convAMP – mein AMP Konverter

Hinweis:
Dieser Artikel ist für die meisten von euch etwas schwer verdaulich. Wenn ihr euch nicht ein bisschen mit HTML, CSS und AMP auskennt, ignoriert ihr diesen Artikel am besten.
Auch, wenn es mir leid täte …

 

Direktlink zum AMP-Konverter: convAMP.


Wozu brauche ich einen HTML zu AMP Konverter

Logo des Accelerated Mobile Pages Projekt von GoogleWozu brauche ich überhaupt Accelerated Mobile Pages?
Webseiten (HTML-Seiten) sind mit den Jahren immer fetter geworden. Jede Menge zusätzlicher JavaScript Code wird geladen und ausgeführt, Bilder müssen mindestens eine Auflösung von 2560×1440 Pixel haben, Videos und Social Network Buttons müssen integriert sein, riesige Stylesheet-Dateien (aufgeteilt auf mehrere Brocken) müssen nachgeladen werden … ihr wisst schon, was ich meine. Jedenfalls sind manche Webseiten schweinelangsam.

Auf einem PC mag das ja noch in Ordnung sein, vor allem, wenn man über ein richtiges LAN (so mit Kabel) ins Internet kommt.

Nun ist es aber so, dass immer mehr Leute ausschließlich mit einem Tablet oder einem Smartphone ins Internet gehen. Dadurch kommt es zu zwei Herausforderungen:

  1. Die Geschwindigkeit der Verbindung ist manchmal eher bescheiden.
  2. Die Bildschirmgrößen sind viel kleiner, so dass man kaum etwas darauf lesen kann.

Also sind Web-Designer dazu übergegangen, verschiedene Versionen ihrer Webseiten (viel Aufwand) oder wenigstens verschiedene Darstellungsarten ihrer Webseiten anzubieten. Im Endeffekt ist die Darstellung damit wieder in Ordnung. Aber es bleibt meistens immer noch ein großer Overhead an Protokoll-Daten und eben viel zu viel Datenvolumen.

Meinen Blog habe ich bisher noch nicht für mobile Endgeräte optimiert … steht in der Pipeline. Es gibt allerdings AMP-Seiten: dieser Artikel als AMP.

Unter anderem Google will seinen Kunden zum Beispiel News in einem Karussell anbieten, die per Mausklick „instant“ lesbar sind. Die Seiten müssen also nicht schnell, sondern extrem schnell, quasi in Nullzeit laden.

Dafür wurde von Google das Projekt AMP = Accelerated Mobile Pages ins Leben gerufen. Es ist aber Open Source und nicht auf Google beschränkt.

Schön! Und was geht das mich an?

Gute Frage!

Weil AMP-Seiten generell besonders schnell laden und für mobile Endgeräte geeignet sind, werden sie in den Suchergebnislisten bei einer Suche auf einem Smartphone bevorzugt angezeigt. (Okay, ich bemerke ein Stirnrunzeln auf deiner Stirn. Du hast dich also schon mehr mit AMP und Google beschäftigt. Akzeptiere bitte an dieser Stelle diese vereinfachte Darstellung.)

Mal abgesehen davon, macht es einfach viel mehr Spaß, wenn eine Webseite schnell lädt, oder?

Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel zu AMP geschrieben. Dort gibt es weitere Informationen zu dem Thema: AMP – Accelerated Mobile Pages – schnelles Internet.

Wenn ich entschieden habe, meinen bestehenden HTML-Seiten zusätzlich AMP-Seiten zur Seite zu stellen, so wartet einige Arbeit auf mich, denn das AMP-Format fordert von mir eine Menge Anpassungen. In Content Management Systemen wie WordPress gibt es oft die Möglichkeit, diese Umstellung automatisch durchführen zu lassen (bei WordPress ist das aktuell nur für Beiträge möglich, aber nicht für Seiten).

Oder man verwendet ein Programm, das einen Teil der Handarbeit übernimmt.

Zurück also zur Frage: Wozu brauche ich einen HTML zu AMP Konverter?

Er nimmt mir einfach einen Teil der Arbeit ab, wenn ich meinen Internet-Auftritt um AMP-Seiten ergänzen möchte.

Was macht der AMP Konverter denn nun genau?

Mein convAMP (convert to AMP) ergänzt die ursprüngliche HTML-Seite um benötigte Elemente, entfernt andere, die in AMP nicht erlaubt sind, schreibt einige Tags um und fasst Stylesheets zusammen. Am Ende purzeln zwei Dateien heraus: eine amp.html mit der AMP-Seite und eine amp.css mit allen Styles.

Die ganze Konvertiererei dauert normalerweis nur 1 Sekunde. Das hängt aber davon ab, wie viele externe Ressourcen (Bilder, Stylesheets) für die Analyse aus dem Internet nachgeladen werden müssen. Zugriffe aufs Internet kosten (relativ) viel Zeit.

Im Detail:

Die HTML-Seite einlesen

Als erstes muss die Ursprungsseite ge“cURL“t werden. (@Wolfgang: Refresh-Anweisungen in Meta-Tags werden derzeit noch nicht verfolgt.) Die Seite wird kurz daraufhin überprüft, ob es sich überhaupt um eine HTML-Seite handelt.

Aus dem HTML-Sourcecode wird im Arbeitsspeicher ein DOM-Baum aufgebaut. Das erlaubt mir später leichteren Zugriff auf die HTML-Tags und erspart mir eine Menge regulärer Ausdrücke.

Base-Tag identifizieren

Für den späteren Zugriff auf Bilder und Stylesheets wird nachgeschaut, ob es im Code eine <base>-Angabe gibt. Diese wird benötigt um valide URLs aufzubauen. Später wird der <base>-Tag komplett entfernt, weil er im AMP-Format nicht zulässig ist. Deswegen müssen alle URLs absolute Pfadangaben erhalten.

Korrekte Charset-Angabe einbauen

Für AMP ist ausschließlich <meta charset="utf-8"> zugelassen. Deswegen entfernt der Konverter alle anders lautenden Charset-Angaben und fügt schließlich die korrekte Angabe in den Head-Bereich der Seite ein.

Seite mit AMP-Kennzeichnung versehen

Bei einer AMP-Seite muss das <html>-Tag um das Attribut „amp“ erweitert werden. Alle anderen Attribute bleiben erhalten. Sollte an dieser Stelle vergessen worden sein, eine Sprache für die Seite festzulegen, wird vom Konverter einfach ein lang="de"> hinzugefügt.

<html lang="de" amp>

AMP JavaScript-Bibliothek einbinden

Als nächstes wird im Head-Bereich die AMP-Bibliothek eingebunden. Sie ist für die gesamte Steuerung der AMP-Seite zuständig und sorgt für die hohe Geschwindigkeit. JavaScript ist grundsätzlich auf einer AMP-Seite nicht erlaubt. Es sei denn, der Code wird asynchron geladen oder er steht in einem iFrame. Die AMP-Bibliothek muss aber selbstverständlich in jedem Fall geladen werden. Sie steht auf vielen Servern über ein CDN zur Verfügung.

