Forstern – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Forstern – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Gewerbeportal Forstern: 120 eingetragene Firmen http://blog.sevke.net/2014/02/03/gewerbeportal-forstern-120-eingetragene-firmen/ http://blog.sevke.net/2014/02/03/gewerbeportal-forstern-120-eingetragene-firmen/#respond Mon, 03 Feb 2014 14:24:25 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5535 Ausschnitt der Website mit der Angabe der eingetragenen Unternehmen auf dem Gewerbeportal Forstern

Auf dem Gewerbeportal Forstern (mehr zur Entstehung dieses Projektes lest ihr gerne auf der Projektstartseite) konnte ich inzwischen 120 Unternehmen aus der Gemeinde Forstern eintragen. Dazu gehören natürlich nicht nur Firmen aus Forstern selbst, sondern auch aus Preisendorf, Karlsdorf und den anderen Ortschaften der Gemeinde.

Obwohl ich ständig den Eindruck habe, dass ich doch nun alle Firmen erwischt haben müsste, stoße ich immer wieder auf neue Unternehmen. Manchmal finde ich sie zufällig im Internet, einige Male informierte ein Flyer im Briefkasten, und ein paar Firmen entdecke ich auch einfach, wenn ich durch die Gemeinde fahre.

Ich bin mir deswegen sicher, dass auch in Zukunft weitere Unternehmen dazukommen.

Von einigen Unternehmern habe ich ein positives Feedback erhalten, viele reagieren bisher überhaupt nicht. Froh bin ich darüber, dass ich bisher überhaupt keine negativen Rückmeldungen erhalten habe.

In Zukunft würde ich gerne die Bereiche Jobs und Veranstaltungen weiter ausbauen. Aber in diesem Fall bin ich sehr darauf angewiesen, dass sich die Unternehmer von sich aus bei mir melden und mich über neue Stellenangebote oder Veranstaltungen informieren.

Die Kurzprofile der Unternehmen sind genauso wie die Präsentation von Stellenangeboten oder Veranstaltungen kostenlos.

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Eisriesenwelt Werfen http://blog.sevke.net/2013/08/31/eisriesenwelt-werfen/ http://blog.sevke.net/2013/08/31/eisriesenwelt-werfen/#respond Sat, 31 Aug 2013 12:21:30 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5401 Ausriss aus dem Ferienprogramm 2013 von Forstern

Ausflugshinweis im Ferienprogramm 2013 unserer Gemeinde Forstern

Wenn man Kinder hat, dann sucht man in den Ferien immer nach Ausflugsmöglichkeiten, um die Kinder zu Hause mal vom Computer wegzubekommen. Was heißt „man“? Also, bei uns ist das jedenfalls so. 😉

Die Gemeinde Forstern, etwas östlich von München im Landkreis Erding gelegen, organisiert in den Sommerferien eine ganze Reihe von Freizeitaktivitäten. Zu zahlen war nur der reine Eintrittspreis für die Eishöhle inklusive der Fahrt mit einer Seilbahn. Die Busfahrt nach Werfen in Österreich und zurück wurde komplett von der Gemeinde gesponsert. Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Forstern!

Neugierig geworden, recherchierte ich ein wenig im Internet. Natürlich verfügt ein so bekannter Ausflugsort über eine eigene Website: Eisriesenwelt Werfen: die größte Eishöhle der Welt Dort findet man alle benötigten Informationen.

Kurz-Info zur Eishöhle

Ziemlich weit oben in der Felswand auf fast 1800 m Höhe, erstreckt sich ein 42 km großes Höhlensystem. Etwa 1 km davon ist mit großen Eisflächen bedeckt. Und genau durch diesen Abschnitt gehen auch die Führungen.

Die Anfahrt zur Eisriesenwelt

Sehr viel Nebel bei der Anfahrt zur Eisriesenwelt

Viel Nebel in Oberbayern


Um 8:00 Uhr stand der Bus bei der Grundschule in Forstern bereit. Ich schätze die Teilnehmeranzahl auf so ungefähr 20 Leute.

Die Wettervorhersage für heute war sehr gut. Das bedeutete allerdings, dass wir beim Wandern zur Höhle hinauf ins Schwitzen geraten würden. Warme Kleidung mussten wir in jedem Fall zusätzlich mitnehmen, da in der Eishöhle Temperaturen um Null Grad zu erwarten waren.

Der Bus schaukelte auf Nebenstraßen über die Dörfer, um dann erst bei Prien auf die Autobahn zu fahren. Werfen liegt ca. 40 km südlich von Salzburg in Österreich. Ganz Oberbayern schien im Nebel versunken zu sein, der Blick aus dem Fenster war dementsprechend trist.

Die Burg Hohenwerfen thront auf einem Felskegel über der Salzach

Fantastischer Blick auf die Burg Hohenwerfen

In Werfen dominiert die Erlebnisburg Hohenwerfen auf ihrem 155 m hohen Felskegel den Blick. Diese Burg ist ganz sicher einen eigenen Ausflug wert. Wir wollten allerdings noch viel höher hinauf. Im Augenblick schauten wir noch aus dem Bus weit nach oben zur Burg. Das sollte sich bald ändern. Übrigens … das Wetter war inzwischen hervorragend!

Über eine Bergstraße mit bis zu 21% Steigung arbeitete sich der Bus nach oben bis zu einer Art Mini-Busparkplatz auf 1000 m Höhe. Das dauerte natürlich eine Weile, und ich würde, ehrlich gesagt, mit einem Bus diese Strecke nicht selber fahren wollen, aber dafür konnten wir die gesamte Zeit über die herrliche Aussicht genießen. Die Vorfreude stieg!

Gegen 10:45 Uhr waren wir dann da.

Der Aufstieg

Besucherzentrum der Eisriesenwelt Werfen

Großes Gedrängel vor dem Besucherzentrum


Eine kurze Wanderung vom Bus über einen PKW-Parkplatz brachte uns zum Besucherzentrum, das sich wunderbar in die Landschaft einfügte. Von weiten sah es wie der Eingang zur Höhle aus, aber bis dahin war es noch ein weiter Weg! Was hatte ich eingangs geschrieben? 1800 Meter Höhe … im Augenblick waren wir erst auf 1000 Meter.

Im Besucherzentrum erhielten wir unsere Eintrittskarten.

Foto der Eintrittskarte zur Eisriesenwelt Werfen

Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder


Die Preise waren ganz schön happig. Allerdings war darin die Fahrt mit einer Seilbahn enthalten, mit der 500 Höhenmeter bequemer überwunden werden konnten. Ohne Seilbahn reduzierte sich der Preis für Erwachsene auf 9 Euro und für Kinder auf 4,50 Euro. Aber Achtung: selber hochkraxeln ist nichts für Anfänger!

Wir konnten uns überhaupt nicht beschweren, weil wir die Busfahrt ja von der Gemeinde Forstern geschenkt bekommen hatten. Die Kosten für die Anfahrt musste man sonst noch hinzuzählen, auch dann, wenn man mit dem eigenen Auto anreiste.

So richtig wusste momentan aber niemand, wie es weiterging. Gleich Seilbahn? Erst wandern, dann Seilbahn? Nein, es war noch komplizierter: erst wandern, dann Seilbahn, dann wieder wandern, und danach solte der Stress erst beginnen. 😉 Weitere 134 Meter über 1400 Treppenstufen erwarteten uns in der Höhle!

Aber eins nach dem anderen.

Erst mal gechillt loswandern. Nächsts Ziel war die Talstation der Seilbahn.

Der Wanderweg zur Talstation der Seilbahn zur Eisriesenwelt Werfen

Tolles Wetter, wunderschöne Aussicht … so macht Wandern Spaß

Die nächsten ca. 80 Höhenmeter bis zur Wimmer-Hütte ging es auf einem gut ausgebauten Wanderweg mit leichter Steigung und hervorragender Aussicht auf die Landschaft voran. Unterwegs gab es die Möglichkeit, die Strecke durch einen Tunnel etwas abzukürzen.

Die Wimmer-Hütte ist eine kleine Gasthütte, mehr eine Art Imbiss als ein Restaurant. Hier gab es einige kleinere Speisen und Getränke. Fürs Ausruhen konnte man etwa 70 Plätze im Freien nutzen. Wer nun nicht mit der Seilbahn weiter nach oben wollte, hatte die Möglichkeit, hier auf die Rückkehr seiner Gruppe zu warten.

Gleich daneben war die Talstation der Seilbahn.

Die Talstation befindet sich auf 1084 Meter Höhe

Hier konnte es zu größeren Menschenansammlungen kommen, wenn der Andrang allzu groß war. Wir hatten allerdings einen sehr guten Tag erwischt und mussten nicht besonders lange warten.

