Das Urzeitmuseum in Taufkirchen

Urzeitmuseum Taufkirchen - Schild

Heute waren wir im Urzeitmuseum in Taufkirchen/Vils.

Dabei handelt es sich um eine Ausstellung von originalen Fundstücken, Repliken und Modellen aus der Zeit von 200 Mio. Jahren bis 5.000 Jahre vor Christus. Die Räume sind im Keller der Realschule untergebracht.


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Das Museum ist nur am Wochenende geöffnet, und zwar samstags von 13 – 17 Uhr und sonntags von 11 – 17 Uhr.

Die Ausstellung ist sehr liebevoll gestaltet und zeigt einige in Originalgröße nachgebaute Modelle von Dinosauriern, viele Knochenfundstücke, teils als Original, teils als Replik. Weiter gibt es jede Menge Fossilien zu bestaunen, und sogar echtes Mammutfell kann man sich ansehen.

Urzeitmuseum Taufkirchen - Szene mit Dinosauriern

Urzeitmuseum Taufkirchen - Szene mit Dinosauriern

In einem kleinen Kinoraum werden faszinierende Filme über das Leben der Dinosaurier gezeigt. Museen sind nicht jedermanns Sache. Wer alleine durch die Räume auf Forschungsreise geht, findet viele sehr informative Schrifttafeln an den Exponaten, die über Art, Alter und Fundstätte des Objektes Auskunft geben, und zusätzlich weitere Informationen liefern. Als wir uns gerade zum Verlassen des Museums entschlossen hatten, kam ein Mann im besten Alter hinter der Kasse hervor, versammelte alle Besucher um sich (ca. 5 oder 6 Familien) und ging mit ihnen in den letzten Raum.

Urzeitmuseum Taufkirchen - Kugelzahnfisch

Urzeitmuseum Taufkirchen - Kugelzahnfisch

Dieser Raum war ganz besonders interessant, zeigte er doch original Fundstücke aus der Gegend um Freising. Kaum zu glauben, dass hier mal der Ginkgo wuchs, der Baum des Jahrtausends. Oder wie wäre es mit Elefanten, Nashörnern, Schildkröten und Krokodilen? Der Herr, der uns in diesen Raum verfrachtet hatte, fing spontan an, mit uns eine sehr engagierte Führung durch die Urzeit zu machen. Man merkte ihm an, dass er dies öfter tat und dass er dabei sehr häufig mit Kindern zu tun hatte. Während er uns die Tiere und Pflanzen des Miozän (vor ca. 15 Mio. Jahren) näher brachte, holte er nacheinander mehrere Kartons von einem Schrank. Darin befanden sich Backenzähne von Zitzenzahnelefanten, aber auch Zähne vom größten je gefundenem Haifisch und Hautstücke von urzeitlichen Krokodilen. Er berichtete, dass sie auch heute noch in dieser Gegend nach Fossilien und Knochen gruben und die Sammlung so immer wieder ergänzen konnten. Die Kinder durften die Zähne in die Hand nehmen und sich genau ansehen. So wird ein Museum natürlich um einiges interessanter!

Einmal in Fahrt, ging es durch eine kleine Bärenhöhle weiter zu den Mammuts, Auerochsen und Riesenhirschen. Hier durften die Kinder den Unterkiefer eines Ur-Nashorns untersuchen, das wohl noch Milchzähne hatte, denn im Kiefer steckte noch ein Zahn, der sich noch nicht nach oben geschoben hatte. Weiter drückte er den Erwachsenen den Oberschenkelknochen eines Mammuts in die Hand (für Kinder war er zu schwer) und ließ ihn genauer untersuchen. Er wies deutliche Einkerbungen von Zähnen auf, was darauf schließen ließ, dass Raubtiere die Knochen des toten Tieres abgenagt hatten.

Im dritten Raum ging es um die Jura in Schwaben vor 180 Mio Jahren. Es wurden uns versteinerte Wassertiere gezeigt und verschiedene Ammoniten-Arten.

Der Besuch hat sich gelohnt. Wenn ihr dort ebenfalls mal hinfahrt, dann fragt nach einer Führung, es lohnt sich hundertprozentig!

Urzeitmuseum Taufkirchen - 3D Saurier

Urzeitmuseum Taufkirchen - 3D Saurier

Zum Abschluss die Homepage des Urzeitmuseums: http://www.urzeitmuseum.de.

Dort stehen natürlich auch die aktuellen Eintrittspreise.

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