park schloss sich gleich der nächste Park an, nämlich der Jardim de Belém (an anderer Stelle heißt der auch Jardim Vasco da Gama. Was richtig ist, weiß ich nicht.). Im Übergangsbereich wurde gerade ein Flohmarkt veranstaltet oder eher ein Kulturmarkt, so wie wir ihn in größerem Maßstab als Tollwood in München oder Sinnflut in Erding kennen. Die Gruppe löste sich auf und schlenderte unabhängig voneinander über diesen Markt.

Irgendwann fanden sich dann die ersten auch hinter dem McDonalds ein. McDonalds? Na, klar, da wusste man wenigstens, was man auf den Teller bzw. in die Hand bekam.

Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich in Portugal in einen McDonalds gehen würde? Niemals!

Hier, zwischen dem Park und der Hauptstraße, hatten sich mehrere Gastronomie-Betriebe angesiedelt. Kein Wunder, liefen hier doch regelmäßig viele Touristen herum. Hinter den Gebäuden, also in Richtung Park hinaus, hatten alle Restaurants ihre Außenbereiche. Hinter dem McDonalds befand sich ebenfalls ein Restaurant mit so einem kleinen Biergarten. Dort machten wir zunächst Halt, um etwas zu trinken. In „unserem“ Restaurant hatten wir einen Tisch reserviert, aber dafür war es noch zu früh. Fragt mich aber bitte nicht, warum wir uns nicht dort draußen hingesetzt haben. Es waren nur ca. 5 Meter weiter. Was soll´s? Zum Diskutieren war ich viel zu entspannt. Also hinsetzen und den Abend genießen.

Neben einem Bier bestellte ich mir ein paar Oliven. Der Kellner sorgte dann gleich für Erheiterung bei meinen Mitreisenden. Er servierte mir nämlich genau je EINE grüne und eine schwarze Olive.

Jaaaaaaa … okay … müsste ich halt mehrmals nachbestellen.

Nachdem das allgemeine Gelächter wieder abgeklungen war, reichte er mir dann doch noch eine Schale mit ausreichend Oliven. 🙂

„Ausreichend“ stimmte nur bedingt. Ich ließ die Oliven rumgehen, damit die anderen auch mal diese köstlichen Oliven probieren konnten. Aber Oliven sind nicht jedermans Sache. Es blieben noch genug für mich übrig.

Leider habe ich keine Fotos von unserem netten Beisammensein.

Um 21:00 Uhr sind wir dann ins Bem Belém weitergezogen. Wie gesagt … 5 Meter oder so. Dort wurden wir schon von dem freundlichen Personal erwartet.

Foto der Reisegruppe im Bem Belém

Foto mit Angelas Kamera, von mir nachbearbeitet

Eine kurze Bemerkung zu dem Foto: Ich hatte euch versprochen, von euch keine Fotos ins Internet zu stellen. Sorry, dieses Foto ist so schön fröhlich! Wenn wirklich jemand von euch damit Probleme hat, dann sagt mir bitte Bescheid. Ich entferne es wieder!

Dieses Restaurant war klasse! Tolles Personal, tolle Atmosphäre, tolle Gruppe, tolles portugiesisches Essen! Genau so will ich es haben.

Der Gastraum war relativ klein. Wenn ihr also drinnen sitzen wollt, dann solltet ihr unbedingt vorher reservieren. Wir waren diesmal wegen der schlechten Witterung darauf angewiesen. Ansonsten kann man natürlich auch wunderbar draußen sitzen, wo viel mehr Platz ist. Einige tolle Eindrücke bekommt ihr auf der Facebook Seite des Bem Belém.

Was hatte ich eigentlich gegessen? Achja, Borreguinho, sehr leckeres Lamm. Dazu natürlich Vinho Verde.

Als Entrada (=Vorspeise) gab es die typische Sardinen- und Thunfischpaste. Außerdem noch Bolinhos de Bacalhau und Krabbenpaste an einer Krabbenzange als Stiel (wie heißt das auf Portugiesisch?).

Wie immer haben wir die Gesamtrechnung durch alle Gruppenteilnehmer geteilt und kamen dabei auf 20 Euro für jeden.

Rückfahrt ins Hotel mit der S-Bahn

Irgendwann war auch dieses Abendessen zu Ende und wir fuhren mit der S-Bahn ins Hotel.