Foto der auf die Seilbahn wartenden Gruppe

Wir warten auf die Seilbahn

Es standen zwei Gondeln zur Verfügung, die im Wechsel die Stationen ansteuerten.

Die Seilbahn überwindet 500 Höhenmeter im Tennengebirge

Mit der Seilbahn geht es in 3 Minuten weitere 500 Meter nach oben. Aus der Gondel hat man einen guten Blick auf die Felswand, wo man auch einige Bergwanderer erspähen kann, die sich der Herausforderung stellen, ohne Seilbahn nach oben zu gelangen. Aus der Gondel sah der Weg … eher ein Geröllpfad … sehr abenteuerlich aus und er war gewiss nichts für mich.

Von der Bergstation ging es weiter zum Oedl-Haus.

Gastronomie auf 1575 Meter Höhe auf dem Weg zur Eishöhle Werfen

Das Oedl-Haus in der Nähe der Bergstation

Beim Oedl-Haus handelt es sich um ein ausgewachsenes Restaurant mit großer Terrasse. Bei schlechtem Wetter kann man aber auch drinnen sitzen. Die Speisekarte ist reichhaltig, allerdings empfand ich die Preise als recht hoch. Das war natürlich nicht überraschend, denn zum einen handelte es sich um einen Ausflugsort, zum anderen musste alles den Berg hoch geschafft werden, was einen erheblichen Mehraufwand bedeutete.

Jedenfalls war dies der perfekte Ort für ein Mittagessen vor oder nach dem Besuch der Eishöhle.

Soweit waren wir aber noch nicht. Es war ja noch nicht mal 12:00 Uhr. Also ließen wir das Gasthaus (im wahrsten Sinne des Wortes) links liegen und zogen weiter. Weitere 20 Minuten stetiger Anstieg lag vor uns für weitere ca. 80 Höhenmeter. Das klingt nicht so viel, ist aber für den typischen Sesselfurzer (und ich gehöre sicher dazu) schon anstrengend. Mal von der körperlichen Anstrengung abgesehen, machte der Weg aber sehr viel Freude! Die Aussicht hinunter ins Salzach-Tal war grandios, das Wetter perfekt, der Weg sicher. Wir hatten auch keinen Zeitdruck. Die Gruppe hatte sich eh zersplittert und jeder ging sein eigenes Tempo. Oben an der Höhle würden wir uns wieder zusammenfinden.

Das letzte Stück sah dann folgendermaßen aus:

Blick über den letzten Teil der Bergwanderung hin zum Eingang der Eisriesenwelt

Da oben kann man bereits den Eingang zur Eisriesenwelt erkennen

Viel Vegetation gab es hier oben nicht mehr. Alles nur noch Fels und Geröll. So … noch ein paar Meter … puh, warm war es … und da war es, das Portal, der Eingang zur Höhle!

Das Portal zur Eishöhle

Letzte Rastmöglichkeit vor den 1400 Treppenstufen im Innern der Eishöhle

Wie ein großes Maul erwartete uns das ca. 20 m durchmessende Portal zur Eishöhle. Würden wir je wieder hinausfinden?

Die Eishöhle

Glücklicherweise zeigte der Kalender das Jahr 2013 an und nicht 1879, als die Höhle (offiziell) entdeckt wurde. Ohne Führer ging gar nichts. Und in der Höhle bewegte man sich durchgehend auf befestigten Wegen bzw. Stufen, denn eigentlich ging es immer nach oben. Fast die gesamte Strecke war zudem mit einem Geländer gesichert. Aber Vorsicht! Das Geländer war aus Eisen und ein Berühren mit bloßen Händen zog sofort die Körperwärme ab. Also war es besser, leichte Handschuhe anzuziehen. Man konnte sich damit auch gar nicht blamieren, denn in der Höhle war es stockdunkel.

Richtig, es gab keinerlei elektrische Beleuchtung! Einigen Teilnehmern wurde beim Betreten der Höhle eine Hand-Karbidlampe in die Hand gedrückt, die aber nur wenig Licht abgab. Zusätzlich erleuchtete der Höhlenführer spektakuläre Eisformationen mit Magnesium-Fackeln, während er sowohl wissenschaftliche als auch historische Informationen an die Besucher weitergab.

Das Fotografieren und Filmen ist in der Höhle streng verboten. Daher kann ich euch hier keine eigenen Fotos zeigen, sondern nur auf einige Bilder auf der offiziellen Website der Eisriesenwelt verweisen.

Exemplarisch hier in Foto aus dem Innern der Höhle:

Ein Foto aus dem Inneren der Eishöhle Werfen

(c) Eisriesenwelt GmbH, Salzburg

Allerdings sehen die Eisformationen in der Höhle nicht so aus wie auf den Fotos. Das liegt daran, dass sie für die Fotos optimal ausgeleuchtet wurden. Wie schon erwähnt, ist die Beleuchtung bei der Führung eher zurückhaltend.

Die Höhle wirkt trotzdem imposant.

In dem folgenden YouTube-Video kann man die realen Lichtverhältnisse sehr gut nachvollziehen:

Weitere Fotos findet ihr natürlich in der Bildersuche von Google.

Auf einer Strecke von etwa 1 km geht es 700 Stufen hoch und danach wieder 700 Stufen hinunter. Dabei steigt man 134 Meter hoch und natürlich wieder hinab, denn Eingang und Ausgang sind eins. Menschen mit Schmerzen in der Hüfte oder in den Knien ist vom Besuch der Höhle dringend abzuraten! Obwohl die Kavernen in dem Höhlensystem meistens riesig sind, sollten Leute mit Angst vor geschlossenen Räumen ebenfalls von einem Besuch der Höhle absehen.

Und zieht euch gescheit an! Es handelt sich um eine Eishöhle! Also ist es da drinnen kalt, so um die Null Grad. Man kommt sich zwar komisch vor, wenn man im Portal der Eishöhle bei irgendetwas über 20 Grad anfängt, Schal, Handschuhe und dicke Jacke anzuziehen. Aber frierend macht kein Ausflug Spaß!

Schematischer Grundriss der EIsriesenwelt WerfenGleich am Eingang der Höhle (auf der Karte hier links ist das ganz unten) wird man von einem starken kalten Wind empfangen. Nicht erschrecken, einfach weitergehen, es wird sofort wieder besser.

Die Führung dauerte ca. 75 Minuten. Die Gruppe bewegte sich zügig über befestigte Wege und hielt immer wieder an, um den interessanten Informationen des Höhlenführers zu lauschen. Nach der Eingangshalle ging es über einen steilen Steig hinauf in die Posselthalle. Das steilste Stück mit einer Steigung von bis zu 45° über eine 20 m dicke Eisdecke (der so genannte Große Eiswall) konnte vom Entdecker nicht bezwungen werden. Dies gelang erst 34 Jahre später durch Alexander von Mörk. Auf inzwischen installierten festen Treppen stellt der Aufstieg für uns heutzutage kein Problem dar. Wenn man oben angekommen ist, sich umdreht und zurück schaut, bekommt man einen Eindruck von der Riesenhalle. Und wer nicht schwindelfrei ist, könnte Probleme haben. Also besser am Geländer festhalten.

Danach ging es durch einen schmalen Durchgang weiter zu einem großen Eisberg mit der Bezeichnung Hymirburg. Gleich nach der Hymirburg sahen wir auf der rechten Seite die Eisorgel , bei der viele Eiszapfen von oben wie ein Vorhang herunterhängen und aussehen wie Orgelpfeifen. Am Ende der Hymirhalle ging es erneut durch einen schmalen Durchgang, durch die Sturmsee, in den Mörk-Dom. Dieser Durchgang war früher überflutet und musste von den ersten Höhlenforschern mit einem Taucheranzug überwunden werden. Am nordwestlichen Ende des Mörk-Doms wurde Alexander von Mörk in einer Urne bestattet. Durch einen Torbogen gingen wir unter der Urne in die letzte Halle, den Eispalast. Nun befanden wir uns 1 km im Berginnern und 400 m unterhalb der Bergoberfläche. Vor uns erstreckte sich eine große glatte Eisfläche, die wie ein zugefrorener See aussah. Hier trainierten vor vielen Jahren Eiskunstläufer. Ich frage mich, ob sich der Aufwand gelohnt hatte, für ein Eiskunstlauftraining bis in diese Höhle zu klettern.

