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Lokalanzeiger

Mein neues Freundschafts-Portal MUC-Outback ist einsatzbereit und benötigt noch etwas mehr Aufmerksamkeit.

Dazu habe ich mir uinter anderem zwei Stratgien ausgedacht:

  1. Verbesserung der Core-Funktionalität
  2. Werbung im lokalen Umfeld

Als wesentliche Funktionalität für die von mir angepeilte Zielgruppe sehe ich den Veranstaltungskalender an, der in der jetzigen Implementation zum einen nur sehr reduziert brauchbar ist, zum anderen schlichtweg Fehler enthält. Daher habe ich mich entschieden, den Veranstaltungskalender in den nächsten Wochen komplett selber zu schreiben und zunächst mit MUC-Outback zu verbinden, im weiteren Schritt dann zu integrieren.

Falls jemand bestimmte Wünsche haben sollte, würde ich mich über einen Kommentar hier unter dem Beitrag sehr freuen. (Dafür ist aber eine Registrierung notwendig.)

Für die Werbung habe ich mich kurzfristig für eine Anzeige im Lokalanzeiger Pastetten entschieden. Dieses Anzeigen-Blatt hat eine Auflage von ca. 50.000 und wird 14-tägig im Osten von München verteilt, also genau in der Gegend, die mich interessiert. Was ich momentan nicht weiß ist, ob das Blatt überhaupt gelesen wird und wenn ja, von wem.

Kennt ihr den Lokalanzeiger Pastetten und lest ihr ihn denn auch? Kommentare sind willkommen!

Wildner Akademie

Seit dem 4. Januar (meinem Geburtstag) nehme ich in der Wildner Akademie an einer beruflichen Fortbildung zum Online Marketing Manager teil.

Die Wildner Akademie hat ihre Räume in München Obersendling:

Zur Vorbereitung habe ich außer einem “Unterrichtsvertrag” nur die “Bestimmungen der Wilder AG zum Schutz von Software- und Medienprodukten” erhalten. Unter anderem erfuhr ich, dass ich von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr pünktlich und jeden Tag zu erscheinen hätte.

Das Schulungsgebäude befand sich in einem alten Industriekomplex. Man fuhr durch eine Toreinfahrt auf das Gelände und fand dort eine Vielzahl von Parkplätzen vor. Das Gebäude selber machte keinen besonders einladenden Eindruck, aber darauf kam es letztendlich ja nicht an.

Gleich am Eingang hingen Zettel, die alle Neuankömmlinge für die Schulungen, die am 4. Januar eine neue Fortbildung begannen, in den Keller wiesen. Dort gelangte man zu einem großen hellen Raum, der mit einem Getränke- sowie einem Snack-Automaten eingerichtet war. Weiter gab es einige kleine Sitzgruppen. Was fehlte, war irgendeine Art von Tafel, auf der man sich orientieren konnte, welche Kurse wo stattfanden oder an wen man sich nun für eine weitere Einweisung wenden sollte. Es gab auch keine Art von Empfangstresen, so dass letztendlich nichts anderes übrig blieb, als sich in Geduld zu üben. Es hatten sich schon einige weitere Leute eingefunden, die zum Teil wie ich alleine warteten, während sich andere in kleinen Gruppen miteinander unterhielten.

Nach einigen Minuten kam eine Dame herein und setzte sich mit einigen ausgedruckten Unterlagen an einen Tisch. Man nannte seinen Namen und bekam ein paar Blätter Papier in die Hand gedrückt. Außerdem erklärte sie, zu welchem Schulungsraum man sich begeben sollte. Soweit gab es zwar etwas Orientierungsprobleme, aber erst einmal keine offenen Fragen.

Sagte ich gerade “keine offenen Fragen”? Doch, die gab es schon. Zu den Unterlagen, die ich gerade erhalten hatte, gehörten eine Aufnahmebestätigung, eine Teilnahmebestätigung und eine so bezeichnete Informationsmappe. Diese enthielt je eine einseitige Hausordnung und eine Belehrung zur Anwesenheit. Von “Informationsmappe” konnte nicht unbedingt die Rede sein.

