Allgemein – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net Querbeete Gedanken, Meinungen und Interessen Sun, 22 Oct 2017 15:45:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://blog.sevke.net/wp-content/uploads/2016/03/cropped-think-622166_960_720-150x150.jpg Allgemein – Svens Gedankensplitter http://blog.sevke.net 32 32 27620428 Urlaubsplanung 2018 – Portugal? http://blog.sevke.net/2017/08/20/urlaubsplanung-2018-portugal/ http://blog.sevke.net/2017/08/20/urlaubsplanung-2018-portugal/#respond Sun, 20 Aug 2017 17:03:14 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8862 Immer mal wieder flattert ein Flyer von trendtours Touristik bei mir ins Haus. Kennt das jemand von euch?

Normalerweise landet das im Abfall. Aber neugierig bin ich geworden, als mich das Folgende anzwinkerte:

FLyer Titelseite zur Reise Glanzlichter Portugals

Hm … schon wieder Portugal? Letztes Jahr war ich mit Sunwave in Lissabon. Wie es dazu kam, steht auf Singlereisen mit Sunwave – Buchung. Da steht auch, wieso Gruppenreisen überhaupt eine Option für mich darstellen.

Aber mit dem Bus durch ganz Portugal in nur 10 Tagen?

Ehrlich gesagt, bin ich selber noch nicht sicher.

Aber sobald du im Flyer blätterst, bist du bei der Betrachtung der Fotos ziemlich angefixt! 🙂

Ist ja nun nicht gerade so, als wäre Portugal kein attraktives Urlaubsland.

Also vielleicht doch mal einen näheren Blick auf das Angebot werfen.

Portugal Urlaubsreise mit trendtours

Neben der Glanzlichter Portugals Tour bietet Trendtours auch noch eine zweite Tour an, nämlich die Amado Algarve Tour, die etwas anders ausgestaltet ist und auch in Richtung Norden nur bis Lissabon und Évora geht.

Bei der Glanzlichter-Tour geht es hingegen bis Braga hoch.

Beide Touren dauern 10 Tage.

Der größte Unterschied der Touren ist die Tatsache, dass an der Algarve genug Zeit für den Strand bleibt. Das ist bei der Glanzlichter-Tour nicht machbar. Dafür ist die Algarve-Tour auch 200 Euro billiger.

Nun bin ich zwar Atlantik- aber nicht unbedingt Strand-Fan. Bin gerne am Strand, mag dort aber nicht den ganzen Tag nur so herumliegen. Von daher entspräche die Glanzlichter-Tour vermutlich eher meinen Neigungen.

Als ich mit meinen Gedanken erst mal so weit gekommen war, konnte ich mich auch mit der Aussicht auf stundenlange Busfahrten quer durch Portugal versöhnen. Denn der direkte Vergleich einer Trendtours-Gruppenreise mit einer von Sunwave wäre sicher eine interessante Geschichte.

Glanzlichter Portugals

Tatsächlich ist das Programm der Tour ziemlich dicht gepackt:

  • Stadtrundfahrt Lissabon mit dem Castelo São Jorge und der Alfama
  • Belém mit dem Hieronymiten-Kloster, dem Seefahrerdenkmal und dem Torre de Belém
  • Cristo Rei Statue
  • Sintra mit dem Palácio National (aber ohne Quinta da Regaleira und Palácio da Pena)
  • Keramikmanufaktur in Azeitão
  • Besuch der Universität in Coimbra
  • Besuch des Klosters in Batalha
  • Besuch des Wallfahrtorts Fátima
  • Spaziergang im Bussaco Wald
  • Besuch einer Süßigkeiten Manufaktur in Aveiro
  • Besuch von Braga (Igreja Bom Jesus de Monte)
  • Besuch von Guimarães (erste Hauptstadt von Portugal)
  • Stadtrundfahrt durch Porto
  • Bootsfahrt auf dem Douro
  • Besuch einer Korkeichenfabrik in Évora
  • Besuch einer Ölmühle in Beja
  • Besuch einer Weinkellerei
  • geführter Spaziergang durch die Wälder am Monchique
  • Besuch der Seefahrerschule in Sagres
  • Fahrt zu Europas stärkstem Leuchtturm am Kap und dann dort auf jeden Fall eine leckere Bratwurst essen 🙂
  • Besichtigung der Burg in Silves

Auf der Trendtours-Seite stehen ziemlich viele Informationen zu den aufgeführten Programmpunkten. Es wird aber nicht immer ganz deutlich, was davon tatsächlich auch besucht wird oder an was man eventuell einfach nur vorbeifährt … vielleicht mit einem kurzen Halt für ein Foto.

Irreführend ist zum Beispiel das Foto des zugegebenermaßen sehr fotogenen Palácio da Pena in Sintra, das sowohl auf der Website als auch im Flyer auftaucht. Die Besichtigung ist aber – so weit ich es der Beschreibung entnehmen kann – definitiv nicht Bestandteil des Programms.

Wenn „Eintritt inklusive“ in Klammern hinter einem Glanzlicht steht, kann man wohl davon ausgehen, dass hier tatsächlich eine Besichtigung stattfindet. Ansonsten sollte man mit seinen Erwartungen eher vorsichtig sein.

Ich muss nun mal in mich gehen und mit mir diskutieren, ob ich diese Tour nächstes Jahr wirklich mal ausprobieren sollte. Im Augenblick bin ich noch hin- und hergerissen. Viele dieser Highlight kenne ich ja bereits und eine Busreise quer durch Portugal klingt recht langweilig. Und man hat kaum Zeit, seinen Koffer auszupacken … da geht es auch schon wieder weiter zum nächsten Hotel.

Was meint ihr?

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Weiher Feia 2017 in Erding am Kronthaler Weiher http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/ http://blog.sevke.net/2017/08/11/weiher-feia-2017-erding-kronthaler-weiher/#respond Fri, 11 Aug 2017 17:34:26 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8827 Die jährliche WeiherFeia in Erding ist eines der Top-Ereignisse im Landkreis Erding.

Letztes Jahr konnte die größte Strandparty Erdings leider nicht stattfinden, weil das Gelände am Kronthaler Weiher umgebaut wurde.

Aber dieses Jahr am 5. August war es wieder so weit.

Schon seit 2009 gibt es die WeiherFeia am Kronthaler Weiher in Erding. Bisher hatte ich nur ein einziges Mal daran teilgenommen, nämlich 2011. Damals hatte ich dazu einen kurzen Artikel geschrieben.

Was ist der Kronthaler Weiher?

Blick über den Strand des Kronthaler Weihers in Erding

Der Kronthaler Weiher ist ein aus einem Baggersee hervorgegangenes Naherholungsgebiet im Norden von Erding. Im See kann man baden und eine große Liegewiese lädt zum Entspannen ein. Wer es nicht gar so entspannend mag, kann sich bei Boccia, Beachvolleyball, Beachhandball, Fußball, Minigolf oder auf dem Trampolin austoben. Auch eine kleine Calisthenics-Anlage ist am südlichen Rand vorhanden. Für die Kinder gibt es mehrere Spielplätze. Für die Väter gibt es Grillplätze.

Ganz wichtig: der Zugang zum Gelände ist kostenlos.

Es gibt zwar gute Parkplätze (sogar mit Bäumen für Schatten ausgestattet) in unmittelbarer Nähe. Diese dürften jedoch an richtig warmen Sommertagen und bei Veranstaltungen wie der WeiherFeia nicht ausreichen. Auf dem nahe gelegenen Volksfestplatz stehen viele weitere Parkplätze zur Verfügung. Allerdings muss man von dort ein paar Minuten zu Fuß durch eine Kleingartenanlage gehen. Wenn man Pech hat, bleibt man beim kleinen Biergarten Blumenhof hängen und erreicht den See gar nicht erst. 😉

Was ist die WeiherFeia?

Blick über das Ostufer des Kronthaler Weihers in Erding

Veranstalter der jährlichen WeiherFeia ist die Wasserwacht Erding, die am See selbstverständlich über eine eigene Wachststation verfügt.

An einem einzigen Tag des Jahres im August wird ein Großteil der Liegewiese zu einem riesigen Biergarten umgestaltet. (Vielleicht könnte man das auf zwei Tage ausdehnen. Was meint ihr?) Am Rand der Wiese stehen zahlreiche Buden mit diversen kulinarischen Verführungen. Natürlich gibt es auch etwas zu trinken, vor allem selbstverständlich Bier der Brauerei Erdinger Weißbräu.

Der Freizeit- und Badebetrieb wird durch den Biergarten nicht eingeschränkt. Nachmittags vermischt sich alles zu einer Art Riesen-Happening. Spielt das Wetter mit, so sieht man überall fröhliche und ausgelassene Menschen jeder Altersklasse.

Abends geht der Betrieb dann langsam in eine große Party über. Auf einer Livebühne wird zunächst Konservenmusik des Radiosenders Rock Antenne gespielt. Später heizt dann die Band Ois Easy ein und sorgt für richtig viel Stimmung.

Das Ganze endet dann irgendwann gegen Mitternacht.

Wie war die WeiherFeia 2017?

Foto mit Blick über das WeiherFeia Gelände in Erding

Natürlich geht (gefühlt) so ziemlich jeder Erdinger zur WeiherFeia! Das Wetter war bestens. Und auf diversen Plattformen (siehe auch meinen Artikel zu Erdinger Freizeitgruppen) wurden eifrig Treffen organisiert.

Screenshot der Anmeldungen bei den Münchner SinglesAuch die Superdinger wollten sich gegen 18:00 auf der WeiherFeia treffen. Allerdings waren einige der Mitglieder bereits bei den Münchner Singles für ein dort organisiertes Event angemeldet. Das spielte natürlich keine große Rolle, denn eine Abschottung einer Gruppe von irgendeiner anderen gab es nicht.

Ich habe gar nicht erst versucht, am Weiher zu parken, sondern habe direkt den Volksfestparkplatz angesteuert. Überraschenderweise standen dort noch gar nicht besonders viele Autos. Umso besser. Die paar Meter Fußweg durch die Kleingartenanlage und vorbei an dem kleinen Blumenhof-Biergarten empfand ich als angenehm.

An allen Zugängen gab es dieses Jahr Taschenkontrollen. Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen. Ich selber hatte aber keine Tasche dabei.

Einen bestimmten Treffpunkt hatte ich mit niemanden ausgemacht.

So bin ich erst einmal alleine über das Gelände spazieren gegangen.

Das Video gibt ganz gut die Stimmung am Nachmittag wieder.

Die Wasserwacht Erding verkaufte Getränke, um die eigenen finanziellen Reserven etwas aufzustocken. Da ich bereits 2011 ein Foto von der Preistafel gemacht hatte, kann ich hier die Preise von 2011 denen von 2017 gegenüberstellen:

Preisvergleich Getränke 2011 und 2017

Sieht mir nach einer moderaten Preisentwicklung aus … immerhin liegen 6 Jahre dazwischen.

Auf der anderen Seite gab es die Imbissbuden. Leider wurden die nicht wirklich mit all den vielen hungrigen Menschen fertig. Dementsprechend gab es überall lange Warteschlangen. Wer Hunger hatte, musste geduldig sein. Ich verzichtete auf eine Mahlzeit.

Es waren sehr viele Menschen unterwegs, aber alles sah friedlich aus.

Plötzlich sprang mich eine junge Dame von hinten an, weil sie mich wiedererkannt hatte. Sie informierte mich darüber, wo sich die MüSis breit gemacht hatten. Das fand ich sehr nett, wollte aber noch ein bisschen weiter herumschlendern.

Auch die Superdinger meldeten sich per WhatsApp bei mir und schließlich auch noch Heike, die mit ihren Nachbarn unterwegs war.

