MindCub3r – Rubik’s Cube mit Lego lösen

Rubik's Cube

Weihnachten hat uns ein LEGO Mindstorms EV3 Basis-Set ins Haus gebracht.

Damit kann man spielerisch in die Welt der Robotik eintauchen. Nach dem ersten Roboter (dem Track3r) folgte der Ev3rstorm.

Anschließend wurde eine Kobra gebaut, die jeden angriff, der sich ihr näherte. Dann gab es das berühmte Hütchen-Spiel, bei dem allerdings die Geschwindigkeit für den Tausch der Hütchen nicht hoch genug war. Man konnte mit etwas Konzentration den Bewegungen der Maschine leicht folgen und fand die versteckte Kugel/Münze daher eigentlich immer.

Als nächstes war ein Skoprion dran, der eine Kakerlake auf dem Boden identifizierte, sie mit einem Giftstachel betäubte und sie dann mit den Greifwerkzeugen einfing und fraß.

Und natürlich musste auch die Useless Box nachgebaut werden. Die ist richtig cool! 🙂 Heiko ersetzte den Kasten allerdings provisorisch durch einem Karton.

Mein Sohn beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit dem Lösen von den berühmten Zauberwürfeln. Er ist da ziemlich gut. Eine Suche im Internet ergab, dass schon viele Leute versucht haben, einen CubeSolver zu bauen, natürlich auch mit LEGO-Teilen.

Besonders berühmt geworden ist der aktuelle Weltmeister, nämlich der CubeStormer 3.

Niemand kann einen original Rubik’s Cube schneller lösen als diese mit LEGO Mindstorms gebaute Maschine!

Allerdings reicht dafür ein normales LEGO Mindstorms EV3 Basis-Set nicht aus. 🙁

Aber es müssen ja nicht immer so kleine 3x3x3 Würfel sein. Hat schon mal jemand von euch einen 9x9x9 Zauberwürfel in der Hand gehabt? Dafür braucht man große Hände.

Oder den MultiCuber 999:

Heutzutage gibt es ja viel kompliziertere Würfel als den originalen Rubik’s Cube, zum Beispiel den Megaminx, Aber auch der wird von LEGO Mindstorms gelöst. Es dauert nur ein wenig länger.

Der Nachteil des LEGO Mindstorms EV3 Basis-Sets ist, dass es völlig ohne Stromquelle daher kommt, keine Batterien, keine Akkus, kein Netzgerät.

Ihr benötigt 6 Mignon (AA bzw. R6) Zellen. Die werden allerdings ziemlich schnell leer gesaugt. Im Internet finden sich viele Vorschläge, wie man stattdessen 6 Akkus verwenden kann, die Erfahrungen sind aber durchwachsen. Wenn man nicht gerade Bastler ist, bleibt am Ende nichts anderes übrig, als sich das originale LEGO-Sixpack plus Netzgerät zu kaufen. Der Preis ist in meinen AUgen allerdings Wucher: ca. 130 Euro für beides zusammen. Dennoch: betrachtet es als Anfangsinvestition, kauft es und vergesst den Preis dann ganz schnell wieder. LEGO ist teuer!

Zurück zum 3x3x3 Cube Solver.

Der lässt sich nämlich durchaus mit dem normalen Mindstorms-Set bauen. Eine Anleitung dafür gibt es auf MindCuber.com.

Und so sieht es aus, wenn der MindCub3r arbeitet (unser eigenes Video!):

In vielen Schulen gibt es Arbeitsgruppen für Robotik, die oft ebenfalls das LEGO Mindstorms EV3 System einsetzen (oder das ältere NXT-System).

Neben der Konstruktion der Modelle muss das System natürlich programmiert werden. Dafür steht ein eher grafischer Editor bereit (auf Basis von LabView), in dem man die Steuerungs-Elemente als Blöcke zusammenstellen kann. Wer mehr will, kann den „Brick“ aber auch in Java programmieren.

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