Dort sprachen sich einige Teilnehmer noch für eine große Sause an der Bar aus. Am Ende (23:30 Uhr) blieben nur Angela und ich übrig. Alle anderen hatten sich inzwischen in ihre Betten verzogen. Weicheier … allesamt!


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Alle Sunwave Artikel in meinem Blog.
Meine Portugal-Artikel.
Übersicht über Facebook-Gruppen, die sich mit Portugal beschäftigen.
Übersicht über deutschsprachige Portugal-Foren.


Weitere Informationen zu Lissabon und Belém

Lissabon in der Wikipedia
Belém in der Wikipedia
Individuelle Tipps und Infos zu Lissabon von Andrea Schmekel
Sehr informative und persönliche Artikel über Lisssabon von Markus Horn
BBC Artikel „Why this is Europe’s best work-and-play capital“ vom 20. April 2016.
Ein Besuch im „The Sexiest WC on Earth“ in Lissabon
Homepage des Palácio Chiado
Facebook Seite des Palácio Chiado
Spiegel Artikel zur Straßenbahn Linie 28
Website des Reiseanbieters Sunwave


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http://blog.sevke.net/2016/05/24/lissabon-reise-mit-sunwave-die-hauptstadt-von-portugal/feed/ 0 7605
Gewerbeportal Forstern: 120 eingetragene Firmen http://blog.sevke.net/2014/02/03/gewerbeportal-forstern-120-eingetragene-firmen/ http://blog.sevke.net/2014/02/03/gewerbeportal-forstern-120-eingetragene-firmen/#respond Mon, 03 Feb 2014 14:24:25 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5535 Ausschnitt der Website mit der Angabe der eingetragenen Unternehmen auf dem Gewerbeportal Forstern

Auf dem Gewerbeportal Forstern (mehr zur Entstehung dieses Projektes lest ihr gerne auf der Projektstartseite) konnte ich inzwischen 120 Unternehmen aus der Gemeinde Forstern eintragen. Dazu gehören natürlich nicht nur Firmen aus Forstern selbst, sondern auch aus Preisendorf, Karlsdorf und den anderen Ortschaften der Gemeinde.

Obwohl ich ständig den Eindruck habe, dass ich doch nun alle Firmen erwischt haben müsste, stoße ich immer wieder auf neue Unternehmen. Manchmal finde ich sie zufällig im Internet, einige Male informierte ein Flyer im Briefkasten, und ein paar Firmen entdecke ich auch einfach, wenn ich durch die Gemeinde fahre.

Ich bin mir deswegen sicher, dass auch in Zukunft weitere Unternehmen dazukommen.

Von einigen Unternehmern habe ich ein positives Feedback erhalten, viele reagieren bisher überhaupt nicht. Froh bin ich darüber, dass ich bisher überhaupt keine negativen Rückmeldungen erhalten habe.

In Zukunft würde ich gerne die Bereiche Jobs und Veranstaltungen weiter ausbauen. Aber in diesem Fall bin ich sehr darauf angewiesen, dass sich die Unternehmer von sich aus bei mir melden und mich über neue Stellenangebote oder Veranstaltungen informieren.

Die Kurzprofile der Unternehmen sind genauso wie die Präsentation von Stellenangeboten oder Veranstaltungen kostenlos.

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http://blog.sevke.net/2014/02/03/gewerbeportal-forstern-120-eingetragene-firmen/feed/ 0 5535
Website Schwachstellen Analyse mit dem Hack-Scanner http://blog.sevke.net/2014/02/03/website-schwachstellen-analyse-mit-dem-hack-scanner/ http://blog.sevke.net/2014/02/03/website-schwachstellen-analyse-mit-dem-hack-scanner/#respond Mon, 03 Feb 2014 13:50:41 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5530 Dieser Blog war einige Zeit lang offline. Das war nötig, weil der Webserver gehackt worden war. Als Folge wurde der Zugang zum gesamten Server blockiert. Davon betroffen waren 27 meiner Domänen, unter anderem eben auch dieser Blog.

Es wurde eine Vielzahl von PHP-Skripten immer gleichen Inhalts mit zufälligen Dateinamen generiert und scheinbar wild in der Verzeichnisstruktur abgelegt.

Inzwischen habe ich sämtliche Unterverzeichnisse und Dateien manuell überprüft. Meistens mussten einfach nur zusätzliche Skripte gelöscht werden. Es wurde aber auch Schadcode in einige Dateien eingefügt, insbesondere in Dateien mit dem Namen index.php.

Die Schadsoftware habe ich nicht analysiert.

