Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum

Eine Scheune

Diese Woche haben wir das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum in Molfsee, kurz vor Kiel besucht. Dabei handelt es sich um ein 60 Hektar großes Gelände, auf dem locker verteilt etwa 70 historische Gebäude wie Bauernhäuser, Hofanlagen und Mühlen besichtigt werden können.

Die Gebäude, die am originalen Standort sorgfältig abgebaut und im Freilichtgelände wieder aufgebaut worden sind, stehen nicht nur einfach leer herum. Stattdessen sind etliche von ihnen authentisch eingerichtet worden. In manchen wie der Meierei wird den Besuchern sogar real gezeigt, wie die Handwerker früher gearbeitet haben. Weitere Handwerkereien sind:

  • Käse- und Butterherstellung nach historischen Methoden
  • Kerzenziehen
  • Drechseln von Schalen, Kerzenständern und anderem
  • Korbmacherei mit alten Flechttechniken
  • Schmieden
  • Töpfern mit Ton und Keramik
  • Holzbildhauerei mit Schnitzeisen und -messer
  • Traditionelle Reparatur von Uhren
  • Filzherstellung und -verarbeitung
  • Herstellung von Naturseifen

    Diese Veranstaltungen werden allerdings nicht kostenlos angeboten.

    Neben diesen Workshops gibt es auch eine ganze Reihe von Ausstellungen in der Anlage:

    • Feuer und Flamme: Exponate aus dem ehemaligen „Brandschutzmuseum“ einer Versicherung
    • Hommage an Theodor Storm: 11 Künstler aus dem Kreis der „Norddeutschen Realisten “ malen auf den Spuren des Dichters.
    • Alles verkohlt: Historische Holzkohleherstellung in Befund und Experiment
    • Bunte Steine – buntes Glas: Boden- und Wanddekorationen um 1900 in Schleswig-Holstein
    • Märchenhafte Kalender: Historische Adventskalender

    Wenn man das Freilichtmuseum besucht, ist man zunächst erstaunt über die Größe des Gebietes. In einer leicht hügeligen Wiesen, Wald und Weide-Landschaft sind die Gebäude nach ihrer Herkunft gruppiert. Einige kleinere Seen lockern das Gelände weiter auf. An verschiedenen Stellen findet man Tiere, wie man sie in der Nähe solcher Hofanlagen erwartet: Pferde, Ziegen, Schafe, Maultiere, Wasservögel und so weiter, was das Gesamtbild abrundet.

    Das Freilichtmuseum ist ganzjährig geöffnet, im Winter allerdings nur noch an den Sonntagen. Als Eintrittspreis zahlen Erwachsene 6 Euro und Kinder 2 Euro.

    Wer sich für alte Bauernhöfe im Norden Deutschlands interessiert, findet hier in der großen Sammlung an Gebäuden in hervorragendem Zustand sehr willkommene Studienobjekte und kann sich dort tagelang aufhalten. Für den normalen Besucher ist auf jeden Fall mindestens ein halber Tag einzurechnen.

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