Vom Eispalast aus erstreckt sich die Höhle noch weitere 40 km in den Berg hinein, ist aber dort weitgehend eisfrei. Die Führung hat hier ihren Umkehrpunkt erreicht. Auf dem Rückweg kamen wir am Mörkgletscher vorbei, an dessen Wand man gut die verschiedenen Eisschichten erkennen konnte, die durch das Frieren des Tauwassers wie Jahresringe an einem Baum entstanden. Durch einen künstlich angelegten Eistunnel ging es weiter unter der Hymirburg hindurch in die Posselthalle und von dort zum Ausgang.

Die Höhlenführer sind gut geschult und unser Führer machte seine Sache ausgezeichnet. Er hatte das Pech, dass er gleich zwei Gruppen gleichzeitig betreuen musste, eine deutschsprachige und eine englischsprachige. Wahrscheinlich waren die Gruppen jede für sich zu klein. Aber er hat das professionell hinbekommen. Natürlich muss jeder Besucher selber darauf achten, dass er nahe genug zum Höhlenführer aufschließt, um die Informationen gut zu verstehen.

An einigen Stellen müssen vor allem etwas größere Leute gut auf ihren Kopf aufpassen, sonst stoßen sie gegen blanken harten Fels. In unserer Gruppe ist dies einem Teilnehmer passiert. Hier halte ich ein paar zurückhaltende Markierungen mit reflektierenden Folien für sinnvoll. Die gibt es aber nicht, und es ist dunkel. Also Vorsicht. Bei unserer Gruppe wurde auf dem Rückweg häufig eine Warnung von vorne nach hinten weitergereicht, wenn eine besonders heikle Stelle erreicht wurde. Das hat auch meinen Kopf einmal gerettet. Aber nicht nur auf den Kopf muss man aufpassen, sondern auch auf die Füße. Man kann auf den Stufen schon mal ausrutschen und dann hinfallen. Auch das passierte in unserer Gruppe.

Ob der völlige Verzicht auf Beleuchtung hier wirklich optimal ist, halte ich im Sinne der körperlichen Unversehrtheit der Besucher zumindest für fraglich.

Der Abstieg

Nach der Höhlenführung sammelte sich unsere Gruppe wieder beim Portal der Eisriesenwelt. Wir packten unsere warme Kleidung in die Rucksäcke und begannen dann mit dem Abstieg. Runter ist es natürlich weniger anstrengend als rauf. 😉

Blick vom Portal der Eishöhle zurück auf den Wanderweg

Wir gingen also ganz entspannt wieder hinunter zur Bergstation der Seilbahn und genossen dabei noch einmal den Blick ins Tal hinab.

Beim Oedl-Haus machten wir Pause und eine kleine Brotzeit. Natürlich sollte man in einem Restaurant nicht einfach seine mitgebrachten Lunch-Pakete auspacken und verzehren. Wir haben uns deswegen nicht auf die große Terrasse gesetzt, sondern hinter das Haus, wo einige Biertische und -bänke herumstanden. Ich denke, das war okay.

Kleine Brotzeit nach dem Besuch der Eisriesenwelt Werfen

Kleine Brotzeit mit mitgebrachten Semmeln und Getränken

Danach noch kurz auf Toilette und dann 500 Meter nach unten mit der Seilbahn!

Dort schauten wir uns den Anfang des Bergweges an, den man alternativ statt der Seilbahn nehmen konnte.

Unser Sohn wollte unbedingt einmal einen Baum umarmen:

Unser Sohn umarmt einen Baum auf unserem Ausflug zur Eisriesenwelt Werfen

Und da er gerade so viel Spaß hatte, ließ er sich dann auch noch von einer Gerölllawine erwischen. Ohje!

Unser Sohn wurde von einer Gerölllawine erwischt - nur Spaß

Genug herumgealbert!

Ab gings zum Bus, unterwegs im Besucherzentrum noch schnell Calippo gekauft und langsam Eis schleckend über den Parkplatz zum Bus. Überraschenderweise waren wir nicht die letzten. Einen bestimmten Zeitpunkt hatten wir übrigens nicht ausgemacht. Sobald wieder alle da waren, ging unser Reiseführer noch einmal ins Besucherzentrum und kaufte für alle Kinder ein Eis. So saßen und standen wir noch gemütlich beisammen, die Kinder lutschten ihr Eis und wir unterhielten uns über den Ausflug und über andere wichtige Dinge.

Gegen 18:30 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Ein Fazit

Lohnt sich ein Ausflug zur größten Eishöhle der Welt in Werfen?

Auf jeden Fall!

Besonders als Gesamtpaket, also als Tagesausflug bei schönem Wetter mit Wandern, toller Aussicht, Seilbahn, Brotzeit oder richtigem Mittagessen und Höhlenführung. Wäre ich nicht mit einer organisierten Gruppe unterwegs gewesen, hätte ich die Burg Hohenwerfen gleich noch mit dran gehängt. Naja, vielleicht in den nächsten Sommerferien! 🙂


 

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Projekt Gewerbeportal Forstern http://blog.sevke.net/2013/07/12/projekt-gewerbeportal-forstern/ http://blog.sevke.net/2013/07/12/projekt-gewerbeportal-forstern/#respond Fri, 12 Jul 2013 06:23:14 +0000 http://blog.sevke.net/?p=5016 Screenshot des Gewerbe-Portals von Forstern

Vorschau des Gewerbeportals Forstern

Motivation

Schon vor einigen Jahren hatte ich mal den Wunsch verspürt, meine Gemeinde (=Forstern in Oberbayern, Landkreis Erding) mit einem Community-Portal zu beglücken. Schnell hatte ich die Idee in Form der Domäne Forstern-Portal.de umgesetzt. Das Interesse an diesem Portal war eher mäßig. Inwischen gibt es mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken viel größere Plattformen, auf denen man sich organisieren kann, wenn man möchte. Immerhin wären auf meinem Forstern-Portal die Daten nicht über den Atlantik zu Big Brother gegangen.

Seitens der Gewerbebetriebe in Forstern bestand zumindest der Wunsch, seine Kontaktdaten auf meinem Portal zu präsentieren. Das war auch völlig in Ordnung. Allerdings wollte ich kein reines Firmen-Verzeichnis aufbauen, sondern eben eine lebendige Kommunikations-Plattform, auf der sich alle Forstener austauschen konnten. Das war zwar eine nette Vision gewesen, scheiterte aber am Desinteresse der Zielgruppe. 😉 Ich verlor ebenfalls wieder das Interesse an dem Portal und stampfte es ein.

Aber immer, wenn ich mal wieder durch Forstern fahre, insbesondere durch unser Gewerbegebiet, das sich ständig weiter ausdehnt, dann denke ich an das Forstern-Portal zurück und es juckt wieder in den Fingern, alle Unternehmen der Gemeinde Forstern auf einer Website zu präsentieren.

Sicher … es gibt im Internet jede Menge Firmen-Verzeichnisse, wo die wichtigsten Daten der Unternehmen gefunden werden können. Aber selten kommen dort die Unternehmer selber zu Wort. Auf der anderen Seite haben die meisten Unternehmen inzwischen eine (mehr oder weniger gelungene) eigene Website, auf der sie sich ganz nach ihrem Geschmack präsenbtieren können.

Aber so ein Verzeichnis nur für die Firmen in Forstern, das über das reine Auflisten von Datensätzen hinausgeht, gibt es nicht.

Okay, Renate Sing aus Forstern hat so etwas mal in Form des Gewerbeverbands Forstern realisiert, aber diese Site scheint brachzuliegen und nicht mehr gepflegt zu werden.

Neuer Ansatz

Eine neue Website musste her. Und der Name der Domäne sollte natürlich sofort auf den Inhalt hinweisen. Ich entschied mich für gewerbe-in-forstern.de.

Da mein Forstern-Portal gefloppt war, verbinde ich keine finanziellen Interessen mit der neuen Domäne, sondern sehe sie als privates Projekt, quasi von einem Forstener für Forstener. Geld ist damit nicht zu verdienen.

Als CMS (=Content Management System) wählte ich WordPress, das ich auch hier in diesem Blog verwende.

Damit kann ich die einzelnen Firmen-Präsentationen entweder als Beiträge oder als Seiten umsetzen. Das CMS kümmert sich um ein einheitliches Erscheinungsbild.

Layout der Website gewerbe-in-forstern.de

Der Ansatz war nun, die Volltextsuche um eine Branchenliste und eine Stichwörter-Liste zu ergänzen. So haben die Besucher verschiedene Wege, um ein gewünschtes Gewerbe zu finden. In einem dreispaltigen Design befindet sich das Branchenverzeichnis in der linken Spalte, die Stichwort-Wolke in der rechten Spalte. Dazwischen werden die Profile der Firmen aus Forstern dargestellt.
Zusätzlich habe ich eine kurze Hilfeseite mit der Bezeichnung So geht’s angelegt, auf der Interessenten ein paar kurze Infos erhalten und mit mir in Kontakt treten können.