Aus anderen Fortbildungen war ich es gewohnt, dass der Dozent am Anfang eines Seminars einige organisatorischen Fragen klärt. Dazu gehörte zum Beispiel, welche Möglichkeiten es gab, sich in den Pausen, vor allem aber mittags, mit Nahrung und Getränken zu versorgen. Ich hatte auch erwartet, dass der Dozent zu den geplanten Prüfungen von sich aus etwas sagte. Erst an einem anderen Tag sollte ich hierzu mehr erfahren.

Der Schulungsraum war recht geräumig und mit großen Fenstern ausgestattet. Es standen ein Whiteboard und ein Beamer zur Verfügung. Außerdem hatte jeder Platz einen Mini-Tower und einen Flachbildschirm auf dem Tisch stehen. Pro Tisch waren zwei Plätze nebeneinander vorgesehen. Insgesamt waren 24 Plätze vorhanden, besetzt waren aber in unserem Kurs nur 14 davon. Ich bin der Meinung, dass in einem Kurs auch nicht mehr Teilnehmer sitzen sollten, aber gerüchteweise gab es noch größere Schulungsräume mit noch mehr Plätzen, die auch regelmäßig voll waren. Ob dies eine effiziente Lernumgebung ist, wage ich zu bezweifeln, kann das aber letztendlich noch nicht beurteilen.

Der Dozent machte einen kompetenten Eindruck, worüber ich mich freute, denn da hatte ich auch schon anderes erlebt.

Er verließ sich ganz auf eine ordentliche Ausstattung des Kursraums, scheiterte dann aber schon gleich am Anfang an brauchbaren Stiften für das Whiteboard. Mehrere waren eingetrocknet bzw. leer, aber einer funktionierte dann halbwegs. Ein anderes Problem stellte das interne Netzwerk dar, das sich am ersten Schulungstag als extrem langsam zeigte. Am Nachmittag benahm es sich wieder normal. Es blieb der Verdacht, dass der Administrator nach Neujahr in der Früh einige Updates eingespielt oder gar Backups über das Netzwerk durchgeführt hatte. Kein guter erster Eindruck. Aber wenn sich das nicht wiederholte, konnte man damit gut leben.

Eine Kantine gibt es in der Akademie leider nicht, auch keinen Imbiss oder einen Imbisswagen, der mittags mal vorbeischaute. Stattdessen musste man sich mit den umliegenden Restaurants und Imbissen behelfen. Über deren Qualität kann ich momentan noch nichts sagen.

Als Fazit stelle ich fest, dass bisher alles einigermaßen rund lief. Dennoch würde ich der Akademie Leitung gerne nahelegen, das vorhandene Verbesserungspotenzial zu nutzen. Einige Punkte hatte ich weiter oben angesprochen.

Google Wave Test

Nach diesem Text sollte eine eingebettete Wave folgen. Das funktioniert aber nur, wenn der Leser mit dem gleichen Browser in Google-Wave angemeldet ist. Außerdem muss die Wave public sein.

Hier ist der Beitrag zu Ende. Die Wave sollte oberhalb dieser Zeile zu lesen sein.

Kirchentag legt Schulbetrieb lahm

Eben habe ich in “HSU Probe in der 4. Klasse” noch über unser Schulsystem gemeckert, da bekomme ich ein Info-Blatt der Grundschule Forstern in die Hand. Unter anderem werden die Ferien für 2010 bekannt gegeben. Außerdem gibt es die üblichen Hinweise und Ermahnungen, was man alles nicht darf oder was man alles zu tun hat, wenn das Kind zum Beispiel krank sein sollte.

Was ich aber besonders interessant fand, war

Wichtiger Hinweis: Vom 12. bis 16. Mai 2010 findet in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt. Für die Übernachtung der Teilnehmer werden auch Schulgebäude in den umliegenden Landkreisen München, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg in Anspruch genommen. Deshalb findet am Freitag, den 14.05.2010, an den öffentlichen Schulen in München und in den oben genannten Landkreisen kein Unterricht statt.

Finde ich klasse! :-(

Da halten die Anhänger zweier Religionsgemeinschaften eine Art Kongress ab, und die Teilnehmer sollen wohl in den Schulen einquartiert werden. Dafür lassen wir dann einen Tag Unterricht ausfallen. Den Stoff kann man ja locker in irgendeiner anderen Stunde noch dazutun … oder man lässt halt alternativ wieder eine Stunde Sport ausfallen, um den Stoff dort nachzuholen.