Aber ich habe inzwischen damit begonnen, mir ein PHP-Skript zu schreiben, dass Websites auf viele Kriterien hin überprüft, analysiert und gegebenfalls verdächtige Dateien entfernt.

Im Augenblick kann dieses Programm noch nicht besonders viel.

Der erste Schritt ist, die Berechtigungen aller Unterverzeichnisse und Dateien zu überprüfen und sie optional auf bewährte Werte zu ändern.

Ein Beispiel: Von einer Datei mit der Endung .gif würde man üblicherweise keine Gefahr erwarten, handelt es sich doch schließlich um eine Bilddatei, die gar nicht ausgeführt werden kann. Wenn also die Datei bild.gif die Rechte 777 (Lese-/Schreib-/Ausführrechte für jeden) besitzt, kann ja nichts passieren. Leider ist das aber nicht richtig. Die Endung gif hat keinerlei Bedeutung, sondern dient nur als Hinweis, dass es sich wahrscheinlich um eine Bilddatei handelt. Bild.gif ist ein beliebiger Dateiname. Der Dateiname für das Bild könnte auch bild.txt lauten. Der Inhalt wäre immer noch ein Bild.

Anders herum kann aber ein PHP-Skript mit Schadcode auch die Endung gif besitzen, ist dadurch aber nicht automatisch ein Bild.

Es gibt nun überhaupt keinen Grund, dass für echte Bilder Ausführungsrechte eingestellt sind. Wenn man also allen Bilddateien entzieht, kann ein dort vielleicht vorhandener Schadcode niemals ausgeführt werden.

Mein Hack-Scanner (vielleicht denke ich mir irgendwann mal einen netteren Namen dafür aus oder ihr habt eine gute Idee) kann also im ersten Schritte sämtliche Dateirechte auf bewährte Rechte ändern, für Bilddateien wie gif, jpg und png ist dies 640 (Lesen und Schreiben für den Eigentümer, Nur-Lesen für die Gruppe).

Ich habe eine ganze Reihe von Ideen, wie ich das Tool erweitern werde. Allerdings mache ich das nur langsam nach und nach. Natürlich werde ich neue Funktionen hier kurz erwähnen. Über die Kategorie Projekte->Hack-Scanner sind dieser und zukünftige Artikel direkt erreichbar.

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http://blog.sevke.net/2014/02/03/website-schwachstellen-analyse-mit-dem-hack-scanner/feed/ 0 5530
Projekt Gewerbeportal Forstern http://blog.sevke.net/2013/07/12/projekt-gewerbeportal-forstern/ http://blog.sevke.net/2013/07/12/projekt-gewerbeportal-forstern/#respond Fri, 12 Jul 2013 06:23:14 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5016 Screenshot des Gewerbe-Portals von Forstern

Vorschau des Gewerbeportals Forstern

Motivation

Schon vor einigen Jahren hatte ich mal den Wunsch verspürt, meine Gemeinde (=Forstern in Oberbayern, Landkreis Erding) mit einem Community-Portal zu beglücken. Schnell hatte ich die Idee in Form der Domäne Forstern-Portal.de umgesetzt. Das Interesse an diesem Portal war eher mäßig. Inwischen gibt es mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken viel größere Plattformen, auf denen man sich organisieren kann, wenn man möchte. Immerhin wären auf meinem Forstern-Portal die Daten nicht über den Atlantik zu Big Brother gegangen.

Seitens der Gewerbebetriebe in Forstern bestand zumindest der Wunsch, seine Kontaktdaten auf meinem Portal zu präsentieren. Das war auch völlig in Ordnung. Allerdings wollte ich kein reines Firmen-Verzeichnis aufbauen, sondern eben eine lebendige Kommunikations-Plattform, auf der sich alle Forstener austauschen konnten. Das war zwar eine nette Vision gewesen, scheiterte aber am Desinteresse der Zielgruppe. 😉 Ich verlor ebenfalls wieder das Interesse an dem Portal und stampfte es ein.

Aber immer, wenn ich mal wieder durch Forstern fahre, insbesondere durch unser Gewerbegebiet, das sich ständig weiter ausdehnt, dann denke ich an das Forstern-Portal zurück und es juckt wieder in den Fingern, alle Unternehmen der Gemeinde Forstern auf einer Website zu präsentieren.