Und schließlich musste ein Impressum integriert werden.

Die Startseite

Es stellte sich mir nun die Frage, was ich dem Besucher auf der Startseite als erstes präsentieren wollte. Ich könnte News oder Veranstaltungen aus Forstern anzeigen. Aber das hatte nicht unmittelbar etwas mit dem Thema der Website zu tun. Eine weitere Idee war, Logos oder Fotos der Unternehmen in einer Foto-Galerie zu zeigen.

Eigentlich wollte ich aber gleich mit den Firmen-Präsentationen loslegen. Nun könnte ich eine Art Featured Article einführen. Ein Unternehmen, das auf die Startseite möchte, würde dann dafür einen gewissen Geldbetrag bezahlen müssen. Aktuell gehe ich nicht davon aus, dass irgendein Unternehmen dazu bereit wäre.

Letztendlich entschied ich mich, auf der Startseite immer ein einzelnes Unternehmen vorzustellen, dies aber bei jedem Aufruf der Webseite per Zufall auszuwählen. Auf diese Weise lernt der Besucher eventuell auch Firmen in Forstern kennen, die ihm bisher unbekannt waren.

Firmendaten eintragen

Die Website war also erst einmal fertig und musste nun mit den Präsentationen der Forstener Unternehmen bzw. Selbstständigen gefüllt werden. Mit dem Fahrrad fuhr ich Forstern ab und machte eine Bestandsaufnahme der Firmen, die es gab. Alle diese Unternehmen trug ich zunächst nur mit einer Bezeichnung ein, quasi als Platzhalter für das eigentliche Kurzprofil.

Danach gestaltete ich einen Info-Brief, den ich an einen Teil der Firmen in Forstern verteilte. Die Rückmeldungen waren leider sehr überschaubar: es gab gar keine.

Gleichzeitig begann ich, mir im Internet zu den einzelnen Firmen die Daten zusammenzusuchen und in mein Gewerbeportal einzupflegen. Diese Arbeit ist bislang noch nicht abgeschlossen. Sobald ich ein Kurzprofil erstellt habe, informiere ich per E-Mail das entsprechende Unternehmen, um mir nachträglich die Erlaubnis für die Veröffentlichung der Daten zu holen. Im Falle einer Ablehnung werde ich den Beitrag sofort wieder entfernen. Bislang waren die Rückmeldungen aber alle positiv.

Mit Sicherheit habe ich noch nicht alle Freiberufler und Firmen in Forstern erwischt. Ich erfoffe mir, dass sich die betroffenen Unternehmer per E-Mail bei mir melden, damit ich ihre Daten nachtragen kann.

Facebook

Bei jedem Projekt frage ich mich automatisch, ob dafür eine so genannte Fanpage auf Facebook sinnvoll sein könnte. In diesem Fall kann ich momentan nicht erkennen, welchen Mehrwert ich den Forstenern mit solch einer Facebook-Seite anbieten könnte. Zumals es bereits die Facebook Gruppe Forstern gibt. So groß ist die Gemeinde nun auch wieder nicht, dass sich mehrere ähnliche Seiten lohnen würden.

Also: keine Facebook Fanpage für das Gewerbeportal Forstern.

Meine Vision

Meine Aufgabe wird es sein, das Portal bekannter zu machen und eventuell auch um Funktionen zu erweitern, falls dafür ein Bedarf an mich gemeldet wird.

Ich wünsche mir, dass das Gewerbeportal Forstern zu einer festen Größe wird. Dazu möchte ich gerne vollständig alle Freiberufler und Gewerbebetriebe auf der Website vorstellen.

Natürlich ist dies ohne die Unterstützung der betroffenen Unternehmen nicht möglich.

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Raureif auf dem Dach http://blog.sevke.net/2010/10/22/raureif-auf-dem-dach/ http://blog.sevke.net/2010/10/22/raureif-auf-dem-dach/#respond Fri, 22 Oct 2010 08:46:00 +0000 http://blog.sevke.net/?p=902 Es ist letzte Nacht schon so richtig kalt bei uns gewesen. Auf dem Foto seht ihr unser Dach mit einem tollen Raureif Muster.

Raureif auf unserem Dach

Raureif auf unserem Dach

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Schnee am Zuckerhut – Weiherspiele Markt Schwaben http://blog.sevke.net/2010/07/28/schnee-am-zuckerhut-weiherspiele-markt-schwaben/ http://blog.sevke.net/2010/07/28/schnee-am-zuckerhut-weiherspiele-markt-schwaben/#respond Wed, 28 Jul 2010 11:46:36 +0000 http://blog.sevke.net/?p=661 Auch dieses Jahr sind wir wieder zu den Weiherspielen nach Markt Schwaben gefahren. Ursprünglich hätten wir eine Vorstellung am Wochenende (am 23.7.) besucht, aber leider hat es wie letztes Jahr so stark geregnet, dass die Veranstaltung verschoben werden musste. Also nun am Dienstag. Blöd, weil man am nächsten Tag nicht ausschlafen konnte.

Flyer Weiherspiele Markt Schwaben 2010 - Schnee am Zuckerhut

Flyer Weiherspiele Markt Schwaben 2010 - Schnee am Zuckerhut

Die Kurzbeschreibung, um was es diesmal geht, entleihe ich mir von der offiziellen Website der Weiherspiele:

Rio de Janeiro, das ist Carneval, Fußball und Caipirinha. Aber auch Armut, Elend und Verbrechen. In einigen Jahren ist man Gastgeber für die Fußballweltmeisterschaft und die olympischen Spiele. Anlass genug um die Stadt zu säubern und aufzuräumen unter den Obdachlosen, Drogendealern und Jugendbanden.

Vor diesem Hintergrund spielt die heitere Komödie „Schnee am Zuckerhut“ ein brasilianisches Abenteuer. Leon und Rubinho, zwei Brüder aus den Favelas, den Elendsvierteln von Rio, sind Anführer einer Straßen-Gang. Ihr Leben ist eine brisante Mischung aus „Fun and Crime“, ein Vulkan der höllischen Triebe. Es sind keine schlechten Jungs, aber gefangen im rauhen Alltag der Straße. Arbeit gibt es nicht für sie, Zukunft auch nicht. Oder doch? In der Gestalt der jungen Teresa, einem Mädchen aus vornehmen Haus, Tochter des Kaffeebarons Don Martino. Ist Teresa ein Ausweg?….oder das Verderben?

„Ich breite meine Arme aus um Euch zu beschützen“ verkündet die Christus Statue auf dem Corcovado und blickt hinab auf Rio de Janeiro, die Stadt “ am Fluss des Januar“.

Natürlich freuten wir uns sehr auf die Weiherspiele, das Wetter war am Dienstag tagsüber leider nicht so toll, so dass wir nicht sicher waren, ob es diesmal klappen würde. Auf der Homepage der Weiherspiele konnte man ab 16:00 Uhr nachlesen, ob die Aufführung tatsächlich stattfand oder ob sie verschoben wurde. Das Wetter wurde gegen Abend zunehmend trockener, obwohl weiterhin sehr dunkle Wolken drohten. Die Temperaturen waren gegenüber den letzten Wochen (da hatten wir Temperaturen bis 38 Grad) stark gesunken. Wir mussten uns also auf einen Abend mit Temperaturen um die 16 Grad einstellen. Also galt es, Pullover, Strickjacke, Regenjacke einzupacken. Bei den Weiherspielen handelt es sich um eine äußerst formlose Veranstaltung. Jeder durfte sich gerne Getränke und etwas zum Essen mit in das Open-Air-Theater mitnehmen. Wir nahmen uns also auch allerlei Gemüse mit wie rohe Karotten und Kohlrabi (ja, wir mögen das Zeug essen, es schmeckt uns, aber wir sind überhaupt keine Vegetarier. 😉 ), außerdem belegte Brötchen. Dazu zwei Flaschen Bier für mich und eine Flasche alkoholfreies Bier für Andrea (dieses Jahr war sie die Chauffeurin), außerdem Punica und heißen Fencheltee … man konnte ja nicht wissen. Rotwein wäre mir zwar lieber gewesen, aber alleine wollte ich den nicht trinken, und Andrea durfte ja keinen Alkohol trinken, deswegen blieb es beim Bier.

