Netzhautablösung – Ablatio Retinae – 05.02.2013

Beim Augenarzt

Regelmäßige Kontrollen der Augen sind wichtig, vor allem für stark Kurzsichtige, aber natürlich erst recht nach der Operation einer Netzhautablösung.

Leider musste ich diesmal wieder 50 Minuten warten, bis ich endlich an die Reihe kam. Mehr als 30 Minuten Wartezeit sind für mich inakzeptabel, wenn ich einen Termin vereinbart habe. Diesmal war ich aber schlau genug und habe das iPad zum Lesen mitgenommen.

Zunächst wurde wieder der Augeninnendruck mit dem „Puster“ (NCT -> Non-Contact-Tonometrie) gemessen: rechts 15 mmHg und links 11 mmHg. Damit hat sich der Druck seit dem letzten Arzttermin praktisch nicht verändert. Das ist als gut zu bewerten.

Ein OCT (Optische Kohärenztomografie) wurde diesmal nicht gemacht. Der Augenarzt verglich aber die beiden letzten Aufnahmen noch einmal und sah an sich ganz zufrieden aus.

Ein Sehtest ergab leider nur 10%.

Außerdem hat sich die Achse deutlich verändert, auf 160°. Zur Zeit kann ich mit diesem Wert noch nichts anfangen. Die Achsveränderung dürfte duch die Plombe verursacht sein, die das Auge ja an der Seite ziemlich eindellt.

Mit der Sehleistung war der Augenarzt nicht zufrieden. Er kommentierte das mit dem Satz: „Das Auge können Sie wohl abschreiben.“

Er schaute sich auch noch einmal den Augenhintergrund mit der Spaltlampe an (ohne die Pupille weit zu tropfen). Das Gewebe der Netzhaut würde wohl inzwischen vernarben. Das hörte sich für mich nicht so gut an.

Nach dem ganzen Spektakel, verursacht durch die Netzhautablösung, verwundert es kaum, dass die Netzhaut alles andere als glatt und funktionsfähig ist. Spaß macht mir der Gedanke aber immer noch nicht.

Beurteilung meines Sehvermögens

Subjektiv hat sich mein Seheindruck nicht verändert. Eigentlich gerade senkrechte Linien sind weiterhin wellenförmig verbogen. Waagerechte Linien sind kaum verbogen.

Die komische Blase oben im Auge hat sich bisher nicht verflüchtigt.

Positiv ist, dass ich keine Schmerzen im Auge habe. Wider Erwarten bekomme ich nur selten Kopfschmerzen, obwohl ich das Sehen als viel anstrengender gegenüber früher empfinde.

Schmerzen habe ich immer dann, wenn ich diese Voltaren Ophtha Augentropfen ins Augen träufele. Das brennt eine halbe bis eine Minute ziemlich heftig. Wer erfindet denn so einen Scheiß?

Ein anderer Effekt stört mich besonders beim Fernsehen: Doppelbilder. Ich sehe das Fernsehbild doppelt. Das zweite Bild (vom linken Auge) ist deutlich nach unten verschoben und dabei leicht um vielleicht 10 Grad im Gegenuhrzeigersinn verdreht. Dieses Bild bringt mein Gehirn nur schwer mit dem des rechten Auges zusammen, so dass ich oft unbewusst das linke Auge zukneife. Interessanterweise bekomme ich beide Bilder bei einer leicht nach links geneigten Kopfhaltung ganz gut zur Deckung. Aber wer kann schon die ganze Zeit den Kopf schief halten. Möglicherweise hat dies mit dem verbogenen Augapfel zu tun.

Mal ein paar Wochen abwarten. Mit einem angepassten Brillenglas müsste man doch so eine Torsion ausgleichen können.


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