Sicher … es gibt im Internet jede Menge Firmen-Verzeichnisse, wo die wichtigsten Daten der Unternehmen gefunden werden können. Aber selten kommen dort die Unternehmer selber zu Wort. Auf der anderen Seite haben die meisten Unternehmen inzwischen eine (mehr oder weniger gelungene) eigene Website, auf der sie sich ganz nach ihrem Geschmack präsenbtieren können.

Aber so ein Verzeichnis nur für die Firmen in Forstern, das über das reine Auflisten von Datensätzen hinausgeht, gibt es nicht.

Okay, Renate Sing aus Forstern hat so etwas mal in Form des Gewerbeverbands Forstern realisiert, aber diese Site scheint brachzuliegen und nicht mehr gepflegt zu werden.

Neuer Ansatz

Eine neue Website musste her. Und der Name der Domäne sollte natürlich sofort auf den Inhalt hinweisen. Ich entschied mich für gewerbe-in-forstern.de.

Da mein Forstern-Portal gefloppt war, verbinde ich keine finanziellen Interessen mit der neuen Domäne, sondern sehe sie als privates Projekt, quasi von einem Forstener für Forstener. Geld ist damit nicht zu verdienen.

Als CMS (=Content Management System) wählte ich WordPress, das ich auch hier in diesem Blog verwende.

Damit kann ich die einzelnen Firmen-Präsentationen entweder als Beiträge oder als Seiten umsetzen. Das CMS kümmert sich um ein einheitliches Erscheinungsbild.

Layout der Website gewerbe-in-forstern.de

Der Ansatz war nun, die Volltextsuche um eine Branchenliste und eine Stichwörter-Liste zu ergänzen. So haben die Besucher verschiedene Wege, um ein gewünschtes Gewerbe zu finden. In einem dreispaltigen Design befindet sich das Branchenverzeichnis in der linken Spalte, die Stichwort-Wolke in der rechten Spalte. Dazwischen werden die Profile der Firmen aus Forstern dargestellt.
Zusätzlich habe ich eine kurze Hilfeseite mit der Bezeichnung So geht’s angelegt, auf der Interessenten ein paar kurze Infos erhalten und mit mir in Kontakt treten können.

Und schließlich musste ein Impressum integriert werden.

Die Startseite

Es stellte sich mir nun die Frage, was ich dem Besucher auf der Startseite als erstes präsentieren wollte. Ich könnte News oder Veranstaltungen aus Forstern anzeigen. Aber das hatte nicht unmittelbar etwas mit dem Thema der Website zu tun. Eine weitere Idee war, Logos oder Fotos der Unternehmen in einer Foto-Galerie zu zeigen.

Eigentlich wollte ich aber gleich mit den Firmen-Präsentationen loslegen. Nun könnte ich eine Art Featured Article einführen. Ein Unternehmen, das auf die Startseite möchte, würde dann dafür einen gewissen Geldbetrag bezahlen müssen. Aktuell gehe ich nicht davon aus, dass irgendein Unternehmen dazu bereit wäre.

Letztendlich entschied ich mich, auf der Startseite immer ein einzelnes Unternehmen vorzustellen, dies aber bei jedem Aufruf der Webseite per Zufall auszuwählen. Auf diese Weise lernt der Besucher eventuell auch Firmen in Forstern kennen, die ihm bisher unbekannt waren.

Firmendaten eintragen

Die Website war also erst einmal fertig und musste nun mit den Präsentationen der Forstener Unternehmen bzw. Selbstständigen gefüllt werden. Mit dem Fahrrad fuhr ich Forstern ab und machte eine Bestandsaufnahme der Firmen, die es gab. Alle diese Unternehmen trug ich zunächst nur mit einer Bezeichnung ein, quasi als Platzhalter für das eigentliche Kurzprofil.

Danach gestaltete ich einen Info-Brief, den ich an einen Teil der Firmen in Forstern verteilte. Die Rückmeldungen waren leider sehr überschaubar: es gab gar keine.

Gleichzeitig begann ich, mir im Internet zu den einzelnen Firmen die Daten zusammenzusuchen und in mein Gewerbeportal einzupflegen. Diese Arbeit ist bislang noch nicht abgeschlossen. Sobald ich ein Kurzprofil erstellt habe, informiere ich per E-Mail das entsprechende Unternehmen, um mir nachträglich die Erlaubnis für die Veröffentlichung der Daten zu holen. Im Falle einer Ablehnung werde ich den Beitrag sofort wieder entfernen. Bislang waren die Rückmeldungen aber alle positiv.