Bei den MüSis kam mir dann plötzlich eine meiner Mitreisenden von meiner Sunwave-Reise nach Lissabon (2016) entgegen. Sie war extra von München nach Erding raus gefahren, um mit den MüSis zusammen zu feiern.

Vielen Leuten wird es auf der WeiherFeia so gegangen sein wie mir: man traf Bekannte und Freunde … geplant oder eben auch ungeplant.

So verging der Nachmittag mit Anstehen, Trinken, Herumschlendern, Herumstehen und Gesprächen.

Gegen Abend verlagerte sich ein Teil der Menschenmenge immer mehr zur Live-Bühne.

Auch die Kinder durften mitmachen und hatten Spaß!

Als die Sonne unterging, wurde es … ja … es wurde schlagartig richtig dunkel, denn schwarze Wolken zogen auf und ließen Böses erahnen. So gegen 21:30 Uhr fing es dann auch an zu regnen, nicht schlimm, aber doch genug, um nass zu werden. Ein Bierzelt gab es als Rückzugsmöglichkeit leider nicht. Stattdessen drängten sich viele unter den Sonnenschirmen, die vor allem beim Biergarten aufgestellt worden waren. Aber die reichten natürlich nicht aus. Den meisten machte das nichts aus, sie ergaben sich in ihr Schicksal und ignorierten den Regen einfach.

Zwischendurch gab es immer mal wieder trockene Phasen, aber danach regnete es wieder.

Inzwischen hatten auch schon viele die WeiherFeia verlassen. Auf der Bühne wurde es (zeitweise) rockiger.

Irgendwann gegen Mitternacht zogen wir Superdinger weiter zum Sommergarten Erding, der zwar offiziell nur bis 23:00 Uhr Biergartenbetrieb hatte, heute aber eine Stunde länger geöffnet war. Heute eröffnete auch die Diskothek, so dass dort sehr viele junge Leute herumstanden und Einlass begehrten. Uns zog es in den bereits verwaisten Biergarten. Jeder besorgte sich noch etwas zu trinken und wir quatschten (ratschten) noch eine Weile, bis wir so gegen 01:00 Uhr freundlich aus dem Biergarten geworfen wurden.

Draußen war jetzt Schluss. Innen in der Disco ging es weiter … aber ohne uns. 😉

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Die Superdinger – eine Freizeitgruppe im Landkreis Erding http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/ http://blog.sevke.net/2017/07/19/superding-freizeitgruppe-erding/#respond Wed, 19 Jul 2017 20:00:02 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8788 Da sich meine Familiensituation bereits vor einigen Jahren unerwartet, aber drastisch verändert hat, bin ich immer mal wieder auf der Suche nach ein paar netten Leuten im Landkreis Erding, mit denen ich ab und zu mal etwas zusammen unternehmen kann. Ich komme zwar bestens alleine klar, bin aber nur bedingt gerne alleine unterwegs. Denn mir fehlt das Teilen von Eindrücken und Erfahrungen. Und außerdem höre ich gerne, wie andere dasselbe erleben und wie sie darüber denken. Deswegen war ich 2016 auch mit einer Reisegruppe im Urlaub (Portugal-Urlaub mit Sunwave). Und wahrscheinlich werde ich 2018 wieder einen Urlaub mit einer Reisegruppe machen … 2017 fällt aus.

Darum soll es hier aber gar nicht gehen.

Logo der Ü40 - Erding Gruppe in Facebook

Diverse Dating-Plattformen und Single-Plattformen bieten die Möglichkeit, andere Leute kennenzulernen, und dies nicht nur zum sofortigen Heiraten. Als erstes muss ich Facebook nennen. Jede Region hat diverse selbst organisierte Gruppen, in denen sich Leute zur gemeinsamen Freizeitgestaltung zusammenfinden.

Eine Gruppe der Münchner Singles im fröhlichen Gespräch

(c) Münchner Singles, Meran & Haslberger GbR

Für den Münchener Raum will ich an dieser Stelle sehr gerne auf die MüSis hinweisen, über die ich schon mal geschrieben habe (Münchner Singles Forum). Das Forum dort sollte man eher meiden, aber positiv ist die große Anzahl an Veranstaltungen, die (in erster Linie von den Mitgliedern selber) organisiert werden. Die Mitgliedschaft ist recht günstig. Wissen muss man, dass man bei den MüSis eher Leute des mittleren und noch höheren Alters findet. Für sehr junge Menschen ist diese Plattform ungeeignet. Dann doch lieber Tinder. 😉


Vor einigen Wochen habe ich Google mal mit den Suchbegriffen „freizeit singles ü40 erding“ gefüttert und bin dann bei diesem Suchergebnis gelandet:

Screenshot des Google Suchergebnisses

Hm … Superding, und das auch noch in gesperrter Schrift … was sollte das sein? Sup-Erding? Oder wirklich Super-Ding? Am Ende entschied ich mich dafür, dass es sich um eine Verschmelzung der Wörter „SupER“ und „ERding“ handeln musste. Die treffen sich regelmäßig beim Daimerwirt in Moosinning. Den kannte ich noch nicht, aber laut Google Maps war die Anfahrt sehr einfach.

Später erfuhr ich dann, dass „Superding“ eigentlich „S. u. P. Erding“ heißt. Und das steht für „Singles und Paare aus Erding“. Also etwas ganz anderes.

Der Name ist aber eigentlich auch völlig egal. Wichtig sind die Leute. Und die kann man nur persönlich kennenlernen, wenn man seinen Hintern zu einem der Stammtischtreffen bewegt.

Stammtischtreffen beim Daimerwirt in Moosinning

Blick auf den Daimerwirt in Moosinning von der Biergarten-Seite aus

Am 13. Juli war ich also beim Daimerwirt in Moosinning. Wenn man auf der Hauptstraße durch den Ort fährt, ist dieses Lokal recht unscheinbar. Aber einmal abbiegen und ich hatte einen großen Parkplatz auf der einen Straßenseite und einen sehr gut besuchten Biergarten auf der anderen Straßenseite vor mir. Nein, das war definitiv keine kleine Dorfkneipe!

Ich war doch etwas überrascht und verunsichert. Wie sollte ich denn hier eine Gruppe von lauter Unbekannten identifizieren?

Mir blieb nichts anderes übrig, als im Wirtshaus eine Bedienung nach der Gruppe zu fragen. Eine Gruppe, die sich regelmäßig dienstags dort traf, sollte doch bekannt sein. War sie auch … aber nicht der Gruppenname.

Gleich am Eingang an einem langen Tisch und zum Teil an einem zweiten langen Tisch saßen sie, die Superdinger. Ein erster Rundumblick ließ mich den Altersbereich auf Ü40 einschätzen. Das passte also ganz gut zu meinem eigenen Alter.

In eine neue Gruppe zu kommen, ist nicht für jeden eine einfache Sache. Zum einen hängt es natürlich von einem selbst ab, zum anderen hängt es aber auch von den Gruppenmitgliedern ab, die sich meistens schon lange kennen.

Genau darüber haben wir uns später in der Gruppe unterhalten. Da wurden auch Vergleiche zu den MüSis gezogen, mit denen einige ebenfalls Erfahrungen hatten.

Jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, von der Gruppe abgelehnt zu werden, sondern wurde schnell eingebunden.

Der Biergarten war an dem warmen Tag sehr gut besucht. Das Essen schien zu schmecken, so weit ich das bei einem einzigen Besuch beurteilen konnte. Die Speisekarte war auf jeden Fall ziemlich umfangreich.

Offiziell treffen sich die Superdinger immer um 18:00 Uhr. Ich kam erst später dazu (so gegen 19:00 Uhr), bedingt durch den langen Weg vom Büro nach Moosinning. Allgemeine Auflösung war kurz nach Sonnenuntergang, so gegen 22:00 Uhr. Überraschend fand ich, dass einige Leute bereits sehr früh wieder gingen. Auf der anderen Seite ist es gut, wenn sich niemand verpflichtet fühlt, bis spät in die Nacht hinein dabei bleiben zu müssen.

Der Abend war anregend und sehr unverkrampft.

Stammtischtreffen im Erdinger Biergarten

Am 18. Juli sollte das nächste Treffen im wieder eröffneten Biergarten in Erding stattfinden (früher Hunter bzw. Schiaßn). Momentan hat dieser Biergarten wohl den Namen Sommergarten erhalten. Der Standort war aus meiner Sicht schon immer sehr gut. Gut zu erreichen, gute (kostenlose) Parkmöglichkeiten, schöne Umgebung. Leider konnte sich in den letzten Jahren kein Betreiber so richtig lange halten. Es gab häufig Kritik zum Essen und sogar zum Service. Ich persönlich finde es dort immer sehr urig und gemütlich, kannte aber den Biergarten seit dem Umbau noch nicht.

Blick über den neuen Sommergarten in Erding

Die vereinbarte Uhrzeit von 18:00 Uhr konnte ich natürlich nicht einhalten, es wurde dann wieder so 19:00 Uhr. Überrascht hat mich der sehr volle Parkplatz beim Biergarten. So voll hatte ich den noch nie gesehen. Die Sinnflut (das kleine „Tollwood“ in Erding – immer zu empfehlen!) wurde gerade aufgebaut, so dass der Volksfestplatz als Parkplatz komplett ausfiel. Der volle Parkplatz ließ Böses für den Biergarten erahnen.

Und tatsächlich: es war brechend voll! Hm … kein Wunder bei dem schönen warmen Wetter. Und es sei dem Betreiber auch gegönnt.

Was das Finden von Leuten in großen Menschenmengen betrifft, bin ich ein bisschen behindert. Deswegen bin ich immer dankbar, wenn ich gefunden werde. Das klappte auch diesmal. Während mein Blick noch suchend die Menschen scannte, winkte mir Ela zu und ich fand sofort zu meiner Herde.

Gruppenbild der Superdinger im Sommergarten Erding

Klar, der Tisch war mit 9 Leuten bereits gut besetzt, aber irgendwie geht es immer. Alle rückten noch näher zusammen und ich konnte mich noch an den Rand quetschen.

Der ehemalige Teil mit der Live-Bühne ist zu einer Art Mauerruine umgebaut worden. Sieht hübsch aus und bietet mehrere (voll einsehbare) Pseudo-Séparées. In einer Ecke (in der Nähe des Bierausschanks) gibt es einen Kinderspielplatz, dessen Boden komplett mit Sand aufgeschüttet ist, so dass das Ganze wie am Strand aussieht. Verstärkt wird der Eindruck durch viele Sonnenliegen, wo es sich die Eltern gemütlich machen können.

Vor dem Hauptgebäude gibt es noch eine Strandbar mit weiß bezogenen Sitzmöbeln und (natürlich) Musikuntermalung.

Personal war insgesamt ausreichend vorhanden. Alle waren sehr jung und schienen noch etwas ineffizient zu arbeiten. Probleme gab es aber keine.

Die Bänke sind übrigens zum größten Teil mit Rückenlehnen ausgestattet. Das ist vielleicht für einen Biergarten etwas ungewöhnlich, aber deutlich bequemer. Alle Tische waren mit lebendigen Blumen geschmückt. Auch das ist wohl eher ungewöhnlich, wirkt aber sympatisch.

Was mir schon letzten Dienstag an den Superdingern gefallen hat, war, dass sich die Leute tatsächlich unterhielten und nicht nur stumm herumsaßen. Auf diese Weise erfuhren die beiden Neuen, Eva und ich, einiges über frühere Veranstaltungen und über die Leute selber. Im Gegenzug gab es natürlich auch Fragen an uns. Die Stimmung war sehr gut und es gab jede Menge Frotzeleien untereinander. Einmal habe ich etwas über die Stränge geschlagen, was mir dann hinterher auch ziemlich leid tat. Ich hatte den Eindruck, dass niemand dem anderen etwas schenkte und dass auch niemand so schnell sauer wurde.