<script async src="https://cdn.ampproject.org/v0.js"></script>

Korrekte Viewort-Angabe einbauen

AMP-Seiten sind „von Natur aus“ responsiv. Dafür benötigen sie aber eine korrekte Viewport-Angabe. Da hier kein Spielraum für abweichende Attribute besteht, entfernt der Konverter einfach alle vorhandenen Angaben und fügt dann die einzig zugelassene Version in den Head-Bereich der Seite ein.

<meta name="viewport" content="width=device-width,minimum-scale=1,initial-scale=1">

Kanonischen Link einbauen

Normalerweise treten HTML- und AMP-Seite immer als Paar auf (dies ist aber kein Muss!). Damit sie gegenseitig voneinander wissen, werden sie über kanonische Links miteinander verbunden. In der HTML-Seite wird einer Suchmaschine auf diese Weise gesagt: „Hey, von mir gibt es auch noch eine AMP-Version. Schau doch mal, ob dir diese gerade besser zusagt.“ Und in der AMP-Seite geht es eben genau in die andere Richtung. Genau dieser Link wird nun in den Head-Bereich eingefügt. Alle anderen kanonischen Links werden entfernt, so dass in der AMP-Seite einzig und alleine die Verknüpfung zur ursprünglichen HTML-Seite bestehen bleibt.

Der Konverter überprüft auch, ob er den kanonischen Link in die ursprüngliche HTML-Datei eintragen kann. Dies wird aber regelmäßig nicht funktionieren, da der Konverter nicht die dafür benötigten Schreibrechte besitzt. Dieser Link muss also nach der Erzeugung der AMP-Seite manuell in die HTML-Seite eingetragen werden.

Alle Stylesheets verarbeiten

Dieser Programm-Teil liefert noch nicht das, was ich mir wünsche. Leider ist das Thema nicht ganz trivial.

Was momentan geschieht, ist folgendes:
Zunächst werden alle externen Stylesheets aus dem Internet gelesen und aneinander gehängt. Bei jedem Stylesheet wird überprüft, ob es zusätzliche @import-Angaben gibt, die dann gegebenenfalls rekursiv eingelesen werden. Um Endlosschleifen zu vermeiden, ist die Rekursionstiefe momentan auf 1 Ebene beschränkt.

Sollten die Stylesheets nicht für die Medientypen „screen“ oder „all“ vorgesehen sein bzw. über keine Angabe zum Medientyp verfügen, so werden sie nicht weiter beachtet.

Das Problem bei der Verarbeitung der Stylesheets ist, dass sämtliche Styles in die AMP-Datei geschrieben werden müssen, dabei aber nicht größer als 50 KB sein dürfen. Entsprechend werden fast immer keinerlei Styles in die AMP-Seite eingebunden, sondern ausschließlich als amp.css gespeichert. Die fertige AMP-Seite sieht dementsprechend auch sehr unformatiert aus. Kein Wunder … ohne Styles.

Ich habe bereits verschiedene Routinen in den Konverter eingebaut, um die Stylesheet-Datei einzudampfen. So werden Kommentare und Zeilenumbrüche sowie überflüssige Leerzeichen entfernt. Außerdem wird analysiert, welche Klassen, die in den Stylesheets stehen, überhaupt im HTML verwendet werden. Alle nicht verwendeten Klassen werden dann gnadenlos hinausgeworfen. Im Augenblick sind diese Funktionen aber allesamt deaktiviert.

Ein grundsätzliches Problem löse ich damit nicht: die AMP-Seite wird niemals so aussehen wie die HTML-Seite (und soll es auch gar nicht), kann also gar nicht die gleichen IDs und Klassen verwenden. Hier ein brauchbares Design zu finden, ist schwierig, setzt es doch eine genaue semantische Analyse des Aufbaus der Seite voraus (Was ist der Header? Wo steht der Footer? Soll dieser DIV eventuell eine Sidebar sein? Usw.) Dafür habe ich momentan noch keine Lösung.

Im Augenblick werden auch die existierenden Inline-Stylesheets und Inline-Styles noch nicht weiter beachtet. Vermutlich werde ich in Zukunft die Inline-Styles aus dem Code herauslösen und durch Klassen ersetzen, die dann zusätzlich in dem End-Stylesheet erzeugt werden müssen.

Entfernen aller externen Stylesheets

Sobald alle verfügbaren Informationen zu den Styles verarbeitet worden sind, können die externen Stylesheets entfernt werden. Danach wird geschaut, ob der große Batzen an Styles vielleicht doch kleiner als 50 KB ist. Wenn ja, dann wird er als Inline-Stylesheet eingebunden. Aber wie gesagt … normalerweise wird das nicht geschehen.

Verbotene HTML-Tags entfernen

AMP verbietet eine ganze Reihe von HTML-Tags wie zum Beispiel <applet>, <base> und <form> (Genau! Formulare sind böse!). An dieser Stelle werden also die entsprechenden Tags ersatzlos aus dem Code entfernt. Die Liste der verbotenen Tags kann sich zukünftig ändern. Das AMP-Projekt ist ein sehr junges und daher dynamisches Projekt.

Verbotene Attribute entfernen

Sollte ein HTML-Tag erlaubt sein, so heißt das noch lange nicht, dass auch alle Attribute des Tags erlaubt sind. Beispielsweise ist das Attribut „border“ bei Bildern nicht erlaubt. Genauso wenig dürfen Event-Handler wie „onclick“ in Links verwendet werden. Mir bekannte verbotene Attribute werden deswegen entfernt.

Zu den verbotenen Attributen gehören übrigens auch Inline-Styles.

Wie die Liste der verbotenen Tags kann sich auch die Liste der verbotenen Attribute täglich ändern.

Alle Bilder verarbeiten

Bilder können die Ladezeit einer Webseite erheblich beeinflussen. Aus diesem Grunde werden sie der Steuerung durch die AMP-JavaScript-Bibliothek unterworfen. Als erstes wird das <img>-Tag durch ein <amp-img>-Tag ersetzt. Dieses setzt zwingend Angaben zur Größe des Bildes, also width und height voraus. Wenn diese beiden Angaben fehlen, wird der Konverter versuchen, die tatsächliche Größe der Bilder zu ermitteln und dementsprechend in das Tag einzufügen. Dies geschieht ebenfalls, wenn nur eine der beiden Angaben fehlt.

Desweiteren wird das Layout der Bilder auf „fixed“ festgenagelt. Eigentlich wäre hier „responsive“ die bessere Wahl. Dann richtet sich die Skalierung des Bildes aber nach dem Eltern-Element. Wenn dies nicht gescheit skaliert ist, kann es passieren, dass ein Logo von 150x150px plötzlich die gesamte Bildschirmbreite ausfüllt. Also bis auf weiteres: „fixed“.