Mit Sicherheit habe ich noch nicht alle Freiberufler und Firmen in Forstern erwischt. Ich erfoffe mir, dass sich die betroffenen Unternehmer per E-Mail bei mir melden, damit ich ihre Daten nachtragen kann.

Facebook

Bei jedem Projekt frage ich mich automatisch, ob dafür eine so genannte Fanpage auf Facebook sinnvoll sein könnte. In diesem Fall kann ich momentan nicht erkennen, welchen Mehrwert ich den Forstenern mit solch einer Facebook-Seite anbieten könnte. Zumals es bereits die Facebook Gruppe Forstern gibt. So groß ist die Gemeinde nun auch wieder nicht, dass sich mehrere ähnliche Seiten lohnen würden.

Also: keine Facebook Fanpage für das Gewerbeportal Forstern.

Meine Vision

Meine Aufgabe wird es sein, das Portal bekannter zu machen und eventuell auch um Funktionen zu erweitern, falls dafür ein Bedarf an mich gemeldet wird.

Ich wünsche mir, dass das Gewerbeportal Forstern zu einer festen Größe wird. Dazu möchte ich gerne vollständig alle Freiberufler und Gewerbebetriebe auf der Website vorstellen.

Natürlich ist dies ohne die Unterstützung der betroffenen Unternehmen nicht möglich.

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http://blog.sevke.net/2013/07/12/projekt-gewerbeportal-forstern/feed/ 0 5016
Neues von Fewonia: jede Menge neuer Ferienobjekte http://blog.sevke.net/2012/06/15/fewonia-ferienhaus-portugal/ http://blog.sevke.net/2012/06/15/fewonia-ferienhaus-portugal/#respond Fri, 15 Jun 2012 11:08:03 +0000 http://blog.sevke.net/?p=3271 Fewonia LogoIm April hatte ich in diesem Blog Artikel mein Projekt Fewonia in Facebook kurz vorgestellt. Heute hat Algarve Fewo & Villen eine ganze Reihe von neuen Ferienhäusern und Ferienwohnungen auf Fewonia veröffentlicht, natürlich immer mit einem Link zur Original-Detailbeschreibung.

Die meisten der Objekte befinden sich in der Umgebung von Carvoeiro mitten an der Zentral-Algarve. Viele sind direkt am Meer, so dass man nicht unbedingt ein Mietauto benötigt.

Da nicht jeder Mitglied bei Facebook ist, habe ich zusätzlich alle Fotos (wieder mit Verlinkung) auf Pinterest veröffentlicht.

Falls euch eins der Fotos gefällt, freue ich mich über ein „Like“.

Falls ihr sogar mal Urlaub in einem der Ferienhäuser oder in einer der Ferienwohnungen gemacht haben solltet, freue ich mich über eure Kommentare direkt beim Foto. Die besten Empfehlungen kommen dann irgendwann an ein eigenes Board in Pinterest.

Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch zwei Links empfehlen, einmal das Diskussionsforum Portugalforum (früher http://www.portugallierforum.de) und zweitens das große Info-Portal „Leben in Portugal“ (http://www.leben-in-portugal.info/) (Hinweis 05.10.2016: Die Domäne ist umgezogen nach http://leben-in-portugal.wiki.). Im Landkreis Erding stehe ich natürlich auch immer für einen privaten Plausch bei einem Kaffee oder einem Glas Wein zur Verfügung, wenn ihr euch mit mir über Portugal austauschen wollt.

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http://blog.sevke.net/2012/06/15/fewonia-ferienhaus-portugal/feed/ 0 3271
Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Portugal -> Fewonia http://blog.sevke.net/2012/04/14/ferienhaeuser-ferienwohnungen-portugal-fewonia/ http://blog.sevke.net/2012/04/14/ferienhaeuser-ferienwohnungen-portugal-fewonia/#respond Sat, 14 Apr 2012 14:27:45 +0000 http://blog.sevke.net/?p=2614 Bereits 1997 hatte ich mit meiner Domäne Portugal-Kontakt Eigentümern von Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Portugal die Möglichkeit gegeben, ihre Objekte auf meiner Plattform zu präsentieren.