Ich habe weder gegen Glauben noch gegenn Kirchentage etwas. Aber was hat denn unsere Grundschule damit zu tun? Und wieso müssen Kinder dafür auf einen Tag Unterricht verzichten?

HSU Probe in der 4. Klasse

Wie seit jeher wird in der Schule das gelernte Wissen mit Hilfe Tests überprüft, bei uns in der Grundschule “Probe” genannt. Für den Übertritt in die weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse ist der Durchschnitt aus den Noten in Deutsch, Mathematik und “Heimat und Sachkundeunterricht” (HSU) wichtig. Dementsprechend hoch ist auch der Druck auf die Kinder, gute Noten in den Proben zu erreichen. Allgemein anerkannt ist, dass dieses Schulsystem für unsere Kinder nicht unbedingt das beste ist, um sich zu selbstständigen, lernwilligen und mit gutem Allgemeinwissen ausgestatteten Menschen zu entwickeln.

Am 11. Dezember musste mein Sohn eine HSU Probe schreiben. Entsetzt und niedergeschlagen waren wir, als wir uns den dafür zu lernenden Stoffumfang ansahen. Nur schnell als Liste:

Ärgerlicherweise ist das vermittelte Wissen unvollständig (die Wörnitz gilt zum Beispiel ebenfalls als Zufluss zur Donau, wurde aber im Unterricht nicht gelernt). Ein paar einfache Tests mit unserem Sohn zeigten uns bereits viele Tage vor der Probe, dass wir als Eltern zur intensiven Nachhilfearbeit gezwungen waren. So musste Heiko fast zwei Wochen lang jeden Abend nach der Schule noch ein bis zwei Stunden mit uns üben. Da hatte er aber schon immer einen langen Tag in der Schule und die danach zu erledigenden Hausaufgaben hinter sich. Für Sport und Spiel blieb in dieser Zeit leider nur sehr wenig Zeit, und nicht nur einmal war unser Sohn den Tränen nahe. Wir haben uns natürlich alle Mühe gegeben, den Nachhilfeunterricht mit ihm entspannt und ruhig zu gestalten. Leider war der zu bändigende Stoff derart, dass es auf ein bloßes Auswendiglernen hinauslief, denn einen Bezug zum Beispiel zwischen Spanien und Portugal konnte er noch nicht herstellen, so dass diese Länder eine Zeit lang an völlig verschiedenen Stellen Europas vermutet wurden.

Europa Karte

Europa Karte


Wir nutzten Deutschland- und Europakarten, die wir aus dem Internet beschafften und so bearbeiteten, dass sie als leere Arbeitsblätter verwendbar waren.

Meine Hoffnung war, dass ein ständiges Wiederholen das Wissen festigen würde. Natürlich zeigte sich auch langsam der erwartete Erfolg.

Dennoch war die zur Verfügung stehende Zeit absolut nicht ausreichend, um das gesamte Wissen einzuprägen. Autokennzeichen, Wahrzeichen und Wappen mussten wir deswegen auslassen. Fur uns als Eltern war es extrem belastend zu sehen, wie unser Kind unter dem schieren Umfang des Stoffs mehr und mehr zusammenbrach.

Das Problem war, dass selbst wenn nur eine einzige Frage zu einem Wahrzeichen in der Probe käme, dennoch praktisch alle Wahrzeichen gelernt werden mussten. Es nützte ja nichts, wenn man 90 Prozent der Wahrzeichen kannte, die eine gestellte Frage aber nicht beantworten konnte. Dasselbe galt natürlich für alle anderen Themenkomplexe.

Wir haben unseren Sohn am Ende sehr für sein Durchhaltevermögen gelobt und ihm erklärt, dass die Note für uns völlig bedeutungslos sei. Wichtig sei nur, dass er sich gut vorbereitete.