Google Analytics Code übernehmen

Viele Websites verwenden Google Analytics, um die Besucherzugriffe zu analysieren. Der Code wird in Form eines kleinen JavaScripts eingebunden. Das ist aber in AMP verboten. Deswegen gibt es eine eigene AMP-Komponente, die dies ermöglicht. Auch andere Tracker werden durchaus von AMP unterstützt. Momentan habe ich aber nur Unterstützung für Google Analytics in den Konverter eingebaut, und dies auch nur rudimentär. Es wird auch nur Google Universal Analytics berücksichtigt. Wer (sinnvollerweise) den Tag-Manager verwendet, bleibt momentan damit noch außen vor und muss das manuell eintragen. Da werde ich sicherlich in der Zukunft noch nachlegen.

Die eigentlichen Daten (wie die UA-ID) werden auf AMP-Seiten als JSON-Objekt übergeben. Die Aufbereitung dafür übernimmt ebenfalls der Konverter.

Entfernen aller JavaScripts

Mit JavaSript kann man auf einer Seite allerlei Schabernack anstellen. Also muss das alles raus. JSON-Objekte in einem Script-Container sind davon ausgenommen, da sie keinen Programmcode, sondern nur Daten enthalten. Auch asynchron geladene Scripts dürfen bleiben.Und wer sein JavaScript in einen iFrame steckt, hat auch erst einmal Glück gehabt.

Entfernen von Kommentaren

Um die Datei weiter zu verschlanken, werden alle Kommentarzeilen entfernt. Dazu zählen auch Browserweichen. Die Lesbarkeit des Quelltextes erhöht sich dadurch zwar nicht unbedingt, aber die Datei wird um einige Bytes leichter und lädt entsprechend marginal schneller. Das Entfernen der Kommentare wird in Zukunft optional abschaltbar sein.

Entfernen von Leerzeilen

Sollten durch das ganze Herumgelösche inzwischen Leerzeilen entstanden sein oder Zeilen, die nur Tabulator-Zeichen enthalten, so werden die nun auch noch entfernt. Auch diese Funktion möchte ich in Zukunft optional abschaltbar machen.

AMP Boilerplate einbauen

Die so genannte AMP Boilerplate ist ein kleines Stylesheet, das vor allem die Darstellung der Webseite so lange verzögert, bis sie vollständig gerendert ist. Dann wird sie (mehr oder weniger) sanft eingeblendet.

<style amp-boilerplate>body{-webkit-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;-moz-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;-ms-animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both;animation:-amp-start 8s steps(1,end) 0s 1 normal both}@-webkit-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-moz-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-ms-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@-o-keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}@keyframes -amp-start{from{visibility:hidden}to{visibility:visible}}</style><noscript><style amp-boilerplate>body{-webkit-animation:none;-moz-animation:none;-ms-animation:none;animation:none}</style></noscript>

Dieser Code-Block darf nicht verändert werden. Das liegt daran, dass Google auf diesen Block mit regulären Ausdrücken zugreift, die sonst eventuell nicht mehr matchen.

Der Block wird erst so spät vom Konverter eingefügt, weil vorher Styles entfernt werden (siehe weiter oben). Die Boilerplate hätte dann auch zu den Opfern gezählt.

Generierung der AMP-Datei

Anschließend wird die AMP-Datei aus dem nun geänderten DOM-Baum generiert. Aber bevor diese Datei endlich als amp.html gespeichert werden kann, müssen noch ein paar Korrekturen durchgeführt werden, die mit dem DOM-Baum nicht möglich sind. Dazu werden noch ein paar Attribute geändert und ein paar HTML-Tags angepasst. Schließlich kann die Datei gespeichert werden.

Protokoll-Datei per E-Mail verschicken

Der AMP-Konverter schreibt ein recht umfangreiches Protokoll über die Maßnahmen, die bei der Konvertierung der HTML-Seite umgesetzt worden sind. Unter anderem steht im Protokoll, welche Elemente gelöscht wurden, welche hinzugekommen sind und an welchen Stellen Anpassungen notwendig waren. Mit Hilfe des Protokolls hoffe ich, Fehler im Programm finden zu können. Dieses Protokoll wird mir ganz am Ende per E-Mail zugeschickt.


AMP-Seiten lassen sich mit dem offiziellen Google AMP Validator überprüfen.

Mein persönliches Ziel ist es natürlich, dass mein AMP-Konverter irgendwann nur noch Seiten erzeugt, die mit null Fehlern validieren.

Hier noch einmal der Direktlink zum AMP-Konverter: convAMP.

Buch-Vorstellung: Psychologisches Konfliktmanagement

Hinweis:
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gesponserten Artikel.
Das vorliegende Buch wurde mir freundlicherweise vom Autor Werner Schienle überlassen. Mir wurden keinerlei Vorgaben zum Inhalt meiner Besprechung gemacht. Dennoch kann ich nicht vollständig ausschließen, dass ich durch das Sponsoring beeinflusst wurde.

Konfliktmanagement? Was habe ich mit Konfliktmanagement zu tun?

Naja, so ungewöhnlich ist das nicht. Als Projektmanager beschäftigt man sich zwangsläufig auch mit Konfliktmanagement. So definiert das bekannte Online Projektmagazin:

Konflikte sind Alltag in der Durchführung von Projekten. Der Projektleitung obliegt es, durch vorausschauendes Handeln Konflikte zu vermeiden, und bestehende Konflikte so zu lösen, dass Krisen vermieden und das Projektziel nicht gefährdet wird.

(Quelle: https://www.projektmagazin.de/glossarterm/konfliktmanagement)

Nicht nur in Projekten, sondern auch im ganz normalen beruflichen oder privaten Leben haben wir es alle immer wieder mit Konflikten zu tun. Somit ist das Thema Konfliktmanagement eins, das jeden von uns betrifft.

Das mir vorliegende Buch Psychologisches Konfliktmanagement aus der essentials-Reihe des Springer Verlags erreichte mich auf direktem Wege. Einer der beiden Autoren, nämlich Werner Schienle, ist ein alter Weggefährte aus längst vergangenen CompuServe-Zeiten. Er bat mich um meine Meinung zu seinem vor kurzem veröffentlichten Buch. Es ist mir eine Freude und Ehre, das Buch zu lesen und euch einen Überblick darüber zu geben.

Von Werner gab es schon früher in meinem Blog Input für Artikel:

Was sind Essentials?

Die Buchreihe essentials des Springer Verlags hat folgende Zielsetzung:

essentials liefern aktuelles Wissen in konzentrierter Form. Die Essenz dessen, worauf es als „State-of-the-Art“ in der gegenwärtigen Fachdiskussion oder in der Praxis ankommt. essentials informieren schnell, unkompliziert und verständlich

  • als Einführung in ein aktuelles Thema aus Ihrem Fachgebiet
  • als Einstieg in ein für Sie noch unbekanntes Themenfeld
  • als Einblick, um zum Thema mitreden zu können

Mit dem kleinen Büchlein erwartet den Leser also eine knappe Einführung in das Thema, aber keine komplexe Doktorarbeit.

Überblick über das Buch

Das professionelle Handwerkzeug für Fach- und Führungskräfte für den Bereich Psychologisches Konfliktmanagement wird in Form eines broschierten Taschenbuchs im DIN A5 Format mit insgesamt 56 Seiten herausgegeben. Als Zielgruppe werden Fach- und Führungskräfte aller Branchen und Hierarchiestufen, Manager und Entscheidungsträger, sowie Studierende und Dozierende der Psychologie und der Betriebswirtschaftslehre genannt.