Wir unterhielten uns unter anderem auch über die Gruppen-Disziplin. Dieses Jahr hatten wohl noch nicht so viele gemeinsame Veranstaltungen stattgefunden, weil die Organisation meistens an denselben Leuten hängen blieb, die für ihre Arbeit oft auch noch mit vielen Absagen belohnt wurden. Das ist möglicherweise ein Phänomen unserer modernen Zeit, denn ich kenne das schon von anderen Gruppen. Am Ende macht dann halt gar keiner mehr etwas. 🙁

So gegen 22:00 Uhr löste sich der Großteil der Gruppe auf und nur Gabi, Gerhard und ich gingen noch in die Beach-Lounge. Um ca. 23:00 Uhr verließen auch wir den Sommergarten. Der Biergarten war zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie leer.

Nächsten Dienstag findet das nächste Treffen wieder beim Daimerwirt in Moosinning statt.

Aber vorher steht noch die Sinnflut an, und zwar bereits am Freitag um 18:00 Uhr.

Wer jetzt Lust hat, die Superdinger kennenzulernen, kann einfach dazustoßen oder mich kontaktieren … ich leite das dann weiter.

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Conway’s Game of Life http://blog.sevke.net/2017/07/09/conways-game-of-life/ http://blog.sevke.net/2017/07/09/conways-game-of-life/#respond Sun, 09 Jul 2017 10:54:27 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8669 Ich habe mal wieder Spaß beim Programmieren gehabt. Bei der Entwicklung des Send More Money Programms hatte ich in der Vergangenheit auch schon mal Spaß gehabt. Programme, die kein Mensch braucht. 🙂

Schon lange einmal wollte ich mir das Game of Life des Mathematikers John Horton Conway vornehmen. Und inzwischen habe ich eine Version in PHP geschrieben.

Worum geht es im „Game of Life“?

Beim „Game of Life“ handelt es sich um die Simulation eines zellulären Automaten. Das ist ein Raum (oder eine Fläche als zweidimensionaler Raum), in dem sich voneinander getrennte Einheiten nach definierten Regeln entwickeln. In unserem Fall nehmen wir eine Art kariertes Blatt Papier. Da sind die Zellen quasi schon vorgegeben. Jede Zelle (jedes Quadrat auf dem Karoblatt) kann tot oder lebendig sein. Mehr nicht.

Wenn man jetzt zufällig (oder wohl überlegt) eine Reihe von Zellen ins Leben ruft, so ergibt sich ein Anfangszustand unserer kleinen Welt. Man kann zum Beispiel Reiskörner auf die Kästchen legen, wo sich eine lebende Zelle befinden soll.

Foto eines Karopapiers mit Reiskörnern

(Okay, so richtig viel kann man nicht erkennen. Ich hätte die Reiskörner einfärben sollen!)

Man könnte statt der Reiskörner auch ein paar Spielsteine nehmen.

Foto eines Karopapiers mit Spielsteinen

(Schon besser.)

Diese Ursuppe an Zellen bzw. Reiskörnern entwickelt sich nun nach genau vier einfachen Regeln weiter zu einer neuen Generation. Dabei wird jede Zelle einzeln auf ihre Nachbarn hin untersucht und dann entsprechend der Regeln in einen neuen Zustand überführt. Zellen können sterben, aber es können auch neue Zellen geboren werden.

Wie lauten die Regeln?

Für jede Zelle werden die Nachbarzellen betrachtet, also insgesamt 8 Zellen (diagonal zählt mit). Auf die Nachbarn selber haben die Regeln keine Auswirkung, sie werden also nicht beeinflusst. Es geht immer um genau dieses eine Kästchen. Deswegen werden bei den Beispielen auch keine Nachbarn mit in die nächste Generation übernommen. Wie es um sie steht, entscheidet sich erst bei der Untersuchung derer Nachbarn.

Neugeburt einer Zelle

Ausgangszustand für die Geburt einer neuen ZelleEine neue Zelle wurde geboren

In einem Kästchen, in dem sich noch keine Zelle bzw. kein Reiskorn/Spielstein befindet, kann neues Leben entstehen. Dazu braucht es zwei Eltern und eine Hebamme, also genau drei Nachbarn.

Überleben der Zelle

Eine Zelle mit zwei Nachbarn überlebtDer Zustand der Zelle hat sich nicht geändert
Eine Zelle mit drei Nachbarn überlebtDer Zustand der Zelle hat sich nicht geändert

Befindet sich in einem Kästchen ein Reiskorn/Spielstein, so kann die Zelle nur dann überleben, wenn sie genau zwei oder drei Nachbarn hat. DIe drei Nachbarzellen helfen also nicht nur bei der Geburt, sondern auch beim Überleben. Das nennt man wohl Familie.

Die Zelle stirbt an Einsamkeit

Eine Zelle ohne NachbarnDie einsame Zelle ist gestorben
Eine Zelle mit einem einzigen NachbarnDIe Zelle ist gestorben, die Nachbarzelle wird nicht beeinflusst.

Wenn die Zelle gar keine oder nur einen einzigen Nachbarn hat, dann geht es der Zelle sehr schlecht und sie stirbt leider an Einsamkeit.

Die Zelle stirbt an Überbevölkerung

Diese Zelle hat rundherum überall Nachbarn.Die Zelle ist an der Überbevölkerung gestorben.
Eine Zelle mit vier Nachbarzellen.Eine Zelle mit vier Nachbarn ist gestorben.

Bei vier oder mehr Nachbarn bekommt die Zelle einen Rappel und stirbt an Überbevölkerung, Man könnte auch sagen, dass einfach nicht genug Nahrung für alle da ist.

Vom Karopapier zum PHP-Programm

Keine Frage: das kann man super mit einem Blatt Papier spielen.

Ein wenig mühsam ist es aber schon.

Und deswegen gibt es auch zahlreiche Programme und Apps, mit denen man das ganz einfach spielerisch auf dem Handy oder dem PC ausprobieren kann.

Ich habe mir mein eigenes Programm geschrieben.

Wenn ihr wollt, könnt ihr das hier ausprobieren: http://sevke.net/php/gol/gol.php.

Interessante Objekte in Conway’s Game of Life

Wenn man mit dem Programm eine Zeit lang herumgespielt hat, stellt man schnell fest, dass es ein paar interessante Objekte gibt. Mitunter bleiben Zellklumpen erhalten und entwickeln sich nicht mehr weiter.

Zusammenstellung von statischen <Objekten in Conway's Game of Life
In dem Bild seht ihr die folgenden Objekte von links oben nach rechts unten: Pond (Teich), Block, Loaf (Laib), Beehive (Bienenstock), Tub (Wanne), Snake (Schlange), Boat (Boot), Largeboat (großes Boot), Ship (Schiff), Largeship (großes Schiff), Barge (Kahn), Largebarge (großer Kahn).
(Ich habe mir diese Bezeichnungen nicht ausgedacht.)

Manche Objekte wechseln immer zwischen mehreren Zuständen hin und her, bleiben aber ansonsten stabil.

Der Blinker
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des BlinkersOszillierender Blinker

Die Uhr
[selber ausprobieren]

Anfangszustand der ClockOszillierende Clock

Der Bipol
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des BipolsOszillierender Bipol

Der Tripol
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des TripolsOszillierender Tripol

Die Kröte
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des ToadsOszillierender Toad

Das Pentadecathlon
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des PentadecathlonsOszillierendes Pentadecathlon

Der Pulsar
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des PulsarsOszillierender Pulsar

Das Oktagon
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des OktagonsOszillierendes Oktagon

Der Tümmler
[selber ausprobieren]

Anfangszustand des TumblersOszillierender Tumbler

Der Pulsar ist eins meiner Lieblingsobjekte. Er besitzt im Zentrumsbereich einige statische Zellen, um die herum das Gebilde pulsiert.

Darstellung der drei Phasen des Pulsars

Die 3 Phasen des Pulsars

Und dann gibt es manchmal sogar Gleiter und Raumschiffe, die sich über den Bildschirm bewegen, ihre Form dabei ändern, dann aber wieder zur Ursprungsform zurückfinden.

Der Glider in der ersten Generation

Glider

Das LWSS in der ersten Generation

LWSS

Das MWSS in der ersten Generation

MWSS

Das HWSS in der ersten Generation

HWSS

Der Gleiter bewegt sich diagonal über das Spielfeld.

Das sieht dann in etwa so aus:

Der Glider in der Bewegung

Hier bewegt sich der Gleiter diagonal nach rechts unten … auch wenn es komisch aussieht, als würde sich das Papier nach links oben bewegen. Alles ist eben relativ. 😉

Im Gegensatz zum Gleiter bewegen sich die Raumschiffe immer senkrecht oder waagerecht. Die drei verschiedenen Raumschiffe unterscheiden sich nur in ihrer Größe. Exemplarisch hier die Bewegung des LWSS (Light Weight Space Ship):

Das LWSS in der Bewegung

Eins der interessantesten Objekte ist die Gosper Gleiter Kanone. Dieser Zellenverbund wabert immer von rechts nach links und wieder nach rechts und stößt dabei nach unten in regelmäßigen Abständen Gleiter aus, die sich nach unten rechts wegbewegen. Das Ganze läuft in einer endlosen Schleife.

Die Gleiter Kanone sieht folgendermaßen aus:
Die Glidergun in der ersten Generation
Naja, okay, unter einer „Kanone“ stellt man sich überlichweise etwas anderes vor. Die Bezeichnung müsst ihr einfach akzeptieren. Jedes Ding braucht seinen Namen.

In Aktion werden – wie gesagt – regelmäßig kleine Gleiter ausgestoßen. Das wiederholt sich immer wieder.

Animierte Darstellung der Glidergun

Hinweise zu meiner Version des Game of Life

Normalerweise werden die Zellen immer als schwarze Objekte dargestellt. Ich habe das Ganze etwas farbenfroher gestaltet:

Farbige Darstellung des Tumblers in der neunten Generation

Der Tumbler

Grün: eine Zelle wurde neu geboren
Schwarz: die Zelle hat überlebt
Grau: die Zelle ist schon ziemlich alt
Rot: die Zelle stirbt gleich an Einsamkeit

Das Programm unterstützt (zur Zeit) nur Einzelschritte, aber keine (endlose) automatische Erzeugung der Generationen. Damit möchte ich verhindern, dass einige Spaßvögel den Webserver einem Stress-Test aussetzen.

Eine ganze Menge an stabilen statischen Objekten (Block, Tub, Snake, Beehive, Pond, Loaf, Boat, Largeboat, Ship, Largeship, Barge, Largebarge) und stablien oszillierenden Objekten (Blinker, Toad, Beacon, Tripole, Clock, Oktagon, Tumbler, Pulsar, Pentadecathlon) sowie natürlich verschieden Gleiter und Raumschiffe (Glider, LWSS, MWSS, HWSS) und natürlich die berühmte GliderGun könnt ihr euch anzeigen lassen, indem ihr an den URL den Parameter „?type=…“ anhängt. Die drei Punkte müsst ihr dabei durch den Namen des Objektes (alles in Kleinbuchstaben) ersetzen.

Alle oszillierenden Objekte werden mit jeweils 2 kompletten Zyklen angezeigt. Danach könnt ihr per Einzelschritt weitermachen.

Beispiel: http://sevke.net/php/gol/gol.php?type=glidergun.

Weitere Informationen im Internet

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http://blog.sevke.net/2017/07/09/conways-game-of-life/feed/ 0 8669
Rechtschreibfehler http://blog.sevke.net/2016/12/30/rechtschreibfehler/ http://blog.sevke.net/2016/12/30/rechtschreibfehler/#respond Fri, 30 Dec 2016 22:14:51 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8301 Wenn ich hin und wieder meine eigenen Artikel lese, stelle ich fest, dass sich doch wesentlich mehr Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben als mir lieb ist. Natürlich bessere ich alles aus, was mir auffällt. Aber ich bin leider auch nicht mehr so fit mit meinen Augen.