Markt Schwaben Weiherspiele - das Theater

Markt Schwaben Weiherspiele - das Theater ... im Augenblick noch fast leer

Das Gelände kannten wir inzwischen gut. Das Gros der Sitzplätze bestand aus großen Betonblöcken. Man saß zwar relativ eng nebeneinander, hatte aber für die Füße ausreichend Platz. Auf Beton sitzt es sich hart und kalt, deswegen sollte man unbedingt irgendeine Art von Unterlage mitnehmen, in unserem Fall waren das eine dünne isolierende Unterlage und darauf ein Kissen. Und keine Angst, es sitzt sich auf diese Weise eigentlich überraschend bequem.

Markt Schwaben Weiherspiele - Sitzplan

Markt Schwaben Weiherspiele - der Sitzplan

Das Theater ist nicht besonders groß, so dass man von allen Plätzen eine gute Sicht hat, auf jeden Fall von allen im Sitzplan rot gekennzeichneten. Die blauen Plätze müssten auch in Ordnung sein, die grünen sind aber schon recht arg am Rande. Man kann auf dem Sitzplan auch den Bühnenaufbau erahnen: links gibt es eine Luxus-Villa, daran schließt sich in der Mitte das Armenviertel von Rio an, und ganz rechts ist die Copa Cabana der Schauplatz.

Abhängig vom Sitzplatz gibt es eine Preisstaffelung.

Markt Schwaben Weiherspiele - Preisplan

Der Preisplan für die Weiherspiele in Markt Schwaben

Wir selber wählen immer die roten Karten am Wochenende, also die teuerste Kategorie. 20,00 Euro für die teuerste Kategorie ist aber für mehr als 2 Stunden Super Vorstellung in perfekter Umgebung sicher akzeptabel. Pech für uns, dass wir diesmal am Dienstag zu den Weiherspielen gehen mussten. Die 4 Euro Preisunterschied gab es natürlich nicht zurück (wir haben aber auch gar nicht erst nachgefragt).

Markt Schwaben Weiherspiele 2010 - Spielplan

Der Spielplan der Weiherspiele 2010 - nur 6 Wochen!

Auf dem Spielplan fällt sofort auf, dass nur sechs Wochen lang gespielt wird. Unsere dringende Empfehlung: wer die Weiherspiele besuchen möchte, sollte sich Karten sehr frühzeitig besorgen, am besten bereits im April, wenn der Vorverkauf startet! Unser Erfahrung nach bekommt man im Juni praktisch keine Karten mehr.

Allerdings konnten wir am Dienstag feststellen, dass wohl wegen der unsicheren Wetterlage einige Gäste nicht gekommen sind, denn es sind doch einige Plätze leer geblieben.

Markt Schwaben Weiherspiele 2010 - Bühnenaufbau

Bühne: Villa, Favelas, Copa Cabana

Die Bühne war wieder sehr aufwändig gestaltet und wurde auf mehreren Ebenen genutzt. Die Ausleuchtung war hervorragend und leitete die Aufmerksamkeit des Publikums zum jeweils aktuellem Schauplatz der Handlung. Auch der Ton war hervorragend, die Akteure waren sehr deutlich und glasklar zu verstehen. Einzig bei den (wenigen) Gesangsdarbietungen hätte der Ton etwas leiser sein können.

Ich habe vor der Aufführung ein kurzes Video gemacht, auf dem man den Bühnenaufbau als Schwenk sehen kann:

Wir hatten Glück mit dem Wetter, es regnete kein bisschen, und es gab auch kaum Wind. Unsere Befürchtungen, dass wir möglicherweise frieren müssten, erfüllten sich glücklicherweise nicht. Zusätzlich hatten wir auch noch eine Wolldecke dabei, die wir über unsere Beine ausbreiteten. Heiko schaffte es an diesem Abend nicht durchzuhalten und schlief dann irgendwann ein. Wie immer waren die Weiherspiele eine Art Mini-Musical mit Schauspiel, Gesangseinlagen und Tanzdarbietungen. Alles hatte natürlich einen deutlichen brasilianischen Stempel. So wurde Rio mit einer brasilianischen Tanztruppe und heißen Samba-Rhythmen zum Leben erweckt. Alle Akteure ließen regelmäßig portugiesische Sprachfragmente mit brasilianischem Akzent einfließen. Hier konnte man erkennen, dass zur Vorbereitung höchstwahrscheinlich auch ein Sprachtraining gehört hatte. So kam das auch gar nicht lächerlich rüber, sondern trug wesentlich zur Atmosphäre bei.

Als Effekte gab es diesmal nur ein kleines Feuerwerk, das am Zuckerhut zum Faschings-Gehopse abgefeuert wurde.

Der Weiher wurde ebenfalls wieder in die Handlung mit einbezogen. Der Drogenboss schipperte dort mit seiner Hochseeyacht herum und ließ es unter Deck mächtig mit der Krankenschwester seiner altehrwürdigen Mutter krachen, so dass das ganze Boot ins Rollen kam. Später musste der Weiher noch als Tatwerkzeug für einen Selbstmord herhalten.

Markt Schwaben Weiherspiele - Publikum

Kurz vor dem Beginn der Veranstaltung wurde das Theater langsam voll

 

Markt Schwaben Weiherspiele - Eintrittskarte

Eine unserer Eintrittskarten

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HSU Probe in der 4. Klasse http://blog.sevke.net/2010/06/27/hsu-probe-in-der-4-klasse-2/ http://blog.sevke.net/2010/06/27/hsu-probe-in-der-4-klasse-2/#respond Sun, 27 Jun 2010 09:51:23 +0000 http://blog.sevke.net/?p=613 Meine Artikel über HSU Proben in der 4. Klasse werden sehr häufig gelesen, wie ich aus den Zugriffsstatistiken weiß.

Gerne veröffentliche ich deswegen hier die Fragen einer Probe der letzten Woche, allerdings kommentarlos. Wer gerne selber kommentieren möchte, darf sich gerne unter dem Artikel austoben (eine Anmeldung ist aber erforderlich, um Spam zu vermeiden). Rechtschreibung, Interpunktion und Hervorhebung habe ich direkt übernommen, nur falls sich jemand um verloren gegangene Kommas Sorgen machen sollte.

  1. Zur Gemeinde Forstern gehört nicht nur die Ortschaft Forstern! Nenne noch fünf weitere Ortschaften!
  2. Begründe, warum es sinnvoll ist eine Gemeinde zu bilden!
  3. Überlege dir, warum es wichtig ist, dass der Gemeinderat und der Bürgermeister nach einer festgesetzten Zeit neu gewählt wird!
  4. Verbessere den folgenden Text! Streiche Falsches durch und schreibe die richtigen Begriffe leserlich darüber!
    Eine Gemeinde ist eine Feindschaft von Bürgern. Der Kirchenrat und der Bundeskanzler wird von den Senioren der Gemeinde gewählt. Der Bürgermeister wird jedes Jahr neu bestimmt
  5. Nenne fünf Aufgaben einer Gemeinde
  6. Lorenz und Seppi finden es lustig an der Schule die Wände zu beschmieren. Erkläre wieso sie sich damit letzendlich selbst schaden.
  7. Die Gemeinde hat viele Aufgaben. Woher bekommt sie das notwendige Geld? Nenne sechs Einnahmequellen!
  8. Du siehst hier verschiedene Müllsorten. Überlege dir, wohin du sie entsorgst! Ergänze die Tabelle mit den passenden Fachbegriffen!
    (Es folgt eine Tabelle mit sechs skizzierten Objekten, neben die jeweils der Entsorgungsort eingetragen werden soll.)
    • ein zerbrochener Holztisch
    • ein Tetra-Pack mit der Aufschrifft „Plastik“
    • ein Buch
    • ein (ich vermute mal) kaputter Fußball
    • eine Flasche mit der Aufschrift „Glas Pfand“
    • eine Bananenschale und ein Apfelrest
  9. Nenne drei Möglichkeiten, wie du mit deiner Familie im Alltag Müll vermeiden kannst!
  10. Die Mülldeponie (Müllberg) ist eine Möglichkeit Restmüll zu beseitigen. Nenne einen Vorteil und einen Nachteil dieser Entsorgung! Antworte in ganzen Sätzen!
  11. Wieso ist es sinnvoll, die Müllmenge möglichst gering zu halten? Überlege dir zwei Gründe und notiere sie!

Insgesamt konnten 32 Punkte erreicht werden.