Das Buch ist in die folgenden fünf Kapitel unterteilt:

  1. Einleitung
  2. Konfliktmanagement: Machen Sie sich Ihr Leben leichter
  3. „Typisch Mensch“ – Konfliktfallen
  4. Handwerkzeuge für die Praxis
  5. Der Lohn der Mühe

Kapitel 1 (Einleitung) und Kapitel 5 (Lohn der Mühe) bilden hierbei nur den Rahmen für den eigentlichen Buchinhalt. Den größten Raum nimmt das Kapitel 4 (Handwerkzeuge für die Praxis) ein. Da Werner Schienle ganz konkrete Seminare für das Konfliktmanagement anbietet, ist die Fokussierung auf echte Handlungsempfehlungen nur logisch.

Was steht im Kapitel 2?
„Konfliktmanagement: Machen Sie sich Ihr Leben leichter“

In diesem Kapitel werden in knapper Form zunächst die drei „Gewinnfelder“ dargestellt:

  • Bestehende Konflikte bewältigen
  • Notwendige Konflikte anpacken
  • Überflüssigen Konflikten vorbeugen

Danach werden die drei „Erfolgs-Säulen“ skizziert:

  • Wichtige Denk- und Wahrnehmungsprozesse kennen
  • Innere Einstellung/Haltung reflektieren und ggf. „justieren“
  • Konkretes Handwerkzeug beherrschen

Im dritten Unterkapitel geht es um Dimensionen und Auswirkungen von Konflikten im betrieblichen Umfeld.

Was steht im Kapitel 3?
„Typisch Mensch – Konfliktfallen“

An Hand von Beispielen stellen die Autoren in diesem Kapitel dar, wie es zu Konflikten kommt und wie Konflikte eskalieren können. Ergänzt werden die Ausführungen durch erste konkrete Hinweise, wie mit Konflikten umgegangen werden kann.

Was steht im Kapitel 4?
„Handwerkzeuge für die Praxis“

Nachdem die Entstehung von Konflikten beschrieben wurde, geht es in diesem Kapitel um praktische Tipps, wie man Konflikten vorbeugen kann oder wie man mit ihnen umgeht, wenn es bereits zu Konflikten gekommen ist. Dieses Kapitel beansprucht den meisten Platz des kleinen Büchleins.

Meine Meinung

Nach dem Lesen des Büchleins bin ich etwas zwiespältig. Auf der einen Seite habe ich ein Buch über Konfliktmanagement gelesen, das in der herausgegebenen Form das Thema nur anreißen möchte. Dies wird sehr gut erreicht. Der Text lässt sich leicht lesen und verstehen. Die Beispiele kommen aus der Praxis. Die Autoren sind Fachleute auf ihren Gebieten.

Auf der anderen Seite erfüllt das Buch nicht alle meine Wünsche nach Inhalt. Mir fehlt eine noch stärkere Einbindung in den großen Rahmen der Kommunikation. Erst die Betrachtung, wie Kommunikation funktioniert, und was dabei alles schief gehen kann, ja, schief gehen muss, ermöglicht das Verständnis, wie es zu Konflikten kommt. Begriffe wie Eisberg-Modell, Johari-Fenster und Transaktionsanalyse werden nicht besprochen, das 4-Ohren-Modell nur angerissen und die selektive Wahrnehmung nur sehr abstrakt beschrieben.

Diese Themen kommen zu kurz, müssen wahrscheinlich zu kurz kommen, weil man sich als Autor bei vorgegebenen ca. 40 Seiten Inhalt stark einschränken muss, was die Auswahl der Themen und die Tiefe der Darstellung betrifft.

Mir fehlt darüber hinaus ein zusätzliches Kapitel mit praktischen Übungen, so dass ich als Leser die neuen Kenntnisse gleich einmal ausprobieren kann. An bewährten Übungen wird es auf Grund der jahrelangen Erfahrung von Werner Schienle als Trainer und Coach nicht mangeln.

Von daher: Ja, ein gutes, leicht zu lesendes und zu verstehendes Büchlein zum Thema Konfliktmanagement.

Aber vielleicht nur ein erster Schritt, dem eine vertiefte und breitere Ausarbeitung folgen könnte, wenn ich einen Wunsch äußern darf. Das wäre dann vermutlich kein Buch in der Essentials-Reihe.

Obwohl sich das Buch an Fach- und Führungskräfte richtet, kann ich es auch für den privaten Bereich empfehlen.



Weitere Buch-Empfehlungen.



Lissabon-Reise mit Sunwave – Serra da Arrábida

Hinweis:
Die Vorbereitungen zur gemeinsamen Ausflugstour in die Serra da Arrábida findet ihr in meinem Artikel Serra de Arrábida in Portugal – Vorbereitung.


Für heute war der Wandertag in der Serra da Arrábida geplant. Das stellte unsere Reiseleiterin vor größere Herausforderungen, weil das Wetter ja nach wie vor nicht optimal war. Die Temperatur war dabei gar nicht das Problem, denn die empfand ich eher als angenehm für Ausflüge. Aber die doch immer wieder auftretenden Regenschauer waren nicht sehr erwünscht.

Ponte 25 de Abril und Statue Cristo Rei

Foto von der Brücke Ponte 25 de Abril in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet


Wir fuhren also nach dem Frühstück im Konvoi über die rote Ponte 25 de Abril in luftiger Höhe (70 Meter) über den Tejo. Wer wollte, hatte einen schönen Blick auf die Umgebung. Ich selber schaute aber als Fahrer mehr auf die Straße. Die Brücke bestand aus einer sechs-spurigen Autobahn, unter die ein Eisenbahndeck mit zwei Schienensträngen gehängt war.

Aus Lissabon kam man als Autofahrer ohne weitere Kosten nach draußen. Wer aber in die Stadt hinein wollte, musste eine Maut bezahlen.

Oft wird die Hängebrücke mit der Golden Gate Bridge in San Fancisco verglichen. Beide unterscheiden sich optisch vor allem durch die verschiedenartige Verstrebung innerhalb der beiden großen Pylonen. Bei der Ponte 25 de Abril sind diese filigraner ausgeführt.

Auf der anderen Seite des Tejo ist man nicht mehr in Lissabon, sondern in Almada. Trotzdem gehört die dort auf einem Hügel stehende Statue Cristo Rei zu den Wahrzeichen von Lissabon. Auch diese Statue wurde einem Vorbild nachempfunden, nämlich der Christus-Statue in Rio de Janeiro.

Foto von der kompletten Cristo Rei Statue in Almada, Lissabon, Portugal

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Wir sind durch die halbe Stadt Almada gefahren, um zu der Statue zu gelangen. Im Nachhinein und mit der Hilfe von Google Maps scheint mir auch ein deutlich kürzerer Weg möglich gewesen zu sein. Entweder kannte Helena den Weg selbst nicht so genau oder sie wollte uns einfach ein wenig von der Stadt zeigen. Ich bin natürlich fest davon überzeugt, dass sie uns etwas von einer typischen portugiesischen Kleinstadt zeigen wollte. Und eilig hatten wir es ohnehin nicht.