Ich würde es total super von euch finden, wenn ihr mir in so einem Fall eine kurze E-Mail an sven.sevke@sevke.net schicken könntet. Das gibt mir die Chance, das Problem aus der Welt zu schaffen. Ich bin überhaupt nicht sauer oder sehe das als Besserwisserei. Ganz im Gegenteil.

Manche Fehler entstehen durch schnelles Tippen, manche entstehen möglicherwiese durch zuviel Alkohol. 😉 Und … ja … manche Fehler entstehen auch, weil ich es einfach nicht besser weiß.

Ich bin kein perfekter Mensch.

Aber mit eurer Hilfe kann ich wenigstens eklatante Fehler in meinen Artikeln korrigieren.

Danke!

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http://blog.sevke.net/2016/12/30/rechtschreibfehler/feed/ 0 8301
Unglaubliche Entdeckung unter dem Sofakissen! http://blog.sevke.net/2016/12/28/unglaubliche-entdeckung-unter-dem-sofakissen/ http://blog.sevke.net/2016/12/28/unglaubliche-entdeckung-unter-dem-sofakissen/#respond Wed, 28 Dec 2016 11:44:25 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8632 Zwei Fernbedienungen und ein Kissen auf einem Sofa

Ja, was hattest du jetzt erwartet?

Irgendetwas Anstößiges vielleicht?

Auf jeden Fall hat es funktioniert! Du hast die Überschrift irgendwo auf Facebook gelesen, wurdest neugierig und hast den Weg zu meinem Blog gefunden.

Diese Methode nennt man Clickbait, also „Klick Köder“. Viele, viele Facebook- oder Twitter-Nachrichten funktionieren so. Reißerische Überschrift und nichts dahinter.

Ein prominentes Beispiel ist Focus Online: http://www.bildblog.de/77939/clickbait-aus-leidenschaft/

Und wozu ist das gut?

Mit einem Clickbait erhöhe ich die Zugriffszahlen auf eine Seite, was die Sichtbarkeit in Suchmaschinen beeinflussen kann. Außerdem kann ich auf diese Weise eine größere Reichweite meiner Werbung (hier rechts in der Seitenleiste 😉 ) erreichen und damit mehr Umsatz! (Falls ich damit Geld verdienen würde, tue ich aber nicht.)

Also, Leute, klickt nicht alles in Facebook oder Twitter an, was eine nichtssagende, aber reißerische Überschrift hat. Meistens steckt nichts Brauchbares dahinter!

Abschließend ein lustiges (englischsprachiges) Video zu dem Thema. It will blow your mind!


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http://blog.sevke.net/2016/12/28/unglaubliche-entdeckung-unter-dem-sofakissen/feed/ 0 8632
Jochen Schweizer Arena in München http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/ http://blog.sevke.net/2016/12/18/jochen-schweizer-arena-in-muenchen/#respond Sun, 18 Dec 2016 22:13:45 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8352 Bild des Eingangs zur Jochen Schweizer Arena in München

(c) Jochen Schweizer

Was schenkt man jemanden, der alles hat oder nichts braucht? Wenn wir ehrlich sind, erinnern wir uns gerne an Veranstaltungen, die uns aus dem Alltag herausgerissen haben. Fallschrimspringen ist so eine Geschichte. Das hat mein Sohn bereits im April 2014 absolviert.

Dazu muss man allerdings etwas weiter weg fahren. Hier in der Nähe wird das, glaube ich, nicht angeboten. Aber es gibt noch eine einfachere Variante, das Bodyflying. Dazu wird ein Windkanal senkrecht gestellt und du darfst dich dann vom Wind in die Höhe pusten lassen. Mords-Lärm, aber du schwebst.

Ein bekannter Anbieter von allerlei Events ist Jochen Schweizer.

Die Jochen Schweizer Arena in München

Für 2017 hat sich Jochen Schweizer etwas Neues ausgedacht. Ab sofort werden die Events nicht mehr überall auf der Welt angeboten, sondern auch stationär in der eigenen Arena. Die Jochen Schweizer Arena eröffnet am 4. März im Süden von München, direkt gegenüber von Ikea.

Ob es was taugt, wird sich dann frühestens im März zeigen.

Der Eintritt ist frei. Man kann sich die Arena also jederzeit ansehen und den Leuten bei ihrer Action zusehen. Und wenn es einem gefällt, kann man sicher vor Ort gleich ein Event buchen oder einen Geschenkgutschein kaufen.

Opening Special als Geschenk

Ich will hier auch gar nicht Werbung für die Arena machen, mir geht es eigentlich um etwas ganz anderes.

Auf der Website von Jochen Schweizer wird das so genannte Opening Special angeboten. Es beinhaltet die folgenden Leistungen:

  • Bodyflying: 2 Flüge
  • Wahlweise 1,5 Stunden Outdoor-Adventure-Park oder 45 min Surfen auf der stehenden Welle
  • Betreuung & Einweisung durch erfahrene Instruktoren
  • Erforderliche Ausrüstung inkludiert
  • Ein heißer Snack und ein Erfrischungsgetränk

Da war es wieder … Bodyflying

Das müsste doch jemanden, der Spaß daran hat, in 4.000 Meter freiwillig aus einem Flugzeug zu hüpfen, begeistern. Der Preis von 89,90 Euro war überschaubar. Das Bodyflying dauerte zwar jeweils nur 1 Minute pro Flug, aber naja. Mir kam das sehr kurz vor, aber es müsste sich in der Praxis zeigen, ob das trotzdem Spaß machte. Vielleicht konnte man ja beide Flüge hintereinander machen, also 2 Minuten insgesamt.

Ich habe also am 20.11.2016 das Opening Special rechtzeitig für Weihnachten bestellt.

Die Bestellbestätigung kam am selben Tag und beinhaltete noch die von mir gewünschte Geschenkverpackung (plus 5,90 Euro) sowie eine Versandpauschale von 4,00 Euro, insgesamt nun also 99,80 Euro. Bereits am nächsten Tag ging die Lieferung raus zu mir.

Foto der Geschenkverpackung eines Jochen Schweizer Events

Was bei mir ankam, war ein beinahe quadratischer Karton im Schuber-Format. Ich meine, es geht hier nur um einen Gutschein … wozu also der Karton? Aber mir gefiel sofort, was ich in den Händen hielt. Das Bild war sehr farbenfroh und mit einer positiven Botschaft versehen.

Foto mit Grusskarte und Gutscheinkarte

Den Karton konnte ich aus dem Schuber herausdrücken. Darin befand sich ein neutral gestalteter weißer Karton, den man aufklappen konnte. Innen war auf der linken Seite eine Grußkarte mit demselben Motiv eingesteckt, das auch für das Cover verwendet wurde. Auf der Rückseite der Grußkarte war Platz für meine persönlichen Weihnachtswünsche. Rechts befand sich der Gutschein. Viel Verpackung für wenig Inhalt, aber in diesem Fall fand ich es angemessen und auch sehr hübsch anzuschauen.

Foto des Jochen Schweizer Gutscheins für das Opening Special in der Arena in München

Okay, richtig lesen kann man das jetzt nicht, aber es ist auch egal. Auf dem Gutschein wird noch mal kurz beschrieben, wofür der Gutschein ist. Außerdem gibt es eine Gutschein-Nummer, die man natürlich für die konkrete Terminplanung brauchte. Dies konnte durchaus online erfolgen.

Am 2. Dezember erhielt ich per E-Mail die Bitte, ein kurzes Feedback zur Abwicklung zu geben. „Ihre Meinung ist uns wichtig“. Das ist okay und sollte von Firmen auch tatsächlich genutzt werden, um Verbesserungspotenzial für die Geschäftsprozesse identifizieren zu können. Aber ich bin nicht so der Feedback-Geber. Letztendlich konnte ich auch noch nicht viel beitragen, denn die eigentlichen Events standen uns ja noch bevor.

Rabatt oder kein Rabatt?

Am 6. Dezember fand ich plötzlich auf der Website von Jochen Schweizer ein Rabatt-Angebot für genau dieses Event, also das Opening Special. Der Preis war glatte 20 Euro niedriger als der, den ich bezahlen musste. Statt 89,90 Euro waren es nur noch 69,90 Euro, das waren fast 23 Prozent weniger. Ich war dann doch ziemlich baff. War dieses Event so ein Ladenhüter, das man es noch vor der Eröffnung der Arena im Preis herabsetzen musste?

Jedenfalls wollte ich diesen Rabatt auch erhalten!

Nun ist es aber so, dass ich ein 14-tägiges Rückgaberecht habe, die Rabatt-Aktion aber vom 5.12. bis 12.12. lief (wie man mir per E-Mail später mitteilte). Ich hätte also den Vertrag am 4.12. stornieren müssen. Somit hatte ich den Rabatt von 20 Euro um genau einen einzigen Tag verpasst.

Rabatt ist Rabatt. Pech gehabt! Was regst du dich auf? Ich weiß schon, aber 20 Euro sind eben auch 20 Euro.

Heikos Mutter hat noch am selben Tag bei der Kundenbetreuung von Jochen Schweizer angerufen, konnte aber nichts erreichen.

Ich habe am 7.12. eine E-Mail an den Jochen Schweizer Kundenservice geschrieben und meinem Ärger Luft verschafft. Noch am selben Tag erhielt ich eine automatisierte Empfangsbestätigung per E-Mail.

Am nächsten Tag erhielt ich eine weitere E-Mail mit der Bitte um Geduld, weil meine Anfrage noch in Bearbeitung wäre. Und tatsächlich dauerte es vier weitere Tage, bis ich die endgültige Antwort erhielt. Auch diesmal wurde mir mitgeteilt, dass man da leider nichts machen könnte. In meiner Beschwerde-E-Mail hatte ich statt einer Gutschrift angeboten, das Angebot von zwei Bodyflying-Flügen auf drei oder vier zu erweitern. Aber auch dies wurde explizit abgelehnt.

Kulanz als Mittel zur Kundenzufriedenheit?

Nun haben die Jochen Schweizer Leute mit allem recht. Natürlich hatte ich (Depp) meinen Gutschein einfach zu früh gekauft. Da gab es nichts dran zu rütteln.

Aber bei der Jochen Schweizer Arena geht es um ein ganz neues Angebot in der Region.

Ein wenig Kulanz in meiner Sache hätte dem Unternehmen sicher nicht geschadet, sondern meine Kundenzufriedenheit erhöht.

So wird riskiert, dass ein Kunde seine (für ihn) negativen Erfahrungen an andere Menschen weitergibt. Sollte man das wirklich riskieren?

Ich denke, dass war keine gute Reaktion vom Jochen Schweizer Kundenservice.

So bleibt bei mir ein druchaus negativer Beigeschmack zurück.

Wir werden sehen, wie uns die Jochen Schweizer Arena gefallen wird und ob die Events dort wirklich attraktiv sind. Aber dazu werde ich etwas schreiben, wenn wir da gewesen sind.

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convAMP – mein AMP Konverter http://blog.sevke.net/2016/11/18/convamp-mein-amp-konverter/ http://blog.sevke.net/2016/11/18/convamp-mein-amp-konverter/#respond Fri, 18 Nov 2016 14:09:06 +0000 http://blog.sevke.net/?p=8224 Hinweis:
Dieser Artikel ist für die meisten von euch etwas schwer verdaulich. Wenn ihr euch nicht ein bisschen mit HTML, CSS und AMP auskennt, ignoriert ihr diesen Artikel am besten.
Auch, wenn es mir leid täte …

 

Direktlink zum AMP-Konverter: convAMP.