HSU Probe Müllsorten

HSU Probe Müllsorten Tabelle


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Dorffest Forstern 2010 http://blog.sevke.net/2010/06/27/dorffest-forstern-2010/ http://blog.sevke.net/2010/06/27/dorffest-forstern-2010/#respond Sun, 27 Jun 2010 08:54:24 +0000 http://blog.sevke.net/?p=608 Dorffest Forstern 2010

Flyer für das Dorffest in Forstern 2010

Gestern fand das jährliche Dorffest in Forstern statt. „Dorffest“ klingt so nach Trachtenverein, Schützenverein und Alteingesessenen. Und dann das Ganze auch noch von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert. Wir sind in diese kommunalen Strukturen nicht besonders eingebunden, zu sehr hat uns wohl das Großstadtleben in München geprägt. Die einzigen Einrichtungen, bei denen wir uns engagiert haben, sind der Kinderhort „Villa Kunterbunt“ und der Sportverein, also Einrichtungen für unsere Kinder. Heiko trainiert Tennis und Karate.

Da Forstern nicht so besonders groß ist, wir also auch nicht sehr weit zu gehen haben, schauen wir trotzdem jedes Jahr beim Dorffest vorbei. Letztes Jahr waren zu wenig Biertische/-bänke aufgestellt worden. Schnell wurden aber noch weitere Bänke aufgestellt. Dieses Jahr waren sehr viel mehr Bänke und Tische vorhanden. Das Fest war richtig groß! Die Freiwillige Feuerwehr Forstern hat alles hervorragend organisiert.

Die Auswahl an Getränken war sehr gut, neben Bier und Softdrinks gab es auch Wein und Kaffee an eigenen Ständen. Die Auswahl an Speisen orientierte sich am traditionellen Biergartenangebot. Es gab Bratwurst, Steckerlfische, gegrillte Hähnchen, dazu Pommes Frites, Semmeln und Brezen. Wahrscheinlich war da noch viel mehr, aber das konnte ich mir merken. Die Preise waren nicht besonders niedrig (6,50 bis 7,50 Euro für einen Steckerlfisch als Beispiel), aber die Hoffnung bleibt, dass der Überschuss der Feuerwehr zu Gute kommt.

Besonders hervorzuheben sind die verschiedenen Informationsveranstaltungen zum Thema Feuerwehr, bei denen immer sehr viele Leute (vor allem auch Kinder) interessiert zuschauten. Da ging es zum Beispiel um die Ausrüstung eines Feuerwehrmanns oder um die Rettungsmaßnahmen bei einem „beobachteten Kreislaufzusammenbruch“.

Natürlich gab es für die Kinder auch wieder eine Hüpfburg. Weiter konnte ich einen Aktionsstand beobachten, wo Kinder geschminkt wurden.

Glücklicherweise passte auch das Wetter bestens!

Somit war das Dorffest 2010 eine rundum gelungene Veranstaltung!

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Kirchentag legt Schulbetrieb lahm http://blog.sevke.net/2010/01/02/kirchentag-legt-schulbetrieb-lahm/ http://blog.sevke.net/2010/01/02/kirchentag-legt-schulbetrieb-lahm/#respond Sat, 02 Jan 2010 18:35:56 +0000 http://blog.sevke.net/?p=506 Eben habe ich in „HSU Probe in der 4. Klasse“ noch über unser Schulsystem gemeckert, da bekomme ich ein Info-Blatt der Grundschule Forstern in die Hand. Unter anderem werden die Ferien für 2010 bekannt gegeben. Außerdem gibt es die üblichen Hinweise und Ermahnungen, was man alles nicht darf oder was man alles zu tun hat, wenn das Kind zum Beispiel krank sein sollte.

Was ich aber besonders interessant fand, war

Wichtiger Hinweis: Vom 12. bis 16. Mai 2010 findet in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt. Für die Übernachtung der Teilnehmer werden auch Schulgebäude in den umliegenden Landkreisen München, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg in Anspruch genommen. Deshalb findet am Freitag, den 14.05.2010, an den öffentlichen Schulen in München und in den oben genannten Landkreisen kein Unterricht statt.

Finde ich klasse! 🙁

Da halten die Anhänger zweier Religionsgemeinschaften eine Art Kongress ab, und die Teilnehmer sollen wohl in den Schulen einquartiert werden. Dafür lassen wir dann einen Tag Unterricht ausfallen. Den Stoff kann man ja locker in irgendeiner anderen Stunde noch dazutun … oder man lässt halt alternativ wieder eine Stunde Sport ausfallen, um den Stoff dort nachzuholen.

Ich habe weder gegen Glauben noch gegenn Kirchentage etwas. Aber was hat denn unsere Grundschule damit zu tun? Und wieso müssen Kinder dafür auf einen Tag Unterricht verzichten?

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HSU Probe in der 4. Klasse http://blog.sevke.net/2009/12/31/hsu-probe-in-der-4-klasse/ http://blog.sevke.net/2009/12/31/hsu-probe-in-der-4-klasse/#comments Thu, 31 Dec 2009 11:40:41 +0000 http://blog.sevke.net/2009/12/31/hsu-probe-in-der-4-klasse/ Wie seit jeher wird in der Schule das gelernte Wissen mit Hilfe von Tests überprüft, bei uns in der Grundschule „Probe“ genannt. Für den Übertritt in die weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse ist der Durchschnitt aus den Noten in Deutsch, Mathematik und „Heimat und Sachkundeunterricht“ (HSU) wichtig. Dementsprechend hoch ist auch der Druck auf die Kinder, gute Noten in den Proben zu erreichen. Allgemein anerkannt ist, dass dieses Schulsystem für unsere Kinder nicht unbedingt das beste ist, um sich zu selbstständigen, lernwilligen und mit gutem Allgemeinwissen ausgestatteten Menschen zu entwickeln.

Am 11. Dezember musste mein Sohn eine HSU Probe schreiben. Entsetzt und niedergeschlagen waren wir, als wir uns den dafür zu lernenden Stoffumfang ansahen. Nur schnell als Liste:

Ärgerlicherweise ist das vermittelte Wissen unvollständig (die Wörnitz gilt zum Beispiel ebenfalls als Zufluss zur Donau, wurde aber im Unterricht nicht gelernt). Ein paar einfache Tests mit unserem Sohn zeigten uns bereits viele Tage vor der Probe, dass wir als Eltern zur intensiven Nachhilfearbeit gezwungen waren. So musste Heiko fast zwei Wochen lang jeden Abend nach der Schule noch ein bis zwei Stunden mit uns üben. Da hatte er aber schon immer einen langen Tag in der Schule und die danach zu erledigenden Hausaufgaben hinter sich. Für Sport und Spiel blieb in dieser Zeit leider nur sehr wenig Zeit, und nicht nur einmal war unser Sohn den Tränen nahe. Wir haben uns natürlich alle Mühe gegeben, den Nachhilfeunterricht mit ihm entspannt und ruhig zu gestalten. Leider war der zu bändigende Stoff derart, dass es auf ein bloßes Auswendiglernen hinauslief, denn einen Bezug zum Beispiel zwischen Spanien und Portugal konnte er noch nicht herstellen, so dass diese Länder eine Zeit lang an völlig verschiedenen Stellen Europas vermutet wurden.

Europa Karte

Europakarte


Wir nutzten Deutschland- und Europakarten, die wir aus dem Internet beschafften und so bearbeiteten, dass sie als leere Arbeitsblätter verwendbar waren.

Meine Hoffnung war, dass ein ständiges Wiederholen das Wissen festigen würde. Natürlich zeigte sich auch langsam der erwartete Erfolg.

Dennoch war die zur Verfügung stehende Zeit absolut nicht ausreichend, um das gesamte Wissen einzuprägen. Autokennzeichen, Wahrzeichen und Wappen mussten wir deswegen auslassen. Für uns als Eltern war es extrem belastend zu sehen, wie unser Kind unter dem schieren Umfang des Stoffs mehr und mehr zusammenbrach.

Das Problem war, dass selbst wenn nur eine einzige Frage zu einem Wahrzeichen in der Probe käme, dennoch praktisch alle Wahrzeichen gelernt werden mussten. Es nützte ja nichts, wenn man 90 Prozent der Wahrzeichen kannte, die eine gestellte Frage aber nicht beantworten konnte. Dasselbe galt natürlich für alle anderen Themenkomplexe.

Wir haben unseren Sohn am Ende sehr für sein Durchhaltevermögen gelobt und ihm erklärt, dass die Note für uns völlig bedeutungslos sei. Wichtig sei nur, dass er sich gut vorbereitete.