Foto des Inneren der Kirche im Sockel der Cristo Rei Statue in Lamada, Lissabon

Foto von mir

Die eigentliche Statue stand hoch oben in 80 Meter Höhe auf einem Sockel. Unten im Sockel befand sich eine Kirche. Wer wollte, konnte mit dem Aufzug hoch zur Statue fahren und die Aussicht genießen. Wer nicht wollte, also ich, konnte die Aussicht auch von unten genießen.



Zurückblicken von der Statue Cristo Rei nach Belém

Foto von mir

Das Wetter war recht diesig, nur ab und zu kam die Sonne durch und ließ am anderen Ufer des Tejo Lissabon erstrahlen. Dann leuchteten die weißen Gebäude sehr schön, so wie hier auf dem Foto das Entdecker-Denkmal in Belém, das wir gestern besucht hatten.

EIn paar Olivenbäume, davor wilder Mohn

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Rund um die Statue und die Kapelle herum gab es einen großen Platz, wo man spazieren gehen konnte. An den Platz schlossen sich einige Felder mit Olivenbäumen an. Ein paar Touristen wanderten herum und suchten geeignete Orte für ein Selfie oder ein Gruppenfoto. Heute war dieser Aussichtspunkt nicht überlaufen. An anderen Tagen mit besseren Wetter konnte das durchaus auch anders sein.

Während die anderen aus meiner Gruppe fast alle mit dem Aufzug nach oben zur Aussichtsplattform hochgefahren sind, um von dort den noch besseren Ausblick zu genießen, schlenderte ich herum und beobachtete die Leute. Hin und wieder machte ich ein Foto, manchmal schaute ich versonnen hinüber zur Perle Portugals, also nach Lissabon. Es regnete nicht mehr, aber es war hier auf dem Hügel recht windig.

Ein paar Meter von der Statue entfernt, gab es ein kleines Café, wo wir uns alle wieder treffen wollten. Helena war schon da und organisierte anscheinend per Smartphone entweder den weiteren Verlauf des Tages mit uns oder erledigte andere Geschäfte. Nach und nach trafen trafen alle anderen ein. Einige tranken noch einen Kaffee oder etwas anderes, die meisten checkten Nachrichten auf ihren Smartphones. Meins war dazu nicht geeignet.

So ist das eben.

Nachdem alle eingetrudelt waren, ging es gemütlich weiter in Richtung Süden.

Portinho da Arrábida

Lageplan der Serra da Arrábida

Die Serra da Arrábida sind ein Höhenzug mit maximal 380 Metern Höhe. Diese Gegend ist besonders bei Wanderern beliebt.

Und auch wir wollten heute eigentlich wandern. Aber unsere Reiseleiterin hatte sich darüber informieren lassen, dass der Regen der letzten Tage das Gelände sehr matschig und rutschig gemacht hat. Für erfahrene Wanderer sicher kein Hindernis. Uns wollte sie das aber nicht antun. Wir haben wohl gestern zu viel über das Wetter geschimpft.

Schönes Foto aus der Vogelperspektive von Portinho da Arrábida bei Lissabon

(c) José Caeiros, 2016

Ich durfte mich über sehr schöne Landschaften freuen. Die Straße schlängelte sich in engen Kehren und – wie üblich – an den Seiten kaum befestigt von den Bergen hinunter zum Meer. Ich liebe solche Straßen!

Unsere Reiseleiterin fuhr direkt zu Portinho da Arrabida, also dieser kleinen Bucht am Meer

Kurz vor dem Ort war die Straße nur noch einspurig und wurde wechselseitig durch eine Ampelanlage geregelt. Vorsichtshalber ließ uns Helena bereits außerhalb des Ortes, noch vor der Ampel, parken. Sie erklärte uns, dass der kleine Parkplatz im Ort manchmal sehr überfüllt war und dass die Ampeln nicht unbedingt von jedem beachtet wurden. Unter Umständen konnte man dann eine längere Zeit im Ort verbringen, weil man einfach nicht mehr nach draußen kam. Unsere Autos parkten wir also draußen. Zu Fuß würden wir sie auf jeden Fall erreichen können.

Ortsschild von Portinho da Arrábida

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Portinho da Arrábida war so ein kleiner Ort, wo man wahrscheinlich zufällig eher nicht landete. Eine kleine malerische Bucht mit ein paar Ferienhäusern und etwas Gastronomie, im Rücken die steil ansteigenden Hänge der Serra da Arrábida.

Ein sehr schöner Ort zum Relaxen.


Ferienhäuser in Portinho da Arrábida

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Wenn ihr mobil in Lissabon unterwegs sein solltet, dann kann ich euch diese Bucht sehr empfehlen, aber nur dann, wenn ihr Entspannung „ertragen“ könnt.

Es war nichts los heute. Die Fensterläden der wenigen Ferienhäuser waren geschlossen. Am Strand war niemand und im Wasser schon gar nicht. Auch der Parkplatz war leer.

Das Restaurant O Farol in Portinho da Arrábida

Foto von mir

Unser Restaurant sah von außen ziemlich uninteressant aus. Es lag etwas erhöht und war gegen alle Widrigkeiten wie Wind und Regen gut geschützt. Uns wurde erzählt, dass dies gestern dennoch nicht ausgereicht hatte. Die Wellen hätten wohl bis zur Mauer gereicht und Gäste mussten das Haus durch die Fenster verlassen.

Wir hatten gerade Glück: das Wetter war recht warm und zur Abwechslung regnete es nicht.

Der eigentliche Strand von Portinho da Arrábida lag etwas weiter östlich. Er war von hier aus über einen schmalen Weg erreichbar. Von der anderen Seite gab es aber auch eine Straße, über die man fast direkt zum Strand fahren konnte. Der Strand machte einen guten Eindruck … so aus der Ferne.

typische portugiesische Entrade zum Essen

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Während wir uns (einige von uns ejdenfalls) über die Vorspeiese hermachten, wunderte ich mich, wo sich denn dieser namensgebende Leuchtturm (= Farol) befinden sollte. Ich hatte keinen gesehen. Helena fragte die Chefin, die daraufhin mit dem Finger nach draußen aufs Meer deutete. Ich konnte nichts sehen, aber es war auch diesig. Helena deutete ébenfallsnach draußen und fragte mich: „Kannst du ihn sehen?“. Nein. Na gut, mit etwas Vorstellungskraft sah ich dann in der Ferne irgendetwas Graues … aber war das ein Leuchtturm? Und was sollte der da draußen im Wasser? Vielleicht gab es tatsächlich einen Leuchtturm, aber ich glaube vielmehr, dass mich Helena auf den Arm genommen hat.

mehrere Robalo als Hauptmahlzeit in Portinho da Arrábida

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Als Hauptgericht gab es gegrillten Robalo (= Wolfsbarsch) für alle … außer für diejenigen, die Fisch verschmähten. Ich mag den Fisch, und wenn er so gut gegrillt ist wie heute, schmeckt er so richtig gut. Aber natürlich mag nicht jeder Fisch. Das ist auch okay und glücklicherweise hat die portugiesische Küche nicht nur Fisch zu bieten.