Inzwischen gibt es große kommerzielle Portale mit vielen tausend Objekten. Daneben haben viele Eigentümer eigene Internet-Seiten für ihr Objekt aufgebaut, wo sie natürlich viel mehr Kontrolle über die Art der Präsentation und die angezeigten Daten haben. Der große Nachteil ist, dass ein potenzieller Interessent erst einmal den Weg zu dieser ganz speziellen Webseite finden muss. Geld für eine professionelle Suchmaschinenoptimierung ist selten vorhanden (sprechen Sie mich an, wenn ich Sie hierbei unterstützen darf), so dass die Seite meistens nur über Mund-zu-Mund Propaganda oder vielleicht noch über eine Verlinkung in der Signatur beim Besuch des bekannten Portugalforums gefunden werden kann.

Mit Facebook hat sich in den letzten Jahren eine neue Plattform entwickelt, auf der man mittlerweile fast 900 Millionen Menschen weltweit erreichen kann.

Deshalb drängt sich die Idee auf, eine Facebook Seite aufzubauen, auf der jeder Eigentümer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Portugal sein Objekt kurz präsentieren kann. Eine Verlinkung zu einer möglicherweise bereits existierenden Webseite mit weiteren Details kann die beiden Marketing-Kanäle verzahnen.

Mit Fewonia habe ich nun genau das getan!

Alle Eigentümer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen sind herzlich eingeladen, ihr Objekt auf der Fewonia Seite zu präsentieren! Dabei spielt es keine Rolle, ob sich das Objekt an der Algarve (dort machen die meisten Besucher Portugals Urlaub), im Alentejo oder in einer der großen Städte wie Lissabon oder Porto befindet. Auch Ferienobjekte auf Madeira und den Azoren werden gerne gesehen.

Mieter können ihre Erfahrungen mit Ihnen als Vermieter und mit dem Ferienobjekt in Form von Kommentaren mitteilen und damit die Reputation der Objekte erhöhen.

Die Fewonia Seite ist ein privates Projekt und damit für die Eigentümer kostenlos.

Ich hoffe, dass dieses Angebot sowohl von Eigentümern als auch von Feriengästen begrüßt und unterstützt wird, denn je mehr Objekte auf der Fewonia Seite präsentiert werden, desto mehr potenzielle Feriengäste wird die Seite anziehen! Und desto höher wird die Auslastung und der damit verbundene Umsatz sein.

Für Eigentümer ist ein Facebook-Zugang nicht zwingend erforderlich. Gerne bin ich auch bereit, ein Foto und eine Kurzbeschreibung in Ihrem Namen zu veröffentlichen. Schicken Sie mir einfach eine E-Mail mit dem Foto und den Daten Ihres Ferienobjektes an die Adresse Sven.Sevke@fewonia.de, und ich kümmere mich darum.


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http://blog.sevke.net/2012/04/14/ferienhaeuser-ferienwohnungen-portugal-fewonia/feed/ 0 2614
Evenca – Veranstaltungen im MUC-Outback http://blog.sevke.net/2010/03/11/evenca-veranstaltungen-im-muc-outback/ http://blog.sevke.net/2010/03/11/evenca-veranstaltungen-im-muc-outback/#respond Thu, 11 Mar 2010 21:18:22 +0000 http://blog.sevke.net/?p=564 Im Rahmen des MUC-Outback Projektes musste ich feststellen, dass die Event-Komponente nicht gerade besonders aufregend war. Ganz im Gegenteil enthält der Veranstaltungskalender sogar echte Bugs. Sowohl auf die Bugs als auch auf meine konkreten Verbesserungsvorschläge reagierte der Entwickler nur sehr verhalten, um es mal euphemistisch auszudrücken. In den letzten beiden Monaten habe ich an einer Weiterbildung zum Thema „PHP und MySQL“ teilgenommen (im übrigen habe ich mit 98 von 100 Punkten erfolgreich abgeschlossen), so dass ich den Veranstaltungskalender ganz einfach zu meinem Arbeitsprojekt gemacht habe. An eine Integration in das bereits bestehende MUC-Outback denke ich vorerst nicht. Der Kalender ist inzwischen unter dem Namen Evenca (für Event Calendar) im Internet verfügbar. Vor allem private Veranstaltungen im Umland von München sollen damit gefördert werden. Deshalb kann sich auch jeder auf Anfrage als Veranstalter (-> Event Manager) registreren lassen und dann selber Veranstaltungen eintragen. In der Regel reicht dazu eine E-Mail an mich.