Mein Verständnis von einer Grundschule ist nicht, dass die Schüler im Unterricht nur den zu lernenden Stoff genannt bekommen, um ihn anschließend zu Hause mit den Eltern zu lernen. Mir ist bewusst, dass die Möglichkeiten der Lehrer bei der Stoffauswahl und bei der individuellen Förderung der Kinder nach wie vor äußerst beschränkt sind, dennoch bin ich der Meinung, dass der Job eines Lehrers der ist, unseren Kindern auf altersgerechte Weise Wissen zu vermitteln (neben all den persönlichkeitsbildenden Aspekten selbstverständlich). Dafür werden Lehrer ausgebildet und dafür werden sie bezahlt. Es kann einfach nicht sein, dass Eltern neben Beruf und Haushalt diesen Job auch noch übernehmen müssen.

Gereicht hat die intensive Vorbereitung für eine 3. Es gab allerdings auch Einsen und Zweien in der Klasse, was mich sehr überraschte. Auf der anderen Seite war nach meinem Empfinden die Anzahl der schlechteren Noten ungewöhnlich hoch bei dieser Probe. Im Gespräch mit anderen Eltern ergab sich später, dass wir nicht die Einzigen waren, die diese Probe als unverhältnismäßig umfangreich ansahen.

Wie sah nun die Probe aus?

Grafik zu Aufgabe 1 der HSU Probe in der 4. Klasse

Umrisskarten von Deutschland und Bayern in Aufgabe 1

In der ersten Aufgabe mussten je eine grobe Karte von Deutschland und eine von Bayern benannt werden. Obwohl die beiden Karten nur in sehr schlechter Qualität vorlagen, stellte dies keine große Herausforderung dar.

2) Danach musste in der zweiten Aufgabe das Wappen von Bayern beschrieben und erklärt werden. Vom Wappen gab es eine grobe Schwarz-Weiß-Zeichnung, in der insgesamt fünf Bestandteile mit Pfeilen markiert waren. Die markierten Bereiche sollten kurz erläutert werden.
Dieses Thema hatten wir bei der Vorbereitung ausgeklammert. Dennoch gelang es meinem Sohn, von 6 Punkten noch 2,5 zu bekommen

3a) In der nächsten Aufgabe wurde es schlimm! Wir haben uns mittlerweile ja daran gewöhnt, dass die Schule offensichtlich nicht in der Lage ist, vernüftige Kopien als Arbeitsmaterialien anzufertigen. Wenn dies aber so aussieht wie im folgenden Bild, dann wundert es mich nicht, dass ein Kind damit Schwierigkeiten hat (und dieses Bild ist bereits vergrößert dargestellt):

Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a

Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a


Wenn ich mir das Bild so ansehe, würde ich vermuten, dass mein Scanner eine Macke hat. Dem ist aber nicht so, die Grafik ist wirklich dermaßen schlecht.
Von diesen Umrisskarten gab es genau 5. Auf ihnen wurde jeweils einer der sieben Regierungsbezirke Bayerns dargestellt. Zusätzlich waren mehrere wichtige Städte in die Karten eingezeichnet. (Das Bild in Aufgabe a) zeigt übrigens Mittelfranken mit Ansbach als Regierungssitz. Ist doch ganz einfach, oder etwa nicht?)
Die Aufgabe bestand darin, unter das Bild den Namen des Regierungsbezirkes zu schreiben und die Landeshauptstadt einzukreisen.
Das waren
a) Mittelfranken mit Ansbach
b) Oberfranken mit Bayreuth
c) Schwaben mit Augsburg
d) Oberpfalz mit Regensburg
e) Unterfranken mit Würzburg
Oberbayern und Niederbayern kamen nicht vor.

Mein Sohn hat nicht eine einzige Hauptstadt eingekreist, was entweder daran gelegen haben konnte, dass er die Aufgabe nicht vollständig verstanden oder dass er schlichtweg keine Stadt-Bezeichnungen auf den Kartenstücken erkannt hatte. Leider war auch die Benennung der Regierungsbezirke nur teilweise richtig. Hätte man ihm eine Bayernkarte mit den Umrissen der Regierungsbezirke vorgesetzt, hätte er alle richtig benennen und zuordnen können. Davon bin ich überzeugt!

3b) Die nächste Aufgabe baute auf der letzten auf. Nun gab es tatsächlich eine Bayernkarte mit den 7 Regierungsbezirken im Umriss. In jedem war ein kleines weißes Feld, in das der entsprechende Buchstabe des Puzzle-Teils aus der letzten Frage einzutragen war. Zwei Bezirke waren mit einem Buchstaben vorbelegt, da in der letzten Aufgabe nur 5 Bezirke abgefragt worden waren. Diese beiden Regierungsbezirke sollten in einer kleinen Tabelle zusammen mit ihrer jeweiligen Hauptstadt benannt werden. Die beiden vorbelegten Buchstaben konnte Heiko einwandfrei benennen. Auch die Hauptsädte stellten keine Hürde dar.

Anders verhielt es sich mit den Puzzleteilen. Hier ging es einzig und alleine darum, die Puzzleteile richtig einzufügen. Es sollte also in jedes kleine weiße Feld der Buchstabe des entsprechenden Teiles aus Aufgabe 3a) eingetragen werden.

Jetzt mag man meinen, dass in HSU nicht gepuzzelt wurde, deswegen hat mein Sohn auch nicht die Teile richtig eingeordnet, sondern hat sich an den Bezeichnungen orientiert, die er unter den Teilen eingetragen hatte. So wanderte das Teil, das er als Oberpfalz (falsch) identifiziert hatte, zwar in der Bayernkarte an die richtige Stelle, war aber trotzdem falsch, da er das falsche Puzzleteil benannt hatte.

War das verständlich?

Also: er hatte unter Teil b) „Oberpfalz“ geschrieben. Richtig wäre d) gewesen.

In Aufgabe 3b) hat er in das weiße Feld b) „Oberpfalz“ eingetragen, wo eben auch die Oberpfalz hingehört. Die Oberpfalz war also richtig eingeordnet.

Allerdings hätte er dort ja das Teil d) eintragen müssen, was für ihn aber „Unterfranken“ und damit falsch war.

Es ging aber gar nicht darum, in der Bayernkarte die Regierungsbezirke richtig einzuordnen, sondern die Puzzleteile.

Wer also in 3a) einen Fehler machte, musste zwangsläufig auch in 3b) einen Fehler machen, eine Art Folgefehler. Denn wieso sollte jemand das Teil d) „Unterfranken“ (falsch!) an die Position der Oberpfalz einsetzen?

Also wieder kein Punkt, obwohl die Lage richtig war, und darauf kam es ja an und nicht darauf, richtig zu puzzeln. Leider hat er den Umkehrschluss von dieser Aufgabe auf die letzte nicht mehr hinbekommen. Er hätte nun nachschauen können, welches Puzzleteil an die Stelle „Oberpfalz“ passt und die Benennung dementsprechend korrigieren können. Das lag auch daran, dass die beiden Aufgaben auf verschiedenen Seiten der Probe standen. Diese blöde Puzzelei hätte man sich schenken können.

Scan von den Aufgaben 4 bis 6

Scan von den Aufgaben 4 bis 6


4) In Aufgabe 4 mussten auf einer Deutschlandkarte, die sämtliche Bundesländer im Umriss enthielt, vier vorgegebene benannt werden. Das hatten wir bis zum Erbrechen geübt. Ergebnis: Null Fehler!

5) Auch Aufgabe 5 wurde fehlerlos bewältigt. hier ging es darum, in einer Tabelle mit den Spalten Bundesland, Landeshauptstadt und Bezugsnummer (zur Deutschlandkarte der letzten Aufgabe) leergelassene Felder auszufüllen.

6) In der nächsten Aufgabe 6 wurde abgefragt, was Stadtstaaten sind und welche es in Deutschland gibt. Wieder Null Fehler. Geht doch!

7) In Aufgabe 7 mussten 5 Nachbarländer von Deutschland aufgezählt werden. Heiko benannte alle neun und hatte die Aufgabe damit überperfekt gemeistert. Einen Bonuspunkt gab es dafür aber leider nicht.

Scan von Aufgabe 8

Scan von Aufgabe 8


Aufgabe 8 wurde dann wieder schwierig. Es wurden 12 Aussagen gemacht, die als „wahr“ oder „falsch“ markiert werden sollten. Hier tauchte nun genau die weiter oben beschriebene Schwierigkeit auf, dass die Schüler den ganzen Stoff abrufbereit haben mussten, damit sie Aussagen richtig bewerten konnten. Das konnte nur schief gehen, da wir mit unserem Sohn aus Zeitgründen bewusst nicht alle Lerninhalte geübt hatten. Heiko hat sich hier dennoch überraschend gut geschlagen.