Zwischendurch regnete es immer wieder. Das Wasser hatte bald den schmalen Sandstreifen vor unserem Lokal erobert. Wir waren nicht so sicher, wie lange wir noch halbwegs trocken zu unseren Autos kämen. Die Fahrzeuge selber waren da oben vor den Toren von Portinho zwar sicher, aber wir mussten ja auch irgendwie hinkommen.

Zunächst zogen wir kurz in Erwägung, den eigentlichen Strand, etwas östlich von uns, zu besuchen. Aber bei dem Wetter war ein Strandbesuch nicht sehr attraktiv.

verfremdetes Foto von der Frucht eines Johannisbrotbaums

Foto von mir, 1995

In einer Regenpause sind wir schließlich aufgebrochen. Das Wetter war wieder schön und der Regen von eben war sofort wieder vergessen. Am Straßenrand stand ein Alfarrobeira (= Johannesbrotbaum). Von diesen Bäumen hatte ich hier in der Gegend um Lissabon bisher noch nicht viele gesehen.

Wir fuhren denselben Weg wieder zurück, den wir gekommen waren. Es war ja schließlich der einzige, der nach Portinho da Arrábida führte.

Weinprobe bei José Maria da Fonseca in Vila Nogueira de Azeitão

Helena hatte wegen des Regens als Alternativprogramm für die entgangene Wanderung eine Weinprobe bei José Maria da Fonseca in Vila Nogueira de Azeitão vorbereitet. Das dürfte in der Weingegend Pamela die wohl bekannteste Weinkellerei sein. Das traditionsreiche Weingut wurde 1834 am nördlichen Rand der Serra da Arrábida gegründet.

Allerdings waren wir zu früh dran. So sind wir noch durch den Ort geschlendert.

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Zuerst sind wir die Straße rauf, dann wieder runter gegangen. Helena musste uns irgendwie beschäftigen. Da bot sich der große Friedhof an, der sich gegenüber der Weinkellerei befand. Das klingt zwar etwas makaber, aber die Gräber waren alle sehr prächtig ausgestattet. Es gab auch zahlreiche Gruften, in denen links und rechts in einer Art Regal gleich mehrere Generationen von Familienangehörigen bestattet waren. Manchmal waren diese Grabstätten sehr edel mit Marmorsäulen fast schon wie kleine Tempel oder Häuser gestaltet. Ich kann mir gut vorstellen, dass so eine Ausgestaltung nicht ganz billig war. Anders als oft bei uns in Deutschland war der Friedhof nicht wie eine parkähnliche Anlage gestaltet. Vegetation gab es nur in Form von Blumenbeigaben und einiger weniger Bäume.

Nach dem Friedhofsbesuch sind wir auf die andere Straßenseite gegangen. Dort fand gerade eine Art Mini-Flohmarkt statt … und dann begann es wieder zu regnen. Es waren nur sehr wenige Stände auf einem größeren Parkplatz. Entweder war der Markt schon vorbei oder er hatte noch nicht richtig begonnen oder er fiel schlichtweg ins Wasser. Schon wieder nass werden, das wollte niemand!

Cafetaria A Casta in Azeitão

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Wir sind schnell ins nächste Cafe geflüchtet. Na gut, nächstes Cafe ist der falsche Ausdruck. Es gab da schon noch nähere. Aber dieses lag direkt bei der Weinkellerei. Leider reichte das kurze Stück Weg schon wieder aus, um die Hosen zu durchnässen.

Im Café warteten wir den Regen und unseren Termin ab. Drei meiner Mitreisenden und ich spielten „Mensch ärgere dich nicht“ auf dem iPad. Ich war ja auf jedes Wetter vorbereitet. 🙂

Irgendwann war es dann so weit und wir durften rüber zur kleinen Führung und zur Weinprobe.

Und es war auch wieder richtig angenehmes Wetter.


Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet


Zunächst kamen wir in den Verkaufsraum. Dort mussten wir eine kleine Gebühr für die Kurzführung und die Weinprobe bezahlen (die Höhe der Gebühr weiß ich nicht mehr).

Haupthaus von José Maria da Fonseca in Vila Nogueira de Azeitão

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Das Weingut wurde vor etwa 200 Jahren gegründet und aus dieser Zeit stammte auch das Hauptgebäude. Heutzutage diente es als Museum. Von der Halbinsel Setúbal expandierte das Unternehmen schnell und baut inzwischen auch im Alentejo und am Douro Wein an.

Das Innere des alten Weinguts José Maria da Fonseca

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Im alten Herrenhaus wurden Gerätschaften aus früheren Zeiten gezeigt wie zum Beispiel eine Maschine, mit der die Korken in die Flaschen gepresst wurden. An den Wänden hingen jede Menge Fotos mit den Konterfeis der Familienangehörigen aus mehreren Generationen. Wir wurden dort mit der Geschichte des Weinguts vertraut gemacht. Unsere Führerin sprach Englisch. Zusätzlich übersetzte Helena aber die wichtigsten Teile auch noch auf Deutsch.

Weinfässer im Lager von José Maria da Fonseca

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Von der Villa machten wir dann einen kleinen Spaziergang durch den hübsch angelegten Garten, bis wir bei den oberirdischen Weingewölben ankamen. Anders als ich es erwartet hatte, wurde der Wein oberirdisch in verschieden großen Fässern zur Reifung gelagert. Auf der anderen Seite hätte mich das eigentlich nicht überraschen sollen. Unterirdische Gewölbe anzulegen, wäre sicher ein Mordsaufwand gewesen.

Die wichtigsten Marken von José Maria da Fonseca sind der Periquita (Rotwein), der Desertwein Moscatel de Setúbal (Weißwein), der Montado (Rot- und Weißwein) und der Hexagon (Rot- und Weißwein). Auch Vinho Verde wird angeboten. Vom Douro stammt der Domini.

Wieder zurück im Verkaufsraum durften wir einige ausgewählte Weine probieren. Eine richtige Weinprobe (so wie ich es aus Deutschland kannte) war das zwar nicht, aber immerhin konnten wir ein paar Weine kennenlernen. Zuerst zierte ich mich, weil ich als Autofahrer Alkohol strikt meide. Aber dann ließ ich mich doch zu ein, zwei kleinen Schlückchen hinreißen. Der Wein wurde hier nicht wieder ausgespuckt, sondern tatsächlich getrunken. Zur Neutralisierung des Geschmacks gab es einige kleine Kekse.

Der Alambre Moscatel de Setúbal ist ein sehr schwerer, sehr süßer Wein und ist möglicherweise nicht jedermanns Geschmack. Er gehört zur Weltspitze der Likörweine.

Den Periquita gibt es auch in einfacheren Qualitäten als Rosé- und als Weißwein.

Einige der Gruppenteilnehmer kauften sich ein oder zwei Flaschen Wein, möglicherweise zum Trinken noch während der Reise, eventuell aber auch als Mitbringsel.