Wozu brauche ich einen HTML zu AMP Konverter

Logo des Accelerated Mobile Pages Projekt von GoogleWozu brauche ich überhaupt Accelerated Mobile Pages?
Webseiten (HTML-Seiten) sind mit den Jahren immer fetter geworden. Jede Menge zusätzlicher JavaScript Code wird geladen und ausgeführt, Bilder müssen mindestens eine Auflösung von 2560×1440 Pixel haben, Videos und Social Network Buttons müssen integriert sein, riesige Stylesheet-Dateien (aufgeteilt auf mehrere Brocken) müssen nachgeladen werden … ihr wisst schon, was ich meine. Jedenfalls sind manche Webseiten schweinelangsam.

Auf einem PC mag das ja noch in Ordnung sein, vor allem, wenn man über ein richtiges LAN (so mit Kabel) ins Internet kommt.

Nun ist es aber so, dass immer mehr Leute ausschließlich mit einem Tablet oder einem Smartphone ins Internet gehen. Dadurch kommt es zu zwei Herausforderungen:

  1. Die Geschwindigkeit der Verbindung ist manchmal eher bescheiden.
  2. Die Bildschirmgrößen sind viel kleiner, so dass man kaum etwas darauf lesen kann.

Also sind Web-Designer dazu übergegangen, verschiedene Versionen ihrer Webseiten (viel Aufwand) oder wenigstens verschiedene Darstellungsarten ihrer Webseiten anzubieten. Im Endeffekt ist die Darstellung damit wieder in Ordnung. Aber es bleibt meistens immer noch ein großer Overhead an Protokoll-Daten und eben viel zu viel Datenvolumen.

Meinen Blog habe ich bisher noch nicht für mobile Endgeräte optimiert … steht in der Pipeline. Es gibt allerdings AMP-Seiten: dieser Artikel als AMP.

Unter anderem Google will seinen Kunden zum Beispiel News in einem Karussell anbieten, die per Mausklick „instant“ lesbar sind. Die Seiten müssen also nicht schnell, sondern extrem schnell, quasi in Nullzeit laden.

Dafür wurde von Google das Projekt AMP = Accelerated Mobile Pages ins Leben gerufen. Es ist aber Open Source und nicht auf Google beschränkt.

Schön! Und was geht das mich an?

Gute Frage!

Weil AMP-Seiten generell besonders schnell laden und für mobile Endgeräte geeignet sind, werden sie in den Suchergebnislisten bei einer Suche auf einem Smartphone bevorzugt angezeigt. (Okay, ich bemerke ein Stirnrunzeln auf deiner Stirn. Du hast dich also schon mehr mit AMP und Google beschäftigt. Akzeptiere bitte an dieser Stelle diese vereinfachte Darstellung.)

Mal abgesehen davon, macht es einfach viel mehr Spaß, wenn eine Webseite schnell lädt, oder?

Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel zu AMP geschrieben. Dort gibt es weitere Informationen zu dem Thema: AMP – Accelerated Mobile Pages – schnelles Internet.

Wenn ich entschieden habe, meinen bestehenden HTML-Seiten zusätzlich AMP-Seiten zur Seite zu stellen, so wartet einige Arbeit auf mich, denn das AMP-Format fordert von mir eine Menge Anpassungen. In Content Management Systemen wie WordPress gibt es oft die Möglichkeit, diese Umstellung automatisch durchführen zu lassen (bei WordPress ist das aktuell nur für Beiträge möglich, aber nicht für Seiten).

Oder man verwendet ein Programm, das einen Teil der Handarbeit übernimmt.

Zurück also zur Frage: Wozu brauche ich einen HTML zu AMP Konverter?

Er nimmt mir einfach einen Teil der Arbeit ab, wenn ich meinen Internet-Auftritt um AMP-Seiten ergänzen möchte.

Was macht der AMP Konverter denn nun genau?

Mein convAMP (convert to AMP) ergänzt die ursprüngliche HTML-Seite um benötigte Elemente, entfernt andere, die in AMP nicht erlaubt sind, schreibt einige Tags um und fasst Stylesheets zusammen. Am Ende purzeln zwei Dateien heraus: eine amp.html mit der AMP-Seite und eine amp.css mit allen Styles.

Die ganze Konvertiererei dauert normalerweis nur 1 Sekunde. Das hängt aber davon ab, wie viele externe Ressourcen (Bilder, Stylesheets) für die Analyse aus dem Internet nachgeladen werden müssen. Zugriffe aufs Internet kosten (relativ) viel Zeit.

Im Detail:

Die HTML-Seite einlesen

Als erstes muss die Ursprungsseite ge“cURL“t werden. (@Wolfgang: Refresh-Anweisungen in Meta-Tags werden derzeit noch nicht verfolgt.) Die Seite wird kurz daraufhin überprüft, ob es sich überhaupt um eine HTML-Seite handelt.

Aus dem HTML-Sourcecode wird im Arbeitsspeicher ein DOM-Baum aufgebaut. Das erlaubt mir später leichteren Zugriff auf die HTML-Tags und erspart mir eine Menge regulärer Ausdrücke.

Base-Tag identifizieren

Für den späteren Zugriff auf Bilder und Stylesheets wird nachgeschaut, ob es im Code eine <base>-Angabe gibt. Diese wird benötigt um valide URLs aufzubauen. Später wird der <base>-Tag komplett entfernt, weil er im AMP-Format nicht zulässig ist. Deswegen müssen alle URLs absolute Pfadangaben erhalten.

Korrekte Charset-Angabe einbauen

Für AMP ist ausschließlich <meta charset="utf-8"> zugelassen. Deswegen entfernt der Konverter alle anders lautenden Charset-Angaben und fügt schließlich die korrekte Angabe in den Head-Bereich der Seite ein.

Seite mit AMP-Kennzeichnung versehen

Bei einer AMP-Seite muss das <html>-Tag um das Attribut „amp“ erweitert werden. Alle anderen Attribute bleiben erhalten. Sollte an dieser Stelle vergessen worden sein, eine Sprache für die Seite festzulegen, wird vom Konverter einfach ein lang="de"> hinzugefügt.

<html lang="de" amp>

AMP JavaScript-Bibliothek einbinden

Als nächstes wird im Head-Bereich die AMP-Bibliothek eingebunden. Sie ist für die gesamte Steuerung der AMP-Seite zuständig und sorgt für die hohe Geschwindigkeit. JavaScript ist grundsätzlich auf einer AMP-Seite nicht erlaubt. Es sei denn, der Code wird asynchron geladen oder er steht in einem iFrame. Die AMP-Bibliothek muss aber selbstverständlich in jedem Fall geladen werden. Sie steht auf vielen Servern über ein CDN zur Verfügung.

<script async src="https://cdn.ampproject.org/v0.js"></script>

Korrekte Viewort-Angabe einbauen

AMP-Seiten sind „von Natur aus“ responsiv. Dafür benötigen sie aber eine korrekte Viewport-Angabe. Da hier kein Spielraum für abweichende Attribute besteht, entfernt der Konverter einfach alle vorhandenen Angaben und fügt dann die einzig zugelassene Version in den Head-Bereich der Seite ein.

<meta name="viewport" content="width=device-width,minimum-scale=1,initial-scale=1">

Kanonischen Link einbauen

Normalerweise treten HTML- und AMP-Seite immer als Paar auf (dies ist aber kein Muss!). Damit sie gegenseitig voneinander wissen, werden sie über kanonische Links miteinander verbunden. In der HTML-Seite wird einer Suchmaschine auf diese Weise gesagt: „Hey, von mir gibt es auch noch eine AMP-Version. Schau doch mal, ob dir diese gerade besser zusagt.“ Und in der AMP-Seite geht es eben genau in die andere Richtung. Genau dieser Link wird nun in den Head-Bereich eingefügt. Alle anderen kanonischen Links werden entfernt, so dass in der AMP-Seite einzig und alleine die Verknüpfung zur ursprünglichen HTML-Seite bestehen bleibt.

Der Konverter überprüft auch, ob er den kanonischen Link in die ursprüngliche HTML-Datei eintragen kann. Dies wird aber regelmäßig nicht funktionieren, da der Konverter nicht die dafür benötigten Schreibrechte besitzt. Dieser Link muss also nach der Erzeugung der AMP-Seite manuell in die HTML-Seite eingetragen werden.

Alle Stylesheets verarbeiten

Dieser Programm-Teil liefert noch nicht das, was ich mir wünsche. Leider ist das Thema nicht ganz trivial.

Was momentan geschieht, ist folgendes:
Zunächst werden alle externen Stylesheets aus dem Internet gelesen und aneinander gehängt. Bei jedem Stylesheet wird überprüft, ob es zusätzliche @import-Angaben gibt, die dann gegebenenfalls rekursiv eingelesen werden. Um Endlosschleifen zu vermeiden, ist die Rekursionstiefe momentan auf 1 Ebene beschränkt.

Sollten die Stylesheets nicht für die Medientypen „screen“ oder „all“ vorgesehen sein bzw. über keine Angabe zum Medientyp verfügen, so werden sie nicht weiter beachtet.

Das Problem bei der Verarbeitung der Stylesheets ist, dass sämtliche Styles in die AMP-Datei geschrieben werden müssen, dabei aber nicht größer als 50 KB sein dürfen. Entsprechend werden fast immer keinerlei Styles in die AMP-Seite eingebunden, sondern ausschließlich als amp.css gespeichert. Die fertige AMP-Seite sieht dementsprechend auch sehr unformatiert aus. Kein Wunder … ohne Styles.

Ich habe bereits verschiedene Routinen in den Konverter eingebaut, um die Stylesheet-Datei einzudampfen. So werden Kommentare und Zeilenumbrüche sowie überflüssige Leerzeichen entfernt. Außerdem wird analysiert, welche Klassen, die in den Stylesheets stehen, überhaupt im HTML verwendet werden. Alle nicht verwendeten Klassen werden dann gnadenlos hinausgeworfen. Im Augenblick sind diese Funktionen aber allesamt deaktiviert.

Ein grundsätzliches Problem löse ich damit nicht: die AMP-Seite wird niemals so aussehen wie die HTML-Seite (und soll es auch gar nicht), kann also gar nicht die gleichen IDs und Klassen verwenden. Hier ein brauchbares Design zu finden, ist schwierig, setzt es doch eine genaue semantische Analyse des Aufbaus der Seite voraus (Was ist der Header? Wo steht der Footer? Soll dieser DIV eventuell eine Sidebar sein? Usw.) Dafür habe ich momentan noch keine Lösung.

Im Augenblick werden auch die existierenden Inline-Stylesheets und Inline-Styles noch nicht weiter beachtet. Vermutlich werde ich in Zukunft die Inline-Styles aus dem Code herauslösen und durch Klassen ersetzen, die dann zusätzlich in dem End-Stylesheet erzeugt werden müssen.

Entfernen aller externen Stylesheets

Sobald alle verfügbaren Informationen zu den Styles verarbeitet worden sind, können die externen Stylesheets entfernt werden. Danach wird geschaut, ob der große Batzen an Styles vielleicht doch kleiner als 50 KB ist. Wenn ja, dann wird er als Inline-Stylesheet eingebunden. Aber wie gesagt … normalerweise wird das nicht geschehen.

Verbotene HTML-Tags entfernen

AMP verbietet eine ganze Reihe von HTML-Tags wie zum Beispiel <applet>, <base> und <form> (Genau! Formulare sind böse!). An dieser Stelle werden also die entsprechenden Tags ersatzlos aus dem Code entfernt. Die Liste der verbotenen Tags kann sich zukünftig ändern. Das AMP-Projekt ist ein sehr junges und daher dynamisches Projekt.