9) In der letzten Aufgabe ging es darum, zu sechs vorgegebenen europäischen Ländern die Hauptstädte zu benennen. Hier hatte Heiko ebenfalls wieder null Problemo, also keinen einzigen Fehler. Als Hinweis auf die Qualität der eingesetzten Vorlagen mag die Tatsache dienen, dass das europäische Land „Niederlande“ dort mit „Holland“ bezeichnet wurde. Die Kinder mussten die Länderbezeichnung nach Aufforderung durch die Lehrkraft selber ausbessern.

Wenn ich sehe, was in der Grundschule als wichtiges Wissen angesehen wird, dann stellen sich mir die Haare auf. Die Schulzeit wurde um 1 Jahr auf maximal 12 Jahre verkürzt, so dass noch weniger Zeit bleibt, dem Kind all das beizubringen, was es für ein erfolgreiches Erwachsenenleben in unserer sozial meist kalten Gesellschaft benötigt. Dennoch bleibt immer noch Zeit, sich mit so Themen wie der genauen Analyse eines bayerischen Wappens zu beschäftigen. Wer das später wirklich einmal benötigt, muss eh in der Wikipedia nachschauen. Kein Mensch merkt sich das länger als bis zur nächsten Probe, es sei denn, er ist Heraldiker.

Kein Mensch muss das Autokennzeichen von Moldawien kennen.

Kein Mensch muss wissen, dass die Altmühl in die Donau fließt, es reicht völlig aus, sich mit den längsten Flüssen der Welt oder meinetwegen auch mit den längsten Flüssen Deutschlands zu beschäftigen (die Donau ist der drittlängste Fluss Deutschlands, aber die Nebenflüsse sind nicht wirklich wichtig). Wir haben einfach keine Zeit mehr für solche Lerninhalte. Natürlich kann man darüber streiten, was zur Allgemeinbildung gehören sollte und was nicht. Man muss dabei aber immer berücksichtigen, dass für die Vermittlung des immer weiter anwachsenden Berges an Wissen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, ja sogar eine kürzere Zeit als sie uns Eltern zur Verfügung stand.


Weitere Artikel zum Fach HSU.
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Und ein spezieller Buch-Tipp „Ich hab eine Eins! Und Du?: Von der Notenlüge zur Praxis einer besseren Lernkultur“, der aufzeigt, was man tatsächlich von Noten halten sollte.


Update 14. Oktober 2013:
Da das Interesse an diesem Artikel sehr groß ist, habe ich ihn um ein paar weitere Grafiken und Formulierungen ergänzt. Jetzt nach fast vier Jahren empfand ich den Artikel teilweise als schwer verständlich.

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Beim Zeus – Weiherspiele Markt Schwaben http://blog.sevke.net/2009/07/28/beim-zeus-weiherspiele-markt-schwaben/ http://blog.sevke.net/2009/07/28/beim-zeus-weiherspiele-markt-schwaben/#respond Tue, 28 Jul 2009 13:24:52 +0000 http://blog.sevke.net/2009/07/28/beim-zeus-weiherspiele-markt-schwaben/ Weiherspiele Markt Schwaben - Beim Zeus

Am 24. Juli wollten wir wie letztes Jahr (Blog Eintrag vom 25.07.2008) auch wieder zu den Weiherspielen in Markt Schwaben fahren. Leider hatte es bereits den ganzen Tag geregnet und es sah auch nicht danach aus, als würde sich das in den nächsten Stunden ändern.

Wir nahmen also unsere Regenjacken mit und steckten unsere Sitzkissen in Plastiktüten.

In Markt Schwaben standen einige Leute mit Regenschirmen in Grüppchen zusammen, nur wenige hatten sich auf den Sitzbänken niedergelassen.

Wir konnten uns nicht so richtig auf die Veranstaltung freuen, denn über 2 Stunden im Regen zu sitzen und den Darstellern bei ihrem nassen Schauspiel zuzuschauen, war nun keine wirklich prickelnde Vorstellung.

Schon kurz nach unserer Ankunft wurde dann das Schauspiel abgesagt und Montag, der 28. als Ersatztermin festgelegt.

Einige Leute mit längerer Anfahrt waren vergebens nach Markt Schwaben angereist. Aber besser die Aussicht auf eine trockene Veranstaltung als ein nasser Abend am Freitag. Für uns war das nicht weiter tragisch, da wir es ja nicht besonders weit nach Hause hatten. Für die Kinder würde es am Montag allerdings anstrengend werden, denn es handelte sich um einen normalen Schultag mit Früh-Aufstehen sowohl am Montag als auch am Dienstag. Am Samstag hätten sie es da einfacher gehabt.

Am Montag versprach der Tag mit blauem Himmel und 28 Grad Celsius ein ungetrübtes Weiherspiele-Erlebnis, obwohl für abends durchziehende Schauer und sogar Gewitter angekündigt worden waren.

Vorsichtshalber nahmen wir also wieder unsere Regenausstattung mit.

Unsere Plätze waren optimal, hatten genug Platz und eine wunderbare Sicht auf die Kulisse, die sich wieder um den halben Weiher herum ausdehnte. Links befand sich eine Taverne mit einer Dachterasse. In der Taverne befand sich hinter Vorhängen ein griechisches Bad. Rechts neben der Taverne folgte der Tempel von Delphi mit der Priesterin Pythia. Im oberen Teil befand sich der Zeus-Tempel, wo die Götter wohnten und die Menschen beobachteten. Noch weiter rechts schließlich fanden die olympischen Spiele im Hippodrom statt. Aber auch der Weiher war natürlich wieder eingebunden. Hier wurde am Ende der Veranstaltung die hübsche Helena dem Gott Poseidon geopfert.

Der Tempel von Delphi

Worum geht es denn in dem Stück? Hier der Einleitungstext von der Website der Weiherspiele:

Olympia ist die Geburtsstätte der Olympischen Spiele. Um 776 v. Chr. fanden sie zum ersten Mal statt. Die ersten Olympischen Spiele waren ein religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus. Zu Beginn wurde nur ein Wettlauf im Stadion ausgetragen. Bei nachfolgenden Spielen wuchs die Zahl der Wettbewerbe auf zwanzig in den Disziplinen der Leichtathletik, Schwerathletik, Pentathlon und den Wagenrennen.

Man schreibt das Jahr 430 v. Chr. nach unserer Zeitrechnung, in Griechenland war es das Jahr der 86. Olympischen Spiele auf dem Peloponnes. Im großen Zeustempel, dem Herzen von Olympia, feiert man ein großes Fest. Gerade ist die neue, 12 m hohe Zeusstatue vollendet worden, gefertigt aus edlem Marmor, Elfenbein und jeder Menge Gold. Sie geht als 7. Weltwunder der Antike in die Geschichte ein. Ihr Erbauer, der Bildhauer Phidias, ist von Zweifeln geplagt, ob die Statue auch das Wohlgefallen des Göttervaters Zeus finden wird, denn er ist sich sicher, dass während der Olympischen Spiele, der halbe Olymp in dem Tempel „Wohnung“ beziehen wird. Das Vergnügen, den Menschen bei ihrem „Kräftemessen“ zuzuschauen, lassen sich die Götter nicht entgehen, leben sie doch in der griechischen Mythologie den Menschen sehr nahe.

Den Frauen ist der Zutritt zu den Spielen verwehrt, treten doch die Athleten nackt auf mit Ausnahme beim Wagenrennen. An eine weibliche Teilnahme ist schon gleich gar nicht zu denken. Und so kommt es wie es kommen muss: Eine junge stolze Griechin, angetrieben vom Ehrgeiz ihrer Mutter, verkleidet sich als Edelmann und schmuggelt sich unter die Wagenlenker. Und es kommt noch einmal wie es kommen muss: …. sie gewinnt, der größte Skandal Olympias ist perfekt.

Dies ist der Hintergrund einer heiteren olympischen Komödie, oder: Als die Frauen laufen lernten !

Natürlich gab es auch wieder Gesangs- und Tanzeinlagen. Dieses Jahr fanden wir die Tanzeinlagen relativ langweilig und wenig inspiriert. Auch den Weiher hätte man fantasievoller nutzen können. Immerhin gab es mit zwei Streitwagen, die jeweils von zwei Pferden gezogen worden, kurzzeitig richtig Action.

Und so sah die Eintrittskarte aus:

Die Eintrittskarte

Die Eintrittspreise haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht.

Wir warten, dass es los geht!

Wir warten, dass es los geht

Als Abschluss noch ein kleiner Video-Clip zum Herunterladen: Weiher-Clip (33 MB, 1:26 min, Quicktime).

Die Weiherspiele in Markt Schwaben haben sogar einen eigenen Eintrag in der Wikipedia!


 

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