Zum Abschluss unseres Besuchs des Weinguts José Maria da Fonseca habe ich hier noch ein kurzes Promo-Video:



Wanderung durch die Alfama

Nahaufnahme eines Pfeilers der Brücke Ponte 25 de Abril in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Zurück ging es über die Autobahn A2 und wieder über die Ponte 25 de Abril. Ich hatte im Auto ein automatisches Maut-Erfassungsgerät, so dass ich einfach druchfahren konnte. Die anderen beiden Fahrzeuge brauchten etwas länger. Normalerweise kann man hinter den Mautstellen ganz gut anhalten und auf andere Autos warten, aber das war hier nicht möglich. Vor uns war die Brücke, aber kein Parkplatz. Notgedrungen sind wir weitergefahren, wussten aber nicht, wie Helena fahren wollte. Über die Brücke musste sie aber auf jeden Fall.

Gleich hinter der Brücke war eine Ausfahrt, die ich aber rechts liegen ließ. Sie schien mir, zu früh zu sein. Und viel Zeit zum Nachdenken blieb ja nicht, denn wir waren auf einer Autobahn. In dem gleichen Augenblick, als wir an der Ausfahrt vorbeigefahren sind, war uns klar, dass wir hier wohl hätten abfahren müssen. Die anderen beiden Fahrzeuge waren im Rückspiegel noch nicht zu entdecken. Wir fuhren langsam weiter, um bei der nächsten Möglichkeit anzuhalten und die Situation zu klären.

Kurz vor der nächsten Ausfahrt fand sich eine winzige Ausweichstelle, ein Mini-Parkplatz, den wir noch gerade so erwischten, denn einen Verzögerungsstreifen gab es nicht. Es wäre schön gewesen, wenn man mir vor der Fahrt gesagt hätte, an welcher Ausfahrt ich die Autobahn verlassen sollte. Meine Mitfahrerinnen bemühten sich jetzt redlich, mit Helena telefonisch in Kontakt zu treten und die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Das klappte nur sehr mäßig. Viel Auswahl hatte ich jetzt sowieso nicht. Ich musste die nächste Ausfahrt nehmen und dann irgendwie nach Süden ins Zentrum von Lissabon fahren, Richtung Alfama eben.

die Westseite der Praça do Comércio

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Über die Avenida da Liberdade (das ist die Prachtstraße von Lissabon) fuhren wir also irgendwie zur Praça do Comércio, wo wir uns mit den anderen beiden unten am Tejo treffen wollten. Zwischendurch fuhren wir mal unbeabsichtigt auf der Spur der Straßenbahnen, aber das störte offenbar auch niemanden.

Anscheinend konnten die beiden anderen Fahrzeuge keine Möglichkeit zum Parken finden. So wurde telefonisch vereinbart, dass wir alle einfach weiter am Tejo entlang in Richtung Alfama fuhren. Wir hielten dann dort an und konnten uns endlich wieder zusammenfinden. Was hätten wir bloß ohne Handys gemacht? 😉 Gemeinsam ging es nun weiter hoch in das Gewimmel der Alfama.

eine Straße in der Alfama in Lissabon mit vielen geparkten Autos

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Jetzt musste eine Parkmöglichkeit für alle drei Fahrzeuge gefunden werden. Wer die Alfama kennt, weiß, dass dies ein frommer Wunsch ist. Aber irgendwie ist dann am Ende doch alles möglich und wir konnten die Autos parken.


Blick über Lissabon von einem Aussichtspunkt aus

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Vor zwei Tagen sind wir schon einmal durch die Altstadt geschlendert. Für heute Abend war ein Fado-Lokal in der Alfama geplant, aber dafür war es noch etwas zu früh. Wir konnten erneut den Odem der Weltstadt spüren und einatmen. Alles war ziemlich eng und betriebsam. Aber irgendwie wirkte das Ganze dennoch nicht hektisch. Vielleicht lag das nur an unserer entspannten Urlaubsstimmung.

In Lissabon (und nicht nur dort) gab es immer wieder Aussichtspunkte (Miradouros genannt), von denen man einen besonders schönen Ausblick auf die Stadt hatte. Oft gab es dort Bänke oder Tische mit Stühlen, so dass man sich hinsetzen konnte. Meist bestand auch die Möglichkeit, etwas zu trinken oder sogar etwas zum Essen zu kaufen.

Bei einem dieser Miradouros (ich meine, es war der Miradouro da Graça, kann mich aber täuschen) kam Helena auf die Idee, sich eine Schachtel Caracóis-to-Go zu kaufen. Sie fragte deswegen in der Gruppe herum, ob jemand mit essen wollte, denn danach richtete sich ja die Menge, die sie kaufen musste. Wollte aber keiner, nur ich.

kleine Weinbergschnecken als Zwischenmahlzeit

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Nun musste man natürlich wissen, um was es sich bei Caracóis handelte: das sind kleine Weinbergschnecken, die in einem Sud gekocht werden. Normalerweise kenne ich die nur auf einem Teller. Gegessen wurden sie dann vorzugsweise, indem man mit einer Nadel das Fleisch aus dem Schneckenhaus herauszog und verzehrte.

Hier kamen die kleinen Schneckchen aber in einer Alu-Schale und wurden mit den Zähnen aus dem Haus gezogen. Weder die Schnecken noch die Art, sie zu verspeisen, war etwas Gewohntes für den normalen Deutschen. Viele Menschen verziehen, leicht angewidert, das Gesicht, wenn sie sich vorstellen, Schnecken mit den Zähnen aus dem Schneckenhaus zu ziehen. Das kann man niemanden verdenken, aber zumindest probieren sollte man das doch schon mal, finde ich. Im Grunde handelte es sich um einen fettarmen, zuckerfreien leichten Snack … schieres Eiweiß.

Ich jedenfalls nahm Helenas Einladung gerne an und half ihr, die Portion zu vernichten. Man machte sich dabei ganz schön die Finger schmutzig. Und vor den anderen Leuten ständig an den Fingern herumzulutschen, war nun auch nicht so besonders fein. Außerdem hatte ich dauernd das Gefühl, dass mir alle auf die Zähne starrten, um genau zuzusehen, wie die Schnecke aus dem Häuschen in meinen Mund gelangte. Tat wahrscheinlich keiner, aber trotzdem … ich fühlte mich beobachtet. Und in der Tat wollte dann jemand in Nahaufnahme fotografieren, wich ich die Schnecke aus dem Gehäuse zog. Ich lehnte ab. Helena hatte in dieser Hinsicht weniger Skrupel. So verfüge ich über ein paar wunderschöne Fotos von ihren Zähnen und einer Schnecke dazwischen. Ich habe mich entschieden, keins dieser Fotos hier abzubilden.

Fado Abend in der Alfama

Auch in Lissabon wurde es irgendwann einmal Abend. Und so gingen wir zu dem kleinen Lokal, das Helena für unseren Fado Abend ausgesucht hatte. Jetzt ist das natürlich so eine Sache mit dem Fado. Bars und kleine Kneipen, in denen Fado vorgetragen wird, gab es überall in Lissabon. Oft sind diese Kneipen aber schon auf die vielen Touristen ausgerichtet und dadurch irgendwie nicht mehr so richtig „echt“. Da ist es sicher ein Glücksfall, wenn das Lokal von einer Frau ausgesucht wird, die direkt in Lissabon lebt und die selbst mit Freunden zu Fado-Abenden geht.