Ich bin noch längst nicht mit der Programmierung fertig, meine eigene Wunsch-Liste ist sehr lang! In den nächsten Wochen werde ich nicht viel Zeit haben, um den Veranstaltungskalender weiter zu entwickeln, da ich nun an einer Weiterbildung zum „Online Marketing Manager“ teilnehme. Aber man kann Veranstaltungen eintragen und auflisten, und das Ganze sieht auch eigentlich recht gefällig aus, finde ich.

Als Hobby-Projekt ist Evenca natürlich kostenlos.

Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, wäre das wunderbar. Aber auch für weitere Wünsche oder zur Not auch für schnöde Kritik bin ich offen. Einfach hier als Kommentar schreiben.

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Lokalanzeiger http://blog.sevke.net/2010/02/09/lokalanzeiger/ http://blog.sevke.net/2010/02/09/lokalanzeiger/#respond Tue, 09 Feb 2010 07:49:58 +0000 http://blog.sevke.net/?p=552 Mein neues Freundschafts-Portal MUC-Outback ist einsatzbereit und benötigt noch etwas mehr Aufmerksamkeit.

Dazu habe ich mir uinter anderem zwei Stratgien ausgedacht:

  1. Verbesserung der Core-Funktionalität
  2. Werbung im lokalen Umfeld

Als wesentliche Funktionalität für die von mir angepeilte Zielgruppe sehe ich den Veranstaltungskalender an, der in der jetzigen Implementation zum einen nur sehr reduziert brauchbar ist, zum anderen schlichtweg Fehler enthält. Daher habe ich mich entschieden, den Veranstaltungskalender in den nächsten Wochen komplett selber zu schreiben und zunächst mit MUC-Outback zu verbinden, im weiteren Schritt dann zu integrieren.

Falls jemand bestimmte Wünsche haben sollte, würde ich mich über einen Kommentar hier unter dem Beitrag sehr freuen. (Dafür ist aber eine Registrierung notwendig.)

Für die Werbung habe ich mich kurzfristig für eine Anzeige im Lokalanzeiger Pastetten entschieden. Dieses Anzeigen-Blatt hat eine Auflage von ca. 50.000 und wird 14-tägig im Osten von München verteilt, also genau in der Gegend, die mich interessiert. Was ich momentan nicht weiß ist, ob das Blatt überhaupt gelesen wird und wenn ja, von wem.

Kennt ihr den Lokalanzeiger Pastetten und lest ihr ihn denn auch? Kommentare sind willkommen!

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http://blog.sevke.net/2010/02/09/lokalanzeiger/feed/ 0 552
Dating Software http://blog.sevke.net/2009/10/26/dating-software/ http://blog.sevke.net/2009/10/26/dating-software/#respond Mon, 26 Oct 2009 08:00:16 +0000 http://blog.sevke.net/2009/10/26/dating-software/ Auf der Suche nach einer geeigneten Software für mein neues Portal MUC-Outback bin ich über mehrere fertige Software-Pakete gestolpert. Als sehr hilfreich hat sich dabei die Kurz-Übersicht über verschiedene Produkte auf Der große Single-Börsen Vergleich erwiesen. Hier werden vor allem englischsprachige Produkte gelistet. Die deutschen Produkte decken lange nicht den Funktionsumfang der englischsprachigen Pakete ab. Natürlich habe ich nicht alle Produkte getestet, sondern mir einige wenige ausgesucht.

Die Übersicht auf der oben genannten Seite ist leider nur sehr knapp. Man wird sich also auf der Website des Herstellers informieren müssen. Dort wird allerdings jede Menge versprochen, was sich in der Praxis oft als völlig unzureichend darstellt.

Beispiel: Mehrsprachenfähigkeit.
Sicher, viele SW-Produkte erlauben irgendwie den Einsatz von mehreren Sprachen. Zu unterscheiden ist grundsätzlich, ob man sein Portal in einer bestimmten Fremdsprache (alles außer Englisch) betreiben möchte, oder ob man dem Besucher die Auswahl einer von mehreren Sprachen ermöglichen möchte. Meine Erfahrung ist, dass viele Pakete nach wie vor Probleme mit deutschen Umlauten haben, eine UTF-8 Kodierung ist hier nicht gängig implementiert. Manchmal liegt es an der Datenbank, manchmal hat fast jedes (wahrscheinlich bunt zusammengestückeltes) Modul seine separate Definition für die Kodierung. Bei einem Paket, das mehrere Hundert Euro kosten kann, die Kodierung selber in Ordnung bringen zu wollen, ist ein gefährliches Unterfangen. Erstens muss man die Seiteneffekte immer im Auge behalten, zweitens muss man die Änderungen akribisch dokumentieren, ansonsten zerstört das nächste SW-Update mit ziemlicher Sicherheit die eigene Programmierung.