Mein Verständnis von einer Grundschule ist nicht, dass die Schüler im Unterricht nur den zu lernenden Stoff genannt bekommen, um ihn anschließend zu Hause mit den Eltern zu lernen. Mir ist bewusst, dass die Möglichkeiten der Lehrer bei der Stoffauswahl und bei der individuellen Förderung der Kinder nach wie vor äußerst beschränkt sind, dennoch bin ich der Meinung, dass der Job eines Lehrers der ist, unseren Kindern auf altersgerechte Weise Wissen zu vermitteln (neben all den persönlichkeitsbildenden Aspekten selbstverständlich). Dafür werden Lehrer ausgebildet und dafür werden sie bezahlt. Es kann einfach nicht sein, dass Eltern neben Beruf und Haushalt diesen Job auch noch übernehmen müssen.

Gereicht hat die intensive Vorbereitung für eine 3. Es gab allerdings auch Einsen und Zweien in der Klasse, was mich sehr überraschte. Auf der anderen Seite war nach meinem Empfinden die Anzahl der schlechteren Noten ungewöhnlich hoch bei dieser Probe. Im Gespräch mit anderen Eltern ergab sich später, dass wir nicht die Einzigen waren, die diese Probe als unverhältnismäßig umfangreich ansahen.

Wie sah nun die Probe aus?

  1. In der ersten Aufgabe mussten je eine grobe Karte von Deutschland und eine von Bayern benannt werden. Das war keine große Herausforderung.
  2. Danach musste in der zweiten Aufgabe das Wappen von Bayern beschrieben und erklärt werden. Dieses Thema hatten wir bei der Vorbereitung ausgeklammert. Dennoch gelang es meinem Sohn, von 6 Punkten noch 2,5 zu bekommen
  3. In der nächsten Aufgabe wurde es schlimm! Wir haben uns mittlerweile ja daran gewöhnt, dass die Schule offensichtlich nicht in der Lage ist, vernüftige Kopien als Arbeitsmaterialien anzufertigen. Wenn dies aber so aussieht wie im folgenden Bild, dann wundert es mich nicht, dass ein Kind damit Schwierigkeiten hat (und dieses Bild ist bereits vergößert dargestellt):

    Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a

    Scan eines Puzzle Teils aus Aufgabe 3a


    Wenn ich mir das Bild so ansehe, würde ich vermuten, dass mein Scanner eine Macke hat. Dem ist aber nicht so, die Grafik ist wirklich dermaßen schlecht.
    Die Aufgabe bestand nun darin, unter das Bild den Namen des Regierungsbezirkes zu schreiben und die Landeshauptstadt einzukreisen. Mein Sohn hat nicht eine einzige Hauptstadt eingekreist, was entweder daran gelegen haben konnte, dass er die Aufgabe nicht vollständig verstanden oder dass er schlichtweg keine Stadt-Bezeichnungen auf den Kartenstücken erkannt hatte. Leider war auch die Benennung der Regierungsbezirke nur teilweise richtig. Hätte man ihm eine Bayernkarte mit den Umrissen der Regierungsbezirke vorgesetzt, hätte er alle richtig benennen und zuordnen können. Davon bin ich überzeugt!
  4. Die nächste Aufgabe 3b baute auf der letzten auf. Nun gab es tatsächlich eine Bayernkarte mit den 7 Regierungsbezirken im Umriss. In jedem war ein kleines Feld, in das der entsprechende Buchstabe des Puzzle-Teils aus der letzten Frage einzutragen war. Zwei Bezirke waren mit einem Buchstaben vorbelegt, da in der letzten Aufgabe nur 5 Bezirke abgefragt worden waren. Die beiden vorbelegten Buchstaben konnte Heiko einwandfrei benennen. Auch die Hauptsädte stellten keine Hürde dar. Anders verhielt es sich mit den Puzzleteilen. Hier ging es einzig und alleine darum, die Puzzleteile richtig einzufügen. Jetzt mag man meinen, dass in HSU nicht gepuzzelt wurde, deswegen hat mein Sohn auch nicht die Teile richtig eingeordnet, sondern hat sich an den Bezeichnungen orientiert, die er unter den Teilen eingetragen hatte. So wanderte die Oberpfalz zwar in der Bayernkarte an die richtige Stelle, war aber trotzdem falsch, da er das falsche Puzzleteil benannt hatte. Also wieder kein Punkt, obwohl die Lage richtig war, und darauf kam es ja an und nicht darauf, richtig zu puzzeln. Leider hat er den Umkehrschluss von dieser Aufgabe auf die letzte nicht mehr hinbekommen. Er hätte nun nachschauen können, welches Puzzleteil an die Stelle “Oberpfalz” passt und die Benennung dementsprechend korrigieren können. Diese blöde Puzzelei hätte man sich schenken können
  5.  
    Scan von den Aufgaben 4 bis 6