Foto einer Fado-Sängerin

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Fado,
(c) Neva Micheva

Wir hatten mit Helena dieses Glück und ich bin unendlich dankbar dafür! Mit dem Fado ist das aber wirklich so eine Sache. Dieser typisch portugiesische Gesang gefällt nicht unbedingt jedem. Insofern muss ich sagen: ihr müsst euch das nicht anhören! Wer aber die Menschen und die Kultur von Portugal kennenlernen möchte, der sollte unbedingt Fado hören, und zwar live! Es geht um viel Sehnsucht und Weltschmerz, mal laut, mal leise vorgetragen, aber immer mit sehr viel Pathos.

Fado wird sowohl von Männern als auch von Frauen gesungen. Begleitet werden sie normalerweise von einer klassischen und einer portugiesischen Gitarre. Achja, von UNESCO Weltkulturerben haben wir schon ein paar Mal gehört. Und richtig, auch der Fado gehört seit 2011 zum (immateriellen) Weltkulturerbe.

Auswahl an Petiscos in einer Fado Bar in Lissabon

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Unser Abend begann damit, dass wir mit unserer kleinen Gruppe erst mal das halbe Lokal füllten. Auf den Tischen standen verschiedene Petiscos. Dabei handelte es sich um kleine Vorspeisen, oft in Öl und/oder Essig eingelegt, teilweise frittiert. Die Vorspeisen waren für Touristen mal wieder gewöhnungsbedürftig. Naja, so ist das eben in anderen Ländern. Nicht alles ist so, wie man es von zu Hause her kennt. Aber ist das nicht gerade das Spannende?

Leider habe ich jetzt gerade ein Problem. Ich habe mir an unserem Fado-Abend kaum Notizen gemacht und Fotos gibt es auch nur sehr wenige. Ich könnte jetzt versuchen, euch die Petiscos auf dem Foto vorzustellen, aber bevor ich Unsinn schreibe, lass ich es erst einmal sein. Falls das jemand sieht und liest und mir mit den deutschen und portugiesischen Begriffen aushelfen kann, wäre das wunderbar. Ich würde das dann hier gerne ergänzen.

eine portugiesische Chorizo, flambiert auf einem Bräter

Foto von Angela, von mir nachbearbeitet

Aber eine weitere portugiesische Spezialität kann ich euch noch zeigen: die flambierte Chouriço. Die Chouriço enthält Knoblauch und sehr viel Paprika, was ihr die rote Farbe gibt. Außerdem ist sie sehr fett. Vor dem Flambieren wird die Wurst eingestochen oder eingeschnitten und verliert dann einen Teil des Fettes, der einfach in die Schale hinabtropft. Die Wurst schmeckt sehr würzig und … tja … schmeckt daher (mal wieder) nicht jedem. Helena hatte vorsichtshalber erst einmal nur eine Wurst geordert und das war vermutlich auch gut so. Unsere Gruppe tat sich mit den portugiesischen Spezialitäten heute Abend etwas schwer.

Vor dem Anzünden wird Bagaço über die Wurst gegossen. Das ist ein hochprozentiger Tresterschnaps. Auch zwei Gruppenteilnehmer bestellten sich einen Bagaço zum Trinken. Hehe … unser zweiter Mann bekam beinahe Magenkrämpfe davon. 😉 Aber wenigstens hat er es tapfer versucht. Ist aber jetzt auch nicht unbedingt mein Lieblingsgetränk.

Ja, und dann war es irgendwann spät genug für die Fadistas, um loszulegen. Es wurde totenstill und die Aufmerksamkeit richtete sich ausschließlich auf die Musik und den Gesang.

Wir lernten, dass wir nicht *nach* einem Lied applaudieren durften, sondern bereits einige Sekunden, bevor das Lied zu Ende war. Und wir lernten das schnell.

Wir lernten, dass es nur eine endliche Menge an Melodien, aber eine unendliche Menge an Versen (Texten) gab. Der Fadista gab den beiden Gitarristen leise eine knappe Anweisung, welche Melodie gewünscht war und die Gitarristen mussten sich dann auf den Sänger oder die Sängerin einstellen. Das ging soweit, dass sich Sänger und Gitarristen noch nicht einmal kennen mussten.

An unserem Abend wechselten sich mehrere Fadistas ab, mal männlich, mal weiblich.

Der Fado war oft sehr eindringlich. Aber leider verstanden wir die Texte nicht. Vielleicht war das aber auch ein Glück, weil sonst so manche Träne unsere Wangen heruntergerollt wäre, denn das ist normal beim Fado.

Leider wollte unsere Gruppe viel zu früh wieder ins Hotel. Ihr wisst schon: „wir machen die Nacht durch!“. Na, daraus wurde wieder nichts. Die Fadistas machten einfach weiter und weiter … aber wir nicht. Wir gingen … schätzungsweise so um Mitternacht herum, das weiß ich leider nicht mehr so genau.

Ich empfand jedenfalls viel Dankbarkeit und auch Demut dafür, dass ich in dieser originalen Umgebung mit originalen Getränken und Petiscos und mit originalem Fado sein durfte.

Heimfahrt nach Carcavelos

Unseren Abend beendeten wir mit unser Rückfahrt zum Hotel. Selbst jetzt blieb Helena bei ihren Schafen und fuhr als Leithammel vor uns her nach Carcavelos. Wir immer hinterher. Ihr Arbeitstag war heute mal wieder extralarge! Ich weiß das zu schätzen, liebe Helena! Und ich bin sicher, die anderen unserer Gruppe wussten das ebenfalls zu schätzen!

Eine kurze persönliche Anmerkung:
Jedesmal, wenn ich einen Tag so halbwegs beschrieben habe, denke ich mir: „Mein Gott, du schreibst viel zu viel. Deine Artikel sind viel zu lang für einen Blog. Das liest sowieso kein Mensch!“ Dann schleicht sich ein Stirnrunzeln in mein Gesicht: „Ich habe doch schon so viel weggelassen und gehe auf Vieles überhaupt nicht ein.“

Sagen wir mal so: es gibt auch heute noch Menschen, die Zeitschriften oder gar Bücher lesen und deswegen auch die Lektüre von Texten jenseits der 140-Zeichen Grenze verkraften. Im Grunde schreibe ich für mich, weil ich mir das später immer wieder selber durchlesen und die Urlaubstage erneut erleben kann. Aber wenn es da draußen jemand durchhält, meine Artikel zu lesen, wenn ich ihn oder sie vielleicht sogar unterhalte oder ein paar Anregungen gebe, dann ist es okay. Dann habe ich es richtig gemacht.

Für eure zusätzlichen Fragen stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung.


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Weitere Informationen im Internet

Homepage von José Maria da Fonseca in Vila Nogueira de Azeitão
Wikipedia: wie läuft eine Weinprobe ab?
Was ist Fado?
Planet Wissen erklärt den Fado