Verbotene Attribute entfernen

Sollte ein HTML-Tag erlaubt sein, so heißt das noch lange nicht, dass auch alle Attribute des Tags erlaubt sind. Beispielsweise ist das Attribut „border“ bei Bildern nicht erlaubt. Genauso wenig dürfen Event-Handler wie „onclick“ in Links verwendet werden. Mir bekannte verbotene Attribute werden deswegen entfernt.

Zu den verbotenen Attributen gehören übrigens auch Inline-Styles.

Wie die Liste der verbotenen Tags kann sich auch die Liste der verbotenen Attribute täglich ändern.

Alle Bilder verarbeiten

Bilder können die Ladezeit einer Webseite erheblich beeinflussen. Aus diesem Grunde werden sie der Steuerung durch die AMP-JavaScript-Bibliothek unterworfen. Als erstes wird das <img>-Tag durch ein <amp-img>-Tag ersetzt. Dieses setzt zwingend Angaben zur Größe des Bildes, also width und height voraus. Wenn diese beiden Angaben fehlen, wird der Konverter versuchen, die tatsächliche Größe der Bilder zu ermitteln und dementsprechend in das Tag einzufügen. Dies geschieht ebenfalls, wenn nur eine der beiden Angaben fehlt.

Des Weiteren wird das Layout der Bilder auf „fixed“ festgenagelt. Eigentlich wäre hier „responsive“ die bessere Wahl. Dann richtet sich die Skalierung des Bildes aber nach dem Eltern-Element. Wenn dies nicht gescheit skaliert ist, kann es passieren, dass ein Logo von 150x150px plötzlich die gesamte Bildschirmbreite ausfüllt. Also bis auf weiteres: „fixed“.

Google Analytics Code übernehmen

Viele Websites verwenden Google Analytics, um die Besucherzugriffe zu analysieren. Der Code wird in Form eines kleinen JavaScripts eingebunden. Das ist aber in AMP verboten. Deswegen gibt es eine eigene AMP-Komponente, die dies ermöglicht. Auch andere Tracker werden durchaus von AMP unterstützt. Momentan habe ich aber nur Unterstützung für Google Analytics in den Konverter eingebaut, und dies auch nur rudimentär. Es wird auch nur Google Universal Analytics berücksichtigt. Wer (sinnvollerweise) den Tag-Manager verwendet, bleibt momentan damit noch außen vor und muss das manuell eintragen. Da werde ich sicherlich in der Zukunft noch nachlegen.

Die eigentlichen Daten (wie die UA-ID) werden auf AMP-Seiten als JSON-Objekt übergeben. Die Aufbereitung dafür übernimmt ebenfalls der Konverter.

Entfernen aller JavaScripts

Mit JavaSript kann man auf einer Seite allerlei Schabernack anstellen. Also muss das alles raus. JSON-Objekte in einem Script-Container sind davon ausgenommen, da sie keinen Programmcode, sondern nur Daten enthalten. Auch asynchron geladene Scripts dürfen bleiben.Und wer sein JavaScript in einen iFrame steckt, hat auch erst einmal Glück gehabt.

Entfernen von Kommentaren

Um die Datei weiter zu verschlanken, werden alle Kommentarzeilen entfernt. Dazu zählen auch Browserweichen. Die Lesbarkeit des Quelltextes erhöht sich dadurch zwar nicht unbedingt, aber die Datei wird um einige Bytes leichter und lädt entsprechend marginal schneller. Das Entfernen der Kommentare wird in Zukunft optional abschaltbar sein.

Entfernen von Leerzeilen

Sollten durch das ganze Herumgelösche inzwischen Leerzeilen entstanden sein oder Zeilen, die nur Tabulator-Zeichen enthalten, so werden die nun auch noch entfernt. Auch diese Funktion möchte ich in Zukunft optional abschaltbar machen.

AMP Boilerplate einbauen

Die so genannte AMP Boilerplate ist ein kleines Stylesheet, das vor allem die Darstellung der Webseite so lange verzögert, bis sie vollständig gerendert ist. Dann wird sie (mehr oder weniger) sanft eingeblendet.

<style amp-boilerplate>body{-webkit-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;-moz-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;-ms-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both}@-webkit-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-moz-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-ms-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-o-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}</style><noscript><style amp-boilerplate>body{-webkit-animation:none;-moz-animation:none;-ms-animation:none;animation:none}</style></noscript>

Dieser Code-Block darf nicht verändert werden. Das liegt daran, dass Google auf diesen Block mit regulären Ausdrücken zugreift, die sonst eventuell nicht mehr matchen.

Der Block wird erst so spät vom Konverter eingefügt, weil vorher Styles entfernt werden (siehe weiter oben). Die Boilerplate hätte dann auch zu den Opfern gezählt.

Generierung der AMP-Datei

Anschließend wird die AMP-Datei aus dem nun geänderten DOM-Baum generiert. Aber bevor diese Datei endlich als amp.html gespeichert werden kann, müssen noch ein paar Korrekturen durchgeführt werden, die mit dem DOM-Baum nicht möglich sind. Dazu werden noch ein paar Attribute geändert und ein paar HTML-Tags angepasst. Schließlich kann die Datei gespeichert werden.

Protokoll-Datei per E-Mail verschicken

Der AMP-Konverter schreibt ein recht umfangreiches Protokoll über die Maßnahmen, die bei der Konvertierung der HTML-Seite umgesetzt worden sind. Unter anderem steht im Protokoll, welche Elemente gelöscht wurden, welche hinzugekommen sind und an welchen Stellen Anpassungen notwendig waren. Mit Hilfe des Protokolls hoffe ich, Fehler im Programm finden zu können. Dieses Protokoll wird mir ganz am Ende per E-Mail zugeschickt.


AMP-Seiten lassen sich mit dem offiziellen Google AMP Validator überprüfen.

Mein persönliches Ziel ist es natürlich, dass mein AMP-Konverter irgendwann nur noch Seiten erzeugt, die mit null Fehlern validieren.

Hier noch einmal der Direktlink zum AMP-Konverter: convAMP.

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http://blog.sevke.net/2016/11/18/convamp-mein-amp-konverter/feed/ 0 8224
Lissabon-Reise mit Sunwave – Abreisetag http://blog.sevke.net/2016/07/02/lissabon-reise-mit-sunwave-abreisetag/ http://blog.sevke.net/2016/07/02/lissabon-reise-mit-sunwave-abreisetag/#respond Sat, 02 Jul 2016 13:50:23 +0000 http://blog.sevke.net/?p=7615 Goodbye Smiley
Heute (11.05.2016) war der Tag der Rückreise.

Über den Tag verteilt würden die Gruppenteilnehmer zu unterschiedlichsten Zeiten zurück nach Hause fliegen. Das begann schon morgens vor dem Frühstück und endete mit meinem Flug um 19:20 Uhr.

Wir mussten uns so organisieren, dass wir mit den drei Mietautos alle zum Flughafen kamen. Unsere Frühaufsteherin übernahm unsere Reiseleiterin Helena persönlich schon um 6:30 Uhr.

Ich würde eine Mitreisende mitnehmen, die ca. 1 Stunde vor mir nach Deutschland flog.

Ausflüge waren für heute natürlich nicht eingeplant. Und Fotos habe ich auch keine mehr gemacht.

Das Frühstück nahm ich noch gemeinsam mit fünf anderen meiner Gruppe ein. Danach ging ich aufs Zimmer, um den Koffer zu packen und um noch ein paar Notizen zu machen. Wir mussten alle bis 12:00 Uhr aus dem Hotel auschecken.

Es regnete mal wieder den ganzen Tag, so dass der Abschied nicht übermäßig schwer fiel.

Die Check-In Zeit am Flughafen und die zusätzlich benötigte Zeit für die Rückgabe des Mietautos sowie für unseren Transfer von der Provinz (wo sich die Mietwagen-Firma befand) zum Flughafen berücksichtigt, blieb dennoch viel Zeit, die irgendwie gestaltet werden wollte.

Der Parque das Nações

Das Maskottchen vom Oceanário in Lissabon

Ich dachte mir, dass der Parque das Nações eventuell noch interessant sein könnte. Er lag nicht so weit vom Flughafen entfernt und bot einige Attraktionen wie zum Beispiel das Oceanário de Lisboa. Der Parque das Nações entstand für die Weltausstellung Expo 98.

Mit 18 Euro war der Eintritt allerdings nicht ganz günstig. Das wussten wir aber erst, als wir dort waren.

Unsere Hinfahrt war nicht so ganz problemlos. Grundsätzlich hätte ich ja einfach nach Lissabon ins Zentrum und von dort immer am Tejo lang fahren können. Aber ich wollte heute mal mit Navi fahren. Das Navi hatte anscheinend bei dem schwierigen Wetter Probleme mit dem Satelliten-Link. Außerdem war es wohl der Meinung, uns wohlwollend um Lissabon herum lotsen zu müssen.

Jedenfalls sind wir erst mal auf der Autobahn in Richtung Porto gefahren (!) (lach … zurück in die „alte“ Heimat!), bis mir das komisch vorkam. Dann sind wir um Lissabon herum nach Osten gefahren und von dort schließlich wieder zurück nach Lissabon. Eilig hatten wir es ja nicht. Aber bei dem Regen gab es auch nicht viel Landschaft zu bewundern.

Irgendwann waren wir dann da und suchten uns einen Parkplatz. Meine Mitreisende musste dringend auf Toilette und lief dann schon mal los, während ich versuchte, mit dem Parkautomaten zu kommunizieren. Zu dem Zeitpunkt ging meine Mitreisende noch davon aus, dass sie schnell in der Nähe eine Toilette finden würde und überließ mir den Regenschirm. Ich hatte ja in das Sonnenland Portugal keinen mitgenommen.

Als sie nach einigen Minuten nicht zurückkam, ging ich ihr entgegen. Es hätte ja gut sein können, dass sie keine Lust mehr verspürte, durch den Regen zu laufen, und deswegen irgendwo auf mich wartete. Sehr weit vor traute ich mich aber nicht. Denn es bestand die Gefahr, dass wir uns verpassten. Telefonnummern hatten wir vorher nicht ausgetauscht, was schlau gewesen wäre.

Irgendwann kehrte sie zurück, sah ziemlich sauer aus und vor allem nass. Ich hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen, konnte aber weder ihren Zustand noch den des Wetters ändern.

Wir beratschlagten, was zu tun wäre. Der Tag war nun schon fortgeschritten, der Eintrittspreis war zu hoch für zwei Stunden Ozeanarium. Und außerdem war da noch der Hunger, der besänftigt werden wollte.

Letztendlich gingen wir zurück zu dem Café, wo sie die Toilette gefunden hatten. Inzwischen regnete es glücklicherweise nicht mehr. Dort aßen wir einen kleinen Imbiss, tranken etwas und saßen ansonsten nur rum. Viel Lust auf eine Unterhaltung verspürten wir auch nicht mehr.

Mietwagen Rückgabe

Selbstdarstellung der Mietwagenfirma
Leider befand sich der Rückgabeort für den Mietwagen nicht direkt am Flughafen (wie es normalerweise üblich ist), sondern in diesem Vorort Prior Velho. Mit Hilfe des nun wieder richtig funktionierenden Navis sind wir dort hingefahren. Die Rückgabe des Autos verlief problemlos. Trotz aller Hektik, die von den Mitarbeitern verbreitet wurde, war der Ablauf allerdings eher gemütlich, um es freundlich auszudrücken.

Die bereits erfolgte Abbuchung der Kaution von 300 Euro entpuppte sich nun doch als „nicht durchgeführt“, also nur als Backup. Sie wurde rückgängig gemacht. Diese Buchung tauchte auch nie auf einer Kreditkartenabrechnung auf. Also alles okay. Zusätzliche Kosten entstanden durch die Endabrechnung der Autobahn-Maut. Zwischen der letzten automatischen Abbuchung und der Mietwagen-Rückgabe sind weitere Kosten entstanden, die nun cash bezahlt werden mussten.