    Scan von den Aufgaben 4 bis 6


    In Aufgabe 4 mussten auf einer Deutschlandkarte, die sämtliche Bundesländer im Umriss enthielt, vier vorgegebene benannt werden. Das hatten wir bis zum Erbrechen geübt. Ergebnis: Null Fehler!
  6. Auch Aufgabe 5 wurde fehlerlos bewältigt. hier ging es darum, in einer Tabelle mit den Spalten Bundesland, Landeshauptstadt und Bezugsnummer (zur Deutschlandkarte der letzten Aufgabe) leergelassene Felder auszufüllen.
  7. In der nächsten Aufgabe 6 wurde abgefragt, was Stadtstaaten sind und welche es in Deutschland gibt. Wieder Null Fehler. Geht doch!
  8. In Aufgabe 7 mussten 5 Nachbarländer von Deutschland aufgezählt werden. Heiko benannte alle neun und hatte die Aufgabe damit überperfekt gemeistert.
  9.  
    Scan von Aufgabe 8

    Scan von Aufgabe 8


    Aufgabe 8 wurde dann wieder schwierig. hier wurden 12 Aussagen gemacht, die als “wahr” oder “falsch” markiert werden sollten. Hier tauchte nun genau die weiter oben beschriebene Schwierigkeit auf, dass die Schüler den ganzen Stoff abrufbereit haben mussten, damit sie Aussagen richtig bewerten konnten. Das konnte nur schief gehen, da wir mit unserem Sohn aus Zeitgründen bewusst nicht alle Lerninhalte geübt hatten. Heiko hat sich hier dennoch überraschend gut geschlagen.
  10. In der letzten Aufgabe ging es darum, zu sechs vorgegebenen europäischen Ländern die Hauptstädte zu benennen. Hier hatte Heiko ebenfalls wieder null Problemo, also keinen einzigen Fehler. Als Hinweis auf die Qualität der eingestzten Vorlagen mag die Tatsache dienen, dass das europäische Land “Niederlande” dort mit “Holland” bezeichnet wurde. Die Kinder mussten die Länderbezeichnung selber ausbessern.

Wenn ich sehe, was in der Grundschule als wichtiges Wissen angesehen wird, dann stellen sich mir die Haare auf. Die Schulzeit wurde auf maximal 12 Jahre um 1 Jahr verkürzt, so dass noch weniger Zeit bleibt, dem Kind all das beizubringen, was es für ein erfolgreiches Erwachsenenleben in unserer sozial meist kalten Gesellschaft benötigt. Dennoch bleibt immer noch Zeit, sich mit so Themen wie der genauen Analyse eines bayerischen Wappens zu beschäftigen. Wer das später wirklich einmal benötigt, muss eh in der Wikipedia nachschauen. Kein Mensch merkt sich das länger als bis zur nächsten Probe, es sei denn, er ist Heraldiker.

Kein Mensch muss das Autokennzeichen von Moldawien kennen.

Kein Mensch muss wissen, dass die Altmühl in die Donau fließt, es reicht völlig aus, sich mit den lämgsten Flüssen der Welt oder meinetwegen auch mit den längsten Flüssen Deutschlands zu beschäftigen (die Donau ist der drittlängste Fluss Deutschlands, aber die Nebenflüsse sind nicht wirklich wichtig). Wir haben einfach keine Zeit mehr für solche Lerninhalte. Natürlich kann man darüber streiten, was zur Allgemeinbildung gehören sollte und was nicht. Man muss dabei aber immer berücksichtigen, dass für die Vermittlung des immer weiter anwachsenden Berges an Wissen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, ja sogar eine kürzere Zeit als sie uns Eltern zur Verfügung stand.