Neben der Kodierung gibt es einen zweiten Brocken, der einen erheblichen Aufwand bedeutet. Selbst, wenn die Kodierung einwandfrei funktioniert (wie bei der von mir momentan eingesetzten SW), so befinden sich die Sprachdateien in einem unglaublich schlechten Zustand. Ganze Sätze scheinen mit automatischen Systemen übersetzt worden zu sein. Kritik dazu wird regelmäßig mit „Sie können ja alles selber ändern.“ beantwortet. Das ist meistens richtig, bedeutet aber bei mehreren tausend zu korrigierenden Zeilen einen großen Aufwand. Dazu kommt, dass ich bisher noch kein SW-Paket angetroffen habe, wo am Ende nicht doch wieder eine Reihe von Ausdrücken hart in den Scripten kodiert ist. Diese gilt es ebenfalls mühsam zu identifizieren und gut zu dokumentieren (Sie wissen schon … das nächste Update!).

Auch Anfragen nach Kunden mit bereits vollständig korrigierten Sprachdateien werden meist mit dem Verweis abgeschmettert, dass man die Daten der Kunden nicht weitergeben darf. So muss also jeder Kunde, der sein Portal nicht in Englisch betreiben will, das Rad jedesmal wieder von vorne erfinden. Mühsam und absolut kundenunfreundlich.

Ein anderes Problem ist, dass einige Software-Hersteller lieber jede Menge zusätzlicher Funktionen entwickeln bzw. dazukaufen (das kennen wir doch?!), sich aber weniger auf korrekte Integration oder gar fehlerfreien Code fokussieren. Und wenn ich Funktionen schreibe, dann meine ich so etwas wie ein Event-System. Das Event-System wiederum hat dann möglicherweise so gut wie gar keine Funktionalitäten außer dem reinen Listing von Freitexten, ergänzt um den Namen des Erfassers. Man lässt sich leicht blenden, aber wie soll man auch im Vorfeld jedes Produkt auf Herz und Nieren prüfen? Das geht letztendlich nur im echten Betrieb.

Thema Verbesserungsvorschläge:
Anerkenneswert ist es, wenn der Hersteller ein Forum für Kunden-Feedback betreibt, eventuall sogar ein (integriertes oder abgekoppeltes) Feature Request System. Blöd ist es dann aber, wenn Sie niicht mehr als 10 Verbesserungsvorschläge einstellen dürfen, aber mehr als 30 (mit zunehmender Tendenz) im Kopf haben. Ich habe deswegen meine Verbesserungsvorschläge für die von mir eingesetzte SW in das Kundenforum des Herstellers gesetzt, damit sie dort dokumentiert sind und für die weitere Verbesserung des Produktes im Sinne der Kunden bewertet und in Erwägung gezogen werden können. Leider erhielt ich dafür eine Verwarnung mit der Androhung eines Bans. So schafft man Kundenzufriedenheit!

Verbesserungsvorschläge können dabei so trivial sein wie „Bitte alle Pflicht-Felder markieren, zum Beispiel mit einem Sternchen“. Oder „Bitte bei der Pluralbildung nicht einfach ein „s“ anhängen. Dies ist nur im englischen Sprachraum üblich“.

Bei mehreren Herstellern habe ich die Erfahrung gemacht, dass solche „Features“ wie eben genannt gerne umgesetzt werden, dies allerdings nicht im Rahmen der Produktpflege, sondern vielmehr als Einzel-Anforderung geschehen soll, und somit von Ihnen ganz persönlich zu bezahlen ist. Was für ein Unfug!

Bisher habe ich nicht einen einzigen Hersteller gefunden, der wirklich kundenorientiert arbeitet. Weiter habe ich nicht eine einzige SW gefunden, die meine Ansprüche abdeckt (aber das ist natürlich sehr subjektiv). Bleibt als Ausweg die Eigenentwicklung oder ein Entwicklungsauftrag an einen Dritten. Leider muss dann mit erheblich höheren Kosten und erheblich längerem Zeithorizont ausgegangen werden. Und am Ende ist auch dann nicht sichergestellt, dass die SW jemals einen adequaten Reifezustand erreichen wird.

Wer mehr über die Erfahrungen mit der MUC-Outback SW erfahren möchte, möge mich bitte per E-Mail anschreiben.

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