Am Flughafen in Lissabon

Flughafen Terminal in Lissabon
Schließlich ging es dann zum Flughafen. Dort gaben wir unsere Koffer ab und erinnerten uns, dass Helena ja bereits wieder auf dem Flughafen war, um die nächste Gruppe zu empfangen. So gingen wir runter zum Arrival-Bereich und fanden dort auch Helena … die kleine Blonde. Ich glaube, sie hat sich ein bisschen über die Abwechslung gefreut. Und wir mussten nicht nur herumsitzen und auf unsere Flugzeuge warten.

Tja … und dann war es Zeit für die Gates.

Lissabon … bye bye, bis zum nächsten Mal!


 zurück zum 7. Tag (Palácio Nacional da Pena in Sintra, Bar Moinho Dom Quixote)


Alle Sunwave Artikel in meinem Blog.
Meine Portugal-Artikel.
Übersicht über Facebook-Gruppen, die sich mit Portugal beschäftigen.
Übersicht über deutschsprachige Portugal-Foren.


]]> http://blog.sevke.net/2016/07/02/lissabon-reise-mit-sunwave-abreisetag/feed/ 0 7615 Lissabon-Reise mit Sunwave – noch mal Sintra http://blog.sevke.net/2016/06/25/lissabon-reise-mit-sunwave-noch-mal-sintra/ http://blog.sevke.net/2016/06/25/lissabon-reise-mit-sunwave-noch-mal-sintra/#respond Sat, 25 Jun 2016 13:48:01 +0000 http://blog.sevke.net/?p=7613 Hinweis:
Die Vorbereitungen zu meiner Ausflugstour nach Sintra findet ihr in meinem Artikel Cabo da Roca und Sintra in Portugal – Vorbereitung.


Heute, am 10. Mai 2016, hatte die Gruppe wieder einen freien Tag zur Selbstgestaltung. Das traf sich wieder sehr gut, da ich ja noch ein paar sozusagen private Ausflugsziele eingeplant hatte:

  • Palácio Nacional da Pena in Sintra
  • Bar Moinho Dom Quixote in Colares

Bis auf zwei Gruppenmitglieder ist der Rest wieder nach Lissabon gefahren. Die beiden anderen waren noch unentschlossen. Allerdings hatten sie keine Lust, mit mir zusammen noch mal nach Sintra zu fahren. Auch gut.

Ohne festen Terminplan konnte ich es mir heute leisten, etwas später aufzustehen. Das war dann so gegen 9:00 Uhr.

Palácio Nacional da Pena in Sintra

Luftbild der Gesamtanlage des Palácio Nacional da Pena in Sintra
Gestern hatte ich ja schon viel Zeit in Sintra verbracht, vor allem in der Quinta da Regaleira.

Heute würde ich das fotogene Märchenschloss hoch oben auf dem Berg besuchen.

Bis Sintra ist der Weg schnell und einfach zu fahren.

Aber vom Zentrum des Ortes bis hoch zum Palast ließ ich mich auf eine abenteuerliche Fahrt ein. Kleine Straßen schrauben sich in engen Serpentinen durch einen Urwald hinauf, zunächst noch zweispurig, später dann nur noch einspurig als Einbahnstraße.

An der Stelle auch gleich einmal eine Warnung: wenn man den Berg hochfährt, finden sich immer wieder kleine Parkplätze und Parkstreifen am Straßenrand. Schnell lässt man sich zu einem „Ach, einer geht noch!“ hinreißen und versucht, noch näher an den Palast heranzukommen. Wer dann endlich beim Palast angekommen ist, kann leider nicht mehr umdrehen, denn die Straße ist eine Einbahnstraße. Und auf dem Weg nach unten gibt es keine Parkmöglichkeiten mehr.

Ich ging das Risiko bewusst ein, ich hatte ja Zeit. Also fuhr ich erst einmal gemütlich zum Palast hoch und sondierte die Lage. Danach fuhr ich wieder auf der anderen Seite runter nach Sintra und dann wieder hoch durch den Urwald. Ich sah das nicht als Zeitverschwendung an, sondern genoss den Wald und die abenteuerlichen Straßen. Mit dem Motorrad würde das sicher noch mehr Spaß machen!

Oben beim Eingang standen Busse und Taxis herum. Man konnte also auch sehr gut ohne eigenes Auto herkommen. Der Eingang führte aber keineswegs in den Palast, sondern in die riesige Parkanlage (das kennen wir schon von der Quinta da Regaleira). Nur war hier praktisch der gesamte Berg die zum Palast gehörende Parkanlage. Unglaublich!

Foto der Vorderseite des Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Vom Palácio Nacional da Pena gibt es ganz hervorragende Fotos im Internet, auch tolle Luftbilder. Einfach mal die Bildersuche von Google dafür nutzen. Meine eigenen Fotos sind nicht so aufregend. Ich hatte auch nur so eine kleine Exilim mitgenommen. Ich verwende meine Fotos hier trotzdem.

Der Palast war also von hier am Eingang immer noch weit weg und weit über mir. Wer mochte, konnte zu Fuß durch den Garten hoch zur Anlage spazieren gehen. Wer das nicht wollte, konnte auch einen Kleinbus-Transfer in Anspruch nehmen. Der kostete natürlich extra, und nicht zu knapp.

Scan der Eintrittskarte

Auf dem Foto vom Palast könnt ihr übrigens gut erkennen, dass die Außenwände tatsächlich so farbenfroh gestaltet sind, wie man es im Internet auf den Fotos sehen kann. Das ist nicht nachträglich mit Hilfe von Photoshop bunter gemacht worden.

Und noch etwas könnt ihr auf dem Foto sehen, und zwar oben links: blauer Himmel! Ja, das Wetter war (im Augenblick) super!

Der Eintritt kostete also 14 Euro und der Transfer noch mal 3 Euro. Der Bus fuhr alle 15 Minuten.

Die letzten Könige, die im Palácio Nacional da Pena in Sintra gelebt haben

Scan von mir, 2016

Ursprünglich stand da oben mal ein Kloster. Das wurde bei dem verheerenden Erdbeben von 1755 sehr stark beschädigt und in Folge aufgegeben. Auf diesen Ruinen wurde dann später ein neues Kloster und der Palast gebaut. Obwohl oft von dem Neuschwanstein Portugals gesprochen wird, so ist der Palast doch älter als Neuschwanstein bei uns in Deutschland … und viel bunter 😉 . Anders als Schloss Neuschwanstein wurde der Palácio Nacional da Pena von vielen Königen und Königinnen bewohnt. Die Räume des Palastes sind vollständig eingerichtet.

Bei dem Palast handelt es sich um eine Touristenattraktion. Entsprechend gut ausgestattet ist das Schloss. Es gibt sanitäre Anlagen, eine Cafeteria, ein Restaurant und natürlich einen Andenkenladen. Der riesige Park wird weniger stark frequentiert. Dort ist alles sehr ruhig und irgendwie ehrfürchtig.

Foto des Vorhofs und des Haupttores

Foto von mir, 2016

War man erst einmal oben beim Palast, der auf über 500 m Höhe lag, war die Besichtigung nicht mehr sehr beschwerlich. Die Eintrittskarte musste man mehrmals vorzeigen, also bitte sorgfältig behandeln und vor allem nicht wegwerfen!

Durch das Tor auf dem Foto mussten alle Besucher gehen, um in den eigentlichen Haupthof des Palastes zu gelangen. Die gesamte Anlage war überall mit kleinen Wachtürmen gesichert. Durch die Lage war ohnehin nicht davon auszugehen, dass sich jemand unbemerkt dem Palast nähern konnte.

Foto der Außenfassade mit wunderschönen Azulejos und manuelinischen Verzierungen

Foto von mir, 2016

Auf dem Hauptplatz findet ihr zu eurer Rechten das Kloster mit seiner roten Fassade. Auf der linken Seite gibt es ein mehrstöckiges massives burgähnliches Gebäude in gelber Farbe, das um einen Rundbau mit einer halbkugelförmigen Kuppel (sieht aus wie ein Planetarium) ergänzt ist. Dieser Komplex ist mit dem Kloster über einen Mittelteil verbunden, durch den ein Durchgang in den hinteren Hof führt. Die Fassade des mittleren Teils ist komplett mit Fliesen (den Azulejos) bedeckt. Zusätzlich findet man an der Fassade sehr stark ausgeprägt manuelinische Verzierungen.

Die Fliesen haben den Vorteil, dass man die Wände nicht regelmäßig neu mit Farbe streichen muss. Außerdem isolieren sie sehr gut gegen Wärme. Hat schon mal jemand eine Fliese angefasst, die warm ist? (Außer Bodenfliesen mit Fußbodenheizung natürlich.) Und schließlich sehen die Fliesen auch noch schön aus. Natürlich ist es wesentlich mehr Aufwand, eine Wand zu fliesen, als sie nur mit Farbe anzumalen.

Zum hinteren Hof gibt es zwei Durchgänge. Über dem rechten kann man den imposanten Triton bewundern.

Foto des Tritons über dem Durchgang zum hinteren Hof

Foto von mir, 2016

Der griechische Gott Triton war ein Sohn des Poseidons und der Meeresnymphe Amphitrite. Triton ist halb Fisch und halb Mensch.

Es war gar nicht so leicht, Fotos ohne Touristen zu machen. Hier liefen nun doch ziemlich viele Leute herum. Einige waren in Reisegruppen oder in Führungen organisiert. Auch Japaner waren darunter, die, dem Klischee enstprechend, viele Fotos schossen.

Unter dem Triton hindurch bin ich in den hinteren Hof gegangen. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft und auf …

Fotografierende japanische Teenager im hinteren Hof des Palastes

Foto von mir, 2016

… fotografierende Touristen. Schon klar … ich war auch einer davon. Diese Teenager sind mir noch häufiger begegnet. An verschiedenen Orten des Palastes machten sie vorwiegend Selfies oder Fotos von ihren Freunden. Für die Leute, die mich nicht kennen: mir hat das natürlich nichts ausgemacht, ich sehe das auch keineswegs negativ. Jeder so, wie er mag. Es war für mich eher amüsant zu sehen, wie unterschiedlich jeder bewertet, was für ihn sehenswert ist. Aber ihr seht ja … ich habe die Teenager ebenfalls fotografiert. 😉 Mein persönliches Highlight!

Ach so, ja, die Landschaft. Hier ist sie:

Landschaft, von der hinteren Terrase des Palácio Nacional da Pena in Sintra aus gesehen

Foto von mir, 2016

Wie ihr seht, hat man von hier oben einen fantastischen Fernblick.

Foto des Eingangs zur kleinen Kapelle

Foto von mir, 2016

Vom hinteren Hof gelangte man in die kleine Kapelle, die zum alten Kloster gehörte. Viel mehr kann ich euch über die Kapelle auch gar nicht erzählen. Ich bin natürlich hinein gegangen und habe dort einige leise Momente der Andacht verbracht.

Aber dann wurde es Zeit für die Besichtigung der Innenräume. Dazu musste ich wieder zum Hauptplatz zurück und dort zum alten Kloster hinüber. Die Eintrittskarte wurde hier ein weiteres Mal überprüft. Das Tolle an den Innenräumen war, dass sie komplett eingerichtet waren.

Foto eines einladend gedeckten Esstisches im Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Sagt selbst: dieser Tisch lud doch dazu ein, Platz zu nehmen und in vornehmer Umgebung zu trinken und zu speisen. Das Kloster ist ein in sich geschlossener Komplex mit einem Innenhof. Alles wirkte sehr geschützt. Immerhin dürfte es hier oben auf dem Berg oft recht windig sein. In diesem Gebäudeteil wohnten die Könige und die Königinnen. Selbst das Badezimmer der Königin konnte besichtigt werden. Alle Räume waren sehr aufwendig in Szene gesetzt worden und erweckten den Eindruck, die Bewohner wären nur kurz weggegangen.

Vom Kloster ging es weiter in den Mittelteil des Palastes, also über den Triton hinweg. Hier gelangte man in den großen Empfangssaal.

Ein Blick durch den großen Empfangssaal des Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Der Saal hatte in beide Richtungen viele große Fenster, so dass er sehr hell war. Zur genauen Architektur des Palastes habe ich bisher keine Informationen im Internet gefunden. Deswegen kann ich nicht sagen, welche Funktionen der große Rundbau und das davor liegende mehrstöckige rechteckige Gebäude hatten.

Im Rundbau waren einige Gebrauchsgegenstände ausgestellt. Im großen Gebäude befand sich oben die Küche.

EIn Blick in die Küche mit einer möglichen Ausstattung

Foto von mir, 2016

Auf dem Foto wird die Küche nicht so abgebildet, wie sie tatsächlich genutzt worden war. Stattdessen wurde der Raum genutzt, um eine Vielzahl von Küchen-Utensilien auszustellen, die aus der Zeit des Palastes stammten. Eine Reihe von Schornsteinen auf dem Dach des Gebäudes zeigten, dass dies wirklich die Küche des Palastes gewesen war.

Ein Bauwerk wie der Palácio Nacional da Pena muss immer wieder renoviert werden. Dies geschieht regelmäßig und ist Voraussetzung dafür, dass uns dieses Schloss auch in Zukunft in seiner ganzen Vielfältigkeit und Pracht erhalten bleibt.

Für den Palast hatte ich mir ausreichend viel Zeit gelassen. Jetzt wollte ich mir den Wald und die Parkanlagen ansehen. Hier ein grober Übersichtsplan:

Unscharfer Übersichtsplan der Parkanlagen

Scan von mir, 2016

Viel erkennt man nicht auf diesem Plan. Wenn ihr den Palast besuchen solltet, bekommt ihr sowieso einen eigenen gedruckten Plan auf Deutsch. Hier soll er nur einen Eindruck über die Größe geben.Im unteren linken Viertel des Bildes könnt ihr vielleicht den Palast erahnen.

Vergrößert sieht das so aus:

vergrößerter Ausschnitt vom Übersichtsplan, der den Palast zeigt

Scan von mir, 2016

Im Wald könnt ihr jedenfalls Stunden verbringen. Auch bei warmen Wetter müsste es gut auszuhalten sein, weil die Bäume für viel Schatten sorgen.

Im Wald gibt es viele kleine Attraktionen: hier eine Statue, dort ein Brunnen, an anderer Stelle ein steinerner Thron, Teiche, Flüsse, Entenhäuser, ein Farngarten mit riesigen Baumfarnen, eine Grotte, Kapellen, Tempel, Gewächshäuser usw. Alles konnte ich mir nicht ansehen. Ich glaube, ich habe ungefähr zwei Stunden im Palast und weitere zwei Stunden im Wald zugebracht.

Ein toller Aussichtspunkt war die Santa Catarina Anhöhe:

Thron der Königin auf der Santa Catarina Anhöhe

Foto von mir, 2016


Wieder so ein Foto, das nur Fragen aufwirft. Ich habe nichts Besseres. Beim nächsten Mal nehme ich eine 360 Grad Kamera mit, dann kann man das besser erkennen. Ich beschreib also mal kurz: dies ist der Thron der Königin, ein aus dem Felsen geschlagener Hochsitz, der mit Fliesen verziert wurde. EIn paar Stufen führen zur eigentlichen Sitzfläche. Dies soll der bevorzugte Ausblickspunkt von Königin Amélia gewesen sein.

Wenn man sich dort hinsetzte und zum Schloss zurück blickte, hatte man einen super Blick auf sein trautes Heim:

Blick zum Palácio Nacional da Pena in SIntra

Foto von mir, 2016

Ganz offenichtlich liebte Königin Amélia die Ruhe. Ein weiterer ihrer Lieblingsplätze soll dieser gewesen sein:

Der Thron der Königin im Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016

Deswegen heißt dieser Tisch auch der Tisch der Königin. Im Gegenstz zum Thron der Königin bot der achteckige Tisch Platz für mehrere Personen. Im Augenblick wirkte der Platz etwas verwahrlost und nicht besonders einladend.

Sehr bekannt ist der Farngarten, der sich in einem kleinen Tal befand.

Baumfarne im Farngarten im Palácio Nacional da Pena in Sintra

Foto von mir, 2016


Diese Farne stammen aus Neuseeland und Australien und sind an sich nicht unbedingt typisch für das portugiesische Klima. Aber hier im Wald wurden viele kleine Wasserläufe und Teiche angelegt, so dass die großen Baumfarne offensichtlich gute Bedingungen vorfanden. Entsprechend angenehm ist es auch für Besucher, durch dieses kleine Tal spazieren zu gehen.

Im Süden des Tals schloss sich das Tal der Seen an. Hintereinander gab es hier fünf schmale Seen, in die sämtliche Flußläufe des Parks mündeten. Mehrere hübsche Entenhäuser boten einen Unterschlupf für Enten. Am Ende dieses Tals konnte man den Park verlassen. Und gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite wartete mein Auto auf dem Parkplatz.

Wenn ihr in der Gegend von Lissabon seid, dann solltet ihr Sintra unbedingt in die Planung eurer Ausfliegsziele einbeziehen.

Für mich war es das erst einmal in diesem Jahr … ich hatte ja noch ein zweites Ausfliegsziel auf meiner Liste.

Bar Moinho Dom Quixote

Was sollte an einer Bar bzw. einem Café schon besonderes sein? Und warum sollte man extra zig Kilometer fahren, um eine bestimmte Bar zu besuchen? Stellt ihr euch diese Fragen?

Ich stellte diese Fragen nicht.

Ich war hier, um neue Eindrücke zu gewinnen und neue Erfahrungen zu sammeln. Jedes Ziel war deswegen im Gunde gleichwertig. Okay, das stimmt natürlich nicht ganz. Sintra war wirklich etwas ganz Besonderes!

Hier noch mal kurz die Adresse: Rua dos Moinhos 5, 2705-001 Colares (Breite: 38.770638°, Länge: -9.477609°). Die Bar befindet sich auf dem Weg von der Nationalstraße N247 zum Cabo da Roca.

der kleine Wegweiser zur Bar

Foto von mir, 2016

Also ab in Richtung Cabo da Roca. Auf der linken Seite der Hauptstraße seht ihr diesen unscheinbaren Wegweiser, der leicht zu übersehen ist. Hier geht es links hinein in eine kleine Straße.

Die Bar war früher einmal eine Windmühle. Und deswegen seht ihr zunächst eine Windmühle. Davor befindet sich ein ausreichend großer Kies-Parkplatz.

Windmühle bei der Bar Moinho Dom Quixote in Colares

Foto von mir, 2016

Hier an der Westküste war es, wenig überraschend, sehr windig. Dem wurde die Bar durch mehrere verglaste Terrassen gerecht. Ich kann mir eine Bemerkung an dieser Stelle nicht verkneifen: das Wetter war gut! Und es hatte den ganzen Tag nicht geregnet! Geht doch! Warm war es allerdings trotzdem noch nicht so richtig.

Natürlich gab es auch Außenterrassen mit herrlichem Blick auf den Atlantik.

Blich von einer Außenterrasse hinaus auf den Atlantik

Foto von mir, 2016

Da passte der Wind eigentlich gerade optimal dazu. Und es roch nach Meer.

Sehr außergewöhnlich war der liebevoll angelegte Garten.

Ein Teil des wunderschönen Gartens bei der Bar Moinho Dom Quixote

Foto von mir, 2016

Wer Pflanzen mag, wer vielleicht selber einen Garten besaß, der kam hier auf seine Kosten. Ein kleiner See, Fliesenbilder, viele große Amphoren, jede Menge Kakteen und andere Sukkulenten.

Ich bin also eine Zeit lang draußen herum spaziert und habe mir diesen Garten angesehen. Ein paar wenige Leute saßen draußen, die meisten bevorzugten den Schutz der hinter Glas gut geschützen Terrassen. Wer es zulässt, kann hier zur Ruhe kommen.

Das wollte ich probieren und ging hinein in die Innenräume. Im ersten Wintergarten gab es leider keinen freien Tisch. Drinnen waren alle Wände mit allerlei Zeug vollgehängt. Der Eindruck war insgesamt eher mexikanisch als portugiesisch. Es liefen Katzen und Hunde herum. Wer das nicht mag, sollte die Bar dementsprechend meiden.

In der Ecke gab es einen Durchgang zu einem weiteren kleinen Wintergarten. Dort ließ ich mich an einem großen Tisch auf einem Sofa nieder. Der Tisch war noch nicht abgeräumt.

Ich bestellte mir einen „Salada Tropical“. Auf der Speisekarte gab es keine großartigen Menüs, sondern eher kleine Speisen, Snacks, Salate und Burger. Für ein großes Abendmahl schien dies der falsche Ort zu sein. Der Salat war eine interessante Mischung aus einerseits eher herben Geschmacksnoten, andererseits aber sehr süßen Aromen von den Früchten.

In dem kleinen Raum saß eine Gruppe von drei Leuten, die sich auf Deutsch unterhielt. Mindestens einer davon war Schweizer. Sie unterhielten sich angeregt über alles Mögliche. Der Schweizer und eine der beiden Frauen schienen Residente zu sein, während die zweite Frau wohl zu Besuch war. Sie tranken mehrere Caipirinhas und die Unterhaltung wurde mit der Zeit immer lockerer.

Blick aus einem der WIntergarten hinaus in den Garten

Foto von mir, 2016

Während ich mir auf dem iPad mit einer Bluetooth-Tastatur Notizen zu meinem Besuch in Sintra machte, hörte ich zwangsläufig den Gesprächen zu. Die Gruppe saß genau in meiner Sichtlinie. Irgendwie fand ich es amüsant, dass die Leute sich über alles mögliche Private unterhielten, ohne sich Gedanken zu machen, dass ich vielleicht alles verstehen konnte. Wie ein Portugiese sah ich ja nun nicht aus.

Irgendwann verließen sie das Lokal und ich wünschte ihnen auf Deutsch „noch einen schönen Abend!“. Eine der Frauen sagte zu mir: „Das war ja soooo klar!“ und lachte mich fröhlich an.

Gut gelaunt und gut entspannt fuhr ich wieder nach Carcavelos ins Hotel zurück. Für mich war es ein perfekter Tag!

Abends im Hotel

Heute war unser letzter Abend im Hotel. Deswegen traf sich unsere Gruppe abends um 19:00 Uhr in der Hotel-Lobby zur Abrechnung der gemeinsamen Fahrzeugkosten, also Benzin und Maut. Alle waren damit einverstanden, die Kosten einfach aufzuaddieren und dann durch die Anzahl der Gruppenmitglieder zu teilen. Ich finde es gut, wenn das so problemlos funktioniert. Natürlich konnte ich meine extra Fahrten nicht von den anderen bezahlen lassen.

Für jeden kamen 20 Euro Fahrzeugkosten heraus.

Das Abendessen gab es heute wieder im Hotel.

Danach saßen wir noch alle zum Chillen in der Bar zusammen.


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Alle Sunwave Artikel in meinem Blog.
Meine Portugal-Artikel.
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Übersicht über deutschsprachige Portugal-Foren.


Weitere Informationen im Internet

360 Grad Bilder vom Palácio Nacional da Pena.
Offizielle Seite parquesdesintra.pt (englischsprachig).
Inoffizielle Facebook Fan-Seite der Bar Dom Quixote Moinho.


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